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Vor hundert Jahren und einem Sommer

Roman

(17)
Annemie wird als lediges Kind geboren und wächst als Pflegekind im Dorf der Kirschen auf. Als die Eifersucht der Ziehmutter erwacht, verlässt sie das Dorf, lebt kurze Zeit in einem Armenhaus, ehe sie ein wohlhabender Experimenteur bei sich aufnimmt. Ein Jahr später flüchtet Annemie schwanger in den Süden, wo sie auf einer Seidenraupenplantage Arbeit findet. Als sie nach einem neuerlichen Schicksalsschlag in ihre Heimat zurückkehrt, scheint das private Glück zum Greifen nahe. Sie begegnet Jonathan. Die Sehnsucht eines Fabrikanten nach reifen Kirschen im Winter wird zu Ihrer Passion. Jonathan und Annemie errichten ein Glashaus, um das Unmögliche möglich zu machen. Doch dann bricht ein großer Krieg aus und lässt den Wunsch nach reifen Kirschen im Winter nur noch lächerlich erscheinen. Für Annemie beginnt erneut eine Zeit voller Hoffen und Bangen - und ein Warten, ob ihr Mann jemals wieder aus dem Krieg zurückkehren wird. Ein märchenhafter Entwicklungsroman über eine Frau, die versucht, die Existenz zu sichern und dennoch ihre Träume nicht aus den Augen verliert.
Portrait
Jürgen-Thomas Ernst, 1966 in Vorarlberg geboren. Für seine Theaterstücke erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. 2010 erschien mit Anima sein erster historischer Roman, der mit dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet wurde. Der nun vorliegende Roman wurde bereits vor seiner Drucklegung mehrfach prämiert, unter anderem mit der Floriana 2014.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 01.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99200-139-2
Verlag Braumüller GmbH
Maße (L/B/H) 191/128/37 mm
Gewicht 541
Buch (gebundene Ausgabe)
23,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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lesenswert
von nane 2408 am 03.02.2016

Dieses Buch erzählt die Geschichte der beiden Hauptpersonen Annemie und Jonathan, die so viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen und doch nicht an ihnen zerbrechen. Dies ist keine leichte Sommerlektüre, die man mal so eben weglesen kann. Durch den interessanten Schreibstil des Autors wird man gezwungen, ganz genau zu lesen, auch... Dieses Buch erzählt die Geschichte der beiden Hauptpersonen Annemie und Jonathan, die so viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen und doch nicht an ihnen zerbrechen. Dies ist keine leichte Sommerlektüre, die man mal so eben weglesen kann. Durch den interessanten Schreibstil des Autors wird man gezwungen, ganz genau zu lesen, auch mal zwischen den Zeilen. Wenn man sich aber darauf einlässt, liest man eine ganz bezaubernde Geschichte aus der Vergangenheit. In diesem Buch haben die meisten Personen keine Namen, sie sind dann der Ziehvater, der Experimenteur oder der Bierbrauer. Auch die Orte werden umschrieben, wie „das Dorf der Kirschen“, „der Ort mit der Wallfahrtskirche“. So kann man nicht genau wissen, wo diese Geschichte spielen soll. Sehr aufwendig und bildhaft sind die detaillierten Beschreibungen der Landschaften und des Wetters. So meint man, alles genau vor sich zu sehen. Interessant ist auch, dass es kaum Dialoge gibt und wenn doch, sind sie eher in der indirekten Form geschrieben. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, obwohl es teilweise brutal und sehr traurig geschrieben ist. Und trotzdem, oder gerade deswegen, ist es eine sehr berührende Geschichte, die ich wohl nicht so schnell vergessen werde.

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Vor 100 Jahren und einem Sommer
von Herbert Mangl aus Wien am 22.01.2016

Annemie ist das uneheliche Kind von Sophie. Um der Schande zu entgehen, gibt Sophie Annemie zu Pflegeeltern ins Dorf der Kirschen, das ein wenig abgelegen auf einem Hügel liegt. Sie wächst dort mit einem weiteren Pflegekind, Jonathan, auf. Beide verlassen als Jugendliche kurz nacheinander die Pflegeeltern und schlagen sich... Annemie ist das uneheliche Kind von Sophie. Um der Schande zu entgehen, gibt Sophie Annemie zu Pflegeeltern ins Dorf der Kirschen, das ein wenig abgelegen auf einem Hügel liegt. Sie wächst dort mit einem weiteren Pflegekind, Jonathan, auf. Beide verlassen als Jugendliche kurz nacheinander die Pflegeeltern und schlagen sich alleine durchs Leben. Nach einigen Jahren treffen sie zufällig wieder aufeinander und sofort ist die alte Zuneigung wieder da. Sie kehren zurück ins Dorf der Kirschen und in das alte Haus wo sie aufgewachsen sind. Dort ist jedoch nur mehr der Ziehvater am Leben. Die beiden bleiben zusammen, bewirtschaften Haus und Hof und betreuen den alt gewordenen Ziehvater bis zu seinem Tod. Ein Geschäftsmann kommt ins Dorf und bietet jedem, der ihm vor dem 15. März reife Kirschen bringt, 2 Goldstücke – für jede Kirsche. Annemie wird diesen Gedanken Tag und Nacht nicht mehr los und sie findet einen Weg. Sie und Jonathan beginnen einen schier unmöglichen Versuch und jedermann erklärt die beiden für verrückt. Doch sie geben nicht auf. Es ist dies ein Buch, für das man ein wenig Muße braucht und die richtige Stimmung. Es ist eines von jeden Büchern, das sich hervorragend zum Vorlesen eignen, weil es relativ klar strukturiert ist. Man muss sich nicht mit vielen Namen herumschlagen. Es gibt eigentlich im Wesentlichen nur Annemie und Jonathan die namentlich genannt werden. Alle anderen sind irgendwie nur erwähnt, um das Bild komplett zu machen. Der Ziehvater, die Ziehmutter werden niemals namentlich erwähnt, ebensowenig wie alle anderen vorkommenden Personen, die lediglich in ihrer Funktion beschrieben werden und so sehr eindeutig auf ihren Platz verwiesen werden. So wie früher Märchen erzählt wurden, in denen es ja auch nur für die Hauptpersonen Namen gab. Ansonsten ist die Geschichte eine ruhige, unaufgeregte Erzählung über ein nicht ganz einfaches Frauenleben Anfang des vorigen Jahrhunderts. Nicht unbedingt sehr realistisch dargestellt, aber eine sehr nette Erzählung. So gesehen, ist der Vergleich mit einem Märchen nicht einmal so unpassend, wenngleich das ein wenig zu hoch gegriffen wäre. Dennoch finden sich hier einige Ungereimtheiten und Absurditäten, die eindeutig ins Land der Fantasie gehören. Alles in allem ist „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ aber sehr lesenswert.

