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Winterkinder

Drei Generationen Liebe und Krieg

(1)
An einem Mittsommertag im Jahr 1937 küsste Boris Bibikow seine beiden Töchter zum Abschied und verschwand für immer. Eine der beiden, Mila, verliebt sich viele Jahre später, mitten im Moskau des Kalten Krieges, in einen jungen Engländer und beginnt mit ihm eine gefährliche, leidenschaftliche Affäre.
Ihr Sohn Owen Matthews trägt die Puzzleteile seiner Familiengeschichte zusammen: Zugleich ein mitreißendes Stück Zeitgeschichte und die Schilderung des Dramas Russlands von innen heraus.
Portrait
Owen Matthews, geboren 1971 in London, studierte Neuere Geschichte in Oxford und begann seine Karriere als Journalist in Bosnien. 1995 ging er als Redakteur nach Moskau und schrieb von dort als freier Korrespondent für The Times, The Spectator und The Independent. Seit 1997 ist er Korrespondent für Newsweek.
Er lebt heute mit seiner russischen Frau und zwei Kindern in Istanbul.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 11.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-61274-4
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 190/120/29 mm
Gewicht 284
Originaltitel Stalin's Children
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine tief berührende Familiensaga. Anspruchsvoll und ausdrucksstark wird die damalige Stimmung der Sowjetunion beschrieben. Der Leser nimmt sehr persönlich am Familienleben teil. Eine tief berührende Familiensaga. Anspruchsvoll und ausdrucksstark wird die damalige Stimmung der Sowjetunion beschrieben. Der Leser nimmt sehr persönlich am Familienleben teil.

„Winterkinder“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Owen Matthews Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, verlor ihren Vater Boris Bibikow, als sie gerade mal drei Jahre alt war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer zwölfjährigen Schwester Lenina warteten sie vergeblich auf den Vater, einem Parteifunktionär, der von Stalins Männern gefangen genommen und getötet wurde. Kurze Zeit später Owen Matthews Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, verlor ihren Vater Boris Bibikow, als sie gerade mal drei Jahre alt war. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer zwölfjährigen Schwester Lenina warteten sie vergeblich auf den Vater, einem Parteifunktionär, der von Stalins Männern gefangen genommen und getötet wurde. Kurze Zeit später wurden die Mädchen auch von ihrer Mutter getrennt und sollten sie erst wieder nach elf langen Jahren sehen. Die Zeit verbrachten sie in diversen Waisenhäusern und hatten nur einander. Lenina kümmerte sich wie eine Mutter um die kleine Mila und sie hatten Glück und wurden im Waisenhaus nicht getrennt.
Owen Matthews Vater Mervyn stammt aus Swansea und war sehr arm. Er überlebte den zweiten Weltkrieg und fiel mit fünfzehn Jahren so ungeschickt vom Fahrrad, dass er ich das Becken brach. Das hatte zur Folge, dass Mervyn über ein Jahr in einem Streckverband im Krankenhaus verbrachte und ihn zu einem wissbegiereigen Leser machte, der sehr gerne die russische Sprache lernen wollte. Es kam so weit, dass er an der russischen Fakultät in Manchester studierte. Und es ging noch weiter, denn er nahm ein Stellenangebot in Moskau bei der britischen Botschaft für ein Jahr an. 1963 kehrt er wieder in die Sowjetunion zurück und lernte Mila kennen, nahm sie 1969 mit nach England und so begann für Owen die Geschichte seiner Eltern.
Der Autor Owen Matthews beschreibt in einer wunderbaren Sprache und mit viel Gefühl die Geschichte seiner Familie, die Liebesgeschichte seiner Eltern und seine Wurzeln zu Russland.

„Russland im Spiegel einer Familiengeschichte“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Boris Bibikow war ein tüchtiger Kommunist, der es schaffte in Rekordzeit und vor dem Fünfjahresplan eine Traktorenfabrik aus dem Lehm der Steppe um Charkow zu stampfen. Das war Anfang der 30er Jahre, zu Beginn der Ära Stalins. Die Umerziehung der Bauern zu Arbeitern endete mit einer Katastrophe:eine Hungersnot brach aus, da Missernten Boris Bibikow war ein tüchtiger Kommunist, der es schaffte in Rekordzeit und vor dem Fünfjahresplan eine Traktorenfabrik aus dem Lehm der Steppe um Charkow zu stampfen. Das war Anfang der 30er Jahre, zu Beginn der Ära Stalins. Die Umerziehung der Bauern zu Arbeitern endete mit einer Katastrophe:eine Hungersnot brach aus, da Missernten und Umerziehung die Landwirtschaft lahm legten. Bibikow und seine Familie hatten Glück, denn als Parteisekretär der Provinz Tschernigow lebten sie nun ein privilegierteres Leben in der nördlichen Ukraine. Um 1937 wurde Bibikow ein Opfer von Stalins Säuberungspolitik - kaum verhaftet, wurde er auch schon erschossen. Marta, seine Frau, landete in einem Arbeitslager und die Töchter Lenina und Ljudmila wurden in ein staatliches Waisenhaus gebracht. Der 2. Weltkrieg brach aus und verschlimmerte die Situation der Mädchen, die mit Mühe und Not diese Jahre überlebten.
Mittlerweile in Moskau lebend, lernte Ljudmila den jungen britischen Studenten Mervyn kennen und lieben. Sie wollen heiraten - da wird Mervyn ausgewiesen und bemüht sich sechs Jahre lang, seine Mila nach Großbritannien zu holen. In dieser Zeit schreiben sie sich unendlich rührende Briefe, kommt es zu geheimen Treffen auf russischem Boden, belagert Mervyn britische und russische Politiker. Endlich können sie im Oktober 1969 heiraten - und ausreisen. 1971 kommt beider Sohn Owen zur Welt, der als junger Journalist Anfang der 90er Jahre das neue Moskau entdeckt. Es erinnert an das wilde Berlin Ende der 20er Jahre und auch Owen heiratet eine Russin - aber er hat es viel einfacher als sein Vater .....
Owen Matthews erzählt die Geschichte seiner Familie mit einer Wucht, wie man sie auch bei Lew Kopelew und Alexander Solschenizyn findet. Lebendige Bilder verbinden sich mit russischer Geschichte und machen dieses Buch zu einem Zeugnis der Entmenschlichung eines totalitären Systems über die Sowjetzeit hinaus. Putins Russland ist wiederum deutlich anders - oder doch nicht? Das wird die Zeit zeigen - aber der Autor hält sich hier mit Recht deutlich zurück.

