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Voran, voran, immer weiter voran

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Ein literarisches Meisterwerk über das Scheitern und Weitermachen, über Verlust und Verzeihen und über die Suche nach Liebe


Amerikanischer Mittelwesten, Anfang der 1950er-Jahre: Chic Waldbeeser hat gerade seine Highschool-Liebe Diane geheiratet und sieht hoffnungsfroh in eine Zukunft als Familienvater und Eigenheimbesitzer. Sein Bruder Buddy ist ein ruheloser Geist, dem es schwerfällt, seinen Platz im Leben zu finden und sesshaft zu werden, und der nicht weiß, dass seine Frau Lijy ihr eigenes Geheimnis hütet. Über fünfzig Jahre hinweg werden die beiden Brüder versuchen, trotz aller Schicksalsschläge und Niederlagen immer weiterzumachen. Und Chic wird im Alter noch eine letzte Chance bekommen, sein Glück zu finden.


In der Tradition von John Williams’ Stoner erzählt dieser epische Roman von zwischenmenschlichen Missverständnissen, die mit der Zeit zu unüberwindlichen Barrieren werden, vom Mittelmaß und den kleinen und großen Dramen des Lebens. Mit einer lakonischen und eingängigen Sprache macht Ryan Bartelmay uns zu Zeugen einer sich über ein halbes Jahrhundert entfaltenden Familiengeschichte.
Rezension
Kai Lohnert, Literatur-Experte bei Thalia, sagt:
Chic und Buddy Waldbeeser wachsen im Nirgendwo des Mittleren Westens der USA auf. Für die Menschen in der Gegend sind sie die Söhne, deren Vater sich in den Schnee gesetzt hat, um zu sterben. Auch die Mutter verschwindet irgendwann Richtung Florida, und die Jungs tun alles, um diese Wunden auf keinen Fall zu spüren.
Doch wie lebt es sich ohne Gefühle oder mit einer unbändigen Wut im Bauch, wie sie Buddy spürt? Und Chic? Den hat sich Diane als Gatten ausgesucht. Sie kommt aus gutem Haus und niemand weiß so recht, was sie an Chic findet ... Die Hochzeitsnacht verläuft enttäuschend. Enttäuschend für Chic - er sehnt sich nach Zärtlichkeit und weiß gar nicht, wie ihm geschieht, denn Diane verpasst ihm erst ein paar Hiebe auf den Hintern und will dann sofort zur Sache kommen. Zuvor, während seiner Hochzeit, gab Buddys indische Ehefrau Lijy dem Bräutigam eine Ayurveda-Rückenmassage und Chic kann seitdem an nichts anderes denken ... diese Berührungen ...
Buddy wiederum lässt seine Wut an Kissen aus, die seinen Vater symbolisieren: „Sag mir, was ich fühlen soll“, schreit er ...
Ein fantastisches Debüt von Ryan Bartelmay - sensibel und wortgewaltig porträtiert er seine verlorenen Figuren und ihren Kampf um ein wenig Glück.
Portrait
Ryan Bartelmay, geboren 1975, hat an der Columbia University Kreatives Schreiben studiert. Seine Kurzgeschichten wurden in verschiedenen amerikanischen Literaturmagazinen veröffentlicht. Voran, voran, immer weiter voran ist Bartelmays erster Roman. Er ist Dekan an der erziehungswissenschaftlichen Fakultät des Kendall College in Chicago. Ryan Bartelmay lebt mit seiner Familie in Chicago.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 432, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641137885
Verlag Karl Blessing Verlag
Verkaufsrang 24.176
eBook (ePUB)
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Bruderliebe?“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Anfang der 50er Jahre heiratet Chic Waldbeeser direkt nach der Highschool seine Freundin Diane, die schon immer die Initiative in der Beziehung ergriffen hat. Auf der Hochzeit erregt Chic den Ärger und die Eifersucht seiner frischgebackenen Ehefrau, in dem er sich von seiner Schwägerin Lijy, der Frau seines Bruders Buddy, eine Rückenmassage Anfang der 50er Jahre heiratet Chic Waldbeeser direkt nach der Highschool seine Freundin Diane, die schon immer die Initiative in der Beziehung ergriffen hat. Auf der Hochzeit erregt Chic den Ärger und die Eifersucht seiner frischgebackenen Ehefrau, in dem er sich von seiner Schwägerin Lijy, der Frau seines Bruders Buddy, eine Rückenmassage geben lässt. Dieser Ärger zieht sich sogar durch ihre Flitterwochen und Chic versucht wirklich nicht an Lijy zu denken, die er mehr oder weniger begehrt. Die beiden Brüder Buddy und Chic hatten sich noch nie so viel zu sagen, da sie sehr unterschiedlich sind: Chic, der treusorgende und bodenständige Ehemann, für den es sein Wunschtraum ist eine Familie zu gründen, ein Eigenheim zu besitzen und ein ganz normales Leben zu führen. Und Buddy, der immer in seiner Traumwelt verweilt, immer auf Achse ist und seine Frau Lijy vernachlässigt. Lijy leidet unter der Situation und der ewigen Abwesenheit ihres Mannes Buddy und begeht einen folgeschweren Fehler, der die beiden Brüder entzweit. Erst fast fünfzig Jahre später versucht Chic das Missverständnis zu klären und selbst zu verstehen, was in der Vergangenheit und in seiner Ehe alles schief gelaufen ist. Soll er in seinem Alter nochmals einen Neuanfang wagen?

Die Geschichte der beiden ungleichen Brüder lässt einem nicht mehr los, man verfolgt fasziniert die Leben der beiden Waldbeesers mit ihren Höhen und Tiefen.

