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Winterhonig

Roman

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"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.
Rezension
"Eine Geschichte aus dem Krieg, die die dunklen Zeiten bewusst auf Einzelschicksale reduziert, dennoch oder gerade deswegen das Grauen deutlich macht. Sehr lesenswert." Ruhr Nachrichten, 13.06.2016
Portrait

Daniela Ohms, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman "Winterhonig" hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte.

Daniela Ohms ist neben dem Schreiben in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin. Cäcilia Oele (geb. Aring), ihre Oma, ist inzwischen 92 und lebt in Rheda-Wiedenbrück. Dort hat sie im Jahr 2006 einen Schreibwettbewerb der Lokalzeitung "Die Glocke" gewonnen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 01.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-65397-5
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 227/125/48 mm
Gewicht 800
Verkaufsrang 29.297
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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Winterhonig
von Ikopiko aus Hesel am 05.08.2016

Mathilda lebt während der Dreißigerjahre im Paderborner Land. Sie hat ein schweres, arbeitsreiches Leben. Ihre Mutter verstarb sehr früh, und Vater und älteste Schwester regieren mit strenger Hand. Heimlich verliebt Mathilda sich in den Knecht des Gestüts in der Nachbarschaft. Karl nahm sie schon ernst, als sie noch ein Kind... Mathilda lebt während der Dreißigerjahre im Paderborner Land. Sie hat ein schweres, arbeitsreiches Leben. Ihre Mutter verstarb sehr früh, und Vater und älteste Schwester regieren mit strenger Hand. Heimlich verliebt Mathilda sich in den Knecht des Gestüts in der Nachbarschaft. Karl nahm sie schon ernst, als sie noch ein Kind war und beschützte sie vor dem Vater und den Schwestern. Aus anfänglicher Bewunderung wurde mit zunehmendem Alter Zuneigung und Liebe. Doch während des Zweiten Weltkriegs verschwindet Karl ohne ein Abschiedswort aus Mathildas Leben. Erst viel später erfährt sie, dass er sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hat. Über Mathildas Bruder nehmen sie wieder Kontakt auf, und in den Feldpostbriefen gestehen sie sich ihre Gefühle. Karl trägt jedoch ein Geheimnis mit sich, das eine offene Beziehung ausschließt. Er bringt damit sich und auch Mathilda in Gefahr. Ich habe Daniela Ohms Roman „Winterhonig“ geliebt und mochte ihn kaum aus der Hand legen. Ganz schnörkellos erzählt sie vom kargen Leben auf dem „platten Land“ vor und während des Zweiten Weltkrieges. Vor Bombenangriffen oder sonstigen Anschlägen feindlicher Soldaten blieb man hier weitestgehend verschont, aber man bekam den Krieg trotzdem zu spüren: Pferde wurden abgezogen, die Arbeitskraft der Männer fehlte. Die Frauen mussten oft schuften bis zum Umfallen. In ihren Briefen erzählen Karl und Mathilda viel aus ihrem Leben. Karl ist berittener Soldat und schildert das harte Frontleben. Gefiltert, um Mathilda vor den Grausamkeiten zu bewahren. Ihre Liebe, das einzige, was sie in dieser Zeit erfreut und woran sie sich immer wieder hochziehen, muss geheim bleiben. Sogar wenn sie sich treffen, müssen sie ihre Gefühle im Zaum halten. Zu groß ist die Gefahr, dass Karls Geheimnis auffliegt.

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Mit Winterhonig ist der Autorin ein aufwühlender, tiefgründiger und sehr gefühlvoller Roman gelungen
von Susi Aly (Magische Momente-Alys Bücherblog) am 19.07.2016

Mit diesem tiefgründigen und unheimlich gefühlvollen Roman ist der Autorin ein Werk gelungen, daß mich vollkommen in den Bann ziehen konnte. Sobald ich angefangen hatte, konnte ich es einfach nicht mehr zur Seite legen. Hierbei erzählt Daniela Ohms die Geschichte von Mathilda. Ein junges Mädchen das in einer schweren Zeit... Mit diesem tiefgründigen und unheimlich gefühlvollen Roman ist der Autorin ein Werk gelungen, daß mich vollkommen in den Bann ziehen konnte. Sobald ich angefangen hatte, konnte ich es einfach nicht mehr zur Seite legen. Hierbei erzählt Daniela Ohms die Geschichte von Mathilda. Ein junges Mädchen das in einer schweren Zeit lebt. In der Zeit des Krieges, der alles anders macht und das wahre Grauen und die Ausweglosigkeit vor Augen führt. Wenn man in so einer Welt lebt, wie soll man da noch Hoffnung haben? Mathilda ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit,die mich vollkommen berühren konnte. Ihre Stärke, ihre Mut und ihr Wille nie aufzugeben. Ein Mädchen das allem strotzt , daß sich ihm in den Weg stellt. Ein Mädchen das mich überrascht hat, das mich lachen und leiden ließ. Ein Mädchen das für die Liebe kämpft und für sich selbst. Eine Liebe zu einem jungen Mann, die verboten ist. Verboten aus vielerlei Gründen. Doch wenn nicht die Liebe, was lässt es uns sonst überstehen? Eine weitere wichtige Person in diesem Buch ist Karl. Ein junger Mann der mich gefangen nehmen konnte. Der mich mit seinem Schicksal so unglaublich berührt hat. Dessen Verzweiflung, Wut und auch Hoffnung ich in jeder Zeile spüren konnte. Daniela Ohms zeigt sehr deutlich auf, was die Kriegszeiten aus den Menschen machen. Wie sie tagtäglich zwischen Verzweiflung und Hoffnung kämpfen. Wie sie alles tun, um zu überleben. Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist die sehnsuchtsvolle und traurige Atmosphäre. Denn sie passt wirklich sehr gut zu dieser schwierigen Zeit. Man erlebt eine Verbindung die sich entwickelt, sich entfaltet und mir wirklich die Tränen in die Augen getrieben hat. Dabei weiß man bis zum Ende nicht, ob sie es schaffen werden. Dazwischen steht viel Grauen, Leid und namenlose Verzweiflung. Viel Stärke und Mut ist dabei erforderlich. Ich hab so unsagbar mit den Protagonisten mitgefiebert, das es mir fast das Herz gebrochen hätte. Besonders die Einarbeitung des Winterhonigs hat mir gut gefallen, es hatte etwas hoffnungsvolles an sich, etwas traumhaftes, das dem Ganzen einfach mehr Gefühl und Tiefe gegeben hat. Wer mir auch besonders gut gefallen hat, war Joseph, mit seiner Art ging er mir sehr ans Herz und ich hab an seiner Seite geweint. Letztendlich ist der Autorin eine tiefgründige Liebegeschichte in einer schwierigen Zeit gelungen. Sie berührt, schmerzt und bringt so unsagbar zum weinen. Die intensiven Beschreibungen haben das Ganze noch unterstrichen und man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Dabei brachen die Emotionen völlig ihren Bahn. Für mich ist dieses unglaubliche Buch ein wahres Highlight. Ein Buch das man lesen sollte, verinnerlichen muss und einfach liebt. Es ist authentisch, lebendig und voller Wärme. Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Mathilda und Karl, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar gezeichnet, authentisch und ausdrucksstark. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten. Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Es spielt in der Zeit von 1933 - 1949. Das Cover und der Titel passen sehr gut. Fazit: Mit "Winterhonig" ist der Autorin ein aufwühlender, tiefgründiger und sehr gefühlvoller Roman gelungen. Eine verbotene Liebesgeschichte in einer schwierigen Zeit, die viel überstehen und erleiden muss. Es bringt zum weinen, löst Verzweiflung und Wut aus. Und ja man liebt es einfach. Unbedingt lesen. Für mich ein klares Highlight. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Mehr als nur eine Liebesgeschichte
von Petra Donatz am 18.07.2016

