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Winterkrieg

Roman

(1)
Max Paul ist Soziologe an der Universität von Helsinki und zugleich erfolgreicher Buchautor. Sein akademisches Steckenpferd ist die Ehe – doch seine eigene Ehe funktioniert schon lange nicht mehr. Auch seine beiden erwachsenen Töchter, Eva und Helen, hadern mit ihren Beziehungen und Lebensentwürfen. Als Max eine Affäre mit einer jungen Journalistin anfängt und Eva eine mit ihrem Kunstdozenten an der Uni, spitzt sich in diesem besonders kalten Winter in Helsinki die Lage der Familie Paul derart zu, dass im Frühling nichts mehr so ist, wie es war.



Portrait
Der Finnlandschwede Philip Teir, geboren 1980, gilt als einer der wichtigsten Nachwuchsautoren Finnlands. Er hat bereits Gedichte und einen Band mit Kurzgeschichten veröffentlicht, und ist Herausgeber von Anthologien. "Winterkrieg" ist sein erster Roman. Philip Teir lebt als freier Journalist und Schriftsteller mit seiner Familie in Helsinki.

Thorsten Alms, geboren 1966 in Celle, studierte Skandinavistik, Geschichte und


Sprachwissenschaft an den Universitäten Bonn und Lund (Schweden). Seit 2003


arbeitet er als freier Literaturübersetzer aus den Sprachen Schwedisch,


Dänisch, Norwegisch und Englisch. Er lebt mit seiner Familie in Stolberg bei


Aachen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 12.10.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41911-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 188/118/27 mm
Gewicht 307
Originaltitel Vinterkriget
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Finnland...cool! Motto der Buchmesse 2014 und beschert uns diesen erstklassigen modernen Gesellschaftsroman! Lesen! Cool! Finnland...cool! Motto der Buchmesse 2014 und beschert uns diesen erstklassigen modernen Gesellschaftsroman! Lesen! Cool!

Sonja Hertkens, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Sehr gute Spiegelung einer Familie.... Sehr gute Spiegelung einer Familie....

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Menschen, die alles haben und das nicht zu schätzen wissen, stehen hier im Mittelpunkt. Das ist teilweise befremdlich, vor allem aber schick geschrieben. Schöner scheitern eben. Menschen, die alles haben und das nicht zu schätzen wissen, stehen hier im Mittelpunkt. Das ist teilweise befremdlich, vor allem aber schick geschrieben. Schöner scheitern eben.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Unglückliche Ehen gibt es überall, auch in Finnland. Und das ist auch das kleine Problem dieses Buches, es könnte an fast jedem Ort der Welt spielen. Dennoch macht es großen Spaß
Unglückliche Ehen gibt es überall, auch in Finnland. Und das ist auch das kleine Problem dieses Buches, es könnte an fast jedem Ort der Welt spielen. Dennoch macht es großen Spaß

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Kundenbewertungen


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Philip Teir - Winterkrieg
von Hotel aus Ostfriesland am 13.10.2015

Winterkrieg beinhaltet alles, was einen großen Roman ausmacht. Durch die wunderbare bildliche Sprache, die packenden, realistischen Dialoge, plötzliche Wendungen, fühlt man sich die ganze Zeit mitten unter den Personen. Das Buch hat so manche unerwartete Wendung parat die einen bis zum Schluß immer noch mehr bannt. Obwohl der Roman in... Winterkrieg beinhaltet alles, was einen großen Roman ausmacht. Durch die wunderbare bildliche Sprache, die packenden, realistischen Dialoge, plötzliche Wendungen, fühlt man sich die ganze Zeit mitten unter den Personen. Das Buch hat so manche unerwartete Wendung parat die einen bis zum Schluß immer noch mehr bannt. Obwohl der Roman in meinen Augen etwas zu langsam und zu langgezogen anfängt, lässt er einen dann auch nicht mehr los. Philip Teir verzichtet auf Anklagen, auf sozialkritische und moralische Zeigefinger, sondern lässt die Figuren ihre Geschichte erzählen auf eine Weise, dass sie direkt ins Herz des Lesers trifft. Unvergessliche Charaktere, die einem so nahe kommen, als würde man sie persönlich seit langem kennen, eine faszinierende und wunderbar gefühlvoll umgesetzte Geschichte, die trotzdem von einer Spannung getragen wird, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte... Diese Buch ist von einem exzellenter Schreibstil geprägt, eine 'bebilderte Sprache' sozusagen,man fiebert von Anfang bis Ende mit dem Schicksal dieser Familie mit... Es gibt diese Momente, in denen alles auf der Kippe steht. Eben scheinen die Dinge des Lebens wohlsortiert und geregelt, und plötzlich, scheinbar ohne äußere Ursache, hinterfragt man alles - was man tut, wer man ist, wen man liebt. Aber gut für alle, die wissen, der Mensch ist so sehr unvollkommen. Für LeserInnen, die schon etwas erlebt haben, die mit Lügen und Schicksalsschlägen leben - sie werden einiges wiederentdecken, es tröstet durchaus, dass es auch anderen so geht, hinter der Fassade. In "Winterkrieg" erleben wir die Geschichte von Menschen, die alle auf ihre Art Opfer ihrer Zeit geworden sind. Fazit: Ein feinfühliger Roman mit viel Tiefe, Sensibilität, der ohne Kitsch und Schnörkel die Komplexität menschlicher Beziehungen beschreibt. Berührend, zum Nachdenken animierend, einnehmend. Sehr empfehlenswert. Das Buch macht nachdenklich, wehmütig, ein wenig traurig auch. Das traurigste daran ist aber, dass es irgendwann zu Ende ist und man sich wünschte, man könnte noch lange weiter lesen.

