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Widerfahrnis

Eine Novelle. Gewinner des Deutschen Buchpreis 2016

(18)
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2016!
Reither, bis vor kurzem Kleinverleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien. Die, die ihn an die Hand nimmt, ist Leonie Palm, zuletzt Besitzerin eines Hutgeschäfts; sie hat ihren Laden geschlossen, weil es der Zeit an Hutgesichtern fehlt, und er seinen Verlag dichtgemacht, weil es zunehmend mehr Schreibende als Lesende gibt. Aber noch stärker verbindet die beiden, dass sie nicht mehr auf die große Liebe vorbereitet zu sein scheinen. Als dann nach drei Tagen im Auto am Mittelmeer das Glück über sie hereinbricht, schließt sich ihnen ein Mädchen an, das kein Wort redet, nur da ist …
Kirchhoff erzählt in seiner großartigen Novelle von der Möglichkeit einer Liebe sowie die Parabel von einem doppelten Sturz: in die Liebe, ohne ausreichend lieben zu können, und in das Mitmenschliche, ohne ausreichend gut zu sein. »Aber wo wären wir ohne etwas Selbstüberschätzung«, sagt der Protagonist Reither, um sich Mut zu machen für den ersten Kuss mit Leonie Palm, »jeder wäre nur in seinem Gehäuse, ein Flüchtling vor dem Leben.«
Portrait
Bodo Kirchhoff, 1948 geboren, lebt in Frankfurt am Main und am Gardasee. Er hat viele renommierte Preise gewonnen, u.a. den Kritikerpreis für Literatur, den Preis der LiteraTourNord und die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz.2016 ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis für den Roman "Widerfahrnis".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 01.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00228-2
Verlag Frankfurter Verlags-Anstalt
Maße (L/B/H) 223/146/27 mm
Gewicht 405
Auflage 6
Verkaufsrang 13.853
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Da erzählt ein alter Kerl, der die Sprache beim Wort nimmt, eine kleine Geschichte von einem alten Kerl, den die schöne Sprache am Leben gehindert hat, weil er im Kopf bereits alle Szenen redigiert, seziert...und dann doch lieber gestrichen hat. Melancholisch, ein bisschen selbstverliebt und sehr, sehr schön!
Da erzählt ein alter Kerl, der die Sprache beim Wort nimmt, eine kleine Geschichte von einem alten Kerl, den die schöne Sprache am Leben gehindert hat, weil er im Kopf bereits alle Szenen redigiert, seziert...und dann doch lieber gestrichen hat. Melancholisch, ein bisschen selbstverliebt und sehr, sehr schön!

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Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Endlich ein Roman, der sich Zeit mit seiner Geschichte läßt. Souverän mäandert Kirchhoff durch das Erzählte, beschwört große Momente, schweift ab und öffnet neue Sivhtweisen. Ganz nah an der Gegenwart erzählt er eine abenteuerliche Flucht nach Italien. Ein Roadmovie mit Silverager - einfach unbeschreiblich.
Endlich ein Roman, der sich Zeit mit seiner Geschichte läßt. Souverän mäandert Kirchhoff durch das Erzählte, beschwört große Momente, schweift ab und öffnet neue Sivhtweisen. Ganz nah an der Gegenwart erzählt er eine abenteuerliche Flucht nach Italien. Ein Roadmovie mit Silverager - einfach unbeschreiblich.

„Schwere Kost, aber literarisch wertvoll. “

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Eine Geschichte über eine Reise, die sehr schnell zu Ende ist. Über zwei Menschen, die gut alleine sein können und doch besser zusammen sind. Ein kleines Mädchen ohne Heimat und eine Familie ohne Heim. Eine Krankheit, die niemand kennt und doch am Ende immer noch da ist.
Kirchhoff hat einen eigenwilligen Stil, so verwendet er beispielsweise
Eine Geschichte über eine Reise, die sehr schnell zu Ende ist. Über zwei Menschen, die gut alleine sein können und doch besser zusammen sind. Ein kleines Mädchen ohne Heimat und eine Familie ohne Heim. Eine Krankheit, die niemand kennt und doch am Ende immer noch da ist.
Kirchhoff hat einen eigenwilligen Stil, so verwendet er beispielsweise keine wörtliche Rede und sein roter Faden ist mutwillig, beinahe künstlerisch durchtrennt. Manchmal fällt dadurch das Lesen und das Durchhalten ein wenig schwer. Nach den 160 Seiten muss ich sagen, dass es sich doch gelohnt hat, es zu lesen. Aber es ist auch nicht für jeder Mann. Schwere Kost, literarisch wertvoll wie noch jeder Preisträger und gerade deshalb keine Abendlektüre.