Klappentext "Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind... Klappentext "Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung. Die Autorin Daniela Ohms, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman „Winterhonig“ hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte. Daniela Ohms ist neben dem Schreiben in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin. Cäcilia Oele (geb. Aring), ihre Oma, ist inzwischen 92 und lebt in Rheda-Wiedenbrück. Dort hat sie im Jahr 2006 einen Schreibwettbewerb der Lokalzeitung "Die Glocke" gewonnen. Meine Meinung Story Mathilda ist das jüngste von zehn Geschwistern, die auf einem Bauernhof bei Paderborn leben. Schon früh bekommt sie die Härten des bäuerlichen Lebens zu spüren. Einzig Karl, der geheimnisvolle Pferde Dresseur von einem Pferdegestüt in der Nachbarschaft, bringt ein wenig Abwechslung in ihrem oft tristen und harten Alltag. Als die Nazis an die Macht kommen, wird das Leben von Mathilda noch entbehrungsreicher und als der Krieg ausbricht und Karl plötzlich verschwunden ist, steht Mathilda ganz alleine da. Mathilda ist sich nicht sicher, ob Karl vor den Nazis geflohen ist. oder eingezogen wurde. Sie hat niemanden mit dem sie reden kann, denn in dieser Zeit kann man selbst den eigenen Geschwistern nicht trauen. Schreibstil Daniela Ohms schreibt in einem leicht verständlichen Schreibstil und der Leser hat wenig Mühe der Geschichte zu folgen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Man kann sich leicht in die zeit und das Leben der Menschen hineinversetzten. Charaktere Neben Mathilda und Karl spielen noch eine ganze reihe weiterer Charaktere mit, teilweise historisch echt. Die Autorin schaft es sehr gut mit wenigen Worten einen Charakter leben einzuhauchen so das man leicht mit diesen mitfühlen kann. Mein Fazit Das Buch ist mehr als nur die Liebesgeschichte zwischen Mathilda und Karl. Wie der Krieg das Leben der Menschen verändert hat, wie sie unter den Entbehrungen leiden und leben müssen, was es für die Frauen bedeutet wenn ihre Männer an der Front sind und sie keine Nachricht bekommen. Wie tief in die Privatsphäre der Einfluss der Nazis war. All das hat die Autorin sehr schön wiedergegeben. Vieles was die Autorin beschreibt beruht auf waren Fakten. Daniela Ohms hat es meisterlich geschafft, einer Geschichte um Liebe, Entbehrung, Verlust aber auch Hoffnung leben einzuhauchen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sterne mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

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Süsser Honig in einer eiskalten Zeit
von einer Kundin/einem Kunden am 26.06.2016