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Winterkrieg
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 19.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Winterkrieg ist ein zeitgenössischer Gesellschaftsroman, der sich rund um die Familie von Max, einem Soziologen, dreht. Max und seine Frau Katriina haben zwei bereits erwachsene Töchter, Eva und Helen. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Charakter und eigentlich könnten diese vier Persönlichlkeiten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie doch eines gemein... Inhalt: Winterkrieg ist ein zeitgenössischer Gesellschaftsroman, der sich rund um die Familie von Max, einem Soziologen, dreht. Max und seine Frau Katriina haben zwei bereits erwachsene Töchter, Eva und Helen. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Charakter und eigentlich könnten diese vier Persönlichlkeiten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie doch eines gemein haben: Sie alle haben eigentlich so gut wie alles und sind dennoch nicht richtig glücklich. Max und Katriina leben nur noch nebeneinander her, Helen hat bereits jung Kinder bekommen und geheiratet, Eva versucht ihr Glück in einer fremden Stadt. Meine Meinung: Das Buch erzählt die Geschichte jedes einzelnen Familienmitgliedes, im Vordergrund steht allerdings Max. Die Sichtweise wird immer wieder geändert, einen bestimmten Rhythmus gibt es hier nicht. Es wird in der dritten Person erzählt, allerdings immer aus der Sicht eines der Familienmitgliedern. Meistens endet eine Sichtweise immer an einer besonders interessanten Stelle, so dass man in dem Buch immer wieder an Cliffhanger gerät. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass es sich um ein besonders spannendes Buch handelt, denn eigentlich gibt es nichts, worauf man wartet. Trotzdem wollte ich immer weiter lesen, da das Buch eine sehr angenehme Stimmung verbreitet. Der Erzählstil ist zwar auf eine eigene Art und Weise eher melancholisch angehaucht, trotzdem muss man immer wieder schmunzeln. Ich finde, die Mischung ist hier sehr gut gelungen. Es werden auch immer wieder soziologische Aspekte eingebaut, die aber nicht Überhand nehmen. Ich muss zugeben, Soziologie ist nur bis zu einem gewissen Ausmaß mein Ding und es hätte mich sicherlich gelangweilt, wenn hier zu viel Augenmerkt darauf gelegt worden wäre. Die immer wieder im Roman auftauchenden soziologischen Themen verdeutlichen, dass es sich um keinen Frauenroman handelt. Natürlich dreht sich viel um Liebe und Beziehungen, um Familie und Freundschaft - allerdings auf keine kitschige Art und Weise und es ist definitiv kein Liebesroman. Das Buch zeigt die Probleme, die der Alltag in einer halbwegs gut situierten Familie so mit sich bringt - Probleme, die die meisten Leser wohl sehr gut kennen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auf ein weiteres des Autors.

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Winterkrieg
von marimirl aus Wien am 14.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Winterkrieg ist ein zeitgenössischer Gesellschaftsroman, der sich rund um die Familie von Max, einem Soziologen, dreht. Max und seine Frau Katriina haben zwei bereits erwachsene Töchter, Eva und Helen. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Charakter und eigentlich könnten diese vier Persönlichlkeiten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie doch eines gemein... Inhalt: Winterkrieg ist ein zeitgenössischer Gesellschaftsroman, der sich rund um die Familie von Max, einem Soziologen, dreht. Max und seine Frau Katriina haben zwei bereits erwachsene Töchter, Eva und Helen. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Charakter und eigentlich könnten diese vier Persönlichlkeiten nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie doch eines gemein haben: Sie alle haben eigentlich so gut wie alles und sind dennoch nicht richtig glücklich. Max und Katriina leben nur noch nebeneinander her, Helen hat bereits jung Kinder bekommen und geheiratet, Eva versucht ihr Glück in einer fremden Stadt. Meine Meinung: Das Buch erzählt die Geschichte jedes einzelnen Familienmitgliedes, im Vordergrund steht allerdings Max. Die Sichtweise wird immer wieder geändert, einen bestimmten Rhythmus gibt es hier nicht. Es wird in der dritten Person erzählt, allerdings immer aus der Sicht eines der Familienmitgliedern. Meistens endet eine Sichtweise immer an einer besonders interessanten Stelle, so dass man in dem Buch immer wieder an Cliffhanger gerät. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass es sich um ein besonders spannendes Buch handelt, denn eigentlich gibt es nichts, worauf man wartet. Trotzdem wollte ich immer weiter lesen, da das Buch eine sehr angenehme Stimmung verbreitet. Der Erzählstil ist zwar auf eine eigene Art und Weise eher melancholisch angehaucht, trotzdem muss man immer wieder schmunzeln. Ich finde, die Mischung ist hier sehr gut gelungen. Es werden auch immer wieder soziologische Aspekte eingebaut, die aber nicht Überhand nehmen. Ich muss zugeben, Soziologie ist nur bis zu einem gewissen Ausmaß mein Ding und es hätte mich sicherlich gelangweilt, wenn hier zu viel Augenmerkt darauf gelegt worden wäre. Die immer wieder im Roman auftauchenden soziologischen Themen verdeutlichen, dass es sich um keinen Frauenroman handelt. Natürlich dreht sich viel um Liebe und Beziehungen, um Familie und Freundschaft - allerdings auf keine kitschige Art und Weise und es ist definitiv kein Liebesroman. Das Buch zeigt die Probleme, die der Alltag in einer halbwegs gut situierten Familie so mit sich bringt - Probleme, die die meisten Leser wohl sehr gut kennen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich auf ein weiteres des Autors.