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Es gibt viele Bücher über unverhoffte Begegnungen, die einem Leben eine neue Richtung geben. Dieses ist, dank der Kunst des Autors, eines, das nachhaltig unsere Welt erlechten. Es gibt viele Bücher über unverhoffte Begegnungen, die einem Leben eine neue Richtung geben. Dieses ist, dank der Kunst des Autors, eines, das nachhaltig unsere Welt erlechten.

Exzellent und zu Recht der Preisträger des Deutschen Buchpreises 2016.
Ein wenig verträumt und angerührt lege ich dieses Buch nach der Lektüre zur Seite.
Exzellent und zu Recht der Preisträger des Deutschen Buchpreises 2016.
Ein wenig verträumt und angerührt lege ich dieses Buch nach der Lektüre zur Seite.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein ehemaliger Verleger und eine heimliche Autorin erleben auf einem spontanen Trip nach Sizilien die Flüchtigkeit des Glücks. Hier zeigt sich: Gute Bücher müssen nicht dick sein! Ein ehemaliger Verleger und eine heimliche Autorin erleben auf einem spontanen Trip nach Sizilien die Flüchtigkeit des Glücks. Hier zeigt sich: Gute Bücher müssen nicht dick sein!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine sprachlich wunderbar erzählte Novelle über die Liebe und das Leben, über Nähe und den Versuch, diese zu konstruieren oder doch zuzulassen. Ein Buch wie ein Rotwein. Eine sprachlich wunderbar erzählte Novelle über die Liebe und das Leben, über Nähe und den Versuch, diese zu konstruieren oder doch zuzulassen. Ein Buch wie ein Rotwein.

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Über die Liebe, die nie zu spät kommt, über die Flucht aus dem eigenen Leben, um zu sich selbst zu finden, und über das Menschliche in uns. Über die Liebe, die nie zu spät kommt, über die Flucht aus dem eigenen Leben, um zu sich selbst zu finden, und über das Menschliche in uns.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Das Leben als spätes Widerfahrnis
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 18.10.2016

