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Wintergewitter

Reitmeyers zweiter Fall. Kriminalroman

(39)
München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten »Diebstahlseuche« heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium.
Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer – von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt – in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät …
Portrait
Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 439, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783518748527
Verlag Suhrkamp
Verkaufsrang 3.528
eBook
12,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Das warten hat sich gelohnt“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Das warten hat sich gelohnt, denn auch der zweite Band um den Münchner Kommissar Reitmeyer ist sehr gut gelungen.
München 1920: Sebastian Reitmeyer hat nach dem Krieg seinen Dienst bei der Mordkommisssion wieder aufgenommen. Sein neuester Fall dreht sich um zwei junge Frauen aus dem Filmmilieu, die unter obskuren Umständen ums Leben
Das warten hat sich gelohnt, denn auch der zweite Band um den Münchner Kommissar Reitmeyer ist sehr gut gelungen.
München 1920: Sebastian Reitmeyer hat nach dem Krieg seinen Dienst bei der Mordkommisssion wieder aufgenommen. Sein neuester Fall dreht sich um zwei junge Frauen aus dem Filmmilieu, die unter obskuren Umständen ums Leben gekommen sind. Aber da ist noch mehr - und wer ist diese junge Frau, deren Weg er bei seinen Ermittlungen immer wieder kreuzt?
Volker Kutscher Fans können hier eine wirklich gute Entdeckung machen. Ich jedenfalls habe bei dem Buch ohne Bedenken gleich zugegriffen und war drei Tage nicht zu erreichen ..

Kundenbewertungen


Durchschnitt
39 Bewertungen
Übersicht
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1

spannender und atmosphärischer Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 23.11.2016

Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus... Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus dem Künstlermilieu wird tot aufgefunden und es ist nicht der letzte Mord. Die Aufklärung ist für Reitmeyer sehr schwierig, da die Spur in höhere Regierungskreise führt. Spannend und vor allem sehr atmosphärisch wird dieser historische Krimi erzählt, der die Situation nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland sehr gut widerspiegelt. Die Figuren sind sehr gut beschrieben, allen voran Reitmeyer, der selbst mit seinem Trauma zu kämpfen hat und nun noch zwei Morde aufklären muss. Die Autorin versteht es sehr spannend und flüssig zu erzählen, sodass keine Langeweile aufkommt. Liebhaber atmosphärischer Krimis werden hier auf ihre Kosten kommen.

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Hinter den Fassaden lauert der Abgrund
von Inge Weis aus Pirmasens am 29.10.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der zweite Fall für Kommissär Reitmeyer. Mord und Krimi-Noir im München der zwanziger Jahre. Ein Sturm zieht über München auf, in der Ferne grollte Donner, und über der Isar zuckten Blitze. Ein Wintergewitter. Das war selten. Kommissär Reitmeyer... Der zweite Fall für Kommissär Reitmeyer. Mord und Krimi-Noir im München der zwanziger Jahre. Ein Sturm zieht über München auf, in der Ferne grollte Donner, und über der Isar zuckten Blitze. Ein Wintergewitter. Das war selten. Kommissär Reitmeyer trat in die Pedale, um noch vor Ausbruch des Unwetters die Polizeidienststelle in der Ettstraße zu erreichen. Das Stadtbild ist gezeichnet von Arbeiteraufständen und Straßenkämpfen, die Menschen hungern und frieren. Der Überlebenskampf ist hart, selbst für die Polizei. Reitmeyer erlebt eine Stadt im Rausch. Kokain, illegale Nachtclubs, politische Straßenschlachten – ein Tanz auf dem Vulkan. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer, der die erlittenen Kriegs-Traumata und die immer wieder aufkommenden Panikattacken vor seiner Umgebung zu verbergen versucht – von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt – in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät. Schon bald nimmt der Fall ungeahnte Ausmaße an.… Vor diesem authentisch und detailreich geschilderten Hintergrund entsteht ein spannender und sehr solider Krimi. Die mögliche Ausführung des Mordes ist raffiniert und steuert auf ein unerwartetes Finale hin. Angelika Felendas Kriminalroman erzählt vom bitter kalten Winter 1920, und zwar so realistisch, dass Sie den Frostbeulen näher sind als der Gänsehaut. Ihre Beschreibungen einer Zeit mit starken Kontrasten - Armut und Luxus, Krieg und Vergnügungssucht, Krankheit und Irrsinn, in denen sie sich provokant mit der Gesellschaft und der jüngsten Vergangenheit, dem Ersten Weltkrieg, auseinandersetzt, erregen Bewunderung und Abscheu, lassen aber niemanden kalt. Sie führt uns in die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Milieus und beschreibt sie ausgesprochen lebhaft und bildreich, so dass man wirklich meint, in diese Zeit eingetaucht zu sein. Was diesen Krimi auszeichnet, ist der sorgfältig recherchierte, bis ins Detail stimmige historische Background und die authentische Atmosphäre. Die Autorin verquickt die historischen Tatsachen sehr geschickt mit ihrem Fall und hat damit einen sehr lesenswerten Krimi geschaffen. Neben dem klassischen Krimi-Plot, der überaus raffiniert konstruiert wird, erleben wir einiges von den Sorgen und Problemen der Münchner Bevölkerung mit. Die Lebensumstände der Menschen werden einem sehr nahe gebracht, ganz nebenbei. Gerade dadurch zeichnet sich dieser Krimi aus: Reitmeyer kann nicht einfach schnell von A nach B fahren, um seine Ermittlungen voran zu bringen, sondern muss sich mühsam durchkämpfen. Mordermittlung vor ca. 90 Jahren, ohne die Hilfe digitaler Medien oder anderer Technischer Unterstützung! Und das klappt! Fröstelnde Spannung bis zur letzten Seite, man schlottert mit! Ebenso präzise recherchiert wie unprätentiös formuliert, vor allem aber gut ausgedacht, macht Angelika Felendas Roman um Kommissär Reitmeyer Lust auf mehr. Ein wirklicher Geheimtip, für jeden, der Spaß an klassischen Krimis hat! Authentizität und gute Recherche, toll geschrieben spannender Krimi bestens zu empfehlen. Ein tolles Buch, weil es nicht nur ein guter Krimi ist, sondern auch einen Einblick in die deutsche Geschichte und das München der 20er Jahre gibt. Auch für Nicht-Krimifans, die sich einfach für diese Zeit interessieren. Ein höchst lesenswertes Stück deutscher Kriminalliteratur.

