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Wenn das Schlachten vorbei ist

Roman

(5)
An einem Märztag 1946 schippert Beverly mit Ehemann Till und dessen Bruder vorder wilden Südküste Kaliforniens. Sie wollen in der Nähe der Inseln vor dem Santa-Barbara-Kanal angeln. Doch dann bricht ein Unwetter aus, und nur Beverly kommt knapp mit dem Leben davon.
Etwa fünfzig Jahre später kämpft ihre Enkelin Alma, eine Umweltschützerin, für die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts dieser Inseln. Sie sind von Ratten verseucht, von Wildschweinen überlaufen, von fremden Adlern heimgesucht. Im gegnerischen Lager engagiert sich Dave LaJoy, um das Leben der Tiere zu retten. Wer hat recht? Soll man die Rettung eines Ökosystems verfolgen oder Töten um jeden Preis verhindern?
Rezension
"Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst."
Bernd Kielmann, Buch-Magazin April 2016
Portrait
T. C. Boyle, geb. 1948 in Peekskill, New York im Hudson Valley, war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing.
Dirk van Gunsteren, geb. 1953 in Düsseldorf, ist ein deutscher literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Niederländischen und freiberuflicher Redakteur. Van Gunsteren wuchs in Duisburg auf, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Holländer. Nach mehreren Aufenthalten in Indien und in den USA studierte er in München Amerikanistik. Seit 1984 ist er als Übersetzer insbesondere aus dem Englischen tätig. Van Gunsteren lebt in München. 2007 erhielt van Gunsteren den 'Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis' für seine Übersetzung angelsächsischer Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 01.11.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14269-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 192/121/30 mm
Gewicht 383
Originaltitel When the Killing's Done
Buch (Taschenbuch)
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„Wenn die Grenzen der Legalität verschwimmen!“

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Auf den Inseln vor Santa Barbara kam es in den letzten Jahrzehnten zu einigen schwerwiegenden Veränderungen in den einzelnen Ökosystemen der Inseln. Zum Teil naturbedingt, aber auch durch den Menschen verursacht, haben sich Tierpopulationen und Artenvielfalt stark verändert.
Die Umweltschützerin Alma möchte einen "ursprünglichen"
Auf den Inseln vor Santa Barbara kam es in den letzten Jahrzehnten zu einigen schwerwiegenden Veränderungen in den einzelnen Ökosystemen der Inseln. Zum Teil naturbedingt, aber auch durch den Menschen verursacht, haben sich Tierpopulationen und Artenvielfalt stark verändert.
Die Umweltschützerin Alma möchte einen "ursprünglichen" Zustand wiederherstellen. Teilweise mit drastischen Mitteln. Ihr gegenüber steht der Tierschützer Dave LaJoy, der auch nicht gerade zimperlich ist, um seine Überzeugungen durchzusetzen. Einige Male bewegt er sich auf einem schmalen Grad zwischen Legalität und Kriminalität.
Beide Parteien meinen das Richtige im Namen der Umwelt zu wollen und geraten dabei immer wieder aneinander.
Doch wo sind die Grenzen? Wie weit darf man eingreifen und auf wessen Kosten geschieht das?
Umweltschutz mal anders, man erkennt die Wichtigkeit und wird zum nachdenken angeregt und sieht auch die Gefahren, wenn der Mensch mal wieder über sein Ziel hinaus schießt!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Darf man sich in die Natur einmischen die von den Menschen verändert wurde. T.C. Boyle beleuchtet das Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven. Das schafft Meisterhaft. Darf man sich in die Natur einmischen die von den Menschen verändert wurde. T.C. Boyle beleuchtet das Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven. Das schafft Meisterhaft.

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Ein großartiger Roman, der Stoff zum Nachdenken gibt. Die Rivalen in diesem Buch geben nicht nach, jeder verfolgt starr seine Ziele. Fanatisch. Ohne Kompromisse. Ein großartiger Roman, der Stoff zum Nachdenken gibt. Die Rivalen in diesem Buch geben nicht nach, jeder verfolgt starr seine Ziele. Fanatisch. Ohne Kompromisse.

