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Wir sind die Könige von Colorado

Roman

(3)
Als sich der junge Will gegen seinen brutalen Vater nicht mehr anders zu wehren weiß, sticht er zu. Der Vater überlebt, und Will landet in einer Erziehungsanstalt. Zwei Jahre muss er auf einer abgelegenen Ranch in Colorado verbringen und zusammen mit anderen jugendlichen Straftätern Wildpferde zähmen. Doch nicht nur den Tieren soll der Wille gebrochen werden. Auch Will ist den Aufsehern schutzlos ausgeliefert, Gewalt und perfide Rituale beherrschen den Alltag. Doch Will findet auch Freunde. Als selbsternannte Könige von Colorado machen sie sich gegenseitig Mut. Bis eines Tages Pferde ausbrechen und ein Suchtrupp gebildet wird. Will und seine Freunde dürfen das Gelände erstmals verlassen. Die Expedition gerät zur Katastrophe, schon bald geht es für die Jungen ums nackte Überleben ...
»Ein bewegendes Buch, das tief anrührt.« (NDR 1 Bücherwelt)
Rezension
Ein bewegendes Buch, das tief anrührt NDR 1 Bücherwelt
Portrait
David E. Hilton, Jahrgang 1974, ist als Junge oft mit seinen Eltern zum Skifahren in den Bergen gewesen. Auf dem Weg dorthin kam die Familie stets an einem verwitterten Schild mit der Aufschrift "Erziehungsanstalt" vorbei. Die Frage, wie diese Anstalt wohl ausgesehen und was sich dort ereignet haben mag, hat David E. Hilton mit seinem ersten Roman beantwortet. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Austin, Texas.
Bettina Abarbanell, geboren 1961, lebt und arbeitet seit vielen Jahren als Übersetzerin in Potsdam. 2014 wurde sie mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 392
Erscheinungsdatum 01.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25845-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 198/118/30 mm
Gewicht 314
Originaltitel Kings of Colorado
Auflage 1
Verkaufsrang 96.748
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„True Grit meets Hells Kitchen “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Sommer 1963, Will und eine Gruppe anderer Jungen werden auf eine Pferderanch in Colorado gebracht. Schnell wird klar das hier vor allen zwei Regeln gelten :

1) Der Stärkere überlebt und hat immer das Recht Dich zu schikanieren.

2) Die Aufseher dürfen Dich grün und blau prügeln und noch fester zuschlagen wenn Du Dich wehrst.
Sommer 1963, Will und eine Gruppe anderer Jungen werden auf eine Pferderanch in Colorado gebracht. Schnell wird klar das hier vor allen zwei Regeln gelten :

1) Der Stärkere überlebt und hat immer das Recht Dich zu schikanieren.

2) Die Aufseher dürfen Dich grün und blau prügeln und noch fester zuschlagen wenn Du Dich wehrst.

Trotz oder gerade aufgrund dieser brutalen unmenschlichen Umstände entstehen Freundschaften die auch durch grobe Gewalt und Drohungen nicht zu brechen sind.
Als Wills Clique beschließt auszubrechen kommt es zum Desaster ....

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein packender Roman, der sich durchaus in der Tradition von "Herr der Fliegen" sehen kann. Gelungen erzählt der Autor von einer Ausnahmesituation und wie weit man wohl geht! Ein packender Roman, der sich durchaus in der Tradition von "Herr der Fliegen" sehen kann. Gelungen erzählt der Autor von einer Ausnahmesituation und wie weit man wohl geht!

Heike Blume, Thalia-Buchhandlung Dresden

Was für ein großartiger Roman, die perfekte Mischung aus roh und sensibel! Was für ein großartiger Roman, die perfekte Mischung aus roh und sensibel!

„"Die Könige von Colorado" ist einer jener Romane, die sich ins“

Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg (Allee-Center)

Gedächtnis brennen und die nicht vergessen werden. Will, ein Junge aus katastrophalem Elternhaus, versucht, seinen Vater, einen gewalttätigen Säufer, zu erstechen und kommt daraufhin auf eine Pferderanch in Colorado, wo straffällig gewordene Kinder und Jugendliche erzogen werden sollen. Was ihn dort erwartet, ist fast schlimmer als Gedächtnis brennen und die nicht vergessen werden. Will, ein Junge aus katastrophalem Elternhaus, versucht, seinen Vater, einen gewalttätigen Säufer, zu erstechen und kommt daraufhin auf eine Pferderanch in Colorado, wo straffällig gewordene Kinder und Jugendliche erzogen werden sollen. Was ihn dort erwartet, ist fast schlimmer als die Gewalt zu Haus.Vergewaltigende Aufseher, schlimmste Brutalität zwischen den Kindern und die Gewißheit, dass Flucht unmöglich ist.Aber es gibt auch Freundschaften zwischen den Kindern; Will findet Trost und Schutz bei einigen Jungs und beginnt eine große Liebe zu einem der Pferde, die er zähmen soll. David Hilton schreibt berührend, fesselnd und voller Zuneigung zu seinem Helden Will.Beeindruckende Lektüre!

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Kundenbewertungen


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„Keiner von uns wird je wieder derselbe sein.“
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 12.09.2013

Die Geschichte wird als Rückblende erzählt. Will wird durch ein sterbendes Pferd auf einer Parade an eine schwere Zeit in seinen jungen Jahren erinnert, die er sein Leben lang versucht hat zu verdrängen. Aber nun ist es an der Zeit sich zu erinnern und er setzt sich hin... Die Geschichte wird als Rückblende erzählt. Will wird durch ein sterbendes Pferd auf einer Parade an eine schwere Zeit in seinen jungen Jahren erinnert, die er sein Leben lang versucht hat zu verdrängen. Aber nun ist es an der Zeit sich zu erinnern und er setzt sich hin und schreibt seine Erlebnisse von damals auf. Und so werde ich Zeuge seiner schlimmsten und vielleicht auch wichtigsten beiden Jahre in seinem Leben. Will erzählt aus der heutigen Sicht und kommt mir mit seiner Geschichte sehr nah. Es ist eine Geschichte über sinnlose Gewalt, aber auch über tiefe Freundschaft. Sehr sensibel und sehr emotionsgeladen lässt David E. Hilton den alternden Will erzählen. Oft musste ich schlucken und es gab ein paar Szenen, da konnte ich meine Tränen einfach nicht zurück halten. Die Geschichte von Will hat mich tief berührt! Denn sie ist auch schön in all ihrer Grausamkeit. Und davon gibt es nicht wenig in diesem Buch. Und es ist diese glaubhafte Grausamkeit, die mich frösteln ließ. Aufseher, die ihre dunkle Seite an den Jungs auslassen und junge Menschen, die einfach nur böse sind. Und unter ihnen sind die, die geradezu nur Pech gehabt haben und sich durch beißen müssen. Ständig hatte ich Angst, dass auch diese Jungs immer weiter abrutschen in den Sumpf von Gewalt und Abartigkeit. Und an diesem Ort des Schreckens und der Brutalität lerne ich so besondere Menschen kennen und diese verleihen dem Buch eine außerirdische Schönheit. Manche Ereignisse sind so traurig, dass mir die Worte fehlen und andere Ereignisse sind so schön, dass ich schlucken musste, weil der Kloß in meinem Hals immer dicker wurde. Und für diese Momente liebe ich dieses Buch, das mich einige Tränen gekostet hat. Mein Lieblingssatz: „Es war, als liefe man über den heißen Boden eines riesengroßen leeren Parkplatzes und entdeckte plötzlich eine perfekt geformte, unnatürlich schöne Sonnenblume, die durch die Asphaltdecke sproß und sich voller Blüte dem Himmel entgegen reckte, obwohl sie dort überhaupt nichts zu suchen hatte.“ (s. 186) Es passieren abscheuliche Dinge und ich wundere mich immer wieder, zu welchen Grausamkeiten auch so junge Menschen fähig sind. Aber dann kommen wieder die ganz feinen leisen Szenen, die mich zu Tränen zu rühren. Es ist für mich eins der Bücher, die man nicht so schnell vergisst. Und am Ende … da war es tröstlich und das Ende ließ mich zwar die ganzen Grausamkeiten nicht vergessen, aber es hat mich versöhnt und ich habe das Buch mit einem tiefen Seufzer zugeklappt. Fazit: So traurig und so schön, weil es mich gleichzeitig traurig und glücklich gemacht hat.

