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Wie ein fernes Lied

Roman

(11)
Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ...
Rezension
"Micaela Jary verwebt ihre Lieblingsthemen Musik und Zeitgeschichte auf beste Pageturner-Weise.", Berliner Zeitung am Sonntag, 17.01.2016
Portrait
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 10.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30613-3
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 186/138/35 mm
Gewicht 379
Verkaufsrang 19.607
Buch (Taschenbuch)
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„Swing-Jugend und ganz viel Paris“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ich bewundere Autoren und Autorinnen, die es tatsächlich schaffen jedes Jahr wieder ein Buch auf den Markt zu bringen. Natürlich besonders dann, wenn diese Bücher auch noch gut sind! Micaela Jary ist so eine Autorin. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich Ihnen hier an dieser Stelle „Das Haus am Alsterufer“ vorgestellt. Und jetzt kommt Ich bewundere Autoren und Autorinnen, die es tatsächlich schaffen jedes Jahr wieder ein Buch auf den Markt zu bringen. Natürlich besonders dann, wenn diese Bücher auch noch gut sind! Micaela Jary ist so eine Autorin. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich Ihnen hier an dieser Stelle „Das Haus am Alsterufer“ vorgestellt. Und jetzt kommt ihr neuestes „Baby“ bei einem anderen Verlag auf den Markt. Optisch passt es sich hervorragend dem anderen Buch an und macht deshalb auch gleich Lust darauf, es aufzuschlagen und loszulesen!

Dieses Mal erzählt Micaela Jary wieder eine zweigeteilte Geschichte wie in „Das Bild der Erinnerung“. Ein Teil der Geschichte spielt in der Zeit von 1939 bis 1944 in Deutschland, Dänemark und Frankreich. Der zweite Teil spielt fast ausschließlich in Paris im Jahr 1999. Das Buch beginnt in der Vergangenheit. Marga, eine junge Hamburger Abiturientin und angehende Swing-Sängerin muss Abschied nehmen von ihrem besten Freund und ihrer heimlichen Liebe. Der ein wenig ältere Michael Friedländer, Halbjude, erhält die Gelegenheit als Klarinettist mit Bobby Schwan und den Original Bobbys in die Schweiz zu gehen. Für Marga bricht eine Welt zusammen, und sie versucht alles, ihre große Liebe wiederzufinden. Im zweiten Teil ist die Hauptperson Andrea, eine deutsche Musikstudentin, die in Paris studiert. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, spielt sie in Hotels leichte Unterhaltungsmusik. Ihre große Liebe ist aber der Jazz. Im Rahmen ihrer Hotelauftritte fällt ihr ein alter Mann um die achtzig Jahre auf, der ihr immer wieder zuhört. Doch als sie ihn eines Tages fragen will, warum er immer wieder kommt und verschwindet bevor sie fertig ist, geschieht ein großes Unglück.

Und so wandert die Geschichte immer abwechselnd zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her. Recht häufig endet ein Kapitel natürlich gerade dann, wenn es extrem spannend wird. Und so verfolgen wir die Karriere Margas, die nach einigen Schwierigkeiten zu dem Tanzorchester von Harry Alsen stößt. Mit diesem Orchester begibt sie sich auf die Reise und wird von der Propagandaabteilung zuerst nach Dänemark, dann nach Paris geschickt. Und Paris ist eine gute Adresse für sie, denn dort soll inzwischen auch ihre große Liebe untergetaucht sein. Wird Marga ihren Michael wiederfinden? Und wird es ein Happy End für die beiden geben?

Auch die Geschichte der Gegenwart ist ausgesprochen spannend. Wie gehören Andrea und der alte Mann zusammen? Hat er etwas mit der Vergangenheit ihrer Familie zu tun? Sie versucht es mit Hilfe des Journalisten Frank Renner, der gerade über den Swing in Frankreich während des 2. Weltkriegs recherchiert, herauszubekommen. Was für eine Geschichte verbirgt sich hinter dem alten Mann? Und wie gehören die beiden Geschichten zusammen?