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Lesenswerter, historisch begründeter Krimi
von sommerlese am 30.10.2016
Bewertetes Format: Paperback

München 1920: Kommissär Reitmeyer leidet immer noch an Kriegs-Traumata und bekommt Panikattacken. Beruflich hat er viel zu tun, denn die Geldentwertung und der Nahrungsmangel sorgen für viele Fälle von Diebstahl und Schieber haben Hochkonjunktur. Reitmeyer ermittelt den Todesfall der jungen Cilly Ortlieb, die als Kleindarstellerin in zwielichtigen Projekten eines Münchner Filmkonzerns... München 1920: Kommissär Reitmeyer leidet immer noch an Kriegs-Traumata und bekommt Panikattacken. Beruflich hat er viel zu tun, denn die Geldentwertung und der Nahrungsmangel sorgen für viele Fälle von Diebstahl und Schieber haben Hochkonjunktur. Reitmeyer ermittelt den Todesfall der jungen Cilly Ortlieb, die als Kleindarstellerin in zwielichtigen Projekten eines Münchner Filmkonzerns gearbeitet hat. Sie wurde mit Morphium getötet. Dieser Fall zieht Reitmeyer inmitten von illegalen Spielclubs, Bars und gemeine Bordelle. Dabei lernt er Gerti Blumfeld kennen, die ihre verschwundene Schwester sucht und ein Mordopfer kannte. Während dieser Zeit gewinnt die rechte Bevölkerung immer mehr Anhänger. Der erste Weltkrieg ist vorbei, aber die dramatischen Folgen sind deutlich spürbar. Die Bevölkerung leidet unter der Nahrungsmittelknappheit, den schlechten Wohnbedingungen und echter Armut. Dabei ist es offensichtlich, wir gut der Autorin ihre historische Recherche in diesem Buch gelungen ist. Ihre fundierten geschichtlichen Kenntnisse zeigen sich in authentisch wirkenden Beschreibungen der Lebensbedingungen der Menschen und der gesellschaftlichen und politischen Situation dieser Zeit. Hier sieht der Leser bildhaft die Atmosphäre der 20er Jahre auferstehen. Vor diesem realistischen Hintergrund erlebt man die klassische Ermittlungsarbeit dieser Zeit, ohne Datenbanken und gut vernetzte Polizeiämter. Reitmeyer arbeitet mit seinem Team Steiger und Rattler ohne technische Raffinessen. Sein Vorgesetzter ist auch nicht gerade eine große Stütze, ganz im Gegenteil. Dieses Buch habe ich weniger als Krimi sondern mehr als historischen Roman gesehen. Obwohl hier eine solide spannende Handlung gibt, hat mich die zeitgenössische Darstellung mehr gereizt und sehr gut informiert. Der Aufmarsch der rechtsradikalen Szene war die Grundlage für das kommende Naziregime. Wie sehr selbst die Beamten der Polizei von Menschen mit antisemitischer Ansicht durchsetzt waren, wird hier absolut deutlich gemacht. Auch die herrschende Kälte dieses Winters und die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich werden so lebhaft geschildert, dass diese Zeit lebendig zu werden scheint. Besonders die Milieustudien sind der Autorin äußerst gelungen. Sie versteht es geschickt, die Krimihandlung in diese historischen Rahmenbedingungen einzubauen und daraus einen lesenswerten Krimi zu schreiben. Etwas mehr Aufklärung und nicht ganz so verzwickte Zusammenhänge und ich hätte 5 Sterne vergeben. Diesen historischen Krimi kann ich geschichtsinteressierten Lesern wärmstens empfehlen. Eine klassische Ermittlung, ein interessantes Umfeld und der sympathische Reitmeyer und sein Team machen dieses Buch zu einer interessanten Lektüre.

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2 0
Zwei Morde und die Suche nach einer verlorenen Schwester
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 30.10.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der Kriminalroman "Winter-Gewitter" wurde von Angelika Felenda geschrieben und erschien 2016 im Suhrkamp Nova-Verlag. Das Buch handelt von der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und spielt in München, wobei sich der Kommissar auf die Ermittlung stürzt, um den Mord an zwei jungen Frauen aufzudecken. 1920 in München. Das Land... Der Kriminalroman "Winter-Gewitter" wurde von Angelika Felenda geschrieben und erschien 2016 im Suhrkamp Nova-Verlag. Das Buch handelt von der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und spielt in München, wobei sich der Kommissar auf die Ermittlung stürzt, um den Mord an zwei jungen Frauen aufzudecken. 1920 in München. Das Land ist geplagt von Nahrungsmangel und der Inflation. Das Leid kennt keine Grenzen. Der Kommissar Reitmeyer ist gerade erst aus dem Krieg wiedergekommen und ihn plagen noch viele Visionen aus dem Krieg, die er noch nicht verarbeitet hat und ihn immer wieder in die Knie zwingen. Trotz seines Traumatas stürzt er sich in die Ermittlungen rund um zwei ermorderte junge Frauen. Die Umgebung, in der sich die Frauen aufgehalten haben sprechen für sich. Illegalitäten und anmutende Machenschaften sind an der Tagesordnung. Zur gleichen Zeit reist Gerti Blumfeld von Berlin nach München um ihre Schwester zu suchen, die angeblich hier mit einem Mann untergetaucht sein soll, der nicht von der feinen Sorte ist. Auf der Suche geriet sie auch in Verbindung mit den Ermittlungsarbeiten des Reitmeyers und beide Geschichten werden miteinander verwoben. Das Buch hat die Atmosphäre der handelnden Geschichte sehr gut zur Geltung gebracht. Man brauchte kaum Vorstellungskraft, um sich in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg zurückzuversetzen und das Leid zu spüren, dass die Leute verspürt haben. Der Kommissar Reitmeyer war sehr authentisch und sympatisch, da er gerade trotz seiner seelischen Plage alles für die Ermittlungen gegeben und immer auf das Recht und die Wahrheit gepocht hat. Das hat mir sehr gut gefallen. Gut fand ich auch, dass es immer zwei Perspektiven gab aus denen die Geschichte erzählt wurde, entweder mit Blick auf Reitmeyer oder mit Blick auf Gerti Blumfeld. Ein wenig Probleme hatte ich lediglich alle handelnden Personen auseinander zu halten, da es sehr viele gab und die Namen teilweise sehr ähnlich war. Das Problem löste sich jedoch im Laufe des Buches auf und man war dann mitten drin im Geschehen. An Spannung fehlte es dem Buch auch nicht. Man hat bis zum Schluss mitgefiebert und mitgehofft. Mein Fazit: Sehr gelungener Kriminalroman und für alle zu empfehlen, die es mögen, wenn auch historisch angehauchte Elemente in dem Buch eingebaut werden. Spannend und auf jedenfall lesenswert. Kurz und knapp: 4 Sterne! :)