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Eine Wucht!
von einer Kundin/einem Kunden aus Dinslaken am 17.01.2012

Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen... Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen an seine verlorene Kindheit und Jugend hochkommen. Unfähig, seine Erlebnisse weiter zu verdrängen, beschließt er, seine Kindheit zu Papier zu bringen: "Als ich dreizehn war, stieß ich meinem Vater ein Messer in die Brust." So beginnt denn im Sommer 1963 die Odyssee des dreizehnjährigen Will, der von seinem Vater geschlagen und misshandelt wird und der sich nichts sehnlicher wünscht als die Aufmerksamkeit und Liebe seiner Mutter. Der alkoholkranke Vater überlebt zwar schwer verletzt, doch Will muss für zwei Jahre zur "Swope Ranch", einer Erziehungsanstalt für Jungen in Colorado. Und hier beginnt für den Heranwachsenden eine Zeit, die geprägt ist von Brutalität und Rohheit, von physischem und vor allem: psychischem Schmerz. Hiltons Debüt ist von intensiver sprachlicher Wucht (allein die Szene mit der sterbenen Stute ist mir außerordentlich an die Nieren gegangen). Der Autor versteht es, eine atmosphärische Dichte herzustellen, deren Sog den Leser unmittelbar und bedingungslos in das Romangeschehen zieht. Das Buch entwickelt sich zu einer ergreifenden coming-of-age-Parabel, die von Gewalt, Einsamkeit und dem jähen Verlust von Kindheit und Jugend gezeichnet ist. Gleichzeitig zieht sich durch die gesamten 392 Seiten eine Melancholie, die auch bei mir eine unbestimmte, aber tiefe Wehmut entstehen ließ. Und das hat schon lange kein Autor mehr geschafft.

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"Keiner von uns wird je wieder derselbe sein."
von Janine2610 am 16.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch wird der Leseprobe, die ich vor ein paar Jahren gelesen habe und so gut fand, absolut gerecht. Die Geschichte fängt mit einem wirklich bedrückend dramatischen, ersten Satz an, woraufhin ich Fesselndes erwartet habe. - Das habe ich auch bekommen. Ich wurde nicht enttäuscht. Will Sheppard wird Zeuge eines Autounfalls... Das Buch wird der Leseprobe, die ich vor ein paar Jahren gelesen habe und so gut fand, absolut gerecht. Die Geschichte fängt mit einem wirklich bedrückend dramatischen, ersten Satz an, woraufhin ich Fesselndes erwartet habe. - Das habe ich auch bekommen. Ich wurde nicht enttäuscht. Will Sheppard wird Zeuge eines Autounfalls mit einem Anhänger, in dem eine weiße Stute transportiert wird. Das wunderschöne Pferd stirbt dabei und Will kann nichts tun. Die tote Stute lässt Erinnerungen in ihm wach werden, die er nie ganz verarbeitet hat. Weil ihn diese Situation, in der seine Vergangenheit wieder hochgekommen ist, nicht mehr loslässt, setzt er sich Zuhause entschlossen hin und beginnt das aufzuschreiben, was ihn schon seit Jahren quält... Alles beginnt damit, dass der 13-jährige Will, nachdem er seinem Vater ein Messer in die Brust gestochen hat, auf eine Erziehungsranch in Colorado, die weit abgeschieden von der Zivilisation liegt, gebracht wird. Zuerst sah es für Will so aus, als ob er dort nicht so schnell Anschluss finden würde, doch schon bald haben die 4 Jungs Will, Mickey, Benny und Coop zueinander gefunden, die fortan die besten Freunde sein sollten, und geglaubt haben, sie könnten dort in dieser Hölle, die "Könige von Colorado" sein... Was das Vierergespann auf dieser Ranch alles durchmachen und sich gefallen lassen muss, was die Freunde alles erleben und welchen Ungeheuern sie sich stellen müssen - all das war so, ich weiß nicht, mir fehlen die Worte. So dramatisch, traurig und böse, aber vor allem unglaublich unfair. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten wie selten bei einem Buch. Für Will hatte ich gleich von Anfang an tiefe Sympathie und Verständnis empfunden, bei den anderen Jungs hat es auch nicht lange gedauert, bis sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich wollte die ganze Zeit, dass auch mal was Schönes auf dieser Ranch passiert. Aber bis auf die tiefe Freundschaft untereinander, die immer wieder so richtig schön in den verschiedensten Situationen beschrieben wurde, kann man kaum von etwas zusätzlich Positivem für die Freunde sprechen. Oja! Positiv war auch noch die Hoffnung, die zwischendurch kurz aber doch wiederkehrend, zwischen den Zeilen herauszulesen war. Vielleicht hat es das sogar noch einen Ticken dramatischer gemacht, jedenfalls war das für mich einfach die richtige Mischung, um mich in die richtige emotionale Stimmung zu versetzen. Deswegen weiß ich, dass ich das Buch definitiv nicht so schnell vergessen werde. Also das ist nur zum Ende hin eine schöne Geschichte, der ganze Rest ist mehr oder minder harte Kost. Wie Freundschaft und Hoffnung darin aber dargestellt und beschrieben wird, macht diese Lektüre unheimlich lesenswert!

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Nichts für zarte Gemüter
von Gabriele Brohm aus Karlsruhe am 27.06.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Will landet auf einer Gefängnisfarm für jugendliche Schwerststraftäter, dort wird mit den Gefangenen genau so brutal umgegangen wie mit den halbwilden Mustangs. Prügel gehören zur Tagesordnung wie die tägliche Mahlzeit. Für Will und seine Leidensgefährten wird der Alltag zu einem Kampf ums Überleben, es herrscht das Recht des Stärkeren. Dieser Roman-Erstling zieht... Will landet auf einer Gefängnisfarm für jugendliche Schwerststraftäter, dort wird mit den Gefangenen genau so brutal umgegangen wie mit den halbwilden Mustangs. Prügel gehören zur Tagesordnung wie die tägliche Mahlzeit. Für Will und seine Leidensgefährten wird der Alltag zu einem Kampf ums Überleben, es herrscht das Recht des Stärkeren. Dieser Roman-Erstling zieht den Leser, trotz aller Düsternis und schonungslosen Darstellung der Geschehnisse, vollständig in seinen Bann. Beeindruckende Lektüre, nicht nur für Männer.