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Träumer schaffen märchenhafte Wunder...
von Amelien am 11.12.2015

Erster Satz. „Von Unglaublichem weiß diese Geschichte zu berichten, von einer Frau etwa, die einem Mann, den viele schätzen, zu seinem Namenstag Wiesenblumen schenkt und ihm später inmitten der vielen Sträuße, die auf dem Tisch und den Fensterbänken nach Flieder und Rosen duften, eröffnet, dass die Blumen nicht für den... Erster Satz. „Von Unglaublichem weiß diese Geschichte zu berichten, von einer Frau etwa, die einem Mann, den viele schätzen, zu seinem Namenstag Wiesenblumen schenkt und ihm später inmitten der vielen Sträuße, die auf dem Tisch und den Fensterbänken nach Flieder und Rosen duften, eröffnet, dass die Blumen nicht für den Namenstag, sondern für sein Begräbnis seien.“ (Seite 9) Das Buch erzählt von dem Mädchen Annemie, welches als Pflegekind im Dorf der Kirschen auf wächst. Ihre Kindheit ist schwer, die Eifersucht der Ziehmutter treibt sie dazu das Dorf zu verlassen, um wenige Zeit in einem Armenhaus zu verbringen, welches sie bald verlässt als ein wohlhabender Mann sie aufnimmt. Ihr Lebensweg ist von Widrigkeiten gezeichnet, aber Annemie nutzt die kleinen Dinge um später daraus ihre Stärke zu entwickeln. Ein kleines Wunder passiert als sie und Jonathan ein Glashaus errichten und im Winter reife Kirschen zu züchten. Dieses kleine Glück lässt sie eine zeitlang einen Traum leben, bis der Krieg ausbricht... Ein wortgewandtes, poetisches und malerisches Werk, welches hier der Autor Ernst geschaffen hat. Kleine Details malen ein Lächeln ins Gesicht, Wörter verbinden sich zu einer symphonieartigen Geschichte, welche die Aura eines Märchen inne hat. Das Gefühl eines Wunders durchzieht den ganzen Roman, auch wenn die Melancholie wie ein Tropfen Schwermut in der Atmosphäre hängt. Das Buch sprudelt über vor Leben und ergreifenden Momenten. Vor hundert Jahren und einem Sommer, ist ein Buch für Träumer, die ihrem Herzen folgen und eine Sehnsucht in den Märchen finden, die jedoch nie kitschig werden. Ehrlich, aufwühlend, bezaubernd, ein Buch wie ein kurzer Moment vor dem Aufwachen, wenn man glaubt noch zu träumen. Einfach nur schön. Deshalb 5 von 5 Sternen. ***** Randnotiz: Märchen sind kleine Wunder in dieser und jener Zeit. Unvergänglich...

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Eine zeitlose Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 31.10.2015

Der Roman "Vor hundert Jahren und einem Sommer" von Jürgen-Thomas Ernst ist ein Buch, welches ich sehr interessant und toll zu lesen fand, weil es eine Geschichte mit tieferem Inhalt ist und kein 0815 Roman. Inhaltlich geht es um Sophie, die zu einer Zeit ungewollt schwanger wird, in der es... Der Roman "Vor hundert Jahren und einem Sommer" von Jürgen-Thomas Ernst ist ein Buch, welches ich sehr interessant und toll zu lesen fand, weil es eine Geschichte mit tieferem Inhalt ist und kein 0815 Roman. Inhaltlich geht es um Sophie, die zu einer Zeit ungewollt schwanger wird, in der es als Schande angesehen wurde. So zieht sie aus ihrem Dorf weg und gebärt ihr Kind, Annemie, die zu Pfegeeltern kommt, die versuchen sie so gut es geht großzuziehen. Sophie hingegen kehrt in ihr Dorf zurück, ohne das jemand bemerkt hat, warum sie fortging. Annemie versteht nicht, warum sie ihrer leiblichen Mutter nicht nah sein darf und diese Sehnsucht führt zu verschiedenen Beziehungskonflikten. Das Cover finde ich sehr gelungen, weil es meiner Meinung nach interessant ist. Es ist zwar schlicht und wenig farbenfroh, aber man kann darüber nachdenken, warum gerade diese Aufnahme als Cover ausgewählt wurde. Insgesamt bin ich sehr angetan von diesem Roman und würde ihn definitiv weiterempfehlen. Volle 5 Sterne!

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märchenhaft schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Schönebeck am 08.09.2015

Das Cover zeigt einen Kirschzweig im Winter, an dem trotz Kälte schöne, rote Kirschen hängen. Dieses Bild ist wunderschön gewählt, passt perfekt zur Geschichte und fällt im Buchladen oder Buchportalen ins Auge. Die Kurzbeschreibung ist sehr ausführlich formuliert und ich fragte mich gleich, wie diese prallgefüllte Geschichte in dieses schmale... Das Cover zeigt einen Kirschzweig im Winter, an dem trotz Kälte schöne, rote Kirschen hängen. Dieses Bild ist wunderschön gewählt, passt perfekt zur Geschichte und fällt im Buchladen oder Buchportalen ins Auge. Die Kurzbeschreibung ist sehr ausführlich formuliert und ich fragte mich gleich, wie diese prallgefüllte Geschichte in dieses schmale Buch passen soll, was gerade mal 476 Seiten umfasst. Aber sie passte hinein! Es ist einfach eine wunderschöne, märchenhafte Story, in dem der Autor Jürgen-Thomas Ernst eine eigene kleine Welt kreiert und diese „das Dorf der Kirschen“ nennt. Sehr ausführlich und detailliert lässt er uns an dieser Geschichte teilhaben. Der Text ist flüssig geschrieben und nimmt uns mit in das Leben der beiden Akteure. Es beginnt mit der Geschichte von Annemie, einer starken, jungen Frau, die ihren Weg geht, ohne sich von noch so großen Schicksalsschlägen aus der Bahn werfen zu lassen. Es wird aber auch von Jonathan berichtet, der für sein Leben gerne experimentiert und viele noch so gefährliche Dinge ausprobieren möchte. Und geht etwas schief, wird die Sache überdacht und den lästernden Mitmenschen zum Trotz einfach neu angegangen. Es besteht eine schicksalhafte Verbindung zwischen den beiden Hauptpersonen, die sich erst aus den Augen verlieren, aber später wieder finden und bis zum Schluss miteinander verbunden bleiben. Anfangs hatte ich so meine Probleme in das Buch zu finden, weil eben alles ganz genau beschrieben und ausgeschmückt wird. Doch irgendwann hatte die Geschichte mich in ihrem Bann gezogen und ich habe in jeder freien Minute gelesen und war ein Teil dieser wunderschönen Traumwelt. Auch wenn das Ende der Geschichte vorhersehbar war, saß ich dennoch ein paar Minuten mit dem Buch in der Hand und ließ mir die Geschichte noch mal durch die Gedanken gehen und war etwas traurig, dass ich das Ende des Buches schon erreicht hatte. Einfach nur eine schöne, sehr gut durchdachte Geschichte, mit vielen vorher nicht vermuteten Abzweigungen. Mein Fazit: Einfach nur wunderschön! Wie ein kurzer Urlaub in eine andere Welt, in der man einmal dem Alltag entfliehen kann und noch Träumen darf.

