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Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

(83)

DAS ERSTE JUGENDBUCH VON BESTSELLERAUTORIN LILLY LINDNER

Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent.
Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz.

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Rezension
Eine tragische Geschichte, wunderbar und leicht erzählt: voller Poesie und Wärme!
Portrait

Lilly Lindner hat keine Ahnung von Teilchenphysik und bipolaren Zwischenströmungen. Sie weiß auch nicht, wie viel Wasser man in einen Teich kippen muss, um einen See zu erhalten; aber wie man Bücher schreibt – das weiß sie. Ihr Debüt ›Splitterfasernackt‹ stand monatelang auf der Bestsellerliste.

Literaturpreise:

›Was fehlt, wenn ich verschwunden bin‹
- Favorit der Leipziger Jugend Jury 2016

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 400, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 14
Erscheinungsdatum 19.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783733600600
Verlag FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books
Verkaufsrang 26.571
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„April und Phoebe“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April so schrecklich krank Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April so schrecklich krank ist und sie sie nicht besuchen darf. Auch ihre Eltern sind Phoebe keine große Hilfe, da sie mit sich selbst und ihrem Kummer um die kranke April nicht fertig werden. Phiebe versucht ihre Sehnsucht nach ihrer großen Schwester dadurch zu bekämpfen, dass sie ihr ganz viele Briefe schreibt und ihr erzählt, was sie alles so erlebt und was sie beschäftigt. Schlimm ist es nur, dass sie keine Briefe von April zurükbekommt, denn April muss sich darauf konzenztrieren gesund zu werden und darf vorerst nicht zurückschreiben. Phoebe erträgt alles so gut und versucht ihre Schwester aufzumuntern, obwohl sie gerne begreifen würde, was April so traurig gemacht hat, dass sie nicht mehr essen will. Hilfe von ihren überforderten Eltern erhält sie nichgt genausowenig wie Erklärungen.

Doch auch April in ihrer Klinik vermisst ihre Schwester Phoebe schmerzlich und auch sie schreibt Phoebe ganz viele Briefe, die sie allerdings nicht abschicken darf, das musste sie ihren Eltern versprechen, damit Phoebe nicht unnötig belastet wird.

Ein trauriger und berührender Briefroman zweier Schwestern, die sich sehr verbunden sind und sich sehr vermissen.

Stephanie Potthoff, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein tiefgreifender Jugendroman, der das schwierige Thema Magersucht auf berührende und trotzdem leichte Art erklärt.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen!
Ein tiefgreifender Jugendroman, der das schwierige Thema Magersucht auf berührende und trotzdem leichte Art erklärt.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen!

Theresa Lehmann, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Meiner Meinung nach ein grandioses Buch! Dadurch, dass es aus Briefen besteht, finde ich es erfrischend anders. Sehr berührend und definitiv auch toll für Erwachsene. Meiner Meinung nach ein grandioses Buch! Dadurch, dass es aus Briefen besteht, finde ich es erfrischend anders. Sehr berührend und definitiv auch toll für Erwachsene.

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Ein weiteres gutes Buch von Lilly Lindner. In gewohnt zarter, poetisch verträumter Sprache widmet sie sich diesmal vordergründig dem Thema Magersucht und Familienzusammenhalt. Ein weiteres gutes Buch von Lilly Lindner. In gewohnt zarter, poetisch verträumter Sprache widmet sie sich diesmal vordergründig dem Thema Magersucht und Familienzusammenhalt.

Sarah Sophie Haberhauer, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Ich konnte es nicht mehr weglegen! Lilly Lindner verzaubert mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Sprachgewalt und bringt mich zum Weinen. DIe Geschichte ist herzzerreißend. Ich konnte es nicht mehr weglegen! Lilly Lindner verzaubert mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Sprachgewalt und bringt mich zum Weinen. DIe Geschichte ist herzzerreißend.

„Eine "Junge Buchprofi-Rezension" von Sandy, 16 Jahre“

Junge Buchprofis empfehlen, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Für Phoebe ist April nicht nur ein Monat, sondern auch der Name, den ihre ältere Schwester trägt. Aber April ist nicht bei ihr, sie ist fort. In einer Klinik um genau zu sein, denn sie isst nicht mehr und soll nun gesund werden. Phoebe schreibt Briefe, doch April antwortet ihr nicht, auch nicht als bereits mehrere Wochen vergangen sind. Für Phoebe ist April nicht nur ein Monat, sondern auch der Name, den ihre ältere Schwester trägt. Aber April ist nicht bei ihr, sie ist fort. In einer Klinik um genau zu sein, denn sie isst nicht mehr und soll nun gesund werden. Phoebe schreibt Briefe, doch April antwortet ihr nicht, auch nicht als bereits mehrere Wochen vergangen sind. Phoebe hat tausend Fragen. Angefangen mit, wann April wieder zurück kommen wird. Aber ihre Eltern schweigen hilflos und so hat Phoebe keine Möglichkeit, um zu verstehen, was ihrer Schwester fehlt. Doch sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und um dem Schweigen eine Stimme zu geben, fängt sie an, Briefe an ihre Schwester zu schreiben. Sie schreibt Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Das Buch beginnt mit dem ersten Brief von Phoebe an ihre Schwester und wird auch in Form von Briefen weiter geschrieben.Es sind keine Kapitel vorhanden, lediglich Briefe, die das Geschehen ein wenig strukturiert. Eine Frage, die sich sowohl Phoebe als auch der Leser immer wieder stellt, ist, ob April ihr antworten wird. Nach jedem Brief entstehen immer weitere Fragen, denn Phoebe und April sind sich so nah, aber trotzdem fern. Lilly Lindner hat ihre Protagonisten äußerst ausdrucksstark und authentisch wirken lassen. In vielen Dingen unterscheiden sich die beiden, beide haben ein andere Sicht auf das Familienleben, auf die Welt an sich, was auf den Altersunterschied zurück zu führen ist, aber trotzdem sind sie sich unglaublich ähnlich. Sowohl April war als Kind äußerst klug, gar hochbegabt, für ihr Alter als auch Phoebe, die mit Worten nur um sich wirft und manche Sachen sogar besser erfassen und deuten kann als die Erwachsenen.

Nicht zu vergessen, ist der einzigartige Schreibstil von Lilly Lindner. Sie schreibt poetisch, leicht und einfach nur schön. Sie legt Phoebe Sätze in den Mund, die keiner zuvor so verwenden würde und trotzdem ergeben sie ein ganzes Bild. Lilly Lindner schreibt sehrtiefgründig, aber nicht so, dass der ein oder andere Leser abgeschreckt wäre, sondern es ist eher ein Schleichen der Emotionen, man taucht ganz langsam ein.

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“, hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem Buch bin. Man bewahrt als Leser eine gewisse Distanz zu den Charakteren, aber dennoch ergreift einen die Geschichte von April und Phoebe. Man ist in ihrer kleinen Welt, in der nichts heile ist, aber man will nicht fort.

Alles in einem kann ich das Buch nur empfehlen, denn das Buch regt einen zum Nachdenken an und bringt einem das Thema Magersucht authentisch näher. Ich gebe daher, dem Buch 5 von 5 Sternen.

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Berührend und stimmt einen nachdenklich. Berührend und stimmt einen nachdenklich.

Tina Wels, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe, denn April ist weg. Sie kämpft in der Klinik mit Magersucht. Dieses Buch erklärt aus der Sicht eines Kinds mit der Situation umzugehen Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe, denn April ist weg. Sie kämpft in der Klinik mit Magersucht. Dieses Buch erklärt aus der Sicht eines Kinds mit der Situation umzugehen

Olivia Wehling, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe in die Klinik. Dort kämpft April gegen ihre Magersucht. Emotional und bewegend. Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe in die Klinik. Dort kämpft April gegen ihre Magersucht. Emotional und bewegend.

„Wortgewaltig“

Katja Behnke

Als April in eine Klinik geschickt wird um gegen ihre Magersucht anzukämpfen, lässt sie ihre kleine Schwester Phoebe zurück. Diese bleibt alleine mit ihren tausend Fragen, die ihr niemand, auch nicht ihre Eltern, beantworten will. Warum darf sie April nicht besuchen? Was hat sie für eine Krankheit? Kommt sie irgendwann wieder zurück? Als April in eine Klinik geschickt wird um gegen ihre Magersucht anzukämpfen, lässt sie ihre kleine Schwester Phoebe zurück. Diese bleibt alleine mit ihren tausend Fragen, die ihr niemand, auch nicht ihre Eltern, beantworten will. Warum darf sie April nicht besuchen? Was hat sie für eine Krankheit? Kommt sie irgendwann wieder zurück? So beginnt sie Briefe an April zu schreiben, ohne jemals eine Antwort zu erhalten.