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Tief beeindruckend, aufwühlend und gewal(ttä)tig
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 25.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der 62jährige William Sheppard wird durch den Anblick eines verunglückten, sterbenden Pferdes unversehens an seine traumatisierte Kindheit erinnert. Jahrelang hat er versucht, seine schreckliche Vergangenheit aus seinem Bewußtsein zu verdrängen. Um die wieder an der Oberfläche erschienenen Erlebnisse doch noch irgendwie endgültig verarbeiten zu können, schreibt er seine Geschichte... Der 62jährige William Sheppard wird durch den Anblick eines verunglückten, sterbenden Pferdes unversehens an seine traumatisierte Kindheit erinnert. Jahrelang hat er versucht, seine schreckliche Vergangenheit aus seinem Bewußtsein zu verdrängen. Um die wieder an der Oberfläche erschienenen Erlebnisse doch noch irgendwie endgültig verarbeiten zu können, schreibt er seine Geschichte auf . Sprechen kann er nicht darüber. Als 13jähriger hat er auf seinen äußerst gewalttätigen, alkoholabhängigen Vater mit einem Messer eingestochen, um seine Mutter zu beschützen. Der Vater überlebt nur knapp und Will wird zu 24 Monaten Arbeit auf einer sogenannten Erziehungsranch verurteilt. Es handelt sich um eine völlig abseits von jeglicher Zivilisation gelegene Pferderanch in Colorado , auf der - nicht nur - wilde Pferde gezähmt und abgerichtet werden . Und so beginnt ein wahrhaftes Martyrium. Hier herrschen unvorstellbare Gewalt und Grausamkeit und das nicht allein nur von den Aufsehern ausgehend. Auch die noch relativ jungen anderen "Mithäftlinge " schrecken vor fast keiner Form von Brutalität zurück. Missbrauch und Folter sind an der Tagesordnung. Jeder kämpft nur irgendwie ums eigene Überleben. Aber trotz dieser schier unglaublichen Zustände gibt es für den Jungen dennoch hin und wieder winzig kleine Lichtblicke und Hoffnungsschimmer. Er findet einige wenige echte Freunde unter seinen Leidensgenossen . Auch unter den Aufsehern gibt es den ein oder anderen, der nicht ganz so skrupellos ist, aber diese haben kaum Einfluß. Und schließlich gibt es noch die Krankenschwester Miss Little, die für die Jungen tut , was sie kann, die aber auch ihre eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit sich trägt. Mich hat dieser Roman tief beeindruckt und regelrecht aufgewühlt. Häufig saß mir ein dicker Kloß im Hals und Tränen konnte ich nicht unterdrücken. Obwohl der Autor eine eher nüchterne Sprache verwendet, gelingt es ihm, dieses Szenario erschreckend intensiv heraufzubeschwören. Die Gefühle, die Ängste, die Verzweiflung, aber auch der kleine Funke Hoffnung sind sehr gut nachzuvollziehen. Auch das Ende des Buches hat mich sehr berührt. Allerdings ist dieses Buch sicherlich nichts für eher zartbesaitete Leser, denn die Gewalttätigkeit und Brutalität wird schonungslos beschrieben. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht. Es ist schon erschreckend, wenn man sich vorstellt, dass so etwas bzw. etwas ähnliches vielleicht tatsächlich irgendwo in der Welt geschehen könnte. Und wie schwer es ist, diesen einmal begonnenen Kreislauf - Gewalt erzeugt immer wieder neue Gewalt - wieder zu durchbrechen. Aber ebenso wurde deutlich, wie wichtig es ist, gerade in so einer aussichtslosen Lebenslage wirkliche Freunde zu haben und sie auch als solche zu erkennen. Ein erschütterndes , aber auch ein großartiges Buch.

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Der harte Weg ins Leben
von Michael Lehmann-Pape am 15.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der auf dem Buchrücken zitierte Vergleich dieses Werkes von David E. Hilton mit Goldings „Herr der Fliegen“ trifft durchaus zumindest im weiteren Sinne auf das Sujet und die Atmosphäre des Buches zu. Zwar ist es keine Insel und auch nicht völlig sich selbstregierende Jugendliche, die den Hintergrund des Romans gestalten,... Der auf dem Buchrücken zitierte Vergleich dieses Werkes von David E. Hilton mit Goldings „Herr der Fliegen“ trifft durchaus zumindest im weiteren Sinne auf das Sujet und die Atmosphäre des Buches zu. Zwar ist es keine Insel und auch nicht völlig sich selbstregierende Jugendliche, die den Hintergrund des Romans gestalten, doch die innere Dichte, die gewaltsam sich aufbauende Entwicklung und die Ohnmacht vor ebendieser Gewalt bis hin zum Tode sind im Buch ebenso angelegt wie im Herrn der Fliegen und ergeben, in Verbindung mit der genauen Beobachtungsgabe des Autors und seinen intensiv gestalteten Dialogen, eine beklemmende Atmosphäre und eine hohe emotionale Nähe des Lesers zu den Figuren der Geschichte. Anders als bei Golding sind es hier auch anwesende Erwachsenen, die die Jugendlichen in eine gewaltsame und untereinander harte Richtung lenken. Eine Richtung, die sich dann völlig umfassend Bahn brechen wird zum Ende des Buches hin. Um seine Mutter zu schützen, um sich selber vor dem gewalttätigen Vater zu schützen, weiß der 13jährige Will irgendwann, mit dem Rücken zur Wand, nur noch einen Ausweg. Mit einem tiefen Gefühl innerer Leere stößt er dem Vater sein Davy-Crockett-Taschenmesser in die Brust. Doch zum einen überlebt der Vater und zum anderen ist gar seine Mutter nicht bereit, sich ihrer Not und der des Jungen zu stellen. Will wird verurteilt. Zwei Jahre Straflager werden ihm auferlegt, offiziell ummäntelt als „Erziehungsanstalt“. So zeigt bereits der Einsteig in das Buch auf, dass hier eine der wichtigsten Funktionen Erwachsener Kindern gegenüber vollständig fehlen. Erwachsene im Buch geben in der Regel keinen Schutz. Das Lager, ein Ort, an dem zwar auch tiefe Freundschaft im Raume stehen wird, aber letztlich nichts anderes geschehen wird, als wie Will es von zu Hause aus kennt. Eine Frau, die ihm hilft, die ihn aber, wie seine eigene Mutter, zu guter Letzt nicht bewahren kann vor dem, was wirklich im Lager geschieht. Das Brechen des Willens der verurteilten Jungen, absolute Herrschaft über die „zu Erziehenden“ und die eigene, fassungslose Ohnmacht angesichts auch des Todes und des Verlustes. So werden die „Könige von Colorado“, die freundschaftlich verbundenen vier Jungen auf der Ranch, kein gemeinsames Happy End erleben. Zumindest aber Will wird als gereifter Mann noch von all den Vorgängen berichten können, die ihn für sein Leben geprägt haben. Eine direkte, skrupellose, auf dem Gefühl völliger Macht beruhende Gewalt steht im Raum, der sich weder die Jungen auf der Ranch noch der Leser entziehen können. Hilflos ausgeliefert einer sprunghaften und nie einschätzbaren oder vorausplanbaren Gewalt gegenüber. Frank Kroft, die Figur eines Wärters, steht im Buch für diese entfesselte und nicht abwehrbare, gar offiziell geförderte, Macht. Über Leben und Tod, über Geist und Körper der Jugendlichen. Direkt, mit klarer Sprache und tiefen Emotionen bildet David E. Hilton ein verstörendes Bild menschlichen Miteinanders ab, dass, ähnlich wie bei Golding, sich Schritt für Schritt seiner inneren Grenzen und Tabus entledigt, bis es entfesselt aufeinander trifft. Erschreckend, mitnehmend und über die Lektüre des Buches lange hinausreichend.