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1 0
Neuer Filz im Isar-Athen
von Siderea am 25.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

München, 1920: Kommissär Reitmeyer ermittelt wieder! In einer Gastwirtschaft wird am Fuß der Kellertreppe die Leiche einer jungen Frau gefunden - auf den ersten Blick wirkt ihr Tod wie ein Unfall: eine angetrunkene Frau erwischt auf der Suche nach der Toilette die falsche Tür und stürzt unglücklich. Doch auch... München, 1920: Kommissär Reitmeyer ermittelt wieder! In einer Gastwirtschaft wird am Fuß der Kellertreppe die Leiche einer jungen Frau gefunden - auf den ersten Blick wirkt ihr Tod wie ein Unfall: eine angetrunkene Frau erwischt auf der Suche nach der Toilette die falsche Tür und stürzt unglücklich. Doch auch dieses Mal wirft der zweite Blick des Gerichtsmediziners Fragen auf, denn Cilly Ortlieb starb an einer Überdosis Heroin. War das Filmsternchen in Spe drogensüchtig? Oder war sie jemandem im Weg? Ich habe bereits Reitmeyers ersten Fall "Der eiserne Sommer" förmlich inhaliert. Und auch die Fortsetzung hat mich sofort in ihren Bann gezogen, es war sehr schön, so vielen der vertrauten Figuren wieder zu begegnen, auch wenn der große Krieg nicht ganz spurlos an ihnen vorübergegangen ist. Besonders der Protagonist Sebastian Reitmeyer hatte mein Herz bereits im Sturm erobert - seiner trockenen, pragmatischen Art mit den Widrigkeiten seines Berufsalltages umzugehen, kann man einfach nicht widerstehen. Auch ihn hat der Fronteinsatz verändert, er ist ein Kriegszitterer - das was ihm zu schaffen macht, würde man heute eine posttraumatische Belastungsstörung nennen. Da er nicht als Krüppel dastehen möchte, versucht er, seine Erkrankung (die damals nicht als solche wahrgenommen wurde, schließlich hat er überlebt und ist im Gegensatz zu vielen anderen sogar in einem Stück nach Hause gekommen) vor seiner Umwelt zu verbergen. Rattler ist nach all den Jahren immer noch Polizeischüler, da sein Fronteinsatz und die anschließende Rekonvaleszenz seine Ausbildung unterbrochen haben. Er hat aufgrund von Gasverletzungen Probleme mit der Lunge, aber ansonsten ist er noch ganz der Alte und strapaziert die Nerven seiner Kollegen gerne mit Vorträgen über neue Erkenntnisse und Verfahren der Kriminaltechnik, die er nachwievor aus unzähligen Fachartikeln kennt. Steiger hat einen Arm verloren, und Brunner musste nicht an die Front, weil er ja zuvor schon beschädigt war. Alles in allem ist es schon eine ziemlich angeschlagene Truppe rund um den Kommissär, aber sie stürzen sich mit gewohntem Schwung in ihren neuen Fall, obwohl sie schon wieder in Richtungen ermitteln, die ihren Vorgesetzten wenig zusagen. Durfte man im letzten Buch in die späte Vorkriegszeit eintauchen, als die Welt noch in Ordnung war und schneidige Offiziere sich in Glanz und Gloria sonnten, entführt Angelika Felenda ihre Leser nun in die unruhigen Nachkriegszeiten. Die Bevölkerung leidet noch immer unter den Rationierungen, für die Bezugsscheine gibt es nur eine Reihe von Ersatzlebensmitteln und auch Brennmaterial ist mehr als knapp. Die Inflation hat bereits eingesetzt, und Reitmeyers Gehalt kann mit den steigenden Preisen nicht mithalten. Freikorpstruppen treiben unter den Augen der Politiker und Behörden ihr Unwesen, Fememorde und Waffenschiebereien sind an der Tagesordnung. Der ideale Nährboden für Hitlers Hassparolen, die er zu dieser Zeit in München verbreitet und der so seine ersten glühenden Anhänger verzeichnen kann. Angelika Felenda zeichnet den historischen Hintergrund für Reitmeyers Ermittlungen so gekonnt, dass man sehr leicht in diese politisch und wirtschaftlich chaotische Zeit abtauchen kann, ohne die Krimihandlung aus den Augen zu verlieren. Besonders gern mochte ich wieder die lebendigen Dialoge, die mir die Figuren besonders nahebrachten. Die allgemeine Lage im Jahr 1920 war wirklich nicht rosig, und ohne eine gehörige Portion Galgenhumor wohl kaum zu ertragen - was sich auch in den Unterhaltungen widerspiegelt und mir beim Lesen regelmäßig ein Grinsen entlockt hat. Definitiv eine gelungene Fortsetzung voller interessanter Historie mit einem verwickelten Kriminalfall. Hoffentlich bekomme ich bald Reitmeyers dritten Fall zu lesen!

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Blick zurück
von einer Kundin/einem Kunden aus Braunschweig am 25.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

Inhalt: München in den 20er Jahren, der erste Weltkrieg steckt den Menschen noch in den Knochen. Auch Kommissar Reitmeyer und sein Team leiden unter den Nachwirkungen, denn Armut und Hungersnot führen unweigerlich zu einer Steigerung der Verbrechensrate. Man kann sich kaum vorstellen, was die Menschen alles zu Geld machen, um... Inhalt: München in den 20er Jahren, der erste Weltkrieg steckt den Menschen noch in den Knochen. Auch Kommissar Reitmeyer und sein Team leiden unter den Nachwirkungen, denn Armut und Hungersnot führen unweigerlich zu einer Steigerung der Verbrechensrate. Man kann sich kaum vorstellen, was die Menschen alles zu Geld machen, um über die Runden zu kommen. Aber es wird nicht nur gestohlen, es geschieht auch ein Mord. Bei der Toten handelt es sich um Cilly Ortlieb und auch deren Freundin wird kurz darauf ermordet. Treibt hier ein Serienmörder sein Unwesen? Man mag es fast vermuten, denn auch eine weitere Frau, Gertie Blumfeld, die ihre verschwundene Schwester sucht, gerät in Gefahr. Jetzt ist das Kalkül von Kommissar Reitmeyer gefragt, gelingt es ihm, diesen Fall zu lösen? Meine Meinung: Zum Glück ist der Fall eine abgeschlossene Geschichte und es ist daher nicht schlimm, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Da mich Angelika Felenda mit ihrer Schreibweise sofort in ihren Bann gezogen hat, werde ich mir den ersten Band „Der eiserne Sommer“ zu Weihnachten schenken lassen. Besonders gut hat mir die geschichtliche Erläuterung der Autorin am Schluss des Buches gefallen. So bekommt man eine Ahnung von der damaligen Zeit. Fazit: Angelika Felenda hat mich von der ersten Seite an mitgenommen, sie schreibt packend und flüssig, so dass niemals Langeweile aufkommt. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und hoffe schon jetzt, dass es einen dritten Band geben wird. Autorenportrait: Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München. (Quelle:Suhrkamp)