Eine Geschichte über eine leider oft unterschätzte Krankheit, Hilflosigkeit und Geschwisterliebe, die dank Lilly Lindners poetischen Schreibstil tief unter die Haut geht und lange in Erinnerung bleibt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
83 Bewertungen
Übersicht
58
22
2
1
0

Zutiefst berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Krailling am 20.03.2017
Bewertet: Taschenbuch

Phoebe ist zutiefst traurig. Ihre ältere Schwester April ist weg. In einer Klinik. Sie ist krank. Doch was genau hat sie eigentlich? Phoebe weiß es nicht genau, denn ihre Eltern schweigen beharrt. Also findet Phoebe es Stück für Stück selbst heraus und reimt sich alles mit ihrer kindlichen -... Phoebe ist zutiefst traurig. Ihre ältere Schwester April ist weg. In einer Klinik. Sie ist krank. Doch was genau hat sie eigentlich? Phoebe weiß es nicht genau, denn ihre Eltern schweigen beharrt. Also findet Phoebe es Stück für Stück selbst heraus und reimt sich alles mit ihrer kindlichen - und gleichzeitig so erwachsenen - Fantasie zusammen. Und sie schreibt April unzählige Briefe. Darin erzählt sie von ihrem Tag, aber auch ihren Gedanken und Gefühlen. Sie beschreibt, wie sehr sich die Familie ohne April verändert hat. Sie sieht alles, was zwischen den Zeilen steht. Und sieht, was niemand ausspricht. ?Dazu haben wir doch Augen, oder? Um hinzugucken, wenn da etwas ist, das gesehen werden muss. Und Kinder darf man nicht einfach übersehen. Sonst werden sie nicht groß. Oder wie werden groß und unglücklich, und dann müssen sie zum Psychologen." S. 30 Der Roman ist vollständig in Briefform geschrieben. Dadurch entsteht eine sehr persönliche Atmosphäre, die von Phoebes Schreibweise noch verstärkt wird. Dafür, dass sie ein Kind ist, ist sie manchmal extrem altklug und kommt auf Sachen, die man keinem Kind zutrauen würde. Sie ist sehr wortgewandt und intelligent. Manchmal kann man kaum glauben, dass ein Satz von einer 9-jährigen stammen soll. Gleichzeitig musste ich an meine Mutter denken, die immer wieder zu mir sagte, dass ich viel zu altklug für ein Kind war... Also ist es wohl doch möglich ;) Phoebe und April sehen die Welt mit anderen Augen. Sie erklären Wörter durch andere Wörter, um den Sinn zu verstehen. Sie erklären die gesamte Welt auf eine einzigartige und wunderschöne Weise. Durch die Briefe erlebt man das Buch sehr intensiv und bewusst. Man weint und lacht, es verschlägt einem die Sprache, dann wieder würde man am liebsten mitdiskutieren. Oder Phoebe einfach nur ganz fest in den Arm nehmen. ?Der einzige Haken an der Sache ist, dass Herr Kohl leider ein Erwachsener ist, und bei denen muss man ja bekanntlich vorsichtig sein, wenn es um Versprechen geht: einige Erwachsene glauben nämlich, dass sich Versprechen von "ich habe mich versprochen" ableitet. Und wenn man von diesem Standpunkt aus mit Versprechen um sich wirft, dann sollte man lieber still sein. Oder Politiker werden." S. 82 Die Autorin schreibt auf eine Art und Weise, wie ich es noch nie gelesen habe. Sie schafft es, selbst bei diesem traurigen Thema pure Schönheit in die Sätze zu verpacken. Jeder Satz, jeder Buchstabe strahlt so viel Schönheit aus, dass es kaum zu glauben ist. Lilly Lindner schreibt mit vielen Emotionen, Schönheit, Tiefgang und Humor. Ein Buch, das man nicht einfach liest. Man erlebt es. Magersucht ist eine Krankheit, die auch heute noch oft belächelt und nicht ernst genommen wird. Man ist ja quasi selbst schuld. Das Thema wird hier mit schonungsloser Ehrlichkeit behandelt und Außenstehenden kann so die Augen geöffnet werden. Für mich als ehemalige Magersüchtige hat es auch viele Wunden geöffnet. Das beweist, wie wahr das Buch auch ist. Aufwühlend. Erschreckend. In so vielen Sätzen habe ich mich selbst wiedergefunden. Das Buch ist schonungslos, ehrlich, aufreibend, traurig und gleichzeitig auch so schön. Fazit Was für ein Buch. Diese Wortspiele. Die Emotionen. Die Einzigartigkeit der beiden Schwestern. Beim Lesen war ich abwechselnd gefangen zwischen Tränen und Trauer und lautem Lachen. Das beste Buch, welches ich je zum Thema Magersucht gelesen habe. Absolut berührend und fesselnd.

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emotional und trotzdem liebevoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Gießen am 24.02.2017
Bewertet: Taschenbuch

April und Phoebe sind Schwestern. April kommt in eine Klinik für Magersüchtige. Sie hat schon früh in ihrer Kindheit aufgehört zu Essen. Und mit ihren Eltern redet sie auch nicht mehr. Phoebe ist ein aufgewecktes cleveres Mädchen mit vielen „Worten“, Fragen und Feststellungen. Im ersten Teil des Buches geht... April und Phoebe sind Schwestern. April kommt in eine Klinik für Magersüchtige. Sie hat schon früh in ihrer Kindheit aufgehört zu Essen. Und mit ihren Eltern redet sie auch nicht mehr. Phoebe ist ein aufgewecktes cleveres Mädchen mit vielen „Worten“, Fragen und Feststellungen. Im ersten Teil des Buches geht es um Briefe, die Phoebe an April schreibt. Phoebe beschreibt April in ihren Briefen ihren Tagesablauf. Der Vater hat durch seine Arbeit wenig Zeit und verkriecht sich hinter seiner Zeitung. Die Mutter geht nicht auf Fragen und Ängste von Phoebe ein. Unverständlich erscheint mir, dass die Mutter als „Sozialpädagogin“ mit Pflegekindern arbeitet und so gar kein Einfühlungsvermögen für ihre eigenen Kinder hat. Phoebe bekommt keine Erklärungen zu Aprils Krankheit und darf April auch nicht besuchen. Sie glaubt, dass April eine Freundin namens „Ana“ hat, die zu viel Einfluss auf sie hat. Leider bekommt Phoebe nie eine Antwort von April auf ihre Briefe. Einzig bei Jerry, dem Vater ihrer Freundin kann sie ihre „Wörter“ loswerden und erzählt ihm von den Briefen an April und ihren Ängsten, dass ihre Briefe nicht ankommen. Im zweiten Teil des Buches lesen wir dann die Briefe von April an Phoebe. In diesen Briefen drückt sie aus, wie schwierig das Verhältnis zu ihren Eltern war, der Auslöser des Ganzen und den Verlauf. Die Eltern, waren von den vielen „zu erwachsenen Worten“ von April schon früh überfordert. Die Mutter hatte sich ein „normales Kind“ gewünscht und nicht ein Kind, das einen Aufsatz über 10 Seiten für ein belangloses Thema schreibt. Den Hinweis der Lehrerin auf ein „begabtes Kind“ wollte sie nicht hören und ist nicht darauf eingegangen. Leider gab es auch viel Streit zwischen den Eltern und April war viel auf sich allein gestellt. Missbrauchtes Vertrauen, zu wenig Elternliebe und kein Einfühlungsvermögen der Eltern. So begann eine unheilvolle Entwicklung. Der Schmerz im Magen war besser zu ertragen als der Schmerz in der Seele. April verweigerte die Gespräche mit den Eltern und das Essen. Es kam wie es kommen musste – April wurde in eine Klinik eingeliefert. Die Worte der Mutter: „lass Phoebe da raus“. Verbote für Briefe und Besuche der Schwester. April schildert in ihren Briefen an Phoebe wie allein und verlassen sie sich in der Klinik fühlte und wie glücklich sie eine Umarmung und ein „Herzschlag“ gemacht haben, als Ihre Eltern sie schon lange „emotional“ verlassen haben. Als ich die Briefe von April gelesen habe, musste ich manches Mal schlucken und habe über die Mutter geflucht. Wie konnte sie nur ihre Tochter selbst im Tod allein lassen? Die Briefe zeigen die Verbundenheit der Geschwister in jeder Zeile. Phoebe schreibt manchmal ein bisschen wirr – aber im Großen und Ganzen wie eine 9 jährige. Phoebe hat im Vater ihrer Freundin einen Zuhörer gefunden, der es weiß mit ihren Worten umzugehen. Auch hat Phoebe Freunde, die sie „auffangen“. Gerne würde ich nun weiter lesen, um zu erfahren ob Phoebe die Briefe ihrer Schwester erhalten hat…

