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Weil wir längst woanders sind

Roman

Layla und Basil waren immer eine untrennbare Einheit, Geschwister, die zusammengehören, zwischen die nichts kommt. Bis Layla eine Entscheidung trifft, die alles verändert und die niemand versteht: Sie beschließt zu heiraten. Einen Mann in der alten Heimat, Saudi-Arabien. Keine Entscheidung aus Liebe, sondern aus Prinzip.
›Weil wir längst woanders sind‹ erzählt die Geschichte von Basils Reise nach Jeddah zur Hochzeit seiner Schwester. Er möchte ein letztes Mal die alte Nähe spüren. Zugleich führt ihn sein Besuch mitten hinein in die eigene Vergangenheit: in den liebevoll-skurrilen Kosmos der saudischen Verwandtschaft, die in seinem »deutschen Leben« nie anwesend war und doch immer da in der Erinnerung. Was treibt Layla – eine nicht religiöse, freiheitsliebende junge Frau – dazu, sich für ein Land zu entscheiden, in dem Frauen alles andere als frei sind? Wie soll man umgehen mit einem Gefühl von Fremdheit, das unauflösbar scheint? Rasha Khayat stellt schmerzhafte Fragen. Und sie findet Antworten, die ebenso irritieren wie im Innersten berühren.
»Mit Rasha Khayat kommt eine starke, neue Stimme in die Literatur. Mit großer Klugheit, Witz und unendlicher Schönheit erzählt sie eine Welt, von der wir so noch nie gehört haben. Einfach nur großartig.«
OLGA GRJASNOWA
Rezension
»Eine Wucht von Roman […] In Zeiten, in denen sich lauter selbst ernannte Experten berufen fühlen, angebliche Gewissheiten über ›die Araber‹ oder ›den Islam‹ in die Welt zu blasen, könnte so ein Buch aktueller kaum sein.«
Jenny Hoch, DIE ZEIT HAMBURG
»Khayat verfügt über einen ideologisch unverstellten Blick. Ihr gradlinig erzählter Roman unternimmt den Versuch, Vorurteilen die Schwere zu nehmen und gleichzeitig die uneingeschränkte Selbstbejahung des Westens zu relativieren. Das kann derzeit nicht schaden.«
Christoph Schröder, DIE ZEIT
»In ihrem Erstling ›Weil wir längst woanders sind‹ beschreibt Rasha Khayat klug und unterhaltsam das Dilemma, in dem junge Menschen wie sie stecken. Und erlaubt uns einen Blick hinter alle Morgenland Klischees.«
Meike Schnitzler, BRIGITTE
»Sensibel, differenziert, unaufgeregt und von leiser Melancholie durchzogen. […] Khayat macht ihre Figuren verständlich, ohne zu psychologisieren.«
Hanna Klimpe, TAZ NORD
»Rasha Khayat hat ein kluges, wichtiges und sehr berührendes Buch geschrieben. Es gehört bislang für mich zu den besten dieses Jahres.«
Gesa Wegeng, WDR 1LIVE
»Eindrucksvoll schildert Rasha Khayat in ihrem hochaktuellen Buch die Wurzellosigkeit, die Verunsicherung und auch das Dilemma der zweiten Migrantengeneration.«
Petra Pluwatsch, KÖLNER STADTANZEIGER
»Eine ganz dringende Empfehlung von unserer Seite.«
Gesa Ufer, RBB RADIO EINS
»Rasha Khayats Buch ist eines der zarten, leisen Töne und entfaltet sich mit der Fantasie und der Empathie des Lesers und schafft so Nachdenklichkeit und Nachhall.«
Friederike Albat, MADAME
»Diesen Eindruck des Immer-ein-bisschen-außen-vor weiß Khayat mithilfe eines durchgängigen Stilmittels zu verstärken: mit der Rückblende. [...] Nun gelten Rückblenden bei Debütromanen als mindestens so beliebt wie die Perspektive des Ich-Erzählers. Aber sie haben ihre Berechtigung, denn dieser Erzählstil voller Brüche spiegelt, was Basil und Layla erleiden: ein Leben voller Brüche.«
Till-Reimer Stoldt, WELT AM SONNTAG
»Ein Porträt von Großstadtneurotikern, wie man sie noch nicht kannte.«
Lukas Latz, DER FREITAG
»Ein ganz starkes Debüt, das auf kluge Weise Klischees auf den Kopf stellt.«
Anne-Dore Krohn, RBB KULTUR
»Rasha Khayat erzählt ihre Geschichte mit Feingefühl, in schnörkellosen Sätzen.«
Karolin Jacquemain, HAMBURGER ABENDBLATT
»Die eigentliche Stärke des Buches ist aber die Selbstverständlichkeit, mit der die Autorin beide Gesellschaften beschreibt und die Probleme beim Namen nennt; unaufgeregt, ehrlich. Davon kann die deutsche Gegenwartsliteratur wirklich mehr gebrauchen.«
Sophie Elmenthaler, DER FREITAG
