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Wintergewitter

Reitmeyers zweiter Fall. Kriminalroman

(1)
München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten »Diebstahlseuche« heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium.
Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer – von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt – in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät …
Portrait
Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 439, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783518748527
Verlag Suhrkamp
Verkaufsrang 1.090
eBook (ePUB)
12,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Das warten hat sich gelohnt“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Das warten hat sich gelohnt, denn auch der zweite Band um den Münchner Kommissar Reitmeyer ist sehr gut gelungen.
München 1920: Sebastian Reitmeyer hat nach dem Krieg seinen Dienst bei der Mordkommisssion wieder aufgenommen. Sein neuester Fall dreht sich um zwei junge Frauen aus dem Filmmilieu, die unter obskuren Umständen ums Leben
Das warten hat sich gelohnt, denn auch der zweite Band um den Münchner Kommissar Reitmeyer ist sehr gut gelungen.
München 1920: Sebastian Reitmeyer hat nach dem Krieg seinen Dienst bei der Mordkommisssion wieder aufgenommen. Sein neuester Fall dreht sich um zwei junge Frauen aus dem Filmmilieu, die unter obskuren Umständen ums Leben gekommen sind. Aber da ist noch mehr - und wer ist diese junge Frau, deren Weg er bei seinen Ermittlungen immer wieder kreuzt?
Volker Kutscher Fans können hier eine wirklich gute Entdeckung machen. Ich jedenfalls habe bei dem Buch ohne Bedenken gleich zugegriffen und war drei Tage nicht zu erreichen ..

Kundenbewertungen


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spannender und atmosphärischer Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 23.11.2016

Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus... Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus dem Künstlermilieu wird tot aufgefunden und es ist nicht der letzte Mord. Die Aufklärung ist für Reitmeyer sehr schwierig, da die Spur in höhere Regierungskreise führt. Spannend und vor allem sehr atmosphärisch wird dieser historische Krimi erzählt, der die Situation nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland sehr gut widerspiegelt. Die Figuren sind sehr gut beschrieben, allen voran Reitmeyer, der selbst mit seinem Trauma zu kämpfen hat und nun noch zwei Morde aufklären muss. Die Autorin versteht es sehr spannend und flüssig zu erzählen, sodass keine Langeweile aufkommt. Liebhaber atmosphärischer Krimis werden hier auf ihre Kosten kommen.

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Hinter den Fassaden lauert der Abgrund
von Inge Weis aus Pirmasens am 29.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Der zweite Fall für Kommissär Reitmeyer. Mord und Krimi-Noir im München der zwanziger Jahre. Ein Sturm zieht über München auf, in der Ferne grollte Donner, und über der Isar zuckten Blitze. Ein Wintergewitter. Das war selten. Kommissär Reitmeyer... Der zweite Fall für Kommissär Reitmeyer. Mord und Krimi-Noir im München der zwanziger Jahre. Ein Sturm zieht über München auf, in der Ferne grollte Donner, und über der Isar zuckten Blitze. Ein Wintergewitter. Das war selten. Kommissär Reitmeyer trat in die Pedale, um noch vor Ausbruch des Unwetters die Polizeidienststelle in der Ettstraße zu erreichen. Das Stadtbild ist gezeichnet von Arbeiteraufständen und Straßenkämpfen, die Menschen hungern und frieren. Der Überlebenskampf ist hart, selbst für die Polizei. Reitmeyer erlebt eine Stadt im Rausch. Kokain, illegale Nachtclubs, politische Straßenschlachten – ein Tanz auf dem Vulkan. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer, der die erlittenen Kriegs-Traumata und die immer wieder aufkommenden Panikattacken vor seiner Umgebung zu verbergen versucht – von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt – in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät. Schon bald nimmt der Fall ungeahnte Ausmaße an.… Vor diesem authentisch und detailreich geschilderten Hintergrund entsteht ein spannender und sehr solider Krimi. Die mögliche Ausführung des Mordes ist raffiniert und steuert auf ein unerwartetes Finale hin. Angelika Felendas Kriminalroman erzählt vom bitter kalten Winter 1920, und zwar so realistisch, dass Sie den Frostbeulen näher sind als der Gänsehaut. Ihre Beschreibungen einer Zeit mit starken Kontrasten - Armut und Luxus, Krieg und Vergnügungssucht, Krankheit und Irrsinn, in denen sie sich provokant mit der Gesellschaft und der jüngsten Vergangenheit, dem Ersten Weltkrieg, auseinandersetzt, erregen Bewunderung und Abscheu, lassen aber niemanden kalt. Sie führt uns in die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Milieus und beschreibt sie ausgesprochen lebhaft und bildreich, so dass man wirklich meint, in diese Zeit eingetaucht zu sein. Was diesen Krimi auszeichnet, ist der sorgfältig recherchierte, bis ins Detail stimmige historische Background und die authentische Atmosphäre. Die Autorin verquickt die historischen Tatsachen sehr geschickt mit ihrem Fall und hat damit einen sehr lesenswerten Krimi geschaffen. Neben dem klassischen Krimi-Plot, der überaus raffiniert konstruiert wird, erleben wir einiges von den Sorgen und Problemen der Münchner Bevölkerung mit. Die Lebensumstände der Menschen werden einem sehr nahe gebracht, ganz nebenbei. Gerade dadurch zeichnet sich dieser Krimi aus: Reitmeyer kann nicht einfach schnell von A nach B fahren, um seine Ermittlungen voran zu bringen, sondern muss sich mühsam durchkämpfen. Mordermittlung vor ca. 90 Jahren, ohne die Hilfe digitaler Medien oder anderer Technischer Unterstützung! Und das klappt! Fröstelnde Spannung bis zur letzten Seite, man schlottert mit! Ebenso präzise recherchiert wie unprätentiös formuliert, vor allem aber gut ausgedacht, macht Angelika Felendas Roman um Kommissär Reitmeyer Lust auf mehr. Ein wirklicher Geheimtip, für jeden, der Spaß an klassischen Krimis hat! Authentizität und gute Recherche, toll geschrieben spannender Krimi bestens zu empfehlen. Ein tolles Buch, weil es nicht nur ein guter Krimi ist, sondern auch einen Einblick in die deutsche Geschichte und das München der 20er Jahre gibt. Auch für Nicht-Krimifans, die sich einfach für diese Zeit interessieren. Ein höchst lesenswertes Stück deutscher Kriminalliteratur.

