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Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

Roman

(15)
Rezension
"Selim Özdogan ist mit 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ein Roman gelungen, der die Fragen nach Identität und kultureller Differenz ernst nimmt, indem er darüber kluge Witze macht." Carsten Otte, SWR 2 "vielstimmiger Beitrag zur Kulturenverständigung" Der Standard, Roman Gerold "Kurzweiligkeit, Einfallsreichtum und Komik machen die Lektüre dieses Romans zum Dauervergnügen ... Würden alle dem Thema Interkulturalität so entspannt begegnen wie Selim Özdogan, hätten wir viele Probleme gelöst." Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' bietet überaus unterhaltsame Lektüre, die so manches über Istanbuler Lebensgefühl erzählt ...Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' APA, Wolfgang Huber-Lang "Unterhaltsame Lektüre, die so manches über das Istanbuler Lebensgefühl erzählt. Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt." Luzerner Zeitung, Arno Renggli "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist eine höchst vergnügliche Lektüre und eine ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit Identität, Heimat sowie nationalen und kulturellen Klischees." WOZ, Silvia Süess "Selim Özdogan beschreibt, wie facettenreich Identität sein kann." Nordwest Radio, Marike Deitschun "hinreißend komisch" Kölner-Stadtanzeiger, Emmanuel van Stein "Selim Özdogan ist eine Satire auf deutsche und türkische Klischees gelungen" SWR, Werner Witt "Ernst und lustig, klug und naiv, poetisch und gewitzt skizziert der 44-jährige Wahlkölner den Weg eines jungen Mannes, der zwischen Integration, Reisepässen und Wurzeln immer wieder politisiert wird." Kieler Nachrichten, Alev Dogan "Witzig und klug räumt Selim Özdogan in seinem Buch mit kulturellen Verallgemeinerungen und Vorurteilen auf." Domradio, Johannes Schröer "Ein amüsantes Wechselspiel zwischen Deutschland und der Türkei. Räumt mit einigen Vorurteilen und Verallgemeinerungen mal ordentlich auf." Buchkultur, Jorghi Poll "ein unwahrscheinlich lustiges Buch. So lustig, dass man es ernst nehmen muss." Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner "Selim Özdogan erzählt erfrischend frech" Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer "Selim Özdogan ist mit 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ein Roman gelungen, der die Fragen nach Identität und kultureller Differenz ernst nimmt, indem er darüber kluge Witze macht." Carsten Otte, SWR 2 "vielstimmiger Beitrag zur Kulturenverständigung" Der Standard, Roman Gerold "Kurzweiligkeit, Einfallsreichtum und Komik machen die Lektüre dieses Romans zum Dauervergnügen ... Würden alle dem Thema Interkulturalität so entspannt begegnen wie Selim Özdogan, hätten wir viele Probleme gelöst." Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' bietet überaus unterhaltsame Lektüre, die so manches über Istanbuler Lebensgefühl erzählt ...Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' APA, Wolfgang Huber-Lang "Unterhaltsame Lektüre, die so manches über das Istanbuler Lebensgefühl erzählt. Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt." Luzerner Zeitung, Arno Renggli "'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist eine höchst vergnügliche Lektüre und eine ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit Identität, Heimat sowie nationalen und kulturellen Klischees." WOZ, Silvia Süess "Selim Özdogan beschreibt, wie facettenreich Identität sein kann." Nordwest Radio, Marike Deitschun "hinreißend komisch" Kölner-Stadtanzeiger, Emmanuel van Stein "Selim Özdogan ist eine Satire auf deutsche und türkische Klischees gelungen" SWR, Werner Witt "Selim Özdogans Roman 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist klug und unterhaltsam." Badische Zeitung, Heidi Ossenberg "Ernst und lustig, klug und naiv, poetisch und gewitzt skizziert der 44-jährige Wahlkölner den Weg eines jungen Mannes, der zwischen Integration, Reisepässen und Wurzeln immer wieder politisiert wird." Kieler Nachrichten, Alev Dogan "Witzig und klug räumt Selim Özdogan in seinem Buch mit kulturellen Verallgemeinerungen und Vorurteilen auf." Domradio, Johannes Schröer "Ein amüsantes Wechselspiel zwischen Deutschland und der Türkei. Räumt mit einigen Vorurteilen und Verallgemeinerungen mal ordentlich auf." Buchkultur, Jorghi Poll "ein unwahrscheinlich lustiges Buch. So lustig, dass man es ernst nehmen muss." Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner "Selim Özdogan erzählt erfrischend frech" Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer
Portrait
Selim Özdogan,geboren 1971 in Köln, studierte kurzzeitig Völkerkunde, Anglistik und Philosophie. Zahlreiche Jobs, zahlreiche Veröffentlichungen. Selim Özdogan lebt in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 248
Erscheinungsdatum 27.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7099-7238-0
Verlag Haymon Verlag
Maße (L/B/H) 211/134/27 mm
Gewicht 374
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 25.704
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Vorurteile-Entlarven auf philosophisch-satirische Art à la Forrest Gump- herrlich!
von mamamal3 am 27.01.2016

Krishna Mustafa begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln- sein Vater ist Türke, seine Mutter Deutsche. Er reist nach Istanbul, nachdem seine Beziehung zu Laura endete. Dort trifft er auf Familie und Freunde, lernt viele neue und interessante Menschen kennen. Er macht sich mit Religionen, Bräuchen/Sitten vertraut, hinterfragt... Krishna Mustafa begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln- sein Vater ist Türke, seine Mutter Deutsche. Er reist nach Istanbul, nachdem seine Beziehung zu Laura endete. Dort trifft er auf Familie und Freunde, lernt viele neue und interessante Menschen kennen. Er macht sich mit Religionen, Bräuchen/Sitten vertraut, hinterfragt so vieles, was sonst selbstverständlich gelebt wird- auf sehr sympathische Art- oftmals Satire pur! Als er völlig zu unrecht in die "Islamisten-Ecke" gestellt wird, eine gute Freundin- die einen geheimen Film über die Unruhen im Gezi-Park drehte verschwindet, wird aus dem Spaß langsam für den Leser unangenehmer Ernst. Krishna Mustafa kommt für mich als eine Art Forrest Gump daher, sehr unbedarft, sympathisch, liebevoll und sehr offen für seine Mitmenschen. Das Buch ist endlich mal etwas ganz anderes, Philosophie trifft auf viele aktuelle Vorurteile. Machte mir mit seiner satirischen Art ganz besonderen Spaß, auch wenn unangenehme Themen angesprochen werden!