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Wir sind die Könige von Colorado
von Nefret am 14.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Amerika in den 60er Jahren: Nachdem Will seinen brutalen Vater fast mit einem Messer getötet hat, muss der Dreizehnjährige für zwei Jahre auf eine Erziehungsranch nach Colorado. Schnell findet Will dort Freunde. Doch die vier Jungen haben unter brutalen Mitsträflingen und sadistische Aufseher zu leiden. "Wir sind die Könige von... Amerika in den 60er Jahren: Nachdem Will seinen brutalen Vater fast mit einem Messer getötet hat, muss der Dreizehnjährige für zwei Jahre auf eine Erziehungsranch nach Colorado. Schnell findet Will dort Freunde. Doch die vier Jungen haben unter brutalen Mitsträflingen und sadistische Aufseher zu leiden. "Wir sind die Könige von Colorado" ist kein Buch, zu dem man greift, wenn ein entspannter Abend auf dem Sofa geplant ist. Denn David E. Hiltons Erstlingsroman ist nichts für schwache Nerven. Das Buch fesselt, bewegt und erschüttert. Bereits Wills Kindheit wird schonungslos geschildert. Auf der Ranch selbst sind die Jungen Schlägen, Missbrauch und teilweise Folter ausgesetzt. Dabei geht es Schlag auf Schlag, der Leser kann kaum Luft holen - bis es zum Äußersten kommt. Trotzdem gibt es immer wieder Lichtblicke. Denn Will findet in Colorado Freunde fürs Leben. Mit diesem Buch preist der Autor die Freundschaft. Doch das Glück währt immer nur kurz. Dabei bedient sich Hilton einer schnörkerllosen und einfachen Sprache, die perfekt zu den Schilderungen passt. Am Ende bleibt ein aufgewühlter Leser zurück, der feststellen muss, dass es nicht immer Gerechtigkeit im Leben gibt. Doch Freunde machen das Leben leichter.

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Eine Wucht!
von Jost Weiss aus Dinslaken am 12.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen... Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen an seine verlorene Kindheit und Jugend hochkommen. Unfähig, seine Erlebnisse weiter zu verdrängen, beschließt er, seine Kindheit zu Papier zu bringen: "Als ich dreizehn war, stieß ich meinem Vater ein Messer in die Brust." So beginnt denn im Sommer 1963 die Odysse des dreizehnjährigen Will, der von seinem Vater geschlagen und misshandelt wird und der sich nichts sehnlicher wünscht als die Aufmerksamkeit und Liebe seiner Mutter. Der alkoholkranke Vater überlebt zwar schwer verletzt, doch Will muss für zwei Jahre zur "Swope Ranch", einer Erziehungsanstalt für Jungen in Colorado. Und hier beginnt für den Heranwachsenden eine Zeit, die geprägt ist von Brutalität und Rohheit, von physischem und vor allem: psychischem Schmerz. Hiltons Debüt ist von intensiver sprachlicher Wucht (allein die Szene mit der sterbenden Stute ist mir außerordentlich an die Nieren gegangen). Der Autor versteht es, eine atmosphärische Dichte herzustellen, deren Sog den Leser unmittelbar und bedingungslos in das Romangeschehen zieht. Das Buch entwickelt sich zu einer ergreifenden coming-of-age-Parabel, die von Gewalt, Einsamkeit und dem jähen Verlust von Kindheit und Jugend gezeichnet ist. Gleichzeitig zieht sich durch die gesamten 392 Seiten eine Melancholie, die auch bei mir eine unbestimmte, aber tiefe Wehmut entstehen ließ. Und das hat schon lange kein Autor mehr geschafft.

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Wir sind die Könige von Colorado
von einer Kundin/einem Kunden am 11.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die letzte Seite ist gelesen und ich kann nur sagen: Was für ein tolles Buch!! Selten hat mich ein Buch so mitgenommen und im Nachhinein noch so beeindruckt! Obwohl neben mir einige nasse, zerknüllte Taschentücher liegen, kann ich David E. Hilton nur zu seinem Werk gratulieren! Ich weiß gar nicht wie ich das... Die letzte Seite ist gelesen und ich kann nur sagen: Was für ein tolles Buch!! Selten hat mich ein Buch so mitgenommen und im Nachhinein noch so beeindruckt! Obwohl neben mir einige nasse, zerknüllte Taschentücher liegen, kann ich David E. Hilton nur zu seinem Werk gratulieren! Ich weiß gar nicht wie ich das Buch genau beschreiben soll. In mir sträubt sich alles, so Sätze wie " der Schreibstil war flüssig, die Geschichte stimmig etc." zu benutzen. Das wird dem Buch gar nicht gerecht. Mr. Hilton sorgt dafür, dass uns Will an die Hand nimmt und uns seine Geschichte erzählt. Eine Geschichte über 4 Jungs, die an ihrer Freundschaft festhalten obwohl sie sich in einer Atmosphäre bzw. Situation befinden, in der sich jeder selbst der Nächste ist. Beim lesen überfielen mich regelrecht die Bilder. Egal ob es dabei um die friedlich, lustige Kartenrunde der Jungs ging, dem Willkommensritus der Neuen oder die oftmals schrecklichen Gewaltausbrüche. Der Autor lässt die Jungs altersgerecht kindlich naiv aber manchmal doch erschreckend weise erscheinen, dass es mir fast Gänsehaut gemacht hat. Die Ereignisse sind streckenweise wirklich grauenhaft, gleichzeitig sorgt David E Hilton für so eine feine Art von Menschlickeit, dass mir des öfteren die Augen übergelaufen sind. Gerade zum Ende hin brachen bei mir die Dämme. :0) Aber ein wirklich tolles Ende! Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen! Wie schon geschrieben - ich bin von diesem Buch beeindruckt - und deswegen kann ich es auch nur in den höchsten Tönen loben und auf jeden Fall weiterempfehlen! Auch von mir