Da treffen sich zwei Menschen, die widerwillig im Alter angekommen scheinen: er, Reither, der seinen Verlag aufgeben musste, weil es immer mehr Schreibende und immer weniger Lesende gibt, und sie, Leonie Palm, die ihr Leben lang Hüte verkauft hat, bis auch das am Mangel an Hutgesichtern scheiterte. Sie haben... Da treffen sich zwei Menschen, die widerwillig im Alter angekommen scheinen: er, Reither, der seinen Verlag aufgeben musste, weil es immer mehr Schreibende und immer weniger Lesende gibt, und sie, Leonie Palm, die ihr Leben lang Hüte verkauft hat, bis auch das am Mangel an Hutgesichtern scheiterte. Sie haben diesen Wendepunkt im Leben erreicht, wo aus all den vagen Wunschträumen für eine endlos erscheinende Zukunft auf einmal verpasste Chancen werden. Vergangene Enttäuschungen und Verluste, die man längst vergessen glaubt, schmerzen wie alte Narben. Gemeinsam fliehen diese beiden Menschen, die keinen Halt mehr finden in ihrem Leben, Richtung Sonne und ihrer Verheißung von Glück. In Sizilien begegnen sie einem Kind, das nicht spricht und gerade dadurch zur Projektionsfläche für etwas wird, das beide Protagonisten vermissen - er, weil er es nie hatte, sie, weil sie es verlor. Aber zunächst beginnt ihre Reise im späten Winter einer deutschen Großstadt, und auch das Buch erschien mir erst seltsam unterkühlt. Es wird aus Reithers Sicht erzählt, der nicht umhin kann, seine Erlebnisse aus einer gewissen Distanz zu sehen. So wie er als Lektor früher aus den Büchern alles Weiche und Sentimentale strich, lässt er es auch in seiner persönlichen Geschichte nur ungern zu. Gefiltertes Leben: Erleben und Erzählen gehen immer Hand in Hand - spröde, kalkuliert, und dennoch oder gerade deswegen mit glasklaren Momenten sprachlicher Schönheit. Umso erstaunlicher ist, wie plötzlich und ungebremst die Ereignisse auf einmal über ihn hereinbrechen. Leben, Lieben, Hoffen und Scheitern im Zeitraffer. Wider Willen lässt Reither seine Emotionen immer mehr zu, bis aus einem Gedankenspiel mit interessanten Motiven am Schluss doch noch ein Buch wird, das ins Herz trifft. In seiner Dankesrede sprach Bodo Kirchhoff unter anderem von der "Gratwanderung zwischen einem Erzählen, das wehtut und einem Erzählen, das guttut". Genau das ist es, was "Widerfahrnis" für mich ausmacht: Hoffnung, die dem Leser erst die Schwermut bewusst macht, und doch unausweichlich wieder in dieser mündet. Hilfsbereitschaft, die sich als egoistischer Selbstbetrug herausstellt. Aber umgekehrt auch Schmerz und Verlust, die einen Weg zu etwas Neuem bahnen. Kirchhoff bricht elementare Themen wie Schuld, Verlust oder Liebe herunter auf das Grundlegendste und setzt sie wieder zusammen zu einer Geschichte der leisen Töne, die dennoch eine starke Sogwirkung entfaltet und es dem Leser dadurch schwer macht, das Buch wegzulegen. Auch wenn diese Themen archaisch sind, vielfach in der Literatur aufgegriffen, ist "Widerfahrnis" doch alles andere als abgedroschen. Der Autor verzichtet gänzlich auf Pathos oder Kitsch. Sein Schreibstil hat etwas Klares, Schwereloses, und zeichnet sich dennoch durch messerscharfe Prägnanz aus. Das Wort, das mir spontan einfällt, ist "meisterhaft", und dennoch hat das Geschriebene etwas Zurückhaltendes. Die Geschichte ist fast schon ein Kammerspiel, denn Reither und Leonie verbringen den größten Teil des Buches in ihrem Auto. Dabei kommt man ihm als Leser schnell näher, während man sie zunächst nur dadurch kennenlernt, wie sie auf Reither reagiert - ein Schattenspiel, sozusagen. Aber gerade das ist spannend zu verfolgen, und am Ende versteckt sich im Ungesagten ihr Motiv für die Reise. Die Liebesgeschichte hat etwas bittersüß Anrührendes, gerade weil sie zu gleichen Teilen unmöglich und unaufhaltsam erscheint. Fazit: Die Geschichte eines "Widerfahrnis": zwei ins Alter gekommene Menschen versuchen sich an einer späten Erfüllung ihrer Träume, begeben sich auf einen spontanen Roadtrip nach Sizilien und durchleben in wenigen Stunden Hoffnung, Liebe, Schmerz, Scheitern, Verlust... Bodo Kirchhoff erzählt das schnörkellos und dennoch poetisch, und je länger man darüber nachdenkt, desto mehr Bedeutungsebenen entdeckt man. Obwohl es ohne Zweifel ein anspruchsvolles Buch ist, ist es dennoch auch ein Buch, das sich leicht und unterhaltsam lesen lässt, und in meinen Augen ist es auch ein Buch, das den Deutschen Buchpreis 2016 redlich verdient hat.