Natascha Stapp, Thalia-Buchhandlung Kaiserslautern

Voran,voran,immer weiter voran...dies ist der stete Takt des Lebens! Unverblümt fordern die Konjunktive des Seins ihren marternden Tribut.
Ein Buch für rastlose Möglichkeitsdenker.
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Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Mit Zeitsprüngen, zu vielen Charakteren und nicht nachvollziehbaren Handlungen verstrickt sich der Autor zu sehr als das eine runde Sache draus werden kann. Mit Zeitsprüngen, zu vielen Charakteren und nicht nachvollziehbaren Handlungen verstrickt sich der Autor zu sehr als das eine runde Sache draus werden kann.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Zwei Brüder
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2015

Amerika, Anfang der Fünfzigerjahre. Die zwei Brüder Chic und Buddy können unterschiedlicher nicht sein. Jeder hat sein eigenes Schicksal zu bewältigen. Doch immer wieder kommt eine neue Niederlage auf sie zu. Die Geschichte liest sich spannend. Themen wie Liebe, Scheitern und Versöhnung. Der Titel könnte nicht passender sein.

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zu viele Handlungswechsel
von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2015

Erzählt wird hier die Geschichte der Familie Waldbeeser zwischen 1950 und 1998 . Chic heiratet früh Diana , sein Bruder Buddy ist mit der Inderin Liji veheiratet . Chics Ehe verläuft nach der Geburt ihres Sohnes nicht so gut und auch in Buddys Ehe gibt es Komplikationen . Mir... Erzählt wird hier die Geschichte der Familie Waldbeeser zwischen 1950 und 1998 . Chic heiratet früh Diana , sein Bruder Buddy ist mit der Inderin Liji veheiratet . Chics Ehe verläuft nach der Geburt ihres Sohnes nicht so gut und auch in Buddys Ehe gibt es Komplikationen . Mir waren da zu viele Zeitwechsel , vor und zurück , und Ortswechsel mit verschiedenen Protagonisten drin. Beispiel Seite 55 1952 D+C+L Waldbeeser Seite 59 1998 G Geneso Seite 62 1952 L Waldbeeser Seite 63 1952 C Waldbeeser Seite 64 1958 L+C Waldbeeser Seite 67 1998 G Geneso Seite 73 1953 B Waldbeeser Seite 74 1998 M Geneso Wenn sich die Wechsel im Rahmen halten machen sie mir nichts aus , das war mir aber dann doch zu viel und da die Handlung auch sehr problembelastet war , habe ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen . Da ich den Schreibstil gut fand ,werde ich den Autor trotz schlechter Wertung mal im Auge behalten .

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Bruderliebe?
von einer Kundin/einem Kunden aus Altrip am 20.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Anfang der 50er Jahre heiratet Chic Waldbeeser direkt nach der Highschool seine Freundin Diane, die schon immer die Initiative in der Beziehung ergriffen hat. Auf der Hochzeit erregt Chic den Ärger und die Eifersucht seiner frischgebackenen Ehefrau, in dem er sich von seiner Schwägerin Lijy, der Frau seines Bruders... Anfang der 50er Jahre heiratet Chic Waldbeeser direkt nach der Highschool seine Freundin Diane, die schon immer die Initiative in der Beziehung ergriffen hat. Auf der Hochzeit erregt Chic den Ärger und die Eifersucht seiner frischgebackenen Ehefrau, in dem er sich von seiner Schwägerin Lijy, der Frau seines Bruders Buddy, eine Rückenmassage geben lässt. Dieser Ärger zieht sich sogar durch ihre Flitterwochen und Chic versucht wirklich nicht an Lijy zu denken, die er mehr oder weniger begehrt. Die beiden Brüder Buddy und Chic hatten sich noch nie so viel zu sagen, da sie sehr unterschiedlich sind: Chic, der treusorgende und bodenständige Ehemann, für den es sein Wunschtraum ist eine Familie zu gründen, ein Eigenheim zu besitzen und ein ganz normales Leben zu führen. Und Buddy, der immer in seiner Traumwelt verweilt, immer auf Achse ist und seine Frau Lijy vernachlässigt. Lijy leidet unter der Situation und der ewigen Abwesenheit ihres Mannes Buddy und begeht einen folgeschweren Fehler, der die beiden Brüder entzweit. Erst fast fünzig Jahre später versucht Chic das Missverständnis zu klären und selbst zu verstehen, was in der Vergangenheit und in seiner Ehe alles schief gelaufen ist. Soll er in seinem Alter nochmals einen Neuanfang wagen? Die Geschichte der beiden ungleichen Brüder lässt einem nicht mehr los, man verfolgt fasziniert die Leben der beiden Waldbeesers mit ihren Höhen und Tiefen.