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Berührendes Schicksal
von Hope am 08.09.2015

Annemie wird als uneheliches Kind geboren. Zu der damaligen Zeit galt dies noch als Schande und so wuchs Annemie bei Zieheltern auf. Ihre leibliche Mutter versuchte Annemie an den Wochenenden zu besuchen, was jedoch gerade im Winter oft an den Wetterverhältnissen scheiterte. Neben ihr gibt es noch einen weiteren Ziehsohn.... Annemie wird als uneheliches Kind geboren. Zu der damaligen Zeit galt dies noch als Schande und so wuchs Annemie bei Zieheltern auf. Ihre leibliche Mutter versuchte Annemie an den Wochenenden zu besuchen, was jedoch gerade im Winter oft an den Wetterverhältnissen scheiterte. Neben ihr gibt es noch einen weiteren Ziehsohn. Jonathan. Die beiden verbringen eine harmonische Kindheit im Dorf der Kirschen, bis sich ihre Wege als junge Erwachsene trennen. Ammelies weitere Zukunft verläuft mit einigen Tiefschlägen, doch sie gibt niemals auf und kommt aus jeder Niederlage gestärkt hervor. Einige Jahre später treffen sich Jonathan und sie im Dorf der Kirschen wieder. Von allen verspottet und belächelt bauen sie ein Glashaus um einem reichen Fabrikanten schon vor dem 15. März reife Kirschen zu bringen. Das Experiment gelingt und die zwei stehen endlich auf der Sonnenseite des Lebens. Da kommt der Krieg und wieder muss Ammelie mit Schicksalsschlägen fertig werden und ihre Stärke einmal mehr unter Beweis stellen. Dem Autor ist hier ein kleines, außergewöhnliches Meisterwerk gelungen. Blumig jedoch nicht kitschig, ausschweifend jedoch nie den Faden verlierend schreibt er auf eine einzigartige Weise den Lebensweg von Amelie auf. Ohne große wörtliche Rede, aber dafür mit vielen leisen Tönen die in einer bildlichen Sprache verlaufen konnte ich mich voll und ganz in die Geschichte sinken lassen. Ein Buch, das aus der Masse heraus sticht und darum noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Vor hundert Jahren
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 06.09.2015

Vor hundert Jahren und einem Sommer ist der neue Roman von Jürgen-Thomas Ernst. Ich brauchte einige Seiten um mich an den Erzählstil von ihm zu gewöhnen. Aber es hat sich gelohnt auszuhalten, der Autor hatte mich dann erreicht. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von der ledig geborenen Annemie, im Anfang... Vor hundert Jahren und einem Sommer ist der neue Roman von Jürgen-Thomas Ernst. Ich brauchte einige Seiten um mich an den Erzählstil von ihm zu gewöhnen. Aber es hat sich gelohnt auszuhalten, der Autor hatte mich dann erreicht. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von der ledig geborenen Annemie, im Anfang des vorigen Jahrhunderts. Die Mutter konnte sie nicht bei sich behalten und gibt sie in eine Pflegefamilie. Da gibt es schon einen Pflegesohn Jonathan. Die Pflegeeltern sind nicht mehr so jung, aber doch liebevoll. Die Beiden hatten eigentlich eine gute Kindheit, das Geld war knapp und es wurde auch mal gehungert, so wie es zu der Zeit der ärmeren Bevölkerung wirklich ging. Das ganze Dorf lebte von der Kirschernte. Annemie und Jonathan haben ihre Träume und versuchen sie zu verwirklichen. So bauen sie eine Art Treibhaus für den Kirschbaum, weil ein Reicher dafür gut bezahlen will. Von den Nachbarn werden sie belächelt, aber es klappt. Wenn da nicht immer wieder die Rückschläge wären. Jonathan muss in den Krieg ziehen. Annemie sorgt für sich und die Tochter und hofft das Jonathan wieder kommt und die Armut ist wieder da. Der Roman wird wie eine Erzählung gelesen. Es ist oft schwer das ungeheuer schwere Leben mitzuempfinden. Trotzdem kann ich mich hineindenken, freue mich für Annemie und bin mit ihr traurig und zornig. Der Autor versteht es das Leben so lebensnah aus der Zeit zu erzählen, wie es wirklich war. Ich hatte schon seinen Roman Amina gerne gelesen und mich auf diesen gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht. Eine interessante gute Lektüre.

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Märchenhaft schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Schönebeck (Elbe) am 02.09.2015

Das Cover zeigt einen Kirschzweig im Winter, an dem trotz Kälte schöne, rote Kirschen hängen. Dieses Bild ist wunderschön gewählt, passt perfekt zur Geschichte und fällt im Buchladen oder Buchportalen ins Auge. Die Kurzbeschreibung ist sehr ausführlich formuliert und ich fragte mich gleich, wie diese prallgefüllte Geschichte in dieses schmale... Das Cover zeigt einen Kirschzweig im Winter, an dem trotz Kälte schöne, rote Kirschen hängen. Dieses Bild ist wunderschön gewählt, passt perfekt zur Geschichte und fällt im Buchladen oder Buchportalen ins Auge. Die Kurzbeschreibung ist sehr ausführlich formuliert und ich fragte mich gleich, wie diese prallgefüllte Geschichte in dieses schmale Buch passen soll, was gerade mal 476 Seiten umfasst. Aber sie passte hinein! Es ist einfach eine wunderschöne, märchenhafte Story, in dem der Autor Jürgen-Thomas Ernst eine eigene kleine Welt kreiert und diese „das Dorf der Kirschen“ nennt. Sehr ausführlich und detailliert lässt er uns an dieser Geschichte teilhaben. Der Text ist flüssig geschrieben und nimmt uns mit in das Leben der beiden Akteure. Es beginnt mit der Geschichte von Annemie, einer starken, jungen Frau, die ihren Weg geht, ohne sich von noch so großen Schicksalsschlägen aus der Bahn werfen zu lassen. Es wird aber auch von Jonathan berichtet, der für sein Leben gerne experimentiert und viele noch so gefährliche Dinge ausprobieren möchte. Und geht etwas schief, wird die Sache überdacht und den lästernden Mitmenschen zum Trotz einfach neu angegangen. Es besteht eine schicksalhafte Verbindung zwischen den beiden Hauptpersonen, die sich erst aus den Augen verlieren, aber später wieder finden und bis zum Schluss miteinander verbunden bleiben. Anfangs hatte ich so meine Probleme in das Buch zu finden, weil eben alles ganz genau beschrieben und ausgeschmückt wird. Doch irgendwann hatte die Geschichte mich in ihrem Bann gezogen und ich habe in jeder freien Minute gelesen und war ein Teil dieser wunderschönen Traumwelt. Auch wenn das Ende der Geschichte vorhersehbar war, saß ich dennoch ein paar Minuten mit dem Buch in der Hand und ließ mir die Geschichte noch mal durch die Gedanken gehen und war etwas traurig, dass ich das Ende des Buches schon erreicht hatte. Einfach nur eine schöne, sehr gut durchdachte Geschichte, mit vielen vorher nicht vermuteten Abzweigungen. Mein Fazit: Einfach nur wunderschön! Wie ein kurzer Urlaub in eine andere Welt, in der man einmal dem Alltag entfliehen kann und noch Träumen darf.