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Fabelhaft ! Bolye stellt alles in Frage und zeigt eindrücklich das der schlimmste Feind im Ökosystem der Mensch ist.Macht nachdenklich ! Fabelhaft ! Bolye stellt alles in Frage und zeigt eindrücklich das der schlimmste Feind im Ökosystem der Mensch ist.Macht nachdenklich !

„Zafon"Der dunkle Wächter"“

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Frankreich 1937,nach dem Tod ihres
Vaters ziehen Irene,ihr Bruder und
ihre Mutter in ein kleines Dorf an
der Küste der Normandie.Irenes
Mutter hat eine Anstellung bei einem
Spielzeugfabrikanten gefunden,der
zwischen unheimlichen mechanischen Figuren auf dem riesigen Anwesen Cravenmoore lebt.
Irene lernt einen Jungen,Ismael kennen
Frankreich 1937,nach dem Tod ihres
Vaters ziehen Irene,ihr Bruder und
ihre Mutter in ein kleines Dorf an
der Küste der Normandie.Irenes
Mutter hat eine Anstellung bei einem
Spielzeugfabrikanten gefunden,der
zwischen unheimlichen mechanischen Figuren auf dem riesigen Anwesen Cravenmoore lebt.
Irene lernt einen Jungen,Ismael kennen und sie werden gute
Freunde.Doch bald merken Sie,
das irgendetwas nicht stimmt auf
Cravenmoore.
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T.C. Boyles Roman ruft den Überlebenskampf aus und jagd zwei Gruppen von Umweltschützern aufeinander los - die einen töten um zu erhalten, die anderen schützen ohne jede Ausnahme alles Leben.

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T.C. Boyles Roman ruft den Überlebenskampf aus und jagd zwei Gruppen von Umweltschützern aufeinander los - die einen töten um zu erhalten, die anderen schützen ohne jede Ausnahme alles Leben.

Wie weit darf der Mensch in die Natur eingreifen? Wie wertvoll ist das Leben einer Ratte? Haben wir überhaupt einen Einfluss auf den Lauf der Welt? Wichtige Fragen stellt uns Boyle und unterhält dabei auf gewohnt hohem Niveau.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

T.C.Boyle in Hochform ! Ein Öko-Roman der Spitzenklasse... T.C.Boyle in Hochform ! Ein Öko-Roman der Spitzenklasse...

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„Wo fängt Naturschutz an ?“

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Alma Takesue arbeitet als Biologin für die Naturschutzbehörde der Santa-Barbara-Inseln. Sie ist davon überzeugt, daß Tiere die später durch Menschen auf die Inseln eingeschleppt wurden, dort nichts zu suchen haben. Alma möchte die dort lebenden Ratten durch eine Aktion vergiften. Das möchte der fanatische Tierschützer Dave Lajoy mit Alma Takesue arbeitet als Biologin für die Naturschutzbehörde der Santa-Barbara-Inseln. Sie ist davon überzeugt, daß Tiere die später durch Menschen auf die Inseln eingeschleppt wurden, dort nichts zu suchen haben. Alma möchte die dort lebenden Ratten durch eine Aktion vergiften. Das möchte der fanatische Tierschützer Dave Lajoy mit allen Mitteln verhindern. Beide Hauptfiguren werden durch Boyle genau geschildert. Er liefert dem Leser keine Lösung. Boyle zeigt die Schwierigkeit für die Menschen einmal gemachte Fehler in der Natur korrigieren zu wollen.

„Umweltschutz oder Tierschutz? Wer hat recht?“

Ute Schreiner, Thalia-Buchhandlung Essen

Vor der Küste Kaliforniens entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen Tierschützern und Umweltaktivisten.
Soll das natürliche Gleichgewicht einer Inselgruppe wirklich wieder hergestellt werden – auch wenn dafür das töten mehrerer Tierarten von Nöten ist?

Mit Spannung und Dramatik liefert uns T. C. Boyle gute Argumente für das Für
Vor der Küste Kaliforniens entbrennt ein erbitterter Kampf zwischen Tierschützern und Umweltaktivisten.
Soll das natürliche Gleichgewicht einer Inselgruppe wirklich wieder hergestellt werden – auch wenn dafür das töten mehrerer Tierarten von Nöten ist?

Mit Spannung und Dramatik liefert uns T. C. Boyle gute Argumente für das Für und Wider beider Seiten, so dass man nicht weiß auf welche man sich schlagen soll… Und gibt es überhaupt eine “richtige“ Seite?

Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.

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Boyle widmet sich wieder Mal der Destruktivität des Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.01.2016

"Wenn das Schlachten vorbei ist" - ein spannender und nachdenklicher Öko-Thriller des grossen Schriftstellers T.C. Boyle. Naturschützer gegen Tierschützer - wer hat Recht? Eine sehr schwierige Frage, die in ihrer Komplexität kaum mit einfachen Phrasen beantwortet werden kann. Für mich haben beide Gruppen der Ökologie-Bewegung teilweise Recht - aber nur... "Wenn das Schlachten vorbei ist" - ein spannender und nachdenklicher Öko-Thriller des grossen Schriftstellers T.C. Boyle. Naturschützer gegen Tierschützer - wer hat Recht? Eine sehr schwierige Frage, die in ihrer Komplexität kaum mit einfachen Phrasen beantwortet werden kann. Für mich haben beide Gruppen der Ökologie-Bewegung teilweise Recht - aber nur so lange, bis der Mensch Gewalt gegen Menschen rechtfertigt - sobald dies eintritt, wird jeglicher Wunsch nach Veränderung destruktiv und verhindert positive Veränderungen, die nur auf Zusammenarbeit der Menschen aufgebaut werden können! Beide Seiten schildert Boyle anschaulich und man bekommt in diversen Szenen Sympathie mit beiden Gruppen. So dass es für den Leser sehr schwierig wird sich für eine der beiden Ideologien zu entscheiden. Ich denke es ist etwas vom traurigsten, was passiert, dass von Menschen eingeschleppte fremde Arten die einheimischen Arten ausrotten. Jedoch denke ich, so unsympathisch der der radikale Tierschützer David Francis LaJoy an manchen Stellen auch ist, eher recht hat: Wie kann man die einheimischen Arten schützen, ohne dabei Unmengen anderer Arten qualvoll sterben zu lassen? Und dabei wäre das Problem ja nicht gelöst, denn: wie will man verhindern, dass in Zukunft nicht wieder vom Menschen überall auf der Welt fremde Arten eingeschleppt werden, die das heimische Ökosystem zerstören? Ist dies nicht eine unmögliche Aufgabe, die die Biologin Alma Boyd Takesue zu lösen versucht? Jedenfalls denke ich, dass es eine unmögliche Aufgabe ist, solange der Mensch mit modernen Fahr- und Flugzeugen herumreist. Gut konstruierte Geschichte, die auf einfache "Gut gegen Böse"-Schematas verzichtet.

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großes Lesevernügen
von einer Kundin/einem Kunden am 19.11.2013

Wie legitim ist es, ein Leben zugunsten eines anderen auszulöschen? Alma Boyd Takesue ist Biologin . Auf der kalifornischen Kanalinsel Anacapa droht eine, dort heimische, seltene Vogelart auszusterben. Das Überleben dieser Vogelart ist nur zu sichern, wenn das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder hergestellt wird. Das heißt allerdings... Wie legitim ist es, ein Leben zugunsten eines anderen auszulöschen? Alma Boyd Takesue ist Biologin . Auf der kalifornischen Kanalinsel Anacapa droht eine, dort heimische, seltene Vogelart auszusterben. Das Überleben dieser Vogelart ist nur zu sichern, wenn das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder hergestellt wird. Das heißt allerdings - Ratten und Schweine müssen zur Gänze von der Insel verschwinden. Sie sollen abgeschossen werden. In David Francis LaJoy hat Alma einen erbitterten Feind. Er ist fanatischer Tierschützer und stellt sich mit all seiner Kraft gegen diese Pläne. "Wenn das Schlachten vorbei ist" ist ein großes Lesevergnügen.