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Willkür und Machtmissbrauch
von Beate aus Ludwigshafen am Rhein am 10.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Als William Sheppard auf der Staße einen Unfall miterlebt, in den auch ein Pferd verwickelt ist, erinnert er sich zurück an seine Jugend und beginnt seine Geschichte aufzuschreiben. Mit 13 Jahren, versucht Will seinen Vater mit seinem Davy-Crockett-Messer zu erstechen, nachdem er Jahrelang miterleben musste, wie seine Mutter vergewaltigt und... Als William Sheppard auf der Staße einen Unfall miterlebt, in den auch ein Pferd verwickelt ist, erinnert er sich zurück an seine Jugend und beginnt seine Geschichte aufzuschreiben. Mit 13 Jahren, versucht Will seinen Vater mit seinem Davy-Crockett-Messer zu erstechen, nachdem er Jahrelang miterleben musste, wie seine Mutter vergewaltigt und misshandelt wurde. Das war schlimmer, als all die Schläge, die er selbst vom Vater einstecken musste und er rastete aus. Sein Vater überlebte und Will wurde zu zwei Jahren Haft auf der Swoop Ranch verurteilt. In dieser Erziehungsanstalt in Colorado mussten die verurteilten Jungs Wildpferde versorgen und zureiten. Dort lernt er die besten Freunde seines Lebens kennen. Aber er lernt auch den Hass, die Gewalt und die Gleichgültigkeit von Wärtern und Mithäftlingen kennen. Dieses Buch erzählt eine zutiefst bewegende Geschichte von Freundschaft, Hass, Brutalität, Missbrauch und Gleichgültigkeit. Ich habe mit Will gekämpft, gelitten, gehofft und geweint. Dieser Roman von David E. Hilton wird zu Recht mit dem Herrn der Fliegen verglichen, denn es herrscht auch hier eine Zwei-Klassen -Gemeinschaft. Auf der einen Seite die "Schwachen", die versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen und auf der anderen Seite die "Starken", die die "Schwachen" tyrannisieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei den "Starken" um Wärter oder Häftlinge handelt. Dieser Roman ist wirklich großartig und so schnell, werde ich diese Geschichte nicht mehr vergessen.

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Wir sind die Könige von Colorado
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) am 04.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Will Sheppard wird von seinem Vater tyrannisiert, geschlagen und muss mit ansehen, wie er seine Mutter vergewaltigt. Eines Abends kann Will sich nicht bremsen und versucht, seinen Vater umzubringen. Dieser überlebt jedoch schwer verletzt. Der junge Will wird zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die er auf der Swope-Ranch in... Will Sheppard wird von seinem Vater tyrannisiert, geschlagen und muss mit ansehen, wie er seine Mutter vergewaltigt. Eines Abends kann Will sich nicht bremsen und versucht, seinen Vater umzubringen. Dieser überlebt jedoch schwer verletzt. Der junge Will wird zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die er auf der Swope-Ranch in Colorado verbringen muss. Ein Gefängnis der anderen Art, denn es gibt dort keine Zäune. Aber wer will schon fliehen, wenn es nichts gibt, wohin man fliehen könnte? Will versucht sich auf der Ranch einzuleben, geht seiner Arbeit nach, schließt Freundschaften. Eigentlich ein angenehmes Leben, wäre da nicht Aufseher Frank Kroft, der den Jungs das Leben zur Hölle macht. Neben seinen Freunden Mickey, Coop und Benny versucht einzig die Krankenschwester Miss Little Will zuhelfen, ihn vor den Gewaltaten zu schützen. Eine endlose Spirale der Gewalt hält den kleinen Jungen mit seinen 13 Jahren gefangen, eine Spirale, die in einem Höhepunkt der Grausamkeit zu eskalieren, die ihn zu zerbrechen droht. Das Cover zeigt die endlose Weite Colorados. Darüber eine gewaltige dunkle Wolkenwand, die Gefahr und Ausweglosigkeit symbolisiert. Der Titel des Buches ist in großen Buchstaben, fast über die Gesamte Länge gedruckt. Für mich ist das Cover leider etwas unscheinbar geraten und ich wäre im Laden vermutlich einfach daran vorbei gegangen. Geschrieben ist das Buch als Rückblick von Will Sheppard auf sein Leben. Dieser Einstieg ist David E. Hilton wunderbar gelungen, denn der Leser kann sich immer vor Augen halten, dass Will sein Martyrium überleben wird. Der Autor schildert den Gefängnisaufenthalt anschaulich und bewegend. Er spannt einen kontinuierlichen Spannungsbogen, der das komplette Buch umfasst und nicht nachlässt. Gut gefallen hat mir die Schilderung der Freundschaft der vier Jungs. In dieser Hölle halten sie zusammen, geben sich gegenseitig die Kraft, nicht aufzugeben und den Willen, einen weiteren Tag zu überstehen. Bemerkenswert gut ist Hilton auch die Schilderung der Gewalttaten gelungen. Man zittert förmlich, wenn den Aufsehern oder deren erklärten Lieblingen die Lust an Quälerein überkommt und sie sich ein Opfer suchen, um ihren Machtmissbrauch zu demonstieren. Trotz allem schildert der Autor dies in einem ruhigen Schreibstil. Er lässt nichts aus, beschönigt nichts, aber trotzdem mit Gefühl. Eine zutiefst ergreifende Mischung! Mein Fazit: Ein Buch, welches die Seele berührt, das Innerste erschüttert und mich sehr nachdenklich zurück ließ. Ein Buch kann kein Leben verändern, aber die Einstellung dazu!

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Vergessen kann man nie
von DarkAngel1985 aus Spr am 02.03.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dies ist ein Buch was mich gefesselt hat. Ich fand ja schon die Leseprobe sehr gut, aber das Buch übertrift diese noch, denn die Leseprobe war nur ein Vorgeschmack auf das was kommt. Will versucht seinen Vater umzubringen, der Alkoholiker ist und die Mutter schlägt und vergewaltigt...und Will bekommt dies... Dies ist ein Buch was mich gefesselt hat. Ich fand ja schon die Leseprobe sehr gut, aber das Buch übertrift diese noch, denn die Leseprobe war nur ein Vorgeschmack auf das was kommt. Will versucht seinen Vater umzubringen, der Alkoholiker ist und die Mutter schlägt und vergewaltigt...und Will bekommt dies alles ganz genau mit, ein Grauen für jedes Kind. Bis er sich wehrt... Darauf hin wird bei der Verhandlung beschlossen das er in ein Erziehungscamp muss, für 2 Jahre auf die Ranch. Da geht es eigentlich erst richtig los...in den Erinnerungen von Will, wie er zurückblickt auf diese Zeit auf der Ranch. Der Rückblick auf Freundschaften, schreckliche Ereignisse, aber auch Erfolge. Ich konnte mich beim Lesen sehr schön in Will hineinversetzen. Ich war gefesselt von dem Buch, auch wenn ich immer nur ein paar Kapitel lesen konnte - einfach gerade weil es alles so heftig, und zum Teil aber auch so schön war. Ich habe über das was ich gelesen hab intensiv nachgedacht - so viel denke ich über kaum ein Buch nach. Und das ist auch einer der Punkte das dieses Buch für mich zu einem ganz besonderem Buch wird. Das Buch ist einfühlsam, aber auch offen und ehrlich geschrieben. Und das ein oder andere Mal muss man sich beim Lesen schon die Tränen in den Augen verkneifen. Einfach weil ich das so entsetzlich oder halt aber auch so rührend fand. Dies ist ein Buch, welches ich auf jeden Fall behalten werden, einfach weil ich weiß, dass ich dieses Buch bestimmt noch mehrmals lesen werde.