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein mitreißendes Stück Zeitgeschichte in ansehnlicher Form. Ein mitreißendes Stück Zeitgeschichte in ansehnlicher Form.

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Gekonnt verknüpft Matthews persönliche mit Weltgeschichte. Meisterhaft versteht er es, das jeweilige Zeitkolorit einzufangen und den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mehr davon! Gekonnt verknüpft Matthews persönliche mit Weltgeschichte. Meisterhaft versteht er es, das jeweilige Zeitkolorit einzufangen und den Leser in seinen Bann zu ziehen. Mehr davon!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Dramatische reale Familiengeschichten haben ihren Reiz vor allem, wenn sie gut lesbar und in den Bann ziehend umgesetzt sind. Absolut lesenswert. Dramatische reale Familiengeschichten haben ihren Reiz vor allem, wenn sie gut lesbar und in den Bann ziehend umgesetzt sind. Absolut lesenswert.

Thomas Kuhn, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Große Geschichte, erzählt anhand einzelner Schicksale. Bewegend! Große Geschichte, erzählt anhand einzelner Schicksale. Bewegend!

„Eine Liebe in der Sowjetunion“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Owen Matthews ist ein Journalist, der jetzt die abenteuerliche Geschichte seine Familie erzählt. Und diese Familiengeschichte ist wirklich abenteuerlich, denn seine Mutter ist Russin und sein Vater Engländer. Und sie verliebten sich ausgerechnet in Moskau zur Zeit des kalten Krieges.

Owen Matthews beginnt seine Geschichte aber schon
Owen Matthews ist ein Journalist, der jetzt die abenteuerliche Geschichte seine Familie erzählt. Und diese Familiengeschichte ist wirklich abenteuerlich, denn seine Mutter ist Russin und sein Vater Engländer. Und sie verliebten sich ausgerechnet in Moskau zur Zeit des kalten Krieges.

Owen Matthews beginnt seine Geschichte aber schon viel früher, denn auch das ganze Leben seiner Großeltern ist schon sehr spannend und im gesamtgeschichtlichen Zusammenhang sehr interessant. Es ist die Geschichte der Familie Bibikow. Seinen Großvater Boris Bibikow hat Owen Matthews nie kennengelernt und auch seine Mutter Ljudmila Bibikowa, genannt Mila, hat nur ganz geringe Erinnerungen an ihn, denn er ist 1937 spurlos verschwunden. Boris Bibikow war ein strammer Vertreter der russischen Revolution und hat auch maßgeblich an der neuen Ordnung mitgewirkt, doch irgendwie ist er in die Säuberungsaktionen von Stalin hineingeraten. Seine Ehefrau Marta wurde mit Verspätung ebenfalls verhaftet und verbrachte 11 Jahre in einen Straflager. Und noch viel ungeheuerlicher ist, dass sogar die 15 jährige Lenina und ihre dreijährige Schwester Mila in ein Gefängnis für Minderjährige gesteckt wurden. Doch ihr Schicksal wendete sich für sie. Sie kamen zusammen in ein Waisenhaus und hatten einen sehr umsichtigen Waisenhausleiter, der es schaffte, dass die Kinder den 2. Weltkrieg einigermaßen unbeschadet überlebten. Als erwachsene Frauen zogen die beiden Schwestern nach Moskau und wurden dort brave Bürgerinnen der UdSSR.

Mervyn Matthews, Owens Vater, wurde in Wales geboren. Obwohl sein Vater ein Werftarbeiter war, bekam Mervyn die Möglichkeit zu studieren. Und er hat sich schon sehr früh für die russische Sprache interessiert. Und dies hat ihm ermöglicht, dass er tatsächlich nach Moskau in den Zeiten des Kalten Kriegs gekommen ist. Sein Leben dort war abenteuerlich. Und als er sich dann auch noch in die Sowjetbürgerin Ljudmila Bibikowa verliebte und diese heiraten wollte, begann das eigentliche Drama um Owens Eltern. Mervyn wurde des Landes verwiesen. Vom Juli 1964 bis zum Oktober 1969 konnten die beiden Liebenden ihre Liebe nur durch Briefe aufrecht erhalten. Mervyn hat von England aus versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzten, damit er seine große Liebe heiraten kann.

Herausgekommen ist bei dieser Familiengeschichte gleichzeitig ein sehr intensiver Einblick in das Leben unter Stalin und seinen Nachfolgern in der Sowjetunion und der Zeit danach. Der Autor erklärt sehr gut, wie die russische Mentalität ist und weshalb die Menschen noch heute so sind wie sie sind. Und natürlich ist es eine große Liebesgeschichte. Der Autor schafft es diese Geschichte so zu erzählen, dass sie sich fast wie ein Roman liest. Mich persönlich hat allerdings gestört, dass er immer wieder auch von seiner eigenen Geschichte schreibt. Dadurch wirkt die Geschichte etwas zerhackt. Ich bin aber eine Freundin von gradlinigen Handlungen.