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Phoebe und April
von Tamaru am 16.04.2016
Bewertet: Klappenbroschur

Phoebe und April sind Schwestern aber sie leben nicht mehr zusammen unter einem Dach. Denn April ist magersüchtig und für lange Zeit im Krankenhaus. Da Phoebe ihre große Schwester so sehr vermisst, ihre gemeinsamen Ausflüge, ihr Lachen und ihre Gespräche, beginnt sie an April zu schreiben. Einen Brief nach... Phoebe und April sind Schwestern aber sie leben nicht mehr zusammen unter einem Dach. Denn April ist magersüchtig und für lange Zeit im Krankenhaus. Da Phoebe ihre große Schwester so sehr vermisst, ihre gemeinsamen Ausflüge, ihr Lachen und ihre Gespräche, beginnt sie an April zu schreiben. Einen Brief nach dem anderen schickt sie ab, aber Antwort bekommt sie nie. Erst nach April's Tod erhält sie deren Briefe und Antworten auf all ihre Fragen. Ein sehr berührender und einfühlsamer Roman der in Briefform geschrieben ist. Der erste Teil enthält die Briefe von Phoebe, in der sie ihr alles schreibt was sie bewegt. Ihre Sorgen, ihre Ängste, die Verzweiflung dass ihre Eltern sie nicht verstehen. Der zweite Teil sind die Briefe von April und man erfährt wie sie so krank wurde und warum sie schließlich keinen Ausweg mehr sah. Die Kälte der Mutter und das Unverständnis des Vaters haben mich tief erschüttert. Zugleich erhält man einen Einblick in eine Krankheit, die einen Menschen so gefangen nehmen kann, dass er aus eigener Kraft nicht mehr herauskommt. Das Buch rührt zu Tränen wenn man die Briefe der beiden liest, die sich beide von den Eltern ungeliebt und unverstanden fühlen. Mehr als einmal hat man den Wunsch die Eltern zu schütteln und ihnen zu sagen: Seht ihr nicht was mit euren Kindrn passiert und warum? Ich habe Phoebe und April direkt ins Herz geschlossen und mir so gewünscht, dass sie sich wiedersehen. Ein sehr emotionales Buch in einer gefühlvollen Sprache, das wachrüttelt und lange nachhält.

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von Mareike Frank aus Mannheim am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Lindners erstes Jugendbuch. Poetisch, Real und Glasklar. Unglaublich!!

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Erschütternd
von mabuerele am 05.09.2015
Bewertet: Klappenbroschur

„...Weißt du, Phoebe, manchmal sind wir Menschen nicht so, wie wir auf den ersten Augenblick erscheinen. Und manchmal sehen wir nur das, was wir gerade sehen wollen...“ Das Buch besteht aus Briefen, liebevollen Briefen, bewegenden Briefen, Briefen, die wütend machen. Phoebe ist 9 Jahre alt, als ihre 16jährige Schwester April... „...Weißt du, Phoebe, manchmal sind wir Menschen nicht so, wie wir auf den ersten Augenblick erscheinen. Und manchmal sehen wir nur das, was wir gerade sehen wollen...“ Das Buch besteht aus Briefen, liebevollen Briefen, bewegenden Briefen, Briefen, die wütend machen. Phoebe ist 9 Jahre alt, als ihre 16jährige Schwester April wegen Magersucht in eine Klinik eingeliefert wird. Phoebe schreibt ihr Briefe. Sie drückt darin ihre Trauer und ihre Angst aus. Sie beschreibt die Zustände in der Familie, die Tränen und die Wut der Mutter, das Schweigen des Vaters und seine Flucht in die Arbeit. Sie erzählt von der Schule, dem Alltag und ihren Freunden. Ab und an erinnert sie in ihren Briefen an die Zeit mit der Schwester. All die Briefe durchzieht eine Sehnsucht nach April. Sie bekommt nie eine Antwort, aber sie schreibt weiter. Zwischen den Zeilen steht die Hoffnung. Es gibt freudige Momente und manch Kleinigkeiten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, denn trotz allem erkennt Phoebe auch die positiven Seiten des Lebens. Für ihr Alter kann Phoebe ungewöhnlich mit der Sprache umgehen. Sie hinterfragt den Sinn der Wörter, ordnet sie neu an und gibt ihnen so eine andere Bedeutung. Sie ist immer auf der Suche nach Worten und liebt das Spiel mit den Wörtern. Und sie hat die Gabe, auf Menschen zugehen zu können. So findet sie Halt in der schweren Zeit. Bewegend sind ihre letzten Briefe. Hier dominiert die Trauer, aber auch die Wut auf das Verhalten der Erwachsenen. Als sie diese Wut zeigt, ergibt sich die winzige Chance eines Neuanfangs. Und dann kommt der zweite Teil des Buches. Jetzt lese ich die Briefe, die April an Phoebe geschrieben hat. Doch sie durfte sie nie abschicken. Spätestens jetzt ist mir jedes Lächeln vergangen. Denn diese Briefe erzählen eine Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist die Geschichte eines unverstandenen Kindes, dass mit seiner Intelligenz die Eltern überforderte. Es ist die Geschichte von Einsamkeit und Lieblosigkeit. April war 9 Jahre alt, als sie begann, das Essen zu verweigern. Doch sie hörte nur Vorwürfe, wo sie eine liebevolle Umarmung gebraucht hätte. Der Schmerz im Magen war besser zu ertragen als der Schmerz in der Seele. So begann eine unheilvolle Entwicklung. Und dann gibt es einen einzigen Satz, der noch ein ganz anderes Licht auf die Ursachen wirft, ein Satz über missbrauchtes Vertrauen. In all den Jahren ist Phoebe, die kleine Schwester, ein Lichtblick für April. Die Liebe zwischen den Geschwistern ist in jeder Zeile der Briefe spürbar. Was ich auch nicht nachvollziehen kann, ist das Verhalten der Klinik. Wie kann man einem Kind, dass zwischen Leben und Tod schwebt, mit Besuchsverbot drohen, um seine Ziele zu erreichen? Was bringt es, wenn die Vorwürfe der Eltern durch die Vorwürfe der Ärzte ersetzt werden? Wie nahe sich die Mädchen sind, obwohl sie fern voneinander sind, zeigt die Beschreibung des Weihnachtsfestes in beiden Briefen. Das Fest der Freude wird zum Fest der Qual auf beiden Seiten. April hofft, dass Phoebe irgendwann die Briefe lesen wird. Das Buch findet eine Lösung für das Problem. Immer wieder bittet April ihre Schwester, nicht die gleichen Fehler zu machen. Obiges Zitat stammt von April. Es beruhigt und berührt April, als sie erfährt, dass Phoebe Menschen hat, die sie tragen, auch wenn sie sie nicht immer verstehen. Dadurch bekommt Phoebe die Hilfe, die April schmerzhaft vermisst hat. Das Buch zeigt auch, wie die Krankheit den menschlichen Körper verändert. Diese Zeilen in den Briefen erschüttern mich als Leser. April weiß genau, wie ihre Chancen stehen. Das Cover mit dem blauen Untergrund und der weißen Schrift wirkt edel. Das großgeschriebene „ICH“ fällt sofort auf. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich tief berührt und erschüttert. Auf einzigartige Weise legt die Autorin dar, dass kein Mensch es verdient hat alleingelassen zu werden, nur weil er nicht in den Rahmen passt, den sich die Gesellschaft gegeben hat.

