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Winter so weit

(5)
Die Geschichte um Calvin und Nura geht weiter! - Vorerst exklusiv als E-Book erhältlich!
Calvin, 19, ehemaliger Neonazi, hat durch seine Liebe zu dem syrischen Mädchen Nura gelernt, umzudenken. Er hat seine Clique verlassen, Namen und Identität geändert und den Ausstieg geschafft.
Doch er hat Nura verloren.
Im Feuer, ganz am Ende, hat er ihr ein Versprechen gegeben: die dreizehnjährige Dschinan aus Syrien herauszuholen.
Und er macht sich, zusammen mit Nuras Bruder Kamal, auf den Weg: Gegen alle Vernunft, gegen alle Regeln. Hinein in das Land, aus dem täglich Hunderte von Menschen fliehen.
Während Calvins früherer Freund Pascal sich bemüht, Nuras Eltern in Berlin aufzuspüren und zu beseitigen, führt Calvins Weg durch zerstörte Städte und winterliche Berge. Er erlebt Zerstörung und Gewalt, Folter und Tod, doch immer wieder erfährt er auch eine Gastfreundschaft, die ihm neu ist. Als er in die Hände des IS gerät, weiß er, dass er nicht aufgeben wird. Denn nur wenn es ihm gelingt, Dschinan zu finden und zu retten, kann er, auf seine Weise, auch Nura wiederfinden.
In "Winter so weit" erzählt Peer Martin die packende Geschichte aus "Sommer unter schwarzen Flügeln" weiter.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 490, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 18.12.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783862743315
Verlag Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Aber in eine Zeit ohne Gedanken, kann man nicht zurück, wenn man einmal angefangen hat, zu denken."
von SteffiKa am 21.12.2015