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Kundenbewertungen


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Berührend Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2015

Der Autor hat in jahrelanger Kleinarbeit und Recherche die Geschichte seiner Vorfahren aufgeschrieben.Die Geschichte beginnt in Russland im Jahre1937.Sein Großvater mütterlicherseits lebte mit seiner Frau Marta und den beiden Töchtern in Moskau und genoß als Parteimitglied großes Ansehen.An jenem Morgen im Jahre 1937 fällt er der Säuberung des Stalin-Regime... Der Autor hat in jahrelanger Kleinarbeit und Recherche die Geschichte seiner Vorfahren aufgeschrieben.Die Geschichte beginnt in Russland im Jahre1937.Sein Großvater mütterlicherseits lebte mit seiner Frau Marta und den beiden Töchtern in Moskau und genoß als Parteimitglied großes Ansehen.An jenem Morgen im Jahre 1937 fällt er der Säuberung des Stalin-Regime zum Opfer und wird erschossen.Er verabschiedet sich am Morgen von seiner Frau und seinen Töchtern Lenina und Ljudmila(Mila) und kehrt nicht mehr zurück.Seine Frau kommt ins Gefängnis ,die Töchter werden ins Waisenhaus gebracht.Sie haben für lange Zeit keinen Kontakt zu ihrer Mutter.Lenina kümmert sich als ältere Schwester aufopferungsvoll um Mila,die sie als ihr erstes Kind betrachtet.Als Mila an Tuberkulose erkrankt ,werden die Schwestern getrennt, erst Jahre später später sehen sich Lenina und Mila wieder.Mila hat mehrere Operationen überstanden, behielt aber ein verkrüppeltes Bein zurück.Als Mila ihre Schwester wiedersieht ,ist diese bereits Mit Sascha,einem entfernten Cousin ,verheiratet und zum ersten Mal Mutter geworden. Trotz aller Widrigkeiten mit denen sie zu kämpfen hatte, gelang es Mila einen guten Schulabschluß zu erlangen und zu studieren, später hatte sie eine Stelle im Institut für Marxismus-Leninismus. Während des Studiums lernte sie den jungen Engländer Mervyn kennen und verliebte sich in ihn.Als der Hochzeitstermin der Beiden bereits feststeht ,werden sie durch die Ausweisung von Mervyn getrennt.Nun beginnt ein sechsjähriger Leidensweg für die Liebenden,den sie durch viele Briefe und wenige (weil zu teure ) Telefonate überbrücken. Trotz aller Widrigkeiten finden Mila und Mervyn wieder zueinander und können endlich heiraten. Der Autor Owen Matthews hat bei der Spurensuche in Russland seine spätere Frau Xenia ,ebenfalls eine Russin ,kennengelernt. Ihm ist es gut gelungen seine eigene Familiengeschichte mit der Zeitgeschichte zu verknüpfen. Ich habe die Geschichte mit großem Interesse gelesen.Was ich nicht so gut fand ,waren die ständig wechselnden Erzählperspektiven,manchmal dreimal auf einer Seite. Dennoch gebe ich eine Leseempfehlung für dieses Buch ab. Buchtitel: Winterkinder

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Beeindruckende Familiengeschichte
von Ostsee_71 am 05.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch ist die beeindruckende Familiengeschichte von Owen Matthews und die berührende Lebensgeschichte seiner Eltern. Wir steigen 1937 in die Geschichte ein, die Zeit der Säuberungen unter Stalin. Sein Großvater, obwohl ein höherer Funktionär, wird verhaftet und, wie wir später erfahren, ermordet. Seine Frau wird in Sippenhaft genommen und... Dieses Buch ist die beeindruckende Familiengeschichte von Owen Matthews und die berührende Lebensgeschichte seiner Eltern. Wir steigen 1937 in die Geschichte ein, die Zeit der Säuberungen unter Stalin. Sein Großvater, obwohl ein höherer Funktionär, wird verhaftet und, wie wir später erfahren, ermordet. Seine Frau wird in Sippenhaft genommen und für viele Jahre in ein Arbeitslager verbannt. Die Kinder, Lujdmilla und Lenina werden von ihren Eltern getrennt und wachsen in sowjetischen Kinderheimen auf, werden auch dort wieder getrennt. Am Ende des Krieges finden zumindest die beiden Schwestern wieder zueinander. Hier beginnt auch der zweite Teil des Buches, die Liebesgeschichte zwischen Lujdmilla und Marvyn, Owens Eltern. Marvyn kommt als britischer Student nach Moskau zur Zeit des Kalten Krieges. Er gerät, ohne es wirklich zu merken, in den Fokus des KGB. Er trifft und Lujdmilla und die beiden verlieben sich ineinander. Einige Tage vor der geplanten Hochzeit wird Marvyn aufgrund eines Komplotts, in das auch der KGB involviert ist, aus der Sowjetunion ausgewiesen. Jetzt beginnt der 6 jährig Kampf der beiden Liebenden, um ihr Recht miteinander zu leben. Aber nicht nur der Kampf mit den Autoritäten wird beschrieben, sondern wir dürfen auch wunderschöne Liebesbriefe der beiden lesen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Eine schöne Mischung aus Beschreibung eines dramatischen Familienschicksals und einer Liebesgeschichte, die trotz eines furchtbaren Regimes bestehen kann. Man sieht hier so richtig die Menschenverachtung einer Diktatur, die Menschenleben zerstört, sowohl im eigentlichen Sinne durch Ermordung als auch durch sonstiges Unrecht, das den Menschen zugefügt wird. Für mich waren aber auch die Einblicke in das tägliche Leben der Menschen in Moskau, ihre Lebensverhältnisse und der Einfluß der Politik auf ihr tägliches Lebens sehr interessant. Ich kann diese Buch wirklich nur empfehlen.