Micaela Jary hat ein wunderbares Buch über einen kleinen Teil der Menschen im 3. Reich geschrieben - die Musiker, die versuchten ihr Leben so weiterleben zu können, ohne dass sie einberufen wurden. Das war durchaus eine politische Gradwanderung. Ich persönlich fand das Buch grandios. Und das, obwohl ich mich mit der eigentlichen Hauptperson Marga nicht identifizieren konnte. Sie war mir etwas zu impulsiv und naiv für ihre Zeit. Aber das hat mich dann doch auch noch einmal zum Nachdenken gebracht. Die Autorin schreibt ihren Roman ja nicht aus der Sicht und mit unserem Wissen von heute. Sondern sie hat versucht, die Menschen so darzustellen, wie sie wohl während des 3. Reichs gelebt, gedacht und gefühlt haben. Und da waren nun einmal ein Großteil der Menschen unpolitisch, und sie haben versucht, über „einige Ungereimtheiten“ hinwegzusehen. Die Swing-Jugend war schon ein besonderer Menschenschlag. Für ihre Musik nahmen sie einiges in Kauf. Aber wirklich politisch waren sie nicht unbedingt. So ganz nebenbei - Ralph Giordano und Hans-Jürgen Massaquoi (Neger, Neger, Schornsteinfeger) gehörten übrigens zur Hamburger Swing-Jugend!

Der Roman liest sich ausgesprochen spannend und hält diese Spannung auch wirklich bis zum Schluss. Einiges habe ich richtig erraten, aber nicht alles. Es gab doch immer noch wieder Überraschungen. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin einen grandiosen Unterhaltungsroman geschrieben hat, der sich an der deutschen Geschichte entlang hangelt, aber nie so politisch wird, dass er seine eigentlichen Leser abschreckt, die nicht mehr en detail von den Zuständen im 3. Reich lesen wollen. Allen anderen bietet er die Möglichkeit sich selbst noch weiter in das Thema zu vertiefen. Mir hat das Buch einen Riesenspaß gemacht und ich wünsche ihm ganz viele glückliche Leser und Leserinnen!

„Eine sehr berührende Geschichte“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Micaela Jary ist es wieder gelungen einen Roman zu schreiben, der in den Bann zieht und dazu einlädt ihn nicht aus der Hand zu legen. Sie kennt durch ihren Vater, den Filmkomponisten Michael Jary, die Swing-Größen der 30er/40er Jahre und hat mit diesem Hintergrundwissen die Basis für „Wie ein fernes Lied“ geschaffen. Die Geschichte Micaela Jary ist es wieder gelungen einen Roman zu schreiben, der in den Bann zieht und dazu einlädt ihn nicht aus der Hand zu legen. Sie kennt durch ihren Vater, den Filmkomponisten Michael Jary, die Swing-Größen der 30er/40er Jahre und hat mit diesem Hintergrundwissen die Basis für „Wie ein fernes Lied“ geschaffen. Die Geschichte der Liebe von Michael und Marga zieht sich von den 30er-Jahren, über die tragischen Kriegsereignisse bis in die Neuzeit. Es gilt vieles zu entdecken und mit den Figuren des Romans zu lieben, zu leiden und zu Hoffen, aber auch immer wieder um diese Liebe zu zittern. Die Orte und Stimmungen werden sehr berührend beschrieben und gleichzeitig erfährt man einiges über den „Swing“, die Liebe zur Musik und die Geschichte der jeweiligen Zeit.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Großartiges Kopfkino mit Soundtrack
von Zabou1964 aus Krefeld am 02.06.2016