Inhalt (übernommen) Calvin, 19, ehemaliger Neonazi, hat durch seine Liebe zu dem syrischen Mädchen Nura gelernt, umzudenken. Er hat seine Clique verlassen, Namen und Identität geändert und den Ausstieg geschafft. Doch er hat Nura verloren. Im Feuer, ganz am Ende, hat er ihr ein Versprechen gegeben: die dreizehnjährige Dschinan aus... Inhalt (übernommen) Calvin, 19, ehemaliger Neonazi, hat durch seine Liebe zu dem syrischen Mädchen Nura gelernt, umzudenken. Er hat seine Clique verlassen, Namen und Identität geändert und den Ausstieg geschafft. Doch er hat Nura verloren. Im Feuer, ganz am Ende, hat er ihr ein Versprechen gegeben: die dreizehnjährige Dschinan aus Syrien herauszuholen. Und er macht sich, zusammen mit Nuras Bruder Kamal, auf den Weg: Gegen alle Vernunft, gegen alle Regeln. Hinein in das Land, aus dem täglich Hunderte von Menschen fliehen. Während Calvins früherer Freund Pascal sich bemüht, Nuras Eltern in Berlin aufzuspüren und zu beseitigen, führt Calvins Weg durch zerstörte Städte und winterliche Berge. Er erlebt Zerstörung und Gewalt, Folter und Tod, doch immer wieder erfährt er auch eine Gastfreundschaft, die ihm neu ist. Als er in die Hände des IS gerät, weiß er, dass er nicht aufgeben wird. Denn nur wenn es ihm gelingt, Dschinan zu finden und zu retten, kann er, auf seine Weise, auch Nura wiederfinden. Das Buch ist die Fortsetzung von „Sommer unter schwarzen Flügeln“. Es besteht aus zwei Handlungssträngen: Zum einen wird Calvins Reise nach Syrien erzählt, wir dürfen Teil haben an seinen Erlebnissen – positiv wie negativ – und er macht für mich eine totale Wandlung durch. Kennen gelernt als „aufrechten Deutschen“ und überzeugten Nazi hatte ich am Ende nicht das Gefühl einem Solchen 549 Seiten lang gefolgt zu sein. „Aber in eine Zeit ohne Gedanken, kann man nicht zurück, wenn man einmal angefangen hat, zu denken." Genau dieses Zitat trifft es! Calvin wurde vom unzufriedenen, wütenden und manchmal ohnmächtigen Teenager durch die Erlebnisse in Syrien zum Mann, der sich durch nicht brechen lässt. Im zweiten Erzählstrang erfahren wir, wie es mit Nuris Familie weitergegangen ist: Sie sind inzwischen in Berlin und auch dort müssen sie sich Tag täglich gegen rechtes Gedankengut und rechte Anschläge wehren. Die Organisation „Hellersdorf hilft“ – allen voran Nick und Andrea – versuchen, den Neuankömmlingen so gut es geht zu helfen. Nick, selber Syrier und vor 15 Jahren nach Deutschland gekommen, war für mich der einzige Charakter ohne Ecken und Kanten: Er lebte fast schon zu angepasst und hat dabei leider seine Wurzeln vergessen, oder vergessen wollen. Auch Cindy und Pascal tauchen in Berlin wieder auf: Cindy scheint nach dem Brand im Flüchtlingsheim, in dem Nuri ums Leben gekommen ist, endlich nachzudenken und entwickelt sich von der typischen „Nazi-Braut“ zu einer fast schon sympathischen Figur. Pascal bedarf keiner Worte. Der Schreibstil von Peer Martin hat mich auch in diesem Band wieder gefesselt: Eine außergewöhnliche bildhafte, sogar schon teilweise fast poetische Sprache (besonders schön fand ich die Assoziationen mit Farben) hat mich den Hauptprotagonisten nah sein lassen. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten. Auch ein besonderer Humor – besonders der von Calvin - hat das Buch an manchen Stellen aufgelockert. Nach jedem Kapitel bekommt man Stichworte zur Internet-Recherche, die sehr informativ sind und die Geschichte super ergänzen und die politischen Hintergründe vertiefen. Und die Zitate vor jedem Kapitel haben darauf eingestimmt, wenn sie mich auch sehr oft sprachlos gemacht haben. Fazit: Ein wichtiges Buch, das mich wieder einmal sprachlos, nachdenklich und dankbar zurückgelassen hat. Sprachlos, dass es „Sowas“ in der heutigen Zeit wirklich noch gibt, nachdenklich, was man besser machen kann und muss und dankbar, dass ich in einem freien Land wie unserem leben darf. Lesen, lesen, lesen!!!

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Ein nie enden wollender Krieg :-(
von drei Lockenköpfe am 19.01.2016