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Der große Gesellschaftsroman aus Finnland
von Inge Weis aus Pirmasens am 06.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Roman über die Gesellschaft und vom Glück im Unglück der Familie Paul. Max, ein Soziologe an der Universität Helsinki und erfolgreicher Buchautor, wird das soziale Leben immer unwichtiger, er vergräbt sich hinter seinem Computer und bewegt sich in Internetforen, wenn er sich nicht auf den Tennisplatz flüchtet. Seine... Ein Roman über die Gesellschaft und vom Glück im Unglück der Familie Paul. Max, ein Soziologe an der Universität Helsinki und erfolgreicher Buchautor, wird das soziale Leben immer unwichtiger, er vergräbt sich hinter seinem Computer und bewegt sich in Internetforen, wenn er sich nicht auf den Tennisplatz flüchtet. Seine Frau Katrina liebt Feste und Gesellschaft, und so leben sie mehr oder weniger nebeneinander her, es fehlt ihnen an Gemeinsamkeiten. Auch die beiden Töchter Helen und Eva hadern mit ihren Lebensmodellen als Lehrerin und zweifache Mutter und Kunststudentin. Eines Tages verliebt sich Max in eine junge Journalistin, eine frühere Studentin von ihm, die ihn anlässlich seines bevorstehenden 60. Geburtstages interviewen möchte. Im kalten Winter von Helsinki spitzt sich die Situation der Familie Paul zu, so sehr, dass im folgenden Frühjahr nichts mehr so ist, wie es einmal war. Ich dachte Gesellschaftsroman aus dem eisigen Norden, nichts für mich… … weil ich aber Covergestaltung und Titel so ansprechend und originell fand, las ich doch mal kurz rein…und schon war ich sofort überzeugt: Gesellschaftsromane sind doch was für mich – jedenfalls wenn sie so wunderbar geschrieben sind wie dieser. Philip Teir ist mit diesem großen Roman ein außergewöhnliches Gesellschaftsporträt gelungen. Ein zeitloses Bild derer, die alles haben und doch nicht glücklich sind. Fantastische Sprache, abgründige Anekdoten über das schräge Ding, das wir Leben nennen. Mein aktueller Tipp für ein literarisches Weihnachtsgeschenk - natürlich nur für die Menschen, denen man mit einem Buch wirklich etwas Gutes tun will. Ein beachtliches Erstlingswerk. Ich bin gespannt, was der Autor noch schreiben wird. Ich bin begeistert!

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Winterkrieg
von einer Kundin/einem Kunden am 12.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eine anfänglich brillante und bestens umgesetzte Idee, die mich aufrichtig begeistern ließ. In die Geschichte taucht man relativ schnell ein und lebt mit den Charakteren. leider lässt das Buch in der Mitte merklich nach. Ich war überrascht. Es war, als ob die Energie und Euphorie des Autors plötzlich nachließ... Eine anfänglich brillante und bestens umgesetzte Idee, die mich aufrichtig begeistern ließ. In die Geschichte taucht man relativ schnell ein und lebt mit den Charakteren. leider lässt das Buch in der Mitte merklich nach. Ich war überrascht. Es war, als ob die Energie und Euphorie des Autors plötzlich nachließ und seine Ideen ausgingen. Die Charaktere beginnen auffällig schwammig zu agieren und keine wirklichen Aktionen tauchen mehr auf.In der Tat passt dies zum Inhalt des Buches und ergibt durchaus Sinn, doch die Umsetzung ist ein bisschen langatmig geworden. Nach dem imposanten Beginn hat man eher ein noch größeres Ende erwartet, als so ein "Umherdümpeln". Ich wünschte, es wäre möglich, dass Teir die zweite Hälfte des Buches noch einmal überarbeitet.