Ich mag die Bücher von Micaela Jary sehr, ihre bildhafte Sprache, die mich jedes Mal in die Handlung zieht und einen Film vor meinem inneren Auge entstehen lässt. In diesem Werk hat sie es geschafft, dass ich auch die Musik gehört, ja förmlich gespürt habe. Sie ist unverkennbar die... Ich mag die Bücher von Micaela Jary sehr, ihre bildhafte Sprache, die mich jedes Mal in die Handlung zieht und einen Film vor meinem inneren Auge entstehen lässt. In diesem Werk hat sie es geschafft, dass ich auch die Musik gehört, ja förmlich gespürt habe. Sie ist unverkennbar die Tochter eines Musikers, genau wie ich. Schon aus diesem Grund war dieser Roman für mich Pflichtlektüre, eine Pflicht, der ich ausgesprochen gerne nachgekommen bin. Der Roman besteht aus zwei Handlungssträngen, wobei mich die Geschichte Margas, die zu Beginn des zweiten Weltkrieges spielt, mehr gepackt hat. Aber auch der zweite Strang, der in der Gegenwart spielt und von einer Begegnung der jungen deutschen Pianistin Andrea mit einem alten Herrn erzählt, konnte mich begeistern. Die Geschichte beginnt mit einem Abschied. Marga muss sich von ihrem Jugendfreund und ihrer Liebe, den Halbjuden Michael, verabschieden. Es ist 1939, die Juden werden in Deutschland verfolgt. Michael gelingt es, als Klarinettist ein Engagement in der Schweiz zu bekommen. Marga bleibt allein in Hamburg zurück, kann Michael aber nicht vergessen. Als sie erfährt, dass er in Paris unter dem Namen Jules Delabord lebt, setzt sie alles daran, die Liebe ihres Lebens wiederzusehen. Im Jahr 1999 begegnet die junge Pianistin Andrea, die sich ihren Lebensunterhalt als Pianistin in einer Hotellobby verdient, einem alten Herrn, der ihr als einziger zuhört. Als sie ihn ansprechen will, läuft er förmlich vor ihr weg – direkt vor ein Auto. Sie kann den geheimnisvollen Mann nicht vergessen und begibt sich auf Spurensuche. Die Geschichte klingt zunächst recht vorhersehbar, was sie aber nicht ist. Durch einige überraschende Wendungen ist es der Autorin gelungen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dabei habe ich besonders mit Marga gelitten, geweint und getanzt. Aber auch Andreas Schicksal hat mich immer mehr gepackt. Nach 544 Seiten konnte ich das Buch mit einem glücklichen Seufzen schließen, obwohl es mir sehr schwer fiel, von den liebgewonnenen Figuren Abschied zu nehmen. Fazit Ganz großes (Kopf)-Kino mit einem mitreißenden Soundtrack!

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Ein großartiger Roman mit viel Gefühl und Spannung
von Nici´s Buchecke am 18.10.2015

Dieses Buch machte mich aufgrund seines Klappentextes sehr neugierig. Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, lese aber sehr gerne historische Romane oder Bücher, deren Handlung zur Zeit des Nationalsozialismus spielt. Meistens handeln diese Bücher von Insassen der Konzentrationslager und dies ist durchaus wichtig, denn diese schlimmen... Dieses Buch machte mich aufgrund seines Klappentextes sehr neugierig. Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, lese aber sehr gerne historische Romane oder Bücher, deren Handlung zur Zeit des Nationalsozialismus spielt. Meistens handeln diese Bücher von Insassen der Konzentrationslager und dies ist durchaus wichtig, denn diese schlimmen Ereignisse sollten nicht in Vergessenheit geraten. Hier jedoch interessierte mich vor allem, dass dieser Roman diese Zeit aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtete. Auch das das Thema Liebe eine große Rolle einnimmt sprach mich vor allem als Frau an. Die Autorin machte hier wirklich auf eine eindrucksvolle Weise darauf aufmerksam, wie sich selbst in den Bereich der Musik der Nationalsozialismus auswirkte. Ich habe daran ehrlich gesagt noch nie gedacht. Natürlich war mir bewusst, dass das Leben der Bürger in vielen Bereichen eingeschränkt war, aber das selbst bestimmte Musikrichtungen einer strengen Regelung unterworfen waren, wurde mir erst hier richtig bewusst. Die Handlung spielt auf zwei Ebenen. Einmal in der Zeit des Dritten Reiches und einmal 1999. Da sich diese regelmäßig abwechselten wurde es beim Lesen nie langweilig. Die Handlung der beiden Zeiten ist auf mehr als interessante Weise miteinander verbunden und der Leser taucht in der Handlung vollkommen ab. Ich wurde gefesselt von dem Verlangen zu erfahren, wie sich alles auflösen wird. Marga ist eine wunderbar realistische Hauptprotagonistin auch wenn sie mir in manchen Sachen etwas naiv erschien. Sie wirkte oft egoistisch auf mich und doch trägt sie soviel Liebe in sich, dass es mich wirklich berührte. Michael, ihre Jugendliebe, war mir weniger sympathisch. Natürlich ist er in einer mehr als heiklen Situation und ich verstehe durchaus, dass er an sein Überleben denken musste, aber ein wenig mehr Emotionalität hätte ihm sicher nicht geschadet. Micaela Jary hat eine wunderbar spannende Art uns das Schicksal dieser beiden Figuren näher zu bringen. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Handlung entblättert sich dem Leser in ihrer ganzen Pracht. Sie hat eine wunderbare Art dem Leser die Hürden und Ängste dieser Zeit eindringlich näher zu bringen. Ich habe diesen Roman verschlungen und war am Ende mehr als gerührt. Ein großartiges Buch über die schlimmste Zeit unserer Geschichte und Liebe.

