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Wenn es Nacht wird

Verbrechen in New York 1910-1920

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Die Aufnahmen sind ebenso schockierend wie faszinierend. Um die Jahrhundertwende 1900 revolutionierte die noch junge aufkommende Fotografie die Aufklärung von Kriminalfällen. Exakt und detailreich, ohne Emotion auf Spurensuche die Tatortfotografie hatte zu dokumentieren, was vorgefallen war. Angehörige der Opfer, Täter und die beteiligten Ermittler sind verstorben und die Akten vernichtet. Zu einigen Fotografien finden sich Notizen. Wilfried Kaute recherchierte in den Pressearchiven die Umstände der jeweiligen Kriminalfälle. Ein Datum, ein Ort oder der Name eines Opfers halfen bei der Suche nach der Geschichte der Fotos. Die Artikel lesen sich wie Kriminalromane. Mit ihrer spannenden und authentischen Berichterstattung ergänzen sie die Dramatik der Fotografien. Ein Buch, das keinen kaltlässt, das aufwühlt und in den Bann zieht.
Portrait
Wilfried Kaute, 1948 in Duisburg geboren, lebt als Kameramann, Filmproduzent und Autor in Köln. Die Entdeckung dieses einzigartigen Fotoarchivs hat ihn nicht mehr losgelassen. In unzähligen Stunden hat er das Fotomaterial aus ca. 30 000 Bildern und die dazugehörigen Artikel ausgewählt und zusammengestellt.
Jed Rubenfeld, geboren 1959 in Washington, D.C., ist Jurist, Juraprofessor an der Yale University und Bestsellerautor, unter anderem des Buchs »The Interpretation of Murder«.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Wilfried Kaute
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 15.10.2015
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-95451-730-5
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 307/251/27 mm
Gewicht 1670
Abbildungen 200 Schwarz-Weiß- Fotosgrafien und original Zeitungsartikeln
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
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Wenn es Nacht wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Bornheim am 04.12.2015

Rezension: Wilfried Kaute (Hrsg.) - Wenn es Nacht wird. Der in Köln lebende Kameramann, Filmproduzent, Autor und Herausgeber Wilfried Kaute konnte in der Vergangenheit mit Bildbänden wie „Koks und Cola“ und „Malo-che und Minirock“ reüssieren und in diesen Bildbänden seine Begeisterung im Um-gang mit altem Fotomaterial meisterhaft umsetzen. Ein... Rezension: Wilfried Kaute (Hrsg.) - Wenn es Nacht wird. Der in Köln lebende Kameramann, Filmproduzent, Autor und Herausgeber Wilfried Kaute konnte in der Vergangenheit mit Bildbänden wie „Koks und Cola“ und „Malo-che und Minirock“ reüssieren und in diesen Bildbänden seine Begeisterung im Um-gang mit altem Fotomaterial meisterhaft umsetzen. Ein neues und spannendes Pro-jekt führte den Autor Wilfried Kaute in die USA, wo er im New Yorker Department of Records auf ein einzigartiges Archiv stieß. Bei Renovierungsarbeiten wurden zahlreiche großformatige Glasnegativplatten zufällig entdeckt. Bilder und Dokumente sowie umfangreiche Recherchen in der Library of Congress in Washington mündeten in den vorliegenden Bildband, der 2015 im Emons Verlag unter dem Titel „Wenn es Nacht wird“ erschienen ist. Auf 240 Seiten werden in diesem umfangreichen Bildband die als verschollen geglaubten Bild- und Schriftdokumente der New Yorker Polizei aus den Jahren 1910 bis 1920 präsentiert. Die Bilder - vor mehr als 100 Jahren aufgenommen - waren keine journalistischen Arbeiten für die breite Öffentlichkeit, sondern polizeiliche Tatortaufnahmen, die der Dokumentation und der Tataufklärung durch Polizei und Justiz dienten. Die Aufnahmen zeigen deutlich, wie in dieser Ära die aufstrebende Metropole New York von Verbrechens gezeichnet war. Es sind verstörende Bilddokumente, die die Grausamkeit von Verbrechen und das Leid von Verbrechensopfern schonungslos offen legen. Die extreme Intensität der Tatortaufnahmen sind für den Betrachten bisweilen in ihrer ungeschönten Realität schmerzhaft. Neben den Tatortfotos fand Wilfried Kaute auch historisches Bildmaterial der New Yorker Polizei von Unfallaufnahmen und historischen Stadtansichten. Sehr hilfreich für den Leser sind auch zahlreiche zeitgenössische Presseartikel jener Epoche, die den Zugang zum historischen Kontext ermöglichen. Das Bildmaterial im vorliegenden Bildband ist einzigartig und historisch wertvoll. Die dokumentarischen Schwarzweißaufnahmen der New Yorker Polizei stammen aus der Zeit der Verbrechensbekämpfung in New York von 1910 bis 1920 und datieren somit aus der Anfangszeit der Fotografie. Diese Fotodokumente wurden mit Großformat-Kameras und Weitwinkelobjektiven weitestgehend im Negativformat 8 × 10 Inches und 6,25 x 8,25 Inches auf Glasnegativplatten aufgenommen. Ihre Brillanz, Kontrast- und Detailgenauigkeit verblüffen noch heute. Auch wenn die polizeilichen Tatortaufnahmen keine leichte Kost sind, kann ich Sammlern und Liebhabern historische Schwarzweißaufnahmen diesen hervorragenden Bildband nur empfehlen. Perfekt ergänzt wird dieses Buch durch kompetente Begleittexte und zeitgenössisches Pressematerial sowie durch eine Einführung von Joe Bausch, der bekannt ist durch seine Rolle als Rechtsmediziner im Kölner Tatort. Wilfried Kaute (Hrsg.): „Wenn es Nacht wird. Verbrechen in New York 1910-1920“. Emons Verlag, Köln 2015, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, Format 20 x 30 cm, ca. 200 S/W-Fotografien und org. Zeitungsartikel, Begleittexte in deutscher Sprache. Willi Wilhelm, Bornheim, Dezember 2015.

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