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Winterkrieg
von einer Kundin/einem Kunden aus Wedel am 12.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eine anfänglich brillante und bestens umgesetzte Idee, die mich aufrichtig begeistern ließ. In die Geschichte taucht man relativ schnell ein und lebt mit den Charakteren. leider lässt das Buch in der Mitte merklich nach. Ich war überrascht. Es war, als ob die Energie und Euphorie des Autors plötzlich nachließ... Eine anfänglich brillante und bestens umgesetzte Idee, die mich aufrichtig begeistern ließ. In die Geschichte taucht man relativ schnell ein und lebt mit den Charakteren. leider lässt das Buch in der Mitte merklich nach. Ich war überrascht. Es war, als ob die Energie und Euphorie des Autors plötzlich nachließ und seine Ideen ausgingen. Die Charaktere beginnen auffällig schwammig zu agieren und keine wirklichen Aktionen tauchen mehr auf.In der Tat passt dies zum Inhalt des Buches und ergibt durchaus Sinn, doch die Umsetzung ist ein bisschen langatmig geworden. Nach dem imposanten Beginn hat man eher ein noch größeres Ende erwartet, als so ein "Umherdümpeln". Ich wünschte, es wäre möglich, dass Teir die zweite Hälfte des Buches noch einmal überarbeitet.

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Ein Buch, das man lesen sollte
von einer Kundin/einem Kunden am 06.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Nach dem Leseeindruck des Buches wollte ich dieses unbedingt ganz lesen. Nach den ersten 30 Seiten hatte ich den Eindruck, dass es dem Autor nicht darum geht, eine Geschichte mit interessanten Personen zu erzählen, sondern viel mehr darum, was man an gesellschaftlichem Verhalten an jenen beobachten kann. So... Nach dem Leseeindruck des Buches wollte ich dieses unbedingt ganz lesen. Nach den ersten 30 Seiten hatte ich den Eindruck, dass es dem Autor nicht darum geht, eine Geschichte mit interessanten Personen zu erzählen, sondern viel mehr darum, was man an gesellschaftlichem Verhalten an jenen beobachten kann. So dachte ich zunächst, dass Max der Protagonist in dieser Geschichte sei. Dem ist aber nicht so, denn es werden auch Kapitel aus der Sicht seiner Frau Katriina und seinen Töchtern Eva und Helen verfasst. Ich dachte auch, dass Max als Soziologe und so wir er zu Beginn des Leseeindrucks gewirkt hat, ein guter Beobachter sei, nur nicht alles direkt gut deuten könne. Im Verlauf der Geschichte musste ich jedoch feststellen, dass Max kein besonders guter Beobachter ist. Wie auch jede andere Figur, die in diesem Buch auftaucht, sieht jeder durch seine Brille, die durch die gesellschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen Zeit geprägt ist. Was alle aber gemeinsam haben, ist, dass jeder sich selbst im Mittelpunkt des Interesses sieht. Keiner merkt so genau, was eigentlich mit den Menschen um ihn herum los ist oder was diese bewegt, denn jede Figur ist von ihren eigenen Problemen eingenommen. Zumal betont werden muss, dass die durchgängige Unzufriedenheit und die Suche nach Glück sich wie ein roter Faden durch das Leben der Figuren zieht. Um einmal zu verdeutlichen, dass jede Figur mit sich selbst beschäftigt ist, zu reflektieren versucht, aber es nicht ausreichend schafft und auch ihre jeweilige Zeit in der sie lebt, widerspiegelt, möchte ich einmal näher auf Eva eingehen. Sie studiert in London Kunst. In einem Kapitel vergleicht sie sich mit den daheim gebliebenen und denkt, dass sie im Leben weiter gekommen ist, als all diejenigen in ihrem Alter, die in Stockholm geblieben sind. Ich finde, dieses Thema, des Vergleiches mit Daheimgebliebenen ist auch hier in Deutschland aktuell, in der Generation derjenigen, die ebenfalls zum Studieren von Zuhause weggehen und sich dadurch reflektierter fühlen, es aber oftmals aber nicht sind. Auch wird deutlich, dass Eva Angst hat, wie auch mehrere andere Figuren wie Malik, sich fest an etwas zu binden, sei es der Ort, ein Beruf, ein Kind, ein fester Freund. Sie hat Angst ein vorausgeplantes Leben zu führen, Verantwortung zu übernehmen, für jemand anderen auf Lange Zeit da zu sein, sich zu kümmern, sich quasi für einen anderen Menschen hinzugeben. Auch dieses Thema der Ungebundenheit ist ein Aktuellen unter jungen Erwachsenen. Dadurch, dass jede Figur Ich-zentriert ist und einen Partner zum gemeinsamen Leben sucht, wird auch die Suche nach Anerkennung deutlich, bzw. auch die Problematik fehlender Anerkennung. Durch das eben gesagte, wirken die Figuren so, als würden sie ihr Leben ohne Leidenschaft für bestimmte Dinge bestreiten, als würden sie in ihrem Leben dahindümpeln. Folgendes Zitat möchte ich dafür bringen, dass jeder im Grunde nur seine oder ihre Rolle spielt: "Es war wie ein Schauspiel, das sie ihr ganzes Leben lang unbewusst, immer wieder geprobt hatte." (S. 82). Einen weiteren Punkt, den ich hier aufnehmen möchte, ist der Ausbruch aus der bestehenden Gesellschaft bzw. der Versuch eine ganze Gesellschaft zu verändern. Diesen unternimmt nämlich Russ, ein Freund von Eva in London. Diesen Protest, ja, er nennt es sogar Revolution, versucht er durch das Zelten vor dem Dom deutlich zu machen. Leider versandet diese Bewegung und schafft es nicht einmal mehrere Menschen zum reflektierten Denken und Überdenken der gesellschaftlichen Verhältnisse zu bewegen. Man könnte es aber auch so deuten, dass wir einerseits durch die gesellschaftliche Ordnung leben und sie uns andererseits einengt, und dies eben ein ständiger stiller Kampf ist, der die Gesellschaft an sich aus macht. Zu gesellschaftlichen Umbrüchen kommt es nur, wenn die Verhältnisse so schlecht sind, dass die Menschen nichts mehr zu verlieren haben oder die gesellschaftliche Ordnung von Oben ohne Konsens der Gesamtgesellschaft gegeben wird.