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Lesenswerter, historisch begründeter Krimi
von sommerlese am 30.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

München 1920: Kommissär Reitmeyer leidet immer noch an Kriegs-Traumata und bekommt Panikattacken. Beruflich hat er viel zu tun, denn die Geldentwertung und der Nahrungsmangel sorgen für viele Fälle von Diebstahl und Schieber haben Hochkonjunktur. Reitmeyer ermittelt den Todesfall der jungen Cilly Ortlieb, die als Kleindarstellerin in zwielichtigen Projekten eines Münchner Filmkonzerns... München 1920: Kommissär Reitmeyer leidet immer noch an Kriegs-Traumata und bekommt Panikattacken. Beruflich hat er viel zu tun, denn die Geldentwertung und der Nahrungsmangel sorgen für viele Fälle von Diebstahl und Schieber haben Hochkonjunktur. Reitmeyer ermittelt den Todesfall der jungen Cilly Ortlieb, die als Kleindarstellerin in zwielichtigen Projekten eines Münchner Filmkonzerns gearbeitet hat. Sie wurde mit Morphium getötet. Dieser Fall zieht Reitmeyer inmitten von illegalen Spielclubs, Bars und gemeine Bordelle. Dabei lernt er Gerti Blumfeld kennen, die ihre verschwundene Schwester sucht und ein Mordopfer kannte. Während dieser Zeit gewinnt die rechte Bevölkerung immer mehr Anhänger. Der erste Weltkrieg ist vorbei, aber die dramatischen Folgen sind deutlich spürbar. Die Bevölkerung leidet unter der Nahrungsmittelknappheit, den schlechten Wohnbedingungen und echter Armut. Dabei ist es offensichtlich, wir gut der Autorin ihre historische Recherche in diesem Buch gelungen ist. Ihre fundierten geschichtlichen Kenntnisse zeigen sich in authentisch wirkenden Beschreibungen der Lebensbedingungen der Menschen und der gesellschaftlichen und politischen Situation dieser Zeit. Hier sieht der Leser bildhaft die Atmosphäre der 20er Jahre auferstehen. Vor diesem realistischen Hintergrund erlebt man die klassische Ermittlungsarbeit dieser Zeit, ohne Datenbanken und gut vernetzte Polizeiämter. Reitmeyer arbeitet mit seinem Team Steiger und Rattler ohne technische Raffinessen. Sein Vorgesetzter ist auch nicht gerade eine große Stütze, ganz im Gegenteil. Dieses Buch habe ich weniger als Krimi sondern mehr als historischen Roman gesehen. Obwohl hier eine solide spannende Handlung gibt, hat mich die zeitgenössische Darstellung mehr gereizt und sehr gut informiert. Der Aufmarsch der rechtsradikalen Szene war die Grundlage für das kommende Naziregime. Wie sehr selbst die Beamten der Polizei von Menschen mit antisemitischer Ansicht durchsetzt waren, wird hier absolut deutlich gemacht. Auch die herrschende Kälte dieses Winters und die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich werden so lebhaft geschildert, dass diese Zeit lebendig zu werden scheint. Besonders die Milieustudien sind der Autorin äußerst gelungen. Sie versteht es geschickt, die Krimihandlung in diese historischen Rahmenbedingungen einzubauen und daraus einen lesenswerten Krimi zu schreiben. Etwas mehr Aufklärung und nicht ganz so verzwickte Zusammenhänge und ich hätte 5 Sterne vergeben. Diesen historischen Krimi kann ich geschichtsinteressierten Lesern wärmstens empfehlen. Eine klassische Ermittlung, ein interessantes Umfeld und der sympathische Reitmeyer und sein Team machen dieses Buch zu einer interessanten Lektüre.

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Zwei Morde und die Suche nach einer verlorenen Schwester
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 30.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Der Kriminalroman "Winter-Gewitter" wurde von Angelika Felenda geschrieben und erschien 2016 im Suhrkamp Nova-Verlag. Das Buch handelt von der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und spielt in München, wobei sich der Kommissar auf die Ermittlung stürzt, um den Mord an zwei jungen Frauen aufzudecken. 1920 in München. Das Land... Der Kriminalroman "Winter-Gewitter" wurde von Angelika Felenda geschrieben und erschien 2016 im Suhrkamp Nova-Verlag. Das Buch handelt von der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und spielt in München, wobei sich der Kommissar auf die Ermittlung stürzt, um den Mord an zwei jungen Frauen aufzudecken. 1920 in München. Das Land ist geplagt von Nahrungsmangel und der Inflation. Das Leid kennt keine Grenzen. Der Kommissar Reitmeyer ist gerade erst aus dem Krieg wiedergekommen und ihn plagen noch viele Visionen aus dem Krieg, die er noch nicht verarbeitet hat und ihn immer wieder in die Knie zwingen. Trotz seines Traumatas stürzt er sich in die Ermittlungen rund um zwei ermorderte junge Frauen. Die Umgebung, in der sich die Frauen aufgehalten haben sprechen für sich. Illegalitäten und anmutende Machenschaften sind an der Tagesordnung. Zur gleichen Zeit reist Gerti Blumfeld von Berlin nach München um ihre Schwester zu suchen, die angeblich hier mit einem Mann untergetaucht sein soll, der nicht von der feinen Sorte ist. Auf der Suche geriet sie auch in Verbindung mit den Ermittlungsarbeiten des Reitmeyers und beide Geschichten werden miteinander verwoben. Das Buch hat die Atmosphäre der handelnden Geschichte sehr gut zur Geltung gebracht. Man brauchte kaum Vorstellungskraft, um sich in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg zurückzuversetzen und das Leid zu spüren, dass die Leute verspürt haben. Der Kommissar Reitmeyer war sehr authentisch und sympatisch, da er gerade trotz seiner seelischen Plage alles für die Ermittlungen gegeben und immer auf das Recht und die Wahrheit gepocht hat. Das hat mir sehr gut gefallen. Gut fand ich auch, dass es immer zwei Perspektiven gab aus denen die Geschichte erzählt wurde, entweder mit Blick auf Reitmeyer oder mit Blick auf Gerti Blumfeld. Ein wenig Probleme hatte ich lediglich alle handelnden Personen auseinander zu halten, da es sehr viele gab und die Namen teilweise sehr ähnlich war. Das Problem löste sich jedoch im Laufe des Buches auf und man war dann mitten drin im Geschehen. An Spannung fehlte es dem Buch auch nicht. Man hat bis zum Schluss mitgefiebert und mitgehofft. Mein Fazit: Sehr gelungener Kriminalroman und für alle zu empfehlen, die es mögen, wenn auch historisch angehauchte Elemente in dem Buch eingebaut werden. Spannend und auf jedenfall lesenswert. Kurz und knapp: 4 Sterne! :)