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Sehr interessanter und spannender Krimi, der in München 1920 spielt.
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der Krimi spielt 1920 in München. Der ermittelnde Kommissär Sebastian Reitmeyer ist traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt. Während er sich mit Aufklärung von Diebstählen, Gewalt und Schwarzmarkthandel beschäftigt, wird eine junge Frau tot aufgefunden. Was ist mit ihr passiert?... Der Krimi spielt 1920 in München. Der ermittelnde Kommissär Sebastian Reitmeyer ist traumatisiert aus dem Krieg zurückgekehrt. Während er sich mit Aufklärung von Diebstählen, Gewalt und Schwarzmarkthandel beschäftigt, wird eine junge Frau tot aufgefunden. Was ist mit ihr passiert? Parallel dazu wird die Geschichte von einer anderen jungen Frau namens Gerti erzählt, die mit dieser Geschichte in Verbindung steht, aber zunächst noch nichts davon ahnt. Kommissär Reitmeyer übernimmt die Ermittlungen und löst einen Strudel von Ereignissen aus bzw. wird in diesen hineingezogen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil es für mich eine Art Zeitreise darstellte. Plötzlich befand ich mich in München 1920. Ich hatte vorher keine richtige Ahnung, wie es dort ausgesehen hat bzw. wie man in der damaligen Zeit gelebt hat. Hier erfuhr ich nun nicht nur von Hunger, Kälte und Armut, sondern auch von der politischen Lage, die ich mir nicht so "brenzelig" vorgestellt hatte. Reitmeyer selbst erfährt von seinen Vorgesetzten schon deren rechte Gesinnung bzw. die Einflussnahme derselbigen. Eine Zeit voller gegenseitigem Misstrauen, was ich so nicht erwartet habe. Reitmeyer selbst ist ein Sympathieträger und ich habe ihn sehr gerne durch seinen Fall begleitet. Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil mich als Leser sehr zu fesseln und ein Fall aus der Vergangenheit hat für mich in der Gegenwart an Bedeutung gewonnen. Wie leben wir heute bezüglich des gesellschaftlich und politischen Lebens?

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München 1920
von einer Kundin/einem Kunden am 12.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der hier vorliegende zweite und mittlere Teil von Angelika Felendas zwischen 1914 und 1933 angesiedelter Krimireihe nimmt das Jahr 1920 ins Visier. Es ist die Zeit der Freicorps und Einwohnerwehren, des erstarkenden Nationalsozialismus, der Dolchstoßlegende, der Putschversuche und großen materiellen Not in weiten Teilen der Bevölkerung. Cilly Ortlieb und Marie... Der hier vorliegende zweite und mittlere Teil von Angelika Felendas zwischen 1914 und 1933 angesiedelter Krimireihe nimmt das Jahr 1920 ins Visier. Es ist die Zeit der Freicorps und Einwohnerwehren, des erstarkenden Nationalsozialismus, der Dolchstoßlegende, der Putschversuche und großen materiellen Not in weiten Teilen der Bevölkerung. Cilly Ortlieb und Marie Zaumgiebel, zwei jungen Statistinnen aus Rosenheim, die davon träumten, in München Schauspielerinnen zu werden, verdienten ihr Geld schließlich auf anderem Wege und schreckten auch vor der ein oder anderen Erpressung ihrer „Herrenbekanntschaften“ nicht zurück. Ein leichtsinniges Unterfangen, denn beide werden eines Tages ermordet aufgefunden. Kommissar Sebastian Reitmeyer ermittelt, soll aber, als bald die Spur zu rechtsgerichteten Kreisen und der Einwohnerwehr führt, möglichst nicht zu tief graben. Dabei begegnet er der Berliner Studentin Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer verschollenen Schwester ist und alsbald auch ins Zentrum der Ereignisse gerät. Der Autorin gelingt die atmosphärische Schilderung ganz ausgezeichnet, auch sprachlich ist der Roman sehr solide. Gegen Ende nimmt die eher beschauliche Ermittlung ein wenig zu sehr Fahrt auf, da knirscht es auch ein wenig in der Handlung und wird das ein oder andere ein wenig unplausibel und unwahrscheinlich. Aber da sich die Leserin bis dahin gut und durchaus klug unterhalten gefühlt hat, lässt sich darüber hinwegsehen.

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München 1920
von einer Kundin/einem Kunden am 12.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der hier vorliegende zweite und mittlere Teil von Angelika Felendas zwischen 1914 und 1933 angesiedelter Krimireihe nimmt das Jahr 1920 ins Visier. Es ist die Zeit der Freicorps und Einwohnerwehren, des erstarkenden Nationalsozialismus, der Dolchstoßlegende, der Putschversuche und großen materiellen Not in weiten Teilen der Bevölkerung. Cilly Ortlieb und Marie... Der hier vorliegende zweite und mittlere Teil von Angelika Felendas zwischen 1914 und 1933 angesiedelter Krimireihe nimmt das Jahr 1920 ins Visier. Es ist die Zeit der Freicorps und Einwohnerwehren, des erstarkenden Nationalsozialismus, der Dolchstoßlegende, der Putschversuche und großen materiellen Not in weiten Teilen der Bevölkerung. Cilly Ortlieb und Marie Zaumgiebel, zwei jungen Statistinnen aus Rosenheim, die davon träumten, in München Schauspielerinnen zu werden, verdienten ihr Geld schließlich auf anderem Wege und schreckten auch vor der ein oder anderen Erpressung ihrer „Herrenbekanntschaften“ nicht zurück. Ein leichtsinniges Unterfangen, denn beide werden eines Tages ermordet aufgefunden. Kommissar Sebastian Reitmeyer ermittelt, soll aber, als bald die Spur zu rechtsgerichteten Kreisen und der Einwohnerwehr führt, möglichst nicht zu tief graben. Dabei begegnet er der Berliner Studentin Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer verschollenen Schwester ist und alsbald auch ins Zentrum der Ereignisse gerät. Der Autorin gelingt die atmosphärische Schilderung ganz ausgezeichnet, auch sprachlich ist der Roman sehr solide. Gegen Ende nimmt die eher beschauliche Ermittlung ein wenig zu sehr Fahrt auf, da knirscht es auch ein wenig in der Handlung und wird das ein oder andere ein wenig unplausibel und unwahrscheinlich. Aber da sich die Leserin bis dahin gut und durchaus klug unterhalten gefühlt hat, lässt sich darüber hinwegsehen.