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Satire zum Nachdenken
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiben am 23.01.2016

FREIBURG-ISTANBUL UND ZURÜCK Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach ISTANBUL. ÜBER DAS... FREIBURG-ISTANBUL UND ZURÜCK Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach ISTANBUL. ÜBER DAS LEBEN ZWISCHEN ZWEI KULTUREN Auf der Suche nach seiner Identität, der verlorenen Liebe und guter Schokolade beginnt für Krishna in der Türkei eine unvergessliche Reise. Neugierig auf das Leben und stets leicht zu begeistern taucht er in das turbulente und PULSIERENDE LEBEN DER GROSSSTADT ein. Über seine Wurzeln weiß er ein halbes Jahr später zwar immer noch nicht mehr, dafür aber eine ganze Menge über die Türken und die Deutschen, über Erdo?an und den Gezi-Park, über Moscheen und Starbucks, darüber, wie man mithilfe von Gebets-Apps zum guten Moslem und mithilfe des richtigen Haarschnitts zum Islamisten wird. PROVOKANT, SCHARFSINNIG UND WITZIG FASZINIEREND SPIELERISCH, BERÜHREND UND HERRLICH POLITISCH UNKORREKT ERZÄHLT SELIM ÖZDOGAN VOM LEBEN ZWISCHEN ZWEI WELTEN. In leichtem Ton bringt er dem Leser den Alltag in Istanbul aus zugleich deutscher und türkischer Sicht näher, schildert provokant, scharfsinnig und witzig die vermeintlichen Eigenheiten der Deutschen, der Türken und all derjenigen, die zwischen den Kulturen leben. Ein grandios kluger und grandios komischer Roman über die Menschen mit ihren Sehnsüchten, ihren Vorstellungen und Vorurteilen, ihren Konflikten und Leidenschaften. Ein Roman über das Leben selbst. Das Cover ist vor allem durch die Farbwahl und den Titel auffällig. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, man kann sich die Charaktere und die Orte sehr gut vorstellen. Negativ aufgefallen ist mir nur, dass bei den direkten Reden die Anführungszeichen (" ") fehlen und sich dadurch die Lesbarkeit erschwert. Dazu kommen noch einige Fehler (fehlende Worte; v.a. Artikel oder Präpositionen), allerdings könnte dies vielleicht auch gewollt sein!? Besonders gefallen an dem Buch hat mir der satirischen, teils subtile Humor, der aber auch teils philosophische Wahrheiten beinhaltet, v.a. in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Ach so. Danke, dass ich das Buch lesen durfte (Tausend Dank)! ;-) - kleiner Insiderwitz, für alle die das Buch gelesen haben Ich glaube, dass man das Buch noch mindestens ein 2. Mal lesen muss, um alle Pointen mitzubekommen. Fazit: Leseempfehlung für alle die gerne Satire lieben und dabei auch etwas zum Nachdenken haben wollen.

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Eine turbulente Reise zwischen den Kulturen
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 22.01.2016

In diesem Buch geht es um den jungen, in Freiburg lebenden Studenten Krishna Mustafa, Sohn seiner deutschen Mutter und seines türkischen Vaters. Geboren wurde er in der Türkei da seine Eltern sich dort kennen lernten. Als es jedoch Zeit dafür ist das Krishna Mustafa eingeschult wird möchte seine Mutter... In diesem Buch geht es um den jungen, in Freiburg lebenden Studenten Krishna Mustafa, Sohn seiner deutschen Mutter und seines türkischen Vaters. Geboren wurde er in der Türkei da seine Eltern sich dort kennen lernten. Als es jedoch Zeit dafür ist das Krishna Mustafa eingeschult wird möchte seine Mutter dass die Familie nach Deutschland umzieht. Sein Vater versteht erst mal überhaupt nicht warum denn schließlich ist er doch auch in der Türkei zur Schule gegangen…. Warum soll denn nun für seinen Sohn das türkische Schulsystem nicht gut genug sein??? Aber er gibt nach und die Familie zieht nach Deutschland und Krishna Mustafa kommt in eine Waldorfschule. Nach einiger Zeit kommt es bei seinen Eltern immer wieder zu Streit und schließlich verlässt sein Vater die Familie und geht zurück in die Türkei, Krishna Mustafa und seine Mutter bleiben in Deutschland. Als junger Mann ist er dann mit Laura zusammen bis diese ihn dann verlässt da er aus ihrer Sicht „seine Identität noch nicht gefunden hat“. Nun macht sich Krishna Mustafa auf den Weg nach Istanbul mit dem Ziel seine Identität zu finden. Er tauscht mit seinem türkischen Vetter das WG Zimmer und geht für sechs Monate nach Istanbul wo ihn seine türkischen Mitbewohner nicht immer ernst nehmen. Seinem Vater scheint ein treffen mit ihm nicht so wichtig zu sein denn es klappt erst nach dem dritten Versuch dass die beiden sich dann wirklich treffen. Aber Krishna Mustafa gibt nicht auf und hat das Ziel, seine Identität zu finden, vor Augen. Ein tiefgründiger Roman mit sehr viel Witz und Humor angereichert. Ein flüssiger Schreibstil und es wird in keinem der Kapitel langweilig. Es ist sicherlich nicht einfach wenn man zwei so unterschiedliche Länder als Heimat bezeichnen kann und viele von diesen Menschen fühlen sich vermutlich weder hier noch dort so richtig „Zuhause“. Das Cover von diesem Buch ist aus meiner Sicht recht einfach gehalten aber das Buch hält was es verspricht: eine ganz schön turbulente Reise zwischen den Kulturen!

