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Wintertod / Kommissar Arne Larsen Bd.2

Kriminalroman. Originalausgabe

(10)
Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.
Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.
Hochsensibel und eigenwillig: Arne Larsen ermittelt in Berlin
Portrait
Thomas Nommensen, in Schleswig-Holstein geboren, zog vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler.
Seine Kurzkrimis und -thriller erschienen in zahlreichen Anthologien und wurden mit dem Freiburger Krimipreis, dem Agatha-Christie-Krimipreis und dem 1. Deutschen E-Book-Preis ausgezeichnet. Mit seiner Frau, der Thrillerautorin Jutta Maria Herrmann, lebt er vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 21.09.2016
Serie Kommissar Arne Larsen 2
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27198-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 189/124/30 mm
Gewicht 377
Auflage 1
Verkaufsrang 13.227
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Sehr spannend...
von Thomas Jessen aus Frankfurt am Main am 30.10.2016

Mit Wintertod ist dem Autor nach „Ein dunkler Sommer“ wieder ein sehr fesselnder Kriminalroman gelungen. Auf verschiedenen Zeitsträngen geht es rasant zur Sache und man fragt sich wie sich die Stränge zusammenfügen. Vorab kann ich sagen, dass dies Thomas Nommensen Bestens gelungen ist. Figuren und Schauplätze sind schön bildhaft beschrieben... Mit Wintertod ist dem Autor nach „Ein dunkler Sommer“ wieder ein sehr fesselnder Kriminalroman gelungen. Auf verschiedenen Zeitsträngen geht es rasant zur Sache und man fragt sich wie sich die Stränge zusammenfügen. Vorab kann ich sagen, dass dies Thomas Nommensen Bestens gelungen ist. Figuren und Schauplätze sind schön bildhaft beschrieben so, dass bei mir das Kopfkino recht schnell zu rattern begann. Auch für Nicht-Berliner sind die Schauplätze gut nachvollziehbar und erlebbar. Die Figuren wirken gut durchdacht und echt und besonders die Dialoge zwischen den beiden Ermittlern wussten zu gefallen. Der Spannungsaufbau ist gut gelungen und steigert sich bis hin zum furiosen Finale immer mehr. Die Atmosphäre ist recht düster und dies ist nicht nur dem Wetter dort geschuldet. Das Buch ist dank des sehr schönen Schreibstil recht flott zu lesen und es fällt eher schwer es aus den Händen zu legen. Für diesjenigen die gerne mitermitteln hat es der Autor nicht leicht gemacht, denn jedes Mal wenn ich dachte jetzt hast du ihn… Pustekuchen, wieder einmal hat Thomas Nommensen geschickt eine falsche Fährte gelegt und es beginnt von neuem. So muss ein moderner Kriminalroman geschrieben sein, das machte richtig Spaß diesen Roman zu lesen. Wie auch schon für den ersten Roman des Autors vergebe ich auch hier die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen.

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Opfer oder Täter?
von leseratte1310 am 25.10.2016

Arne Larsen hat sich nach Berlin versetzen lassen. Doch erst noch gar nicht richtig angekommen, als er schon von seiner Kollegin Maya Aslan zu einem neuen Fall gerufen wird. Auf einem ehemaligen Friedhof der DDR ist eine verscharrte Leiche gefunden worden. Die Lehrerin Lea Zeisberg findet in dem Heft eines... Arne Larsen hat sich nach Berlin versetzen lassen. Doch erst noch gar nicht richtig angekommen, als er schon von seiner Kollegin Maya Aslan zu einem neuen Fall gerufen wird. Auf einem ehemaligen Friedhof der DDR ist eine verscharrte Leiche gefunden worden. Die Lehrerin Lea Zeisberg findet in dem Heft eines Mädchens einen Hilferuf. Lea hat gerade erst nach einem traumatischen Ereignis wieder ihren Dienst angetreten. Irgendetwas läuft schief an der Schule. Eine Kollegin hat Angst vor den Schülern. Dann gibt es noch einen Rückblick in die Vergangenheit. Der kleine Martin liebt mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in der der abgeschotteten Waldsiedlung unter extremen Bedingungen. Was haben diese unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander zu tun? Der Schreibstil ist spannend und sehr fesselnd. Eine früher Wintereinbruch überzieht Berlin mit Frost. Genauso frostig habe ich mich manches Mal beim Lesen gefühlt. Es ist erschütternd und bedrückend, was in manchen Familien geschieht und niemand bekommt etwas mit oder er sieht weg. "Wintertod" ist der zweite Fall mit Hauptkommissar Arne Larsen. Arne hat es nicht leicht. Die WG beschert ihm nicht gerade ein Zuhause und seine Vorgesetze Mayla Aslan ist sehr spröde. Arne ist ein besonnener Ermittler und sich mit Mayla nicht immer einig. Er geht weiter seinen Ermittlungen nach und schon gibt es die nächste Leiche. Mayla trägt Altlasten mit sich herum, welche ist noch nicht klar, was dafür sorgt, dass sie nicht gerade umgänglich ist. Aber mit der Zeit raufen sich die beiden immer mehr zusammen. Die Charaktere sind ausführlich und authentisch beschrieben. Ich habe lange gebraucht, um Zusammenhänge zu erkennen. Am Ende gibt es dann die Lösung – logisch, erschreckend und grausam. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Larsen und Aslan.