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Spannend bis zur letzten Seite...
von Gertie Gold aus Wien am 08.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

In Ihrem zweiten Band mit dem sympathischen Kommissar Sebastian Reitmeyer bringt uns Autorin Angelika Felenda die Stimmung im besiegten Deutschland von 1920 näher. Hier in München hungern und frieren die Bewohner wie überall im Land, müssen doch die Reparationszahlungen geleistet werden. Viele Menschen empfinden dies als ungerecht und sind wütend.... In Ihrem zweiten Band mit dem sympathischen Kommissar Sebastian Reitmeyer bringt uns Autorin Angelika Felenda die Stimmung im besiegten Deutschland von 1920 näher. Hier in München hungern und frieren die Bewohner wie überall im Land, müssen doch die Reparationszahlungen geleistet werden. Viele Menschen empfinden dies als ungerecht und sind wütend. Die „Diebstahlsseuche“, wie die kleineren und größeren Gaunereien von Reitmeyer und seinen Kollegen genannt wird, nimmt langsam überhand. Doch dann bekommen Reitmeyer und sein Team mit zwei toten Frauen mehr Arbeit als ihnen lieb ist. Was anfangs wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als veritables Kapitalverbrechen. Die Spuren zu den Täten führen in ein Dickicht von Macht, Betrug, Waffenschieberei und Pornographie, die bis in höchste Kreise hineinreicht. Mittendrin und auch nicht ganz unverdächtig, Gerti Blumfeld aus Berlin, die ihre jüngere Schwester sucht. Anstatt Reitmeyer bei seinen Ermittlungen zu unterstützen, verheimlicht Gerti einiges und gerät dadurch in akute Lebensgefahr. Reitmeyer muss nicht nur dieses Verbrechen an den jungen Frauen aufklären sondern schlägt sich auch mit linken und rechten Krawallbrüdern herum. Sein eigenes Weltkriegstrauma macht ihm ebenso zu schaffen, wie die plötzliche Abneigung seines Freundes und Juristen, Sepp Leitner, der sich Gertis annimmt, als sie wieder einmal Reitmeyers Wege kreuzt und einer Vorladung nicht nachkommt. Werden Reitmeyer und sein Team den oder die Mörder dingfest machen können? Mit Gerti Blumfeld hat die Autorin eine schillernde Persönlichkeit geschaffen, die uns vermutlich in einem dritten Band wiederbegegnen wird. Sepp hat sich nämlich in Gerti verknallt und merkt nicht, dass die Studentin der Soziologie, ein wenig manipulativ ist. Fazit: Wieder ein wunderbares Sittengemälde aus einer wahrlich schwierigen Zeit, in der die aufkommenden Nazis eine deutliche Rolle spielen. Die Serie rund um Sebastian Reitmeyer reiht sich in die in Berlin angesiedelten „Gereon-Rath-Krimis“ von Volker Kutscher und jene von Andreas P. Pittler (David-Bronstein-Reihe), die in Wien spielt, ein. Von mir fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Eine spannende und abwechslungsreiche Story
von Mordsbuch am 05.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

Buchinfo Wintergewitter - Angelika Felenda Taschenbuch - 439 Seiten - ISBN-13: 978-3518467190 Verlag: Suhrkamp Verlag - Veröffentlichung: 29. Oktober 2016 Kurzbeschreibung München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu... Buchinfo Wintergewitter - Angelika Felenda Taschenbuch - 439 Seiten - ISBN-13: 978-3518467190 Verlag: Suhrkamp Verlag - Veröffentlichung: 29. Oktober 2016 Kurzbeschreibung München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten »Diebstahlseuche« heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer ? von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt ? in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät ? Bewertung ?Wintergewitter? ist der zweite Teil aus der Kommissär-Reitmeyer-Serie von Angelika Felenda. Leider haben ich den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen, was ich aber sicher nachholen werde. Aber auch ohne den ersten Band zu kennen, habe ich mich schnell in die Geschichte eingelesen. Man kann ?Wintergewitter?, wie ich finde, ganz unabhängig lesen. Angelika Felenda nimmt die Leser mit auf eine Reise in die 20er Jahre. Ein Nachkriegsroman, der durch die gute Recherchearbeit der Autorin einzigartig wird. Man merkt das Angelika Felenda Geschichte studiert hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel aus der Nachkriegszeit und doch bleibt die Spannung, die man von einem Krimi erwartet, zu keiner Zeit auf der Strecke. Ich finde es toll, wie die Autorin mit der Sprache spielt. Auch ihre Charaktere passen hervorragend in die Geschichte. An erster Stelle natürlich Reitmeyer, der durch den Krieg traumatisiert ist und trotzdem schon wieder mit jeder Menge Arbeit zu tun hat. Ich hoffe das es noch weitere Fälle mit dem sympathischen Kommissär Reitmeyer geben wird. Fazit: Spannung gemischt mit deutscher Geschichte. Eine spannende und abwechslungsreiche Story. Volle Punktzahl!

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München leuchtet nicht mehr
von D. Brown aus München am 01.12.2016
Bewertetes Format: Paperback