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Winterkrieg
von La novelera am 21.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Max und Katriina sind ein finnisches End-Fünfziger Ehepaar. Max ist ein bekannter Soziologe, der vorallem für eine Sex-Studie von vor einigen Jahren bekannt ist. Gemeinsam haben sie zwei erwachsene Töchter: Helen, die mit ihrem Mann Christian und zwei Kindern eine eigene Familie hat und als Lehrerin arbeitet und Eva,... Max und Katriina sind ein finnisches End-Fünfziger Ehepaar. Max ist ein bekannter Soziologe, der vorallem für eine Sex-Studie von vor einigen Jahren bekannt ist. Gemeinsam haben sie zwei erwachsene Töchter: Helen, die mit ihrem Mann Christian und zwei Kindern eine eigene Familie hat und als Lehrerin arbeitet und Eva, die in London Kunst studiert und offensichtlich noch nicht so richtig weiß, wo sie mit ihrem Leben hin will. Der Roman erzählt die Geschichte der einzelnen Personen. Max, der an einem Buch schreibt und mit einer jungen Journalistin eine Affäre anfängt, Katriina, die auf den Philippinen Krankenschwestern für Finnland anheuern soll, Eva, die in London von ihrem Dozenten schwanger wird, das Kind aber abtreibt und ziemlich sicher ist, dass sie nicht mit ihm zusammensein will. Immer wieder treffen diese Charaktere aufeinander, sei es zu Max' 60. Geburtstag, Weihnachten oder zur bevorstehende Beerdigung der Großmutter. In der Beschreibung stand etwas von einer Geschichte "derer, die alles haben und gerade deshalb nicht glücklich sein können." Die Umsetzung des Gedankens an sich ist wohl ganz gut gelungen. Keine der Personen hat wirkliche, existenzbedrohenden Probleme (außer vielleicht Eva, die sich aber wissentlich selbst hineinmanövriert hat). Und so werden im Prinzip Probleme geschaffen, man streitet sich beinahe grundlos und kommt nicht so richtig zum Glücklichsein. Leider fehlt es dem Roman meiner Meinung ein wenig an Spannung, der Leser verliert zwischendurch das Interesse an den Personen. Vielleicht macht es aber auch gerade das aus, dieses Leben, das so vor sich hinplätschert, ohne viel Aktion und nennenswerte Vorkommnisse. Trotzdem für mich als Leser nur drei Sterne, die ich vergeben kann.

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Winterkrieg
von miss.mesmerized am 01.04.2015
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Max Paul, angesehener Soziologe der Universität von Helsinki, sieht seine Ehe langsam aber sicher vor einem Scherbenhaufen. Und das, wo genau dieses doch sein Spezialgebiet ist. Auch das Liebesleben seiner beiden Töchter Helen und Eva kriselt langsam aber sicher. Durch die Zusammenarbeit mit einer jungen Journalistin verschärft sich der... Max Paul, angesehener Soziologe der Universität von Helsinki, sieht seine Ehe langsam aber sicher vor einem Scherbenhaufen. Und das, wo genau dieses doch sein Spezialgebiet ist. Auch das Liebesleben seiner beiden Töchter Helen und Eva kriselt langsam aber sicher. Durch die Zusammenarbeit mit einer jungen Journalistin verschärft sich der eheliche Zwist und Max‘ Frau Katriina stellt ihn nicht einmal vor die Wahl. Für sie ist diese Ehe beendet. Der Titel ist zunächst irreführend, handelt der Roman nicht vom für die Finnen traumatischen Winter 1939, sondern vom Krieg im Winter der Familie Paul - wobei die Fronten noch nicht ganz verhärtet sind und die Waffen unklar. Was diesen Roman besonders intensiv macht, war für mich die Einsamkeit, die allen Familienmitgliedern letztlich innewohnte. Keiner ist angekommen oder zu Hause, sondern alle tragen mit sich eine gewisse Isolation herum, die sie von den anderen abschneidet. Für kein überragender Roman, wenn auch mit interessanten Formulierungen. Die Charaktere bleiben ob der fehlenden Entwicklung für mich etwas zu unnahbar und die durchgängige tendenziell depressive Stimmung, erleichtert das Lesen auch nicht wirklich.