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aus Opfer werden Täter, ein superspannender Krimi mit emotionalen Tiefgang
von janaka aus Rendsburg am 21.10.2016

" Blütenweiße Flocken, zart von einem Hauch von Nichts, tanzten vor seinem Fenster. Eine Choreographie, die ebenso wunderschön wie simpel ist. … Eine Hochzeit in reinstem Weiß und doch nur eine Ehe auf Zeit, die kaum mehr als ein paar Stunden halten wird." Zitat S. 148 *Inhalt* Der eisige Winter hat... " Blütenweiße Flocken, zart von einem Hauch von Nichts, tanzten vor seinem Fenster. Eine Choreographie, die ebenso wunderschön wie simpel ist. … Eine Hochzeit in reinstem Weiß und doch nur eine Ehe auf Zeit, die kaum mehr als ein paar Stunden halten wird." Zitat S. 148 *Inhalt* Der eisige Winter hat die Hauptstadt fest im Griff. Gleich am ersten Tag in Berlin wird Hauptkommissar Arne Larsen zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen. Eine Frau findet bei der Schatzsuche auf einem stillgelegten Friedhof eine Leiche, eine junge Frau liegt tot kaum einen halben Meter tief im Boden. Gemeinsam mit seiner neuen Kollegin und Chefin Mayla Aslan ermittelt Arne Larsen in diesem Fall, beide haben Startschwierigkeiten und unterschiedliche Meinungen zu kämpfen. Mayla geht von einem Selbstmord aus, während Arne das Gefühl hat, dass da mehr dahintersteckt. Am nächsten Tag wird eine zweite Leiche entdeckt und die Polizei tappt weiterhin im Dunkeln. Der zweite Erzählstrang berichtet von der junge Lehrerin Lea Zeisberg, die nach einem traumatischen Zwischenfall während eines Schulfestes wieder zurück an die Schule kommt. Sie macht sich Sorgen um eine Schülerin. In einem dritten Erzählstrang geht es in die Vergangenheit ins Jahr 1979 in eine Waldsiedlung in der ehemaligen DDR. Dort lebt der kleine Martin mit seiner Mutter und seinem Stiefvater Wie hängen diese Geschehnisse zusammen? *Meine Meinung* "Wintertod" von Thomas Nommensen ist der zweite Fall mit Hauptkommissar Arne Larsen und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Mit seinem fesselnden und spannenden Schreibstil zieht der Autor mich sofort in den Bann, mein Kopfkino startet und ich bin mitten in der Geschichte. An einigen Stellen ist der Sprachstil sogar sehr lyrisch, was mir gut gefällt. Die düstere Stimmung und teilweise eiskalte Atmosphäre bringt der Autor mit seinen Worten gut zum Ausdruck. Neben den drei Erzählsträngen gibt es auch zwei Zeitstränge, beides zusammen erhöht die Spannung ungemein. Die einzelnen Stränge werden in einem fulminanten Finale vom Autor gekonnt zu aufgelöst. Schon im ersten Band hat mir der Hauptkommissar Arne Larsen mit seiner ruhigen und besonnenen Art besonders gut gefallen und auch in diesem Band gehe ich gerne mit ihm auf Mörderjagd. Seine neue Kollegin Mayla Aslan kann ich am Anfang nicht so gut einschätzen, sie ist manchmal sehr schroff und geht kaum auf die Ideen von Arne ein. Sie müssen als Team erst zusammenwachsen. Und auch die anderen Charaktere sind facettenreich und lebendig beschrieben worden. *Cover* Das Buch mit diesem Cover ist ein echter Hingucker. Der Hochnebel auf einem Friedhof mit den vereinzelten Sonnenstrahlen vermittelt eine düstere und unheimliche Atmosphäre, somit passt sie richtig gut zur Geschichte. *Fazit* Eine rundum gelungene Fortsetzung von "Ein dunkler Sommer", ein spannender Krimi mit Thrillerelementen. Von mir bekommt er eine klare Leseempfehlung und verdiente 5*.