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Russland erleben
von einer Kundin/einem Kunden aus Stolberg (Rhld.) am 27.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Owen Matthews Buch Winterkinder ist gleichzeitig Biografie und Zeitgeschichte. Der Versuch des Autors, mehr über seine Vorfahren zu erfahren und es in Buchform festzuhalten. In den 30er Jahren beginnt diese Familienbiografie bei den Großeltern. Der Großvater wird als angeblicher Verräter zum Tode verurteilt und später hingerichtet. Seine Frau und... Owen Matthews Buch Winterkinder ist gleichzeitig Biografie und Zeitgeschichte. Der Versuch des Autors, mehr über seine Vorfahren zu erfahren und es in Buchform festzuhalten. In den 30er Jahren beginnt diese Familienbiografie bei den Großeltern. Der Großvater wird als angeblicher Verräter zum Tode verurteilt und später hingerichtet. Seine Frau und Mutter zweiter Töchter wird bald darauf ebenfalls verhaftet und zu Straflager verurteilt. Ihre beiden Töchter (12 und 3 Jahre alt) werden von der Verhaftung weg in ein Heim für jugendliche Straftäter verbracht, da auch die Kinder als kriminell gelten, wenn deren Eltern inhaftiert sind. Es dauert lange Jahre, bis die Familie wieder zusammen findet und noch länger, bis sie überhaupt erfährt, dass der Vater hingerichtet wurde. Alleine dieser erste Teil der Biografie ist ausgesprochen spannend und auch mitreißend. Obwohl der Autor nicht zu rührseligem Schreibstil neigt und recht distanziert schildert, kann das Gelesene einen nicht unberührt lassen. Es ist kaum vorstellbar, was diese Kinder und überhaupt die Menschen zu jener Zeit durchleben mussten. Matthews bringt es fertig, ein Buch entstehen zu lassen, welches auf phantastische Weise eine Art lebendigen Stammbaum entstehen lässt. Dabei kommen regelmäßig Zeitsprünge, die mir jedoch an keiner Stelle Probleme bereitet haben, sondern sogar die Geschichte auf ganz eigene Art auflockerten. Die o. g. Verhaftung nimmt er zum Anlass, in der Zeit zurück zu wandern, als sein Großvater aufwuchs, wie er von zu Hause weg und in die Stadt zog, wie er seine spätere Frau kennenlernte und was sich bis zu jenem schicksalhaften Tag in seinem Berufsleben ergab. Auch die Großmutter wird erhellt - ihre Jugend und ihre Reise mit ihrer kleineren Schwester weg von zu Hause. Wie sie sie an einem Bahnsteig sterbend zurück ließ, weil sie selbst als halbes Kind mit der Situation überfordert war. Es folgen Kapitel über die dem Krieg folgende Zeit und der durchaus längste Teil des Buches, die gemeinsame Geschichte seiner Eltern - das Kennenlernen und vor allem der Jahre dauernde Kampf gegen die Betonköpfe des Kalten Krieges. Letztlich wurde dieser Kampf gewonnen, aber erst zu einem Zeitpunkt, wo er fast schon als verloren empfunden wurde. Sehr berührend und auch sehr persönlich empfand ich die Textstellen aus den Hunderten Briefen, die die Eltern sich während dieses Kampfes geschrieben haben - Er in England, Sie in Russland. Sie schrieben sich fast täglich und das über 5 Jahre. Diese Briefe enthalten so viel Intensität. Wie viel Verzweiflung und doch Hoffnung, Schmerzen, Kummer und vor allem Liebe in diese Briefe geflossen ist. Alles, was sie nicht ausleben konnten, musste in diese Briefe fließen, um den Traum aufrecht zu erhalten, dass alles gut werden wird und man einfach eine kleine, glückliche Familie gründen kann. Dabei trotzdem fernab jeglicher Schmalzliteratur, vor allem, weil es tatsächlich real war und keine erfundene Herzschmerz-Story. Die einzelnen Kapitel sind größtenteils den jeweiligen Personen gewidmet. Hierbei wird naturgemäß nicht nur der russische Teil der Familie beleuchtet, sondern auch der englische Part von Seiten seines Vaters. Immer wieder ganze Abschnitte über seine eigenen Erfahrungen, vor allem in Russland. Was ihm an gewissen Schauplätzen durch den Kopf ging, wie er sich seine Eltern an diesem oder jenem Platz vorstellt, wie er selbst manche russischen Eigenarten erfahren hat, wie sich in vieler Hinsicht doch einiges beträchtlich geändert hat seit den Tagen des Sowjetischen Kommunismus. Diese Sprünge geben dem Buch eine eigenwillige Lebendigkeit. Es hat mich ausgesprochen gefesselt, was bei einer Biografie etwas heißen soll. Ich war erst sehr unsicher, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich ist (Biografie ist nicht gerade mein Steckenpferd) und wurde aufs Angenehmste überrascht! An jeder Stelle des Buches kann man die unergründliche Liebe des Autors zu Russland spüren. Und auch die seinen Eltern gegenüber. Er hat sich lange Jahre mit seinen Ahnen beschäftigt und dadurch m. E. vieles besser verstehen gelernt - vor allem seinen Vater. Ich hätte sehr gerne noch mehr über seine eigene Kindheit erfahren, die m. M. nach etwas zu kurz geraten ist. Sehr bewegend hingegen empfand ich seine Schilderungen als Kriegsreporter. Überhaupt ist in diesem Buch sehr viel Zeitgeschichte eingefangen. Gerade die russische Geschichte ist in Deutschland vielen fremd. Nach der Lektüre ist man ein gutes Stück aufgeklärter und man kann vielleicht auch ein bisschen der russischen Luft atmen. Fazit: Ein ganz wundervolles, bewegendes Buch von dem ich hoffe, dass es viele Anhänger findet. Es wird sicher lange in mir nachhallen und ich bin dankbar, dass ich es lesen durfte!