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ein trauriges, einsames Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Soltau am 07.02.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Amerika, 50er Jahre. Wir begleiten Chic und seinen Bruder Buddy Waldbeeser bis zum Ende der 90er Jahre, die Hauptperson bleibt aber Chic. Er ist ein Junge mit einfachem Gemüt, der Vater hat sich umgebracht als er noch klein war (in den Schnee gesetzt, bis er erfroren ist). Chics Vorstellung... Amerika, 50er Jahre. Wir begleiten Chic und seinen Bruder Buddy Waldbeeser bis zum Ende der 90er Jahre, die Hauptperson bleibt aber Chic. Er ist ein Junge mit einfachem Gemüt, der Vater hat sich umgebracht als er noch klein war (in den Schnee gesetzt, bis er erfroren ist). Chics Vorstellung vom Leben besteht aus einer Familie mit Kind/ern und Haus. Diesen Traum kann er sich mit Diane erfüllen. Wir folgen Chic in diesem ruhigen Buch durch verschiedene Stationen seines Lebens, das leider auch schwere Schicksalsschläge für ihn und seine Frau bereithält. Jeder der beiden geht damit auf unterschiedliche Art und Weise um, sie leben zusammen und doch irgendwie nebeneinander her. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat ist das Chic später anfängt zu dichten, Haikus. Sie sind total traurig und spiegeln seine Stimmung wieder, trostlos, verlassen... Auch bei seinem Bruder Buddy läuft nicht alles so wie er es sich erträumt hat. Er heiratet die Inderin Liyane, die zu der Zeit in dem kleinen Ort extrem auffällt. Auch Chic gefällt die Frau seines Bruders ausgesprochen gut, seit sie ihm auf seiner eigenen Hochzeit mit Diane den Rücken massiert hat (was zu einigen Streitereien mit seiner Frau führte und beinahe die Hochzeitsreise verdorben hat). Auch bei Buddy kam das natürlich nicht gut an. Später betrügt Liyane Buddy um endlich seine Aufmerksamkeit zu erregen, aus dem Seitensprung geht ein kleiner Junge hervor, Russ. Auch sein Leben verfolgen wir stellenweise mit. Chic gibt sich auf Liyanes Wunsch als Vater von Russ aus. Das verursacht einen großen Sprung in der Beziehung der Brüder und auch zwischen Chic und seiner Frau. Des weiteren verfolgen wir das Leben von Mary Geneseo, eine Billard spielende Frau, die sich von Beziehung zu Beziehung hangelt. Später führen die zwei Handlungsstränge Chic/Mary zusammen. Alles in allem ist die Geschichte sehr ruhig und unspektakulär, ich bin mir sicher, dass sie sehr polarisieren wird, entweder man mag sie oder findet sie total langweilig. Mir hat sie sehr gut gefallen, ich vergebe 4 Sterne und werde den Autor im Auge behalten.

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Immer weiter voran
von buecherfreund am 30.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Nach einer etwas schleppenden Anfangsphase konnte es mich doch noch überzeugen. Es erinnert mich an amerikanische Klassiker und manchmal hat man auch das Gefühl, dass die Geschichte 50-60 Jahre früher spielen könnte, als sie es eigentlich tut. Aber das liegt wahrscheinlich daran,... Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Nach einer etwas schleppenden Anfangsphase konnte es mich doch noch überzeugen. Es erinnert mich an amerikanische Klassiker und manchmal hat man auch das Gefühl, dass die Geschichte 50-60 Jahre früher spielen könnte, als sie es eigentlich tut. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass sie größtenteils in einer amerikanischen Kleinstadt spielt, wo es noch nicht ganz so modern zugeht. Diese Atmosphäre hat mir sehr gefallen, da ich sowieso einen kleinen Faible für das Amerika der 50er Jahre habe. Es treten viele Charaktere auf und es wird erst im späteren Teil des Buches klar, wie die einzelnen Erzählstränge zusammenhängen. Eigentlich läuft es darauf hinaus, dass das Leben von Chic, einem Angestellten in einer Konservenfabrik in der Kleinstadt Middleton, dargestellt wird. Eigentlich ist alles, was er sich seit seiner Kindheit für sein Leben erträumt hat, eine eigene Familie zu haben. Er heiratet schon jung und bekommt auch Nachwuchs, doch durch schwere Schicksalsschläge läuft alles ganz anders als geplant und lange Zeit ist er verbittert und frustriert über das Schicksal, das ihn ereilt hat. Er fragt sich, warum das Leben seines Bruders Buddy, sich so anders entwickelt hat, obwohl es für ihn auch alles andere als einfach war. Doch trotz allem ist sein Motto "Voran voran, immer weiter voran.". Und so erfindet er sich immer wieder neu, jagt jedoch immer noch seinen alten Träumen hinterher. Es ist eine tragische Geschichte zweier Brüder, die sich eigentlich sehr ähnlich sind, deren Leben sich jedoch durch ihre verschiedenen Sichten auf die Dinge ganz anders entwickeln. Doch trotz der unterliegenden Tragik, ist die Geschichte humorvoll geschrieben und das Buch hat mich wirklich gut amüsiert.