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Ein Lesevergnügen der Extraklasse!
von Monika Schulte aus Hagen am 10.10.2015

Wir schreiben das Jahr 1939. Am Bahnhof umarmt Marga ein letztes Mal ihren Jugendfreund Michael. Er ist Klarinettist und er ist Halbjude. Mit Hilfe einer Band versucht er Deutschland zu verlassen. Wird Marga ihn jemals wiedersehen? Vergessen kann sie ihn nicht, haben sie doch unendliche Stunden gemeinsam in den... Wir schreiben das Jahr 1939. Am Bahnhof umarmt Marga ein letztes Mal ihren Jugendfreund Michael. Er ist Klarinettist und er ist Halbjude. Mit Hilfe einer Band versucht er Deutschland zu verlassen. Wird Marga ihn jemals wiedersehen? Vergessen kann sie ihn nicht, haben sie doch unendliche Stunden gemeinsam in den Hamburger Tanzlokalen verbracht. Als Marga erfährt, dass Michael unter falschem Namen in Paris lebt, will sie unbedingt dorthin. Sie wird Sängerin in Harald Alsens Band und schon bald touren sie durch Dänemark und schließlich geht es auch nach Paris. Immer an ihrer Seite – Harald. Harald, der ihr immer wieder hilft, sie aufrichtet, ihr beisteht. Dann Paris, 1999. Die junge Pianistin Andrea finanziert sich ihr Studium mit regelmäßigen Auftritten in Hotellobbys. Immer wieder fällt ihr ein älterer Herr auf, der ihrer Musik zu lauschen scheint, doch wer ist er? Als sie ihn ansprechen will, scheint er vor ihr fliehen zu wollen. Der alte Mann gerät in einen Unfall. Andrea fühlt sich schuldig und will Erkundigungen über ihn einziehen. Der Journalist Frank Renner hilft ihr. Bei den Recherchen erfährt sie nicht nur einiges über den alten Herrn, sondern auch über ihre eigene Familiengeschichte. „Wie ein fernes Lied“ – das ist eine fesselnde und tief bewegende Geschichte. Mit ihrer Erzählkunst schafft es Micaela Jary ein weiteres Mal, mich zu fesseln und zu begeistern. Die Geschichte ist so spannend und auch so authentisch. Sie ist unterhaltsam, geheimnisvoll, unvergesslich. Mit großer erzählerischer Kraft und Einfühlungsvermögen führt uns die Autorin in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Menschen müssen untertauchen, müssen fliehen. Tanz und Musik, alles wird kontrolliert, Nicht-Deutsches wird verboten. Trotz der Schwere dieses Themas ist da eine Leichtigkeit. Micaela Jary lässt Künstler und Musik lebendig werden. Ich „musste“ mir immer wieder die Originalstücke anhören, mir die wahren Künstler der Zeit ansehen. So war ich beim Lesen mittendrin. Zwei Erzählstränge, zwei unterschiedliche Zeiten und doch sind die Geschichten miteinander verwoben. Es ist eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen. Wunderschön und bewegend. Schon nach den ersten Zeilen des Romans war mir zumute, als würde ich zeitgleich einen Film sehen, so lebendig ist alles, so farbig, so voller Musik. „Wie ein fernes Lied“ - Ein Lesevergnügen der Extraklasse!