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Winterkrieg
von einer Kundin/einem Kunden am 15.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Max Paul, Soziologe an der Uni Helsinki, ist Vater zweier Töchter und mit Katriina verheiratet. In der Ehe kriselt es, und als Max eine Affäre mit einer Kunststudentin beginnt, spitzt sich die Situation im Hause Paul zu. Sehr langatmig, habe mir mehr erwartet.

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Finnland lässt grüßen
von Karlheinz aus Frankfurt am 30.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Max Paul wohnt mir seiner Frau in Helsinki. Die beiden erwachsenen Kinder sind ausgezogen und das Ehepaar lebt nebeneinander her. Als Soziologe und Buchautor kommt er in der eigenen Ehe nicht klar und ist sich selbst nicht darüber im Klaren was er möchte. Der Klappentext klingt total anders als das... Max Paul wohnt mir seiner Frau in Helsinki. Die beiden erwachsenen Kinder sind ausgezogen und das Ehepaar lebt nebeneinander her. Als Soziologe und Buchautor kommt er in der eigenen Ehe nicht klar und ist sich selbst nicht darüber im Klaren was er möchte. Der Klappentext klingt total anders als das Buch dann wirklich ist. Die Handlung ist bereits durch viele Romane bekannt. Der Autor vergleicht das Beziehungsleben von Max Paul und seinen beiden erwachsenen Töchtern. Die drei Lebensstile haben immer wieder Schnittstellen zueinander, obwohl sie doch so unterschiedlich sind. Es werden immer wieder Anmerkungen des Autos gemacht und Dinge bzw. Handlungen vorweg genommen, welche dann nach und nach erklärt werden. Der Autor erwähnt immer wieder viele Kleinigkeiten die den Schreibstil ein wenig hemmen und manchmal den Leser fordern. Der Schreibstil ist ansonsten vor allem sprachlich wirklich überzeugend. Fazit: Auf 384 Seiten gelingt dem Autor das Portrait einer finnischen Familie, leider für mich zu finnisch und viel zu detailliert. Es fehlen mir hier die Emotionen und Gefühle.

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Langatmig und nichtssagend
von mrs-lucky am 16.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit diesem Buch hatte ich so meine Probleme. Wenn ich es in der Hand hatte und darin gelesen habe, fand ich einige Passgagen und Anekdoten interessant, der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Nach Lesepausen fehlte mir jedoch der Anreiz, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Es passiert... Mit diesem Buch hatte ich so meine Probleme. Wenn ich es in der Hand hatte und darin gelesen habe, fand ich einige Passgagen und Anekdoten interessant, der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Nach Lesepausen fehlte mir jedoch der Anreiz, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Es passiert einfach zu wenig, die Charaktere sind nach meinem Geschmack nicht interessant genug, als dass es sich lohnt, viel Zeit darin zu investieren, etwas über ihr Leben zu erfahren. Das Buch wird aus der Sicht der Familienmitglieder der finnischen Familie Paul erzählt. Max, ein sechzigjähriger Soziologieprofessor behauptet zwar in einem Interview anlässlich seines 60. Geburtstags, er sei mit seinem Leben zufrieden. Dennoch fällt es ihm schwer, sich zu motivieren an seinem neuen Buch weiter zu arbeiten, streitet sich mit seiner Frau und beginnt schließlich ein Verhältnis mit einer ehemaligen Studentin. Max Frau Katriina betrachtete „die Ehe als eine Form der gegenseitigen Tyrannei,…“, was für eine schreckliche Einstellung. Ich habe mich zwischendurch gefragt, ob Max und Katriina jemals Gemeinsamkeiten hatten, und weshalb sie eigentlich geheiratet haben. Auch in ihrem Job ist sie gänzlich unzufrieden und erledigt nur mechanisch ihre Arbeit. Da verwundert es nicht, dass die beiden Töchter in ihrem Leben ebenfalls unzufrieden sind. Helen hadert mit Anfang dreißig bereits mit ihrem Leben als Lehrerin und Mutter, während Eva mit 29 keine Ahnung hat, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt, ihre Beziehungen scheitern an Bindungsängsten. Sie wirkt naiv und unreif. Das Buch hat mich am Ende ratlos zurück gelassen. Habe ich irgendetwas interessantes erfahren? Ist die finnische Gesellschaft besonders von Unzufriedenheit und Zwietracht geprägt? Auch bei uns hat man den Eindruck, dass die Menschen sich in ihren Beziehungen eher trennen, als Konflikte auszutragen und Lösungen zu finden. Mir war die Stimmung des Romans zu negativ und depressiv. Ich konnte mich mit den Charakteren weder identifizieren noch fand ich eine der Personen sympathisch. Es werden einige interessante gesellschaftspolitische Themen angesprochen, die Aussagen dazu wirken aber eher schwammig bis klischeehaft. Vielleicht fehlte mir auch der Humor und die Selbstironie, die bei anderen finnischen Autoren den Geschichten Charme geben. Stilistisch ist das Buch gut, inhaltlich hat es mich nicht angesprochen.