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Ein reiner Tor
von POR am 08.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dies ist eine Familiengeschichte. Es ist eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte von Missverständnissen und vom Altwerden. 1950. Chic Waldbeeser ist ein junger Amerikaner, der plötzlich mit Diane verheiratet ist und erkennen muss, dass man auch gemeinsam einsam bleiben kann. Seine Frau vergewaltigt ihn in der Hochzeitnacht und will... Dies ist eine Familiengeschichte. Es ist eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte von Missverständnissen und vom Altwerden. 1950. Chic Waldbeeser ist ein junger Amerikaner, der plötzlich mit Diane verheiratet ist und erkennen muss, dass man auch gemeinsam einsam bleiben kann. Seine Frau vergewaltigt ihn in der Hochzeitnacht und will nach der Geburt ihres Sohnes Lomax keinen körperlichen Kontakt mehr mit ihm. Sein Bruder Buddy heiratet die Inderin Lijy, die als Exotin in der Kleinstadt für Aufregung sorgt und von Chic aus der Ferne vergöttert wird. Lijy wird nach einem Seitensprung mit einem Damenhandballtrainer schwanger und Chic übernimmt offiziell die Vaterschaft. Buddy trennt sich von seiner Familie und sucht Frieden in der Einsamkeit. Diane, der Chic erklärt weshalb er die Vaterschaft für Lijys Sohn Russ übernimmt, zieht sich völlig zurück und verfällt der Fresssucht. Lomax ertrinkt just in dem Moment als Chic einen Swimmingpool in seinem Garten errichten will. Nach der Beerdigung versöhnt sich Buddy mit seiner Frau und beide eröffnen im mittleren Westen einen Naturkostladen. In den späten 80igern boomt der Fitnesstrend und der Laden wird erfolgreich. Mary Norwood lernt Ende der 90iger Green Geneso kennen und heiratet ihn. Mary war in den 50iger Jahren eine aktive Poolspielerin und hatte sich lange Zeit damit ihr Geld verdient. Mit Green will sie einen Neustart versuchen, endet aber als Bardame im mittleren Westen. Als Green einen Schlaganfall hat lernt sie Chic kennen, der in einem Heim für betreutes Wohnen lebt. Sie wollen nach Florida, aber in Marys Kopf ist eine Stimme, die von Verantwortung spricht. Ryan Bartelmay schafft es rasch, dass man für Chic Sympathie empfindet. Der junge Mann ist ein reiner Tor, der es allen recht machen will und Liebe und Geborgenheit sucht. Leider bleibt ihm dies verwehrt. Die Geschichte springt zwischen den Personen und den Jahrzehnten umher. Für den Leser ist es etwas anstrengend die Verbindungen zwischen den Personen Mary und Chic herzustellen, da sich beide erst im letzten Drittel tatsächlich kennenlernen. Es wird aber keinen Augenblick langweilig diese Geschichte aus Middleville zu verfolgen. Chic ist ein Getriebener, keiner kann ihm Halt geben alle lassen ihn im Stich und er ist zu schwach um selbst zu entscheiden. Je älter die Protagonisten werden, desto einsamer werden sie. Die Familie stirbt, zieht weg oder wird zum Pflegefall. So kurzweilg hat noch keiner eine derart deprimierende Geschichte vom Altwerden erzählt.

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traurig und doch fesselnd
von vielleser18 aus Hessen am 16.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Chic Waldbeeser wächst mit seinem Bruder Buddy in der kleinen Stadt Middleville auf. Er hat gerade geheiratet, doch schon von Anfang an läuft alles schief in seiner Ehe mit Diane. Chic ist ein einfacher Arbeiter, der seinen Vater früh verloren hat und dessen Mutter mit einem anderen Mann... Chic Waldbeeser wächst mit seinem Bruder Buddy in der kleinen Stadt Middleville auf. Er hat gerade geheiratet, doch schon von Anfang an läuft alles schief in seiner Ehe mit Diane. Chic ist ein einfacher Arbeiter, der seinen Vater früh verloren hat und dessen Mutter mit einem anderen Mann weggezogen ist. Die nächsten 50 Jahre seines Lebens sind ein auf und ab - und dabei geht es mehr bergab. Schicksalschläge, falsche Entscheidungen und die fehlende Kraft zu klaren Worten werden zu einer immer größeren Last und Bürde. Ryan Bartelmay erzählt die Geschichte von Chic in zwei Zeitsträngen. Die eine beginnt Anfang der 1950er Jahre mit der Hochzeit, die andere spielt 1998, da ist Chic mittlerweile Mitte sechzig. Während die eine Zeitschiene chronologisch die wichtigsten Stationen in seinem Leben aus Chics Sicht erzählt, seine Gedanken, seine Taten, seine Beweggründe, wird in der zweiten Zeitebene auch von Mary erzählt, einer ebenfalls gestrandeten Frau, die erneut an einem Scheitelpunkt in ihrem Leben angekommen ist und sich entscheiden muss. "Voran, voran, immer weiter voran" ist ein roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Es muss immer weiter gehen, trotz allem, nicht aufgeben. "Dann fiel ihm ein, dass er gar nicht sicher war, ob er sie noch liebte. Er glaubte es zwar, aber vielleicht stimmte das gar nicht. Vielleicht bildete er es sich nur ein, weil sie so viel miteinander durchgemacht hatten. Oder es war einfach nicht mehr dran an der Liebe. Wie auch immer, es war viel leichter, nicht darüber nachzudenken. Am besten, er ließ sich mitziehen. Am besten, er ließ sich treiben wie in einem Fluss." (S. 278) Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um in diese Geschichte hinein zu kommen. Die Wechsel zwischen den Zeiten und die Protagonisten mussten erst eingeführt werden und man muss sie verstehen lernen, auch was die beiden Zeitstränge und die Personen miteinander verbindet. Doch irgendwann war ich drin im Geschehen und habe mitgelitten mit Chic, der unverschuldet oder auch durch seine eigene Schuld sich immer tiefer in ein einsames Netz verstrickt, aus dem es kein Entkommen mehr gibt. Eine traurige Geschichte, die dennoch immer weiter voran geht. Ein trauriges Leben nacherzählt, dass einen trotz aller Schwere dennoch in den Bann zieht, man muss nur die Ausdauer haben um in die Geschichte hinein zu finden.

