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Warten auf Godot / Endspiel / Glückliche Tage

Warten auf Godot; Endspiel; Glückliche Tage

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Wie kaum ein anderer Dramatiker hat Samuel Beckett das "Bewußtsein" des 20. Jahrhunderts geprägt. Selbst diejenigen, die kaum eine Zeile von ihm kennen, haben einen "Begriff" von diesem Autor. Denn in Becketts Werken findet dieses Jahrhundert seinen Ausdruck: Endzeit, Aussichtslosigkeit, Pessimismus und die Überzeugung von der Absurdität der menschlichen Existenz.
Vor allem sein Stück Warten auf Godot, das im Januar 1953 in Paris uraufgeführt wurde, begründete Becketts Ruf. Die traurigen Helden bzw. Antihelden Estragon und Wladimir spiegeln das traurige Los der gesamten Menschheit wider und doch spenden sie Trost vor allem in ihrer Trostlosigkeit. Was sich wie das Gestammel von Endenden in einer Endzeit anhört, erhebt sich durch die Kunst der Sprache zu höchster Poesie. Und deshalb zielt sein Werk auf das, was seine Figuren nicht aussprechen: auf Gott, auf Liebe, auf Tod.
Portrait
Samuel Beckett, geb. am 13. April 1906 in Foxrock, Dublin, wuchs in einem bürgerlich protestantischen Elternhaus auf. Zwischen 1923 und 1927 studierte er Romanistik am Trinity College in Dublin. Nach Abschluss seines Studiums ging er nach Paris und lernte dort James Joyce kennen. Erste Gedichte und Essays entstanden. Er kehrte 1930 kurzzeitig nach Dublin zurück, um am Trinity College zu unterrichten. In den folgenden Jahren wechselte er immer ohne Geld und unter Depressionen leidend zwischen Dublin, London und Paris. Beckett reiste durch Europa, er besuchte Deutschland mehrere Male, bevor er sich 1937 auf Dauer in Paris niederließ. In diesem Jahr lernte er seine spätere Frau, die Pianistin Suzanne Dechevaux-Dumesnil kennen. Beide schlossen sich der Résistance an und konnten sich nur durch Flucht in unbesetztes Gebiet vor der Gestapo retten. Im Roussillon kamen sie bei Bauern unter. Nach Kriegsende begann Beckett auf französich zu schreiben, er wendete sich dem Theater zu. Die Uraufführung von "En attendant Godot" fand am 3. Januar 1953 unter der Regie von Roger Blin im Theâtre de Babylone statt, Beckett wurde über Nacht berühmt, zum ersten Mal hatte er auch finanziell Erfolg. 1969 erhielt Beckett den Literaturnobelpreis. Er starb am 22. Dezember 1989 in Paris.
Erika Tophoven studierte Englisch und Französisch und lebte vierzig Jahre in Paris, wo sie zeitgenössische französische Autoren übersetzte. Als Mutter zweisprachig aufwachsender Kinder sammelte sie englische und französische Kinderreime und -gedichte. Sie lebt seit 2005 in Berlin und ist weiter schriftstellerisch und übersetzend tätig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 27.02.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-45751-1
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 179/110/18 mm
Gewicht 137
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 20.079
Buch (Taschenbuch)
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Genial!
von Zitronenblau am 03.07.2008

Komm, wir gehen. Wir können nicht. Warum nicht? Wir warten auf Godot. Ach ja. Dieser Dialog bedeutet alles und nichts. Und daher sollte der, wer Becketts Meisterwerk "Warten auf Godot" liest, bedenken, dass dieses existentielle Stück das Thetaer ad absurdum fürht - das ist an sich Sinn der Sache und darin liegt aber auch... Komm, wir gehen. Wir können nicht. Warum nicht? Wir warten auf Godot. Ach ja. Dieser Dialog bedeutet alles und nichts. Und daher sollte der, wer Becketts Meisterwerk "Warten auf Godot" liest, bedenken, dass dieses existentielle Stück das Thetaer ad absurdum fürht - das ist an sich Sinn der Sache und darin liegt aber auch wieder die so oft vom Leser wahrgenommene Sinnlosigkeit von Wladimirs und Estragons, von Pozzos und Luckys Warten auf Godot, der alles bedeuten kann, was die Erfüllung bedeutet und damit als Idee (Ideal) niemals kommen wird! Und das Warten wird lächerlich, genau wie Sisyphos seinen Stein immer und immer wieder den Hang hinaufrollt. Ein Meisterstück seiner Zeit und seiner Philosophie - für die, die darin nur Nihilismus, Leere und Sinnlosigkeit sehen, ist dieses Stück die ungenannte Tragödie des 20. Jahrhunderts - für die anderen, die genau darin die Größe und den Sinn der Menschen sehen und darüber lachen können, ist dieses Stück die ungenannte Komödie des 20. Jahrhunderts. Abgesehen von den vielen intellektuellen Anspielungen Becketts lässt dieses Stück sehr viel Inerpretationen zu und das macht es literaturwissenschaftlich unentbehrlich. "Endspiel" hat mir fast noch besser gefallen. Endzeitstimmung. Hamm ist blind und kann nicht laufen, Clov (sein Diener) kann sehen und nicht sitzen. In zwei Mülltonnen "leben" ohne Beine Hamms Eltern. Hamm hasst Clov und dieser ihn. Doch sie können nicht ohneeinander. Auch wenn die Eltern Hamms Clovs Gehen herbeisehnen, ihren eigenen Tod dabei in Kauf nehmend. Aber wohin? Die Welt scheint tot zu sein und diese vier "Gestalten" sind in ihrem Haus zwischen Wohnzimmer und Küche - quasitot gefangen. Bis Hamm am Ende Clov entlässt und dieser sein Ende abwartet und dennoch nicht klar wird, ob er bleibt oder geht. Der Leser erinnert sich schnell wieder an "Warten auf Godot", entdeckt stilistische Parallelen, aber auch die Motive kehren wieder. Ein trauriges, mutlosen Stück in einem Akt - jedoch mindestens genauso großartig wie Godot. "Glückliche Tage" - ein Mann, eine Frau. Viel Monolog. Die "Fest-Stellung" eines glücklichen Tages, obgleich es genau das Gegenteil ist. Ganz meisterhaft und aber auch deprimierend wie ein Feuer, dass erlischt und du siehst dabei zu. Da ich das Drama nicht so sehr schätze wie den Roman: 4 Sterne!

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Wir warten immer noch gerne auf Godot
von Roman aus der Schweiz am 11.02.2007

Erstaunlich mit wie wenig an Handlung Samuel Beckett auskommt um uns spannend zu unterhalten. Eine unzureichende Erklärung, wie sie hier möglich ist würde nur das gesamte Stück schmälern. Kritisch, verloren, nackt, ängstlich, unterdrückt, unwissend, ... all dies empfinden wir, doch fühlen wir uns wohl in diesem Werk der genialen... Erstaunlich mit wie wenig an Handlung Samuel Beckett auskommt um uns spannend zu unterhalten. Eine unzureichende Erklärung, wie sie hier möglich ist würde nur das gesamte Stück schmälern. Kritisch, verloren, nackt, ängstlich, unterdrückt, unwissend, ... all dies empfinden wir, doch fühlen wir uns wohl in diesem Werk der genialen zusammenspiele, Melancholie und Ungewissheit, den die Sprache ist einzigartig eingesetzt und auf den Punkt gebracht. Ein Meisterwerk der Erzählkunst und des kritischen Blick auf unser Leben.

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