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liebevoller Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 02.09.2015

Da ich normalerweise kein Romanleser bin, war ich sehr gespannt auf das Buch. Aber selbst ich als bekennender Thrillefan wurde restlos überzeugt. Das Buch erzählt die Geschichte von Annemie, die als uneheliches Kind geboren wird und um ihrer Mutter keine Schande zu machen zu Zieheltern (Pflegeeltern) gegeben wird. Dort wächst sie... Da ich normalerweise kein Romanleser bin, war ich sehr gespannt auf das Buch. Aber selbst ich als bekennender Thrillefan wurde restlos überzeugt. Das Buch erzählt die Geschichte von Annemie, die als uneheliches Kind geboren wird und um ihrer Mutter keine Schande zu machen zu Zieheltern (Pflegeeltern) gegeben wird. Dort wächst sie zusammen mit ihrem Pflegebruder auf. Die Kindeheit beider verläuft harmonisch, da die Zieheltern sie liebevoll im Dorf der Kirschen aufziehen. Oft müssen die Zieheltern dem Spott anderer Dorfbewohner gegenüber sehen, da diese kein Verständnis dafür haben, dass man den Kindern zu unterschiedlichen Erlebnissen verhilft. In ihrer Jugend müssen beide die Zieheltern verlasssen. Zuerst Jonathan danach Annemie, die freiwillig den Entschluss fasst die Zieheltern zu verlassen, nachdem sie ein Gespräch der beiden belauscht hat. Im Anschluss daran, nimmt das Leben für beide immer wieder rasante Wendungen und beide müssen jeder für sich schwere Zeiten oder Schicksalsschläge überstehen. Ich möchte allerdings nicht zu viel verraten um nichts von den überraschenden Momenten des Buches vorweg zunhehmen. Der Klappentext verspricht eine märchenhafte Geschichte, dem kann ich vollkommen zustimmen. In kurzen Kapiteln wird man in einem sehr umschreibendem Sprache entführt. Der Autor kommt ohne Namen für Orte oder handelnde Personen ( ausser die Protagonisten) aus und schafft es trotzdem mit Hilfe seines Schreibstil Charaktere und lebendige Bilder zu entwickeln. Mich hat das Buch gefesselt und mich auch das ein oder andere Mal in eine fremde Welt entführt. Das Buch ist allen Erwartungen gerecht geworden. Ein liebevolles, stellenweise sehr emotionales Buch, das für Spannung von Anfang bis Ende sorgt und somit für mich schwer aus der Hand zu legen war. Empfehlenswert für jeden, dem es nicht zu schwer und mühselig ist Texte in sehr umschreibensder und bildhafter Sprache zu lesen.

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Annemie und das Dorf der Kirschen
von La novelera am 17.05.2016

In „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ von Jürgen-Thomas Ernst taucht der Leser in eine ganz andere Welt ein, die doch unserer realen entspringt. Als Sophie unverheiratet schwanger wird, eilt ihr ein Freund zu Hilfe. Sie wird zu einer Tante weit entfernt geschickt und verbringt dort die ersten Jahre mit... In „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ von Jürgen-Thomas Ernst taucht der Leser in eine ganz andere Welt ein, die doch unserer realen entspringt. Als Sophie unverheiratet schwanger wird, eilt ihr ein Freund zu Hilfe. Sie wird zu einer Tante weit entfernt geschickt und verbringt dort die ersten Jahre mit ihrer Tochter Annemie. Als sie zurückgeht, kommt Annemie in eine Pflegefamilie ins Dorf der Kirschen. Sie vermisst ihre Mutter schmerzlich und doch fühlt sie sich im Schoß der Familie, die es wirklich gut mit ihr meint, wohl. Und auch mit Jonathan, der mit in der Familie lebt, versteht sie sich gut. Irgendwann, nachdem auch Jonathan das Dorf der Kirschen in Richtung Norden verlassen hat, verlässt Annemie die Familie und durchlebt ereignisreiche und schwierige Jahre im Süden. Als sie viele Jahre später zurückkehrt, begegnet ihr Jonathan wieder und das Leben meint es zunächst gut mit ihnen und ihrem Großprojekt, Kirschen in Glashäusern anzubauen. Doch dann wird der Kontinent von einem schweren Krieg erschüttert, der auch vor den Männern im Dorf der Kirschen nicht Halt macht. In der Geschichte um Annemie und Jonathan werden weder Zeit noch Ort genannt. Und doch erkennt der Leser einen stillen Ort (vielleicht in den Alpen?) und die Zeit vor dem ersten Weltkrieg (was man aus dem Titel und den Ereignissen schließen kann). Annemie ist eine bedauernswerte, aber auch starke Seele, die viel aushalten muss, aber stets um das Überleben kämpft. Charakteristisch für den Roman sind die weitschweifenden Naturbeschreibungen, insbesondere des Wetters. Der Jahreszeitenwandel wird für jedes Jahr auf’s Neue beschrieben. So sehr mich diese Beschreibungen in der Leseprobe fasziniert haben, wurden sie mir zuweilen dann etwas lang, da mir über lange Strecken manchmal zu wenig passierte und der Autor so sehr die Schönheit der Natur pries. Somit hatte ich ein wenig Startschwierigkeiten mit dem Buch, später allerdings wurde die Geschichte für mich flüssiger, es passierte mehr und die Handlung war schön und tragisch zugleich, was mit wirklich gut gefiel. Die Idee des Buches und die Umsetzung haben mir aus oben erwähnten Gründen insgesamt gut gefallen, einige Schwäche ist für mich, dass es durch die vielen Beschreibungen zuweilen etwas langwierig erschien. Trotzdem ist das Buch für jeden, der die Sprache und Poesie liebt, ein Lesegenuss. Ich vergebe für „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ vier Sterne.

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Jürgen-Thomas Ernst - Vor hundert Jahren und einem Sommer
von Hotel aus Ostfriesland am 03.05.2016