„Winterhonig“ von Daniela Ohms Schon der Titel „Winterhonig“ von D. Ohms, erschienen im Knaur Verlag, lässt vermuten, dass es sich bei diesem 586seitigen Buch um einen aussergewöhnlichen Roman handeln muss. Mein erster Gedanke war, dass es sich vielleicht um ein süsses Ereignis ist einer kalten Zeit handeln könnte. Der Roman... „Winterhonig“ von Daniela Ohms Schon der Titel „Winterhonig“ von D. Ohms, erschienen im Knaur Verlag, lässt vermuten, dass es sich bei diesem 586seitigen Buch um einen aussergewöhnlichen Roman handeln muss. Mein erster Gedanke war, dass es sich vielleicht um ein süsses Ereignis ist einer kalten Zeit handeln könnte. Der Roman spielt nämlich im Zweiten Weltkrieg und handelt von der „lebensgefährlichen Liebe in einer harten, bäuerlichen Welt“ (Zitat Klappentext). Mathilda, das jüngste Kind einer Familie mit noch zehn weiteren Geschwistern, muss bereits sehr früh erwachsen werden. Die Mutter stirbt und das Mädchen wächst mit wenig Liebe aus der eigenen Familie auf. Stattdessen muss sie Tag für Tag auf dem Hof arbeiten und erlebt die traumatische Zeit des Zweiten Weltkrieges. Glücklicherweise gibt es Karl, den Stallknecht des benachbarten Gutshofes, der sich der kleinen Mathilda annimmt und sie beschützt. Aus dem Mädchen wird eine Frau und Mathilda und Karl verlieben sich. So sehr sich die Beiden von einander angezogen fühlen, spürt Mathilda, dass Karl ein Geheimnis umgibt, das ihn davon abhält, sich seiner Liebe hinzugeben. Karl muss an die Front und er und Mathilda schreiben sich Briefe, aus denen man die Erlebnisse der Beiden erfährt. Im Krieg erleben beide Personen unglaubliche Verluste und die Briefe mit Rückblick auf vergangene Zeiten sind der einzige Halt, den die Beiden verspüren. In diesem Roman kann man sich sehr gut in die damalige harte Zeit mit ihrer Angst, dem Hass, den Verlusten und der Hoffnungslosigkeit hineinversetzen. Es ist kein Buch, das man nach dem Lesen einfach weglegt; es beschäftigt einen mit der eigenen Vergangenheit bzw. den eigenen Wurzeln. Die Autorin hat als Grundlage für diesen Roman sowohl Erlebnisse ihrer 92jährigen Grossmutter als auch sehr seriös recherchierte historische Fakten verwendet. In einem ausführlichen Nachwort wird beschrieben, welche Ereignisse und Personen der Realität entsprechen und aus welchen Gründen andere Personen erfunden wurden. Dieses Buch ist mein persönlicher „Bestseller“ und ich würde mich nicht wundern, wenn es eines Tages verfilmt werden würde. Alle Daumen hoch für dieses Buch! Es ist sehr lesenswert!

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Winterhonig
von dorli am 14.06.2016

„Winterhonig“ – der Titel klingt für mich nach Balsam und Trost und strahlt eine ganz besondere Wärme aus. Honig im Winter – das muss etwas ganz Besonderes sein, denkt sich die kleine Mathilda und versteckt dieses Geschenk von Karl in einer Kiste unter ihrem Bett. Es sind kleine Stückchen... „Winterhonig“ – der Titel klingt für mich nach Balsam und Trost und strahlt eine ganz besondere Wärme aus. Honig im Winter – das muss etwas ganz Besonderes sein, denkt sich die kleine Mathilda und versteckt dieses Geschenk von Karl in einer Kiste unter ihrem Bett. Es sind kleine Stückchen von dem Winterhonig, die Mathilda an glückliche Augenblicke denken lassen und sie in den traurigen Momenten während der kalten NS-Zeit trösten… Daniela Ohms hat die historischen Ereignisse der 1930er und 1940er Jahre zusammen mit den Erinnerungen ihrer Großmutter und einer facettenreichen fiktiven Handlung zu einer spannenden Geschichte verflochten und ein sehr authentisches Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Es ist nicht die große Politik, die in dieser Geschichte im Vordergrund steht, hier geht es um die Erlebnisse der Landbevölkerung im Paderborner Land und um die Erlebnisse eines jungen Soldaten im besetzten Frankreich und auf dem Russlandfeldzug. „Winterhonig“ ist eine fesselnde, emotionale Familiengeschichte voller Licht und Schatten. Daniela Ohms erzählt sehr intensiv und kann die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten hervorragend vermitteln - man ist als Leser sofort mittendrin im Geschehen und erlebt die Schrecken und Gräuel der NS-Zeit und die Ängste und Sorgen der Dorfbewohner hautnah mit. Die Darstellung der Schauplätze und die Schilderung der Geschehnisse sind Daniela Ohms ausgezeichnet gelungen. Man kann der Geschichte trotz wechselnder Handlungsorte und einer Vielzahl an Rückblenden und eingeschobenen Briefen bestens folgen und verliert zu keiner Zeit den Überblick. Die Autorin beginnt ihren ersten historischen Roman mit einem ergreifenden Prolog – die gerade einmal 6-jährige Mathilda steht am Sterbebett ihrer Mutter. Für Mathilda beginnt eine einsame Zeit, denn bis auf ihren Bruder Joseph kümmert sich keines der zahlreichen Geschwister um das kleine Mädchen. Mathilda ist neun, als sie den fünf Jahre älteren Karl kennenlernt. Karl arbeitet als Knecht auf dem Nachbargestüt. Mit ihm teilt Mathilda eine wunderbare Freundschaft, aus der nach einigen Jahren Liebe wird. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn Karl hütet ein Geheimnis, dass nicht nur für ihn selbst, sondern auch für Mathilda und ihre Familie eine große Gefahr bedeutet. Karl zieht einen Schlussstrich, verlässt ohne ein Wort Fichtenhausen und geht zur Wehrmacht. Zeitsprung ins Jahr 1940. Die 16-jährige Mathilda hat gerade ihr Pflichtjahr beendet und kehrt zu ihrer Familie zurück. Für ihren Bruder Joseph beginnt der Kriegsdienst und es ist mittlerweile zwei Jahre her, dass Karl sie ohne eine Erklärung zurückgelassenen hat. Der Krieg hat für Mathilda und ihre Schwestern nicht nur schwere Arbeit auf dem väterlichen Bauernhof im Gepäck, auch die ständigen Entbehrungen, das Fehlen an nötiger Medizin und die Sorge um die Brüder und Freunde macht allen schwer zu schaffen. Auch die Atmosphäre im Dorf ist eine andere geworden. Furcht und Misstrauen sind nicht nur Fremden gegenüber groß, auch Bekannte und Nachbarn beäugen sich plötzlich skeptisch. Mathilda flüchtet gedanklich immer wieder in die Vergangenheit und versucht, durch ihre Erinnerungen an die fröhlichen Zeiten mit Karl die schwierigen Monate und Jahre zu überstehen. Auch Karl macht während des Krieges eine harte Zeit durch. Er teilt die Euphorie seiner Kameraden nicht, sieht den Krieg nicht als großes, spannendes Abenteuer. Er leidet mit jedem Tag mehr. Hinzu kommt die ständige Angst, dass er auffliegen und sein Geheimnis gelüftet werden könnte. Schließlich nimmt er wieder Kontakt zu Mathilda auf und es sind ihre Briefe, die ihn den Kriegsalltag ertragen lassen. „Winterhonig“ lässt mich tief beeindruckt zurück. Diese mitreißende, lebendig erzählte Geschichte hat mir nicht nur Einblicke in die Lebensumstände der Landbevölkerung im Zweiten Weltkrieg ermöglicht, sondern hat mich auch intensiv an den guten und schlechten Zeiten der Akteure teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!

