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Westermann und Fräulein Gabriele

Roman. Originalausgabe

(3)

Ein Mann und seine Schreibmaschine
Richard Westermann, IT-Vorstand mit einer Schwäche für Friedhöfe, verguckt sich bei der Beisetzung des Schriftstellers Höfer in dessen Schreibmaschine. Kurz darauf zieht das Modell »Gabriele« ein in sein Leben. Als man Westermann dann einen jungen Kollegen als Vorstand »Data« vor die Nase setzt, holt er zum Gegenschlag aus und tauscht seinen Rechner gegen »Gabriele«. Sein betriebliches Umfeld hält das für ein geniales Ablenkungsmanöver von seinem eigentlichen Auftrag: der Entwicklung einer ausspähsicheren Krypto-Box. Im Nu stellen Westermann und »Gabriele« den Konzernalltag auf den Kopf. Während Westermann in die entschleunigte analoge Welt eintaucht, geht seine 80-jährige Mutter den umgekehrten Weg: online.

Rezension
"Dieser Roman hat mich fasziniert."
Andreas Sauer, fachbuchkritik.de 09.11.2015
Portrait
Katharina Münk hat ihren Chefsekretärinnenberuf an den Nagel gehängt und ist heute neben ihrer Autorentätigkeit als Personal Coach für Fach- und Führungskräfte tätig. Sie lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Ihr Name ist ein Pseudonym.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 23.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26082-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 217/139/37 mm
Gewicht 483
Verkaufsrang 55.127
Buch (Taschenbuch)
14,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Der Anarchist mit der Schreibmaschine
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 10.06.2016

»Frau Marelli, können Sie eigentlich Schreibmaschine schreiben?« Er sah sie nicht, stellte sich aber vor, wie ihre rechte Hand bewegungslos auf der Maus verharrte und sie nachdachte. … »Was soll die Frage?«, rief sie herüber. … »Ich donnere hier mit vierhundert Anschlägen durch das System, und Sie fragen mich, ob... »Frau Marelli, können Sie eigentlich Schreibmaschine schreiben?« Er sah sie nicht, stellte sich aber vor, wie ihre rechte Hand bewegungslos auf der Maus verharrte und sie nachdachte. … »Was soll die Frage?«, rief sie herüber. … »Ich donnere hier mit vierhundert Anschlägen durch das System, und Sie fragen mich, ob ich Schreibmaschine schreiben kann?« Westermann … trat wieder in ihr Büro. »Ich meine so eine Maschine mit Wagen, der beim Tippen so lange nach links fährt, bis es klingelt und Sie dann den Rückführhebel nach rechts betätigen müssen, um das Teil wieder herüberzuschieben. Da knallt per Tastendruck der Typenhebel mit der Type auf die Walze, und Sie schreiben direkt mittels Druckerschwärze auf Papier! … Klack, klackklack, klack. Verstehen Sie?« »Nein«, sagte sie. »Diesen alten Film mit Jerry Lewis kennen Sie nicht, oder?« Er bewegte nun alle zehn Finger in der Luft, sagte irgendwann »Ping« und imitierte anschließend mit der linken Hand den Wagenanschub. »Soll ich Ihnen eine Tablette auflösen?« Als Richard Westermann zur Trauerfeier für den bedeutenden Autoren Rupertus Höfer geht, ahnt er noch nicht, dass diese Feier sein ganzes Leben verändern wird. Doch was die alte mechanische Schreibmaschine, die auf Höfers Sarg steht, in ihm auslöst, kann man nur mit „Liebe auf den ersten Blick“ beschreiben. Westermann, IT-Vorstand und bislang fest etabliert in der digitalen Welt, betritt eine ganz andere – eine analoge, entschleunigte und zudem ausspähsichere… Dieses Buch hat mir richtig Spaß gemacht! Das Szenario selber ist schon herrlich – und mal ehrlich: Die analoge Welt wirkt zwar heute umständlich und veraltet, hatte aber auch ihre Vorteile. Westermann betritt diese für ihn neue (alte) Welt und ist Willens, genau diese Vorteile für sich zu entdecken. Zunächst einmal heißt es aber sich zu orientieren, sein Leben umzustellen und vor allem, reichlich Widerständen zu trotzen und sich in der Öffentlichkeit mutig zu behaupten. Wie es aussieht, wenn ein IT-Vorstand bei einer Pressekonferenz mit einer mechanischen Schreibmaschine auftaucht, kann man sich vorstellen! Zu der einfallsreichen Handlung gesellt sich mit Westermann ein Charakter, der ein wirklicher Sympathieträger ist. Ein bisschen eigen, ein wenig schräg, mit einer ungewöhnlichen Vorliebe für Beerdigungen und dem seit früher Kindheit gelebten Vorsatz, „einmal am Tag etwas zu tun, vor dem man Angst hat“. Auch bei den weiteren Charakteren sind einige sehr interessante dabei und bei jedem davon kann der Leser gespannt sein, wie er wohl auf die gute „Gabriele“ reagieren wird… »Hörst du dieses fette Klackern? Oder ist das mehr ein Schnalzen? Und der Wagenrücklauf – es ist, als würde sie ganz kurz Luft holen, bevor sie einrastet. Da ist so eine Spannkraft im Ton, total dynamisch.« Das Handlungsspektrum umfasst (abgesehen von Schreibmaschinen und Beerdigungen) sowohl die berufliche Welt unseres Protagonisten mit diversem, was es in der IT-Branche an Themen geben kann, als auch sein Privatleben, in dem es um seinen Sohn, die Nachbarin und seine über achtzigjährige Mutter Yolanda geht, die ausgerechnet jetzt beginnt, bei „Tracebook zu schetten“ und das „Internetz“ zu erobern. Fazit: Ein rundum gelungenes Lesevergnügen! »Sein Blick ging … unwillkürlich zur Tür zwischen Küche und Flur hinüber, wie um sich zu vergewissern oder vielmehr um sich ultimativ anzufreunden mit dem, was er da vorhatte an diesem Tag: die Maschine mitzunehmen. Er hatte sie bereits aus der Waffenkammer geholt und griffbereit in den Türrahmen gestellt. Jeden Tag etwas tun, wovor man Angst hatte – und dies würde etwas für die ganz Harten werden. Eine Meditation für Fortgeschrittene unter völliger Ausschaltung des gesunden Menschenverstands und jeglicher Planung. Schön bekloppt eigentlich. Westermann kam sich jetzt schon vor wie ein Anarchist.«