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Richtig oder falsch?
von solveig am 06.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Das Leben ist nichts als ein Loch in der Erde und du kommst nicht raus.“ Zu dieser ernüchternden Erkenntnis gelangt Chic Waldbeeser. Eigentlich wünscht er sich nur eine richtige Familie und einen ganz normalen, ruhigen Lebensverlauf. Doch dieser schlichte Lebensentwurf scheint schwieriger zu erfüllen als gedacht, obwohl er dafür alles tut, was... „Das Leben ist nichts als ein Loch in der Erde und du kommst nicht raus.“ Zu dieser ernüchternden Erkenntnis gelangt Chic Waldbeeser. Eigentlich wünscht er sich nur eine richtige Familie und einen ganz normalen, ruhigen Lebensverlauf. Doch dieser schlichte Lebensentwurf scheint schwieriger zu erfüllen als gedacht, obwohl er dafür alles tut, was seiner Meinung nach das Richtige oder Normale ist. Er gerät immer wieder in Schwierigkeiten; denn ohne ein echtes Vorbild oder einen Ratgeber zu haben, handelt er so, wie er glaubt, dass es von ihm erwartet wird. So wie Chic sind fast alle Menschen, die Chics Lebensweg kreuzen, auf der Suche nach dem „richtigen“ Leben, nach einem Sinn. Ihre Probleme, Entscheidungen zu treffen, ihre seelischen Nöte, Ängste, Wünsche, all die Widersprüche, die sich ergeben, beschreibt der Autor sehr eindrücklich und nachhaltig. In kurzen Kapiteln lässt er seine Figuren Höhepunkte und Schicksalsschläge erleben und darauf reagieren. In ruhigem Stil und gut verständlicher Sprache legt Bartelmay ihr Verständnis der Welt einfühlsam, aber auch schmerzhaft offen dar und lässt den Leser hautnah teilhaben an ihrer verzweifelten Suche nach Orientierung. Bereits das Cover weist auf die Widersprüchlichkeit hin, der abgebildete Wegweiser in einer monotonen, tristen Landschaft: welches ist die richtige Richtung zu einem zufriedenen, sinnvollen Leben? Jeder Mensch erlebt die Suche auf andere Art: Einige Personen des Romans finden einen Weg zur Zufriedenheit, manche suchen weiter. Gibt es überhaupt ein „Richtig“ oder „Falsch“? Das einzige, was sicher ist: Die eigene Lebenszeit geht unerbittlich weiter, einmal gemachte Fehler oder Fehlentscheidungen sind nicht rückgängig zu machen: „Voran, immer weiter voran.“ Und immer wieder sind wir gezwungen, uns mit unseren Entscheidungen auseinanderzusetzen.

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Kein Überflieger
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ryan Bartelmay beamt uns zurück in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, mitten ins aufblühende Amerika, der Nachkriegsjahre. Man kann nicht sagen, dass die Heirat mit seiner High-School-Liebe Diane das Landei Chic Waldbeeser besonders glücklich macht. Schon die Hochzeitsreise gerät zu einer veritablen Pleite. Immerhin wird der junge Konservenprüfer... Ryan Bartelmay beamt uns zurück in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, mitten ins aufblühende Amerika, der Nachkriegsjahre. Man kann nicht sagen, dass die Heirat mit seiner High-School-Liebe Diane das Landei Chic Waldbeeser besonders glücklich macht. Schon die Hochzeitsreise gerät zu einer veritablen Pleite. Immerhin wird der junge Konservenprüfer dank der Ehe zu einem passionierten Onanierer. Sein Bruder Buddy glaubt gar Chic hätte seine indische Frau bestiegen, was eine Kettenreaktion aus misslichen Ereignissen auslöst, derer Chic nie mehr so richtig Herr wird. Seine letzte Chance seinem Rentnerleben noch einmal eine Wendung zum Guten zu geben scheint ihm eng mit Mary verbunden, einer nicht mehr ganz taufrischen ehemaligen Billardspielerin, die das Leben von allen Seiten kennengelernt hat. Außer den richtigen Mann zu treffen. Das Buch ist wahrlich unkonventionell, mit skurril anmutenden Menschen, richtig schräg, was die Handlung angeht. Genau wonach ich suche. Zu Chic Waldbeeser, dessen Vorfahren aus Deutschland ausgewandert sind, fallen mir Eigenschaften, wie Sturheit, ein gerüttelt Maß an Dummheit, Durchhaltevermögen und Naivität ein, vielleicht hat der Kerl auch eine autistische Ade, keine Ahnung welche Persönlichkeitsstruktur sich da bei ihm eingenistet hat. Chic ist auf jeden Fall ziemlich abgedreht. Das Handlungsgerüst für den Roman wurde locker zusammengezimmert, munter springt der Autor durch die Jahrzehnte, am Ende klappt diese krude Geschichte leider restlos zusammen. Bis dahin haben sich durchaus komische Passagen mit Sinnbefreiten abgewechselt. Es passiert tragisches, die Lebenswirklichkeit dahinsiechender wird ebenso gezeigt, wie die Aufbruchsstimmung einer Inderin. Allerdings fehlt es auch an vielem. Geschichtliche Ereignisse werden am Rande abgehandelt, bilden aber eine interessante Kulisse für einen traumwandlerisch sicheren Schreibstil. Da will jemand an große literarische Vorbilder anknüpfen. Mir ist da aufgrund des leicht absurden Ambientes John Irving und ja- Jeffrey Eugenides in den Sinn gekommen. Aber deren Klasse verfehlt der Autor bei weitem. Dafür bietet das Ganze zu wenig Projektionsfläche, zu wenig geschichtliche Einbettung, wirklich glaubhafte Figuren und Handlungsweisen, die einem unter die Haut gehen und im Gedächtnis bleiben. Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht.