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Ein Buch, das man so schnell nicht mehr vergißt
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamp-Bornhofen am 09.06.2016

Winterhonig ist eines dieser seltenen Bücher, das man einmal gelesen , nie wieder vergißt. Die Autorin hat sich die Lebensgeschichte und Erfahrungen ihrer Oma als Vorbild genommen und daraus einen Roman geschrieben, der von der ersten Zeile den Leser fesselt. Es geht um Mathilda, die jüngste Tochter eines Bauern.... Winterhonig ist eines dieser seltenen Bücher, das man einmal gelesen , nie wieder vergißt. Die Autorin hat sich die Lebensgeschichte und Erfahrungen ihrer Oma als Vorbild genommen und daraus einen Roman geschrieben, der von der ersten Zeile den Leser fesselt. Es geht um Mathilda, die jüngste Tochter eines Bauern. Sie verliert früh ihre Mutter und bleibt trotz der neun Geschwister verlassen und einsam zurück. Nur der Stallbursche Karl vom Nachbarsgut gewinnt ihr Vertrauen und mit Karl lebt Mathilda richtig auf. Doch eines Tages ist Karl verschwunden und der Zweite Weltkrieg beginnt. Das Buch habe ich schon einige Tage beendet und immer noch schwebt es in meinen Gedanken. Ich bin mir sicher, dass ich am Ende der Rezension immer noch nicht ausdrücken konnte, wie gut dieses Buch ist. Wenn man mit dem Lesen beginnt, ist man sofort gefesselt. Das Buch ist wirklich sehr authentisch, was vor allem daran liegt, dass die Autorin sich oft nach wahren Begebenheiten und Berichten gerichtet hat. Die Atmosphäre des Krieges und der ganzen Zeit kommt unheimlich stark rüber. Es ist, als wäre man live dabei ! Gleichzeitig wird es aber auch dem Leser klar, dass diese Zeit nicht wiederkommen darf. Zu viele schreckliche Dinge sind passiert, im Namen einer angeblich guten Sache. Die Folgen für die Menschen sind gravierend. Doch wenn man darüber nachdenkt, stellt man fest, wie schnell es wieder zu einer solchen Situation kommen kann. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und er ist eines meiner Lesehighlights der letzten Jahre. Ja richtig gelesen, Jahre. Es ist ein Buch, das man unbedingt lesen sollte. Vom Teenager angefangen bis zur Oma wird es für Jeden etwas bereithalten, Ein Stück Geschichte, ein Stück Erfahrung und ein Stück Gefühl. Besonders toll fand ich bei diesem Buch, dass es die Zeit um den Zweiten Weltkrieg und das Leben zu dieser Zeit lebendig gemacht hat. Wenn ich nun etwas aus dieser Zeit lese oder höre wirkt das nun ganz anders wie vorher. Wie es sich für einen Roman gehört, wird man von diesem Buch auch wunderbar unterhalten. Die Liebe spielt in dieser Geschichte eine wichtige Rolle und es zeigt sich auch hier, dass es manchmal das Einzige ist, was noch zählt in Zeiten die kaum noch zu ertragen sind. Wer einen wunderbaren Roman lesen möchte, der neben Unterhaltung auch ein Stück Zeitgeschichte bietet, sollte hier unbedingt zugreifen.

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Die schönste Liebesgeschichte die ich je gelesen habe !
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleve am 04.06.2016