Der Roman ist so lebendig geschrieben, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann. Jürgen-Thomas Ernst versteht es Personen zu erschaffen, die tatsächlich 'leben'. Deren Handlungen immer logisch (also für deren Psyche logisch) erfolgen. Seine Figuren sind sehr lebhaft und realistisch gezeichnet, so dass man sie einfach... Der Roman ist so lebendig geschrieben, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann. Jürgen-Thomas Ernst versteht es Personen zu erschaffen, die tatsächlich 'leben'. Deren Handlungen immer logisch (also für deren Psyche logisch) erfolgen. Seine Figuren sind sehr lebhaft und realistisch gezeichnet, so dass man sie einfach gern haben muss - natürlich manche mehr und manche weniger... Sämtliche Charaktere werden mit viel Liebe zum Detail geschildert und so wachsen dem Leser manche Personen sofort ans Herz und in anderen wieder entdeckt er weniger angenehme Wesenszüge, aber die Hauptperson Annemie ist so herrlich dargestellt, ihre Entwicklung von dem untergebenen, verunsicherten jungen Mädchen zur selbstbewussten Frau die dank der Hilfe von Freunden ihren eigenen Weg findet und die alle Steine überwindet, die ihr in den Weg geworfen werden - Liebe, Intrigen, Freundschaft, Stolz und viel mehr....ein herrliches Lesevergnügen - Zudem hat Jürgen-Thomas Ernst eine sehr gründliche Recherche betrieben und Ihm gelingt der Spagat zwischen einem historisch belegten Ereignis, Beschreibungen der verschiedenen, damaligen Lebenssituationen und einer spannenden und romantischen Geschichte ausgezeichnet ohne kitschig zu werden, denn es stimmt alles was die damalige Zeit, deren Moralvorstellungen, Rechtsauffassung, Sprache, Mode, Politik usw. betrifft und er hat es geschafft eine Liebes- und Lebensgeschichte so zu schreiben, dass jeder Satz und jede Szene absolut authentisch rüberkommt und man als Leser mit den Figuren mitfiebert und gerne noch ein paar Hundert Seiten mehr gelesen hätte. Die Perspektiven wechseln ständig und dadurch ist ein Einblick in die jeweilige Gemütsverfassung der einzelnen Personen immer möglich. Der Autor Jürgen Ernst entführt seine Leser mit dieser zauberhaften Geschichte in eine Zeit, in der die Unterschiede zwischen Arm und Reich noch sehr ausgeprägt waren. Annemie ist eine liebenswerte, sympathische junge Frau, die viel zu erleiden hatte, und manche Dinge aus der Vergangenheit noch aufarbeiten muss. Annemie aber ist stark und verfolgt ihre Ziele sehr konsequent. Sie ist hilfsbereit und vergisst nicht die Menschen, die ihr in größter Not geholfen haben. Alles könnte wunderbar sein, wären da nicht die Schatten der Vergangenheit....... Die Handlung rutscht nie ins Abstruse, scheint dagegen immer total real. Man zittert angstvoll mit Annemie, und Jonathan und möchte ihren intriganten Feinden am liebsten selbst was Böses antun und leidet mit ihr. Ihr Weg birgt so manche Schwierigkeiten und Hindernisse, bis sie ihr Glück finden können, auch wenn das jetzt abgedroschen und Klischee beladen klingt - das Buch ist alles andere als das. Dem Autor gelingt der Spagat zwischen einem historisch belegten Ereignis, Beschreibungen der verschiedenen, damaligen Lebenssituationen und einer spannenden und romantischen Geschichte ausgezeichnet und ohne kitschig zu werden. Er spannt einen Bogen über die gesamte Handlung und gibt dieser somit einen ausschweifenden Spannungsbogen, den er immer weiter ausbaut. Die bildhafte Schreibweise mit der Zuhilfenahme von zahlreichen Adjektiven trägt des weiteren dazu bei, dass mir dieses Buch ausnahmslos gut gefallen hat. Historische Romane sollten meiner Meinung nach gleich mehrere Dinge erfüllen. Sie sollten in eine längst vergangene Zeit entführen, ein kleines bisschen Geschichte in sich tragen und dem Leser das Leben der damaligen Zeit näher bringen. Eine Erzählung über eine Frau, die zu Beginn des 20ten-Jahrhundert, dass der Frau kein eigenes Leben zugesteht, ihren eigenen Weg geht. Ein gelungener Griff in das Leben Jahrhundertwende, manchmal ein bisschen theatralisch, aber das passt eigentlich zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. So ist "Vor hundert Jahren und einem Sommer " ist eine Geschichte fürs Herz, hier wird deutlich, dass Vertrauen, Liebe und Freundschaft Berge versetzen können. Eine wirklich gelungene Kombination und ein gefühlvoller Roman, der den Leser einige Stunden in die Vergangenheit abtauchen lässt und ihn so schnell nicht mehr loslässt

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Vor hundert Jahren und einem Sommer
von Sylvia Mangl aus Wien am 23.10.2015

Annemie wird, nachdem sie eine kurze Zeitspanne mit ihrer Mutter ausserhalb ihres Heimatortes gelebt hat, zu Pflegeeltern im Dorf der Kirschen gebracht, und wächst nun, gemeinsam mit Jonathan dort auf. Zuerst verlässt Jonathan das Dorf der Kirschen und später auch Annemie. Sie zieht durchs Land, um ihren Lebensunterhalt zu... Annemie wird, nachdem sie eine kurze Zeitspanne mit ihrer Mutter ausserhalb ihres Heimatortes gelebt hat, zu Pflegeeltern im Dorf der Kirschen gebracht, und wächst nun, gemeinsam mit Jonathan dort auf. Zuerst verlässt Jonathan das Dorf der Kirschen und später auch Annemie. Sie zieht durchs Land, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und kehrt doch eines Tages wieder zurück und trifft auf Jonathan. Gemeinsam mit ihm geht sie zurück zum Ziehvater, der mittlerweile verwitwet ist und zu Dritt beginnen sie ein neues, angenehmes Leben. Eines Tages kommt ein reicher Kaufmann ins Dorf und verspricht, jedem 2 Goldstücke für jede Kirsche zu zahlen, die vor dem 15. März geerntet wird – ein Ding der Unmöglichkeit. Durch Zufall kommt Jonathan an ein Buch über die Aufzucht von Kirschbäumen in Glashäusern – und er schenkt es Annemie zum Geburtstag. Von Stund an ist Annemie besessen von dem Gedanken, im Winter Kirschen wachsen zu lassen. Die beiden wagen sich an dieses Abenteuer. Es ist dies ein wunderschöne Geschichte, die natürlich vor einem realen Hintergrund – wie dem Krieg – spielt. Aber eben doch eine Geschichte. Dessen muss man sich immer gewärtig sein und deshalb muss man auch dem Autor ein gewisses Maß an dichterischer Freiheit zugestehen. So ist der Geldsegen grad im richtigen Augenblick zwar vergönnt, aber so wie beschrieben doch recht unwahrscheinlich und die Namensgebung von Annemies und Jonathans Tochter ein wenig albern. Ansonsten zeichnet sich diese Geschichte durch eine ganz eigene Sprache aus, die mich ein wenig an einen Heimatroman erinnert, allerdings ohne all den Kitsch. Die Eigenart zum Beispiel, nur ganz wenige Personen mit Namen zu nennen – Annemie, Jonathan, Sophie und Basil. Alle übrigen sind namenlos und treten nur als der Ziehvater, die Ziehmutter, der Experimenteur oder der Limonadenverkäufer auf. In jedem Fall ungewöhnlich und lesenswert, keine Alltagskost. Hat mir sehr gut gefallen. Ebenso das Cover, das sehr liebevoll gestaltet wurde.

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Ein berührender Lebensweg
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Salzuflen am 11.10.2015

In seinem Roman „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ beschreibt Jürgen-Thomas Ernst die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihr Glück im Leben erkämpfen muss. Sie muss ihre Existenz sichern und kämpft für ein besseres Leben. Annemie wird als uneheliches Kind geboren und wächst zusammen mit dem Jungen Jonathan... In seinem Roman „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ beschreibt Jürgen-Thomas Ernst die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihr Glück im Leben erkämpfen muss. Sie muss ihre Existenz sichern und kämpft für ein besseres Leben. Annemie wird als uneheliches Kind geboren und wächst zusammen mit dem Jungen Jonathan im Dorf der Kirschen bei freundlichen Zieheltern auf. Danach muss sie im Armenhaus leben, hat einen schweren Lebensweg und kehrt nach einigen Schicksalsschlägen ins Dorf ihrer Kindheit zu ihrem Ziehvater zurück. Durch die Möglichkeit in einem Glashaus, das sie zusammen mit Jonathan errichtet, reife Kirschen im März zu ernten scheint ihr Glück möglich. Der Autor beschreibt das Schicksal von Annemie sehr detailliert. Trotz vieler schwieriger Umstände und unterschiedlicher Rückschlägen meistert sie meist alleine ihr schweres Leben. Der Schreibstil ist fesselnd, stimmungsvoll und bildreich. Die Trennung von ihrer Mutter Sofie ist sehr emotional und poetisch wiedergegeben. Insgesamt bekommt der Leser einen Einblick in die damalige Lebenssituation, das meist arbeitsreiche Leben, die Standesunterschiede und die Moralvorstellungen. Die Veränderungen der Natur und des Lebens zu verschiedenen Jahreszeiten beschreibt der Autor sehr detailliert, allerdings gibt es durch Wiederholungen langatmige Textstellen. Es gibt keinerlei Ortsangaben, nur Beschreibungen der Landschaften und der Himmelsrichtungen. Nur wenige Personen werden mit Namen genannt. Das Cover hat mit den Kirschen auf schneebedeckten Zweigen einen Bezug zur Geschichte, die reifen Kirschen im März. Auf mich wirkt die Darstellung unruhig. Durch den Titel und die Beschreibung des Krieges ist es möglich die Geschichte zeitlich einzuordnen. Der Roman ist eine berührende Geschichte. Für mich ist diese allerdings mit zu vielen Schicksalsschlägen und Schwierigkeiten dargestellt, wirkt auf mich überwiegend schwermütig und negativ. Wie bei den meisten Märchen gibt es bei diesem „märchenhafter Entwicklungsroman“ aber auch ein gutes Ende.