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Drei Generationen Liebe und Krieg
von Inge Weis aus Pirmasens am 06.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eine erstaunliche Familiengeschichte voll Liebe, Tod und Verrat. Ach schon wieder der olle Sowjetkram, dachte ich nach den ersten paar Seiten. Dann packete mich das Buch. In dem Weltbestseller "Winterkinder" erzählt Owen Matthews die Geschichte seineer Familie. Der Großvater, ein begeisterter Parteifunktionär in der Ukraine, fiel der Säuberungen Stalins... Eine erstaunliche Familiengeschichte voll Liebe, Tod und Verrat. Ach schon wieder der olle Sowjetkram, dachte ich nach den ersten paar Seiten. Dann packete mich das Buch. In dem Weltbestseller "Winterkinder" erzählt Owen Matthews die Geschichte seineer Familie. Der Großvater, ein begeisterter Parteifunktionär in der Ukraine, fiel der Säuberungen Stalins zum Opfer. Mila, die Mutter des Autors, überlebt nur knapp eine entbehrungsreiche Kindheit in sowjetischen Waisenhäusern. Später, zu Zeiten des Kalten Krieges, findet Mila in einem Engländer ihre große Liebe. Der Autor erzählt mit dem Schicksal seiner Familie zugleich die Geschichte Russlands von innen heraus - und man bekommt bei der Lektüre ein Gefühl für das Drama der Ukraine. In diesem Sachbuch ist Zeitgeschichte, hart und zugleich einfühlsam erzählt und ist seitens der geschichtsträchtigen Erzählungen keine leichte Kost. Absolut Lesenswert!!

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Liebe zwischen den Welten
von melange aus Bonn am 31.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Zum Inhalt: In seinem Roman beschreibt Owen Matthews hauptsächlich die Liebe seines Vaters Mervyn zu seiner Mutter Ljudmila, dich sich lange Jahre nur durch Briefe zu nähren wusste. Flankiert wird diese Geschichte von der Vergangenheit seiner Großeltern im stalinistischen Russland und seinen eigenen Erlebnissen im Russland von Glasnost und... Zum Inhalt: In seinem Roman beschreibt Owen Matthews hauptsächlich die Liebe seines Vaters Mervyn zu seiner Mutter Ljudmila, dich sich lange Jahre nur durch Briefe zu nähren wusste. Flankiert wird diese Geschichte von der Vergangenheit seiner Großeltern im stalinistischen Russland und seinen eigenen Erlebnissen im Russland von Glasnost und Perestroika. Zum Cover: Wunderschön und entrückt, kalt und abweisend, genauso, wie sich Russland der Liebe gegenüber zeigte und wie sich die Liebenden darüber hinwegsetzten: Perfekt eingefangen! Mein Eindruck: Die Wahrhaftigkeit der Geschichte ist das, was den großen Reiz für den Lesenden ausmacht. Von den Zeiten Stalins, die der russische Großvater nicht überlebte und welche Großmutter, Mutter und Tante des Autors prägte, bis hin zum heutigen Russland, im dem Wenige hemmungslos Konsum und Luxus frönen, während viele andere unter die Räder kommen. Das große Kernstück jedoch - die Briefliebe von Vater und Mutter - zeigt in fantastischer Weise Verzweiflung, Hoffnung und Glück, wie es ein fiktiver Roman nicht annähernd zu schaffen vermag. Die große Tragik, dass sich diese Liebe nicht in die wirkliche Welt retten kann, ist dabei so echt, dass es schon fast wieder wie eine erdachte Geschichte wirkt. Hauptsächlich befasst sich Matthews mit der russischen Seite seiner Vorfahren bzw. mit den Teilen derer Vergangenheit, die in Russland spielen. Das spiegelt sich in den meisten der eingestreuten Fotografien wider. Die Zeiten in Großbritannien befassen sich fast ausschließlich mit dem Kampf von Mervyn um die Ausreise Ljudmilas, Orte und Menschen hier werden erwähnt, aber nicht näher beschrieben und scheinen beliebig austauschbar weil unwichtig. Da jedoch die russischen Teilstücke nicht nur in exotischer und interessanter Umgebung stattfinden, sondern die Vorkommnisse bedeutend dramatisch ablaufen (Verhaftungen, Flucht, Hungersnöte und Verfolgung), verhilft genau dieser Umstand dem Roman zu Spannung und Tiefe. Die Ergänzung durch Fotos, eine ausführliche Bibliografie und ein Personenregister trägt zu einer Identifikation mit dem Buch bei, die ein einfacher Text nicht geschafft hätte. Fazit: Eine überaus gelungene Aufarbeitung der Familiengeschichte 5 Sterne

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Drei Generationen Liebe und Krieg
von einer Kundin/einem Kunden am 23.03.2014
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