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Heimat
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Krishna Mustafa hat eine deutsche Hippie Mutter, einen türkischen Vater und aus diesem Grund ein Problem mit seiner Identität, zumindest meint das die Frau, die ihn verlassen hat. Ratlos zieht es ihn nach Istanbul. Er will, so vermittelt es mir das gelungene Buchcover, vom Halbmond aus in die Ferne... Krishna Mustafa hat eine deutsche Hippie Mutter, einen türkischen Vater und aus diesem Grund ein Problem mit seiner Identität, zumindest meint das die Frau, die ihn verlassen hat. Ratlos zieht es ihn nach Istanbul. Er will, so vermittelt es mir das gelungene Buchcover, vom Halbmond aus in die Ferne blicken, um sich selbst nahe zu kommen. Krishna, dieser von Geburt an zwischen die Kulturen geratene Schelm streunt ziellos durch die Stadt seines Vaters und stößt die Heimat zu seiner inneren Heimat auf. In etwa so kann man Selim Özdogans neuen Roman beschreiben. Manchmal habe ich mich während des Lesens gefragt, wie viel von dem Autoren Özdogan in diesem immer und alles beobachtenden Krishna Mustafa steckt, der einfach nichts ernst nehmen kann. Schon gar nicht die Liebe. Wahrscheinlich weniger, wie der Leser glaubt, aber immer noch genug, um mit reichlich Tiefenschärfe das literarische Fallbeil auf deutsche Biojünger und einen türkischen Präsidenten niedersausen lässt, wie man(n) Machohafter kaum sein kann. Selim Özdogan schreibt voller bissiger Ironie, im Plauderton eines geborenen Leichtfußes, wunderbar lakonisch und stilsicher. Allerdings mit einem Hang zum Abschweifen. Fraglos ist in dem Buch nicht jede Pointe ein Treffer, bisweilen ist die Geschichte einfach inhaltlich belanglos, aber was trifft, dass haut einen aus den Socken und sorgt für Lachfalten im Gesicht des Lesers. Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans ist das der Fall. Fein, die Geschichte mit dem angeblichen Terroristen, den Seitenhieben auf Spießertum und glücklose Sinnsuche. Und Überhaupt: Was ist schon eine Demonstration im Gezi Park gegen ein Flirt mit dem Schicksal? Alles in allem ein gelungenes Buch!

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Krishna Mustafas Reise zu sich selbst
von Jenny Vogler am 12.06.2016

Krishna Mustafa ist geborener Türke, lebt aber als Scheidungskind seit seinem 6. Lebensjahr in Deutschland. Seine Mutter, eine Deutsche hat die Lebensweise seines türkischen Vaters nicht länger ertragen und ist damals in ihre Heimat zurückgekehrt. Doch nun ist Krishna... Krishna Mustafa ist geborener Türke, lebt aber als Scheidungskind seit seinem 6. Lebensjahr in Deutschland. Seine Mutter, eine Deutsche hat die Lebensweise seines türkischen Vaters nicht länger ertragen und ist damals in ihre Heimat zurückgekehrt. Doch nun ist Krishna 24 und seine Freundin Laura hat ihn vor die Tür gesetzt, weil er angeblich seine Identität noch längst nicht gefunden hat. Also begibt sich der junge Mann auf Spurensuche in sein Geburtsland, um die Bedenken ein für allemal auszuräumen. Doch seine wahre Identität kann er nicht finden, denn er lebt nicht nur zwischen zwei Welten, sondern hat in erster Linie ganz eigene Vorstellungen von seinem Leben und die sind weder typisch Deutsch noch typisch Türkisch. Auf dieses Buch bin ich vor allem wegen seines kreativen Titels sowie seiner Aktualität aufmerksam geworden. Und beide Aspekte werden im vorliegenden Roman bedacht und mittels humorvoller Situationskomik geschildert. So befasst sich nicht nur der leicht orientierungslose Hauptprotagonist mit seinen Wurzeln, sondern auch der neugierige Leser gewinnt tiefe Einblicke in das Denken eines "Ausländers". Schon bald wird klar, dass die manifestierten Unterschiede zwischen den Kulturen anscheinend nur Vorurteile sind, die sich konkret gar nicht belegen lassen. Und außerdem gibt es in beiden Ländern Missstände und fortschrittliches Denken, hier und dort werden zwar klare Abgrenzungen sichtbar, die sich im alltäglichen Leben auch deutlich zeigen, doch sie sind eher menschlicher Natur, denn landesspezifischer Art. Und so schafft Selim Özdogan einen ehrlichen Abriss über zwei Kulturen, die sich nicht immer verstehen, aber durchaus miteinander verbinden lassen, indem der Einzelne einfach ein Leben führt, welches nur den eigenen Ansprüchen genügt und nicht den gesellschaftlichen Anforderungen. In 30 kurzen Kapiteln reiht sich eine Anekdote an die nächste und doch ergibt sich daraus ein zusammenhängendes Bild und ein abwechslungsreicher, innovativer Gesellschaftsroman. „Für die Türken ist der Türke etwas anderes, als er für die Deutschen ist. Und für die Deutschen ist der Deutsche etwas anderes, als er für die Türken ist.“ Fazit: Ein poetischer, teils philosophischer Roman, der immer mit einem Augenzwinkern aufwartet und den man getrost weiterempfehlen kann, an Leser die sich nicht sklavisch an Dogmen und völkischer Überheblichkeit orientieren. Ein wirklich andersartiger Unterhaltungsroman, der für mehr Offenheit und Zugeständnisse plädiert. Die Umsetzung hat mir gut gefallen.