»Ein Debüt mit einem drängend dringenden Thema, mit einem sehr bewussten, eigenwilligen Blick auf das Geschehen.«
Julya Rabinowich, DER STANDARD
»›Weil wir längst woanders sind‹ ist ein faszinierender Blick in die Psyche derer, die im Spalt zwischen zwei verschiedenen, schwer zu vereinbaren Kulturen ins Unglück zu stürzen drohen.«
Carolin Courts, WDR 5 / BÜCHER
»Wie ist es, in zwei Welten zu leben? Mit ›Weil wir längst woanders sind‹ legt Rasha Khayat ein tolles Debüt vor. «
Sandra Aid, NDR KULTURJOURNAL
»Das wunderbar erzählte Buch ist auch ein Plädoyer für mehr Empathie und Offenheit Menschen gegenüber, die in zwei verschiedenen Kulturen aufgewachsen sind. Ein berührender und lesenswerter Debütroman.«
Ingrid Mosblech-Kaltwasser, DER KULTUR-BLOG
»Beeindruckend sensibel und gleichzeitig luzide. […] Rasha Khayat hat ein sehr starkes Buch geschrieben, das mehr über das lebensgeschichtliche Unbehagen von Migranten vermittelt als die wissenschaftlichen Studien.«
Iris Hetscher, WESER KURIER
»Hochaktuell«
Sasa Stanišić, GQ MAGAZIN
»›Weil wir längst woanders sind‹ spannt einen weiten Bogen von Themen, von Liebe und Vertrautheit über Unverständnis und Entfremdung. […] Rasha Khayat gelingt es mit ihrem Gespür für feinste Nuancen, emotionale Bewegungen anzudeuten, die jenseits der Worte liegen.«
Susanne Oechsner, WEIBERDIWAN
»Extrem spannend und intelligent, wie Rasha Khayat versucht, die Frage zu beantworten, was eigentlich ›Zuhause‹ ist.«
Mike Litt, 1LIVE
»Das ist so eigen, klug und witzig, in Momenten auch schmerzhaft und zärtlich, dass ich schon jetzt gespannt bin, was als Nächstes von dieser Autorin kommt.«
Silvia Feist, EMOTION
»Ein in leise-poetischem Ton geschriebener Roman.«
Anne Heidrich, WELT KOMPAKT/ WELT ONLINE
»Ihr differenzierter Einblick in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten fordert den Leser heraus, sich mit der Frage, was eine multikulturelle Gesellschaft braucht, auseinanderzusetzen.«
Silja Meyer-Zurwelle, HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG
»Ein Roman, mit dem man Brücken bauen kann.«
Gérard Otremba, SOUNDS & BOOKS
»Im Erzählen vermittelt sie zwischen verschiedenen Welten. Ihr schnörkelloser Debütroman eröffnet eine frische, verständnisfördernde Perspektive auf ein gerade momentan gefährlich aufgeladenes Thema, und wirkt sämtlichen Klischees über die arabische Welt entgegen.«
Katharina Manzke, BÜCHERMAGAZIN
»Rasha Khayat, selbst Kind zweier Kulturen, Literaturwissenschaftlerin und Verfasserin des Blogs ›West-Östliche Diva‹ erzählt eine Geschichte, die vielen jungen Menschen mit sogenannter Bindestrich-Identität bekannt sein dürfte. Den Vorurteilen der jeweils anderen Kultur gnadenlos ausgesetzt, hin- und hergerissen zwischen Entfremdung und dem Wunsch nach Nähe suchen viele Migrantenkinder ein Leben lang nach Identität und Anerkennung.«
Frank Saigge, GOSLARSCHE ZEITUNG
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Erscheinungsdatum 15.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783832189020
Verlag DUMONT Buchverlag
Verkaufsrang 12.750
eBook (ePUB)
15,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Was vermittelt das Gefühl von Heimat?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Im April 2016 stellte das Hamburger Abendblatt in seinem Kulturkreis Rasha Khayat und ihr Buch vor. Rasha Khayat ist 37 Jahre alt, arbeitet als freie Autorin , Übersetzerin und Lektorin, und lebt in Hamburg. Geboren wurde sie in Dortmund. Bis zu ihrem 11. Lebensjahr wuchs sie in Saudi Arabien auf. Dann kam sie mit ihrer Familie nach Im April 2016 stellte das Hamburger Abendblatt in seinem Kulturkreis Rasha Khayat und ihr Buch vor. Rasha Khayat ist 37 Jahre alt, arbeitet als freie Autorin , Übersetzerin und Lektorin, und lebt in Hamburg. Geboren wurde sie in Dortmund. Bis zu ihrem 11. Lebensjahr wuchs sie in Saudi Arabien auf. Dann kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland zurück. „Weil wir längst woanders sind“ ist ihr erster Roman. Sie schreibt außerdem regelmäßig in ihrem Blog „West-Östliche Diva“.