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2. Band der Arne-Larsen-Reihe
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 16.10.2016

Lea Zeisberg kehrt nach halbjähriger Unterbrechung wieder in den Schuldienst zurück. Mit gemischten Gefühlen tritt sie ihren ersten Arbeitstag an der Erich-Weinert-Grundschule in Prenzlauer Berg wieder an, denn dort ist ihr schreckliches widerfahren. Viel scheint sich in dem halben Jahr nicht zum Positiven verändert haben, denn noch bevor sie... Lea Zeisberg kehrt nach halbjähriger Unterbrechung wieder in den Schuldienst zurück. Mit gemischten Gefühlen tritt sie ihren ersten Arbeitstag an der Erich-Weinert-Grundschule in Prenzlauer Berg wieder an, denn dort ist ihr schreckliches widerfahren. Viel scheint sich in dem halben Jahr nicht zum Positiven verändert haben, denn noch bevor sie ihre erste Stunde geben kann, beobachtet sie ein gewaltsames Aufeinandertreffen zweier Jugendlicher. Ausgerechnet Kolja Grossmann ist in diese Auseinandersetzung verwickelt und dabei hatte Lea bisher einen sehr guten Eindruck von dem Jungen, den sie flüchtig über seine kleine Schwester Merle kennt, die sie unterrichtet. Leider scheint die kleine Merle in letzter Zeit des Öfteren krank zu sein, denn sie fehlt vermehrt. Gleiches trifft auch auf ihren Bruder zu. Lea findet das sehr merkwürdig und beginnt sich zu erkundigen, ob etwas im häuslichen Umfeld der Familie nicht in Ordnung ist, denn diese Fehlzeiten sind auffällig. Arne Larsen hingegen hat ganz andere Sorgen. Der Neu-Berliner ist noch nicht so richtig in der Hauptstadt angekommen und auch seine Wohnsituation ist nicht so optimal, wie es anfänglich aussah. Er lebt in einer WG von 30ern - 40ern, doch es steht schnell fest: das WG-Leben ist so gar nichts für den Hauptkommissar. Auch sein letzter Fall lässt ihn einfach nicht los, noch immer plagen ihn schreckliche Alpträume. Man könnte glatt sagen, dass es nicht besonders rund läuft in seinem Leben und da macht die erste Begegnung mit seiner neuen Kollegin, Oberkommissarin Mayla Aslan, keine Ausnahme. Die Kriminalbeamtin ist alles andere als eine Sympathieträgerin und behandelt Arne eher wie ein unliebsames Anhängsel, denn einen Kollegen. Ihr erster gemeinsamer Tatort führt sie auf einen stillgelegten Friedhof, auf dem kürzlich eine Frauenleiche vergraben wurde, ein religiöser Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden. Die engagierte Lehrerin Lea muss derweil feststellen, dass im Hause Grossmann so einiges im Argen zu sein scheint. Sie folgt dem Mädchen nach Hause, doch als sie klingt, meldet sich niemand - es scheint gar so, als wäre die gesamte Familie dabei, sich nach und nach von der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Lea ist ratlos, doch die Sorge um die kleine Merle lässt sie nicht los. Als sie in einem Aufsatzheft einen Hilferuf des Mädchens findet, weiß sie, dass sie nicht tatenlos zusehen kann. Sie versucht weiterhin, mit dem Mädchen in Kontakt zu treten, doch Merle erscheint nicht mehr in der Schule und auch in deren Zuhause trifft Lea niemanden an. Als in der Schule die Kriminalpolizei auftaucht, weiß Lea, dass sie zu spät kommt - man hat die Leiche der kleinen Merle gefunden. Auf eben jenem Friedhof, auf dem auch die Frau gefunden wurde und Merle wurde nachweislich ermordet. Wer hatte einen Grund, diesem kleinen Mädchen das Leben zu nehmen? Wer ist die unbekannte tote Frau und stehen die Leichenfunde womöglich in einem Zusammenhang und was ist mit Kolja, der seit einigen Tagen ebenfalls spurlos verschwunden ist? Der 2. Band der Arne-Larsen-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gefesselt haben mich die verschiedenen Handlungsstränge, denen ich fast zwanghaft gefolgt bin, weil ich unbedingt wissen wollte, wie diese unterschiedlichen Ausgangssituation zueinanderfinden und ganz ehrlich, ich war sowas von baff - schlicht und ergreifend begeistert denn dieser Plot hat einfach alles: Aktion, Spannung, Drama und und und. Mich hat er auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, sodass ich einen Großteil meines Nachtschlafes verpasst habe, aber ich musste das Buch einfach zu Ende lesen, ich konnte es nicht zur Seite legen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich muss gestehen, dass mir Protagonist Arne Larsen mit unter schon etwas leidgetan hat - allein in einer fremden Stadt, ohne Freunde, neu im Job, aber nicht wirklich gut aufgenommen von den Kollegen und auch privat läuft es nicht wirklich rund für ihn. Doch Arne ist ein Stehaufmännchen, dass sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Die Figur der Lea fand ich wirklich bezaubernd erarbeitet, denn solch eine engagierte Persönlichkeit begegnet einem nur sehr selten und gerade im Hinblick auf ihre Vergangenheit muss ich sagen, ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau. Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd beschreiben, ich konnte und wollte mich nicht von dem Buch trennen, bis ich wusste, wie es endet. Nun hoffe ich natürlich, dass es bald einen Nachfolgeband geben wird, denn ich möchte unbedingt wissen, wie sich Arne in Berlin und vor allem in seinem neuen dienstlichen Wirkungskreis einlebt.