"Winterhonig" ein recht einfacher, aber interessanter Titel. Das Buch hingegen alles andere als einfach ! Daniela Ohms hat sich an das wohl schwierigste Thema gewagt, über welches man schreiben kann, wenn man nicht direkt dabei gewesen ist : Die Zeit des Nationalsozialismus. Dafür, dass dieser Roman der Debütroman der Autorin... "Winterhonig" ein recht einfacher, aber interessanter Titel. Das Buch hingegen alles andere als einfach ! Daniela Ohms hat sich an das wohl schwierigste Thema gewagt, über welches man schreiben kann, wenn man nicht direkt dabei gewesen ist : Die Zeit des Nationalsozialismus. Dafür, dass dieser Roman der Debütroman der Autorin im Bereich "Historischer Roman" ist er einfach überragend ! Und darum geht es : Mathilda ist das jüngste von 10 Kindern. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, ist sie umgeben von tiefer Trauer. Keiner kümmert sich so wirklich um sie, das Hofleben muss weiter gehen und es bleibt keine Zeit für richtige Trauer. Nur ihr Bruder Joseph kümmert sich um sie, und durch ihn lernt sie auch den Pferdeknecht des naheliegen Hofes kennen. Karl heißt er und bereits nach dem ersten Zusammentreffen der beiden, verbindet sie etwas. Die anfängliche Freundschaft wird zu einer zaghaften Liebe - doch Karl ist 4 Jahre älter als Sie, und er trägt ein dunkles Geheimnis tief in sich, welches ihn und Mathilda in Gefahr bringen würde, wenn sie ihre Liebe zulassen. Noch bevor Mathilda das Geheimnis erfährt ist Karl plötzlich verschwunden, anfänglich weiß keiner wo er ist. Bis es zu Briefkontakt zwischen Joseph, der mittlerweile einbezogen wurde, und Mathilda kommt.. Daniela Ohms schreibt eine Liebesgeschichte, die so innig ist, trotz der Ferne die zwischen den beiden Protagonisten liegt, wie ich sie selten lesen durfte. Aber es ist eben nicht "nur" eine Liebesgeschichte. Es ist ein Roman, der auf Tatsachen beruht, der die Geschichte der Deutschen wenn nicht sogar der ganzen Welt erzählt. Die dunkle Vergangenheit, die so grausam ist, dass man sie am liebsten vergessen will - aber nicht darf! Denn nur wenn sich jeder von uns bewusst macht, zu welchen Taten wir Menschen fähig sind, kann man verhindern, dass noch mehr Menschen wie Mathilda und Karl so viel Trauer, Verzweiflung und hoffnungslose Angst ertragen müssen. Durch ihren Detailgetreuen Erzählstile schafft Daniela Ohms es einen mit auf die Reise in die Vergangenheit zu ziehen. Ich bin mehrmals so stark in das Buch versunken, dass ich die Gefühle oder die Gerüche die um die Protagonisten schwirrten spüren konnte. Mehr als einmal kullerte mit unbewusst eine Träne über's Gesicht weil ich so ergriffen war von dem Geschehenen. Ich könnte noch so viele Dinge über das Buch schreiben, weil es einfach so ein wundervoller Roman ist. Eine Geschichte über die große Liebe, die sich von nichts unterkriegen lässt und das einzige ist, was zwei junge Menschen dazu bringt um ihr Leben zu kämpfen ! Ich vergebe öfters mal 5 Sterne, aber wenn ich könnte wären es hier mindestens 10 ! Aber keine Worte könnten das wiedergeben, was ich verspürt habe als ich das Buch gelesen habe - also bitte kauft, leiht es euch aus oder wünscht es euch, egal wie ihr daran kommt, aber ihr müsst es lesen ! (Und nein, ich werde nicht von Daniela bezahlt :D)

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Ein Stück Zeitgeschichte...
von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2016

Heute möchte ich ein ganz besonderes Buch vorstellen. „Winterhonig“ von Daniela Ohms. Ein Roman der auf autobiographischen Erlebnissen ihrer Großmutter beruht, was man in jeder Zeile merken kann. Man spürt förmlich, wie viel Herzblut die Autorin in dieses Buch gelegt hat. Im Nachwort erwähnt sie, dass ihre Oma... Heute möchte ich ein ganz besonderes Buch vorstellen. „Winterhonig“ von Daniela Ohms. Ein Roman der auf autobiographischen Erlebnissen ihrer Großmutter beruht, was man in jeder Zeile merken kann. Man spürt förmlich, wie viel Herzblut die Autorin in dieses Buch gelegt hat. Im Nachwort erwähnt sie, dass ihre Oma sich gewünscht hat, dass sie ihre Lebensgeschichte nieder schreibt…und mal ehrlich, wer kann seiner Oma schon einen Wunsch abschlagen. Dabei beginnt das Buch mit dem wohl traurigsten Thema, das man sich nur vorstellen kann. Die Mutter der kleinen Mathilda stirbt und da in ihrer großen Familie Sentimentalitäten nicht wirklich viel Raum einnehmen, bleibt sie mit ihrer Trauer sehr allein. Einzig in ihrem älteren Bruder Joseph und dem Nachbarsjungen Karl findet sie ihre Vertrauenspersonen. Schon im zarten Alter von 10 beginnt sie für Karl Gefühle zu entwickeln, die sich im Laufe der Zeit immer mehr steigern und ganz offensichtlich auch auf Gegenseitigkeit beruhen, bis dieser von einen Tag auf den anderen verschwindet und sich bei der deutschen Wehrmacht meldet. Für Mathilda beginnt ein innerer Kampf, weil sie denkt, dass sie etwas falsch gemacht hat, dabei trägt Karl ein Geheimnis mir sich, das ihre Liebe zu etwas Verbotenem werden lässt. Schon mit Beginn des Buches legt Daniela Ohms einen großen Spannungsbogen um Karls Geheimnis an. Immer wieder gibt es kleine Andeutungen, jedoch ist weder für Mathilda noch für den Leser das große Ganze begreifbar. Erst im letzen Drittel des Buches setzen sich alle Puzzleteile zusammen und im Nachhinein betrachtet, muss ich sagen, dass es der Autorin ausnahmslos gut gelungen ist um den Roten Faden der Geschichte, dieses Geheimnis mit Handlungen und „unabsichtlichen“ Versprechern einiger ihrer Figuren (schlussendlich auch von Karl selbst) zu umweben. Wer jetzt aber denkt, dass danach die Luft draußen war, der irrt sich gewaltig. Nachdem nämlich Karls Geheimnis ans Licht gekommen ist und Mathilda sich nun entscheiden kann, beginnt die große Liebesgeschichte zwischen ihr und Karl nämlich erst tatsächlich und sie liest sich dann fast wie ein Märchen. Die Figuren der Geschichte waren für mich ausnahmslos Unikate und sehr griffig. Besonders gefallen haben mir Leni, Veronika und auch Karl. Die beiden Letzten legten für mich sehr kämpferische Züge an den Tag, wobei sie aber trotzdem ihre menschliche Seite niemals verloren haben. Mathilda beruht auf Daniela Ohms Großmutter, die ihre Geschichte durch eine Figur erzählen und damit in der Handlung natürlich eine besondere Stellung einnehmen darf. Sehr interessant auch die historischen Figuren, wie die Brüder Boeselager, über die man in Eigenrecherche sehr viel finden und über die man staunen kann. Die Rahmenhandlung des Buches ist die Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 bis zu den Nachkriegsjahren bis 1949. In Romanen wo einer der beiden Weltkriege als Handlungsort dient, muss ein Autor/ eine Autorin ja besonders gut recherchieren, damit eine Authentizität gegeben ist. Daniela Ohms ist das in jedem Fall gelungen. Sie zeigt auf, wie der Krieg die Persönlichkeit der jungen Männer in der Wehrmacht verändert hat und wie sie auch noch Jahre nach dem Krieg mit ihrer Traumatisierung leben mussten. Gleichzeitig gibt sie auch einen Einblick, welche Konsequenzen der Krieg auf der Heimatfront hatte, wo Familien auf ein Lebenszeichen ihrer Söhne und Ehemänner warten mussten, in ständiger Ungewissenheit leben mussten und wie schlimm es war, wenn die gefürchteten Zeilen „Gestorben für Führer, Volk und Vaterland“ überreicht wurden. Trotzdem hat Daniela Ohms es auch immer wieder geschafft kleine Hoffnungsfunken in ihre Handlung zu setzen, die dann besonders gestrahlt haben…also auf jeden Fall auch Taschentücher bereit halten :-) Mehr als einmal musste ich Tränen zerdrücken… Der Schreibstil ist wirklich wunderschön, wobei er nichts beschönigt. Mit aller Härte beschreibt er das Leben der damaligen Zeit. Geglückt ist der Autorin auch die Verwebung der Zeitsprünge zwischen den Kriegsjahren und den Jahren davor. Sehr gekonnt platziert sie Rückblenden an passende Stellen und als besonderes Schmankerl wählt zusätzlich zu gegebenen Zeiten auch die Briefform, die ja in Büchern immer eine besondere Bedeutung haben, besonders während einer Kriegszeit. Fazit: Ein Stück dunkler Zeitgeschichte wird lebendig, die nicht vergessen werden sollte. Gleichzeitig lässt „Winterhonig“ seine Leser auch mit viel Hoffnung zurück. Absolute Leseempfehlung…