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2 0
leider hat es mich nicht überzeugt
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2016

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen . Zu dem oft gelobten anspruchsvollen Schreibstil : Fast alle Sätze sind sehr lang , kurze Sätze sind selten . Die wörtliche Rede ist nicht gekennzeichnet , man erkennt weder Anfang noch Ende . Von daher war das Buch wirklich nicht leicht zu... Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen . Zu dem oft gelobten anspruchsvollen Schreibstil : Fast alle Sätze sind sehr lang , kurze Sätze sind selten . Die wörtliche Rede ist nicht gekennzeichnet , man erkennt weder Anfang noch Ende . Von daher war das Buch wirklich nicht leicht zu Lesen . Ist ein Buch das schwer zu Lesen ist anspruchsvoll ? Ich habe kein spannendes Buch erwartet , doch auch die Handlung hat mich nicht mitgenommen . Die Protagonisten waren mir leider auch alle fremd . Am Ende habe ich das Buch nur noch quer gelesen . Obwohl ich nichts positives an dem Buch finde , würde ich nie sagen dass das Buch den Buchpreis nicht verdient hat , das sollen andere entscheiden .

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1 0
Sehr poetische Novelle
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 17.01.2017

Bodo Kirchhoff hat mit seiner Novelle "Widerfahrnis" ein poetisches Werk verfassts mit zugleich faszinierender sowie fesselnder Sprache. Ein äußerst lesenswertes Buch, das sehr empfehlenswert ist.

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Poetischer Roadtrip
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2016

Reither ist nicht mehr ganz jung, um die 60 wohl. Er war früher Verleger, hatte einen ganz kleinen Verlag mit Buchhandlung. Eines Abends klopft eine Frau an seine Tür, Leonie Palm. Erst rauchen sie eine Zigarette zusammen, dann beschließen sie, zusammen den Sonnenaufgang zu sehen, an einem See. Doch... Reither ist nicht mehr ganz jung, um die 60 wohl. Er war früher Verleger, hatte einen ganz kleinen Verlag mit Buchhandlung. Eines Abends klopft eine Frau an seine Tür, Leonie Palm. Erst rauchen sie eine Zigarette zusammen, dann beschließen sie, zusammen den Sonnenaufgang zu sehen, an einem See. Doch als sie dort ankommen, beschließen sie noch ein wenig weiter zu fahren. Wohin wird diese Reise sie bringen? Die beiden gehen also auf eine Art spontanen Roadtrip, ohne Gepäck, ohne festes Ziel. Dabei macht gerade ihr Alter einen gewissen Reiz aus, denn die beiden haben natürlich schon viel erlebt. Reither ist immer noch in seiner Verleger- und Lektorenrolle fest verankert. Oft beurteilt er eine Situation aus dem wahren Leben danach, ob sie in einem Buch glaubwürdig wäre oder ob er sie gestrichen hätte. Diese Kommentare haben mir äußerst gut gefallen. Ganz langsam schleicht sich noch eine andere Thematik ins Buch: die Flüchtlingssituation in Italien. Je weiter die beiden nach Süden kommen, desto mehr und engere Begegnungen mit Flüchtlingen haben sie. Hier schneidet der Autor wichtige Themen an, denn Leonie und Reither wollen helfen. Aber was ist überhaupt eine Hilfe? Wenn man eine Essen bezahlt? Wenn man zwanzig Euro gibt? Der etwas hilflose Umgang der beiden mit den Flüchtlingen ist sehr gelungen dargestellt. Gegen Ende kehrt sich die Situation sogar um, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Bodo Kirchhoff hat eine sehr eindringliche Art zu erzählen und sein Stil gefällt mir gut. Allerdings ist das Buch auch nicht immer einfach zu lesen und zwischendurch hatte ich einen kleinen Durchhänger und kam nur langsam voran. Das Ende hat aber vieles wieder wettgemacht. Ich denke dennoch, dass es nicht unbedingt Kirchhoffs bestes Werk ist. Eine Warnung möchte ich noch aussprechen: Wenn man gerade erst mit dem Rauchen aufgehört hat sollte man das Buch keinesfalls lesen. Die Protagonisten rauchen ständig, wenn sie Langeweile haben, um eine Pause zu überbrücken, während eines Gesprächs, einfach immer. Selbst mit blutender Hand! Labile Leser könnten hier rückfällig werden und sich gemeinsam mit Reither eine anzünden. ;) Fazit: ein schönes Buch mit vielen tollen Momenten, aber man braucht etwas Durchhaltevermögen

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Durchwachsen für meinen Geschmack
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 21.10.2016