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Über allem Musik
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Eine Zeitreise in die Zeit der Swing-Jugend während des Nazi-Regimes
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 10.09.2015

Hamburg 1939: Die junge Marga muss am Hamburger Bahnhof Abschied von ihrer Jugendliebe Michael nehmen. Sie ist mit ihm aufgewachsen und schon lange heimlich in den jüdischen Klarinettisten verliebt, durch den sie den Swing und die Swingjugend der 1930er Jahre kennengelernt hat. Auch wenn die politische Lage Michael zur... Hamburg 1939: Die junge Marga muss am Hamburger Bahnhof Abschied von ihrer Jugendliebe Michael nehmen. Sie ist mit ihm aufgewachsen und schon lange heimlich in den jüdischen Klarinettisten verliebt, durch den sie den Swing und die Swingjugend der 1930er Jahre kennengelernt hat. Auch wenn die politische Lage Michael zur Emigration zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Indem sie ihren großen Traum als Sängerin verfolgt, hofft sie auf ein Wiedersehen mit Michael. Paris 1999: die junge Studentin Andrea Cramer verdient sich mit Klavierspielen in Hotels nebenher etwas dazu, dabei fällt ihr ein älterer Mann auf, der interessiert ihrem Spiel lauscht. Als sie ihn ansprechen möchte, läuft er davon und es kommt zu einem tragischen Unfall. Das neue Buch von Micaela Jary entführte mich in eine Episode der Nazizeit, die mir bisher völlig unbekannt war: ich wusste bisher nichts von der Swing-Jugend, die als oppositionelle Jugendkultur im Nationalsozialismus aufgetreten ist. Umso spannender war es für mich, in diese Thematik und den Swing der damaligen Zeit abzutauchen. Das Buch wechselt immer zwischen zwei Zeitebenen, die Querverweise zwischen ihnen sind der Autorin sehr gut gelungen. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, welche Wendung das Buch nehmen und wie es für die Protagonisten ausgehen wird. Das Ende fand ich stimmig und hat mir sehr gut gefallen. Marga Maibach ist eine Figur, die es dem Leser und ihren Mitmenschen nicht immer leicht macht. Sie ist unsterblich verliebt in Michael und diese Liebe wird über die lange Zeit, die sie von ihm getrennt ist, beinahe zur Obsession, über die sie manches Mal den Blick auf ihre wirklichen Freunde verliert. Teilweise agiert sie sehr impulsiv und unüberlegt und bringt damit ihre Umwelt in Gefahr. Für die Politik interessiert sie sich nur wenig, für sie steht die Musik und Michael an erster Stelle. Was ich an ihr aber toll finde, dass sie die Ideologie der Nazis völlig ablehnt, allerdings lässt es sich nicht vermeiden, dass sie als Orchestersängerin immer wieder mit Parteifunktionären zusammentrifft. Außerdem ist sie hoffnungslos naiv-romantisch, was mich öfters zum grinsen gebracht hat, wenn sich dann ihre Vorstellungen so ganz anders erfüllen. Sie hat Glück, dass sie einen sehr guten Freund an ihrer Seite hat, der ihr immer wieder aus der Patsche hilft und der, wie bald klar wird, mehr für Marga empfindet als nur Freundschaft. Leicht hat er es nicht mit Marga, die aufgrund ihrer Besessenheit für Michael ihn nicht immer so zu schätzen weiß, wie er es verdient hätte. Aber gerade, weil die Figur der Marga so reizt und nicht perfekt ist, finde ich sie besonders gut gelungen. Ein tolles Buch, das mich mit viel Swing zwischen den Zeilen in die damalige Zeit entführt hat.

