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Wie ich Pluto zur Strecke brachte

und warum er es nicht anders verdient hat

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Seit 2006 haben wir keinen Planeten Pluto mehr. In Wie ich Pluto zur Strecke brachte schildert Mike Brown in einer spannenden Erzählung voller Humor und dramatischer Wendungen seine Sicht des wohl aufregendsten Jahres der modernen Astronomie – eines Jahres, in dem ihm eine entscheidende Rolle zukam. Das Buch führt den Leser durch wichtige wissenschaftliche Konzepte und regt ihn an, genauer über unsere Rolle im Universum nachzudenken. Aber es ist vor allem auch eine unterhaltsame und aufschlussreiche persönliche Geschichte. Ein Buch für jeden, der jemals davon geträumt hat, das Universum zu erkunden – und wer von uns hätte das nicht?
Rezension
Das Buch ist aus drei Gründen besonders empfehlenswert. Der erste ist offensichtlich: Brown beschreibt ein faszinierendes Kapitel der modernen Astronomie und vermittelt dabei grundlegendes Wissen über unser Sonnensystem. Der zweite Grund ist die Art und Weise, wie das Buch geschrieben wurde. Brown erzählt die Geschichte aus einer sehr persönlichen Sicht. Es werden nicht nur wissenschaftlichen Fakten präsentiert, sondern auch die beteiligten Wissenschaftler. Neben Brown, dem Astronomen lernen wir auch Brown, den Privatmenschen kennen. Brown, der sich Gedanken darüber macht, wie es wäre, als einer von nur vier Menschen einen Planeten entdeckt zu haben. ... Und über den der Medienrummel hereinbricht, als er zum "Pluto-Killer" wird. Man liest nicht oft so einen intimen, spannenden und informativen Einblick in das Leben eines Spitzenwissenschaftlers. Der dritte Grund sind die vielen Details und Hintergründe, die Brown im Zuge seiner Geschichte erzählt. Allein der Krimi um die Entdeckung des großen Kuipergürtelasteroids "Haumea" wäre fast ein eigenes Buch wert und hat alles, was eine spannende Detektivgeschichte ausmacht: Spionage unter Wissenschaftler, Anschuldigungen, Datenklau und Prioritätsstreitigkeiten. Das Buch von Mike Brown ist absolut lesenswert, und das nicht nur für Menschen, die an Astronomie interessiert sind. Die Geschichte, wie unser Sonnensystem einen Planeten verlor, sollte niemand verpassen.
Spektrum der Wissenschaft
2005 entdeckte Mike Brown im Kuiper-Gürtel ein Objekt, etwas größer als Pluto. Es begann eine intensive Diskussion um die Definition "Planet". Eine keineswegs einfache Sache, eine saubere Begriffsbestimmung ist schwieriger, als der Laie auf den 1. Blick vermutet. Am 24. August 2006 nach einer Sitzung der International Astronomical Union besaß das Sonnensystem wider Erwarten einer breiten Öffentlichkeit (weniger der Fachleute) statt 10 plötzlich nur noch 8 Planeten. Ein spannender, humorvoller und sehr persönlicher Bericht - auf den 1. Blick etwas flapsig, aber keineswegs ohne Tiefgang - über harte astronomische Arbeit, über wissenschaftliche Definitionen und deren Rolle im Erkenntnisprozess, über Prioritätenstreitigkeiten im Grenzbereich wissenschaftlicher Ethik, irrationale Anfeindungen ("Planetendieb"), über das Wesen der Wissenschaft und des Wissenschaftsbetriebs, nicht zuletzt über das Familienleben eines jungen Forschers, der vom Time-Magazin zu einem der 100 Menschen gewählt wurde, die unsere Welt am stärksten geprägt haben.
Ekz.Bibliotheksservice
Mike Browns Werk ist weniger ein Buch über Pluto und seine Degradierung zum Zwergplaneten, sondern mehr die Autobiographie eines Astronomen, der erfrischend offen darlegt, wie der Alltag eines Wissenschaftlers aussieht, wie Forschungsdrang, Konkurrenz- und Prestigedenken, Neugier und Eitelkeit die Berufswelt der vermeintlich so nüchternen und objektiven Menschen prägen. Am Ende hat man den Eindruck, dass nicht Mike Brown Pluto zur Strecke gebracht hat, sondern Pluto ihn.
Deutschlandradio Kultur
Browns lebhafte, unterhaltsame Erzählung Wie ich Pluto zur Strecke brachte ... und warum er es nicht anders verdient hat zeichnet die gesamte Saga [der Abwertung Plutos] auf und macht in ihrem Verlauf das traurige Schicksal Plutos leichter erträglich. Haben wir auch einen Planeten verloren, so haben wir doch eine aufgeweckte, neue Stimme der Populärwissenschaft gewonnen.
The Wall Street Journal
Browns brillante wissenschaftliche Autobiographie schildert die Komplexität der planetarischen Wissenschaft mit Klarheit und Eleganz. Brown ist ein zugleich überraschend bescheidenes wie unterhaltsames Genie. Aber was am meisten auffällt, ist seine kompromisslose Integrität und sein Glaube an die Wissenschaft. Er setzt allgemeine Prinzipien über sein eigenes Interesse ... Eine fantastische Wissenschaftsbiographie.
Minneapolis Star Tribune
Randvoll mit Humor und Charme ... Berauschend.
LA Times
Portrait
Mike Brown ist Richard-and-Barbara-Rosenberg-Professor für Planetarische Astronomie am California Institute of Technology. Im Jahre 2006 kürte ihn Time Magazine zu einem der 100 Menschen, die unsere Welt am stärksten geprägt haben. 2012 sind seine Entdeckungen mit dem renommierten Kavli Prize in Astrophysics ausgezeichnet worden. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Südkalifornien.
„Brown ist ein zugleich überraschend bescheidenes wie unterhaltsames Genie.“ Minneapolis Star Tribune
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 12.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8274-2944-5
Verlag Spektrum der Wissenschaft
Maße (L/B/H) 208/139/28 mm
Gewicht 0
Originaltitel How I killed Pluto and why it bad itcoming
Abbildungen 1 schwarz-weiße Abbildungen
Auflage 2012
Verkaufsrang 44.916
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„Erinnerungen eines Planetenkillers“