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Wenn Gewalt einen Namen trägt ...
von goat am 27.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Während der ganzen Zeit des Lesens hat mich das Gefühl von ständiger Beklemmung und Hilflosigkeit begleitet. David E. Hilton lässt den Roman mit einem Unfall beginnen, bei dem ein Pferd ums Leben kommt. Zeuge dieses Unfalls ist der 62-jährige William Sheppard. Der Tod der weißen Stute ruft ein Schlüsselerlebnis... Während der ganzen Zeit des Lesens hat mich das Gefühl von ständiger Beklemmung und Hilflosigkeit begleitet. David E. Hilton lässt den Roman mit einem Unfall beginnen, bei dem ein Pferd ums Leben kommt. Zeuge dieses Unfalls ist der 62-jährige William Sheppard. Der Tod der weißen Stute ruft ein Schlüsselerlebnis in ihm hervor und bringt ihn dazu, seine Erinnerungen an den Sommer 1963, als er mit dreizehn Jahren seinem Vater ein Messer in die Brust sticht, aufzuschreiben. „In diesem Moment kamen die Menschen und Orte, die ich so lange hinter jener verschlossenen Tür eingesperrt hatte, wieder zum Vorschein, und ich wurde von der Vergangenheit überrollt.“ Ich habe selten einen Autor erlebt, der einen Roman mit so viel Intensität schreibt, wie David E. Hilton. Fast könnte man davon ausgehen, dass Hilton selbst diese Geschichte so erlebt hat. Aber dem ist nicht so und man mag es fast nicht glauben. Schon gleich von Beginn an, war ich wie gelähmt und gleichzeitig gefesselt von dieser Brutalität, die Wills Leben beherrscht. Sein Vater nennt ihn Mädchen oder Schwuchtel. Die Schläge, die er von ihm bekommt, schmerzen nicht annähernd so sehr, wie die Schwäche seiner Mutter. Immer und immer wieder verteidigt sie ihren Ehemann und sagt, dass er ein guter Mann ist. Als Will seinen Vater in seiner Verzweiflung niedersticht, sieht ihn die Mutter ganz entsetzt und voller Abscheu an und fragt ihn: „Wie konntest du das tun, William! Oh, mein Gott. Wie konntest du nur!“ Dass Will sich in diesem Moment nicht verraten gefühlt hat, sondern nur Mitleid mit seiner Mutter hatte, ist für mich nur sehr schwer nachzuvollziehen. Genauso habe ich mich ständig gefragt, wie er diese zwei Jahre auf der Ranch psychisch überstehen konnte. Der Autor hat die Gewaltszenen so detailliert beschrieben, dass ich Tränen in den Augen hatte. Und niemand, wirklich niemand hat es geschafft, sich dagegen aufzulehnen. Wenn ich den Roman mit einem Wort beschreiben müsste, würde mir nur eines einfallen: SCHMERZ Das Thema Freundschaft nimmt in diesem Buch einen sehr hohen Stellenwert ein und gerade dort läuft der Autor mit seiner gefühlvollen Art zu Schreiben, zur Höchstform auf. Die Beschreibungen von den Gefühlen und Gedanken der Jungen, die sind so authentisch, dass man einfach mit leidet. Die seltenen Augenblicke des Glücks werden mit den nächsten Schicksalsschlägen gleich wieder zu Nichte gemacht. Der Tod ist in diesem Buch ein treuer Weggefährte und ich konnte mich damit nur schwer arrangieren. Trotzdem kann ich sagen, dass „Wir sind die Könige von Colorado“ eins der besten und intensivsten Bücher ist, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Selbst nachdem ich es schon seit ein paar Tagen ausgelesen habe, wühlt es mich immer noch auf und ich könnte schon wieder weinen. Weinen um die vielen Wills in dieser Welt, die es noch gibt und deren Leben geprägt ist, von Hass, Brutalität, Korruption und tiefer Hoffnungslosigkeit.

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Meine Rezension
von Rennie aus Ingolstadt am 26.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sommer 1963: Gerade einmal 13 Jahre als ist William Sheppard alt, als er auf seinen alkoholsüchtigen und cholerischen Vater mit einem Taschenmesser einsticht, während dieser wieder einmal Will´s Mutter brutal misshandelt und vergewaltigt. Will´s Vater überlebt den Angriff schwer verletzt, aber Will wird zu einer 2jährigen Haftstrafe in einer... Sommer 1963: Gerade einmal 13 Jahre als ist William Sheppard alt, als er auf seinen alkoholsüchtigen und cholerischen Vater mit einem Taschenmesser einsticht, während dieser wieder einmal Will´s Mutter brutal misshandelt und vergewaltigt. Will´s Vater überlebt den Angriff schwer verletzt, aber Will wird zu einer 2jährigen Haftstrafe in einer Jugendhaftanstalt verurteilt. Das schlimmste daran ist für den Jungen nicht einmal so sehr die Strafe, als das Erkennen, dass sich seine geliebte Mutter, für die er doch letztendlich diese Tat verübt hat, sich von ihm abwendet. Ziemlich kühl verabschiedet sie ihren Buben am Bahnhof des kleinen Heimatortes, als dieser mit dem Zug zum Antreten seiner Haftstrafe aufbrechen muss. Die Jugendhaftanstalt stellt sich als sehr abgelegene Pferderanch tief in den Bergen Colorados heraus und für Will beginnt dort ein neuer Lebensabschnitt. Unter einem sehr strengem Reglement sollen dort straffällig gewordene Jugendliche wieder auf den rechten Weg gebracht werden. Ihre Arbeit besteht aus dem Versorgen und Zähmen wilder Pferde und ist verdammt hart für die Jugendlichen. Bald schon merkt auch Will, dass auf dieser Ranch nicht nur der Wille von wilden Pferden gebrochen werden soll, sondern dass einige ziemlich sadistische Aufseher selbiges auch bei den Jungen versuchen. Noch erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Häftlinge so wenig Eigenschuld wie Will an ihrem Aufenthalt tragen. Will muss lernen, erwachsen zu werden und sich zur Wehr zu setzen, auch wenn er noch viel zu jung für ein derartiges Leben ist. Doch neben all dem Schrecklichen, das auf den 13jährigen hereinzubrechen droht, findet er in den gleichaltrigen Mithäftlingen Coop, Benny und Mickey auch Freunde und das Vierergespann bildet schon bald eine verschworene Gemeinschaft, die davon träumt, als die „Könige von Colorado“ zu leben und alles Schlechte und Brutale, das ihnen widerfährt vergessen zu können. Bald jedoch gilt es für das Quartett einen schrecklichen Kampf ums nackte Überleben auszufechten und ein spannender und mitreißender Roman nimmt seinen weiteren Verlauf … Fazit: Ich vergebe nur selten die Höchstpunktzahl für einen Roman, aber dieses Buch nenne ich für mich ruhigen Gewissens, eines der besten, dass ich je gelesen habe. Mit sehr viel Hingabe erzählt der Autor über ein nicht alltägliches Jungenleben in den 60ern, wobei Freund-, asls auch Feindschaft herrschen und wo Gewalt an der Tagesordnung liegt. Man spürt mit jedem Kapitel, dass David E. Hilton seinen Roman nicht nur geschrieben, sondern ihn dabei auch gelebt hat. Seite für Seite. Ein solch tolles, fesselndes und rührendes Buch habe ich lange nicht in Händen gehalten. „Die Könige von Colorado“ ist ein Muss für jeden Leser, egal welche Genres er oder sie auch bevorzugen mag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand dies bereuen könnte. Für mich erhält dieses Buch die höchste positive Bewertung, die vergeben werden kann und ich wünsche mir, noch viel mehr von David E. Hilton zum Lesen vorgesetzt zu bekommen. Für diesen Debütroman kann man dem Autoren nur ganz herzlich gratulieren und Danke sagen.