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Naturschutz - schwierig, persönlich, gegensätzlich
von Martin Bär aus St. Johann am 09.11.2013

Naturschutz ist eine schwierige Sache, und wie bei fast allen Dingen gibt es verschiedene Sichtweisen und Meinungen: soll man eine Insel in den ursprünglichen, d. h. den Zustand, der herrschte, bevor der Mensch diverse Arten (Pflanzen und Tiere) einschleppte, zurückführen? Oder ist das halt der Lauf der Natur, Arten... Naturschutz ist eine schwierige Sache, und wie bei fast allen Dingen gibt es verschiedene Sichtweisen und Meinungen: soll man eine Insel in den ursprünglichen, d. h. den Zustand, der herrschte, bevor der Mensch diverse Arten (Pflanzen und Tiere) einschleppte, zurückführen? Oder ist das halt der Lauf der Natur, Arten werden von wem auch immer auf andere Inseln gebracht, und jedes (auch das eingeschleppte) Tier ist schützenswert? Alma Takesue ist als Biologin der Umweltbehörde zuständig dafür, sogenannte invasive Arten auf den Santa-Barbara-Inseln zu eliminieren, um den ursprünglich einheimischen Tieren eine Überlebenschance zu geben. Dazu müssen zuerst die Ratten auf Anacapa getötet werden. Dave LaJoy ist ihr Gegenspieler: ein fanatischer Tierschützer, der mit aller Macht gegen die „Tierkiller“ vorgehen will und mit seiner Gruppe diverse Sabotageakte plant. Nachdem so ein Sabotageakt misslingt, ist Alma mit ihrer Aktion, die Ratten zu vergiften und Anacapa wieder für die Vögel sicherer zu machen, erfolgreich. Doch schon tut sich die nächste Front auf: Die Schweine auf Santa Cruz müssen aus ihrer biologischer Sicht weg… T.C. Boyle schildert diesen Kampf zweier engagierter Naturschützer, indem er die Figuren in all ihrer charakterlichen Vielschichtigkeit zeigt, man fühlt mit beiden und ist sich nicht sicher, auf wessen Seite man sich schlagen soll. Neben Alma und Dave ist Anise die wichtigste Figur, sie hat ihre eigene, spezielle Geschichte mit den Inseln. Auf über 450 Seiten werden diese drei ausgeleuchtet, mit ihren Familiengeschichten und deren Dramen. Großartig erzählt, mir hat’s sehr gut gefallen!

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Gibt es eine einzige Wahrheit beim Umweltschutz
von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2012
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Auf den Channel Islands vor der Küste Kaliforniens spielt der Großteil der Handlung dieses Buches, das den Konflikt zwischen Naturschützern, die von eingeschleppten Tierarten gefährdeten Verhältnisse wieder herstellen wollen einerseits und radikalen Tierschützern andererseits thematisiert. Rund um zwei Hauptfiguren erzählt Boyle nicht linear, sondern zum Teil in Rückblenden... Auf den Channel Islands vor der Küste Kaliforniens spielt der Großteil der Handlung dieses Buches, das den Konflikt zwischen Naturschützern, die von eingeschleppten Tierarten gefährdeten Verhältnisse wieder herstellen wollen einerseits und radikalen Tierschützern andererseits thematisiert. Rund um zwei Hauptfiguren erzählt Boyle nicht linear, sondern zum Teil in Rückblenden die manchmal sehr dramatischen Geschichten der Beteiligten. Durch die Konstruktion spannend zu lesende Auseinandersetzung mit dem Thema Natur und Umwelt an Hand der Schicksale der durchaus widersprüchlichen Figuren. Für Leser wie mich besonders erfreulich, die Landkarte im Umschlag des Buches.

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Wieder ein echter Boyle
von Jürgen aus Bergkamen am 20.06.2012
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Ich hatte fast das Interesse an T. C. Boyle verloren, nachdem ich in seinem grauenhaft langweiligen Werk "Die Frauen" irgendwo mittendrin steckengeblieben war. Aber hier zeigt er sich wieder in Hochform. Der gewählte Hintergrund, die Vertilgung von fremden, eingeführten Tierarten auf den kalifornischen Kanalinseln, ist ein realer. Boyle hält... Ich hatte fast das Interesse an T. C. Boyle verloren, nachdem ich in seinem grauenhaft langweiligen Werk "Die Frauen" irgendwo mittendrin steckengeblieben war. Aber hier zeigt er sich wieder in Hochform. Der gewählte Hintergrund, die Vertilgung von fremden, eingeführten Tierarten auf den kalifornischen Kanalinseln, ist ein realer. Boyle hält sich mit Zahlen und anderen Fakten sehr an die tatsächlichen Gegebenheiten, was dem Roman ganz sicher nicht abträglich ist. Wenn man sich im Internet über das Renaturierungsprojekt informiert, würde man sich nicht wundern, dort ein Foto von "Dr. Alma" zu finden, so genau hat Boyle recherchiert. Der Konflikt zwischen kühlen, rationalen Wissenschaftlern und leidenschaftlichen, spontanen Tierschützern wird überzeugend dargestellt, und es fällt anfangs nicht leicht zu erkennen, ob und für wen Boyle vielleicht Partei ergreift. Das wird allein durch die Entwicklung der Handlung deutlich, durch Charaktereigenschaften seiner Figuren und ein fatales Ende, das ganz in der Tradition früherer Romane von Boyle steht. Ein spannendes Buch mit einem Thema, zu dem die meisten Menschen entweder bereits eine Meinung haben, oder aber schnell dazu zu bringen sind, darüber nachzudenken.