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Voran
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 20.06.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Amerikanischer Mittelwesten, Anfang der 1950er-Jahre: Chic und Buddy sind Brüder mit sehr unterschiedlichen Chrakteren. Chic hat gerade sehr jung geheiratet. Seine Frau Diane hat er auf der Highschool kennengelernt und seit dem war sie seine große Liebe. Doch schon auf der Hochzeitsreise benimmt sich Diane, wie Chic es gar nicht... Amerikanischer Mittelwesten, Anfang der 1950er-Jahre: Chic und Buddy sind Brüder mit sehr unterschiedlichen Chrakteren. Chic hat gerade sehr jung geheiratet. Seine Frau Diane hat er auf der Highschool kennengelernt und seit dem war sie seine große Liebe. Doch schon auf der Hochzeitsreise benimmt sich Diane, wie Chic es gar nicht von ihr kennt. Was ist passiert, dass sie sich so von ihm abwendet? Ist sie eifersüchtig, weil sie die kleine Sache zwischen Chic und Lijy, Buddys Frau, auf der Hochzeitsfeier beobachtet hat? Chic sehnt sich nach einem ruhigen Familienleben im Eigenheim doch er fühlt sich zu der Frau seines Bruders hingezogen, was sein Gefühlsleben ganz schön durcheinander bringt. Sein Bruder Buddy ist rastlos, er hat zwar Frau und Haus doch er unternimmt immer viele Reisen und seine Frau bleibt allein zurück. Lijy kommt nicht gut klar damit. Um auf sich aufmerksam zu machen begeht sie einen großen Fehler, den sie später sehr bereut.... Die beiden Brüder hatten eine schwere Kindheit, die sie nicht losläßt. Ihr Vater hat Selbstmord begangen indem er sich in einer eiskalten Nacht einfach hinter die Scheune gesetzt hat um zu erfrieren. Ihre Mutter ist dann mit Ihrer Affäre auf und davon nach Florida. Das Geheimnis zwischen Chic und Lijy macht das Leben der beiden noch schwerer. Mich konnte die Geschichte der beiden Brüder und deren Familie nicht in seinen Bann ziehen. Das Buch war sehr langatmig und eintönig geschrieben. Es herrschte permanent eine deprimierende Stimmung. Außerdem drehte sich immer alles um die gleichen Themen... Auch die ständigen Sprünge in der Zeit und zwischen den Erlebnissen der Protagonisten machte das Buch nicht lesenswerter. Schade,die Story machte doch einen vielversprechenden Eindruck.

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Voran, voran, immer weiter voran
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Die Geschichte von Chic Waldbeeser beginnt 1950 bei seiner Hochzeit mit Diana. Sie kennen sich bereits seit der Highschool in der Kleinstadt Peoria, Illinois und für Chic kam keine andere Frau in Frage. Er träumt von einem ruhigen normalen Leben mit Kindern, Eigenheim und Hund. Doch sein Leben verläuft... Die Geschichte von Chic Waldbeeser beginnt 1950 bei seiner Hochzeit mit Diana. Sie kennen sich bereits seit der Highschool in der Kleinstadt Peoria, Illinois und für Chic kam keine andere Frau in Frage. Er träumt von einem ruhigen normalen Leben mit Kindern, Eigenheim und Hund. Doch sein Leben verläuft nicht nach Wunsch. Die indisch-stämmige Ehefrau seines Bruders Buddy bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Bereits auf seiner eigenen Hochzeitsfeier kommt Lijy auf ihn zu und massiert ihn den Rücken. Ab sofort kreisen Chics Gedanken um Lijy. Auch sein neugeborener Sohn Lomak kann ihn nicht davon abhalten, Lijy weiterhin geheim zu beobachten und sich in das Haus seines Bruders zu schleichen. Diese Liebe bleibt zwar platonisch, doch als Lijy schwanger ist und Buddy nicht der Vater, wird Chic als leiblicher Vater ausgegeben. Diese Lüge soll die Ehe von Lijy und Buddy retten, doch Chics eigenen Leben gerät aus den Fugen. Die Ehe mit Diana war von Beginn an nicht gut, durch diese vermeintliche Vaterschaft verschlechtert sie sich zusehens. Als Lomak dann auch noch verunglückt lebt jeder nur noch in seiner eigenen Welt. Der Roman schildert das Leben zweier Brüder und deren Familien über einen Zeitraum von 50 Jahren. Ein frustrierendes Leben, aus dem jedoch keiner auszubrechen vermag. Die Handlung springt in verschiedene Zeitzonen, welche das Lesen der Familiengeschichte interessant gestaltet. Im Grunde ist es ein negatives Buch, der Verlust, der Umgang mit den Schwierigkeiten des Lebens und den Umgang mit Mitmenschen, nichts davon sollte so gelebt werden.