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Beeindruckend und verstörend
von Everett am 23.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der dreizehnjährige William weiß im Sommer 1963 nicht mehr weiter. Wieder schlägt der gewalttätige Vater auf ihn und seine Mutter ein. Voller Wut und Verzweiflung sticht er seinem Vater ein Messer in die Brust. Williams Vater überlebt und Will muss für zwei Jahre in ein Jugenderziehungslager, eine abgelegene Ranch... Der dreizehnjährige William weiß im Sommer 1963 nicht mehr weiter. Wieder schlägt der gewalttätige Vater auf ihn und seine Mutter ein. Voller Wut und Verzweiflung sticht er seinem Vater ein Messer in die Brust. Williams Vater überlebt und Will muss für zwei Jahre in ein Jugenderziehungslager, eine abgelegene Ranch in Colorado. Mit weiteren Jugendlichen muss Will dort wilde Pferde zähmen. Neben der harten Arbeit, die so noch zu ertragen wäre, müssen die Jungs sadistische Aufseher, den profitgierigen Direktor und einen hinterhältigen Mitgefangenen ertragen. Doch in all dem findet Will auch Freunde, Coop, Benny und Mickey, und untereinander können sie sich immer wieder Mut machen und Halt geben. Nach und nach erfährt man die Gründe des Aufenthaltes der andern Jungen auf der Ranch. Durch das Zutun eines Mitgefangenen geschehen schlimme Dinge und ohne einander würden die Jungs alle Hoffnung verlieren. Als dann Pferde ausbrechen und sie mit zum Suchtrupp gehören, müssen sie bald feststellen, dass es noch schlimmer kommen kann und sie ums nackte Überleben kämpfen müssen. Selten, dass ich ein Buch so schnell durchgelesen habe. Es hat mich von Anfang an gefesselt. Die Ich-Erzählung von Will ist zutiefst beeindruckend, und man kann sich alles sehr gut vorstellen, und ist erschüttert. Wie kann ein Staat, erwachsene Leute so etwas zulassen, dulden, selber ausführen? Denn, dass an der Geschichte irgendetwas Wahres dran ist, kann ich mir gut vorstellen. Die Hauptpersonen sind sehr gut dargestellt und auch andere Romanfiguren sind gut vorstellbar. Einzig die Figur des gewalttätigen Mitgefangenen schwächelt, dessen Beweggründe bleiben offen und so bleibt er eher eine farblose, wenn auch zutiefst böse Figur. Beeindruckend ist, wie Will durch Freundschaft und Loyalität die Kraft bekommt, um das alles durch-zustehen und bei allem menschlich bleibt. Das wird auch am Ende des Romans sehr deutlich, wo sich die Freunde nach vielen Jahren wieder finden. Der Autor hat eigentlich unsagbares in einer klaren und beeindruckenden Sprache zu Papier gebracht. Ich denke, hier muss auch die Übersetzung gelobt werden. Auf dem Cover würden mir, in Anlehnung an die Geschichte, Bäume und eine Pferdeherde fehlen. Für mich ein sehr beeindruckendes Buch, was wirklich unter die Haut geht.

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'Und die Welt war dunkel'
von sabatayn76 aus Deutschland am 20.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Nach einem Unfall, bei dem ein Pferd stirbt, werden beim Ich-Erzähler William lang verdrängte Erinnerungen aktiviert. Die Szenerie lässt ihn nicht mehr los und bringt ihn dazu, von den Ereignissen, die beinahe ein halbes Jahrhundert zurück liegen, zu erzählen. Er berichtet vom physischen und psychischen Missbrauch durch den... Inhalt: Nach einem Unfall, bei dem ein Pferd stirbt, werden beim Ich-Erzähler William lang verdrängte Erinnerungen aktiviert. Die Szenerie lässt ihn nicht mehr los und bringt ihn dazu, von den Ereignissen, die beinahe ein halbes Jahrhundert zurück liegen, zu erzählen. Er berichtet vom physischen und psychischen Missbrauch durch den alkoholkranken Vater, von der vom Vater verprügelten Mutter, von verbaler Aggressivität - und von dem Tag, an dem er seinem Vater ein Messer in die Brust gerammt hat, woraufhin Will zwei Jahre in einer Erziehungsanstalt - auf einer abgelegenen Ranch in den Bergen von Colorado - verbringen muss. Mein Eindruck: Hilton hat ein düsteres, abgründiges, mitreißendes und fesselndes Buch in klarer Sprache und mit überzeugend charakterisierten Protagonisten geschrieben. 'Wir sind die Könige von Colorado' ist von psychologischer Tiefe und zeigt in glaubwürdiger und verstörender Weise die von den Protagonisten täglich erfahrene Gewalt - und den Kampf um Normalität, um wahre Freundschaft, um Anerkennung und darum, Traumata vergessen und ohne die quälenden Erinnerungen daran weiterleben zu können. Hilton schildert psychische und physische Gewalt sehr explizit, und ich hatte häufiger das Gefühl, diese Beschreibungen beinahe nicht ertragen zu können. Ich finde jedoch, dass es gerade diese detaillierten und schier unerträglichen Schilderungen sind, die es ermöglichen, sich vollständig in die Protagonisten einzufühlen, mit ihnen leiden zu können und das Gefühl zu haben, selbst auf der Swope Ranch ums nackte Überleben zu kämpfen. Mein Resümee: 'Wir sind die Könige von Colorado' ist sicherlich eines der bewegendsten und emotional mitreißendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Unbedingt lesen!