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Hinterlässt einen traurigen Nachklang
von Janine2610 am 27.06.2015
Bewertet: Klappenbroschur

Was mich an diesem Buch so tief berührt hat, war zum einen das Thema, wie Magersucht entstehen und sich (auf das soziale Umfeld) auswirken kann, und zum anderen diese unheimliche Sprachgewalt, wie sie ja auch immer wieder mit Lilly Lindner in Verbindung gebracht wird. Manche Sätze enden, indem sie... Was mich an diesem Buch so tief berührt hat, war zum einen das Thema, wie Magersucht entstehen und sich (auf das soziale Umfeld) auswirken kann, und zum anderen diese unheimliche Sprachgewalt, wie sie ja auch immer wieder mit Lilly Lindner in Verbindung gebracht wird. Manche Sätze enden, indem sie einen wirklich traurigen Nachklang entstehen lassen. In meinem Kopf habe ich diese Sätze manchmal nachhallen gehört und ein sofortiges Weiterlesen war gar nicht möglich, denn diese Worte musste ich erst mal ausklingen lassen ... Die neunjährige Phoebe ist ein sehr ... spezielles Kind. Auf jeden Fall ist sie überaus intelligent und hat einen Wortschatz und eine Ausdrucksweise, die mir für ein so junges Mädchen, überdurchschnittliche Intelligenz hin oder her, reichlich unglaubwürdig erschienen sind. Sie hat so viele Worte im Kopf, die nur ihre Schwester April verstanden hat. Und da diese ja nun in einer Klinik ist, schreibt sie ihr einfach Briefe dorthin. Antworten hat Phoebe aber keine bekommen und das fand ich sehr traurig für sie, denn dass sie ihre Schwester über alles liebt und eine ganz besondere Beziehung zu ihr hat, ist sehr schnell klar gewesen. Mich hat das sogar selbst ein bisschen zermürbt, zu wissen, dass Phoebe (vorerst) keine Nachrichten von der schwerkranken April lesen wird. Wie die Eltern von Phoebe und April mit dieser ganzen Situation umgegangen sind, fand ich einfach nur traurig, zum Kopf schütteln. Als Leser fragt man sich hier einfach, ob es wirklich sein kann, dass zwei so achtsame, emotional hochintelligente Wesen, Eltern haben können, die nicht einmal ansatzweise genauso sind und deswegen eben auch in jeder 'schwierigeren' Situation mit ihren Töchtern schnell genervt und total überfordert reagieren. Ich konnte teilweise natürlich die Sorgen der Eltern aus ihrem Verhalten herauslesen. Dass sie einem Menschen wie April dadurch aber unwissentlich nur den Nährboden für ihre Krankheit geliefert haben, war wirklich, wirklich bedauerlich! Schon die erste Hälfte des Buches fand ich sehr bewegend und rührend und irgendwie auch hoffnungsfroh, weil ich durch das Geschriebene geglaubt habe, dass jetzt ja bald ein Brief von April zurückkommen wird. Ich war dann schon wirklich richtig gefesselt von Phoebes Briefen an ihre Schwester. Etwa bei der Mitte des Buches ist mir dann allerdings kurz das Herz stehen geblieben ... Und ab da habe ich das Buch dann automatisch mit noch viel stärkeren Gefühlen weitergelesen. Die zweite Hälfte war noch viel mehr: aufwühlend, intensiv und SO traurig. Und was bleibt, wenn man den letzten Satz der Geschichte liest? - Ungeheure Beeindruckung, ein überwältigendes Wow-Gefühl. Und der unbedingte Wunsch, das Buch so vielen Menschen wie möglich ans Herz zu legen!

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Stimmt nachdenklich
von einer Kundin/einem Kunden aus Minden am 17.05.2015
Bewertet: Klappenbroschur

Die LP hatte mich schon überzeugt dass dieses Buch mehr ist als nur Briefe an die Schwester. Desöfteren hatte ich Tränen in den Augen. Phoebe schreibt ihrer Schwester April tgl Briefe da diese im Krankenhaus liegt, weggesperrt und Phoebe sie nicht besuchen darf. Auf ihre Frgen bekommt sie von... Die LP hatte mich schon überzeugt dass dieses Buch mehr ist als nur Briefe an die Schwester. Desöfteren hatte ich Tränen in den Augen. Phoebe schreibt ihrer Schwester April tgl Briefe da diese im Krankenhaus liegt, weggesperrt und Phoebe sie nicht besuchen darf. Auf ihre Frgen bekommt sie von den hilflosen Eltern keine Antwort. Was ist diese Magersucht für eine Krankheit? Warum hat April sie? Wird sie wieder gesund und nach Hause kommen? Fragen die ihr keiner beantworten kann und so geht Phobe auf ihre ganz eigene Art damit um. Ein lesenswertes Buch das zum Nachdenken anregt.

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Phoebe und April
von einer Kundin/einem Kunden aus Altrip am 21.04.2015
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Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April... Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April so schrecklich krank ist und sie sie nicht besuchen darf. Auch ihre Eltern sind Phoebe keine große Hilfe, da sie mit sich selbst und ihrem Kummer um die kranke April nicht fertig werden. Phiebe versucht ihre Sehnsucht nach ihrer großen Schwester dadurch zu bekämpfen, dass sie ihr ganz viele Briefe schreibt und ihr erzählt, was sie alles so erlebt und was sie beschäftigt. Schlimm ist es nur, dass sie keine Briefe von April zurükbekommt, denn April muss sich darauf konzenztrieren gesund zu werden und darf vorerst nicht zurückschreiben. Phoebe erträgt alles so gut und versucht ihre Schwester aufzumuntern, obwohl sie gerne begreifen würde, was April so traurig gemacht hat, dass sie nicht mehr essen will. Hilfe von ihren überforderten Eltern erhält sie nichgt genausowenig wie Erklärungen. Doch auch April in ihrer Klinik vermisst ihre Schwester Phoebe schmerzlich und auch sie schreibt Phoebe ganz viele Briefe, die sie allerdings nicht abschicken darf, das musste sie ihren Eltern versprechen, damit Phoebe nicht unnötig belastet wird. Ein trauriger und berührender Briefroman zweier Schwestern, die sich sehr verbunden sind und sich sehr vermissen.

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Unbedingt zu empfehlen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 30.03.2015
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Phoebe und April sind Schwestern. Als April in eine Klinik kommt, weil sie an Magersucht leidet, beginnt Phoebe, ihr jeden Tag Briefe zu schreiben. Sie erzählt ihrer Schwester von ihrem Alltag und von ihrer Sehnsucht nach der Schwester. Durch Phoebes Worte schimmert ihre Liebe zu ihrer Schwester und die... Phoebe und April sind Schwestern. Als April in eine Klinik kommt, weil sie an Magersucht leidet, beginnt Phoebe, ihr jeden Tag Briefe zu schreiben. Sie erzählt ihrer Schwester von ihrem Alltag und von ihrer Sehnsucht nach der Schwester. Durch Phoebes Worte schimmert ihre Liebe zu ihrer Schwester und die Unfähigkeit der Eltern, mit der Krankheit der älteren Tochter umzugehen. Auch wenn April ihr nicht antwortet, schreibt Phoebe dieses Briefe immer weiter, unbeirrbar. Im zweiten Teil der Geschichte kommt April zu Wort. Sie schreibt Briefe an ihre jüngere Schwester, die sie jedoch nicht abschickt, denn die Mutter will es nicht. Aus ihren Briefen sprechen die Sehnsucht nach einem „normalen“ Leben, nach ihrer Schwester - und eine tiefe Einsamkeit, die ihr die Krankheit beschert hat. Während mich der erste Teil des Buches vor allem durch die Fragen Phoebes berührt hat, ist es im zweiten Teil die abgrundtiefe Einsamkeit und die Verzweiflung, die aus allen Worten Aprils herausströmt. Beide Schwestern zeichnet eine „Wortgewalt“ aus, die direkt ins Herz springt. Bei aller Trauer ist es eine Wonne, der Autorin in ihrem Sprachverständnis zu folgen – die „Wortgewalt“, die sie den beiden Schwestern andichtet, ist selbstverständlich ihre eigene, und sie geht auf verblüffende Weise und sehr unkonventionell mit Worten und Satzzeichen um. Das gibt dem Buch seinen ganz eigenen Reiz und ergänzt den äußerst leicht lesbaren Schreibstil auf eine unübertreffliche Weise. Der Titel ist mit einer pointierten Treffsicherheit formuliert und wird äußerst passend vom Titelbild ergänzt, bei dem das Ich im Verschwinden begriffen ist. Dieses Buch hat mich bis ins Innerste berührt. Es gibt Erklärungen, die helfen, mit der Krankheit umzugehen, zeigt aber auch die Unfähigkeit der kranken April, wieder zu gesunden. Ein Buch, das so viele Einblicke gewährt, ist unbedingt zu empfehlen!