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fazit ist, das Schlachten wird so schnell nicht vorbei sein
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Der Tierschutz und die damit oftmals verbundene Radikalität seiner Verfechter
von Silke Schröder aus Hannover am 11.02.2012
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In seinem neuen, mittlerweile 13. Roman geht es T.C. Boyle um den Tierschutz und die damit oftmals verbundene Radikalität seiner Verfechter. Boyle stellt in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ zwei verschiedene Tierschutz-Ansätze gegenüber: den wissenschaftlich-nüchternen versus den emotionalen, also ethisch-moralisch begründeten. Die Biologin Alma Boyd Takesue vertritt als Mitarbeiterin... In seinem neuen, mittlerweile 13. Roman geht es T.C. Boyle um den Tierschutz und die damit oftmals verbundene Radikalität seiner Verfechter. Boyle stellt in „Wenn das Schlachten vorbei ist“ zwei verschiedene Tierschutz-Ansätze gegenüber: den wissenschaftlich-nüchternen versus den emotionalen, also ethisch-moralisch begründeten. Die Biologin Alma Boyd Takesue vertritt als Mitarbeiterin der staatlichen Naturschutzbehörde den ersteren. Ihr gegenüber stehen die radikalen Tierschützer, für die jedes ermordete Tier zählt. Boyle belässt er es aber nicht dabei, das Für und Wider dieser Standpunkte aufzuzeigen. Während markige, stakkatohafte Sätze den guten Vorsätzen seiner Protagonisten besonders viel Überzeugungskraft verleihen sollen, beleuchtet der Autor mit feiner Ironie zugleich die innere Zwiespältigkeit und die realen Inkonsequenzen seiner Figuren. Und auch die Natur selbst spielt nicht immer so mit, wie diese es sich wünschen: Anhand von mehreren Schiffsbrüchen, die sich quer durch seine Geschichte ziehen, zeigt Boyle, dass wir weit davon entfernt sind, wirklich Kontrolle über die Naturgewalten zu besitzen - eine Wahnung vor zu viel menschlichem Hochmut gegenüber unserer Umwelt. Mit „Wenn das Schlachten vorbei ist“ legt T.C. Boyle einen gut beobachteten Roman über Menschen vor, die in ihrer Entschiedenheit mitunter weit übers Ziel eines eigentlich richtigen Anliegens hinaus schießen. Exzellent vorgetragen vom Schauspieler Jan Josef Liefers.

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Ein echter Boyle
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Umweltschutz kritisch betrachtet
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Schonungslos und bitterböse macht uns diesmal T.C.Boyle aufmerksam auf den Kampf zweier Gruppen von Umweltschützern, die um die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien streiten. Soll man die dort angesiedelten Ratten töten und die Wildscheine abschießen, um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen oder soll man das Töten um... Schonungslos und bitterböse macht uns diesmal T.C.Boyle aufmerksam auf den Kampf zweier Gruppen von Umweltschützern, die um die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien streiten. Soll man die dort angesiedelten Ratten töten und die Wildscheine abschießen, um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen oder soll man das Töten um jeden Preis vermeiden? Wer dieses Buch liest, muss sich mit der Materie befassen und wird schließlich gezwungen, sich auf eine Seite zu schlagen. Dies alles ist ernst und recht drastisch erzählt und bezieht den Leser voll in die Handlung mit ein, wirklich packend!

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