Teil eins "Sommer unter schwarzen Flügeln" durfte ich im letzten Jahr lesen und rezensieren. Da dieses Buch mir sehr gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut auch Band 2 "Winter so weit" lesen zu dürfen. Der Autor Peer Martin arbeitet an einer Fortsetzung die hoffentlich schon im nächsten Jahr... Teil eins "Sommer unter schwarzen Flügeln" durfte ich im letzten Jahr lesen und rezensieren. Da dieses Buch mir sehr gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut auch Band 2 "Winter so weit" lesen zu dürfen. Der Autor Peer Martin arbeitet an einer Fortsetzung die hoffentlich schon im nächsten Jahr erscheinen wird. "Sommer unter schwarzen Flügeln" wurde mittlerweile mit dem Jugendbuchpreis Friedolin 2015 und dem Jugendbuchpreis Eselsohr 2015 ausgezeichnet. Winter so weit ist ein Folgeband und sollte auch in Reihe gelesen werden, da zu viele Informationen fehlen würden und die Bücher eine fortlaufende Geschichte erzählen. Diese Geschichte von Nura und Calvin überdauert nun schon einige Jahre, ist dennoch brandaktuell. Die Flüchtlingswelle ist bei uns angelangt. Jeden Tag hören und lesen wir darüber. Aber wie fühlen sich die Menschen in Syrien? Was erleben sie? Peer Martin erzählt uns von Calvin, einem ehemaligen Neonazi, der sich einen Weg durch das Krisengebiet bahnt. Auf der suche nach Dschinan. Um Nuri ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Er betritt eine Hölle nach der anderen. Jeder kämpft gegen jeden. Zumindest hat dies auf den ersten Blick den Anschein. Beeindruckend ist das diese Menschen, gebeutelt von Angst und Hunger, dennoch mit einem Fremden ihr weniges teilen. Calvin durfte die Gastfreundschaft der Syrer erleben. Trotz des Krieges sind noch immer Menschen bereit Opfer zu bringen. Mit dem Sinn für die nötigen Details, ohne dabei ausufernd zu werden, lässt Peer Martin die Szenerie vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Die Grausame Wahrheit und Brutalität die Menschen an Menschen ausüben wird an vielen Stellen nur angedeutet, der Rest wird der Fantasie des Lesers überlassen. Sprachlich ist das Buch angenehm aufgebaut und lässt sich zügig lesen. Die Kapitel sind etwas lang geraten, aber das ist nur meine persönliche Vorliebe am Kapitelende zu pausieren ;-). Nach jedem Kapitel hat der Autor, wie auch schon im ersten Band, Schlagworte und Homepages zum recherchieren angehängt. An manchen Stellen hat der Autor zu sehr seine Fantasie spielen lassen. Es lief einfach zu glatt für Calvin. Dennoch bin ich mehr als begeistert von diesem Werk. Es zeigt uns eine andere Seite des Syrienkrieges die wir nicht kennen. Einige der Protagonisten haben sich entwickelt. Hier passt das Sprichwort "einmal ein Nazi immer ein Nazi" überhaupt nicht. Manchmal muss man den Menschen nur die Augen öffnen und sie über ihre eigene Türschwelle sehen lassen. Ich war sehr begeistert von der Wandlung Calvins. Er ist nicht der einzige der eine fantastische Entwicklung zeigte. Aber ich würde hier zu viel verraten.... Peer Martin ist es gelungen mich nachdenklich zu stimmen. Er informiert auf eine unterhaltsame Weise über die Ereignisse in Syrien, aber auch über die Flüchtlinge und deren Leben in Deutschland. Deutschland ist nicht das Land in dem Milch und Honig fliesst. Peer Martin hat zu seinen Büchern eine umfangreiche Homepage erstellt. Dies ist ein sehr aktuelles und wichtiges Thema, daher stellt er auch Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Besonders gefallen mir die zusammengetragenen Daten und Fakten über Syrien. Es sind viele Informationen die wir über die Medien nicht bekommen. === Bücher dieser Reihe === Band 1 - Sommer unter schwarzen Flügeln Band 2 - Winter so weit Band 3 - Feuerfrühling (Erscheint voraussichtlich Ende 2016?)

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Emotional! Aufrührend - berührend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schweiz am 08.01.2016