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'Und die Welt war dunkel'
von sabatayn76 am 20.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Nach einem Unfall, bei dem ein Pferd stirbt, werden beim Ich-Erzähler William lang verdrängte Erinnerungen aktiviert. Die Szenerie lässt ihn nicht mehr los und bringt ihn dazu, von den Ereignissen, die beinahe ein halbes Jahrhundert zurück liegen, zu erzählen. Er berichtet vom physischen und psychischen Missbrauch durch den... Inhalt: Nach einem Unfall, bei dem ein Pferd stirbt, werden beim Ich-Erzähler William lang verdrängte Erinnerungen aktiviert. Die Szenerie lässt ihn nicht mehr los und bringt ihn dazu, von den Ereignissen, die beinahe ein halbes Jahrhundert zurück liegen, zu erzählen. Er berichtet vom physischen und psychischen Missbrauch durch den alkoholkranken Vater, von der vom Vater verprügelten Mutter, von verbaler Aggressivität - und von dem Tag, an dem er seinem Vater ein Messer in die Brust gerammt hat, woraufhin Will zwei Jahre in einer Erziehungsanstalt - auf einer abgelegenen Ranch in den Bergen von Colorado - verbringen muss. Mein Eindruck: Hilton hat ein düsteres, abgründiges, mitreißendes und fesselndes Buch in klarer Sprache und mit überzeugend charakterisierten Protagonisten geschrieben. 'Wir sind die Könige von Colorado' ist von psychologischer Tiefe und zeigt in glaubwürdiger und verstörender Weise die von den Protagonisten täglich erfahrene Gewalt - und den Kampf um Normalität, um wahre Freundschaft, um Anerkennung und darum, Traumata vergessen und ohne die quälenden Erinnerungen daran weiterleben zu können. Hilton schildert psychische und physische Gewalt sehr explizit, und ich hatte häufiger das Gefühl, diese Beschreibungen beinahe nicht ertragen zu können. Ich finde jedoch, dass es gerade diese detaillierten und schier unerträglichen Schilderungen sind, die es ermöglichen, sich vollständig in die Protagonisten einzufühlen, mit ihnen leiden zu können und das Gefühl zu haben, selbst auf der Swope Ranch ums nackte Überleben zu kämpfen. Mein Resümee: 'Wir sind die Könige von Colorado' ist sicherlich eines der bewegendsten und emotional mitreißendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Unbedingt lesen!

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Lebensbeichte
von Manuela2205 am 20.02.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Könige von Colorado handelt vom jungen William Sheppard. Er leidet unter einem alkoholkranken Vater, der ihn und die Mutter schwer misshandelt. Mit dreizehn Jahren handelt Will und sticht seinem Vater ein Messer in die Brust, als er seine Mutter halb tot prügelt. Der Vater überlebt, William wird jedoch... Die Könige von Colorado handelt vom jungen William Sheppard. Er leidet unter einem alkoholkranken Vater, der ihn und die Mutter schwer misshandelt. Mit dreizehn Jahren handelt Will und sticht seinem Vater ein Messer in die Brust, als er seine Mutter halb tot prügelt. Der Vater überlebt, William wird jedoch für zwei Jahre auf eine Erziehungsranch in Colorado geschickt. Dort sind Grausamkeiten ebenfalls auf der Tagesordnung, von den Aufsehern wird mehr als hart durchgegriffen. Doch auch wahre Freundschaft unter den Jungen kommt zustande, denn nicht alle sind Schwerverbrecher, sondern einige ein Opfer der Umstände, so wie Will. Meine Meinung: David Hilton erzählt mit leisen Worten von einem Jungen, der Opfer der Umstände und eines meines Erachtens haarsträubenden Rechtssystems wurde. Ich bin wirklich froh, nicht im Amerika der Sechzigerjahre zu leben, die Beschreibung der Selbstverständlichkeit mit der das Urteil und die Schindereien hingenommen werden, macht mich mehr als betroffen und wütend. Sehr eindringlich wird einem der Alltag in diesem Erziehungscamp nahe gebracht, mit drastischen Schilderungen von Grausamkeiten durchaus nicht gespart. Der Roman lebt nicht von atemberaubender Spannung, sondern von den Personen in die man sich einfühlen kann, sowie den Schilderungen des Alltags, der schließlich in einem Gewaltausbruch eskaliert. Den Schluss empfand ich persönlich als etwas dick aufgetragen, obwohl Will auch als alter Mann glaubwürdig bleibt. Da Will rückblickend als Mann von 60 Jahren erzählt, gibt es durchaus eine erzählerische Distanz, die einen leicht nüchternen Eindruck erweckt. Aber eben durch diesen Abstand wird das Geschehen noch näher an den Leser herangetragen, da man nicht von den Emotionen der handelnden Personen erschlagen wird. Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, dem ich 4,5 Sterne gebe.

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David E.Hilton, Wir sind die Könige von Colorado „Scheiß auf die Welt da draußen. Hier drinnen sind wir Könige“.
von Birgitt Schweren-Wolters aus Krefeld am 10.07.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit diesen Worten machen sich der 13 jährige Will und die anderen „schwererziehbaren“ Jungs, die auf eine einsam gelegene Ranch in Colorado geschickt wurden, Mut, die Grausamkeiten der Erzieher zu ertragen. In knappen Sätzen erfahren wir Wills Geschichte und die seiner Freunde, die wilde Pferde zähmen müssen und ... Mit diesen Worten machen sich der 13 jährige Will und die anderen „schwererziehbaren“ Jungs, die auf eine einsam gelegene Ranch in Colorado geschickt wurden, Mut, die Grausamkeiten der Erzieher zu ertragen. In knappen Sätzen erfahren wir Wills Geschichte und die seiner Freunde, die wilde Pferde zähmen müssen und dabei brutal und schonungslos selbst gezähmt werden sollen. Als eines Nachts Pferde ausbrechen und eine Gruppe von Wächtern und Gefangenen sie wieder einfangen muss, eskaliert die unhaltbare Situation. Die, die überleben, werden Freunde fürs Leben.

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EIN GRANDIOSES ABENTEUER!
von einer Kundin/einem Kunden am 03.05.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Will Sheppard, ein dreizehnjähriger Jugendlicher, wehrt sich. Sein Vater ist Alkoholiker und versetzt im Rausch seine Mutter und ihn in Angst und Schrecken. Er vergewaltigt , stiftet Unruhe und verprügelt seinen eigenen Sohn. Will erträgt die Situation nicht länger. Er greift zum Messer und verletzt seinen Vater schwer. Will wird verurteilt. Er soll... Will Sheppard, ein dreizehnjähriger Jugendlicher, wehrt sich. Sein Vater ist Alkoholiker und versetzt im Rausch seine Mutter und ihn in Angst und Schrecken. Er vergewaltigt , stiftet Unruhe und verprügelt seinen eigenen Sohn. Will erträgt die Situation nicht länger. Er greift zum Messer und verletzt seinen Vater schwer. Will wird verurteilt. Er soll auf einer Erziehungsranch in den Bergen von Colorado seine Strafe verbüßen. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen muss er dort wilde Pferde zähmen. Bald jedoch muss Will bemerken, dass auch sein Wille gebrochen werden soll, die Wärter der Erziehungsranch gehen dabei mit aller Härte vor. Aber Will findet auch Freunde. Als verschworene Gemeinschaft, als die Könige von Colorado, wehren sie sich gegen Mithäftlinge und dem harten Vorgehen ihrer Peiniger. Eines Tages verschwindet eine Herde wilder Pferde. Will wird Mitglied eines Suchtrupps, der ihn in die schroffe Berglandschaft Colorados führt. Dort geht es bald um Leben und Tod. David E. Hilton ist mit seinem Buch ein grandioser Abenteuerroman gelungen. Er schreibt keine Zeile zu viel, die Geschichte lebt von der ersten bis zur letzten Seite und versetzte mich von Anfang an in Hochspannung. Dabei steigert sich der Handlungsverlauf in Rasanz und endet in einem vielleicht etwas übertriebenen Blutbad. Es hat den Anschein, als wollte Hilton den Roman zum Ende hin überfurios finalisieren. Nichts desto trotz ein wunderbarer, wenn auch grausamer Abenteuerroman.

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