"Ich sprach Russisch, bevor ich Englisch sprach. .......Wenn Sprachen eine Farbe haben, dann ist Russisch das grelle Rosa der Siebzigerjahrekleider meiner Mutter, das warme Rot der alten usbekischen Teekanne...., das kitschige Schwarz-Gold des handbemalten russischen Holzlöffels... Englisch, die Sprache die ich mit meinem Vater sprach, war das gedeckte Grün des... "Ich sprach Russisch, bevor ich Englisch sprach. .......Wenn Sprachen eine Farbe haben, dann ist Russisch das grelle Rosa der Siebzigerjahrekleider meiner Mutter, das warme Rot der alten usbekischen Teekanne...., das kitschige Schwarz-Gold des handbemalten russischen Holzlöffels... Englisch, die Sprache die ich mit meinem Vater sprach, war das gedeckte Grün des Teppichs in seinem Arbeitszimmer, das verblichene Braun seiner Tweedjacken...... So beginnt eine Familiengeschichte, die 1937 beginnt, als Boris Lwowitsch Bibikow, der Großvater des Autors, einer Säuberungsstrategie Stalins zum Opfer fällt. Er hinterläßt seine Frau Marta und 2 Töchter, Ljudmila und Lenina . Auch Angehörige eines politischen Häftlings fallen in Ungnade und werden festgenommen. Marta wird von ihren Kindern getrennt Die Schwestern werden später in ein Waisenhaus gebracht, Marta wird zu 10 Jahren Zwangsarbeit in Semipalatinsk verurteilt. Jahre später, als der eiserne Vorhang die Welt immer noch trennte, fällt Ljudmila erneut dem System zum Opfer. Diesmal ist es die Liebe . Owen Matthews erzählt in "Winterkinder" die Geschichte seiner Familie, vor allem aber die außergewöhnliche Liebesgeschichte seiner Eltern mitten im Moskau des Kalten Krieges. Großes Lesevernügen

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Winterkinder
von einer Kundin/einem Kunden am 19.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch geht tief unter die Haut. Ich habe verzweifelt mitgefiebert, konnte es nicht glauben, war fassungslos und wütend. Und dann kamen wirder so liebevolle und rührende Passagen, dass mein Herz gleich doppelt so laut geschlagen hat. Was einen Großteil dieser Geschichte ausmacht, ist ihre Echtheit. Es ist ein... Dieses Buch geht tief unter die Haut. Ich habe verzweifelt mitgefiebert, konnte es nicht glauben, war fassungslos und wütend. Und dann kamen wirder so liebevolle und rührende Passagen, dass mein Herz gleich doppelt so laut geschlagen hat. Was einen Großteil dieser Geschichte ausmacht, ist ihre Echtheit. Es ist ein Biographie der Eltern des Autors und man kann regelrecht dankbar sein, dass er diese so wundervoll umsetzen konnte. Doch es geht nicht nur um den harten Weg zweier Liebenden. Man erfährt so viel über Russland und das stalinistische System, dass es einem immer wieder kalt den Rücken hinunter läuft. Der Großvater ist so sehr im System verankert, dass er anfangs die Früchte in vollen Zügen genießen kann und dann genau diesem System zum Opfer fällt. Man versteht teilweise die Welt nicht mehr, liest und liest, in der Hoffnung, dass gleich alles wieder gut wird. Doch das unterscheidet einen flüchtigen Roman von der realen Welt. Und so finden die Liebenden zusammen doch erwecken den Eindruck, aus ihren Welten trotz allem nicht wirklich ausbrechen zu können. Es ist ein enorm aufwühlendes Buch. Das bezaubert und verzweifelt. Dieses Werk ist auf jeden Fall nachhaltig. Man vergisst es nicht. Es bleibt. Und man denkt ganz lange darüber nach, spürt nach, atmet nach. Ist froh, es anders zu haben. Und hofft, dass es so bleibt.

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Winterkinder
von raschke64 aus Dresden am 12.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Winterkinder ist die Geschichte einer russisch-englischen Familie. Sie beginnt mit dem Großvater des Autors, der in Russland als hoher Parteifunktionär und überzeugter Kommunist ein Traktorenwerk aufbaut. Trotzdem wird er angezeigt und im Zuge der Säuberungen 1937 erschossen. Seine Frau kommt für viele Jahre ins Gefängnis, seine beiden Töchter ins... Winterkinder ist die Geschichte einer russisch-englischen Familie. Sie beginnt mit dem Großvater des Autors, der in Russland als hoher Parteifunktionär und überzeugter Kommunist ein Traktorenwerk aufbaut. Trotzdem wird er angezeigt und im Zuge der Säuberungen 1937 erschossen. Seine Frau kommt für viele Jahre ins Gefängnis, seine beiden Töchter ins Waisenhaus. Aber sie sind fast immer zusammen. Die ältere Lenina versucht, auf die jünger Ljudmilla (Mila) aufzupassen. Erst der 2. Weltkrieg trennt sie für eine Weile, doch mit viel Glück überleben beide und finden auch wieder zueinander. Mila – die Mutter des Autors – studiert und arbeitet an der Universität. Dort lernt sie Mervyn kennen, einen englischen Studenten. Es ist die große Liebe, doch nach wenigen Monaten, kurz vor der Hochzeit, muss Mervyn das Land verlassen. Er wollte nicht mit dem KGB zusammenarbeiten und so wird er ausgewiesen. Ein fast 6-jähriger Kampf beginnt, um Mila doch noch heiraten zu können. Mit viel Mühen und Glück und sturer Beharrlichkeit gewinnen sie, dürfen heiraten, aber Mila muss dann mit nach England gehen. Erst nach der Wende in den 90er Jahren kann sie ihre Familie in Russland wieder besuchen. Ihr Sohn Owen verbringt viele Jahre in Russland und hat dann dieses Buch mit der Familiengeschichte geschrieben. Das Buch war gut lesbar, trotzdem lässt es mich etwas zwiegespalten zurück. Der Anfang – die Erzählung über den Großvater – war regelrecht überfrachtet mit den politischen Erklärungen zur Zeit. Die eigentliche Geschichte des Großvaters trat fast in den Hintergrund. Der Mittelteil – vor allem die Kindheit und Jugend von Mila und ihrer Schwester – haben mich sehr berührt. Hier war die Geschichte sehr persönlich, sehr nachvollziehbar und auch sehr zum Mitfühlen. Das Ende wiederum war wieder etwas langatmig. Der Kampf um die Heirat, die vielen Briefe – das alles hinterließ bei mir nicht so einen großen Eindruck. Hier ging es mir wie Mila, die sich fast gar nicht freute, als sie endlich den Kampf gewonnen hatten. Gestört hat mich hier auch der dauernde Wechsel zwischen der Geschichte der Eltern und den Einfügungen des Autors über eigene Anekdoten im Moskau der Nachwendezeit. Alles in allem ist es aber ein gutes Buch. Hier wird Zeitgeschichte mit persönlicher Geschichte verbunden, die Veränderungen in der Sowjetunion/Russland aufgezeigt, persönliche Schicksale beleuchtet.