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Die Musik im zweiten Weltkrieg
von Klaudia K. aus Emden am 08.09.2015

Wie ein fernes Lied ist ein faszinierendes und sehr spannendes Buch von Micaela Jary mit einer interessanten Aufspaltung seiner Handlungsfäden in zwei Zeitebenen: Die Gegenwart des Lesers und die Zeit des zweiten Weltkriegs. Im Jahr 1939 verabschiedet Marga ihren Jugendfreund Michael Friedländer, der als Halbjude das Nazideutschland verlassen und in die... Wie ein fernes Lied ist ein faszinierendes und sehr spannendes Buch von Micaela Jary mit einer interessanten Aufspaltung seiner Handlungsfäden in zwei Zeitebenen: Die Gegenwart des Lesers und die Zeit des zweiten Weltkriegs. Im Jahr 1939 verabschiedet Marga ihren Jugendfreund Michael Friedländer, der als Halbjude das Nazideutschland verlassen und in die Schweiz flüchten möchte. Er ist Klarinettist in einer Swingband - eine Musikrichtung die von den Nazis geächtet wird. Marga und Michael sind gemeinsam aufgewachsen und aus anfänglicher gegenseitiger Bewunderung entstand im Laufe der Zeit Liebe, die er ihr beim Abschied offen gesteht. Beide beschließen aufeinander zu warten. Wie so häufig verlieren nun auch die Beiden in den folgenden Kriegswirren den Kontakt zueinander. Marga sieht für sich nur noch eine Chance: Sie meldet sich als Sängerin zur Truppenbetreuung mit dem Tanzorchester "Harry Alsen" auf Reisen zu gehen. Ihre Wege führen sie letztendlich auch nach Frankreich. Hier lebt ihr Michael in cognito unter dem Namen Jules Delaborde. Werden sich beide wieder finden? Haben die Liebenden in der Zeit der NS Diktatur eine Chance und wird ihre Liebe den Krieg überleben können? Im Jahr 1999 unterhält Andrea in einer Hotelbar mit Darbietungen am Klavier. Ein älterer Herr lauscht jeden Tag aufmerksam ihren Interpretationen. Ein derart auffälliges Interesse an ihrer musikalischen Kunst lässt Andrea neugierig werden und möchte mehr über diesen Herren erfahren. Sie lernt den Journalisten Frank Renner kennen, der ihr dabei hilft hinter ein ganz offensichtliches Geheimnis in der Vergangenheit dieses merkwürdigen Herren zu kommen und in welchem Kontext womöglich Andrea mit ihm steht. Der Unbekannte heißt Jules Delaborde; doch wer war er wirklich? Die Antworten auf viele weitere Fragen finden alle ihren Ursprung in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Der quicklebendige Schreibstil von Micaela Jary ist durchdrungen von eindrucksvollen Bildern und schafft somit eine ganz eigene Atmosphäre der damaligen so schweren Kriegszeit. Sie ist in meinen Augen eine wahre Meisterin der erzählenden Beschreibung und eine der wenigen Autorinnen, die in perfekter Weise mit Worten regelrecht jonglieren kann. Die Autorin hat ausdrucksstarke Charaktere mit einer einzigartigen Tiefe geschaffen. Sie wirken über ihre vielen Facetten lebendig und authentisch. Sehr geschickt baut die Autorin am Beginn ihres Werkes viele rätselhafte Details auf, die im geneigten Leser eine enorme Menge Neugier aufkommen lassen. Es ist schier unmöglich das Buch auf die Seite zu legen, denn die Geheimnisse hinter den Dingen zu erfahren treibt einen förmlich von Seite zu Seite. Am Ende der Story wartet auf den Leser dann eine Überraschung von besonderer Qualität und Güte. Das Geschehen der Zeit ist von der Autorin exzellent recherchiert und dokumentiert ihr beeindruckendes Hintergrundwissen. Diese solide Recherchearbeit von Micaela Jary habe ich schon in jedem Werk ihrer Feder genossen. All ihre Büchern schenkten mir jeweils etwas Neues an historischem Wissen dazu. Als persönliches Highlight empfand ich die Idee der Autorin, die im Buch genannten Künstler im Anhang zu listen. Eine Karte von Paris rundet das herrliche Werk ab. Alles in allem liegt mir erneut ein wunderbarer Roman von Micaela Jary vor, der mich sicherlich auch noch lange nach seiner Lektüre gedanklich begleiten wird. So möchte ich mich recht herzlich bei der Autorin für diesen wundervollen Roman bedanken. Ich lese Ihre Werke sehr gerne und kann diese uneingeschränkt jedem ans Herz legen, der diese Romanform mag.