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Als du ALLES für mich warst
von Jenny Vogler am 10.05.2016

"Ich wollte Dich lachen hören, und jedes Lächeln von Dir hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich selbst war ein trauriger Mensch, als ich bei Euch ankam, aber Du hast mir wieder einen Sinn gegeben." Inhalt Als jüngstes von zehn Geschwistern kennt Mathilda die Härten des Lebens nur zu gut. Einziger... "Ich wollte Dich lachen hören, und jedes Lächeln von Dir hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich selbst war ein trauriger Mensch, als ich bei Euch ankam, aber Du hast mir wieder einen Sinn gegeben." Inhalt Als jüngstes von zehn Geschwistern kennt Mathilda die Härten des Lebens nur zu gut. Einziger Lichtblick seit ihrer Kindheit: Karl, der Stallknecht des benachbarten Gutshofes. Schon als Junge tröstete er die kleine Mathilda mit einer ganz besonderen Leckerei: seinem wunderbaren Winterhonig. Nun, im Erwachsenenalter, ist aus der kindlichen Zuneigung eine tiefe Liebe geworden. Doch als in ihrem abgelegenem westfälischen Dorf Misstrauen und Hass um sich greifen, während Flugzeuglärm und Bombenexplosionen selbst hier zum Alltag werden und der Terror der Nazis auch vor ihrem Dorf nicht haltmacht, wird die Lage für Karl aussichtslos. Denn er hütet ein Geheimnis, das ihn das Leben kosten könnte. Meinung In einer schweren Zeit, in der sich jeder selbst der Nächste war und ein unerbittlicher Kampf um das Überleben geführt wurde, beginnt die Liebe zwischen Karl und der kleinen Schwester seines Freundes zu erblühen. Mathilda ist mittlerweile kein Kind mehr, sondern eine hübsche junge Frau, doch eine Verbindung scheint undenkbar, denn der Krieg steht vor der Tür und Karl muss als begnadeter Reiter in die Kavallerie der Deutschen, während Mathilda als einfaches Bauernmädchen ihre tägliche Pflicht verrichtet. So bleibt ihnen lange nur die Sehnsucht, der Wunsch einander wiederzusehen, die Träume von einer besseren Zukunft und die schönen Erinnerungen an eine friedliche Kindheit. Dieses Wissen umeinander, gepaart mit der absoluten Sicherheit, die große Liebe gefunden zu haben, trägt sie durch die Zeit, durch bittere Kriegsjahre und hält sie lebendig. Denn sie kämpfen nicht für einen Sieg an der Front, sondern für einen Sieg in der Liebe. Dieser Roman hat mein Herz von der ersten Seite an erobert, weil er vielschichtig ist und wichtige historische Ereignisse in einen persönlichen Kontext bringt. Dadurch ergibt sich für den Leser nicht nur ein Bild von den Grausamkeiten und Kampfereignissen im Zweiten Weltkrieg, sondern in erster Linie eine ganz persönliche Lebensgeschichte. Eingebettet in autobiographische Kindheitserinnerungen einer einfachen Bauernfamilie, erfüllt mit den ständig wechselnden Vorkommnissen einer Großfamilie, entwirft die Autorin eine berührende Liebesgeschichte. Die Kombination der verschiedenen Aspekte wirkt authentisch, realitätsnah und emotional, ohne jemals kitschig oder aufgesetzt zu wirken. Besonders fasziniert hat mich die Vielfalt der Personen, ihre intensive Charakterisierung und die Stärke der Nebendarsteller. Hier geht es längst nicht nur um Liebe, sondern auch um Freundschaft, Mut, Engagement, Zugeständnisse aber auch um Geschwisterrivalität und schwere Lebensschicksale. Jede beschriebene Szene lief bildlich vor meinem inneren Auge ab, so dass ich mir die Buchvorlage hier ganz ausgezeichnet als Verfilmung vorstellen könnte. Fazit Dieser Roman ist für mich ein Lesehighlight im Jahr 2016. Er ist gut recherchiert und bringt die Geschichte eines Lebens und einer Liebe hervorragend zur Geltung. Ich empfehle ihn allen Lesern, die realistische Erzählungen mit lebensechten Charakteren und menschlichen Verhaltensweisen mögen. Die sich für Geschichte interessieren und die den Reiz einer besonderen, einzigartigen Beziehung nachvollziehen möchten. Sehr positiv ist hier anzumerken, dass dieses Buch sowohl für junge als auch für ältere Leser ansprechend ist, die einen werden sich in den Empfindungen wiederfinden, die anderen in den Ereignissen.