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Eine spannende und abwechslungsreiche Story
von Mordsbuch am 05.12.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Buchinfo Wintergewitter - Angelika Felenda Taschenbuch - 439 Seiten - ISBN-13: 978-3518467190 Verlag: Suhrkamp Verlag - Veröffentlichung: 29. Oktober 2016 Kurzbeschreibung München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu... Buchinfo Wintergewitter - Angelika Felenda Taschenbuch - 439 Seiten - ISBN-13: 978-3518467190 Verlag: Suhrkamp Verlag - Veröffentlichung: 29. Oktober 2016 Kurzbeschreibung München 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt, versucht die dort erlittenen Traumata vor seiner Umgebung zu verbergen und dämpft aufkommende Panikattacken mit Geigenspiel. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten »Diebstahlseuche« heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Da wird die junge Cilly Ortlieb, Kleindarstellerin in schlüpfrigen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka, tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Während die rechte Einwohnerwehr durch die Straßen Münchens marschiert, sucht Kommissär Reitmeyer ? von seinen Vorgesetzten argwöhnisch beäugt ? in illegalen Spielclubs, Bars und Geheimbordellen nach einem zweifachen Frauenmörder. Dabei begegnet er Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer abgetauchten Schwester eines der Mordopfer kennengelernt hat und bald selbst auf die Todesliste des Täters gerät ? Bewertung ?Wintergewitter? ist der zweite Teil aus der Kommissär-Reitmeyer-Serie von Angelika Felenda. Leider haben ich den ersten Teil der Reihe noch nicht gelesen, was ich aber sicher nachholen werde. Aber auch ohne den ersten Band zu kennen, habe ich mich schnell in die Geschichte eingelesen. Man kann ?Wintergewitter?, wie ich finde, ganz unabhängig lesen. Angelika Felenda nimmt die Leser mit auf eine Reise in die 20er Jahre. Ein Nachkriegsroman, der durch die gute Recherchearbeit der Autorin einzigartig wird. Man merkt das Angelika Felenda Geschichte studiert hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel aus der Nachkriegszeit und doch bleibt die Spannung, die man von einem Krimi erwartet, zu keiner Zeit auf der Strecke. Ich finde es toll, wie die Autorin mit der Sprache spielt. Auch ihre Charaktere passen hervorragend in die Geschichte. An erster Stelle natürlich Reitmeyer, der durch den Krieg traumatisiert ist und trotzdem schon wieder mit jeder Menge Arbeit zu tun hat. Ich hoffe das es noch weitere Fälle mit dem sympathischen Kommissär Reitmeyer geben wird. Fazit: Spannung gemischt mit deutscher Geschichte. Eine spannende und abwechslungsreiche Story. Volle Punktzahl!

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München leuchtet nicht mehr
von D. Brown aus München am 01.12.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

München 1920 ist nicht die Stadt die leuchtet, sondern eher die Stadt die die finsteren Vorboten der kommenden dunklen und unrühmlichen Jahre des Nationalsozialismus aufzeigt. Kommissar Reitmeyer traumatisierter Soldat des ersten Weltkrieges schlägt sich mehr oder eher weniger gut durch sein Leben als Beamter der Polizei der bayrischen Hauptstadt. Aufzuklären... München 1920 ist nicht die Stadt die leuchtet, sondern eher die Stadt die die finsteren Vorboten der kommenden dunklen und unrühmlichen Jahre des Nationalsozialismus aufzeigt. Kommissar Reitmeyer traumatisierter Soldat des ersten Weltkrieges schlägt sich mehr oder eher weniger gut durch sein Leben als Beamter der Polizei der bayrischen Hauptstadt. Aufzuklären gibt es zuerst einen, dann einen zweiten Mord an zwei jungen Frauen, die sich in der Halbwelt der Münchner Filmindustrie als Komparsen, aber auch mit anderen eher unmoralischen Tätigkeiten ihren Lebensunterhalt verdienten. Doch Reitmeyer findet schnell heraus, dass sich in einer neu gebildeten Nachkriegsgesellschaft von Neureichen und anderen fragwürdigen Individuen mit teils militärischer Vergangenheit eine kriminelle Vereinigung bildet, die ohne Rücksichten auf Moral oder Individuen ihre Interessen durchsetzt. Ausgebremst von seinen Vorgesetzten versucht er mit seinen z.T. geheimen Ermittlungen mit Hilfe seiner treuen und vertrauenswürdigen Mitarbeiter beide Fälle zu lösen. Dabei begegnet ihm immer wieder eine jungen Frau, Gertie Blumfeld aus Berlin, die seit Monaten ihre in München verschwundene Schwester sucht. Beide bewegen sich im selben Bekanntenkreis, was sich jedoch erst im Laufe der Ermittlungen herausstellt. Zu Anfang begegnen sie sich sehr misstrauisch, da beide voneinander nicht wissen, dass sie im selben Milieu recherchieren, um sowohl die Morde zu lösen als auch die vermisste Schwester wieder zu finden. Dieses Buch ist für mich nicht nur Krimi sondern auch historischer Roman zugleich. Die Autorin Angelika Felenda versteht es hervorragend die Stimmung der Stadt als auch die Verzweiflung der Menschen im Deutschland der Nachkriegsjahre zu schildern, die so gar nicht golden waren. Deutschland liegt am Boden nach dem selbst angezettelten ersten Weltkrieg und leidet an den Reparationszahlungen die es an die benachbarten Länder zu entrichten hat. Es fehlt der breiten Bevölkerung an allem. Auch die Situation der Kriegsheimkehrer denen es, sowohl in vielen Fällen körperlich versehrt als auch psychisch schwer belastet, oft nicht gelingt wieder ein normales Leben zu führen. Armut zeichnet diese Gesellschaft hauptsächlich aus. Jedoch gibt es wie immer eine Schicht die sich mit Geld, z. T. aus dubiosen Quellen, alles leisten kann. Das bewirkt gesellschaftliche Spannungen die den Boden für die spätere Machtergreifung Hitlers vorbereiten. Ein in mehrfacher Hinsicht spannender Kriminalroman. Mein Fazit: Sehr empfehlenswert!

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Hell-Dunkle Zeiten
von einer Kundin/einem Kunden am 25.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

München befindet sich 1920 zwischen den Kriegen. Der erste gerade vorbei, entsteht bereits wieder ein verstärktes Nationalbürgertum. Bürgerwehren wollen das Gesetz selbst in die Hand nehmen, nicht-deutsch ist andersartig. Hier nimmt das Buch einen feinfühligen Bezug zur Gegenwart, ob... München befindet sich 1920 zwischen den Kriegen. Der erste gerade vorbei, entsteht bereits wieder ein verstärktes Nationalbürgertum. Bürgerwehren wollen das Gesetz selbst in die Hand nehmen, nicht-deutsch ist andersartig. Hier nimmt das Buch einen feinfühligen Bezug zur Gegenwart, ob gewollt oder nicht. In dieser heiklen Situation scheint der Tod eines "leichten Mädchens" oder wie es angenehmer heißt "Schauspielerin" eigentlich gar nicht auf. Dass diese Frauen in den harten Zeiten einfach nur ums Überleben kämpfen, will niemand so richtig wahr haben. Doch die Frau in einem Keller eines schmierigen Lokales wurde ermordet. Mit einer Überdosis Heroin. Kommissär Reitmeyer versucht mit seinem Team dem Geheimnis des Todes auf die Schliche zu kommen, allerdings fällt das Mangels aussagekräftigen Zeugen und fehlender Mitarbeit schwer. Als ein zweiter Mord passiert, wird Reitmeyer selber zur Zielscheibe. Wagt er es doch in den Kreisen der besseren Gesellschaft zu kratzen, die in getarnten Bordellen den neuen Zeitgeist feiert. Schnell wird dort ein Bauernopfer ausgesucht, denn bis in Polizeikreise zieht sich die schmutzige Spur. Spielt Reitmeyer das böse Spiel mit? Oder ermittelt er raffiniert weiter um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen? Durch Sprache und Stil gelingt es der Autorin vortrefflich, ein authentisches Bild der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit zu erzeugen. Sei es der einfache Bürger, der mit der Zukunftsangst kämpft oder der feine Herr, der seinen Gelüsten in zweckentfremdeten Gesellschaftshäusern nachkommt, alles ist stimmig verwoben und macht es dem Leser leicht, sich in die dunkel-wabernde Stimmung der Geschichte zu verlieren. Wohltuend ohne Blutorgien auskommen erzeugt das Buch langsam eine subtile Spannung, läßt den Leser an der üblichen Ungerechtigkeit der Umstände teilhaben und man hofft inständig, dass Reitmeyer zum geschickt geführten Schlag gegen die Täter ausholt, die sich unantastbar fühlen. Die Personen sind absolut glaubhaft, aber nicht zwingend sympathisch angelegt. Auch hier gibt es den Polizeigehilfen, der durch tolpatschige Schläue die Ermittlungen vorantreibt und ebenso den mürrischen Kommissär, der sich erst noch von den Neuerungen des Lebens ( Kino) überzeugen lassen muss. Guter Krimi mit gesellschaftskritischer Note, der unterhält und stimmig geschrieben ist. Was will man mehr?