In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte von Basil und seiner jüngeren Schwester Layla. Die ganze Geschichte spielt nur an wenigen Tagen. Basil ist auf dem Weg nach Saudi Arabien, wo seine Schwester heiraten wird. Wir verfolgen ihn auf dem Flug bis hin zu den Hochzeitsfeierlichkeiten, bzw. seiner Rückkehr. Während dieser Reise erfahren wir die Geschichte der beiden Geschwister und, wieso Layla auf die Idee kommt, in Saudi Arabien heiraten und dort leben zu wollen. Das Pikante an der Geschichte ist, dass die beiden einen Großteil ihres bisherigen Lebens in Deutschland gelebt haben, obwohl der Vater aus Saudi Arabien stammt. Wieso begibt sich eine junge Frau, die die Freiheit in Deutschland kennengelernt hat, in ein Land, in dem sie noch nicht einmal selbst Auto fahren darf?

Rasha Khayat hat keinen wirklich politischen Roman geschrieben. Sondern sie beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Gefühl Heimat. Was ist Heimat? Wo fühlt man sich Zuhause und geborgen? Und woraus setzt sich dieses Gefühl zusammen? Ich finde, die Autorin kann für ihre Protagonistin diese Fragen sehr gut beantworten. Und sie beschreibt wunderbar die Zerrissenheit, die mir schon des Öfteren von Bekannten beschrieben wurden, die in zwei Staaten daheim, oder eben nicht daheim sind.

Was mich an diesem Buch sehr fasziniert hat, ist der Unterschied zwischen dem Lebensgefühl Deutschland und Saudi Arabien. Deutschland ist kühl, zurückhaltend und kalt. In Saudi Arabien hält die Familie noch zusammen. Dort ist das Leben innerhalb der Familie bunt, laut und gesellig. Und so müssen die beiden Geschwister jeweils für sich entscheiden, welches Lebensmodell ihrer eigenen Veranlagung entspricht.

Die Geschichte wird ganz schlicht und einfach erzählt. Und doch nimmt sie einen mit und lässt einen am Ende nachdenklich zurück. Besonders das Kaspitel, in dem Layla von ihren Beweggründen erzählt, hat mich sehr berührt. Es ist zwar nur ein kurzes Buch, dafür aber sehr intensiv.

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