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Wie soll ich leben? oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten

oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten

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Sarah Bakewells Buch ist ein Geniestreich: Auf höchst elegante und unterhaltsame Weise erzählt sie das Leben Montaignes und beantwortet zugleich unsere Fragen nach einem guten Leben. Authentischer und aktueller wurde noch nie über den großen Philosophen und Essayisten geschrieben - ein Glücksfall!
Lebe den Augenblick! - Philosophiere nur zufällig! - Bedenke alles, bereue nichts! - Mit diesen und anderen Antworten auf die eine Frage "Wie soll ich leben?" führt Sarah Bakewell durch das ungewöhnliche Leben des Weingutbesitzers, Liebhabers, Essayisten, Bürgermeisters und Reisenden Michel de Montaigne. Dabei gelingt ihr das Kunststück, ihn ganz im 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Religionskriege, zu verorten und gerade dadurch für unsere Zeit verständlich zu machen. Wie soll man Montaigne lesen? Nicht wie ein Kind, um sich zu amüsieren, und nicht wie die Ehrgeizigen, um sich zu belehren. "Nein. Lesen Sie ihn, um zu leben!", empfahl der große Flaubert.

Portrait
Rita Seuß arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren mit Bernhard Jendricke zusammen. Gemeinsam haben sie neben Romanen von Clare Clark Werke von Gore Vidal, Peter Heather und Jeremy Scahill ins Deutsche übertragen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 14.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63969-2
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 223/152/34 mm
Gewicht 665
Originaltitel How To Live or A Life of Montaigne in one question and twenty attempts at an answer
Abbildungen mit 14 Abbildungen und 2 Karten
Auflage 4. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
24,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Montaigne, immer noch aktuell!“

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Zu erst einmal sei angemerkt, dass man Montaigne noch nicht gelesen haben muss um Spaß an diesem Buch zu haben.
Man merkt dem Buch an wie sehr Sarah Bakewell von Montaigne fasziniert ist.
Sie liefert sehr unterhaltsam einen Einstieg in Montaignes Werk und macht Lust darauf es selbst zu lesen.
Gleichzeitig ist dieses Buch aber auch
Zu erst einmal sei angemerkt, dass man Montaigne noch nicht gelesen haben muss um Spaß an diesem Buch zu haben.
Man merkt dem Buch an wie sehr Sarah Bakewell von Montaigne fasziniert ist.
Sie liefert sehr unterhaltsam einen Einstieg in Montaignes Werk und macht Lust darauf es selbst zu lesen.
Gleichzeitig ist dieses Buch aber auch eine Biographie über Montaigne.

Kundenbewertungen


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Wem soll ich´s geben?
von einer Kundin/einem Kunden am 19.01.2013

Am Ende der Lektüre stellt sich wirklich die Frage: wem soll ich´s geben? Eines der besten Bücher des Jahrzehnts. Neben Montaignees Leben, steht das Leben an sich im Mittelpunkt. Der Geniestreich daran liegt in der Verknüpfung. Hier kann ruhig von einer meisterhaften Verknüpfung zwischen Leben, Geist und Literatur gesprochen... Am Ende der Lektüre stellt sich wirklich die Frage: wem soll ich´s geben? Eines der besten Bücher des Jahrzehnts. Neben Montaignees Leben, steht das Leben an sich im Mittelpunkt. Der Geniestreich daran liegt in der Verknüpfung. Hier kann ruhig von einer meisterhaften Verknüpfung zwischen Leben, Geist und Literatur gesprochen werden, und vor allem: es artet zum Lesevergnügen aus! Ist man am Ende angelangt, möchte der Geist tanzen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Informativ und abwechslungsreich
von Chantal Trauth aus Karlsruhe am 08.09.2012