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Das Böse in ihm
von Baerbel82 am 10.10.2016

Um es gleich vorwegzunehmen, „Ein dunkler Sommer“ von Thomas Nommensen hatte ich mit Begeisterung verschlungen und so war ich schon gespannt auf „Wintertod“. Die Inhaltsangabe ließ erneut auf einen spannenden Krimi hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es? Winter in Berlin. Nach einem traumatischen Erlebnis in der Schleswig-Holsteinischen... Um es gleich vorwegzunehmen, „Ein dunkler Sommer“ von Thomas Nommensen hatte ich mit Begeisterung verschlungen und so war ich schon gespannt auf „Wintertod“. Die Inhaltsangabe ließ erneut auf einen spannenden Krimi hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es? Winter in Berlin. Nach einem traumatischen Erlebnis in der Schleswig-Holsteinischen Provinz hat sich Hauptkommissar Arne Larsen in die Hauptstadt versetzen lassen. Als auf einem alten Friedhof eine Leiche gefunden wird, übernimmt Larsen die Ermittlungen zusammen mit seiner neuen Kollegin und Chefin Mayla Aslan. Mord oder Selbstmord? „Wintertod“ ist der 2. Fall für den jungen, eigensinnigen Arne Larsen. Gleich mehrere Handlungsstränge gilt es zu verfolgen: - Die Polizei, die im Fall der toten Frau auf dem verlassenen Friedhof ermittelt, - Lea Zeisberg, eine Lehrerin, die an ihrer Schule eine Beobachtung macht und nachforscht sowie - Rückblenden in die 70er Jahre der DDR, die vom Schicksal des kleinen Martin erzählen. Wo ist die Verbindung? Die Polizei tappt im Dunkeln. Sie treffen auf Zeugen, die nichts gesehen und noch weniger gehört haben. Erst eine weitere Leiche führt die beiden Ermittler auf die richtige Spur… Thomas Nommensen öffnet ein dunkles Kapitel der Deutsch-Deutschen Geschichte. Nach dem Mauerfall wird gemauschelt und vertuscht. Die Wahrheit kommt erst ganz am Ende ans Licht. Es geht um Gewalt gegen Kinder. Die Geschichte wiederholt sich. Aus Opfern werden Täter. Eine Konfliktsituation, die den Leser emotional einbindet und verführt, seinen Fuß auf die falsche Seite zu stellen. Auch mit Gesellschaftskritik spart der Autor nicht. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Über das Wiedersehen mit Arne habe ich mich sehr gefreut. Auch die geheimnisvolle Mayla ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat türkische Wurzeln und das Verhältnis zu ihrer Familie scheint kompliziert zu sein. Selbst, wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut. Eine Geschichte mit vielen falschen Fährten, dramatischen Wendungen und einem intensiven Spannungsbogen bis zum überraschenden Ende. Arne, Mayla und Harald Fricke, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schultern schauen möchte. Fazit: Ein Kriminalroman mit Tiefgang. Abgründig und packend zugleich!