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Liebe gegen alle Widrigkeiten
von Tintenherz aus Kronshagen am 24.06.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

"Winterkinder" von Owen Matthews erschienen im Graf Verlag, Seitenanzahl: 391 Inhalt: Owen Matthews, aufgewachsen in England, erzählt die Liebesgeschichte seiner Eltern, die 6 Jahre lang durch den "Kalten Krieg" in Russland getrennt waren. Sein Vater war Engländer und seine Mutter eine Russin. Eine erschütternde Familiengeschichte mit vielen Tragödien und Schicksalsschlägen unter Einbindung... "Winterkinder" von Owen Matthews erschienen im Graf Verlag, Seitenanzahl: 391 Inhalt: Owen Matthews, aufgewachsen in England, erzählt die Liebesgeschichte seiner Eltern, die 6 Jahre lang durch den "Kalten Krieg" in Russland getrennt waren. Sein Vater war Engländer und seine Mutter eine Russin. Eine erschütternde Familiengeschichte mit vielen Tragödien und Schicksalsschlägen unter Einbindung der Geschichte Russlands ab 1930. Autor: Owen Matthews, geboren 1971 in London, studierte moderne Geschichte in Oxford und begann seine Karriere als Journalist in Bosnien. 1995 ging er als Redakteur nach Moskau und schrieb von dort als freier Korrespondent für The Times, The Spectator und The Independent. Seit 1997 Korrespondent für Newsweek. Er lebt heute mit seiner russischen Frau und zwei Kindern in Istanbul. Meine Meinung zu dem o. g. Buch: Das Buch liest sich mit einem einfachen und sachlichen Schreibstil leicht und flüssig. Owen Matthews, Sohn von Ljudmila und Mervyn Matthews, erzählt anschaulich und detailliert die Geschichte seiner Familie. Er beginnt mit seinem Großvater, der durch seinen Fanatismus der Säuberung Russlands zum Opfer fällt und seine Familie mit den Folgen seiner Taten allein lässt. Es wird geschildert, wie seine Ehefrau und die zwei Töchter, Lenina und Ljudmila, ihr Leben mehr oder weniger meistern und wie der weitere Werdegang der beiden Kinder von statten geht. Durch die vielen Bilder der einzelnen Familienmitglieder ist man bewusst an ihrem Lebensweg mit eingebunden. Die Geschichte enthält sehr viele geschichtsträchtige Fakten über die damalige und heutige Situation in Russland, was den Lesefluss etwas eindämmt und an manchen Stellen ein wenig langatmig erscheinen lässt. Die Hoffnungslosigkeit des russischen Volkes wird ausführlich dargestellt und auch die Korruption und die Ungerechtigkeit kommen nicht zu kurz, unter denen die Menschen in Russland zu leiden haben. Die romantische Seite in diesem Buch, die von Owen Matthews Eltern handelt, hat mir sehr gut gefallen. Es wird berichtet, wie sie sich kennen gelernt haben und wie sie alle Schranken (politisch und geografisch) eingerissen haben. Der Inhalt dieses Buch ist seitens der geschichtsträchtigen Erzählungen keine leichte Kost. Es ist eine Liebesgeschichte, die viele Ungerechtigkeiten und Komplikationen aushalten muss, um bestehen zu können. Fazit: Eine bewegende und geschichtsträchtige Familiengeschichte mit unerwarteten Wendungen.