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schmerzhaft, verzweifelt und tieftraurig
von katze102 aus Essen am 10.03.2015
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April ( 16J.) und Phoebe ( 9J.), Schwesternfürimmer, haben beide eine besondere Begabung, mit Worten umzugehen, was ihre Eltern völlig überfordert. Seit Jahren zieht April sich immer mehr in sich zurück, spricht nicht mehr mit ihren Eltern und ihre wichtigste Bezugsperson bleibt Phoebe. Als April nun in einer geschlossenen... April ( 16J.) und Phoebe ( 9J.), Schwesternfürimmer, haben beide eine besondere Begabung, mit Worten umzugehen, was ihre Eltern völlig überfordert. Seit Jahren zieht April sich immer mehr in sich zurück, spricht nicht mehr mit ihren Eltern und ihre wichtigste Bezugsperson bleibt Phoebe. Als April nun in einer geschlossenen Klinik isoliert wird, keinen Besuch erhalten darf, schreibt Phoebe ihr Briefe, auf die sie lange Zeit keine Antwort erhalten wird. Sie kann Aprils Krankheit nicht begreifen, schreibt gegen die Leere und das Fehlen Aprils an, ohne zu wissen, ob April ihre Briefe erhält und liest. Der zweite Teil des Buches enthält Aprils Briefe an Phoebe: Antworten auf ihre Briefe und Erklärungen, wie es kam, dass April diese Krankheit entwickelt hat... Den ersten Teil fand ich berührend, aber er zog sich schon etwas in die Länge, besonders, weil ich mich oft gefragt habe: Das soll eine Grundschülerin geschrieben haben? Zu oft wechselten kindliche Ansichten, die ich manchmal sogar einem Kindergartenkind zugesprochen hätte, mit Lebensweisheiten, die sonst oft über 70-Jährige zum Besten geben, ab. Und dann kam, ungefähr in der Mitte des Buches die schlagartige Wende, beim Lesen von Aprils Briefen, die auf die besondere Sprachbegabung der Beiden und auf die Hilflosigkeit der Eltern gegenüber ihren besonderen Kindern eingeht – und das Ganze wurde stimmig. Den zweiten Teil mußte ich dann in einem durchlesen, so faszinierend wurde die Geschichte der Schwestern erzählt... Fazit: Ein sehr ergreifendes Buch, oft schmerzhaft, verzweifelt und tieftraurig, das sich sehr emotional mit dem Thema Magersucht auseinandersetzt, die Situation in der Familie, die Hilflosigkeit anderer, die gerne helfen würden, beschreibt und auch den „Werdegang“ der Erkrankten, wie sie auf Hilfe hofft und sich doch selber aufgibt...

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schmerzhaft, verzweifelt und tieftraurig
von geheimerEichkater aus Essen am 10.03.2015
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April ( 16J.) und Phoebe ( 9J.), Schwesternfürimmer, haben beide eine besondere Begabung, mit Worten umzugehen, was ihre Eltern völlig überfordert. Seit Jahren zieht April sich immer mehr in sich zurück, spricht nicht mehr mit ihren Eltern und ihre wichtigste Bezugsperson bleibt Phoebe. Als April nun in einer geschlossenen... April ( 16J.) und Phoebe ( 9J.), Schwesternfürimmer, haben beide eine besondere Begabung, mit Worten umzugehen, was ihre Eltern völlig überfordert. Seit Jahren zieht April sich immer mehr in sich zurück, spricht nicht mehr mit ihren Eltern und ihre wichtigste Bezugsperson bleibt Phoebe. Als April nun in einer geschlossenen Klinik isoliert wird, keinen Besuch erhalten darf, schreibt Phoebe ihr Briefe, auf die sie lange Zeit keine Antwort erhalten wird. Sie kann Aprils Krankheit nicht begreifen, schreibt gegen die Leere und das Fehlen Aprils an, ohne zu wissen, ob April ihre Briefe erhält und liest. Der zweite Teil des Buches enthält Aprils Briefe an Phoebe: Antworten auf ihre Briefe und Erklärungen, wie es kam, dass April diese Krankheit entwickelt hat... Den ersten Teil fand ich berührend, aber er zog sich schon etwas in die Länge, besonders, weil ich mich oft gefragt habe: Das soll eine Grundschülerin geschrieben haben? Zu oft wechselten kindliche Ansichten, die ich manchmal sogar einem Kindergartenkind zugesprochen hätte, mit Lebensweisheiten, die sonst oft über 70-Jährige zum Besten geben, ab. Und dann kam, ungefähr in der Mitte des Buches die schlagartige Wende, beim Lesen von Aprils Briefen, die auf die besondere Sprachbegabung der Beiden und auf die Hilflosigkeit der Eltern gegenüber ihren besonderen Kindern eingeht – und das Ganze wurde stimmig. Den zweiten Teil mußte ich dann in einem durchlesen, so faszinierend wurde die Geschichte der Schwestern erzählt... Fazit: Ein sehr ergreifendes Buch, oft schmerzhaft, verzweifelt und tieftraurig, das sich sehr emotional mit dem Thema Magersucht auseinandersetzt, die Situation in der Familie, die Hilflosigkeit anderer, die gerne helfen würden, beschreibt und auch den „Werdegang“ der Erkrankten, wie sie auf Hilfe hofft und sich doch selber aufgibt...

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Wortgewaltig und sehr berührend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 10.03.2015
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April ist nicht nur ein Monat. April ist der wichtigste Mensch in Phoebes Leben. April ist Phoebes große Schwester. April versteht Phoebe immer und Phoebe versteht April. Auch ohne Worte. Sie spürt ihren Schmerz und dass etwas nicht stimmt. Es muss etwas damit zu tun haben, dass April zunehmend... April ist nicht nur ein Monat. April ist der wichtigste Mensch in Phoebes Leben. April ist Phoebes große Schwester. April versteht Phoebe immer und Phoebe versteht April. Auch ohne Worte. Sie spürt ihren Schmerz und dass etwas nicht stimmt. Es muss etwas damit zu tun haben, dass April zunehmend einen Dinosaurierrücken bekommt, wie Phoebe findet. Und dann ist April fort. Eingesperrt. In einer Klinik. Dort soll sie endlich zunehmen, denn sie isst nichts mehr. Phoebe hat tausende Fragen zu Aprils Krankheit. Wieso ist April krank? Was macht diese Ana, die offensichtlich dafür verantwortlich ist, mit ihr? Und vor allem: Wird April wieder gesund? Kann alles wieder so werden, wie es früher war? Doch Phoebes hilflos überforderte Eltern können ihr die Antworten nicht geben. Oder vielleicht wollen sie es auch einfach nicht. Dabei wüsste das kleine Mädchen gerne so viel mehr über die Erkrankung. Aber auch April kann ihre Fragen nicht beantworten, schließlich sitzt sie in der Klinik fest. Und Phoebe darf sie nicht besuchen. Dafür ist ihre Schwester zu krank. Aber Phoebe möchte bei ihrer Schwester sein, mehr über die Krankheit erfahren. Und so schreibt sie ihrer Schwester Briefe. Sie schreibt von ihren Eltern, von der Leere, die April hinterlassen hat. Sie schreibt über ihre Freunde, über Worte und Wortgewalt, über Liebe und Glück. Darüber, dass sie sie vermisst und darüber, was sie fühlt. Aber auch wenn sie keine Antworten auf ihre Briefe erhält, schreibt sie immer weiter gegen die Stille an, denn sie ist sich sicher, dass April ihre Briefe liest und sich darüber freut. Und wer weiß, irgendwann schreibt sie ja vielleicht doch zurück..? “Was fehlt wenn ich verschwunden bin” ist ein tief berührender Jugendroman. Es ist so bewegend, wie die kleine Phoebe ihrer ihr alles bedeutenden großen Schwester, mit einer Mischung aus kindlicher Neugierde und Lebenslust und erwachsenem Trübsinn, über alles was sie erlebt Briefe schreibt. Als Leser fühlt man sich sehr schnell in die Geschichte einbezogen, versteht ihre Trauer und hofft mit und für Phoebe, dass alles wieder gut wird. Und dann erfährt man immer mehr darüber, was April so zu schaffen machte, wieso sie krank geworden ist, wie sie sich verändert hat, warum sie nicht zurück geschrieben hat, wie sehr sie Phoebe liebt und wie ihre Eltern mit der Situation umgehen. Ungefähr die letzten 150 Seiten konnte ich nicht lesen ohne andauernd weinen zu müssen.. Sehr emotional und aufwühlend. Alles in allem ein wirklich ergreifender Roman über Magersucht und Schwesternliebe, den ich absolut weiterempfehlen kann!!