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Eine finnische Familie und ihr ganz persönlicher Winterkrieg
von Wortschätzchen am 03.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Finnland – Familie Paul und ihre kleinen und großen Krisen. Max Paul, erfolgreicher Soziolog, Autor und Professor, beginnt eine Affaire mit einer ehemaligen Studentin, die jetzt Journalistin ist und ihn interviewte. Seine Tochter Helen in einer typischen, völlig normalen Ehe, zwei Kinder, Beruf (Lehrerin), aber unzufrieden und sie hat sich selbst... Finnland – Familie Paul und ihre kleinen und großen Krisen. Max Paul, erfolgreicher Soziolog, Autor und Professor, beginnt eine Affaire mit einer ehemaligen Studentin, die jetzt Journalistin ist und ihn interviewte. Seine Tochter Helen in einer typischen, völlig normalen Ehe, zwei Kinder, Beruf (Lehrerin), aber unzufrieden und sie hat sich selbst verloren. Seine Tochter Eva, bald 30 und noch nicht ihren Platz im Leben gefunden, unter Erfolgsstress und ohne Ziel, fängt ein Kunststudium an und hat ein Verhältnis mit ihrem Professor und wird schwanger. Seine Frau Katriina stürzt sich in Arbeit – beruflich und privat und wünscht sich eine neue Küche. Helen und Katriina sind etwas zurückgezogener, Max und Eva aktiver, mehr kämpfend (obwohl das nicht so richtig der passende Ausdruck ist). Insgesamt alles total banal. Man erfährt keine weltbewegenden Gedanken oder Lösungen, es plätschert alles spannungslos dahin – und doch liest sich „Winterkrieg“ unfassbar gut und flüssig. So lässt mich das Buch komplett ratlos zurück. Was soll ich nun davon halten? Es war irgendwie langweilig, aber trotzdem habe ich es bis zum Ende gelesen und nicht weggelegt. Noch dazu habe ich es in einem Tempo gelesen, das mich erstaunt. Okay, hin und wieder gab es kleine Highlights, die mich amüsiert haben, aber eigentlich reißen die es dann doch nicht wirklich raus. Gespickt wird die Story noch mit Ansichten über Emanzipation und Feminismus, die englische (londoner) Kunstszene, die Occupy-Bewegung, Kapitalismus usw. Und natürlich kommt auch noch der Nazionalsozialismus kurz vor. Am Rande noch die im Altersheim lebende Mutter, die man nur sehr sporadisch besucht, aber gern als Alibi fürs Schäferstündchen nutzt. Klischeés ohne Ende also. Die einzelnen Protagonisten haben sich gar nicht groß voneinander unterschieden. Mag sein, dass dies Absicht war: sie sind ja miteinander verwandt. Aber trotzdem – das macht alles so farblos und zum Einheitsbrei. Es fehlt einfach der Tiefgang. Man sympathisiert mit keiner einzigen Figur, schaut nur unbeteiligt dabei zu, wie diese Finnische Familie aneinander vorbei lebt und sich Probleme schafft, wo keine waren. Soll uns „Winterkrieg“ zeigen, wie gut es uns geht und welche Wohlstandsprobleme wir haben? Dass es anderswo echte Probleme gibt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich mich frage, ob auch ich in Ansätzen so oberflächlich bin – ich hoffe es nicht! Nach endlosem Geschwafel kommt das Ende des Buches dann sehr kurzfristig und ohne echten Abschluss. Wirklich Sinn hat am Ende nichts gemacht und das ist dann reichlich unbefriedigend. Wie im historischen Winterkrieg zwischen Finnland und Russland 1939/1940 gibt es auch im Winterkrieg der Familie Paul keinen Gewinner, aber auch keinen Verlierer. Krieg ist immer sinnlos – so auch hier. Fazit: drei Sterne, denn schlecht war es ja nicht, aber auch kein Buch, das ich auf den Bestsellerlisten sehe.