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spannender und atmosphärischer Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 23.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus... Dieser Roman spielt 1920 in München, der 1. Weltkrieg ist zu Ende, doch noch 2 Jahre nach dem Krieg frieren und hungern die Leute. Kommissar Reitmeyer, selbst traumatisiert durch den Krieg hat viel zu tun, da es viele Einbrüche gibt.Dann erschüttert ein Mord die Hauptstadt. Eine junge Frau aus dem Künstlermilieu wird tot aufgefunden und es ist nicht der letzte Mord. Die Aufklärung ist für Reitmeyer sehr schwierig, da die Spur in höhere Regierungskreise führt. Spannend und vor allem sehr atmosphärisch wird dieser historische Krimi erzählt, der die Situation nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland sehr gut widerspiegelt. Die Figuren sind sehr gut beschrieben, allen voran Reitmeyer, der selbst mit seinem Trauma zu kämpfen hat und nun noch zwei Morde aufklären muss. Die Autorin versteht es sehr spannend und flüssig zu erzählen, sodass keine Langeweile aufkommt. Liebhaber atmosphärischer Krimis werden hier auf ihre Kosten kommen.

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Wintergewitter
von manu63 aus Oberhausen am 22.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Wintergewitter ist der zweite Fall von Kommissar Reitmeyer aus der Feder der Autorin Angelika Felenda. Er führt die Leser zurück ins Jahr 1920 nach München. Die Folgen des Krieges sind noch überall spürbar und es ist November. Reitmeyer ermittelt wegen einer Einbruchsserie und wird dann noch mit zwei getöteten... Wintergewitter ist der zweite Fall von Kommissar Reitmeyer aus der Feder der Autorin Angelika Felenda. Er führt die Leser zurück ins Jahr 1920 nach München. Die Folgen des Krieges sind noch überall spürbar und es ist November. Reitmeyer ermittelt wegen einer Einbruchsserie und wird dann noch mit zwei getöteten jungen Frauen konfrontiert. Die Autorin fängt die damalige Zeit und Verhältnisse gut ein und lässt vor den Augen der Leser diese Zeit plastisch entstehen. Reitmeyer ist gezeichnet von seinen Kriegserlebnissen und kämpft mit Panikattacken. Schafft es aber dennoch ohne neueste technische Hilfsmittel seinen Weg zu finden. Wer einen Krimi mit viel Dramatik sucht wird eher enttäuscht sein. Ich habe einen Krimi erlebt der mehr von den leiseren Tönen und der gesamten Handlung lebt und nicht vom spektakulären Moment. Die Charaktere sind gut getroffen und das Buch in sich geschlossen, so das man Band eins nicht kennen muss um der Geschichte folgen zu können.

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Eine tolle Kombination aus Krimi und deutscher Geschichte
von SteffiKa am 21.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Inhalt (übernommen) Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt. Verzweifelt versucht er, die dort erlittenen Traumata und die immer aufkommenden Panickattacken vor seiner Umgebung zu verbregen. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten "Diebstahlseuche" heimgesucht wird... Inhalt (übernommen) Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurückgekehrt. Verzweifelt versucht er, die dort erlittenen Traumata und die immer aufkommenden Panickattacken vor seiner Umgebung zu verbregen. Dabei hat die Polizei alle Hände voll zu tun: Nahrungsmangel und Geldentwertung haben dazu geführt, dass die Stadt von einer regelrechten "Diebstahlseuche" heimgesucht wird und Schieber und Schleichhändler dicke Geschäfte machen. Immerhin das Filmgeschäft boomt und viele junge Frauen wollen auf die große Leinwand. So auch die junge Cilly Ortlieb, die tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wurde. Was zunächst wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als Mord mit einer großen Menge Morphium. Schon bald nimmt der Fall ungeahnte Ausmaße an. Charaktere "Wintergewitter" ist der 2. Band um Kommissär Reitmeyer. Leider kenne ich den Vorgänger nicht, was ich aber mit Sicherheit nachholen werde. Reitmeyer ist ein Kommissär, der traumatisiert vom Krieg zurückgekehrt ist und nun wieder in den "Alltag" finden muss. Sympathisch, mitdenkend, und vor allem fair versucht er, die Wirren und die Verschleierungen der rechten Szene in die Öffentlichkeit zu bringen und scheut nicht davor, sich sogar gegen seinen Chef zu stellen. Zur Hilfe kommen ihm sein Kollege Steiger und Polizeischüler Rattler. Die beiden standen stets loyal zu Reitmeyer, wohingegen Steiger gegenüber dem pfiffigen und umtriebigen Rattler etwas verblasst ist. Erwähnen möchte ich noch Gerti Blumfeld, die auf der Suche nach ihrer Schwester nach München gekommen ist, und die Freundschaft von Reitmeyer und dem Anwalt Sepp auf die Probe stellt. Sie hat der Geschichte gut getan: Anfängliche Naivität weicht dem Mut, eigene Ermittlungen anzustellen. Auch dass sie sich nicht gleich an die Polizei gewandt hat, hat mich immer wieder überlegen lassen, ob sie wirklich zu den Guten gehört. Schreibstil Angelika Felenda gelingt eine tolle Mischung aus "alter Sprache", die nicht zuviel wird, bayerischem Dialekt und "moderner Sprache". Man bekommt immer wieder das Gefühl, in den 20er-Jahren zu sein. Auch hat sie verstanden, den Flair dieser Jahre rüberzubringen. Gefallen hat mir zudem, dass "Wintergewitter" nicht nur ein Kriminalroman ist, sondern wir scheinbar so nebenher Einblicke in die damalige Politik, das Kämpfen der Menschen der Nachkriegszeit und den Beginn des Wandels, der Aufmarsch des rechten Mobs erzählt bekommen haben. Fazit Eine tolle Mischung aus Krimi und deutscher Geschichte - unbedingt Lesen!