Emotional, aufrührend- berührend! Mit Spannung habe ich die Fortsetzung von „Sommer unter schwarzen Flügeln“ erwartet. Tief bewegt habe ich das Buch nun zu Ende gelesen. Nach dem schrecklichen Brandanschlag im Asylcenter (Ende Band 1), lebt Calvin allein mit neuer Identität im Süden Deutschland. Angepasst und unauffällig besucht er die Berufsschule... Emotional, aufrührend- berührend! Mit Spannung habe ich die Fortsetzung von „Sommer unter schwarzen Flügeln“ erwartet. Tief bewegt habe ich das Buch nun zu Ende gelesen. Nach dem schrecklichen Brandanschlag im Asylcenter (Ende Band 1), lebt Calvin allein mit neuer Identität im Süden Deutschland. Angepasst und unauffällig besucht er die Berufsschule und geht zu den Terminen bei seinem Therapeuten. Tief in sich trägt er Schock und Trauer und leidet an seinem Identitätsverlust. Das Zeugenschutzprogramm soll dem ehemaligen Neonazi den Ausstieg aus der Szene ermöglichen, denn alle halten ihn für tot. Wie Nuri soll auch er im Feuer umgekommen sein. Als Nuris Bruder Kamal per Tweed seine Entlassung aus dem Krankenhaus ankündet, entschliesst Calvin sich der Vergangenheit zu stellen. Er besucht Kamal im Krankenhaus und teilt ihm mit, dass er nach Syrien reisen will um Nuris letzten Wunsch – Dschinan rauszuholen – zu erfüllen. Ein unmögliches Unterfangen, denn Calvin spricht weder arabisch noch englisch. Kamal schliesst sich ihm an, denn er will nicht so entwurzelt und tatenlos in Deutschland leben. Er will zurück. So spannen die zwei ungleichen jungen Männer zusammen und beginnen eine unglaubliche Reise in ein Land, das Calvin nur aus den Erzählungen Nuris kennt. Ein zweiter Handlungsstrang führt uns nach Berlin, zu Nuris Familie und den vielen Asylbewerbern, die sich zwischen Hoffen und Bangen versuchen in Deutschland zurechtzufinden und einzuleben. Jedes Kapitel fängt mit einem zum Thema passenden Zitat an. Alle Kapitel enden mit Vorschlägen zu einer möglichen Internetrecherche.Die Begriffe zu googlen lohnen sich, so kann sich der Leser nämlich selber so viel Hintergrundwissen holen wie er möchte. Wer aber glaubt, dass Peer Martin viel dramatisiert und erfunden hat, wird enttäuscht: Manches was man bei der persönlichen Recherche findet, ist in Wahrheit schlimmer als der fiktive Roman. Fazit Das sprachlich und inhaltlich anspruchsvolle Werk, gehört zum Besten, was ich je gelesen habe. Obwohl die Handlung des Buches direkt an den „Sommer unter schwarzen Flügeln“ anschliesst, erwartet den Leser eine neue Reise, die sich komplett von Teil 1 unterscheidet. Mit unglaublich kraftvoller, poetischer Sprache beschreibt der Autor ein von Krieg und Terror gezeichnetes Land, lässt uns mit Calvin Schmerz und Hoffnung teilen, bringt den Leser oftmals an seine Grenzen. Dieses Buch hat mich im Innersten berührt, hat meine Gefühle Schicht um Schicht freigelegt. Aber nicht nur Trauer und Entsetzen bleiben am Schluss zurück. Auch Hoffnung und Humor haben Platz. Selbstironisch geht Calvin auch mit den schwierigsten Situationen mit sich selber ins Gericht. Die Gastfreundschaft der Menschen wird mir besonders in Erinnerung bleiben.

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Syrien und Deutschland im Winter 2013/14 - sehr gelungene Fortsetzung!
von einer Kundin/einem Kunden am 03.01.2016