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eine etwas zähe Familiengeschichte (3,5 Sterne )
von robby lese gern aus Belm am 26.08.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Als ich dieses Buch von Philip Their zu lesen begann, dachte ich, toll, endlich mal ein Buch mit einer guten Sprache, das raffiniert und psychologisch gut durchleuchtet ,die gesellschaftlichen Probleme einer Familie aus der oberen Mittelschicht Finnlands erzählt. Die einzelnen Personen, Max, Soziologe an der Uni in Helsinki, seine... Als ich dieses Buch von Philip Their zu lesen begann, dachte ich, toll, endlich mal ein Buch mit einer guten Sprache, das raffiniert und psychologisch gut durchleuchtet ,die gesellschaftlichen Probleme einer Familie aus der oberen Mittelschicht Finnlands erzählt. Die einzelnen Personen, Max, Soziologe an der Uni in Helsinki, seine Frau Katriina, die im Gesundheitssektor für die Rekrutierung zuständig ist und die beiden Töchter Helen, zweifache verheiratete Mutter und als Lehrerin tätig und das Nesthäkchen Eva, die vor der Ehe mit ihrem Freund nach London geflohen ist und dort Kunst studiert, werden in verschiedenen Kapiteln vorgestellt und man hat das Gefühl, dass sich jeder in seinem Leben und in seiner Rolle arrangiert hat. Max hat den Zenit seiner Berühmtheit überschritten, quält sich jetzt mit einem neuen Buch und erlebt seinen zweiten Frühling. Das Leben mit seiner Frau Katriina, die sich mehr und mehr in ihrem Beruf überfordert fühlt und keine Energie mehr aus ihrem Privatleben zieht, ist in einer Sackgasse . Ein falsches Wort kann zu einer Explosion führen und so versucht man diese Situationen zu umschiffen , ist aber nicht glücklich damit. Die Enkelkinder sind die hellen Tage in ihrem Leben , doch auch die Mutter Helen , ist nicht glücklich mit ihrem Leben. Auch Eva die jüngste Tochter, die eine Affäre mit ihrem Dozenten hat, hat ihr Lebensziel noch nicht gefunden. Und so zerbrechen Bindungen, von denen man dachte , sie halten und man versucht ein anderes, besseres Glück zu finden. Ein Glück in einer Welt, in der eigentlich alles möglich scheint, in der es aber schwer ist Zufriedenheit zu finden. Und so dümpeln diese Geschichten, die zwar sehr flüssig zu lesen sind, irgendwann vor sich hin und meine anfängliche Begeisterung legte sich mit Fortschreiten des Buches. Man fühlt sich als Leser wie in einem zähen Brei und man strampelt und strampelt und ist letztendlich froh endlich den Rand, hier das Ende des Buches, erreicht zu haben. Etwas mehr Lebhaftigkeit der Figuren hätte der Geschichte sicherlich gut getan, doch so bleibt es leider nur ein Buch , dessen Inhalt mir nicht in Erinnerung bleiben wird. Schade !

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Wenn es dem Esel zu wohl ist...
von melange aus Bonn am 26.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

... geht er aufs Eis. Zum Inhalt: Ein gutes, halbes Jahr aus dem Leben der gutbürgerlichen, finnischen Familie Paul, in dem eine Beziehungsachterbahn alle Mitglieder durchschüttelt. Zum Cover: Die Idee, ein Buch mit dem Titel "Winterkrieg" mit einer zerbrochenen Lichterkette auf rotem Grund zu illustrieren, verdient ein dickes Lob! Ein echter Hingucker! Mein Eindruck: Die... ... geht er aufs Eis. Zum Inhalt: Ein gutes, halbes Jahr aus dem Leben der gutbürgerlichen, finnischen Familie Paul, in dem eine Beziehungsachterbahn alle Mitglieder durchschüttelt. Zum Cover: Die Idee, ein Buch mit dem Titel "Winterkrieg" mit einer zerbrochenen Lichterkette auf rotem Grund zu illustrieren, verdient ein dickes Lob! Ein echter Hingucker! Mein Eindruck: Die Geschichte plätschert nur so dahin und bildet leider einen Gegenpol zu dem tollen Cover. Kein Roman, den man schnell verschlingt weil er einen vor lauter Spannung zum Weiterlesen verführt. Dazu ist er zu ernst, die Thematik zu schwierig und die Story ohne wirklichen Höhen und Tiefen dargeboten. Die Perspektivwechsel zeigen verschiedene Seiten der Materie, bleiben jedoch immer in der Sicht eines Familienmitglieds (Vater, Mutter jeweils etwa 60, zwei Töchter um die 30). Schade, denn dadurch bleibt einiges im Dunkeln, was eine genauere Betrachtung verdient hätte, - selbst die wichtigeren Nebenfiguren bleiben oft unbeachtet und agieren als Staffage einer Familie, die ihr Glück nicht sieht. Für mich ganz persönlich überwiegt der Ärger über das Verhalten fast sämtlicher Pauls, ihren Egoismus und ihre Egozentrik. Das Wort "Krieg" ist unangebracht. Zu müde und verhalten laufen die einzelnen Scharmützel ab, vieles wird einfach nur erduldet, einzig der Ausbruch Katriinas zum Schluss bringt ein bisschen Leben in die Erzählung. So bleibt das Ganze ein Sturm im Wasserglas (naja, eher eine leichte Brise) und bildet ein fast belangloses halbes Jahr einer belanglosen Familie mit belanglosem Verhalten ab. Fazit: Belanglos, eine Geschichte, die die Welt nicht braucht, allerdings in wohlgeformter Sprache 2 Sterne

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