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Voran
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Ryan Bartelmay beamt uns zurück in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, mitten ins aufblühende Amerika, der Nachkriegsjahre. Man kann nicht sagen, dass die Heirat mit seiner High-School-Liebe Diane das Landei Chic Waldbeeser besonders glücklich macht. Schon die Hochzeitsreise gerät zu einer veritablen Pleite. Immerhin wird der junge Konservenprüfer... Ryan Bartelmay beamt uns zurück in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, mitten ins aufblühende Amerika, der Nachkriegsjahre. Man kann nicht sagen, dass die Heirat mit seiner High-School-Liebe Diane das Landei Chic Waldbeeser besonders glücklich macht. Schon die Hochzeitsreise gerät zu einer veritablen Pleite. Immerhin wird der junge Konservenprüfer dank der Ehe zu einem passionierten Onanierer. Sein Bruder Buddy glaubt gar Chic hätte seine indische Frau bestiegen, was eine Kettenreaktion aus misslichen Ereignissen auslöst, derer Chic nie mehr so richtig Herr wird. Seine letzte Chance seinem Rentnerleben noch einmal eine Wendung zum Guten zu geben scheint ihm eng mit Mary verbunden, einer nicht mehr ganz taufrischen ehemaligen Billardspielerin, die das Leben von allen Seiten kennengelernt hat. Außer den richtigen Mann zu treffen. Das Buch ist wahrlich unkonventionell, mit skurril anmutenden Menschen, richtig schräg, was die Handlung angeht. Genau wonach ich suche. Zu Chic Waldbeeser, dessen Vorfahren aus Deutschland ausgewandert sind, fallen mir Eigenschaften, wie Sturheit, ein gerüttelt Maß an Dummheit, Durchhaltevermögen und Naivität ein, vielleicht hat der Kerl auch eine autistische Ade, keine Ahnung welche Persönlichkeitsstruktur sich da bei ihm eingenistet hat. Chic ist auf jeden Fall ziemlich abgedreht. Das Handlungsgerüst für den Roman wurde locker zusammengezimmert, munter springt der Autor durch die Jahrzehnte, am Ende klappt diese krude Geschichte leider restlos zusammen. Bis dahin haben sich durchaus komische Passagen mit Sinnbefreiten abgewechselt. Es passiert tragisches, die Lebenswirklichkeit dahinsiechender wird ebenso gezeigt, wie die Aufbruchsstimmung einer Inderin. Allerdings fehlt es auch an vielem. Geschichtliche Ereignisse werden am Rande abgehandelt, bilden aber eine interessante Kulisse für einen traumwandlerisch sicheren Schreibstil. Da will jemand an große literarische Vorbilder anknüpfen. Mir ist da aufgrund des leicht absurden Ambientes John Irving und ja- Jeffrey Eugenides in den Sinn gekommen. Aber deren Klasse verfehlt der Autor bei weitem. Dafür bietet das Ganze zu wenig Projektionsfläche, zu wenig geschichtliche Einbettung, wirklich glaubhafte Figuren und Handlungsweisen, die einem unter die Haut gehen und im Gedächtnis bleiben. Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht.

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Zwei Brüder und ihr Alltag
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 20.05.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Chic und Buddy hatten nicht viel Glück in ihrem Leben. Ihr Vater nahm sich früh das Leben und ihre Mutter verließ sie, als sie volljährig wurden. Chic heiratet sehr früh seine Jugendliebe Diane und träumt von einem unaufgeregten glücklichen Eheleben. Damit startet das Buch und man hat schon bei den... Chic und Buddy hatten nicht viel Glück in ihrem Leben. Ihr Vater nahm sich früh das Leben und ihre Mutter verließ sie, als sie volljährig wurden. Chic heiratet sehr früh seine Jugendliebe Diane und träumt von einem unaufgeregten glücklichen Eheleben. Damit startet das Buch und man hat schon bei den ersten Seiten das Gefühl, dass diese Ehe kaum eine Chance hat. Zu unterschiedlich sind die Erwartungen. Dann heiratet sein Bruder Buddy die indisch-stämmige Lijy, von der Chic von Anfang an fasziniert ist. Um die Ehe seines Bruders zu retten, zerstört er fast seine eigene. Dieser Roman hat mich gereizt, vorallem weil ich Geschichten aus den 50ern, die in den USA spielen sehr interessant finde. Das liegt zum einen daran, dass die gesellschaftlichen Zwänge noch sehr stark sind, besonders was das Familienideal angeht, anderseits gibt es erste Mutige, die aufbegehren. Auch die beiden Brüder sind gefangen in ihren Beziehungen, sind nicht wirklich glücklich, aber es fehlt der Mut zum ausbrechen. Es ist ein sehr ruhiges Buch ohne große Höhen und Tiefen, was mich mit der Zeit auch etwas gelangweilt hat. Außerdem war von Anfang an die Stimmung sehr deprimierend. Gefallen hat mir der Prerspektivwechsel, auch wenn er manchmal sehr abrupt war. Dennoch konnte dies auch nicht wirklich Spannung aufbauen. Insgesamt fehlten mir im Buch ein paar Highlights und Überraschungsmomente. Am Ende musste ich mir selbst immer wieder sagen, voran, voran.... Aus diesem doch interessanten Bruderpaar hätte man meiner Meinung mehr machen können.

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Voran, voran, immer weiter voran
von Sylvia Mangl aus Wien am 13.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Chic und Buddy Waldbeeser - ihre Geschichte beginnt in den 50iger Jahren. Beide sind schwer traumatisiert durch den Selbstmord ihres Vaters und durch das anschließende Verschwinden ihrer Mutter nach Florida. Beide versuchen auf ihre eigen Art und Weise, damit fertig zu werden. Chic glaubt, in der Ehe mit seiner... Chic und Buddy Waldbeeser - ihre Geschichte beginnt in den 50iger Jahren. Beide sind schwer traumatisiert durch den Selbstmord ihres Vaters und durch das anschließende Verschwinden ihrer Mutter nach Florida. Beide versuchen auf ihre eigen Art und Weise, damit fertig zu werden. Chic glaubt, in der Ehe mit seiner College-Liebe Diane seine Erfüllung zu finden. Sofort nach Abschluß der Schule heiratet er sie, um eine perfekte Familie zu schaffen. Haus, Kind und Hund - das ist sein Traum. Doch da ist auch noch Lijy, die Frau seines Bruders, die ihm nicht aus dem Kopf geht. Er ist hin- und hergerissen, daran ändert auch die Geburt seines Sohnes nichts. Als dieser ertrinkt, bricht seine heile Welt zusammen, Diane und er vegetieren nur noch nebeneinander her.Erst am Ende seines Lebens trifft er noch einmal eine Frau, die bereit ist, sich auf ihn einzulassen - Mary, die gerade zum zehnten Mal geheiratet hat und deren Mann nach einem Schlaganfall ein Pflegefall geworden ist. Zusammen wollen sie druchbrennen - nach Florida, wo Chic zum ersten und einzigen Mal in seinem Leben glücklich war..... Ganz anders verläuft es für Buddy, der zu Anfang seine Ehefrau komplett vernachlässigt, und rastlos durch die Welt fährt um Münzen zu sammeln und mit seinem toten Vater spricht. Lijy lässt sich auf eine Affäre mit einem fremden Mann ein, wird schwanger und bekommt einen Sohn. Sie erzählt Buddy, dass Chic der Vater ist, weil sie meint, dass er das besser verkraften kann als die Wahrheit. Tatsächlich wird Buddy damit nach dem ersten Schock damit fertig und die beiden schaffen es, eine harmonische Familie zu bilden. Sie eröffnen einen Naturkostladen, bekommen noch eine Tochter und finden letztendlich ihren Frieden. Dies ist eine Geschichte ohne besondere Höhen und Tiefen, aber sie beschreibt recht eindrucksvoll wie unterschiedlich Menschen mit denselben Grundlagen umgehen können. Chick und Buddy kommen aus demselben Elternhaus, haben dieselben Voraussetzungen mitbekommen und haben ihr Leben doch komplett gegensätzlich gemeistert