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Ermittlungen zur Nachkriegszeit
von büchernarr aus Düsseldorf am 20.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Der Roman von Angelika Felenda war eine angenehme Überraschung für mich. Dicht geschrieben, informativ mit der Atmosphäre der Nachkriegszeit und den Problemen der Bürger, der Armut, der nichtvorhandenen soziallen Unterstützung, alles dies wird sehr bildreich von der Autorin beschrieben und parallel nimmt auch der Krimi seinen Lauf. Eine tote... Der Roman von Angelika Felenda war eine angenehme Überraschung für mich. Dicht geschrieben, informativ mit der Atmosphäre der Nachkriegszeit und den Problemen der Bürger, der Armut, der nichtvorhandenen soziallen Unterstützung, alles dies wird sehr bildreich von der Autorin beschrieben und parallel nimmt auch der Krimi seinen Lauf. Eine tote junge Frau wird im Keller eines Wirtshauses gefunden und sehr bald stellt sich heraus, dass es sich hierbei um Mord handelt. Kommissär Reitmeyer ermittelt in seinem zweiten Fall und hat nicht nur Freunde und Kollegen, die ihm helfen sondern auch Schwierigkeiten, mit denen er kämfen muss um den Fall zu lösen. Der zweite Mord lässt nicht mit sich warten und trotz seiner persönlichen Dämonen und Sorgen wird die Aufklärung seine höchste Priorität. Passend zum Thema ist auch das Cover des Buches, in melancholischen Blautönen, gestaltet. Ein realer Krimi, ohne viel Schnik Schnak aber mit ebenso fesselnder und spannender Unterhaltung

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Zeitreise ins München der 20er Jahre
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 13.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Angelika Felenda studierte Geschichte und Germanistik. Das merkt man ihrem Roman durchaus an. Ich empfand den zweiten Kriminalfall für Kommissär Reitmeyer als hervorragend beschriebene und recherchierte Zeitreise in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Den ersten Teil habe ich noch nicht gelesen. Die Autorin läßt uns teilhaben an den Zuständen,... Angelika Felenda studierte Geschichte und Germanistik. Das merkt man ihrem Roman durchaus an. Ich empfand den zweiten Kriminalfall für Kommissär Reitmeyer als hervorragend beschriebene und recherchierte Zeitreise in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Den ersten Teil habe ich noch nicht gelesen. Die Autorin läßt uns teilhaben an den Zuständen, wie sie nach dem ersten Weltkrieg in München waren. Sie beschreibt sie beeindruckend in klaren, gut gewählten Worten. Die Zeiten sind nicht leicht. Es herrschen chaotische, anarchistische Zustände. Der Mangel ist überall. Es fehlt an allem: Lebensmittel, Bekleidung, Heizmaterial,menschenwürdige Wohnungen, Geld. Die Eigentumsdelikte nehmen zu. Die Menschen hungern und frieren, aber es gibt auch andere Orte, an denen davon nichts zu spüren ist. Die junge Gerti Blumenfeld befindet sich in einem zwielichtigen Lokal und wartet auf ihre Freundin Cilly. Sie benötigt dringend ihre Hilfe, da sie auf der bisher ergebnislosen Suche nach ihrer verschwundenen Schwester, ihre Unterkunft nicht mehr bezahlen kann. Aber Cilly kommt nicht. Stattdessen wird sie von einer Unbekannten angesprochen, die der jungen Frau eine Mappe mit Unterlagen wiedergeben möchte. Plötzlich ist die fremde junge Frau verschwunden. Was sind das für Papiere, die nun Gerti in den Händen hält? Bergen sie brisantes Material? Und wo bleibt Cilly?... Kommissar Reitmeyer mit seinen kriegsversehrten Mitarbeitern wird unterdessen an einen Tatort gerufen. Eine junge Frau stürzte im Gasthof zum Roten Adler eine steile Kellertreppe hinunter. Was hatte sie dort zu suchen? War es ein tragischer Unfall? Oder war es sogar Mord?... Konzentriert blieb ich dran, wie der sympathische Kommissär Sebastian Reitmeyer gemeinsam mit seinem ebenfalls angenehmen Kollegen Steiger und dem übereifrigen, ungestümen Polizeischüler Rattler die Spuren des mittlerweile zweifachen Frauenmörders verfolgte. Ich habe Seite um Seite verschlungen. Es kamen im Verlauf immer mehr zweifelhafte, kriminelle, undurchsichtige Personen und Fakten dazu. Berührend war für mich zu lesen, wie der Kommissär versucht mit seinem erlittenen Kriegstrauma fertig zu werden. Die Panikattacken erfassen ihn immer wieder in unpassenden Momenten. Schön das Ende des Buches, wo er sich gegenüber der von ihm sehr verehrten Caroline von Dohmberg offenbart: „Ich bin ein Kriegszitterer.“ Vielleicht werden sie in einer Fortsetzung endlich ein Liebespaar? Fazit: Angelika Felenda versteht es in atmosphärischer Dichte die Kriminalgeschichte mit dem tatsächlichen Verlauf der historischen Ereignisse zu verflechten. Sie beschreibt eindrucksvoll die politische Stimmung im München der Anfang 20er Jahre. Wie ein gewisser Adolf Hitler als Redner mit Angriffen gegen die Juden, gegen die feige korrupte Regierung, gegen die Presse, die nichts als Lügen verbreitet, starke Emotionen bei seinen Zuhörern wecken konnte. Da drängen sich zur gegenwärtigen Lage Parallelen auf. Wehret den Anfängen! Das Cover vermittelt die allgemeine Stimmung sehr gut und unterstützt den Titel des Buches. Von mir fünf Sterne, da Zeitgeschichte interessant verpackt beschrieben wird!

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Der zweite Fall für Reitmeyer
von Alex am 13.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Kommissär Reitmeyer ist 1920 aus dem Krieg zurückgekehrt und versucht die erlittenen Traumata zu verarbeiten und vor allem vor seiner Umwelt zu verbergen. Die Polizei hat in dieser Zeit schon mit dem Nahrungsmangel und den Folgen der Geldentwertung viel zu tun als auch noch Cilly Ortlieb tot im Keller... Kommissär Reitmeyer ist 1920 aus dem Krieg zurückgekehrt und versucht die erlittenen Traumata zu verarbeiten und vor allem vor seiner Umwelt zu verbergen. Die Polizei hat in dieser Zeit schon mit dem Nahrungsmangel und den Folgen der Geldentwertung viel zu tun als auch noch Cilly Ortlieb tot im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wird. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch es war Mord. Kommissär Reitmeyer beginnt zu ermitteln und sucht nach einem mehrfachen Frauenmörder. Das Cover ist schlicht und stimmig gestaltet und hat mich neugierig gemacht auf das Buch. Die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben und ich konnte mir von ihnen und von den Handlungsorten und der damaligen Zeit ein gutes Bild machen. Der Schreibstil von Angelika Felenda hat mich gleich angesprochen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der historische Hintergrund des Buches spielt, wie schon im ersten Teil, wieder eine große Rolle und das macht es zusätzlich sehr lesenswert. Für mich ein sehr lesenswerter historischer Krimi.