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Winterhonig
von Sabine aus Aachen am 09.05.2016

Als das Buch bei mir eingezogen ist, wollte ich nur mal kurz reinlesen – daraus ist nur nichts geworden, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so gefangen war ich schon nach wenigen Seiten in der wundervollen Geschichte. Und bis zum Schluss hat diese Faszination... Als das Buch bei mir eingezogen ist, wollte ich nur mal kurz reinlesen – daraus ist nur nichts geworden, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so gefangen war ich schon nach wenigen Seiten in der wundervollen Geschichte. Und bis zum Schluss hat diese Faszination gehalten – ein tolles Buch! Es ist die Geschichte von Mathilda und Karl, die sich als Kinder in den 1930er Jahren kennen- und später dann liebenlernen. Doch Karl verbirgt ein Geheimnis und ihre Liebe darf nicht sein – und sie wird so zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. Die Geschichte ist eindringlich und packend erzählt. Sofort habe ich mich in die bäuerliche Welt versetzt gefühlt, habe Mathilda sofort in mein Herz geschlossen und mit ihr gefühlt, gelacht und geweint. Obwohl die Geschichte nicht spannend oder voller rasanter Handlung ist, ist sie doch packend und fesselnd – ich zumindest konnte das Buch nur schlecht aus der Hand legen und habe auch in Lesepausen immer an Mathilda denken müssen. Es ist eine triste Zeit, in der sie aufwächst, eine Welt voller Arbeit und ein täglicher Kampf ums Überleben. Selbst kleinste Freuden werden ihr verwehrt, und nur ihre Freundschaft mit dem Pferdeknecht Karl gibt ihrem jungen Leben ein wenig Freude. Als der Krieg dann ins Land zieht und Karl sich zur Kavallerie meldet, gibt es in der Geschichte einen Wechsel der Erzählperspektive – war es bisher so, dass die Geschichte aus Mathildes Sicht geschrieben und erzählt war, kommt jetzt auch Karl mit seinen Erlebnissen zu Wort – und das ist oft nicht einfach zu lesen, denn er erlebt schreckliche Dinge an der Kriegsfront. Die Charaktere sind alle wunderbar gezeichnet, sie haben Tiefe und wirken sehr authentisch – jeder hat eine eigene Geschichte, die erklärt, warum er ist, wie er ist, und auch wenn nicht alle Figuren sympathisch sind und oftmals ungerecht und egoistisch handeln, kann man sie so doch besser verstehen. Vor allem aber Mathilda und Karl sind einfach wundervoll gezeichnet. Mathilda habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen – ist sie als Kind noch zurückhaltend, schüchtern und still, entwickelt sie sich zu einer Frau, die weiß, was sie will – auch wenn sie immer noch oft zurücksteckt und sich mit ihrem Wünschen hintenanstellt. Und obwohl ihre Liebe zu Karl nicht sein darf und sie lange nicht versteht, warum, steht Mathilda doch zu ihren Gefühlen und lässt sich durch nichts beirren. Karl mochte ich wegen seiner liebevollen und beschützenden Art – für ihn ist Freudschaft ein hohes Gut und er würde alles tun, um seine Freunde zu retten. Natürlich bringt ihn das auch oft in Gewissenskonflikte, trotzdem bleibt er sich treu – und das habe ich an ihm einfach sehr geschätzt. Daniela Ohms hat einen wundervollen Schreibstil, der bildreich und sehr lebendig ist. Sie schafft Atmosphäre und kann wunderbar Stimmungen einfangen – so habe ich alle Orte und Szenen genau vor Augen gehabt und habe mich als Teil der Geschichte gefühlt. Angst vor langen Beschreibungen muss man aber nicht haben – viele Worte braucht die Autorin nicht, um eine Landschaft, einen Menschen oder auch eine Szenerie zu beschreiben und trotzdem hat man als Leser alles genau vor Augen. Die Geschichte erzählt einen Zeitraum von etwa 16 Jahren, dies aber nicht linear, sondern mit Rückblicken in die Kindheit von Mathilda. Und diese 16 Jahre sind sehr ereignisreich. Das Buch ist also nicht einfach nur einer Liebesgeschichte, sondern es ist auch ein Zeitzeugnis des bäuerlichen Lebens zu dieser Zeit und natürlich auch des Kriegsgeschehens an der russischen Front. Das Ende der Geschichte kam mir etwas zu plötzlich – da hätte ich mir einfach mehr Seiten gewünscht, denn zu erzählen gab es hier einiges. Vielleicht aber war ich einfach auch nur traurig, dass sich die Geschichte dem Ende zuneigte und ich die liebgewonnenen Charaktere nun bald verlassen musste. Ein tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe – obwohl es nicht immer einfach war. Ich habe mit Mathilda und Karl geweint und gelacht, habe mit ihnen gefühlt und vor allem auch mit ihnen gelitten – ein warmherziger und wundervoller Roman, den ich gerne empfehle und der von mir 5 von 5 Sternen erhält. Mein Fazit Ein wundervolles Buch, das ich auf jeden Fall empfehle! Ein warmherziger Roman über eine Liebe, die nicht sein darf, über das harte Leben in der bäuerlichen Welt und über die Schrecken des Krieges und der Verfolgung. Ein bildreicher und fesselnder Schreibstil, Charaktere die authentisch und wunderbar gezeichnet sind und eine Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe – ich wurde von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen und habe mich – trotz allen Schreckens – sehr wohl in ihr gefühlt. Ich gebe 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