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Bedingungslose Schwesternliebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 07.03.2015
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April leidet unter Magersucht und liegt deswegen in der Klinik. Phoebe vermisst ihre große Schwester sehr. Sie versteht nicht, was um sie herum geschieht. So viele Fragen schwirren in ihrem Kopf herum und warten darauf, beantwortet zu werden. Ihre Eltern sind ihr leider gar keine Hilfe. Im Gegenteil! Die... April leidet unter Magersucht und liegt deswegen in der Klinik. Phoebe vermisst ihre große Schwester sehr. Sie versteht nicht, was um sie herum geschieht. So viele Fragen schwirren in ihrem Kopf herum und warten darauf, beantwortet zu werden. Ihre Eltern sind ihr leider gar keine Hilfe. Im Gegenteil! Die Situation überfordert sie völlig. Und so beginnt Phoebe, ihrer Schwester Briefe zu schreiben. Briefe die zeigen, welches Loch April hinterlassen hat, die Einblicke in den nunmehr grauen Alltag der Familie geben und die Antworten suchen. Antworten, die Phobe - wenn auch später - erhält. "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" greift ein sehr aktuelles Thema auf: Magersucht. Es richtet sich primär an Jugendliche und beleuchtet die Krankheit sowie deren Hintergründe und Folgen. Die Autorin hat eine sehr bewegende Geschichte geschrieben, die nachhallt. Wo Hilflosigkeit herrscht und Worte fehlen, gelingt es Phoebe mit ihren teils kindlich naiven, aber dennoch sehr realitätsnahen und vor allen wortgewaltigen Briefen, das Loch, welches ihre kranke Schwester hinterlassen hat, zu füllen. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis einer tiefen, unzertrennlichen Schwesternliebe. Phoebe lässt sich vom Ausbleiben erhoffter Antwortbriefe nicht vom Schreiben abbringen, denn sie hat Aprils Situation intuitiv besser verstanden als es bei deren Eltern der Fall zu sein scheint. Das Echo lässt auf sich warten, ist aber ebenso gewaltig. Ich konnte sehr gut mit den Schwestern fühlen, während ich mitunter eine richtige Wut auf die Eltern im Bauch hatte. Beides erfüllt seine Funktion, Licht in eine Krankheit zu bringen, über die viel zu wenig bekannt ist. In einer Zeit des vorherrschenden Schönheitsideals schlanker Models ein wichtiges Buch, das vor der Gefahr der Magersucht warnt und für Jugendliche Pflichtlektüre sein sollte. Eine absolute Leseempfehlung!

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Wortgewaltige Geschichte über Magersucht
von birgit oppermann am 03.03.2015
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Phoebes Schwester April ist verschwunden. In einer Klinik, in der sie ihre Magersucht loswerden soll. Doch Phoebe hat Angst, dass April ganz verschwindet, und was wäre ein Frühling ohne April? Also schreibt sie einen Brief nach dem anderen in die Stille hinein, in der Hoffnung, sich selbst und ihre... Phoebes Schwester April ist verschwunden. In einer Klinik, in der sie ihre Magersucht loswerden soll. Doch Phoebe hat Angst, dass April ganz verschwindet, und was wäre ein Frühling ohne April? Also schreibt sie einen Brief nach dem anderen in die Stille hinein, in der Hoffnung, sich selbst und ihre Schwester zu retten. Phoebe ist ein sehr ungewöhnliches Kind. So ungewöhnlich, dass es anfangs schwer ist, ihren Gedankengängen zu folgen. Es dauert eine ganze Weile, bin man sich in ihr Erleben eingefunden und verstanden hat, wie sie tickt. Aber warum sollte es dem Leser dabei besser gehen als ihren Eltern und Lehrern? Mit einer bedrückenden Wortgewalt schreibt Phoebe ihre Briefe und versucht, Aprils schlimme Krankheit zu verstehen. Ihre Eltern sind ihr dabei keine große Hilfe, also versinkt sie immer tiefer in ihren Wortgespinsten. "Was fehlt wenn ich verschwunden bin" zeigt die schrecklichen, unbegreiflichen, zerreißenden, tödlichen Kräfte der Magersucht in einer Nähe auf, die fast nicht zu ertragen ist. Lilly Lindner hat sehr ungewöhnliche Charaktere geschaffen und mit der intimen Briefform eine Geschichte geschrieben, die uns bis tief hinein in die Gefühlswelt von Phoebe und April zieht. Ein Buch, das man nicht mehr so schnell vergisst.

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sooo traurig...=(
von Sweetheart_90 aus Wien am 27.02.2015
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Das Buch ist ausgelesen und ich kann gar nicht aufhören zu weinen. Es fällt mir schwer, Worte zu finden, aber ich werde es versuchen. Der Titel und auch das Cover sind absolut treffend und schön ausgesucht/gemacht. Das Buch wurde in Briefform geschrieben und so bleibt es von Anfang an bis... Das Buch ist ausgelesen und ich kann gar nicht aufhören zu weinen. Es fällt mir schwer, Worte zu finden, aber ich werde es versuchen. Der Titel und auch das Cover sind absolut treffend und schön ausgesucht/gemacht. Das Buch wurde in Briefform geschrieben und so bleibt es von Anfang an bis zum Schluss. Die Geschichte erzählt über zwei Schwestern. April die Große, die in einer Klinik für Magersüchtige ist und die Kleine, Phoebe die daheim ist, ihr Schwester furchtbar vermisst, eigentlich gar nicht versteht, warum April denn so krank ist und ihr ständig Briefe schreibt. Sie schreibt ihr Briefe über ihre Gedanken, was in ihrem Leben passiert, wie es daheim ist, was die Schule macht… Die erste Buchhälfte ist nur Phoebes Briefen gewidmet in denen man merkt, dass die Familie ohne April und in aller Trauer immer mehr zerbricht. Teilweise verzweifelt Phoebe ein wenig, da sie nie eine Antwort von April erhält, aber schlussendlich ist es für sie ok, denn sie will ja das April wieder gesund wird und ihre Kraft nicht für das Antworten der Briefe gibt. Während ein Brief nach dem anderen folgt und man sich immer mehr und mehr in die Geschichte ziehen lässt, kommt plötzlich die Wendung, die mich total überrascht und erschrocken hat. Denn irgendwo hoffte ich die ganze Zeit auf ein Happy End. In der zweiten Buchhälfte geht es um die Briefe von April an ihre kleine Schwester Phoebe. In der man erfährt, warum Phoebe nie Antworten bekommen hat. Ihre Mutter hatte es ihr verboten und wollte nicht, dass sie Phoebe mit in ihre Krankheit zieht und diese genauso wird wie ihre große Schwester. Anfangs dachte ich noch, die Eltern wären einfach nur unglücklich und überfordert mit der Sorge um April. Wie sich dann aber hinausstellt, konnten sie April nicht wirklich leiden. Sie war ihnen immer zu anstrengend. Der Vater war die ganze Woche arbeiten und kam erst am Wochenende heim, die Mutter hat sich immer nur zurückgezogen und sie haben gestritten, die ganze Zeit bis Phoebe zur Welt kam. Da rutschte April nur noch weiter in den Hintergrund und sie verschloss sich immer mehr. Irgendwann aß sie weder, noch sprach sie mit ihren Eltern. Die einzige die noch Zugang zu ihr hatte war Phoebe, aber als sie dann in der Klinik war, wurde ihr auch dieser Kontakt verboten. Meiner Meinung nach hätte Phoebe, April da raushelfen können und es hätte alles wieder gut werden können. Das Thema bringt allgemein sehr große Sorgen mit, da es ein sehr großes Thema in der heutigen Zeit ist und ich hoffe, dass niemand in diese Krankheit verfällt.