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Wer suchet, der findet!
von La novelera am 17.05.2016

Krishna Mustafa lebt zwischen zwei Welten auf. Seine deutsche Mutter und sein türkischer Vater lernten sich einst im berühmten Puddingshop in der Türkei kennen, verliebten sich ineinander und bekamen einen Sohn – Krishna Mustafa (seine Mutter war damals auf dem Rückweg von einem abenteuerlichen Trip nach Indien, was wohl... Krishna Mustafa lebt zwischen zwei Welten auf. Seine deutsche Mutter und sein türkischer Vater lernten sich einst im berühmten Puddingshop in der Türkei kennen, verliebten sich ineinander und bekamen einen Sohn – Krishna Mustafa (seine Mutter war damals auf dem Rückweg von einem abenteuerlichen Trip nach Indien, was wohl den ungewöhnlichen Doppelvornamen erklärt). Nach den ersten Jahren in der Türkei möchte die Mutter zurück nach Deutschland, damit Krishna auf die Waldorfschule gehen kann. Die Ehe der Eltern zerbricht am Leben in der Bundesrepublik, mit dem der Vater nicht klarkommt. Er verlässt die Familie. Später, als Student, bringt ihn seine Freundin Laura bzw. Ex-Freundin (was Krishna Mustafa furchtbar bedauert) darauf, dass er doch seine Identität suchen müsse, denn das wäre wichtig für ihn. Kurz entschlossen tauscht er die WG Zimmer mit seinem Cousin, er kommt nach Freiburg und Krishna Mustafa geht nach Istanbul. Dort hat er viele spannende Begegnungen, trifft seinen Vater wieder und lernt so einiges über sich selbst, seine Identität und worauf es im Leben ankommt. Ein spannendes Thema, besonders in unserer heutigen Zeit. Dem Autor gelingt es, den Protagonisten mit einer gewissen Zerrissenheit zu charakterisieren und zu zeigen, dass Heimat für Krishna Mustafa weder hier noch dort sein kann, sondern jedes seiner beiden Herkunftsländer Teile in ihm verankert hat, die das andere nicht bieten kann. Dabei wird er manchmal als etwas schwer von Begriff dargestellt – vielleicht um die Verständnisschwierigkeiten nicht nur auf die Sprache zu beschränken, sondern zu zeigen, dass interkulturelles Verständnis und Kompetenz nicht nur mit dem Erlernen einer Sprache getan sind. Außerdem wird das ganze Thema auch noch auf die Schippe genommen, sodass es seine Ernsthaftigkeit aber nicht ganz einbüßt, sondern mit einem Augenzwinkern sagen möchte, dass bei dieser oft anstrengenden Suche nach Heimat und Identität auch die Freude nicht zu kurz kommen sollte. Klug und witzig geschrieben!

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Witziger Titel
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 13.02.2016

Selim Özdogan war mir schon ein Begriff, gleich als ich seinen Namen las, erinnerte ich mich an seinen Roman Heimstraße 52, der mir besonders gut gefiel. So hatte ich schon einige Erwartungen auf diesen Roman,Wieso Heimat, ich wohne zur Miete Leider brauchte ich bei diesem aber etwas, bis ich Zugang... Selim Özdogan war mir schon ein Begriff, gleich als ich seinen Namen las, erinnerte ich mich an seinen Roman Heimstraße 52, der mir besonders gut gefiel. So hatte ich schon einige Erwartungen auf diesen Roman,Wieso Heimat, ich wohne zur Miete Leider brauchte ich bei diesem aber etwas, bis ich Zugang zu diesem Roma hatte. Das liegt vielleicht an der Art des Protoganisten Krishna Mustafa. Er ist mir in allem viel zu naiv, auch wenn er keinen Fernseher besitzt, aber als Student bekommt man doch eigentlich doch ganz nebenbei so einiges vom Weltgeschehen mit. So kam er bei mir oft etwas weltfremd rüber. Er ist der Sohn eines Türken und einer hippigen deutschen Mutter. Seine Freundin ist mit ihm unzufrieden, er soll erst mal seine Identität finden. Also tauscht er mit seinem Cousin seine WG Wohnung und zieht für ein halbes Jahr nach Istanbul. Da lerne ich etwas von der Stadt kennen, das war ganz interessant und ich weiss jetzt, das man sich nicht bei Starbucks verabreden sollte, es gibt mehrere. Dort sollte er sich mit seinem Vater treffen, naja da ist Krishnas Art, wohl ein Gendefekt. Die Mitbewohner sind nette Typen. Durch sie erfährt man auch von der türkischen Politik und dem ganzen Umfeld. Nach und nach wurde der Roman jetzt doch besser und durch Krishna war es oft mal lustig. Der bekam ja oft mal etwas nicht richtig mit, weil er keine Vorkenntnisse hatte. Die Situation kam dann schon mal ins komische. Am Ende war ich mit dem Roman doch ganz zufrieden, man muss sich wohl etwas in dieses Thema einlassen. Er ist nicht langweilig und hat mich gut unterhalten.