München 1920 ist nicht die Stadt die leuchtet, sondern eher die Stadt die die finsteren Vorboten der kommenden dunklen und unrühmlichen Jahre des Nationalsozialismus aufzeigt. Kommissar Reitmeyer traumatisierter Soldat des ersten Weltkrieges schlägt sich mehr oder eher weniger gut durch sein Leben als Beamter der Polizei der bayrischen Hauptstadt. Aufzuklären... München 1920 ist nicht die Stadt die leuchtet, sondern eher die Stadt die die finsteren Vorboten der kommenden dunklen und unrühmlichen Jahre des Nationalsozialismus aufzeigt. Kommissar Reitmeyer traumatisierter Soldat des ersten Weltkrieges schlägt sich mehr oder eher weniger gut durch sein Leben als Beamter der Polizei der bayrischen Hauptstadt. Aufzuklären gibt es zuerst einen, dann einen zweiten Mord an zwei jungen Frauen, die sich in der Halbwelt der Münchner Filmindustrie als Komparsen, aber auch mit anderen eher unmoralischen Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt verdienten. Doch Reitmeyer findet schnell heraus, dass sich in einer neu gebildeten Nachkriegsgesellschaft von Neureichen und anderen fragwürdigen Individuen mit teils militärischer Vergangenheit eine kriminelle Vereinigung bildet, die ohne Rücksichten auf Moral oder Individuen ihre Interessen durchsetzt. Ausgebremst von seinen Vorgesetzten versucht er mit seinen z.T. geheimen Ermittlungen mit Hilfe seiner treuen und vertrauenswürdigen Mitarbeiter beide Fälle zu lösen. Dabei begegnet ihm immer wieder eine jungen Frau, Gertie Blumfeld aus Berlin, die seit Monaten ihre in München verschwundene Schwester sucht. Beide bewegen sich im selben Bekanntenkreis, was sich jedoch erst im Laufe der Ermittlungen herausstellt. Zu Anfang begegnen sie sich sehr misstrauisch, da beide voneinander nicht wissen, dass sie im selben Milieu recherchieren, um sowohl die Morde zu lösen als auch die vermisste Schwester wieder zu finden. Dieses Buch ist für mich nicht nur Krimi sondern auch historischer Roman zugleich. Die Autorin Angelika Felenda versteht es hervorragend die Stimmung der Stadt als auch die Verzweiflung der Menschen im Deutschland der Nachkriegsjahre zu schildern, die so gar nicht golden waren. Deutschland liegt am Boden nach dem selbst angezettelten ersten Weltkrieg und leidet an den Reparationszahlungen die es an die benachbarten Länder zu entrichten hat. Es fehlt der breiten Bevölkerung an allem. Auch die Situation der Kriegsheimkehrer denen es, sowohl in vielen Fällen körperlich versehrt als auch psychisch schwer belastet, oft nicht gelingt wieder ein normales Leben zu führen. Armut zeichnet diese Gesellschaft hauptsächlich aus. Jedoch gibt es wie immer eine Schicht die sich mit Geld, z. T. aus dubiosen Quellen, alles leisten kann. Das bewirkt gesellschaftliche Spannungen die den Boden für die spätere Machtergreifung Hitlers vorbereiten. Ein in mehrfacher Hinsicht spannender Kriminalroman. Mein Fazit: Sehr empfehlenswert!

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Hell-Dunkle Zeiten
von einer Kundin/einem Kunden am 25.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

München befindet sich 1920 zwischen den Kriegen. Der erste gerade vorbei, entsteht bereits wieder ein verstärktes Nationalbürgertum. Bürgerwehren wollen das Gesetz selbst in die Hand nehmen, nicht-deutsch ist andersartig. Hier nimmt das Buch einen feinfühligen Bezug zur Gegenwart, ob... München befindet sich 1920 zwischen den Kriegen. Der erste gerade vorbei, entsteht bereits wieder ein verstärktes Nationalbürgertum. Bürgerwehren wollen das Gesetz selbst in die Hand nehmen, nicht-deutsch ist andersartig. Hier nimmt das Buch einen feinfühligen Bezug zur Gegenwart, ob gewollt oder nicht. In dieser heiklen Situation scheint der Tod eines "leichten Mädchens" oder wie es angenehmer heißt "Schauspielerin" eigentlich gar nicht auf. Dass diese Frauen in den harten Zeiten einfach nur ums Überleben kämpfen, will niemand so richtig wahr haben. Doch die Frau in einem Keller eines schmierigen Lokales wurde ermordet. Mit einer Überdosis Heroin. Kommissär Reitmeyer versucht mit seinem Team dem Geheimnis des Todes auf die Schliche zu kommen, allerdings fällt das Mangels aussagekräftigen Zeugen und fehlender Mitarbeit schwer. Als ein zweiter Mord passiert, wird Reitmeyer selber zur Zielscheibe. Wagt er es doch in den Kreisen der besseren Gesellschaft zu kratzen, die in getarnten Bordellen den neuen Zeitgeist feiert. Schnell wird dort ein Bauernopfer ausgesucht, denn bis in Polizeikreise zieht sich die schmutzige Spur. Spielt Reitmeyer das böse Spiel mit? Oder ermittelt er raffiniert weiter um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen? Durch Sprache und Stil gelingt es der Autorin vortrefflich, ein authentisches Bild der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit zu erzeugen. Sei es der einfache Bürger, der mit der Zukunftsangst kämpft oder der feine Herr, der seinen Gelüsten in zweckentfremdeten Gesellschaftshäusern nachkommt, alles ist stimmig verwoben und macht es dem Leser leicht, sich in die dunkel-wabernde Stimmung der Geschichte zu verlieren. Wohltuend ohne Blutorgien auskommen erzeugt das Buch langsam eine subtile Spannung, läßt den Leser an der üblichen Ungerechtigkeit der Umstände teilhaben und man hofft inständig, dass Reitmeyer zum geschickt geführten Schlag gegen die Täter ausholt, die sich unantastbar fühlen. Die Personen sind absolut glaubhaft, aber nicht zwingend sympathisch angelegt. Auch hier gibt es den Polizeigehilfen, der durch tolpatschige Schläue die Ermittlungen vorantreibt und ebenso den mürrischen Kommissär, der sich erst noch von den Neuerungen des Lebens ( Kino) überzeugen lassen muss. Guter Krimi mit gesellschaftskritischer Note, der unterhält und stimmig geschrieben ist. Was will man mehr?

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spannender und atmosphärischer Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 23.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus... Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus dem Künstlermilieu wird tot aufgefunden und es ist nicht der letzte Mord. Die Aufklärung ist für Reitmeyer sehr schwierig, da die Spur in höhere Regierungskreise führt. Spannend und vor allem sehr atmosphärisch wird dieser historische Krimi erzählt, der die Situation nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland sehr gut widerspiegelt. Die Figuren sind sehr gut beschrieben, allen voran Reitmeyer, der selbst mit seinem Trauma zu kämpfen hat und nun noch zwei Morde aufklären muss. Die Autorin versteht es sehr spannend und flüssig zu erzählen, sodass keine Langeweile aufkommt. Liebhaber atmosphärischer Krimis werden hier auf ihre Kosten kommen.