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Fesselnder und aufrüttelnder Berlin-Krimi!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 04.10.2016

Einen Krimi der besonderen Güteklasse hat Thomas Nommensen mit "Wintertod" verfasst. Inhalt: Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles... Einen Krimi der besonderen Güteklasse hat Thomas Nommensen mit "Wintertod" verfasst. Inhalt: Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen? Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass hier kein einfacher Kriminalroman vorliegt, sondern die Grenzen zum Thriller mehr als verschwimmen. Thomas Nommensen baut in seinem 2. Band um den Ermittler Arne Larsen sofort Spannung auf, die bis zum Ende anhält. Im Mittelpunkt der Handlung steht Hauptkommissar Arne Larsen, der seinen neuen Dienst in Berlin antritt. Die Zusammenarbeit mit seinen neuen Kollegen gestaltet sich zunächst als schwierig, aber bildet einen interessanten Rahmen zur gesamten Geschichte, weil die Figurenzeichnung sehr gelungen ist. Der Krimi bietet mehrere Erzählstränge an. Zum einen aus der Sicht der beiden Ermittler Larsen und Aslan, aus dem Blickwinkel der Lehrerin Lea Zeisberg sowie Rückbilcke auf das Leben eines Kindes in einer Berliner Waldsiedlung in der ehemaligen DDR. Trotz der verschiedenen Erzählstränge wird alles zu einem schlüssigen Ende zusammengefügt. Sprachlich weiß dieser Krimi absolut zu überzeugen. Thomas Nommensen verfügt über eine hervorragende Sprache, die das Kopfkino gleich in Gang setzt. Besonders die bildhafte Umsetzung der Atmosphäre in den einzelnen Szenen der Geschichte sind bestens gelungen. Ein klarer Pluspunkt dieses Krimis. Trotz einiger grausamer Vorgänge deutet Thomas Nommensen die Vorgänge nur an und überlässt dem Leser seine eigene Interpretation der Dinge. Ein gelungenes Stilmittel, das zu überzeugen weiß. Insgesamt ist "Wintertod" ein hervorragender Kriminalroman, der auch geneigte Thriller-Leser fesseln wird.

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Wenn der Vater mit dem Sohne...
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Ein sehr spannender und fesselnder Kriminalroman aus Berlin mit einer sehr düsteren Atmosphäre. An einem eisigen und winterlichen Abend wird eine Leiche auf einem verlassenen und verwilderten Friedhof gefunden. Der frisch in Berlin eingetroffene Hauptkommissar Arne Larsen nimmt direkt an seinem ersten mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf.... Ein sehr spannender und fesselnder Kriminalroman aus Berlin mit einer sehr düsteren Atmosphäre. An einem eisigen und winterlichen Abend wird eine Leiche auf einem verlassenen und verwilderten Friedhof gefunden. Der frisch in Berlin eingetroffene Hauptkommissar Arne Larsen nimmt direkt an seinem ersten mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf. Es stellt sich heraus, dass die Frau den Spuren nach Selbstmord begangen hat. Nur wer hat sie dann auf dem Friedhof begraben? Sollte so eine Straftat vertuscht werden? Kurz darauf wird eine Kinderleiche neben dem ersten Fundort gefunden. Die Spuren führen nun in eine Waldsiedlung, in der vor dem Mauerfall die hohen Funktionäre der DDR residiert haben. Ist hier die Lösung des Falls zu finden? Thomas Nommensen hat mit "Wintertod" einen atmosphärischen Kriminalroman geschrieben. Sein Schreibstil ist temporeich und sehr flüssig zu lesen, so dass ich schnell an die Geschichte gefesselt war. Die Hauptprotagonisten Arne Larsen und Mayla Aslan sind sehr interessant charakterisiert. Sie passen nicht wirklich zusammen, was die Zusammenarbeit der Beiden aber sehr interessant und unterhaltsam gestaltet. Die Spannung wird zu Beginn des Buches mit dem Auffinden der ersten Leiche aufgebaut und entwickelt sich im Laufe des Buches in einer sehr clever konzipierten Geschichte mit einigen Überraschungen auf ein immer höheres Niveau. Das fulminante Finale rundet die Geschichte schlüssig ab. Die erste Zusammenarbeit der beiden doch unterschiedlichen Ermittler hat mir so gut gefallen, dass ich hoffe noch weitere Fälle der Beiden verfolgen zu dürfen. Insgesamt ist "Wintertod" von Thomas Nommensen ein richtig spannender Kriminalroman mit deutlichem Thrillerpotential. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit verdienten 5 von 5 Sternen!!!