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Wieso heimat, ich wohne zur Miete
von miss.mesmerized am 13.02.2016

Nachdem ihn seine Freundin mit der Begründung, dass er seine Identität nicht kenne, verlassen hat, macht sich Krishna Mustafa auf die Suche selbiger. Als Kind einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters ist er in beiden Ländern und mit beiden Kulturen aufgewachsen, doch nach Jahren in Freiburg scheint ihm... Nachdem ihn seine Freundin mit der Begründung, dass er seine Identität nicht kenne, verlassen hat, macht sich Krishna Mustafa auf die Suche selbiger. Als Kind einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters ist er in beiden Ländern und mit beiden Kulturen aufgewachsen, doch nach Jahren in Freiburg scheint ihm einige Zeit in Istanbul sinnvoll. Sein Auslandssemester wird für den Studenten zu einer Entdeckungsreise in ein Land, das er weitaus weniger kennt als er dachte. Selim Özdogan gelingt es, sich einer ihm bekannten Kultur und Land mit einem naiv distanzierten Blick zu nähern wie wir als Leser dies tun würden. Offen und unvoreingenommen begegnet sein Protagonist den Menschen und der Kultur, kann sich wundern, neue Erfahrungen machen und Vergleiche ziehen. Wobei es hier nicht um einen Wettkampf und die Frage, welches das „bessere“ Land ist geht. Im Gegenteil, obwohl die Handlung quasi ausschließlich in der Türkei spielt, wird doch auch Deutschland durch die Spiegelung beleuchtet und es bleibt eine offene Frage. Was ihm sicher gelingt, ist ein Fenster in das Innere zu öffnen, wodurch man sieht, das eben nicht alles pauschal so passt, wie wir es aus den Medien vermittelt bekommen, insbesondere bezogen auf Erdogan und seine Unterstützung in der Bevölkerung. Was beim Lesen besonders gefällt, ist der humorvolle Schreibstil, der locker durch die episodenhafte Handlung trägt und allein schon sehr viel Unterhaltung bietet.

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Heimat
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 03.02.2016

Krishna Mustafa hat eine deutsche Hippie Mutter, einen türkischen Vater und aus diesem Grund ein Problem mit seiner Identität, zumindest meint das die Frau, die ihn verlassen hat. Ratlos zieht es ihn nach Istanbul. Er will, so vermittelt es mir das gelungene Buchcover, vom Halbmond aus in die Ferne... Krishna Mustafa hat eine deutsche Hippie Mutter, einen türkischen Vater und aus diesem Grund ein Problem mit seiner Identität, zumindest meint das die Frau, die ihn verlassen hat. Ratlos zieht es ihn nach Istanbul. Er will, so vermittelt es mir das gelungene Buchcover, vom Halbmond aus in die Ferne blicken, um sich selbst nahe zu kommen. Krishna, dieser von Geburt an zwischen die Kulturen geratene Schelm streunt ziellos durch die Stadt seines Vaters und stößt die Heimat zu seiner inneren Heimat auf. In etwa so kann man Selim Özdogans neuen Roman beschreiben. Manchmal habe ich mich während des Lesens gefragt, wie viel von dem Autoren Özdogan in diesem immer und alles beobachtenden Krishna Mustafa steckt, der einfach nichts ernst nehmen kann. Schon gar nicht die Liebe. Wahrscheinlich weniger, wie der Leser glaubt, aber immer noch genug, um mit reichlich Tiefenschärfe das literarische Fallbeil auf deutsche Biojünger und einen türkischen Präsidenten niedersausen lässt, wie man(n) Machohafter kaum sein kann. Selim Özdogan schreibt voller bissiger Ironie, im Plauderton eines geborenen Leichtfußes, wunderbar lakonisch und stilsicher. Allerdings mit einem Hang zum Abschweifen. Fraglos ist in dem Buch nicht jede Pointe ein Treffer, bisweilen ist die Geschichte einfach inhaltlich belanglos, aber was trifft, dass haut einen aus den Socken und sorgt für Lachfalten im Gesicht des Lesers. Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans ist das der Fall. Fein, die Geschichte mit dem angeblichen Terroristen, den Seitenhieben auf Spießertum und glücklose Sinnsuche. Und Überhaupt: Was ist schon eine Demonstration im Gezi Park gegen ein Flirt mit dem Schicksal? Alles in allem ein gelungenes Buch!

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Wieso Heimat ich wohne zur Miete
von einer Kundin/einem Kunden am 30.01.2016

Ein Buch, das wohl schon durch seinen Titel Aufmerksamkeit erregt. Es geht um Krishna Mustafa, Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, der in der Türkei aufgewachsen ist, doch mit Eintritt in die Schule mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen ist. Angeregt durch seine mittlerweile Ex-Freundin, die ihm... Ein Buch, das wohl schon durch seinen Titel Aufmerksamkeit erregt. Es geht um Krishna Mustafa, Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, der in der Türkei aufgewachsen ist, doch mit Eintritt in die Schule mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen ist. Angeregt durch seine mittlerweile Ex-Freundin, die ihm vorgeworfen hat, dass er seine Identität nicht kennt, geht er für ein halbes Jahr nach Istanbul. Er lernt die Stadt, die türkische Kultur und seine türkische Familie kennen. Wir erleben mit ihm zusammen die türkische, aber auch die deutsche Kultur aus einer neuen Perspektive. Er geht interessanten Denkansätzen nach und macht interessante Entdeckungen. Humorvoll und doch so wahr auf den Punkt gebracht vermittelt er uns Einblicke in beide Kulturen und lässt uns an seinem Versuch teilhaben, sich zwischen beiden Kulturen irgendwie zugehörig zu finden. Durch den humorvollen, gefühlvollen und ehrlichen Schreibstil war das Buch gut zu lesen. Krishna Mustafa ist ein interessanter Charakter mit einer etwas anderen Sicht auf die Dinge der Welt. Ich hab ihn zum Schluss doch liebgewonnen, auch wenn ich mich zwischendurch öfter mal über ihn aufgeregt hab. Wahrscheinlich möchte er damit provozieren, vielleicht ist er aber auch einfach so, aber manchmal ist mir seine Unfähigkeit, rhetorische Vergleiche zu verstehen auf die Nerven gegangen. Manchmal hatte ich den Eindruck, er macht sich dümmer als er in Wahrheit ist. Doch zum Schluss, als er auf dem Heimweg nach Deutschland ist und alles noch mal reflektiert, wird ja doch deutlich, dass er nun einiges besser versteht und durchaus in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen. Auch für den Leser wird an der Stelle noch mal einiges klarer. Was es mit dem Chor der Einäugigen auf sich hat, hab ich allerdings bis zum Schluss nicht verstanden. Wofür ich einen Punkt abziehen muss: die Nichtverwendung von Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede. Ich musste öfter ganze Passagen wiederholen, um zu erkennen, wann die wörtliche Rede aufgehört hat und wann Gedanken angefangen haben. Das gehört wahrscheinlich einfach zum Stil des Buches dazu, weil sich der Lese ja auch permanent in Krishna Mustafas Kopf befindet, in der es eigentlich keine wörtliche Rede gibt, doch für das Verständnis wäre es trotzdem hilfreich gewesen. Außerdem bin ich über den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler gestolpert, was den Satzbau angeht. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Es war interessant, einen etwas tieferen Einblick in die türkische Kultur und Geschichte zu bekommen. Die Themen, die dabei behandelt werden, sind aktuell und immer noch wichtig. Mit der richtigen Portion Humor war das Buch unterhaltsam und doch stellenweise ernsthaft und hat zum Nachdenken angeregt. So z.B. eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch: "Hoffnung bedeutet nicht, sich zu wünschen, dass alles gut ausgeht. Hoffnung bedeutet, dass alles am Ende einen Sinn hatte." (S. 190)