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Eine berührende Lebensgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Salzuflen am 01.10.2015

In seinem Roman „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ beschreibt Jürgen-Thomas Ernst die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihr Glück im Leben erkämpfen muss. Sie muss ihre Existenz sichern und kämpft für ein besseres Leben. Annemie wird als uneheliches Kind geboren und wächst zusammen mit dem Jungen Jonathan... In seinem Roman „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ beschreibt Jürgen-Thomas Ernst die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihr Glück im Leben erkämpfen muss. Sie muss ihre Existenz sichern und kämpft für ein besseres Leben. Annemie wird als uneheliches Kind geboren und wächst zusammen mit dem Jungen Jonathan im Dorf der Kirschen bei freundlichen Zieheltern auf. Danach muss sie im Armenhaus leben, hat einen schweren Lebensweg und kehrt nach einigen Schicksalsschlägen ins Dorf ihrer Kindheit zu ihrem Ziehvater zurück. Durch die Möglichkeit in einem Glashaus, das sie zusammen mit Jonathan errichtet, reife Kirschen im März zu ernten scheint ihr Glück möglich. Der Autor beschreibt das Schicksal von Annemie sehr detailliert. Trotz vieler schwieriger Umstände und unterschiedlicher Rückschlägen meistert sie meist alleine ihr schweres Leben. Der Schreibstil ist fesselnd, stimmungsvoll und bildreich. Die Trennung von ihrer Mutter Sofie ist sehr emotional und poetisch wiedergegeben. Insgesamt bekommt der Leser einen Einblick in die damalige Lebenssituation, das meist arbeitsreiche Leben, die Standesunterschiede und die Moralvorstellungen. Die Veränderungen der Natur und des Lebens zu verschiedenen Jahreszeiten beschreibt der Autor sehr detailliert, allerdings gibt es durch Wiederholungen langatmige Textstellen. Es gibt keinerlei Ortsangaben, nur Beschreibungen der Landschaften und der Himmelsrichtungen. Nur wenige Personen werden mit Namen genannt. Das Cover hat mit den Kirschen auf schneebedeckten Zweigen einen Bezug zur Geschichte, die reifen Kirschen im März. Auf mich wirkt die Darstellung unruhig. Durch den Titel und die Beschreibung des Krieges ist es möglich die Geschichte zeitlich einzuordnen. Der Roman ist eine berührende Geschichte. Für mich ist diese allerdings mit zu vielen Schicksalsschlägen und Schwierigkeiten dargestellt, wirkt auf mich überwiegend schwermütig und negativ. Wie bei den meisten Märchen gibt es bei diesem „märchenhafter Entwicklungsroman“ aber auch ein gutes Ende.

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Ohne Zeit an keinem Ort
von einer Kundin/einem Kunden aus Ansbach am 07.09.2015

>>Vor hundert Jahren und einem Sommer<< von Jürgen-Thomas Ernst Vor hundert Jahren und einem Sommer wird Sofie ungewollt Schwanger und das war damals eine Schande wenn man nicht verheiratet war. Sie verlässt ihr Dorf, bevor man sieht das sie Schwanger ist und bekommt ihr Kind weit weg von zu Hause.... >>Vor hundert Jahren und einem Sommer<< von Jürgen-Thomas Ernst Vor hundert Jahren und einem Sommer wird Sofie ungewollt Schwanger und das war damals eine Schande wenn man nicht verheiratet war. Sie verlässt ihr Dorf, bevor man sieht das sie Schwanger ist und bekommt ihr Kind weit weg von zu Hause. Sofies Tochter Annemie kommt sehr früh in eine Pflegefamilie, zu ihren Zieheltern, damit ihre Mutter ihr Leben und ihre Arbeit wieder aufnehmen kann, ohne das die Leute etwas davon Ahnen, als sie wieder in ihr Dorf zurück gekommen ist. Bei den Zieheltern wächst Annemie an der Seite von Jonathan auf, der wie ein Bruder ist und die Zieheltern bemühen sich den Kindern gute Eltern zu sein. Annemie ist aber über die Trennung von ihrer Mutter sehr traurig und macht es den Zieheltern nicht gerade leicht. Ab und zu sieht sie ihre Mutter und genießt diese Momente und kann ja nicht verstehen warum sie nicht bei ihrer Mutter aufwachsen kann. Ich will gar nicht zu viel verraten, deshalb schreibe ich nichts weiter zum Inhalt. Die Geschichte, oder ich sehe es ein bisschen als Märchen, geht um Annemie. Ihre Kindheit, wie sie Erwachsen wird und was ihr das Leben bringt. Viele Schicksalsschläge bringen sie immer weiter in den Süden, bis sie die Sehnsucht wieder nach Hause in das Dorf der Kirschen bringt. Der Schreibstil war anfangs für mich nicht leicht, auch das der Autor nur wenigen einen Namen gibt und dafür aber um so mehr die Orte und die Natur beschreibt. Die liebe zu den verschiedenen Jahreszeiten, die er bis ins kleinste Detail beschreibt, hat meiner Meinung nach, die Protagonisten des öfteren in den Hintergrund gedrängt. Mir hätte es besser gefallen wenn die verschiedenen Personen etwas lebendiger gewesen wären. Diese Schreibweise ist eigentlich nicht so meine Richtung, daher fand ich einiges dann doch etwas langatmig. Nachdem ich dann doch endlich Zugang zu der Geschichte gefunden habe, hat sie mir sehr gut gefallen, auch wenn eben vieles zu ausgeschmückt auf mich gewirkt hat und ich manches nicht richtig beim lesen verstanden habe. Irgendwie ist das Buch trotzdem etwas besonderes, da Ort und Zeit hier wirklich keine Rolle spielen und der Leser in einer andere Welt erwacht. Das Ende hat es dann für mich herausgerissen und ich bin wirklich froh, das ich mich durch die ersten Kapitel gekämpft habe um endlich von der Geschichte gepackt zu werden. 4,5 Sternchen und eine klare Lese Empfehlung

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Zu viel vorher verraten
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 27.09.2015