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Wintergewitter
von manu63 aus Oberhausen am 22.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Wintergewitter ist der zweite Fall von Kommissar Reitmeyer aus der Feder der Autorin Angelika Felenda. Er führt die Leser zurück ins Jahr 1920 nach München. Die Folgen des Krieges sind noch überall spürbar und es ist November. Reitmeyer ermittelt wegen einer Einbruchsserie und wird dann noch mit zwei getöteten... Wintergewitter ist der zweite Fall von Kommissar Reitmeyer aus der Feder der Autorin Angelika Felenda. Er führt die Leser zurück ins Jahr 1920 nach München. Die Folgen des Krieges sind noch überall spürbar und es ist November. Reitmeyer ermittelt wegen einer Einbruchsserie und wird dann noch mit zwei getöteten jungen Frauen konfrontiert. Die Autorin fängt die damalige Zeit und Verhältnisse gut ein und lässt vor den Augen der Leser diese Zeit plastisch entstehen. Reitmeyer ist gezeichnet von seinen Kriegserlebnissen und kämpft mit Panikattacken. Schafft es aber dennoch ohne neueste technische Hilfsmittel seinen Weg zu finden. Wer einen Krimi mit viel Dramatik sucht wird eher enttäuscht sein. Ich habe einen Krimi erlebt der mehr von den leiseren Tönen und der gesamten Handlung lebt und nicht vom spektakulären Moment. Die Charaktere sind gut getroffen und das Buch in sich geschlossen, so das man Band eins nicht kennen muss um der Geschichte folgen zu können.

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Eine tolle Kombination aus Krimi und deutscher Geschichte
von SteffiKa am 21.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Inhalt (übernommen) Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt. Verzweifelt versucht er, die dort erlittenen Traumata und die immer aufkommenden Panickattacken vor seiner Umgebung zu verbregen. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten "Diebstahlseuche" heimgesucht wird... Inhalt (übernommen) Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt. Verzweifelt versucht er, die dort erlittenen Traumata und die immer aufkommenden Panickattacken vor seiner Umgebung zu verbregen. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten "Diebstahlseuche" heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Immerhin das Filmgeschäft boomt und viele junge Frauen wollen auf die große Leinwand. So auch die junge Cilly Ortlieb, die tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wurde. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Schon bald nimmt der Fall ungeahnte Ausmaße an. Charaktere "Wintergewitter" ist der 2. Band um Kommissär Reitmeyer. Leider kenne ich den Vorgänger nicht, was ich aber mit Sicherheit nachholen werde. Reitmeyer ist ein Kommissär, der traumatisiert vom Krieg zurückgekehrt ist und nun wieder in den "Alltag" finden muss. Sympathisch, mitdenkend, und vor allem fair versucht er, die Wirren und die Verschleierungen der rechten Szene in die Öffentlichkeit zu bringen und scheut nicht davor, sich sogar gegen seinen Chef zu stellen. Zur Hilfe kommen ihm sein Kollege Steiger und Polizeischüler Rattler. Die beiden standen stets loyal zu Reitmeyer, wohingegen Steiger gegenüber dem pfiffigen und umtriebigen Rattler etwas verblasst ist. Erwähnen möchte ich noch Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer Schwester nach München gekommen ist, und die Freundschaft von Reitmeyer und dem Anwalt Sepp auf die Probe stellt. Sie hat der Geschichte gut getan: Anfängliche Naivität weicht dem Mut, eigene Ermittlungen anzustellen. Auch dass sie sich nicht gleich an die Polizei gewandt hat, hat mich immer wieder überlegen lassen, ob sie wirklich zu den Guten gehört. Schreibstil Angelika Felenda gelingt eine tolle Mischung aus "alter Sprache", die nicht zuviel wird, bayerischem Dialekt und "moderner Sprache". Man bekommt immer wieder das Gefühl, in den 20er-Jahren zu sein. Auch hat sie verstanden, den Flair dieser Jahre rüberzubringen. Gefallen hat mir zudem, dass "Wintergewitter" nicht nur ein Kriminalroman ist, sondern wir scheinbar so nebenher Einblicke in die damalige Politik, das Kämpfen der Menschen der Nachkriegszeit und den Beginn des Wandels, der Aufmarsch des rechten Mobs erzählt bekommen haben. Fazit Eine tolle Mischung aus Krimi und deutscher Geschichte - unbedingt Lesen!

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Ermittlungen zur Nachkriegszeit
von büchernarr aus Düsseldorf am 20.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Der Roman von Angelika Felenda war eine angenehme Überraschung für mich. Dicht geschrieben, informativ mit der Atmosphäre der Nachkriegszeit und den Problemen der Bürger, der Armut, der nichtvorhandenen soziallen Unterstützung, alles dies wird sehr bildreich von der Autorin beschrieben und parallel nimmt auch der Krimi seinen Lauf. Eine tote... Der Roman von Angelika Felenda war eine angenehme Überraschung für mich. Dicht geschrieben, informativ mit der Atmosphäre der Nachkriegszeit und den Problemen der Bürger, der Armut, der nichtvorhandenen soziallen Unterstützung, alles dies wird sehr bildreich von der Autorin beschrieben und parallel nimmt auch der Krimi seinen Lauf. Eine tote junge Frau wird im Keller eines Wirtshauses gefunden und sehr bald stellt sich heraus, dass es sich hierbei um Mord handelt. Kommissär Reitmeyer ermittelt in seinem zweiten Fall und hat nicht nur Freunde und Kollegen, die ihm helfen sondern auch Schwierigkeiten, mit denen er kämfen muss um den Fall zu lösen. Der zweite Mord lässt nicht mit sich warten und trotz seiner persönlichen Dämonen und Sorgen wird die Aufklärung seine höchste Priorität. Passend zum Thema ist auch das Cover des Buches, in melancholischen Blautönen, gestaltet. Ein realer Krimi, ohne viel Schnik Schnak aber mit ebenso fesselnder und spannender Unterhaltung