Dies ist der zweite Band nach "Sommer unter schwarzen Flügeln". Es ist nicht viel Zeit vergangen nach dem Ende des vorhergehenden Bandes. Calvin ist in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden und lebt als Anders Dobrowski in Bayern. Aber er muss immer an das Versprechen denken, dass er Nuri gegeben hat:... Dies ist der zweite Band nach "Sommer unter schwarzen Flügeln". Es ist nicht viel Zeit vergangen nach dem Ende des vorhergehenden Bandes. Calvin ist in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden und lebt als Anders Dobrowski in Bayern. Aber er muss immer an das Versprechen denken, dass er Nuri gegeben hat: "Hol Dschinan" raus und so fährt er zurück an die Ostsee, wo er Kamal im Krankenhaus besucht und dann gemeinsam mit Kamal die Reise nach Syrien antritt, um Dschinan zu finden und nach Deutschland zu holen. Doch ganz so einfach wird es natürlich nicht und dieses Mal erfährt der Leser durch Calvin über die schrecklichen Ereignisse in Syrien in der letzten Zeit, vor allem im Winter 2013/14. Ein zweiter Erzählstrang berichtet von Nuris Familie, die mittlerweile in Berlin-Hellersdorf in einem Asylbewerberheim lebt. Peer Martin zeigt uns mit den Jungadlern und der GDF (Gemeinschaft Deutscher Frauen) eine andere, gefährliche Seite des Rechtsradikalismus, die sich gerne hinter harmonischen Festen und Traditionen oder Zeltlagern versteckt, aber nicht zu unterschätzen ist. Aber es gibt auch andere Deutsche wie Andrea, die zusammen mit Nik in der Kolibrischule wöchentliche Treffen mit Kindern aus dem Heim veranstaltet und später an einem Theaterprojekt mitarbeitet. Dort und woanders treffen Ridha und Thore aufeinander und dabei zeigt sich sehr gut der Irrsinn des rechtsradikalen Gedankenguts. Thore erinnert manchmal an Calvin im ersten Band und Rhida ist der heimliche Held des Buches. In diesem Buch gibt es auch wieder sehr nachdenklich stimmende Zitate, die den Kapiteln vorangestellt sind und immer verschiedene Seiten eines Themas ansprechen. Und die schon aus dem ersten Band bekannten Begriffe für die Internetrecherche gibt es hier wieder, so dass dieses Buch viel mehr bietet als nur die reine Lektüre der Geschichte. Natürlich unterhält dieses Buch und Peer Martin überzeugt auch hier wieder durch seinen wunderbaren Umgang mit Sprache und überraschenden Wendungen innerhalb von Absätzen oder gar Sätzen. Aber das ist es nicht nur. Dem Autor gelingt es, seine Leser nachdenklich zu stimmen, er informiert über die Ereignisse in Syrien, aber auch den Umgang mit dem "Fremden" in Deutschland, er zeigt aber auch immer wieder Hoffnung und Miteinander und dass es möglich ist, umzudenken. Und dies geschieht nicht durch trockene Beschreibungen, sondern lebendige Erzählung, die so gar nicht langweilig ist. Dieses Buch sollte von vielen Menschen gelesen werden, um ein größeres Verständnis zu erhalten.

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Es frisst sich in die Herzen seiner Leser und findet keinen Weg mehr aus diesen hinaus
von Feeenabstauber am 30.12.2015