„Vor hundert Jahren und einem Sommer“ bekommt von mir 3 Sterne, weil ich doch einige Kritikpunkte vorzubringen habe. Aber erst das positive: Ich finde den Schreibstil des Autors erfrischend anders, auch wenn ich das nicht immer bevorzugen würde. Aber der Autor hat wirklich ein Talent alltägliche Sachen in schillernden... „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ bekommt von mir 3 Sterne, weil ich doch einige Kritikpunkte vorzubringen habe. Aber erst das positive: Ich finde den Schreibstil des Autors erfrischend anders, auch wenn ich das nicht immer bevorzugen würde. Aber der Autor hat wirklich ein Talent alltägliche Sachen in schillernden Farben zu beschreiben und sie zu etwas besonderem zu machen. Das war mal etwas anderes und hat mir auch meistens ganz gut gefallen. Die Geschichte an sich ist in ihrer Struktur gut aufgebaut und nicht unspannend. Die Hauptperson Annemie hat mir gut gefallen, weil sie eine interessante (wenn auch manchmal etwas brutale) Persönlichkeit hat. Leider war es für mich nicht das von ihm in der Widmung versprochene Märchen. Für mich muss ein Märchen auf jeden Fall eine fantastische Note haben, dieses hier ist aber mehr oder minder real, auch wenn alles ausgedacht ist. Jetzt das Negative: Was mir gar nicht gefällt ist, dass man, wenn man Klappentext und Vorspann liest, schon die ganze Geschichte kennt. Es wird überhaupt keine Spannung mit einer unvorhersehbaren Wendung oder einem Geheimnis aufgebaut. Es geht nur darum, die Details zu erfahren. Der Klappentext beschreibt bereits über zwei Drittel des Buches und der kurze Einstieg beschreibt auch die beiden letzten Teile. Das hat mir gar nicht gefallen. Auch finde ich, weicht der Autor in der Geschichte oft zu Nebenhandlungen ab, die keinen Einfluss auf das Leben der Protagonisten haben und wo ich mich gefragt habe, warum wird mir das gerade erzählt. Dagegen hätte ich bei anderen Handlungsabschnitten der eigentlichen Geschichte gerne mehr erfahren, die aber nur kurz widergegeben werden. Und außerdem werden manche Sachen gar nicht erwähnt, zum Beispiel am Anfang habe ich mich gefragt ob die richtige Mutter sie immer noch besucht oder ob sie damit aufgehört hat. Da haben mir einige Angaben gefehlt.

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Vor hundert Jahren und einem Sommer
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2015

Annemie hat eine schwere Kindheit hinter sich. Sie hat bei verschiedenen Pflegeeltern und auch einmal im Armenhaus gelebt- Nirgendwo fühlte sie sich richtig geliebt. Als sie dann auch noch schwanger wird, flüchtet sie wieder einmal. Zum Glück findet sie auf einer Seidenraupenplantage schnell Arbeit. Doch sie muss in ihre... Annemie hat eine schwere Kindheit hinter sich. Sie hat bei verschiedenen Pflegeeltern und auch einmal im Armenhaus gelebt- Nirgendwo fühlte sie sich richtig geliebt. Als sie dann auch noch schwanger wird, flüchtet sie wieder einmal. Zum Glück findet sie auf einer Seidenraupenplantage schnell Arbeit. Doch sie muss in ihre Heimat zurück kehren, da sie erneut etwas aus der Bahn geworfen hat. Dort lernt sie Jonathan kennen und lieben. Die beiden sind ein Herz und eine Seele, bis der Krieg ausbricht. Wird Jonathan unbeschadet zurück kommen? Das Bangen von Annemie ist groß.... Die starke Persönlichkeit von Annemie hat mir sehr imponiert. Die Zeit war sehr schwer und sie hat so sehr gekämpft, viel Stärke bewiesen. Mir hat es sehr gefallen, wie realistisch alles geschrieben ist und man sich dadurch sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen kann. Ich habe mitgebangt und gehofft, die Beschreibungen der Orte sehr in mir aufgenommen. Das Buch ist ein wunderbares Werk, was die damalige Zeit dem Leser realistisch nahe bringt.

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Vor hundert Jahren und einem Sommer
von einer Kundin/einem Kunden aus Mengen am 05.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Leder

Das Cover des Buches gefällt mir recht gut. Es ist sehr einfach und in drei Farben gestaltet. Schwarz-weiß und Rot. Es zeigt einen Kirschbaum mit roten Kirschen. Der Kirschbaum spielt auch im Verlauf des Buches eine immer wieder kehrende wichtige... Das Cover des Buches gefällt mir recht gut. Es ist sehr einfach und in drei Farben gestaltet. Schwarz-weiß und Rot. Es zeigt einen Kirschbaum mit roten Kirschen. Der Kirschbaum spielt auch im Verlauf des Buches eine immer wieder kehrende wichtige Rolle. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere der Hauptpersonen sind vortrefflich gewählt. Man findet sie sofort sympathisch und fühlt sich mit ihnen verbunden. Man leidet und fiebert mit ihnen mit. Annemie, ein uneheliches Kind, wird vor anderen von ihrer Mutter verleugnet. Sie wächst im Dorf der Kirschen bei Zieheltern auf. Ebenfalls bei den Zieheltern wächst Jonathan auf. Mit diesem verbündet sie sich in ihrer Kindheit. Doch dann zieht dieser fort und sie verlieren sich aus den Augen. Eines Tages jedoch begegnen sie sich wieder und sie verlieben sich in einander. Sie versuchen gemeinsam einen Traum zu verwirklichen. Doch immer wieder erleben sie Rückschläge, rappeln sich von neuem auf und beginnen von vorne. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung noch aufrecht erhalten ist. Das Buch berührt teilweise sehr und man kann die Widrigkeiten, die den beiden wiederfahren oft nicht verstehen. Dennoch finde ich könnte das Buch etwas mehr Spannung vertragen. Es plätschert teilweise nur so vor sich hin. Dafür wird man mit den schönen Landschaftsbeschreibungen wieder belohnt.

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Vor hundert Jahren und einem Sommer
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Leder

Ganz kurz: ich bin begeistert und davon vollkommen überrascht. Die LP zu diesem Buch hatte mich schon begeistert und das Buch konnte das Versprechen halten. Obwohl ich eigentlich mit Büchern, die in dieser Zeit (so um den ersten Weltkrieg) nicht anfangen kann. Und was noch verwunderlicher ist, das ganze Buch... Ganz kurz: ich bin begeistert und davon vollkommen überrascht. Die LP zu diesem Buch hatte mich schon begeistert und das Buch konnte das Versprechen halten. Obwohl ich eigentlich mit Büchern, die in dieser Zeit (so um den ersten Weltkrieg) nicht anfangen kann. Und was noch verwunderlicher ist, das ganze Buch kommt ohne wörtliche Rede aus und trotzdem wird einfühlsam und spannend die Lebensgeschichte zweier junger Menschen erzählt, die es wahrlich nicht einfach hatten. Ein junges Mädchen, unehelich geboren, hat Glück, denn es kommt zu einer liebevollen Pflegefamilie, was zu dieser Zeit sehr selten ist. Dort lebt sie unter anderem mit einem Jungen zusammen. Beide werden getrennt, als sie älter werden und die Pflegefamilie verlassen. Während Annemie sich schwanger auf die Suche nach einer entfernten Cousine macht, geht Jonathan in den Norden um zu arbeiten. Nach Schicksalsschlägen begegnen sie sich im Haus der Pflegeeltern wieder und bauen sich eine Zukunft auf. Mit dem Willen das Unmögliche zu schaffen, bauen sie ein Gewächshaus, um einem Fabrikanten frühe Kirschen liefern zu können. Nach einem missglückten Versuch haben sie Erfolg. Doch Ihr Glück währt nicht lange, denn es bricht Krieg aus und Jonathan wird eingezogen. Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, nur so viel: es gibt ein Happy End. Das Cover ist so zart wie das Buch und auch hier zeigen sich die zarten Zweige der Kirschbäume. Sehr schön auch der Limanadenverkäufer, der uns die ganze Geschichte begleitet und den Traum nach etwas scheinbar Unerreichbaren verdeutlicht. Schönes Schlussbild: Annemie, Jonathan und ihr Kind mit drei Limonadenflaschen. Einem Luxus den sie sich hart erarbeitet haben. und ein schönes Beispiel dafür, was Glück im Leben bedeuten kann.