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Dunkle Gewitterwolken über dem München der 20er Jahre
von Christina am 11.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Zum Inhalt Die Landeshauptstadt durchlebt schwierige Zeiten: Der Krieg steckt den Münchnern noch in den Knochen, die Inflation macht die Bevölkerung hungrig und wütend und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Da wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, scheinbar ein Unfall. Kommissär Reitmeyer glaubt nicht daran und... Zum Inhalt Die Landeshauptstadt durchlebt schwierige Zeiten: Der Krieg steckt den Münchnern noch in den Knochen, die Inflation macht die Bevölkerung hungrig und wütend und die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Da wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, scheinbar ein Unfall. Kommissär Reitmeyer glaubt nicht daran und ermittelt in verschiedene Richtungen. Dabei muss er sich nicht nur mit schwierigen Zeugen herumschlagen, sondern auch innerhalb der Polizei gilt es, kein falsches Wort zu verlieren. Besonders zu Ermittlungen in politischen Kreisen wie der Einwohnerwehr sind die Polizeioberen nicht allzu positiv eingestellt. Reitmeyer jedoch hat sich an diesem Fall festgebissen, besonders als dann eine zweite junge Frau tot aufgefunden wird. Auf seiner Suche nach dem Täter schreckt der Kommissär nicht vor unangenehmen Situationen zurück, als die Ermittlungen so manche illegale Machenschaften seitens der besser betuchten Münchner Gesellschaft aufdecken. Zur Leseerfahrung Der Autor schildert die Stimmung in München sehr lebendig, so fällt es dem Leser leicht, ins Geschehen einzusteigen. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hab aber trotzdem sehr schnell mit den Protagonisten zusammengefunden. Besonders schön ist bei diesem Buch, dass man die Charaktere so wunderbar ins Herz schließen kann, weil sie authentisch handeln und ihre Ziele klar verfolgen. Zum Fazit Ein Krimi, der es schafft, geschichtliche Hintergründe sehr informativ und spannend mit dem Kriminalfall zu verbinden. Dazu die authentischen Protagonisten ? sehr empfehlenswert! Zu den Eckdaten Titel: Wintergewitter Autor: Angelika Felenda Verlag: Suhrkamp Nova ISBN: 9783518467190 Seiten: 435

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20er Jahre Krimi
von Ju am 10.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Kommissar Reitmeyer ermittelt in München. Der erste Weltkrieg ist gerade vorüber, die Menschen haben Hunger, Diebstähle häufen sich. Reitmeyer kämpft noch mit seinen eigenen Nachkriegswehen - er leidet unter Flashbacks, die ihn unvermittelt und brutal in den Krieg zurück versetzen. Eine Frau kommt in einem Gasthof zu Tode, zu... Kommissar Reitmeyer ermittelt in München. Der erste Weltkrieg ist gerade vorüber, die Menschen haben Hunger, Diebstähle häufen sich. Reitmeyer kämpft noch mit seinen eigenen Nachkriegswehen - er leidet unter Flashbacks, die ihn unvermittelt und brutal in den Krieg zurück versetzen. Eine Frau kommt in einem Gasthof zu Tode, zu Beginn sieht alles nach einem, leider tödlichen, Treppensturz aus. Die Dame scheint aber aus schlüpfrigen Kreisen zu sein. Soweit der Beginn der Geschichte. Im Lauf des Kriminalromans tauchen wir ein in die Geschichte der 20er Jahre, der Schauplatz ist München. Bürgerwehren formieren sich, die neue Hitler-Partei bekommt immer mehr Zuspruch, das Volk ist geprägt von Not und Elend auf der einen und Überfluss auf der anderen Seite. Der Unfall der jungen Frau entpuppt sich schnell als Mord. Reitmeyer ermittelt und hat mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen, seien es seine Vorgesetzten, die von oben versuchen zu deckeln und Ermittlungen zu sabotieren oder auch die Verdächtigen aus zum Teil zwielichtigen Kreisen, die sich nicht gerne in die Karten schauen lassen. Ein zweiter Mord geschieht und Reitmeyer taucht immer tiefer in korrupte Verstrickungen ein, die sich bis in die hohe Gesellschaft Münchens ziehen. Angelika Felenda schreibt mit Spannung und zeichnet die Charaktere gut und detailliert. Die Lage der Bevölkerung und die Struktur der damaligen Gesellschaft werden deutlich spürbar. Die handelnden Personen werden lebendig. Schauplatz und gewählte Zeit des Krimis finde ich sehr gut und interessant. Angelika Felenda beschreibt in ihrem Roman die politische Stimmung der 20er Jahre und den Beginn des aufkommenden Nationalsozialismus, Zuspruch und Widerstand. Zudem erleben wir präzise Ermittlungen der Polizei (verkörpert durch Reitmeyer und seine Kollegen), mit den Mitteln, die ihr damals zur Verfügung stand.

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Die Schauspielerinnen als neuer Trend
von payroll am 06.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Inhalt: Kommissär Reitmeyer muss, wie viele andere auch, Folgeeffekte des Ersten Weltkrieges spüren. Er gehört zu den sogenannten "Kriegszitterern" - die Bezeichnung für eine bestimmte Form der PTBS. Während er mit immer wieder aufkommenden Panikattacken zu kämpfen hat, werden zwei Frauen in München ermordert, die als Schauspielerinnen Karriere machen... Inhalt: Kommissär Reitmeyer muss, wie viele andere auch, Folgeeffekte des Ersten Weltkrieges spüren. Er gehört zu den sogenannten "Kriegszitterern" - die Bezeichnung für eine bestimmte Form der PTBS. Während er mit immer wieder aufkommenden Panikattacken zu kämpfen hat, werden zwei Frauen in München ermordert, die als Schauspielerinnen Karriere machen wollten. Kurz vor dem Tod der ersten übergibt diese einen Umschlag an Gerti Blumfeld, der einen merkwürdigen, aber anscheinend sehr wichtigen Inhalt hat. Während Reitmeyer seinen Ermittlungen folgt, versucht Blumfeld Verfolgern aus dem Weg zu gehen, die offenbar an den Inhalt jenes Umschlags kommen wollen. Gleichzeitig gibt es einen Kampf zwischen Linken und Rechten, der sich vor allem in der Presse wiederspiegelt. Eigene Meinung: "Wintergewitter" ist der erste Roman, den ich von Angelika Felenda gelesen habe. Ich fand ihn äußerst spannend, das Zeitgeschehen nach dem Ersten Weltkrieg finde ich sehr interessant. Felenda hat für das Buch gut recherchiert. Sie schafft es, präzise das Leid der deutschen Bürger zu beschreiben, die mit den Folgen des Krieges zu kämpfen haben. Große Armut und Geldentwertung sind nicht das einzige Übel, dazu kommt ein eiskalter Winter und große Lebensmittelknappheit, die sich in einer Diebstahlseuche wiederspiegelt. Die Protagonisten und Nebencharaktere wirken allesamt authentisch und gut gezeichnet. Mitleid empfindet man vor allem später für Reitmeyer, dem das Leben durch Gerti Blumfeld schwer gemacht wird. Man kann sich richtig in ihn hineinversetzen und hofft nur auf das beste für ihn. Gleichzeitig versteht man aber auch die Beweggründe für Blumfeld, die nunmal eine schwierige Zeit durchlebt und versucht, sich selbst am Leben zu halten. Einige Dialoge sind mit etwas Bayrisch versehen, was aber auch für Nicht-Bayrer leicht zu verstehen ist. Der Dialekt verleiht dem Buch somit noch etwas Authentizität, ist aber nicht zu viel und stört nicht. Der Lesefluss ging mir locker von der Hand, ich fand den Schreibstil der Autorin sehr angenehm und spannend, was sich darin manifestierte, dass ich bis 3 Uhr nachts durchgelesen habe, obwohl ich am nächsten Tag noch eine Klausur schreiben musste (verdammt, war ich totmüde!). Als super gut empfand ich auch die Hintergrundinformationen und -handlungen, wie z.B. die aufkeimende Präsenz des Nationalsozialismus und Rechtsradikalismus und die mehrfach thematisierte vermeintliche Dolchstoßlegende, die zur Zeit nach dem Krieg eine große Rolle spielte. In diesem Punkt ein großes Lob an die tolle Recherche! Fazit: Wer auf Kriminalromane steht und vielleicht noch was für die Geschichte übrig hat, dem kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen!