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Traurige Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus syke am 03.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Nach Lektüre der für mich recht vielversprechenden Leseprobe hat mich das Buch enttäuscht zurückgelassen. Der Geschichte fehlt eine durchgängige Handlung. Stattdessen beruht sie, die immerhin 430 Seiten umfasst, auf sich ständig wiederholenden Fragmenten aus dem Leben der Brüder Chic und Buddy Waldbeeser und deren Familien, die zudem fast alle... Nach Lektüre der für mich recht vielversprechenden Leseprobe hat mich das Buch enttäuscht zurückgelassen. Der Geschichte fehlt eine durchgängige Handlung. Stattdessen beruht sie, die immerhin 430 Seiten umfasst, auf sich ständig wiederholenden Fragmenten aus dem Leben der Brüder Chic und Buddy Waldbeeser und deren Familien, die zudem fast alle an psychischen Störungen leiden und einfach nur traurige Gestalten abgeben. Wir nehmen in einer nahezu 50 Jahre umfassenden Zeitspanne von Anfang der 50er bis Ende der 90er Jahre am Leben der Waldbeesers teil. Beide Brüder haben nie weder den Suizid ihres (depressiven?) Vaters, als sie selbst noch Kinder waren, verwunden noch den Fortgang ihrer Mutter mit einem neuen Mann. Chics daraus resultierender Wunsch nach einer normalen Familie mündet in eine viel zu früh geschlossene Ehe mit seiner Mitschülerin aus der High-School Diane. Ein Sexualleben mit ihr findet so gut wie gar nicht statt, so dass Chic oft masturbiert. Der einzige Sohn geriert sich schon im Kindesalter als kleiner Wissenschaftler und stirbt früh bei einem Unglück mit der Folge, dass Diane lange Jahre nur noch im Bett liegend, (fr)essend und Radio hörend zubringt, bis sie an Fettsucht stirbt. Buddy führt Gespräche mit seinem verstorbenen Vater. Von seiner indischen Ehefrau Lijy fühlt Chic sich angezogen, ohne dass dies auf Erwiderung trifft. Bzgl. der Vaterschaft des aus einem einmaligen Seitensprung mit einem Dritten hervorgegangenen Kindes lassen Lijy und Chic einverständlich Buddy im Glauben, Chic sei der biologische Vater. Das Personenregister wird vervollständigt um die professionelle Billard-Spielerin Mary, die nie über die Trennung von ihrem ersten Freund hinweggekommen, mindestens neunmal verheiratet gewesen ist und bereits nach wenigen Tagen der Bekanntschaft meint, mit Chic eine Zukunft zu haben, für den sie ihren an den Folgen eines Schlaganfalls leidenden Ehemann nach nur wenigen Wochen Ehe verlassen will. Diese kurze Skizzierung der Romanfiguren dürfte zeigen, wie abstrus und unrealistisch alles ist. Abschließend sei noch auf einen Aspekt eingegangen, der mir gut gefallen hat: Eingestreut sind eine Reihe von (traurigen) Gedichten in Haiku-Form, die Chic verfasst hat, nachdem er seine dichterische Ader entdeckt hat.

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Hier geht nichts voran
von Tamaru am 30.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ryan Bartelmay erzählt die Geschichte zweier Brüder die 1950 in Illinois beginnt. Chic heiratet seine Jugendliebe Diane und sein Bruder Buddy kehrt von einer seiner Reisen mit einer indischen Ehefrau zurück. Abwechselnd wird aus dem Leben der beiden erzählt, dazwischen werden immer Kapitel von Mary eingestreut, von der man... Ryan Bartelmay erzählt die Geschichte zweier Brüder die 1950 in Illinois beginnt. Chic heiratet seine Jugendliebe Diane und sein Bruder Buddy kehrt von einer seiner Reisen mit einer indischen Ehefrau zurück. Abwechselnd wird aus dem Leben der beiden erzählt, dazwischen werden immer Kapitel von Mary eingestreut, von der man am Anfang noch nicht weiß welche Rolle sie in der Geschichte spielt. Die Erzählung plätschert vor sich, ihr fehlt jeglicher Pep und ich wurde mit keinem der Protagonisten warm. Sie erscheinen mir alle etwas melancholisch und lustlos, voran geht nicht wirklich was und so kommt beim Lesen auch keine Freude oder Begeisterung auf. Mir war das Buch zu langweilig, aber es wird bestimmt Leser geben, denen es gefällt.

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