Thorsten Büchner, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Mit Eris hat der kalifornische Astronom Mike Brown vor einigen Jahren einen Himmelskörper entdeckt, der zunächst als „zehnter Planet“ seine Runde durch die Medien zog, dann aber von der Fachwelt als Zwergplanet eingestuft wurde. Dumm nur, dass Pluto – Eris‘ Nachbar im transneptunischen Outback – um einige Schaufeln Eis und Geröll kleiner Mit Eris hat der kalifornische Astronom Mike Brown vor einigen Jahren einen Himmelskörper entdeckt, der zunächst als „zehnter Planet“ seine Runde durch die Medien zog, dann aber von der Fachwelt als Zwergplanet eingestuft wurde. Dumm nur, dass Pluto – Eris‘ Nachbar im transneptunischen Outback – um einige Schaufeln Eis und Geröll kleiner ist. Der neunte Planet war damit auch nicht mehr als ebensolcher zu halten und wurde seinerseits zum Zwerg degradiert. Diese Herabstufung haben zahlreiche Amateurastronomen Mike Brown krumm genommen – seinem fachlichen Ruf hat’s freilich nicht geschadet. Mit viel Charme und ironischer Distanz zum eigenen Geschäft (an dem es seinen Kritikern übrigens mangelt) erzählt der „Pluto-Killer“ die Geschichte dieses (zwerg-)planetaren Aufregers. Er beschreibt die Nächte im Palomar Observatory, seine Nervosität, jemand anderes könne ihm zuvorgekommen sein, und schließlich, mit welch harten Bandagen die Pluto-Anhänger gegen ihn gekämpft haben. Wie üblich bei populärwissenschaftlichen Titeln aus den Staaten verzichtet Brown darauf, seine Leser mit Fachchinesisch zu beeindrucken. Dafür liest sich der ohnehin kurzweilige Text umso süffiger.

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