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Wendepunkte

Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg. 1940/41

(2)
Entscheidungen, die Geschichte machten


Der Beginn des Zweiten Weltkriegs stellte die Regierungschefs der Welt vor lebenswichtige Entscheidungen. In London, Berlin, Washington, Rom, Moskau und Tokio mussten Politiker und Generäle weitreichende Beschlüsse fassen. Ian Kershaw nimmt zehn Entscheidungen, die für den Verlauf des Zweiten Weltkriegs von zentraler Bedeutung waren, in den Blick und macht deutlich, dass in diesem Kampf nichts vorherbestimmt war.


Die Ereignisse, die den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierten, versetzten weite Teile der Welt in eine Art Schockzustand. Plötzlich schien es keine Regeln mehr zu geben. Die Aggressoren kannten für ihr Tun keine Grenzen, für ihre Opfer aber zogen dunkle Zeiten herauf. Im Strudel dieser Ereignisse sah sich eine kleine Gruppe von Politikern mit zentralen Entscheidungen konfrontiert, die in dieser Auseinandersetzung Triumph oder Untergang bedeuten konnten.


In seinem glänzend geschriebenen Buch »Wendepunkte« vermittelt der Historiker Ian Kershaw dem Leser einen einzigartigen Eindruck davon, wie groß der Entscheidungsspielraum der einzelnen Politiker tatsächlich war und welche Rolle ihre ganz individuelle Persönlichkeit spielte: Warum entschloss sich Churchill, nach der französischen Kapitulation weiterzukämpfen? Warum vertraute Stalin darauf, dass Hitler die UdSSR nicht überfallen würde? Und warum griffen die Japaner Pearl Harbor an? Diese und weitere Entscheidungen veränderten den Lauf der Welt.


Die zehn wichtigsten Entscheidungen des Zweiten Weltkriegs und die Männer, die sie trafen.



Portrait
Dr.phil.Ian Kershaw, geb. 1943, studierte in Liverpool und Oxford. Er lehrte von 1968-89 an den Universitäten Manchester und Nottingham. Seit 1989 ist er Professor für neuere Geschichte und Direktor des historischen Institus der Universität Sheffield. Kershaws Forschungen über Hitler und das Dritte Reich führten ihn nach London, New York, Moskau und in viele Archive in Deutschland, Österreich und Frankreich. Er war Berater der ZDF-Serie 'Hitler, eine Bilanz' und der BBC-Dokumentarreihe 'The Nazis. Warning from history'. 1984 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. 2012 wurde er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 729
Erscheinungsdatum 20.09.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-55120-2
Verlag Pantheon
Maße (L/B/H) 215/139/46 mm
Gewicht 800
Originaltitel Fateful Choices. Ten Decisions that Changed the World, 1940-1941
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 49.924
Buch (Paperback)
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Schlüsselentscheidungen im 2. Weltkrieg
von einer Kundin/einem Kunden am 23.02.2011

Ian Kershaw beschreibt anhand von zehn Beispielen, wie und warum die jeweiligen Entscheidungsträger ihre Beschlüsse fassten, welche Alternativen ihnen offenstanden und die Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Krieges. Die Bücher von Kershaw sind Standardwerke zum Thema NS-Zeit. (Siehe auch : Kershaw, Hitler)

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Wahrscheinlich irrt Kershaw zweimal
von Werner Jaroschek aus Duisburg am 19.08.2013