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Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
von buecherfreund am 30.01.2016

Ein Buch, das wohl schon durch seinen Titel Aufmerksamkeit erregt. Es geht um Krishna Mustafa, Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, der in der Türkei aufgewachsen ist, doch mit Eintritt in die Schule mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen ist. Angeregt durch seine mittlerweile Ex-Freundin, die ihm... Ein Buch, das wohl schon durch seinen Titel Aufmerksamkeit erregt. Es geht um Krishna Mustafa, Sohn einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters, der in der Türkei aufgewachsen ist, doch mit Eintritt in die Schule mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen ist. Angeregt durch seine mittlerweile Ex-Freundin, die ihm vorgeworfen hat, dass er seine Identität nicht kennt, geht er für ein halbes Jahr nach Istanbul. Er lernt die Stadt, die türkische Kultur und seine türkische Familie kennen. Wir erleben mit ihm zusammen die türkische, aber auch die deutsche Kultur aus einer neuen Perspektive. Er geht interessanten Denkansätzen nach und macht interessante Entdeckungen. Humorvoll und doch so wahr auf den Punkt gebracht vermittelt er uns Einblicke in beide Kulturen und lässt uns an seinem Versuch teilhaben, sich zwischen beiden Kulturen irgendwie zugehörig zu finden. Durch den humorvollen, gefühlvollen und ehrlichen Schreibstil war das Buch gut zu lesen. Krishna Mustafa ist ein interessanter Charakter mit einer etwas anderen Sicht auf die Dinge der Welt. Ich hab ihn zum Schluss doch liebgewonnen, auch wenn ich mich zwischendurch öfter mal über ihn aufgeregt hab. Wahrscheinlich möchte er damit provozieren, vielleicht ist er aber auch einfach so, aber manchmal ist mir seine Unfähigkeit, rhetorische Vergleiche zu verstehen auf die Nerven gegangen. Manchmal hatte ich den Eindruck, er macht sich dümmer als er in Wahrheit ist. Doch zum Schluss, als er auf dem Heimweg nach Deutschland ist und alles noch mal reflektiert, wird ja doch deutlich, dass er nun einiges besser versteht und durchaus in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen. Auch für den Leser wird an der Stelle noch mal einiges klarer. Was es mit dem Chor der Einäugigen auf sich hat, hab ich allerdings bis zum Schluss nicht verstanden. Wofür ich einen Punkt abziehen muss: die Nichtverwendung von Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede. Ich musste öfter ganze Passagen wiederholen, um zu erkennen, wann die wörtliche Rede aufgehört hat und wann Gedanken angefangen haben. Das gehört wahrscheinlich einfach zum Stil des Buches dazu, weil sich der Lese ja auch permanent in Krishna Mustafas Kopf befindet, in der es eigentlich keine wörtliche Rede gibt, doch für das Verständnis wäre es trotzdem hilfreich gewesen. Außerdem bin ich über den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler gestolpert, was den Satzbau angeht. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Es war interessant, einen etwas tieferen Einblick in die türkische Kultur und Geschichte zu bekommen. Die Themen, die dabei behandelt werden, sind aktuell und immer noch wichtig. Mit der richtigen Portion Humor war das Buch unterhaltsam und doch stellenweise ernsthaft und hat zum Nachdenken angeregt. So z.B. eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch: "Hoffnung bedeutet nicht, sich zu wünschen, dass alles gut ausgeht. Hoffnung bedeutet, dass alles am Ende einen Sinn hatte." (S. 190)

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Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln!
von Tina Bauer aus Essingen am 20.01.2016

Krishna Mustafa ist auf der Suche nach sich selbst. Seine Freundin Laura hat sich von ihm getrennt weil er scheinbar weder in Deutschland noch in der Türkei seine Heimat zu finden glaubt. Ein abenteuerlicher Roadtrip mitten in Istanbul beginnt und die Suche zu sich selbst und zu seinen Wurzeln... Krishna Mustafa ist auf der Suche nach sich selbst. Seine Freundin Laura hat sich von ihm getrennt weil er scheinbar weder in Deutschland noch in der Türkei seine Heimat zu finden glaubt. Ein abenteuerlicher Roadtrip mitten in Istanbul beginnt und die Suche zu sich selbst und zu seinen Wurzeln ist für Krishna schwerer als gedacht. In seiner WG, dessen Zimmer er mit seinem Cousin Emre getauscht hat, wird über Politik nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen und bis er versteht warum, ist es schon fast zu spät. Ein wirklich ausgezeichneter und besonders aktueller Roman über die eigenen Wurzeln, das Leben und ja, auch über den Verfassungsschutz, als Krishna unfreiwillig zu einem rebellierenden rappenden Dschihadisten wird. Mit viel Witz und der nötigen Ernsthaftigkeit erzählt Özdogan, das man im eigenen Land ein Flüchtling sein kann und Integration, auch wenn man scheinbar die gleiche Sprache spricht, nicht immer möglich ist.