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Ein Jahrhundert zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 30.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Leder

Sophie wird ungewollt schwanger und steht ohne Mann da. Eigentlich sieht sie keinen Ausweg, doch da taucht ein ehemaliger Schulfreund, Basil, auf und verspricht, dass alles gut wird. Er nimmt die Vaterschaft auf sich und bittet seine Eltern in einem Brief, sich um Sophie und das ungeborene Kind zu... Sophie wird ungewollt schwanger und steht ohne Mann da. Eigentlich sieht sie keinen Ausweg, doch da taucht ein ehemaliger Schulfreund, Basil, auf und verspricht, dass alles gut wird. Er nimmt die Vaterschaft auf sich und bittet seine Eltern in einem Brief, sich um Sophie und das ungeborene Kind zu kümmern, bevor er ans andere Ende der Welt verschwindet. So geht Sophie für ein paar Jahre weg und lebt bei Basils Tante. Hier bekommt sie ihre Tochter Annemie und verlebt ein paar glückliche Jahre. Doch dann muss sie zurück um wieder in der Tuchfabrik zu arbeiten. Annemie muss sie bei Zieheltern im Dorf der Kirschen lassen. Dort wächst sie zusammen mit Jonathan auf und hat trotz aller Armut eine schöne Kindheit. Doch nach Jonathan verlässt auch sie das Dorf und muss nun auf eigenen Füßen stehen. Sie findet eine Stelle beim Experimenteur, der ihr allerdings nicht richtig geheuer ist. Eines Nachts verspielt dieser nicht nur eine Menge Geld, sondern auch ihre Jungfräulichkeit. Diese Vergewaltigung bleibt nicht folgenlos und als der Experimenteur die Schwangerschaft bemerkt, wirft er Annemie hinaus. Sie schlägt sich in den Süden durch und kommt hier mehr schlecht als recht über die Runden. Doch als ihr Kind stirbt kehrt sie zurück ins Dorf der Kirschen. Hier trifft sie nach einiger Zeit Jonathan wieder. Die beiden leben zusammen und bekommen eine Tochter. Das ganze Dorf hält die beiden für verrückt, als sie versuchen, in einem Gewächshaus Kirschen im Winter zur Reife zu bekommen. Doch die versprochenen 2 Goldmünzen für jede reife Kirsche, die der Unternehmer vor dem 15. März erhält, spornen Annemie an und tatsächlich schafft sie das schier Unmögliche. Und dann bricht der Krieg aus. Jonathan wird zusammen mit vielen anderen Männern eingezogen. Und als der Krieg endlich vorbei ist und er auch nach zwei Jahren noch nicht zurück ist, muss Annemie sich wohl damit abfinden, dass Jonathan nicht mehr am Leben ist. Oder wird der kleine Rest Hoffnung am Ende doch noch belohnt? Fast die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit der Kindheit von Annemie im Dorf der Kirschen. Die entbehrungsreiche Zeit bei den doch recht armen Zieheltern. Und obwohl weder sie noch Jonathan die leiblichen Eltern sind, fehlt es den beiden an nichts. Die unbeschwerte Kindheit wird wirklich schön beschrieben. Doch eine beschriebene Szene lässt vermuten, dass Annemie nicht nur das liebe nette Mädchen ist. Genügend gereizt weiß sie sich durchaus zur Wehr zu setzen. Jahre später soll sich dieser Zug auch mit der Rache an dem Experimenteur wieder zeigen. Annemie wächst zu einer starken jungen Frau heran, die es schafft, sich und später auch ihr Kind irgendwie durchzubringen. Trotz aller Entbehrung findet sie immer einen Ausweg. Geschockt hat mich jedoch, als Annemie ihr Baby ihr einem Wald einfach zurücklässt und allein weitergeht. Tatsächlich gibt es ja Mütter, die ihre Kinder einfach irgendwo aussetzen und den möglichen Tod einfach in Kauf nehmen. Doch Annemie`s schlechtes Gewissen wir mit jedem Meter stärker, den sie sich von ihrem Jungen entfernt. Schließlich kehrt sie doch zurück um ihr Kind zu holen. Das Buch wird hauptsächlich in der dritten Person erzählt, was mir ganz gut gefällt. Auch sehr schön fand ich die parallel erzählten Erlebnisse von Annemie und Jonathan während des Krieges. Wobei die Grausamkeiten an der Front glücklicherweise eher etwas oberflächlich erzählt werden. Gleichzeitig kann man sehr gut nachfühlen, was die Männer durchmachen mussten. Hier hat Jürgen-Thomas Ernst sehr gut den Spagat geschafft Emotionen deutlich zu machen ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Was mir auch gut gefallen hat, war der Limonadenverkäufer, der im Laufe des Buches immer wieder auftaucht. Limonade war zur damaligen Zeit für die meisten Menschen einfach unbezahlbar. Doch Annemie hat immer davon geträumt, dieses süße Getränk einmal kosten zu dürfen. Eines Tages will Jonathan ihr diesen Wunsch erfüllen, doch seine Münzen reichen nicht aus. Und ganz am Ende des Buches genießt die kleine Familie endlich diesen Luxus. Vielleicht soll uns dies ja daran erinnern, dass wir dankbar sein sollen, für die vielen Annehmlichkeiten die in der heutigen Zeit für uns ganz selbstverständlich sind. Etwas ungewohnt für mich war, dass die meisten Personen in diesem Buch nie mit Namen genannt werden. Außer Sophie, Basil, Annemie, Jonathan und Jonamie (die Tochter der beiden) bekommt niemand einen Namen. Es heißt immer die Zieheltern, der Experimenteur, der Limonadenverkäufer, der Unternehmer... So wurde die Aufmerksamkeit aber auf die Hauptpersonen gelenkt. Es war zwar ein bisschen merkwürdig, ich fand es aber nicht störend. Mit dem Schreibstil habe ich mich ein bisschen schwer getan. Die meiste Zeit liest sich das Buch entspannt und flüssig. Manchmal fand ich es dann aber doch etwas langatmig, besonders wenn zum Beispiel Landschaften doch etwas sehr ausführlich beschrieben werden. Hin und wieder sind meine Gedanken dann doch etwas abgeschweift. Es wurde mir aber nie so langweilig, dass ich das Buch hätte weglegen und nicht fertiglesen wollen. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Über die paar Längen im Buch kann ich gut hinwegsehen. Die fehlende Detailtiefe während der Kriegszeit hat mir dagegen richtig gut gefallen. Auf jeden Fall ist "Vor hundert Jahren und einem Sommer" ein Buch, was mich doch ein bisschen darüber nachdenken lässt, wie gut es mir geht und das man dafür wirklich dankbar sein sollte.

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