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Absolute Leseempfehlung!
von Jennifer aus Stadtroda am 24.02.2015
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Die amerikanische Autorin Lilly Lindner hat mit dem Jugendbuch "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ein zutiefst berührendes, weil authentisches Buch geschrieben. Inhalt: Die 9-jährige Phoebe versucht ihre an Magersucht erkrankte 16-jährige Schwester April zu retten, indem sie ihr jeden Tag einen Brief schreibt. Um ihre geliebte, kluge April in der... Die amerikanische Autorin Lilly Lindner hat mit dem Jugendbuch "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ein zutiefst berührendes, weil authentisches Buch geschrieben. Inhalt: Die 9-jährige Phoebe versucht ihre an Magersucht erkrankte 16-jährige Schwester April zu retten, indem sie ihr jeden Tag einen Brief schreibt. Um ihre geliebte, kluge April in der Klinik besuchen zu können, müsste diese erst zunehmen. Doch April hat sich aufgegeben. Sie will nicht mehr essen, weil sie sich von ihren Eltern nicht geliebt fühlt. Vater und Mutter können Aprils Essstörung nicht nachvollziehen, streiten sich unentwegt. Wie April ist auch Phoebe hochbegabt, ein Zustand der die Eltern in den Wahnsinn treibt. Phoebes unentwegte Fragerei und literarisches Talent erinnert beide Elternteile nur an April. Die Berliner Familie scheint aufgrund von April Krankheit in emotionaler Gleichgültigkeit zu versinken, gebe es nicht Phoebe und deren ungehörigen Lebenswillen. Sie ist die einzige, die April im normalen Familienalltag einen Platz einräumt, währenddessen ihre Eltern sich anschweigen oder an ihren Tränen ersticken. Derweil schreibt auch April Antwortbriefe an Phoebe, die diese wegen eines Verbots der eigenen Mutter aber nicht lesen soll. So gibt April diese an einen guten Freund von Phoebe, dem Vater ihrer Freundin Hazel, weiter, der diese Phoebe nach Aprils Tod aushändigen soll. Auch wenn April ihr Schicksal nicht aufhalten kann, so will sie doch ihrer Schwester Phoebe etwas mitgeben, dass beide über den Tod hinaus verbindet: Liebe. Meinung: Mir gefällt die Gestaltung des Buchs als Briefroman. Die ersten 205 Seiten enthalten Briefe von Phoebe an April und damit deren Gedanken und Emotionen. Die restlichen 194 Seiten werden durch die Antwortbriefe von April an ihre jüngere Schwester Phoebe gefüllt. Beide Schwestern berichten authentisch, berührend emotional und auch mal erschüttert von ihrem Leben ohne die jeweils andere. Beide Schwestern sind hochintelligent und verfügen daher über einen für Alter ungewöhnlichen Wortschatz. Phoebes Briefe wandeln sich im Laufe der Zeit. Anfangs berichtet sie mit heiteren, fröhlichen bisweilen aufmunternden Worten aus ihrem Alltag. Doch als klar wird, dass sie ihre Schwester wohl so schnell nicht wiedersehen wird, ändert sich ihr Sprachstil, er wird ernster/erwachsener und ist vor allem reich an wundervollen Metaphern. Ihre kindliche Sichtweise kommt in Form von Zwischentönen zum Tragen, so z.B. in ihrer unentwegten Neugierde bzw. dem anfänglichen Unverständnis für Aprils Erkrankung. Aprils Briefe sind im Vergleich zu Phoebes schwerer, melancholischer. Sie erinnern an gemeinsame Kindheitserlebnisse, das Gefühl der Ausgrenzung und ihren aktuellen Gesundheitszustand. Aprils Magersucht ist ein Hilferuf an ihre Eltern, ein Schrei nach Liebe und Zuneigung. Beides hat sich zu wenig erfahren und rebelliert trotz ihrer ungemeinen Intelligenz mit ihren Körper/ihrem Leben. Lilly Lindner schafft es, die Seelenzustände beider Schwestern auf eindrückliche Weise einzufangen. Sie nimmt sich einem mittlerweile alltäglichen Tabuthema an und lässt dabei nichts unausgesprochen. Dies geschieht auf solch ehrliche, kindliche Weise, dass man als Leser mehr als einmal eine Träne verdrückt. Fazit: Absolute Leseempfehlung. Ein Buch, das an Herz und Nieren geht und beim Leser lange nachwirkt.

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Ein poetisches wie schmerzhaftes Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus dem Saarland am 20.02.2015
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Rezension: Da mich Lilly Lindners Debüt damals so berührte, möchte ich jedes Buch von ihr lesen – so freute ich mich, als ich zu einer Blogtour zu ihrem ersten Jugendroman, “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin”, eingeladen wurde, welcher mich tief berühren konnte. Der Schreibstil ist ‘typisch Lilly’ – tiefgründige Wortspiele,... Rezension: Da mich Lilly Lindners Debüt damals so berührte, möchte ich jedes Buch von ihr lesen – so freute ich mich, als ich zu einer Blogtour zu ihrem ersten Jugendroman, “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin”, eingeladen wurde, welcher mich tief berühren konnte. Der Schreibstil ist ‘typisch Lilly’ – tiefgründige Wortspiele, viele lange und verschachtelte, aber auch genauso viele extrem kurze Sätze, die nur aus 2-4 Worten bestehen, um etwas zu unterstreichen. Die Autorin versteht es, wahre Wortstrudel zu erschaffen, die den Leser in den Bann ziehen und tief in der Seele berühren – mal federleicht, mal hart und unerwartet wie eine Abrissbirne. In “Was fehlt, wenn ich verschwunden bin” geht es um die 9-jährige Phoebe, ihre 16-jährige Schwester April, und um die kaputte Welt, in der die beiden leben, obwohl alles so schön sein könnte. Doch April hat eine Freundin namens ‘Ana’, was für Anorexia nervosa – Magersucht – steht, und befindet sich deshalb in einer Klinik. Da sich die von den Eltern missverstandenen, hochbegabten Schwestern sehr nahe stehen, beginnt Phoebe April Briefe zu schreiben, auf die sie jedoch keine Antwort erhält. Erst ab der Hälfte des Buches stellt sich heraus, wieso die Antwort auf sich warten lässt – obwohl auch April Briefe an ihre kleine Schwester schreibt. Und diese Briefe haben es in sich … sowohl Phoebes als auch Aprils – eigentlich klar, hinter beiden steckt ja die Autorin. Während Phoebes Briefe sehnsüchtig, etwas unschuldig und wunderbar poetisch klingen, trafen mich Aprils Briefe schmerzhaft ins Herz. Sie erfährt von ihren Eltern keinen Rückhalt, ist mit ihrer Krankheit auf sich allein gestellt, bekommt unterstellt, sie wäre absichtlich krank. Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen aus intakten Familien vielleicht denken, dass es sich hier um eine übertriebene Darstellung handelt – dem ist aber leider nicht so. Sowas passiert tatäschlich. Ich nehme an, dass das Buch bei vielen Lesern, die ‘Ana’ ihre einzige Freundin nennen, Anklang finden wird, und möchte betonen, dass die Geschichte durchaus triggern kann. Man kann sich darin wiedererkennen, sehr schnell in alte Erinnerungen zurückversetzt fühlen, aber im besten Fall auch schmerzhaft wachgerüttelt werden. Doch wer Lillys Literatur kennt, weiß, dass diese ohnehin mit Bedacht konsumiert werden muss. Fazit: Ein (weiteres) poetisches wie schmerzhaftes Meisterwerk

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Wertvoll
von Nicole aus Nürnberg am 17.02.2015
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Meine Meinung zum Buch: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin. Inhalt in meinen Worten: Zwei Mädchen erzählen sich durch Briefe wie sich ihr Leben ändert, aufgrund dessen, das die Krankheit Magersucht in ihre Familie eingezogen ist. Stück für Stück werde ich in die Geschichte, die durch Briefe aufgebaut ist, hinein gerissen.... Meine Meinung zum Buch: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin. Inhalt in meinen Worten: Zwei Mädchen erzählen sich durch Briefe wie sich ihr Leben ändert, aufgrund dessen, das die Krankheit Magersucht in ihre Familie eingezogen ist. Stück für Stück werde ich in die Geschichte, die durch Briefe aufgebaut ist, hinein gerissen. Stark. Traurig. Emotionsgeladen. Wie finde ich die Art des Buches? Mich hat das Buch als ich einmal angefangen habe, es zu lesen nicht los gelassen. Es hat mich tief berührt, es machte mich sprachlos und wütend gleichzeitig hoffte ich. Doch die Hoffnung die stirbt zu letzt. Das Thema: Die Autorin, aufgrund dessen, dass sie selbst in dieser Krankheit gefangen war, schreibt so würdevoll, so stark und so prägnant über diese Krankheit, das man als Laie dahinter sehen kann. Auch wie es dazu kommen kann, das ein Mensch an so einer fürchterlichen und traurigen Geschichte erkrankt ist. Familienverhältnisse die im Buch mehr als fragwürdig sind, wo ich beide Kinder April und Phoebe einfach nur in den Arm nehmen wollte, ihnen Zeit und Nähe schenken wollte machte das ganze Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Krankheit ist nunmal leider ein Kampf auf Leben und Tod. Ist man stark genug diesen Kampf zu gewinnen? Oder verliert man sich an dieser schrecklich Krankheit. Wie geht das Umfeld damit um? Gibt es Hoffnung? Oder schweigt das Umfeld? Ja trampelt sogar über die Gefühle? Schriftform? Die Schriftform ist so besonders. So voller Wortspiele, voller Wortgedanken, voller Leben und Stärke. Die Autorin wählt bewusst die Bildersprache und setzt somit viele wichtige Details liebevoll in Szene Gibt es Sätze die mir was bedeuten? Ja, denn auch mich trifft das Buch sehr in der Seele. Einen Satz möchte ich gerne als Zitat nehmen: "Du hast etwas Besseres verdient. Als Schmerz." Sagt bzw schreibt Phoebe ihrer Schwester. Charakter? Wirklich von Charakter kann ich nicht schreiben, denn es waren ja Briefe wo ich in die Geschichte mit hinein gezogen worden bin. Aber wen ich absolut nicht verstehen konnte und nicht packte waren die Eltern. Und mir taten die zwei Schwestern so fürchterlich leid. Die eine in der Klinik, die andere zu Hause und doch sehnte sich jeweils das Herz danach die Schwester wieder zu sehen. Die Eltern hingegen schrien sich nur an, machten sich gegenseitig fertig und haben nicht verstanden, das sie etwas gewaltig ändern müssen. Einfach heftig. Jedoch auch ziemlich gut, denn es zeigt, wie Machtlos man dieser Krankheit entgegen steht. Besondere Warnung: Ich würde dieses Buch nur bedacht euch empfehlen, denn es kann triggern. Es kann etwas auslösen, und wer nicht stark in sich selbst ist, sollte mit ganz viel Vorsichtig an dieses Buch heran. Es beschreibt, wie alles anfing, welche Maßnahmen April ergriff. Nicht nur nicht mehr zu essen. Sondern es gibt einen klaren Bezug zum Ritzen. Deswegen ACHTUNG! Wem dies nichts ausmacht, der ist bei diesem Buch sehr gut aufgehoben. Fazit: Dieses Buch trifft mich. Es macht nachdenklich. Traurig. Es hat mich an sich gebunden, denn ich wollte wissen wie es endet. Und war erstaunt wie stark die Wortgewalt in diesem Buch gegeben war und ist. Sterne: 5 Sterne die einfach verdient sind!