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Winterkinder
von einer Kundin/einem Kunden am 31.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In diesem Roman erzählt der Autor Owen Matthews seine tragische, bewegende Familiengeschichte, geprägt von der politischen Situation im Russland des 21. Jahrhunderts. Owen Matthews schildert zunächst die Geschichte seiner Großeltern, wie sein Großvater Stalins Säuberungen zum Opfer fiel und seine Großmutter daraufhin in ein Arbeitslager gebracht wurde, sodass ihre... In diesem Roman erzählt der Autor Owen Matthews seine tragische, bewegende Familiengeschichte, geprägt von der politischen Situation im Russland des 21. Jahrhunderts. Owen Matthews schildert zunächst die Geschichte seiner Großeltern, wie sein Großvater Stalins Säuberungen zum Opfer fiel und seine Großmutter daraufhin in ein Arbeitslager gebracht wurde, sodass ihre beiden Kinder Lenina und Ljudmilla ihre Kindheit in einem Waisenhaus verbringen mussten. Es handelt sich hier um eine schwere Kindheit und Jugend, in Zeiten des Zweiten Weltkriegs, doch Lenina und Mila überleben und entwickeln einen unglaublichen Kampfgeist. Dieser lässt Mila sechs Jahre Trennung von ihrer großen Liebe Mervyn Matthews überstehen, einem Engländer, der kurz vor ihrer Hochzeit des Landes verwiesen wird und dem es erst sechs Jahre später gelingt Mila nach Großbritannien zu holen. Eine verzweifelte Liebe in Zeiten des Kalten Krieges, von der letztendlich nur ein alter Überseekoffer auf dem Dachboden übrigbleibt... Der Roman „Winterkinder“ hat mir sehr gut gefallen, obwohl er zwischenzeitlich einige Längen hat, vor allem die Passagen über Boris Bibikows Leben erinnern zum Teil an die Lektüre eines Geschichtsbuchs, weshalb ich gut verstehen kann, dass dieser in der Leseprobe vom Verlag ausgelassen wurde... Das Buch ist zum Teil in einem nüchternen, distanzierten Tonfall geschrieben, der sich mit einem andererseits sehr emotionalen Tonfall abwechselt. Dies zeigt, dass es sich hier nicht nur um eine Familiengeschichte, sondern auch um ein Stück russischer Geschichte handelt, dem der Autor offensichtlich möglichst gerecht werden will. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, schon dadurch ist dieser Roman lesenswert. Es scheint als würde Owen Matthews seine Vergangenheit und das Verhältnis zur eigenen Familie in diesem Roman verarbeiten. Dabei wird deutlich, dass er sich im Grunde weniger als Teil der Geschichte sieht, als als unabhängiger Journalist, eine Ansicht, die offenbar schnell ins Wanken geraten ist, als er sich mehr mit der Vergangenheit seiner Familie auseinandersetzt. Leider hat mir der zum Teil abrupte Wechsel zwischen der Schilderung seiner eigenen und der Erlebnisse seiner Eltern nicht gut gefallen, da dies manchmal etwas verwirrend war. Alles in allem hat mich dieser Roman sehr beeindruckt, vor allem die unermüdliche Energie die Mervyn aufbringt, um seine Mila nach Großbritannien zu holen und die Unerschütterlichkeit ihrer Liebe. Gleichzeitig fand ist es unglaublich traurig zu erkennen, dass ihnen ihre Liebe letztendlich abhanden kommt, weil offenbar all ihre Gefühle füreinander in ihre Briefe geflossen sind und das Ideal ihrer Liebe der Realität nicht standhält. Owen Matthews schafft es den Zeitgeist eines ganzen Jahrhunderts russischer Geschichte einzufangen, indem er die Geschichte seiner Familie erzählt, die alle Schrecken des letzten Jahrhunderts in Russland erleben musste und doch so tief in diesem Land verwurzelt ist. Dieser Roman ist absolut lesenswert.

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"Meine Liebe ist stärker als ihr Hass"
von solveig am 20.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit seinem Werk über „Stalins Kinder“ ist Owen Matthews etwas Besonderes geglückt: es gelingt ihm mühelos, seine Leser über achtzig Jahre russische Geschichte zu fesseln. Er erzählt gewissermaßen „aus dem Nähkästchen“, von den Schicksalen einzelner Personen seiner Familie, die eng verwoben sind mit der wechselhaften Politik der Sowjetunion verschiedener... Mit seinem Werk über „Stalins Kinder“ ist Owen Matthews etwas Besonderes geglückt: es gelingt ihm mühelos, seine Leser über achtzig Jahre russische Geschichte zu fesseln. Er erzählt gewissermaßen „aus dem Nähkästchen“, von den Schicksalen einzelner Personen seiner Familie, die eng verwoben sind mit der wechselhaften Politik der Sowjetunion verschiedener Epochen. Sein Familienepos umfasst drei Generationen. Es beginnt mit dem Leben und Sterben des russischen Großvaters in den Dreißiger Jahren der Stalinzeit. Aus Berichten seiner Großmutter, die selbst in einem Arbeitslager inhaftiert gewesen war, und eigenen Archivrecherchen zusammengestellt zeichnet Matthews ein eindrucksvolles Bild jener Zeit. Er lässt den Leser mit leiden und mit hoffen, ganz eintauchen in eine Zeit unvorstellbarer Rechtlosigkeit und Menschenverachtung. Auch den Lebensweg der nachfolgenden Generation, der Mutter des Autors und ihrer Schwester, lässt er sehr bildhaft lebendig werden. Abwechselnd mit Abschnitten über Ljudmilas Leben wird in Kapiteln über das Heranwachsen und den Werdegang des Vaters in England, berichtet, bis sich die Wege seiner künftigen Eltern, Ljudmila und Mervyn, kreuzen. Unpathethisch, aber nicht emotionslos, schildert Matthews den jahrelangen, frustrierenden Kampf des jungen Paares gegen die Bürokraten Russlands und Englands zur Zeit des Kalten Krieges. Hierbei stützt er sich auf den Briefwechsel der Verliebten ebenso wie auf Veröffentlichungen und Aufzeichnungen Mervyns, die seine verzweifelten Bemühungen, Ljudmila heiraten und mit ihr zusammen leben zu können, detailliert dokumentieren. Schließlich fließen auch Matthews´ eigene Russland-Erfahrungen der späten Achtziger und Neunziger Jahre mit ein und schlagen eine Brücke zum modernen Russland. So sehr sich die politische Landschaft auch wandelt, für den Autor des Buches steht unausgesprochen immer eine Frage im Mittelpunkt: was zählt der einzelne Mensch und sein Schicksal im großen Zusammenhang mit Politik und Weltgeschichte? Achtzig Jahre Zeitgeschichte, nicht abstrakt und lehrbuchhaft, sondern lebendig und menschlich dargestellt durch Familienschicksale: sehr lesenswert!

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