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Ein packender Krimi
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 26.09.2016

Arne Larsen ist in die Hauptstadt gezogen und bestreitet sein privates Domizil in einer Berliner WG. Da er neu in der Stadt ist und sich noch nicht so auskennt, wird er seiner Kollegin Mayla Aslan zugeteilt. Trotz seines höheren Dienstranges ist er ihr vorläufig untergeordnet. Gleich am ersten Arbeitstag wird er... Arne Larsen ist in die Hauptstadt gezogen und bestreitet sein privates Domizil in einer Berliner WG. Da er neu in der Stadt ist und sich noch nicht so auskennt, wird er seiner Kollegin Mayla Aslan zugeteilt. Trotz seines höheren Dienstranges ist er ihr vorläufig untergeordnet. Gleich am ersten Arbeitstag wird er mit seiner Kollegin zu einer Frauenleiche gerufen, die zufällig auf einem verlassenen Berliner Friedhof gefunden wurde. Obwohl davon ausgegangen wird, dass es sich bei dem Tod der Frau um Selbstmord handelte, lässt Arne der Fall keine Ruhe. Bei eigenen Recherchen findet er eine weitere Leiche, die eines kleinen Mädchens. Von da an laufen die Ermittlungen auf vollen Touren. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Leichen, sind sie Mutter und Tochter und warum hat man sie gerade dort abgelegt? Fragen, die einer Antwort bedürfen... Der nunmehr 2. Krimi des Autoren Thomas Nommensen ist auch gleichzeitig der zweite mit dem Hauptkommissar Arne Larsen. Zu Beginn des Romans spielt dieser in verschiedenen Strängen. So geht es in einem um Arne Larsen, seine Ermittlungen und auch um Einblicke in sein Privatleben. In einem weiteren Strang geht es um die Belange von Lea Zeisberg, einer Lehrerin, die nach einem halben Jahr Pause, während dessen sie ein traumatisches Ereignis verarbeiten musste, wieder bereit ist, zu unterrichten. Sie hat Angst vor ihren Schülern, hat sie das Erlebte doch noch lange nicht hinter sich gelassen. Trotz ihrer Ängste versucht sie, ihr bestes zu geben und für ihre Schüler dazusein. Sie bemerkt das wechselseitige Fehlen von 2 Schülern, traut sich jedoch nicht, damit zum Direktor zu gehen, in der Annahme, dass er das auf ihr vergangenes Trauma zurückführen wird. Sie fühlt sich mit ihren Ängsten allein gelassen und versucht selbst, ein wenig zu recherchieren. Der 3. Strang führt den Leser zurück in vergangene DDR-Zeiten, in die Waldsiedlung, in der die DDR-Bonzen lebten, beginnend im Jahr 1979. Es werden Erinnerungen erzählt, wobei lange nicht erkennbar ist, wessen Erinnerungen es sind. Diese 3 Erzählstränge werden einige Zeit parallel geführt. Lange ist nicht erkennbar, wie diese zusammenhängen. Sie ergeben aber letztendlich ein Gesamtkonzept, das zum Ende des Buches vollständig aufgelöst wird. Bei diesem Krimi ist es mir nicht gelungen, eigene Ideen über die Auflösung zu entwickeln, zu verworren sind die Zusammenhänge, um sie sehen zu können. Hauptkommissar Arne Larsen, dem ich im ersten Teil nicht allzuviel Sympathie entgegenbringen konnte, hat in meinen Augen eine Wandlung durchgemacht. Er ist zugänglicher und man erfährt auch ein klein wenig von ihm. Hier in diesem Band ist seine Kollegin Mayla Aslan die etwas zugeknöpfte, von der es noch einiges zu erfahren geben wird. Der Autor gibt noch nicht allzuviel preis von ihr, macht aber Andeutungen, die schon mal auf die Protagonistin neugierig macht. Der Roman ist in kurze Kapitel unterteilt, die sich hervorragend lesen lassen. Die Spannung, die der Autor bereits zu Beginn angesetzt hat, kann er halten und sogar steigern. Man fiebert dem Ende entgegen, will wissen, wie sich alles auflösen wird, was ist der Grund für all die Toten. Man kann und mag gar nicht aufhören zu lesen. Mit diesem Roman bietet der Autor dem Leser nicht nur einen Krimi an, er führt den Leser ebenfalls zurück in DDR-Zeiten und in die Waldsiedlung, wo die Machthabenden saßen. Ebenso zeigt er Missstände im Schulwesen auf, wie mit ihnen umgegangen wird bzw. wie man sie einfach unter den Teppich kehrt. Nur nicht auffallen, nur nicht anecken. Ein komplexer Krimi, spannend erzählt und Spannung haltend bis zum Schluss, mit Protagonisten, die noch lange nicht alles von sich preisgegeben haben. Man darf also weiterhin neugierig bleiben.