Irren sich Historiker? Kershaws Buch ist sorgfältig recherchiert. Der Leser erfährt, die Unterschiede zwischen Demokratien und Diktaturen. Roosevelt Handeln war eingeschränkt durch Verfassung und Gesetze der USA, er war abhängig von der Zustimmung der Parlamente und durfte auf seine Wiederwahl nicht gefährden. Hitler entschied absolut allein. Für Menschen, die nie... Irren sich Historiker? Kershaws Buch ist sorgfältig recherchiert. Der Leser erfährt, die Unterschiede zwischen Demokratien und Diktaturen. Roosevelt Handeln war eingeschränkt durch Verfassung und Gesetze der USA, er war abhängig von der Zustimmung der Parlamente und durfte auf seine Wiederwahl nicht gefährden. Hitler entschied absolut allein. Für Menschen, die nie eine Diktatur erlebt haben, kaum zu fassen, dass Hitler sogar den USA den Krieg erklären konnte, ohne sich mit einem andern zu beraten und ohne durch vertragliche Bindungen zum Handeln gezwungen zu sein. Historiker stützen ihre Aussagen auf Protokolle, Zeugenaussagen, Dokumente u.a. Dieses Verfahren muss gegenüber Diktatoren versagen, da Diktatorn ihr wirkliches Denken nicht verraten. Man kennt nur ihre Verlogenheit. Entscheidungen werden erst auf tieferen Ebenen schriftlich fixiert. Ohne Zweifel konnte ein Verbrechen wie der Holocaust nur durch Weisung Hitlers erfolgen, aber es gibt keinen Beleg, wann er hier die letzte Entscheidung getroffen hat. Aus seinem ‚Mein Kampf‘ kennen wir seinen Judenhass, wissen auch um sein Ziel, Lebensraum für Deutschland im Osten zu erobern. Er übersah, dass die Lebensfähigkeit eines Volkes nicht von der Menge der Quadratkilometer abhängig ist, sondern von der wissenschaftlich-technischen Leistungsfähigkeit. Mit größter Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, dass er die englischen Truppen 1940 bewusst in Dünkirchen entkommen ließ, um England friedensbereit zu machen. Was den Krieg gegen Russland anbetrifft, gilt gegenüber Stalin das Gleiche, was über Hitler zu sagen ist. Immer wieder schreibt Kershaw: „Stalin dachte… (z.B. S. 341 und S.362) Da irrt der Autor. Wir wissen natürlich nicht, was Stalin dachte. Wir wissen, dass dieser Paranoiker der Macht anlässlich der großen Säuberungen zwischen 1936-1938 Tausende von Menschen ermorden ließ. Kershaw erwähnt, dass 1937/38 annähernd 700 000 Menschen ermordet und mehr als 1,5 Millionen verhaftet wurden. Allein 34 301 Offiziere wurden verhafte, 22 705 waren in dieser Zeit erschossen worden. Es ist schon eine kühne, letztlich kaum glaubwürdige Behauptung Kershaws, dass diese Säuberungen Stalins Ansehen gehoben hätten. Das Gegenteil wäre richtiger. Stalin musste den Ausbruch einer Revolution bei einem deutschen Angriff befürchten. Er musste die Kampfunwilligkeit befürchten. Wäre Hitler kam nicht als Befreier vom kommunistischen Joch. Aber zum Segen für Stalin trat Hitler als Menschen verachtender Feind auf und es Stalin ermöglichte, zum vaterländischen Krieg aufzurufen. Stalins einzige Chance bestand in der Weite des russischen Raumes und der Hoffnung auf den Winter. Deshalb ignorierte er jede Warnung vor einem deutschen Angriff trotz der Zuverlässigkeit der Quellen, die den Angriff ankündigten. Je weiter die Deutschen vordrangen, desto überdehnter musste deren Front werden, desto problematischer wurde auch die Nachschubfrage. Dass Millionen bei diesem Plan geopfert würden, ließ ihn genauso kalt, wie auch Hitler kein Menschenopfer scheute. Erst das brutale Vorgehen vor allem der Einsatzgruppen der SS führte zum starken Widerstand der Bevölkerung und auch der Soldaten. , weil er so und nur so letztlich siegen konnte. Merkwürdig nur, dass Kershaw so wenig in der Lage ist, sich in die Denkweise von Diktatoren zu versetzen. Von den zwei Einschränkungen-Dünkirchen und Krieg gegen die Sowjetunion- abgesehen, ist das Buch hervorragend.

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