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Buch, das zum Nachdenken anregt
von einer Kundin/einem Kunden am 05.01.2016

Krishna Mustafa, Student in Freiburg, mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater ist auf der Suche nach seinen Wurzeln. Seine Freundin Laura hat ihn verlassen, da er seine Identität noch nicht gefunden hat. Kurzerhand tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht für ein halbes Jahr... Krishna Mustafa, Student in Freiburg, mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater ist auf der Suche nach seinen Wurzeln. Seine Freundin Laura hat ihn verlassen, da er seine Identität noch nicht gefunden hat. Kurzerhand tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht für ein halbes Jahr nach Istanbul. Er wurde in Istanbul geboren und hat bis zu seinem sechsten Geburtstag dort gelebt. Dann zogen seine Eltern mit ihm nach Deutschland, um ihn da auf die Waldorfschule zu schicken. Seine Eltern trennten sich dann und sein Vater ging nach Istanbul zurück. Dort möchte er sich auch mit seinem Vater treffen, den er schon lange nicht mehr gesehen hat (was sich als gar nicht so einfach heraus stellt!). Er begegnet vielen Menschen, erfährt viel über das Leben in Istanbul und über die Vorurteile gegenüber den Deutschen. Er kämpft mit Sprachschwierigkeiten (Segen deinem Leichenhemd!) und stellt in seiner naiven Art viele Fragen und bekommt auch viele, manchmal etwas merkwürdige Antworten. Er schafft es auch endlich, seinen Vater zu treffen und lernt dessen neue Familie kennen. Er macht sich bei einem Interview äußerst verdächtig - alle haben Angst um ihn - nur er selbst nicht, er findet das alles ganz harmlos. Daran erkennt man auch seine unendliche Naivität, mit der er durch das Leben geht. Das Buch hat nicht allzu viel an Handlung zu bieten, lässt sich aber leicht und gut lesen. Es gibt auch einiges zum Lachen, viel zum Nachdenken - dazu trägt auch der Chor der Einäugigen bei.

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Auf der Such nach der Herkunft
von Marion L. aus Tornesch am 16.07.2016

Ich wurde mit diesem Buch nicht ganz warm. Es liest sich wie ein Erfahrungsbericht. Ein junger in Deutschland lebender Türke sucht seine Wurzeln in Istanbul. Man erfährt vieles über seine Familie, die Lebensgewohnheiten in Istanbul und die politische Lage, was passieren kann wenn der Staat 1 und 1 zusammenzählt... Ich wurde mit diesem Buch nicht ganz warm. Es liest sich wie ein Erfahrungsbericht. Ein junger in Deutschland lebender Türke sucht seine Wurzeln in Istanbul. Man erfährt vieles über seine Familie, die Lebensgewohnheiten in Istanbul und die politische Lage, was passieren kann wenn der Staat 1 und 1 zusammenzählt und sich dabei verrechnet. Das Buch ist sehr real geschrieben, man kann sich direkt in die Person hineinversetzen und man läuft in Gedanken in Istanbul herum. Man lernt etwas über die politische Lage und wie man schnell in Verdacht gerät ein Terrorist zu sein. Viele Zufälle zusammengezählt ergeben halt nicht immer das Böse. Nun ausgerechnet während ich das Buch las kam es zum Attentat in Istanbul. Trotzdem, ich wurde mit dem Buch nicht warm, für mich mehr ein Tagebuch als ein Roman. Fazit: Wer etwas über die Lebensgewohnheiten von türkischen Studenten erfahren möchte ist hier wohl gut aufgehoben.

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Ein Buch mit vielen Fragezeichen
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 30.04.2016