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Schwarze Wolken am Münchner Novemberhimmel
von einer Kundin/einem Kunden aus Beselich am 06.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Eine Reihe von Einbrüchen hält Kommissär Sebastian Reitmeyer in den kalten Novembertagen des Jahres 1920 in Atem. Die Menschen haben sich vom Krieg und seinen Folgen noch nicht erholt- Hunger, Geldentwertung, Schwarzhandel auf der einen Seite, illegale Spielclubs, Bars, geheime Bordelle auf der anderen Seite. Als wenn die Einbruchserie... Eine Reihe von Einbrüchen hält Kommissär Sebastian Reitmeyer in den kalten Novembertagen des Jahres 1920 in Atem. Die Menschen haben sich vom Krieg und seinen Folgen noch nicht erholt- Hunger, Geldentwertung, Schwarzhandel auf der einen Seite, illegale Spielclubs, Bars, geheime Bordelle auf der anderen Seite. Als wenn die Einbruchserie nicht schon genug wäre, stößt Reitmeyer in seinem neuen Fall auf zwei tote junge Frauen, die scheinbar versuchten, ihr großes Glück im aufstrebenden Filmgeschäft zu suchen. Zur gleichen Zeit sucht Gerti Blumfeld – eine junge Studentin aus Berlin- ihre Schwester im München. Bald werden sich auch ihre Wege mit den Ermittlungen von Reitmeyer kreuzen. Der Autorin gelingt es, historische Ereignisse- wie die veränderten politischen Verhältnisse zu Beginn der 20er Jahre mit dem schon spürbaren Rechtsruck in der Gesellschafft und dem bereits überall spürbaren Antisemitismus, in die Krimihandlung einzuflechten. Nicht nur am Münchener Himmel ziehen schwarze Gewitterwolken auf, sondern überall im Land. Es ist ein Buch der leisen Töne, keine reißerischen Szenen erhalten die Spannung, jedoch ist diese von Anfang an vorhanden und lebt durch die Gestaltung der Figuren. Reitmeyer in seinen Dreißigern, ist körperlich und seelisch schwer angeschlagen aus dem Krieg zurückgekommen. So plagen ihn Panikattacken, die er mit aller Macht vor seiner Umgebung versucht zu verbergen. Konzentriert und zielstrebig geht er an die Lösung des Falles heran. Er ist sehr mitfühlend, was sich darin zeigt, wie er versucht, einem schwerverletzen Zeugen und seiner Familie zu helfen, die in furchtbaren Verhältnissen leben müssen. Mit gleicher Hartnäckigkeit tritt er aber auch gegen seine Vorgesetzten auf, von denen mehr und mehr sich auch politisch rechts orientieren. Beeindruckend ist, wie Reitmeyer und seine Kollegen in Zeiten ohne forensisches Labor, DNA-Analyse und Profiler ihre Fälle durch kriminalistischen Instinkt und hohen Einsatzbereitschaft lösen. Am Ende hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgründigkeit gewünscht, so bleiben die Lebenswege mancher Figuren offen. In der Fortführung der Reihe ist der Leser schon gespannt, wie es der Autorin gelingt, ihre Figuren weiterzuentwickeln und die weiteren gesellschaftspolitischen Ereignisse der kommenden Goldenen Zwanziger und der frühen dreißiger Jahre in ihre Krimis einfügen wird.

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Der 2. Fall für Kommissär Reitmeyer
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 05.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