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Authentisch und mitreißend
von KrimiElse am 12.07.2016

Die Autorin Daniela Ohms hat mit dem Roman " Winterhonig" eine sehr authentische und fesselnde Liebes- und Familiengeschichte aus dem Blickwinkel der Landbevölkerung mit Fokus auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges verfasst. Sie ließ sich dazu inspirieren von den Erlebnissen ihrer Großmutter, was dem Buch für mich enorme Glaubhaftigkeit... Die Autorin Daniela Ohms hat mit dem Roman " Winterhonig" eine sehr authentische und fesselnde Liebes- und Familiengeschichte aus dem Blickwinkel der Landbevölkerung mit Fokus auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges verfasst. Sie ließ sich dazu inspirieren von den Erlebnissen ihrer Großmutter, was dem Buch für mich enorme Glaubhaftigkeit verleiht. Klappentext Paderborner Land 1930er Jahre: Das Leben auf dem Bauernhof ist durch die Bestellung der Felder und die Versorgung der Tiere vorgegeben. Verzicht, Disziplin und Gottesfurcht bestimmen den Alltag der jungen Mathilda wie schon den ihrer Vorfahren. Erst der Zweite Weltkrieg ändert alles. Auf einmal müssen sie und ihre Schwestern harte Männerarbeit verrichten, in der Nachbarschaft entstehen neue Feindschaften und bilden sich unerwartete Allianzen. Selbst in ihrem Dorf ist das Klima geprägt von Misstrauen und Entbehrung, selbst hier wird Mathilda Zeugin von Judenverfolgung und schrecklichen Pogromen gegenüber Zigeunern. Aber mit wem kann sie noch darüber sprechen? Mit wem kann sie ihre Angst und ihre Sorgen teilen? Karl, die große Liebe ihres Lebens, ist der Einzige, dem sie vertraut. Aber Mathilda weiß nicht, dass er ein gefährliches Geheimnis bewahrt. Als er eines Tages spurlos verschwunden ist, bleibt ihr nur eine einzige Erinnerung an ihn: ein Glas Winterhonig. Zu Beginn des Buches kann man als Leser in schöner Langsamkeit Mathilda bei ihrer Entwicklung vom Kind zur jungen Frau über die Schulter schauen. Ihr Leben auf dem Hof ist stark geprägt vom frühen Tod ihrer Mutter und dem entbehrungsreichen und streng katholischem Landleben zusammen mit ihren Geschwistern und dem herben und wortkargem Vater, aber auch von der Liebe zu ihrem Bruder Josef und der Freundschaft und späteren Liebe zu Karl. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges verfolgt man als Leser teilweise atemlos und erstarrt die damit verbundenen Schrecken, zum einen im dörflichen Paderborner Land, zum anderen als Begleiter eines Reiterbataillons zunächst in Frankreich, später im Russlandfeldzug. Die Stimmung an beiden Handlungsorten ist geprägt von den für mich auch während des Lesens unfassbaren Schrecken und Grausamkeiten des Krieges. Aus so persönlichen Blickwinkeln wie im vorliegenden Buch beschrieben bekommt dies eine völlig andere Dimension, der Abstand zur Betrachtung fehlt, so dass ich an manchen Stellen völlig paralysiert gelesen habe. Die Autorin scheut auch nicht davor zurück, kriegsnahe Themen wie Zwangsarbeit, SS-Zugehörigkeit von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft und spätere Reue aufzugreifen und ebenso aus der persönlichen Blickwinkeln zu betrachten. Aufgrund hervorragender Recherchearbeit, durch eindringliche Sprache sowie eine Erzählart nahe an den Charakteren sind auch diese Teile der Geschichte sehr glaubhaft und klingen lange nach. "Allmählich begriff er jedoch, der Teufel nicht damit zufrieden war, nur auf einer Seite zu stehen. In einem Krieg tummelte sich das Böse auf jeder Seite, und selbst wenn alle Menschen den Krieg verlieren würden, der Teufel würde gewinnen." Neben den historisch fundierten Ereignissen während des Krieges und der für mich hochinteressanten Beschreibung des Lebens auf dem Land zu dieser Zeit steht auch die Liebesgeschichte zwischen Karl und Mathilda sehr im Vordergrund des Buches. Diese Passagen sind für den Leser kleine oder große Hoffnungsschimmer inmitten all des Leids und Elends, Inseln, auf die man sich retten und verschnaufen kann. Die Liebe ist nicht nur Hoffnung für mich als Leser, sondern auch für die Charaktere Mathilda und Karl, sie sorgt dafür, dass sie nicht an den Umständen zerbrechen, was im Buch in keiner Weise kitschig beschrieben ist. Viele Blicke in die Vergangenheit erlauben, das Verhältnis zwischen Karl und Mathilda besser einzuschätzen und lassen die beiden Charaktere dreidimensional und lebendig erscheinen, ohne dabei vom Fokus auf den Erzählstrang abzulenken. Ich fühlte mich beim Lesen mancher Passagen nicht nur als stiller Beobachter, sondern hineinversetzt ins Geschehen. Fazit: Das Buch halte ich für sehr gelungen und lesbar sowohl mit Interesse für historische Ereignisse und Kriegsverwicklungen während des zweiten Weltkrieges als auch für Liebhaber tiefsinniger Liebes- und Familiengeschichten. Eindringlich und sehr fundiert bekommt man den Größenwahn des zweiten Weltkrieges, die Verfolgung von ganzen Völkern und das herbe und entbehrungsreiche Landleben vor Augen geführt, begleitet von einer klug konstruierten Liebesgeschichte. Vier Sterne für ein empfehlenswertes Buch.

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