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Fesselnder Krimi, der unter die Haut geht
von mabuerele am 25.09.2016

„...Ein eiskalter Luftstrom aus Weißrussland vermählt sich über der Hauptstadt mit dem Tiefdruckgebiet, das seit einigen Tagen über dem westlichen Brandenburg festhängt. Eine Hochzeit in reinstem Weiß und doch nur eine Ehe auf Zeit...“ Der Prolog führt mich in eine Schulklasse. Zwei Jungen üben sich im Armdrücken. Dann geschieht etwas... „...Ein eiskalter Luftstrom aus Weißrussland vermählt sich über der Hauptstadt mit dem Tiefdruckgebiet, das seit einigen Tagen über dem westlichen Brandenburg festhängt. Eine Hochzeit in reinstem Weiß und doch nur eine Ehe auf Zeit...“ Der Prolog führt mich in eine Schulklasse. Zwei Jungen üben sich im Armdrücken. Dann geschieht etwas Unerwartetes. Karin ist Sondengängerin. Heute zieht es sie auf einen stillgelegten Friedhof. Der Metalldetektor reagiert auf einen Spaten. Dann steht Karin vor einer Leiche. Lea Zeisberg hat lange pausiert. Nun wird sie wieder vor einer Klasse stehen. Hauptkommissar Arne Larsen ist nach Berlin gewechselt. Vorläufig arbeitet er unter Oberkommissarin Mayla Arsen. Die Tote auf dem Friedhof ist ihr Fall. Drei kurze Kapitel sind der Auftakt für einen fesselnden Krimi. Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt. Lea Zeisbergs Part spielt in der jüngeren Vergangenheit, die Ermittlungen in der unmittelbaren Gegenwart. Deshalb sind diese Kapitel auch mit Datum und Uhrzeit versehen. Zur dritten Zeitebene komme ich später. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Dabei hat der Autor Handelnde kreiert, die jeder ein anderes Päckchen zu tragen haben. Arne Larsen arbeitet das Trauma seines letzten Falles auf. Ab und an kommen die Erinnerungen zurück. Mayla ist Türkin. Die Spannungen mit ihrer Familie werden nur angedeutet. Lea ist Grundschullehrerin. Grundschulen gehen in Berlin bis Klasse 6. Ein Vorfall beim letzten Schulfest hat sie aus der Bahn geworfen. Zurück blieb eine Agoraphobie. Der Schriftstil des Buches sorgt für den hohen Spannungsbogen. Das geschieht durch kurze Kapitel und schnell wechselnde Handlungsorte. Hinzu kommt ein dritter Handlungsstrang, der im Jahre 1979 beginnt. Martin, ein kleiner Junge, lebt in der Waldsiedlung in Wandlitz, dem abgezäumten Bereich der politischen Elite der DDR. Er bekommt einen neuen Vater. Von dem gemeinsamen Erleben des Jungen mit dem Vater berichtet dieser dritte Handlungsstrang. Adam, der Vater, formt die Seele des Kindes nach seinem obskuren Bild von Rache und Gerechtigkeit. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Salzmann, der Chef des Kommissariats, geht von Selbstmord aus. Arne aber ist anderer Ansicht und geht eigene Wege, sehr zum Ärger seines Vorgesetzten. Auch das Verhältnis zwischen Arne und Mayla ist schwierig. Nur langsam gehen sie aufeinander zu. Neben der spannenden Handlung aber gibt es auch poetische Stellen, wie obiges Zitat zeigt. Außerdem hat mich Arnes Leben in der WG ab und an zum Schmunzeln gebracht, während es für ihn weniger angenehm gewesen sein dürfte. Bedrückend dargestellt werden die Verhältnisse in der Schule. Hier werden gekonnt alle Probleme unter den Teppich gekehrt. Wegsehen statt hinsehen ist angesagt, egal, ob Grundschüler rauchen oder Kinder längere Zeit im Unterricht fehlen. Der Führungsstil des Direktors wäre ernsthaft zu hinterfragen. Der Autor führt mich als Leser an unterschiedliche Stellen Berlins. Dabei erfahre ich, wie an den einstigen Prunkbauten der Zahn der Zeit nagt. Genaue Beschreibungen der Orte gehören zum Handlungsablauf. Das Cover mit den vereinzelten Sonnenstrahlen am Himmel und dem Kreuz im Vordergrund wirkt düster. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die verschiedenen Handlungsstränge wurden gekonnt zusammengefügt.