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Musik kann die Welt nicht retten, aber deine Seele
von SteffiKa am 07.09.2015

Inhalt (übernommen) Hamburg, 1939: Die schnellen Rhythmen, die Klänge von Saxophon, Bass und Trompete - keine andere Musik geht Marga so sehr in die Beine wie amerikanischer Swing. Am meisten begeistert sie das Klarinettenspiel ihres Jungendfreundes Michael, der regelmäßig mit seiner Swingband in den Tanzlokalen Hamburgs auftritt. Seit sie denken... Inhalt (übernommen) Hamburg, 1939: Die schnellen Rhythmen, die Klänge von Saxophon, Bass und Trompete - keine andere Musik geht Marga so sehr in die Beine wie amerikanischer Swing. Am meisten begeistert sie das Klarinettenspiel ihres Jungendfreundes Michael, der regelmäßig mit seiner Swingband in den Tanzlokalen Hamburgs auftritt. Seit sie denken kann, himmelt sie den Sohn ihrer jüdischen Nachbarn an. Doch der Zweite Weltkrieg wirft seine dunklen Schatten voraus, und Michael sieht sich aufgrund seiner Herkunft gezwungen, in Paris unterzutauchen. Wird ihre Liebe den Krieg überdauern - wie ein Lied in der Ferne, das niemals verklingt? Paris, 1999: Um sich ihr Musikstudium zu finanzieren, spielt die junge Pianistin Andrea regelmäßig in Hotellobbys und Cafés. Dabei bemerkt sie immer wieder einen alten Mann, der stundenlang ihrer Musik lauscht. Wer ist der einsame Zuhörer, und weshalb flieht er aus dem Café, als sie ihn ansprechen möchte? Andrea beschließt, dem merkwürdigen Verhalten des altes Mannes auf den Grund zu gehen, und stößt dabei auf die Geschichte zweier Liebenden in den unheilvollen Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Charaktere Marga wächst behütet in Hamburg in der Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges auf. Ihre Zeit verbringt sie mit ihren besten Freunden Helga, Norbert und Michael bei den Swingheinis, denn fast nichts liebt sie so sehr wie den Swing: Ein Zeichen für Freiheit in den dunklen Jahren. Als das Nazi-Regime diese Art von Musik verbietet, Norbert eingezogen wird und Michael aufgrund seiner jüdischen Herkunft flieht, tingelt Marga mit Harry Alsen und seiner Orchesterbandband als Sängerin zur Truppenbetreuung durch die Welt in der Hoffnung, Michael wiederzusehen. Marga - eine anfangs leicht naive und unbedarfte junge Frau entwickelt sich im Laufe der Kriegsjahre zu einer starken Frau, die sich durchaus Gedanken über das Regime macht, aber auch aufgrund ihrer nicht politischen Erziehung froh ist, ihrer Musik nachzugehen und ein relativ sorgenfreies Leben inmitten des Krieges führen darf. Michael, der über die Schweiz nach Paris flieht, lernen wir nicht so intensiv kennen wie Marga. Er lebt versteckt auf einem Gut und die Kriegsjahre verändern ihn, machen ihn nachdenklicher. Harry begleitet Marga durch die Kriegsjahre. Er steht ihr als Freund immer zur Seite. Und auch er versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten, sich vom Regime abzusetzen. Andrea, die in der Gegenwart auf den geheimnisvollen alten Mann trifft, und von Frank - einem Journalisten - unterstützt wird, hat die Handlung auf sympathische Weise abgerundet. Schreibstil Micaela Jary überzeugt mit einer Erzählung auf zwei Zeitebenen, die beide gleich spannend sind, wobei der Erzählstrang von 1939 bis 1944 im Fokus steht. Eine tolle, beschreibende Sprache hat mich sofort in der Geschichte sein lassen und mich mit dem Protagonisten oft mitleiden und mitfühlen lassen. Auch habe ich mich oft im Paris der 30-iger Jahre in einem Tanzcafé mit dabei sitzen sehen und hab oft eine Melodie vor mich hergesummt. Außerdem kam das damalige Lebensgefühl - positiv, wie negativ - super rüber. Ich konnte viel über die Pariser Besatzungszeit erfahren, ohne dass die Geschichte aus dem Mittelpunkt gerückt wäre. Die Fäden liefen relativ spät am Ende zusammen, sodass man das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen konnte und immer selber am miträtseln war. Ich wusste bis zum Schluss auf den letzten Seiten nicht, wie sich alles auflöst. Die Fußnote, das Künstlerverzeichnis, sowie der kleine Pariser Stadtplan haben die Geschichte super ergänzt. Fazit Ein Muss für jeden, der auf Liebesgeschichten und Musik steht!