Sarah Bakewell's Buch über Montaignes Leben ist kein trockenes Sachbuch, sondern führt den Leser mit interessanten Informationen und amüsanten Anekdoten durch die Frage wie man Leben soll. Außerdem beschreibt sie sehr eindrucksvoll, wie Montaigne in seiner Zeit dieses Thema behandelte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
„Jedermann schaut vor sich, ich schaue in mich hinein“
von Sandra Matteotti aus Zürich am 07.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Wer einen Lebensratgeber erwartet nach dem Titel, der kann das Buch getrost weglegen – aber: Ich würde es nicht raten, denn es enthält etwas viel besseres: Die Lebensgeschichte Montaignes – und das auf eine Weise, wie sie ihresgleichen sucht. Sarah Bakewell gelingt in diesem Buch die Quadratur des Kreises: Sie... Wer einen Lebensratgeber erwartet nach dem Titel, der kann das Buch getrost weglegen – aber: Ich würde es nicht raten, denn es enthält etwas viel besseres: Die Lebensgeschichte Montaignes – und das auf eine Weise, wie sie ihresgleichen sucht. Sarah Bakewell gelingt in diesem Buch die Quadratur des Kreises: Sie entführt den Leser in die Zeit Montaignes, zeigt ihm die historischen Gegebenheiten, politischen Verhältnisse und gesellschaftlichen Vorstellungen dieser Zeit, stellt dann Montaigne als Mensch hinein in die Zeit und beschreibt, wie er sich darin bewegte. In der Folge spinnt sie ein Netz aus Zeit, Mensch und Werk, beleuchtet dabei Montaignes Gedankengänge und wie sie sich in seinem Werk niederschlugen. "Mein wesentlicher Charakterzug […] ist die Neigung, mich mitzuteilen und zu offenbaren: Zu Geselligkeit und Freundschaft geboren, bin ich vor aller Augen ganz nach aussen gewandt." Montaigne beschloss eines Tages, seine politische Laufbahn zu beenden und sich ganz dem Schreiben zu widmen. Dazu zog er sich in sein Turmzimmer zurück und schrieb. Er schrieb nicht, um zu belehren, vielmehr schrieb er, was er alles bei sich entdeckte, in der Welt wahrnahm, dachte. "Ich wende meinen Blick nach innen, und da halte ich ihn fest und lasse ihn verweilen. Jedermann schaut vor sich, ich schaue in mich hinein. Ich habe es nur mit mir selbst zu tun. Ich beobachte mich unablässig und prüfe mich, ich koste mich […]. Ich wälze mich in mir selbst." Kein Thema war tabu, er schaute hin. Damit stiess er, als es ums verlegen ging, nicht nur auf offene Türen, auch später noch fanden sich seine Essais immer mal wieder auf den Listen der verbotenen Bücher. Montaigne liess sich nicht beirren, er schrieb weiter neue Essais oder ergänzte die alten durch neue Gedanken oder Sichtweisen. Dies und der Umstand, dass die Essais in den Händen zweier Freunde waren, die unter Umständen auch Ergänzungen und Veränderungen vornahmen, ist die wirkliche Entstehungsgeschichte der Essais nicht ganz gesichert, was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Montaigne wurde über all die Jahre begeistert gelesen und hinterliess bleibende Eindrücke, allen voran den Eindruck: Da schrieb einer, der in mich hineinschauen konnte. Auch der Rezeption von Montaignes Essais widmet sich Bakewell ausführlich und schliesst damit den Kreis. Montaigne wollte sich mitteilen, wollte etwas hinterlassen, das über ihn hinausweist. Das ist ihm gelungen, wie man aufgrund der vielfältigen Stimmen seiner (oft berühmten) Leser sieht. Trotz einer Flut von Informationen ist das Buch nie langatmig oder gar staubtrocken. Sarah Bakewell ist es gelungen, eine flüssig lesbare, fundierte, durch breites Wissen und tiefe Kenntnis betechende Biographie zu schreiben, die einen grosse Lust auf die Lektüre Montaignes selber macht. Sie hat also einfach alles richtig gemacht! Fazit Ein wunderbares, fundiertes, gut lesbares und umfassendes Buch über das Leben Montaignes, das Lust auf mehr macht. Absolut empfehlenswert!

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