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Zeitreise ins München der 20er Jahre
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 13.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Angelika Felenda studierte Geschichte und Germanistik. Das merkt man ihrem Roman durchaus an. Ich empfand den zweiten Kriminalfall für Kommissär Reitmeyer als hervorragend beschriebene und recherchierte Zeitreise in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Den ersten Teil habe ich noch nicht gelesen. Die Autorin läßt uns teilhaben an den Zuständen,... Angelika Felenda studierte Geschichte und Germanistik. Das merkt man ihrem Roman durchaus an. Ich empfand den zweiten Kriminalfall für Kommissär Reitmeyer als hervorragend beschriebene und recherchierte Zeitreise in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Den ersten Teil habe ich noch nicht gelesen. Die Autorin läßt uns teilhaben an den Zuständen, wie sie nach dem ersten Weltkrieg in München waren. Sie beschreibt sie beeindruckend in klaren, gut gewählten Worten. Die Zeiten sind nicht leicht. Es herrschen chaotische, anarchistische Zustände. Der Mangel ist überall. Es fehlt an allem: Lebensmittel, Bekleidung, Heizmaterial,menschenwürdige Wohnungen, Geld. Die Eigentumsdelikte nehmen zu. Die Menschen hungern und frieren, aber es gibt auch andere Orte, an denen davon nichts zu spüren ist. Die junge Gerti Blumenfeld befindet sich in einem zwielichtigen Lokal und wartet auf ihre Freundin Cilly. Sie benötigt dringend ihre Hilfe, da sie auf der bisher ergebnislosen Suche nach ihrer verschwundenen Schwester, ihre Unterkunft nicht mehr bezahlen kann. Aber Cilly kommt nicht. Stattdessen wird sie von einer Unbekannten angesprochen, die der jungen Frau eine Mappe mit Unterlagen wiedergeben möchte. Plötzlich ist die fremde junge Frau verschwunden. Was sind das für Papiere, die nun Gerti in den Händen hält? Bergen sie brisantes Material? Und wo bleibt Cilly?... Kommissar Reitmeyer mit seinen kriegsversehrten Mitarbeitern wird unterdessen an einen Tatort gerufen. Eine junge Frau stürzte im Gasthof zum Roten Adler eine steile Kellertreppe hinunter. Was hatte sie dort zu suchen? War es ein tragischer Unfall? Oder war es sogar Mord?... Konzentriert blieb ich dran, wie der sympathische Kommissär Sebastian Reitmeyer gemeinsam mit seinem ebenfalls angenehmen Kollegen Steiger und dem übereifrigen, ungestümen Polizeischüler Rattler die Spuren des mittlerweile zweifachen Frauenmörders verfolgte. Ich habe Seite um Seite verschlungen. Es kamen im Verlauf immer mehr zweifelhafte, kriminelle, undurchsichtige Personen und Fakten dazu. Berührend war für mich zu lesen, wie der Kommissär versucht mit seinem erlittenen Kriegstrauma fertig zu werden. Die Panikattacken erfassen ihn immer wieder in unpassenden Momenten. Schön das Ende des Buches, wo er sich gegenüber der von ihm sehr verehrten Caroline von Dohmberg offenbart: „Ich bin ein Kriegszitterer.“ Vielleicht werden sie in einer Fortsetzung endlich ein Liebespaar? Fazit: Angelika Felenda versteht es in atmosphärischer Dichte die Kriminalgeschichte mit dem tatsächlichen Verlauf der historischen Ereignisse zu verflechten. Sie beschreibt eindrucksvoll die politische Stimmung im München der Anfang 20er Jahre. Wie ein gewisser Adolf Hitler als Redner mit Angriffen gegen die Juden, gegen die feige korrupte Regierung, gegen die Presse, die nichts als Lügen verbreitet, starke Emotionen bei seinen Zuhörern wecken konnte. Da drängen sich zur gegenwärtigen Lage Parallelen auf. Wehret den Anfängen! Das Cover vermittelt die allgemeine Stimmung sehr gut und unterstützt den Titel des Buches. Von mir fünf Sterne, da Zeitgeschichte interessant verpackt beschrieben wird!

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Der zweite Fall für Reitmeyer
von Alex am 13.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Kommissär Reitmeyer ist 1920 aus dem Krieg zurückgekehrt und versucht die erlittenen Traumata zu verarbeiten und vor allem vor seiner Umwelt zu verbergen. Die Polizei hat in dieser Zeit schon mit dem Nahrungsmangel und den Folgen der Geldentwertung viel zu tun als auch noch Cilly Ortlieb tot im Keller... Kommissär Reitmeyer ist 1920 aus dem Krieg zurückgekehrt und versucht die erlittenen Traumata zu verarbeiten und vor allem vor seiner Umwelt zu verbergen. Die Polizei hat in dieser Zeit schon mit dem Nahrungsmangel und den Folgen der Geldentwertung viel zu tun als auch noch Cilly Ortlieb tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wird. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch es war Mord. Kommissär Reitmeyer beginnt zu ermitteln und sucht nach einem mehrfachen Frauenmörder. Das Cover ist schlicht und stimmig gestaltet und hat mich neugierig gemacht auf das Buch. Die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben und ich konnte mir von ihnen und von den Handlungsorten und der damaligen Zeit ein gutes Bild machen. Der Schreibstil von Angelika Felenda hat mich gleich angesprochen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der historische Hintergrund des Buches spielt, wie schon im ersten Teil, wieder eine große Rolle und das macht es zusätzlich sehr lesenswert. Für mich ein sehr lesenswerter historischer Krimi.

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Dunkle Gewitterwolken über dem München der 20er Jahre
von Schlaflos am 11.11.2016
Bewertetes Format: Paperback

Zum Inhalt Die Landeshauptstadt durchlebt schwierige Zeiten: Der Krieg steckt den Münchnern noch in den Knochen, die Inflation macht die Bevölkerung hungrig und wütend und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Da wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, scheinbar ein Unfall. Kommissär Reitmeyer glaubt nicht daran und... Zum Inhalt Die Landeshauptstadt durchlebt schwierige Zeiten: Der Krieg steckt den Münchnern noch in den Knochen, die Inflation macht die Bevölkerung hungrig und wütend und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Da wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, scheinbar ein Unfall. Kommissär Reitmeyer glaubt nicht daran und ermittelt in verschiedene Richtungen. Dabei muss er sich nicht nur mit schwierigen Zeugen herumschlagen, sondern auch innerhalb der Polizei gilt es, kein falsches Wort zu verlieren. Besonders zu Ermittlungen in politischen Kreisen wie der Einwohnerwehr sind die Polizeioberen nicht allzu positiv eingestellt. Reitmeyer jedoch hat sich an diesem Fall festgebissen, besonders als dann eine zweite junge Frau tot aufgefunden wird. Auf seiner Suche nach dem Täter schreckt der Kommissär nicht vor unangenehmen Situationen zurück, als die Ermittlungen so manche illegale Machenschaften seitens der besser betuchten Münchner Gesellschaft aufdecken. Zur Leseerfahrung Der Autor schildert die Stimmung in München sehr lebendig, so fällt es dem Leser leicht, ins Geschehen einzusteigen. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hab aber trotzdem sehr schnell mit den Protagonisten zusammengefunden. Besonders schön ist bei diesem Buch, dass man die Charaktere so wunderbar ins Herz schließen kann, weil sie authentisch handeln und ihre Ziele klar verfolgen. Zum Fazit Ein Krimi, der es schafft, geschichtliche Hintergründe sehr informativ und spannend mit dem Kriminalfall zu verbinden. Dazu die authentischen Protagonisten ? sehr empfehlenswert! Zu den Eckdaten Titel: Wintergewitter Autor: Angelika Felenda Verlag: Suhrkamp Nova ISBN: 9783518467190 Seiten: 435

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