Kann mich den tollen Bewertungen nicht ganz anschliessen. Nach interessantem Beginn langweilte mich der Text zusehends. Schon fast nostalgisches Roadtrippchen zweier alternder ProtagonistInnen in den Süden. Na und? Viel mehr kommt da nicht. Kirchhoff selbst nennt es Novelle und das ist es auch. Also keinen Roman erwarten. Es ist... Kann mich den tollen Bewertungen nicht ganz anschliessen. Nach interessantem Beginn langweilte mich der Text zusehends. Schon fast nostalgisches Roadtrippchen zweier alternder ProtagonistInnen in den Süden. Na und? Viel mehr kommt da nicht. Kirchhoff selbst nennt es Novelle und das ist es auch. Also keinen Roman erwarten. Es ist viel Geplänkel dabei, einige interessante Stellen, aber für meinen Geschmack (und einen anderen kann ich ja nicht haben) eben etwas flach und nicht viel sagend. Ob gerade dieser Band den Buchpreis verdient, sei dahingestellt, aber das Gesamtwerk von Kirchhoff tut es allemal. Also vielleicht auch einige seiner Romane lesen und bewerten. Zufällig las ich zur selben Zeit Texte von Sibylle Berg und empfand diese doch interessanter und zeitgemässer und ein Augenzwinkern ist bei ihr ebenfalls dabei. Kann ich nur empfehlen.

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0 0
Leseerlebnis besonderer Art.
von Wedma am 17.10.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

Bei „Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff handelt es sich um ein Stück gehobener Literatur. Das bedeutet u.a., dass die Bewertungskriterien hier andere sind, als diejenigen, die bei den reinen Unterhaltungsstücken Anwendung finden. Es gibt wenig Personal. Der äußere Plot spielt eine untergeordnete Rolle. Vielmehr beschäftigt sich die Novelle mit zwei... Bei „Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff handelt es sich um ein Stück gehobener Literatur. Das bedeutet u.a., dass die Bewertungskriterien hier andere sind, als diejenigen, die bei den reinen Unterhaltungsstücken Anwendung finden. Es gibt wenig Personal. Der äußere Plot spielt eine untergeordnete Rolle. Vielmehr beschäftigt sich die Novelle mit zwei Protagonisten: ihrem Innenleben, der Entwicklung der Beziehung zwischen Reither, Mitte sechzig, ehem. Kleinverleger, und Leonie Palm, paar Jahre jünger, ehem. Hutladenbesitzerin, die im idyllischen Tal am Alpenrand ihren Ruhestand verbringen. Leoni kommt eines Sonntagsabends zu Reither, um ihn zur nächsten Sitzung des örtlichen Lesekreises einzuladen. Sie reden miteinander, rauchen, trinken Wein und verspüren plötzlich die Lust loszufahren, etwas Schönes zu sehen und Neues zu erleben. Erst wollen sie bloß zum Sonnenaufgang bis zum nächsten See, dann aber geht es einfach weiter bis nach Sizilien. Drei Tage dauert die Reise. Vielmehr geht es aber um eine innere Reise, bei der die beiden Protagonisten auf ihr Leben zurückblicken und einander nach und nach besser kennenlernen. Einiges eint sie: Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Weder Reither noch Leoni Palm war vom Leben verwöhnt, sowohl beruflich als auch privat. Verluste säumen die Lebenswege der beiden und fordern Lebensmut und die Kunstfertigkeit, mit der gegebenen Lebenssituation umzugehen. Die beiden leben schon eine Weile allein, also müssen sie erneut lernen, sich auf eine andere Person einzulassen, zu vertrauen und die Grenzen ihrer jüngst entstandenen Beziehung auszuloten. Spannend zu sehen, insb. zum Schluss, wie unterschiedlich die beiden dennoch sind. Auch in dieser neuen Situation bleibt Reither der Mensch, der er immer gewesen war und kann seine Grenzen nicht überschreiten. Er erntet das, was er verdient. Im Klappentext heißt es: „Kirchhoff erzählt … die Parabel von einem doppelten Sturz: in die Liebe, ohne ausreichend lieben zu können, und in das Mitmenschliche, ohne ausreichend gut zu sein. ‚Aber wo wären wir ohne etwas Selbstüberschätzung“, sagt der Protagonist Reither, um sich Mut zu machen für den nächsten Kuss mit Leonie Palm, ‚jeder wäre nur in seinem Gehäuse, ein Flüchtling vor dem Leben.‘“. Das passt sehr gut. Das Thema Flüchtlinge ist in „Widerfahrnis“ auch gut präsent. Anfangs wird über die Flucht einer jungen Frau aus Eritrea erzählt. Zum Schluss spielen die Flüchtlinge eine noch größere Rolle und lassen die beiden Protagonisten ihre Schlüsse ziehen. Die Novelle bietet auch einige Sätze, die jedes Zitatenheft schmücken können, z.B. „…auch böse Erinnerungen haben ihren Sinn, sie schärfen den Blick für das Gute in der Gegenwart…“ liest man Kapitel 4. „… als wäre er ein Idiot der Liebe, glaubte, je größer das eigene Verlangen sie, desto größer sei auch das Recht auf Erlösung, was es aber nicht.“ Kapitel 3. „...Erinnerungen sind keine Abschnitte in Handbüchern, es sind auch nicht nur Einflüsterungen. Viel eher sind es Splitter, auf die man barfuß im Dunklen tritt, weil man vergessen hat, dass etwas zu Bruch gegangen ist…“ Kapitel 7. Fazit: Leseerlebnis besonderer Art: zum Nachdenken anregend und bereichernd. Mit der Art der Stoffdarbietung muss man allerdings klarkommen, bzw. Durchhaltevermögen mitbringen. Schachtelsätze und ausschweifende Erklärungen sind nicht so meins. Daher vier Sterne und eine Leseempfehlung für diejenigen, die mal ein Stück anspruchsvoller Literatur kennenlernen möchten.