»Dann wäre es also … Mord gewesen?« Caroline blickte zu Riedl hinüber, bevor sie antwortete. »Zu dem Schluss muss man wahrscheinlich kommen.« Reitmeyer starrte einen Moment zu Boden. Er sah die Szenerie in der Brennnessel wieder vor sich. »Ich hab Angst«, hatte sie gesagt. Und er hatte sie abgewehrt und ihr... »Dann wäre es also … Mord gewesen?« Caroline blickte zu Riedl hinüber, bevor sie antwortete. »Zu dem Schluss muss man wahrscheinlich kommen.« Reitmeyer starrte einen Moment zu Boden. Er sah die Szenerie in der Brennnessel wieder vor sich. »Ich hab Angst«, hatte sie gesagt. Und er hatte sie abgewehrt und ihr geraten, Anzeige zu machen, wenn sie sich bedroht fühle. Ein Brennen stieg in ihm auf und breitete sich wie eine ätzende Flüssigkeit aus. München, 1920. Kommissär Reitmeyer ist aus dem Krieg zurück. Im Gegensatz zu diversen seiner Kollegen wurde er nicht schwer verwundet, leidet aber aufgrund erlittener Traumata unter Panikattacken, die er verzweifelt versucht, vor seiner Umgebung zu verbergen. Über mangelnde Arbeit kann er sich auch nicht beklagen, denn die allgemeine Not der Bevölkerung hat zu einer wahren „Diebstahlseuche“ geführt. Und nun noch kurz hintereinander zwei ermordete junge Frauen! Die Ermittlungen führen Reitmeyer quer durch das boomende Filmmilieu, in illegale Spielclubs und ebensolche Bordelle. Dabei kreuzen sich immer wieder seine Wege mit denen der jungen Gerti Blumfeld, die nach ihrer verschwundenen Schwester sucht und dabei selbst in Lebensgefahr gerät… Seit ich vor zwei Jahren „Der eiserne Sommer“, Reitmeyers ersten Fall, gelesen hatte, wartete ich auf den Folgeband. Was soll ich sagen? Das Warten hat sich gelohnt! Spannend und fesselnd geschrieben bettet die Autorin die Krimihandlung in den nicht weniger spannenden zeitgeschichtlichen Rahmen ein. Deutlich werden gegenübergestellt die große Not der Bevölkerung auf der einen Seite und das Luxusleben der Bessergestellten und Privilegierten auf der anderen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nach den furchtbaren Kriegsjahren und die immer stärker werdende Macht von rechts… Sebastian Reitmeyer ist ein Charakter, mit dem ich gerne mitfiebre. Es ist nicht alles perfekt an ihm, er hat menschliche Schwächen und seine psychischen Probleme können durchaus mal zum Problem für andere werden. Aber in einer Welt, die immer mehr nach rechts rückt, schlägt sein Herz links und in einer Behörde, die immer mehr nach politischen Richtlinien agiert, versucht er im Rahmen seiner Möglichkeiten für das Recht zu kämpfen. Dass es bei dieser Ausgangssituation schwerlich ein gutes Ende geben kann, liegt auf der Hand – alles andere wäre unrealistisch. Und genau so wirkt das Buch nicht, im Gegenteil erscheint es mir von vorne bis hinten sehr wirklichkeitsnah. Im Anhang finden sich Anmerkungen, die höchst interessant im Buch vorkommende Ereignisse und Personen geschichtlich einordnen. Reitmeyer ist eine fiktive Gestalt, doch hoffe ich sehr, dass es Polizisten wie ihn gegeben hat. Fazit: Der zeitgeschichtliche Rahmen wird immer brisanter, trotzdem hoffe ich auf noch mindestens einen weiteren Fall für Kommissär Reitmeyer. »Reitmeyer lagen durchaus ein paar Ausdrücke auf der Zunge. Aber er beherrschte sich … Dieser Anwalt Gadmann war ihm natürlich nicht unbekannt. Der trat seit Längerem auf den Plan, wenn es galt, Verdächtige aus dem rechten Spektrum rauszuhauen. Und dabei stieß er kaum auf Widerstand, dank seiner ausgezeichneten Vernetzung mit »vaterländischen« Kreisen, denen auch der Polizeipräsident, der Staatsanwalt und der Justizminister angehörten. … Wenn sich ein Polizeikommissär hier einmischte, hätte er schlechte Karten. Sehr schlechte.«

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Wem kann man vertrauen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Wangen am 01.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Endlich mal ein Cover, das wirklich zur Handlung des Buches passt und sowohl den Inhalt als auch die Atmosphäre abbildet. Der Kriminalroman spielt in München im Jahre 1920. Kommissär Reitmeyer, traumatisiert aus dem ersten Weltkrieg heimgekehrt, muss den Tod einer jungen Frau untersuchen, die im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wurde.... Endlich mal ein Cover, das wirklich zur Handlung des Buches passt und sowohl den Inhalt als auch die Atmosphäre abbildet. Der Kriminalroman spielt in München im Jahre 1920. Kommissär Reitmeyer, traumatisiert aus dem ersten Weltkrieg heimgekehrt, muss den Tod einer jungen Frau untersuchen, die im Keller einer Gastwirtschaft gefunden wurde. Die Tote, Cilly Ortlieb, war offenbar ,,Schauspielerin“ in dubiosen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka. Bald stellt sich heraus, dass ihr Tod kein Unfall war, sondern Mord mit einer größeren Menge Morphium – und kurz darauf wird eine zweite junge Frau tot aufgefunden. Kommissär Reitmeyer ermittelt in zwielichtigen Bars, Spielclubs und privaten Bordellen. Dabei wird er von seinen Vorgesetzten wenig bis gar nicht unterstützt. Es zeichnet sich allmählich ab, dass ihm von ganz oben eher noch Steine in den Weg gelegt werden. Wen wollen seine Vorgesetzten schützen? Bei seinen Ermittlungen lernt er die Studentin Gerti Blumfeld kennen, die sich auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester in das halbseidene Milieu begibt und sich damit selbst in tödliche Gefahr bringt. Die Atmosphäre der 20er Jahre mit dem Elend und der Not auf der einen Seite, aber auch der Genusssucht und dem Luxus auf der anderen Seite, wird in dem Kriminalroman auf jeder Seite spürbar. Schieber, Schleichhändler, Geschäfte unter der Hand sind ebenso allgegenwärtig wie der teils offen ausgelebte Antisemitismus, die politisch aufgeheizte Stimmung zwischen Rechten und Linken und die zunehmende Gewaltbereitschaft rechter Gruppierungen wie z. B. der Einwohnerwehr. Anschaulich wird das umfassende Misstrauen vermittelt. Wem kann man in diesen Zeiten vertrauen? Wer denunziert, wer deckt wen, wer nutzt die Situation, um sich selbst zu bereichern? Selbst im privaten Bereich bleibt niemand davon verschont. Die Figuren des Romans sind glaubwürdig gezeichnet, der historische Hintergrund wird sehr authentisch und bis ins letzte Detail stimmig dargestellt. Für Freunde des historische Kriminalromans eine unbedingte Leseempfehlung!

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Durchs Band spannend und beeindruckend
von einer Kundin/einem Kunden aus rossrüti am 31.10.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

München vor rund 100 Jahren. Die Bevölkerung leidet unter Armut. Viele haben wegen der Geldentwertung ein Rattenloch einer Wohnung, kein Geld für Holz zum Wohnung heizen und zu wenig zu essen. Es versteht sich von selbst, dass viel geplündert und gestohlen wird und der Schwarzmarkt boomt. Inmitten dieser unzähligen Fälle... München vor rund 100 Jahren. Die Bevölkerung leidet unter Armut. Viele haben wegen der Geldentwertung ein Rattenloch einer Wohnung, kein Geld für Holz zum Wohnung heizen und zu wenig zu essen. Es versteht sich von selbst, dass viel geplündert und gestohlen wird und der Schwarzmarkt boomt. Inmitten dieser unzähligen Fälle steht Kommissär Reitmeyer. Der hat aber gleichzeitig auch noch andere Sorgen: Neben seinen Panikattacken muss er Morde an zwei jungen Frauen aufklären. Sehr gut gefällt mir der Schauplatz und das Zeitalter. Da ist eine Stadt, die ich ein wenig kenne, und mir dank der genauen Schilderungen recht gut vorstellen kann, wie es an gewissen Plätzen früher ausgesehen hat. Ausserdem finde ich recht faszinierend, wie früher die Fälle gelöst wurden, noch fernab des DNA-Zeitalters. Auch leidet man mit, z.B. mit der Familie Maikranz, welche unter schlimmsten Verhältnissen dahin vegetiert, und das Familienoberhaupt brutal angegriffen wurde. Das zeugt davon, dass das Buch so gut geschrieben ist, dass man sich auch das bildlich vorstellen kann. Ich kann dieses Buch wärmstens weiterempfehlen!

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