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Der digitale Nervenzusammenbruch eines IT-Vorstandes. Westermann ist ab jetzt ANALOG und dabei wahnsinnig unterhaltsam!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wilhelmshaven am 20.12.2015

5-Sterne für einen einzigartigen Charakter, einen absolut aktuellen Plot, große Schreibkunst und ein fabelhaftes Lese-Erlebnis. Der IT-Vorstand Richard Westermann zieht den Stecker. Auch aus beruflichen Gründen! Denn es hat sich herausgestellt, das manche Projekte so geheim und gleichzeitig von der Konkurrenz begehrt sind, das man sie nur noch einer Schreibmaschine... 5-Sterne für einen einzigartigen Charakter, einen absolut aktuellen Plot, große Schreibkunst und ein fabelhaftes Lese-Erlebnis. Der IT-Vorstand Richard Westermann zieht den Stecker. Auch aus beruflichen Gründen! Denn es hat sich herausgestellt, das manche Projekte so geheim und gleichzeitig von der Konkurrenz begehrt sind, das man sie nur noch einer Schreibmaschine anvertrauen kann. Die ist nämlich ausspähsicher. Einen derartigen digitalen Ausstieg kann aber nur jemand wie Westermann auf die Beine stellen. Kauzig und selbstbestimmt, schlendert er von einer skurrilen Alltagssituation in die nächste und lässt sich ungern beirren. Ist dabei unglaublich unterhaltsam und - ja - nicht selten erkennt man sich in seinen schrulligen Marotten wieder! Westermann ist eine echte Lese-Empfehlung! Und zwar für alle, die sich hin und wieder selbst schon mal fragen, was die Welt alles so über einen weiß, nachdem man geshoppt und kurz darauf Werbung zu genau dem richtigen Produkt eingeblendet bekommen hat. Und mit einem Schlag ist Gabriele, die Schreibmaschine, mehr als eine Schreibmaschine. Sie ist "Freiheit", um mal auf eine von Westermanns Ideen zurückzugreifen! Überdies empfehle ich die gedruckte Version des Buches! Versteht sich von selbst, nicht wahr?