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Opfer und Täter
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 29.09.2016

Eisige Winterluft liegt über Berlin und eisig ist auch der Empfang, den der frisch versetzte Kommissar Arne Larsen von seiner Kollegin auf der Dienststelle erfährt. Auf einem alten aufgelassenen Friedhof wird eine Leiche gefunden, offensichtlich sorgsam in ein Leichentuch gebettet und vergraben. Bald darauf findet Arne, den sein „Bauchgefühl“ noch... Eisige Winterluft liegt über Berlin und eisig ist auch der Empfang, den der frisch versetzte Kommissar Arne Larsen von seiner Kollegin auf der Dienststelle erfährt. Auf einem alten aufgelassenen Friedhof wird eine Leiche gefunden, offensichtlich sorgsam in ein Leichentuch gebettet und vergraben. Bald darauf findet Arne, den sein „Bauchgefühl“ noch mal zum Fundort führt, noch eine weitere Tote in der Nähe, ein kleines Mädchen. Verwunderlich, dass das der Spurensicherung entgangen ist. Eine Berliner Schule, übles Mobbing ist an der Tagesordnung. Doch das Kollegium schaut gerne weg, der Ruf der Schule soll nicht leiden. Lediglich Lea Zeisberg, eine Lehrerin, der nach einem „Vorfall“ einige Monate ausgefallen ist, will mehr wissen. Warum fehlen Merle und Kolja so oft in der Schule, warum gibt es kaum Atteste und was bedeutet der Hilferuf in einem Heft von Merle? Da sie niemand anhört, will sie auf eigene Faust mehr über die Familie Großmann erfahren. Berlin, Waldsiedlung, 80iger Jahre: was geht in dieser hermetisch abgeschlossenen Wohnsiedlung der DDR Bonzen vor sich, Martin lebt dort mit seinem strengen Stiefvater und der kranken Mutter. Martin eifert seinem Stiefvater nach, er ist sein Vorbild an Stärke, Mut und Macht. Düster, kalt, bedrückend – das ist der Grundton dieses Kriminalromans. Gewalt gegen Frauen, Gewalt gegen Kinder, Repressionen, Mobbing, Ausgrenzung, alles was zur allgegenwärtigen, alltäglichen Erfahrung der Polizei gehört, wird thematisiert. Es gibt viele Handlungsstränge und Zeitebenen, die auf sehr geschickte und anspruchsvolle Weise verknüpft werden. Dabei kommt der Roman ganz ohne explizite Gewaltszenen aus, sehr viel subtiler geht der Autor vor. Er lässt allein durch seine Sprache die Geschichte im Kopf der Leser entstehen, was oft viel eindrücklicher ist, als eine Beschreibung. Mir persönlich war das etwas zu viel an Düsternis und Hoffnungslosigkeit, es fehlte mir ein positives Gegengewicht. Die Konstruktion der Geschichte war mir auch zu verwinkelt, manche gewichtig dargestellte Szenen verlieren sich im Lauf der Geschichte, aber alle Handlungsstränge verknüpfen sich am Ende zu einer schlüssigen Lösung. Ich war von diesem Roman fasziniert und wurde komplett in den Sog der Handlung gezogen. Die beschriebenen Szenen lösten bei mir ein sehr lebhaftes Kopfkino aus, das Buch hat mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Ein wirklich bemerkenswerter Krimi.

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