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Wortgewaltig und einfühlsam
von Vanessas Bücherecke am 17.02.2015
Bewertet: Klappenbroschur

Inhalt: April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern... Inhalt: April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat. Meinung: Manchmal ist ein Buch so besonders, dass man gar nicht weiß, wie man anfangen soll, es zu beschreiben. Genauso geht es mir mit diesem Buch. April ist fort. Sie musste in eine Klinik, um wegen ihrer Magersucht therapiert zu werden. Zurück bleibt ihre kleine Schwester Phoebe, die sie schrecklich vermisst und daher Briefe an April schickt. Darin erzählt sie, was so alles ohne April zu Hause passiert und wie sehr sie ihre große Schwester vermisst und liebt. Sie hofft, dass April wieder gesund wird und möglichst schnell nach Hause kommt. Nach und nach werden hier die Umstände aufgedeckt, warum April krank wurde und welche Probleme die Familie hat. Die Autorin hat dafür wundervolle Bilder geschaffen, um dem Leser die Krankheit näher zu bringen und auf deren Auslöser hinzuweisen. Auch die Schwierigkeiten, sich dieser Krankheit zu stellen werden thematisiert und so entsteht hier ein sehr emotionale und wortgewaltige Geschichte, die einen berührt und lange nachwirkt. Phoebe ist ein sehr liebenswerter Charakter, blitzgescheit und offen für ihre Umwelt. Sie hinterfragt alles und zerpflückt gerne Redewendungen und Wörter, um sie auf ihre Bedeutung hin zu untersuchen und auszulegen. Dadurch entsteht hier eine Leichtigkeit und Lockerheit in diesem Buch, die das schwermütige Thema sehr auffrischt. Ihre Weise und altkluge Art wirkt zwar manchmal etwas befremdlich für eine 9-jährige, ist aber für den Verlauf des Buches sehr angebracht. April ist dagegen ein sehr stiller Mensch, der von seinen Eltern absolut missverstanden wird und verlernt hat, sich anzuvertrauen. Die Liebe der Schwestern dringt durch die Seiten bis zu letzten Zeile und man leidet und bangt mit ihnen. Taschentücher sollte man beim Lesen des Buches auf jeden Fall bereithalten, entweder vor Lachen oder vor Weinen. Aber auch wenn das Buch einige traurige Momente verspricht, sollte man sich davon nicht vom Lesen abschrecken lassen, denn dieses Buch ist ein wahres Schmuckstück. Ganz besonders muss man hier Lilly Lindners Schreibstil erwähnen. Selten habe ich einen schöneren Wortlaut lesen dürfen. Die Autorin schafft hier wahre Wortgebilde, zerlegt Wörter und setzt diese wieder neu zusammen, um ein noch schöneres Bild dieser Worte zu erzeugen. Allein diese Art zu schreiben sollte sich niemand entgehen lassen. Das Buch ist in Briefform geschrieben und man erlebt die Geschichte aus Phoebes und Aprils Sicht. Fazit: Dieses Buch setzt Emotionen frei: Lachen und Weinen, Zorn und Wut, Freude und Wehmut um nur einige zu nennen. Wortgewaltig und einfühlsam wird hier ein immer wieder aktuelles Thema aufgegriffen und liebevoll und mit literarischer Wucht umgesetzt. Nicht nur für Jugendliche, auch für Erwachsene zu empfehlen. Das Buch wirkt sehr lange nach und hinterfragt auch eigene Verhaltensmuster. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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erschütternd, dramatisch, einfach nur traurig
von Favola am 15.02.2015
Bewertet: Klappenbroschur

"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist in Briefform verfasst und das auf eine ganze spezielle Weise. Im ersten Teil des Buches schreibt nämlich ausschliesslich Pheobe ihrer grossen Schwester April, die wegen Magersucht in der Klinik liegt. Sie ist so krank, dass Phoebe sie nicht besuchen darf und so... "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist in Briefform verfasst und das auf eine ganze spezielle Weise. Im ersten Teil des Buches schreibt nämlich ausschliesslich Pheobe ihrer grossen Schwester April, die wegen Magersucht in der Klinik liegt. Sie ist so krank, dass Phoebe sie nicht besuchen darf und so schreibt sie April regelmässig und erzählt ihr alles, was ihr durch den Kopf geht: Viele Nebensächlichkeiten aus der Schule, aber vor allem auch von den Veränderungen in der Familie.Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg ins Buch etwas schwer gefallen ist, denn Phoebes Schreibstil ist sehr eigen. Zum einen schreibt sie sehr kindlich und dann schreibt sie wieder derart philosophisch, haut Weisheiten raus und nimmt ständig die Wörter auseinander, um sie sich dann wortwörtlich zu erschliessen. Lange konnte ich mir nicht vorstellen, dass dies aus der Feder einer Grundschülerin stammen soll.Nach den ersten hundert Seiten hat mich Lilly Lindner jedoch total in ihren Bann gezogen. Trotzdem konnte ich nie wahnsinnig viel auf einmal lesen, denn Phoebes Briefe werden immer beklemmender und auch mir wurde das Herz immer enger. Im zweiten Teil kommt endlich auch April zu 'Wort' und schon ihr erster Brief liess mir das Blut in den Adern gefrieren. Immer stärker kommt der Konflikt zwischen den beiden Schwestern und ihren Eltern zum Tragen. Beide sind wohl sprachlich 'hochbegabt' und fühlen sich von Mama und Papa nicht verstanden. Und Mama und Papa tun dies auch nicht - vor allem verstehen sie nicht, warum ihre beiden Töchter nicht wie 'normale' Kinder sein können.Aprils Briefe sind noch viel düsterer, beklemmender als die von Phoebe. Vom Schreibstil her sind sie sehr ähnlich, nur die kindlichen Gedankengänge fehlen völlig. Aber auch sonst merkt man, dass die beiden Schwestern aus dem gleichen Holz geschnitzt sind und die eine der Rettungsanker der anderen ist. Ich weiss gar nicht, wann mich das letzte Mal ein Buch dermassen beschäftigt, mich dermassen mitgenommen hat. Ich konnte nie wahnsinnig lange an einem Stück lesen, sondern brauchte immer wieder Zeit zum Verarbeiten. Und vor allem brauche ich jemanden zum Reden.Die Thematik der Magersucht steht natürlich im Zentrum, doch auch die Verhältnisse innerhalb der Familie spielen eine tragende Rolle. Vor allem die Beziehung zwischen den Eltern und ihren beiden Töchtern löst Unverständnis und Diksussionen hervor. "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist zu einem Teil autobiographisch und strotzt nur so vor düsteren Emotionen. Angst, Verzweiflung, Trauer, aber auch Wut schlagen über dem Leser zusammen und lassen ihn betroffen und erschüttert zurück. Nach einem etwas schwierigen Start konnte mich Lilly Lindern dann mit ihrem jüngsten Werkt voll und ganz überzeugen. Es ist aussergewöhnlich und vor allem vom Schreibstil her ausserordentlich - emotional und philosophisch. Für mich steht nun fest, dass ich auch "Splitterfasernackt" lesen muss. Fazit: erschütternd, dramatisch, einfach nur traurig Lilly Lindner lässt in "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" die zwei Schwestern Phoebe und April einen Abschnitt ihres eigenen Lebens erzählen. Die Briefe der beiden sind äusserst emotional, gehen direkt unter die Haut und lassen kein Auge trocken. So ist das Buch wirklich schwere Kost, doch auch sehr eindrücklich. Eine Leseerfahrung, die man ganz bestimmt nicht mehr so schnell vergisst.

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