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Widerfahrnis
von miss.mesmerized am 09.09.2016
Bewertet: eBook (ePUB)

Zwei Menschen, Julius Reither und Leonie Palm. Beide mit großen Unternehmungen – einem Verlag und einem Hutgeschäft – gescheitert. Und nun hat das Schicksal sie zusammengeführt, um auf eine gemeinsame Reise zu gehen. Nach Sizilien brechen sie auf, mit im Gepäck ein Buch, das ohne Titel verlegt wurde und... Zwei Menschen, Julius Reither und Leonie Palm. Beide mit großen Unternehmungen – einem Verlag und einem Hutgeschäft – gescheitert. Und nun hat das Schicksal sie zusammengeführt, um auf eine gemeinsame Reise zu gehen. Nach Sizilien brechen sie auf, mit im Gepäck ein Buch, das ohne Titel verlegt wurde und dessen Einband nur den Namen der Autorin zeigt: Leonie Palm. Sie scheinen beide schon alles gesehen und erlebt zu haben und sind doch nicht auf das vorbereitet, was ihnen auf der Reise widerfährt. Eine Reise, die ungeahnte Gefühle weckt und eine lange Suche zu einem gemeinsamen Ziel führt. Bodo Kirchhoffs Novelle ist eins von zwanzig Büchern der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016. Waren die beiden, die ich bisher von der Liste gelesen habe, eher sperrig und schwer zugänglich, Bücher, die nicht durch ihre Geschichte, sondern durch ihre Konstruktion überzeugen konnten, finde ich bei Kirchhoff nun zur erfreulichen Abwechslung den Inhalt das stärkere Moment. Seine beiden Protagonisten tragen die Geschichte und weben langsam ihre Verbindung. Mal schneller Mal langsamer nähern sie sich an einander an und blicken auf das, was war und das, was möglicherweise sein könnte. Der ganzen Handlung unterliegt eine leichte Melancholie, die den Leser in eine sehr eigene Stimmung taucht. Besonders gelungen sind die Einwürfe und Einlassungen des Erzählers, der gelegentlich seine zugedachte Rolle verlässt und zeigt, dass Ausbrüche immer möglich sind und nicht so bleiben muss, wie es ist. Der zunächst seltsam anmutende Titel „Widerfahrnis“, der das Wiederfahren wie auch das Fahren vereint, passt am Ende auch ganz wunderbar zu der Novelle.

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