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Ein ganz besonderes Buch, ich kann es sehr zu empfehlen...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 22.08.2015

Wie ein fernes Lied“ ist ganz großes Kino. Es ist ein Buch welches die Liebe, die Hoffnung, aber auch die Verzweiflung der Jugend der damaligen Zeit wirklich toll zeichnet. Es ist ein Buch über eine Generation, die durch eine Diktatur und den zweiten Weltkrieg gezeichnet ist, einer Generation die... Wie ein fernes Lied“ ist ganz großes Kino. Es ist ein Buch welches die Liebe, die Hoffnung, aber auch die Verzweiflung der Jugend der damaligen Zeit wirklich toll zeichnet. Es ist ein Buch über eine Generation, die durch eine Diktatur und den zweiten Weltkrieg gezeichnet ist, einer Generation die eigentlich nur eines wollte-Leben! Micaela Jary ist es mit diesem Buch gelungen den Opfern der NS-Diktatur ein Denkmal zu setzen, den vielen jungen Menschen die nichts anderes wollten wie viele andere junge Menschen zu jeder Zeit. Sie wollten Spaß haben, ihre Musik hören und selbst machen und nicht zu Letzt wollten sie lieben wen sie wollten und nicht den, den die Rassengesetze im Dritten Reich vorschrieben. Zwischen den Zeilen kann man das Buch vielleicht auch als eine Hommage an ihren Vater den Musiker Michael Jary verstehen. Ist es doch die Zeit in der er als junger Musiker ebenfalls den Repressalien der Zeit ausgesetzt war. Und wer weiss, vielleicht ist Michael aus der Story irgendwo auch Micaela Jarys Vater. (Edit: Die werte Micaela hat mich aufgeklärt, dass ich nicht ganz richtig gelegen habe. Der Michaela entspricht eher dem jungen Helmut Zacharias und bei Harry Alsen handelt es sich mehr um Michael Jary, zwei großartige Musiker) Die Figuren des Buches sind wirklich gut und glaubhaft beschrieben, so dass sie einem sehr lebendig vorkamen. Es war für mich fast wie eine Rückkehr zu meinen Onkels und Tanten und auch zu meiner Großmutter, wenn sie ihre Geschichten aus der damaligen Zeit zum Besten gaben. Damals wie heute mit diesem Buch, hat mich die Story wieder sehr nachdenklich zurückgelassen. Die Protagonistin Marga beweist die Kraft der Liebe, die sie nicht zweifeln ließ trotz der Entfernung von ihrer Liebe dem Klarinettisten Michael. Über die Wirren des Krieges hinweg gibt sie nie die Hoffnung auf… … aber genug von der Story, da möchte ich nicht zu viel verraten. Lest es selbst, es lohnt sich auf jeden Fall. Es ist der Autorin ebenfalls gelungen die Stimmung und Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Schauplätze sind ebenfalls sehr gut beschrieben, so dass gemeinsam mit den Figuren des Buch das ganze wie ein bunter Kinofilm vor meinem inneren Auge ablief. Es war für mich ein Buch, das mich gänzlich in seine Welt gezogen hat, so sehr, dass ich kaum ansprechbar war während der Lektüre. Für mich sind das mehr als verdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung für das Buch.

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Wunderschön!
von Bani am 17.10.2016

Ein sehr gutes Buch, typisch für M.Jary allerdings die viele Seiten und der Sprung in jetzt und Vergangenheit. Trotzdem zu Empfehlen.

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