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Back to the Roots
von hasirasi2 aus Dresden am 25.12.2015

Inhaltsangabe: Richard Westermann, IT-Vorstand mit einer Schwäche für Friedhöfe, verguckt sich bei der Beisetzung des Schriftstellers Höfer in dessen Schreibmaschine – kurz darauf zieht das Modell › Gabriele ‹ ein in sein Leben. Als man Westermann dann einen jungen Kollegen als ›Vorstand Data‹ vor die Nase setzt, holt er... Inhaltsangabe: Richard Westermann, IT-Vorstand mit einer Schwäche für Friedhöfe, verguckt sich bei der Beisetzung des Schriftstellers Höfer in dessen Schreibmaschine – kurz darauf zieht das Modell › Gabriele ‹ ein in sein Leben. Als man Westermann dann einen jungen Kollegen als ›Vorstand Data‹ vor die Nase setzt, holt er zum Gegenschlag aus. Er tauscht seinen Rechner gegen Gabriele. Sein betriebliches Umfeld hält das für ein Ablenkungsmanöver von seinem eigentlichen Auftrag: der Entwicklung einer ausspähsicheren Krypto-Box. Im Nu stellen Westermann und ›Gabriele‹ den Konzernalltag auf den Kopf. Während Westermann in die entschleunigte analoge Welt eintaucht, geht seine 80-jährige Mutter den umgekehrten Weg: online. Obwohl ich das Buch an sich gut fand, ließ es sich schwer lesen. Mich störte der Wechsel zwischen der Langsamkeit (Westermanns Privatleben und wenn er an Gabriele schreibt) und der Stresssituationen in seiner Firma. Generelle fehlte mir einfach Spannung, aber ich denke, dass wollte die Autorin genau so erreichen. Dafür glänzt das Buch durch tiefgründigen, hintersinnigen Humor, Wortwitz und sehr intelligent Wortspiele („Such, Maschine“). Vor allem die Personen haben mir sehr gut gefallen. Sie sind sehr lebendig und skurril und durch sie / von ihnen lebt der Roman. Westermann ist Vorstand in einer IT-Firma und arbeitet gerade an einem Projekt, dass eine sicher Cloud für Benutzer entwickeln will, scheint aber selber an einer „Netzphobie“ zu leiden. Das geht so weit, dass er sich eine super-abschirmende Handytasche angeschafft hat und privat nie ins Netz geht. Als er bei einer Beerdigung eine Schreibmaschine entdeckt ist ihm sofort klar: das ist die Lösung für sein Problem. Seine Mutter Yolande entdeckt hingegen mit 82 endlich das Internet für sich (was hat sie schon noch zu verlieren). Sie will endlich im Hier- und Jetzt ankommen und kämpft mit dem Computer im Allgemeinen und ihrem Internetanbieter im Besonderen. Sie versucht auch schon mal, WLan-Probleme mit Reiki zu lösen. Westermanns Sohn Paul ist nicht der typische Jugendliche – er sammelt Geräusche, die langsam aus dem Alltag verschwinden und hat sogar eine Website dazu eingerichtet. Er ist von Gabrieles Handhabung ganz fasziniert: „Weißt Du, dass ist wie durch Schlamm zu stapfen beim Schreiben. Herrlich.“ Als Westermanns erste Sekretärin kündigt, weil sie keine Schreibmaschinen-Seiten kopieren und austragen will („Sie tun ja gerade so, als hätte ich sie aufgefordert, mit einer Ladung Schriftrollen ins nächste Fürstentum zu reiten!“), kommt Erika ins Spiel - also eine echte Frau, keine Schreibmaschine. Sie ist noch vom alten Schlag und gibt ihm ganz schön Kontra, fordert und unterstütz ihn: „Für das gelebte Leben gibt es weder Korrekturband noch Escape-Taste ...“. Sie ist ein wunderbarer Gegenpart zu ihm, der von seiner eigenen Idee mehr oder weniger überholt wurde und sich der Konsequenzen immer erst hinterher bewusst wird. Ein weiteres Unikat ist sein neuer junger Vorgesetzter. Er war natürlich lange beim Marktführer in Amerika, will alles umstrukturieren und predigt Open Space. Also schlägt Westermann ihn also mit seinen eigenen Waffen und verlegt die Meetings gemeinsamen auf eine Picknickdecke unter einen Baum. Er sagt ihm auch recht klar, was er von ihm hält: „LSD. Lesen, Schreiben, Denken. Sollten sie auch mal ausprobieren ...“ Genial fand ich auch den Schreibmaschinenverkäufer. Ein Berliner Original mit Berliner Schnauze. „Gabriele“. „36 cm und 17 Kilo – Herzlichen Glückwunsch“. Fazit: Ich kann das Buch nicht wirklich einordnen. Es war mir nicht fesselnd genug. Die Sprache und die Wortspiele und Sprüche fand ich aber sehr gut. Ein weiteres Highlight ist die immer wieder auftauchende Schreibmaschinenschrift.

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