„Winter so weit“ ist der zweite von drei Bänden und die Fortsetzung von „Sommer unter schwarzen Flügeln“ von Peer Martin. Der dritte Band ist zu diesem Zeitpunkt (Dezember 2015) noch nicht erschienen. Zu Beginn der Geschichte dreht sich alles um Calvin, der irgendwo in einer kleinen bayerischen Stadt... „Winter so weit“ ist der zweite von drei Bänden und die Fortsetzung von „Sommer unter schwarzen Flügeln“ von Peer Martin. Der dritte Band ist zu diesem Zeitpunkt (Dezember 2015) noch nicht erschienen. Zu Beginn der Geschichte dreht sich alles um Calvin, der irgendwo in einer kleinen bayerischen Stadt im Zeugenschutzprogramm untergekommen ist und nun wieder zu seiner alten Heimat irgendwo an der Ostsee aufbricht. Weiß ist die Farbe in die uns die ersten Absätze eintauchen lassen. Ein Weiß wie die Kälte im Winter, eine verschneite Landschaft mit gedämpften Geräuschen. Leere auch. Letztlich ein Neubeginn, ohne die Verbindungen zu Calvins altem Leben. Fremd sein. Die Abwesenheit seiner Familie, seiner Freunde. Und allem voran natürlich der Abwesenheit Nuris, Nuri die im ersten Band bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim rechtsextremer Jugendlicher ums Leben kam. Weiß war somit auch der Rauch in dem Nuri umgekommen ist. Erinnerungen. Trostlosigkeit? Mehr eine Leere und ein Rest von Wut. „Winter so weit“ spielt wie im ersten Band schon an zwei Handlungsorten: zum einen reisen wir mit Calvin und Nuris Bruder Kamal nach Syrien wo ein schrecklicher Krieg tobt. Dies ist der reale Syrienkrieg, die Geschichte beginnt im Herbst 2013. Wir kommen in Kontakt mit Konvertiten auf dem Weg von Europa nach Syrien, dem Daisch (dem sogenannten Islamischen Staat), der al-Nusra-Front, der FSA, kurdischen Kämpfern und den Regierungstruppen. Doch „Winter so weit“ ist nicht primär ein Buch über den Krieg in Syrien, es ist mehr die Reise durch ein vom Krieg gezeichneten Land. Ein Land in dem trotz der brutalen Auseinandersetzungen Menschen leben, die sich menschlich verhalten und die Calvin auf seiner Reise unterstützen und ihm zur Seite stehen: ein Stoffhändler der auf der Seiten der Opposition steht, ein Arzt in einer zerstörten Stadt, aber auch vielen einfache Menschen, die selbst unter dem Krieg leiden müssen und denen Calvin begegnet und die uns Nuris Syrien neu erleben lassen. „Hol Dschinan raus“ hatte Nuri am Ende des ersten Bandes gesagt, und Calvin, der alles verloren haben zu scheint, macht sich daran diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Die zweite Ebene spielt in Berlin und die Protagonisten sind hier Nuris Familie. Wir begegnen dem vor Jahren nach Deutschland ausgewanderten Syrer Nik, der wie viele andere neue Figuren wunderbar filigran gezeichnet wird, lernen Menschen kennen die sich im Umfeld des Asylantenheims in Hellersdorf bewegen, Menschen die helfen, aber auch solche die der neuen oder völkischen Rechten zuzuordnen sind. Der Familie um Thore, Menschen die nach außen hin nicht weiter auffallen hinter denen aber eine neue und große Gefahr steht. Thore gerät zwischen die Fronten, der Junge Ridha wächst einem so sehr ans Herz. Und Cindy und Pascal, auch sie werden im zweiten Band wieder eine Rolle spielen, und vieles bleibt hier bis zum Ende fast ungewiss oder anders gesagt: offen und spannend. Im den Tiefen des umkämpften Syriens trifft Calvin auf obdachlose Kinder er trifft einen Pater und wird sich immer wieder entscheiden müssen auf wessen Seite er steht und welche Risiken er auf sich nehmen vermag. Aber das sind nur Bruchstücke aus der Fortsetzung. Peer Martin gelingt es in „Winter so weit“ meisterhaft solch verschiedene Ebenen zu einer Gesamtheit zu verweben. Er lässt uns Krieg und auch Folter erleben, doch die Hoffnung im Buche, sie stirbt niemals, der Humor unserer Protagonisten, er hilft uns über die bei weilen dunklen Passagen im Buch. „Winter so weit“ fordert den Leser heraus – durch seine Sprachgewalt und auch inhaltlich. Lange habe ich keinen solchen Leserausch in einem deutschsprachigen Jugendbuch mehr erlebt. Es belohnt den Leser, mit seinen Farben und Gerüchen, durch seine Botschaft und durch seine unfassbare Spannung. „Winter so weit“ ist ein Buch für junge Erwachsene ab 16 Jahren. Es ist ein ausgesprochen spannendes und meisterlich detailliert geschriebenes Buch das so aktuell ist, dass es einem dem Atem verschlägt. „Winter so weit“ steht dem preisgekrönten ersten Band in keiner Weise nach. Es ist ein Buch das man jedem jungen Erwachsenen ans Herz legen will. Grandios. Wortgewaltig. Es frisst sich in die Herzen seiner Leser und findet keinen Weg mehr aus diesen hinaus.

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