Die Story ist eigentlich recht schnell erzählt. Krishna Mustafa wurde von seiner deutschen Freundin Laura verlassen, da er nicht weiß wer er ist und seine Wurzeln nicht kennt. Praktischerweise möchte sein Cousin eine Zeit lang in Deutschland studieren und so tauschen die beiden kurzerhand ihre WG-Zimmer. Krishna geht für... Die Story ist eigentlich recht schnell erzählt. Krishna Mustafa wurde von seiner deutschen Freundin Laura verlassen, da er nicht weiß wer er ist und seine Wurzeln nicht kennt. Praktischerweise möchte sein Cousin eine Zeit lang in Deutschland studieren und so tauschen die beiden kurzerhand ihre WG-Zimmer. Krishna geht für ein halbes Jahr nach Istanbul um sich selbst kennenzulernen. Dabei treten so einige kulturelle Unterschiede zutage. Das Thema Religion wird angsprochen und es geht um die Demonstrationen und die Gewalt im Gezi-Park. Wie wenig frei man ist, obwohl Istanbul auf den ersten Blick eine so weltoffene Stadt ist. Doch die Regierung und die Polizei sind überall. Krishna findet viele neue Freunde, trifft sich nach mehreren missglückten Anläufen mit seinem Vater und lernt seine neue Familie kennen. Am Ende nimmt er recht gefühlvoll Abschied um nach Deutschland zurückzukehren. Hier geht es um ein ziemlich aktuelles Thema. Menschen mit Migrationshintergrund, wie es politisch korrekt wohl heißt, haben es manchmal nicht leicht. Nirgends gehören sie wirklich dazu. Bei der Leseprobe bin ich zuerst über den Namen gestolpert. Krishna Mustafa ist schon recht merkwürdig. Allerdings erschließt sich einem recht schnell, wie es dazu kam. Krishna Mustafa ist ein junger Mann von 24 Jahren und leider sehr naiv und weltfremd. Zu Anfang fand ich es sehr witzig, dass er Metaphern und Sprichwörter immer wörtlich nimmt und so oft ihren Sinn nicht versteht. Mit der Zeit wird es allerdings etwas nervig. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass ein geistig gesunder Mensch in dieser Hinsicht so begriffsstutzig sein kann. Obwohl er mir in mancher Hinsicht regelrecht dumm vorkommt. Zum Beispiel bespricht er mit seinem Cousin, dass jeder für seine Miete aufkommt. Doch Krishna zahlt keine. Die in Freiburg nicht, weil dort ja schließlich Emre wohnt und die in Istanbul nicht, weil das ja Emres Zimmer ist. Soll das lustig sein? Muss man das verstehen? Ganz extrem fand ich Krishnas Verhalten, als er ins Visier des deutschen Verfassungsschutzes gerät. Durch ein fehlinterpretiertes Interview (obwohl man an Hand der Fragen hätte merken müssen, dass da was nicht stimmt), wird er plötzlich als Dschihadist gehandelt, der in den Gotteskrieg zieht. Statt zu versuchen, die Sache zu klären und richtigzustellen, freut man sich, dass alte Videos tausende Male angeklickt werden und man plötzlich als Rapper gilt. Was mir aber am allerwenigsten im Buch gefallen hat, sind die zwischengeschalteten Kapitel mit dem Chor der Einäugigen. Hier hat sich mir der Sinn und Zweck so überhaupt nicht erschlossen. Besonders die ein oder zwei Teile, die wirklich völlig aus dem Zusammenhang gerissen waren und so gar keinen Bezug zum eigentlich Buch hatten. Der Rest hat sich wenigstens ein bisschen an der Story orientiert. Trotzdem fand ich diese Stellen völlig unnötig. Hin und wieder hat mich dieses Buch aber dennoch zum Schmunzeln gebracht. In Krishna Mustafas verquerer Denkweise wirft er Fragen auf, auf die wohl kein normaler Mensch kommen würde und spinnt die Geschichte ebenso verquer weiter. Diese Szenen haben das Buch dann auch eine ganze Ecke aufgewertet. Dennoch handelt es sich bei "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete" um ein Buch, welches mich enttäuscht hat. Ich hatte mir nach der Leseprobe definitiv mehr erwartet. Das Thema hat unglaublich viel Potential, welches aber leider überhaupt nicht ausgeschöpft wurde. Man hat zwar ein paar Einblicke in eine andere Kultur erhalten und auch Religion und Politik wurden angerissen, doch war mir das insgesamt einfach zu oberflächlich. Offensichtlich ist beim Versuch, die Story nicht zu schwer zu machen, die Ausgewogenheit einfach verlorengegangen. Außerdem ist mir Krishna Mustafa im Laufe des Buches eher unsymphatisch geworden. Seine Naivität bzw. fast schon Dummheit hat es mir sehr schwer gemacht, mich wirklich einzufühlen. Das Versprechen auf der Buchrückseite: "Ein grandios kluger und grandios komischer Roman, der Vorurteile entlarvt, Klischees bloßlegt, der viel zu sagen hat über das Leben zwischen den Kulturen - und dabei ungeheuren Spaß macht." Leider ist dies alles nur in Ansätzen gelungen. Wirklich schade!

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Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 21.02.2016
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Krishna Mustafa ist halb Türke, halb Deutscher und laut seiner Freundin Laura fehlt es ihm an Identität. Um die Beziehung weiter aufrecht zu erhalten soll Krishna erst Mal herausfinden, wer er ist. So tauscht er mit seinem Cousin Emre sein WG Zimmer und zieht von Freiburg nach Istanbul. Die... Krishna Mustafa ist halb Türke, halb Deutscher und laut seiner Freundin Laura fehlt es ihm an Identität. Um die Beziehung weiter aufrecht zu erhalten soll Krishna erst Mal herausfinden, wer er ist. So tauscht er mit seinem Cousin Emre sein WG Zimmer und zieht von Freiburg nach Istanbul. Die ersten 6 Jahre seines Lebens hat er in Istanbul gelebt, bis seine deutsche Mutter zur Einschulung mit ihm nach Freiburg zog. Seine Ausbildung hat er in einer Waldorfschule bekommen, was vielleicht auch seine Naivität und teilweise Weltfremdheit im Laufe der Handlung erklärt. Seine Eltern haben sich in Istanbul kennengelernt, seine Mutter auf der Suche nach Drogen, sein Vater hat sie verkauft. Inzwischen ist aus dem Vater ein vermögender Geschäftsmann mit einer neuen Frau und zwei kleinen Töchtern geworden und die Versuche Krishnas, sich mit seinem Vater zu verabreden, verlaufen zu Beginn sehr schwierig. Sich der großen und für ihn fremden Stadt zurecht zu finden gestalten sich problematisch. Durch seine Mitbewohner, die heimlich Videos über die Demonstrationen vom Gezi Park im Internet verbreiten, lernt er jedoch einiges über seine Fragen zur Identität, was macht einen Türken, was einen Deutschen aus und ist das überhaupt wichtig. Ein gelungener Roman für alle Menschen, egal ob sie in dem Land in dem sie leben auch geboren wurden, eine Anpassung an die Umgebung, an die Menschen mit denen man zusammen lebt, ist immer notwendig. Ein Roman der nachdenklich macht aber auch sehr witzig geschrieben wurde. Vorurteile und Stereotypen wurden durch Selim Özdogan sehr geschickt in die Geschichte eingewoben.

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