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Wolfsspinne

Thriller

(11)
Ein hochbrisanter Politthriller vor dem Hintergrund von Flüchtlingszuwanderung und Pegida, der die offizielle Version zum Thema NSU infrage stellt.
Es ist niemals vorbei.
Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland Jahre lang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat.
Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den "Nationalistischen Untergrund" für den Verfassungsschutz beobachtet. Er kennt die Wahrheit. Doch er muss schweigen.
Jahre später ermittelt der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih im Mordfall der Promiwirtin Melli Franck. Die Spur führt ins Drogenmilieu. Aber als weitere Morde geschehen, stößt Vincent auf eine Fährte, die in die Vergangenheit weist: zur "Aktion Wolfsspinne", die eng mit dem NSU verknüpft ist…
Rezension
Umfassend, ausufernd, spannend. Eckert halt. Die Welt
Portrait

Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit 29 Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist. 1995 erschien sein Debüt «Annas Erbe». Seine Romane gelten als «im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit» (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u.a. Friedrich-Glauser-Preis für «Die Zwillingsfalle», Krimi-Blitz für «Schwarzer Schwan»). Bei Wunderlich erschienen bisher seine Politthriller «Schwarzlicht» und «Schattenboxer» um den Düsseldorfer Ermittler Vincent Che Veih.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 496
Erscheinungsdatum 26.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8052-5099-3
Verlag Wunderlich
Maße (L/B/H) 212/139/42 mm
Gewicht 592
Auflage 1
Verkaufsrang 37.256
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95
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Vincent Veih – Band 3
von Alex am 18.09.2016

Das Cover ist toll und sticht sofort ins Auge. Auch der Klappentext ist ansprechend und ich wollte unbedingt die ganze Geschichte kennenlernen. Ich habe bisher noch kein Buch von Horst Eckert gelesen, werde das aber schnell nachholen. Ein toller, fesselnder Schreibstil und die Spannung wurde von Anfang an hoch... Das Cover ist toll und sticht sofort ins Auge. Auch der Klappentext ist ansprechend und ich wollte unbedingt die ganze Geschichte kennenlernen. Ich habe bisher noch kein Buch von Horst Eckert gelesen, werde das aber schnell nachholen. Ein toller, fesselnder Schreibstil und die Spannung wurde von Anfang an hoch gehalten. Die kurzen Kapitel mit den jeweiligen Zeitangaben machen das Lesen angenehm und man wusste immer sofort, in welcher Zeit die jeweiligen Kapitel handeln. Es gibt zwei Erzählstränge, die am Ende stimmig ineinander übergehen. Man schwankt beim Lesen oft zwischen Realität und Fiktion und ich musste mir mehrfach die Frage stellen: War es wirklich so, oder ist das Fiktion? Die handelnden Personen und die Handlungsorte sind gut und bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Für mich ein toller und super spannender Thriller, bei dem Fiktion und Realität erschreckend oft ineinander übergehen. Eine absolute Leseempfehlung für jeden der gute Thriller mag.

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Komplex und spannend
von PMelittaM aus Köln am 15.09.2016

Melli Franck, Wirtin eines Promilokals, wird bestialisch ermordet. Vincent Veih und sein Team ermitteln und stellen schnell fest, dass bereits die Frage nach dem Motiv nicht einfach ist. Mellis Lokal stand kurz vor der Pleite, die Wirtin hat nicht nur Drogen konsumiert, sondern womöglich auch selbst gedealt, ein Mitarbeiter... Melli Franck, Wirtin eines Promilokals, wird bestialisch ermordet. Vincent Veih und sein Team ermitteln und stellen schnell fest, dass bereits die Frage nach dem Motiv nicht einfach ist. Mellis Lokal stand kurz vor der Pleite, die Wirtin hat nicht nur Drogen konsumiert, sondern womöglich auch selbst gedealt, ein Mitarbeiter war kurz vor der Tat gefeuert worden ? doch die Art des Verbrechens deutet auch noch auf andere Motive hin. Vincent Veih hat private Probleme, die Teilnahme an einer Demonstration droht zu entgleiten, Vieles deutet darauf hin, als hätte er die gebotene Beamtenneutralität verletzt und in aller Öffentlichkeit Gewalt angewendet ? seine Karriere steht auf dem Spiel und die Presse veröffentlicht Fotos. Ronny Vogt hat ganz andere Probleme. Nachdem er jahrelang für den Verfassungsschutz undercover im rechten Milieu unterwegs war, wird er nun auf vermeintliche Drogendealer angesetzt. Doch seiner Vergangenheit zu entkommen, ist nicht einfach ? und da ist auch noch der gerade laufende NSU-Prozess, dessen Hauptangeklagte ihm nahe steht. Vincent Veih ermittelt bereits in seinem dritten Fall, für mich ist es jedoch der erste. Er ist ein sehr interessanter Ermittler, die Mutter, Brigitte Veih, ehemalige RAF-Terroristin, mittlerweile frei gelassen, ist nun als Künstlerin und in der Flüchtlingshilfe tätig, der Großvater, bei dem Vincent aufgewachsen ist, war nicht nur Nazi, sondern auch Täter im Dritten Reich, Vincents Vater hält Brigitte geheim, offenbar um ihren Sohn zu schonen ? und trotz dieses nicht leichten Hintergrundes, wirkt Vincent sympathisch, integer und offen. Die Geschichte ist sehr komplex und wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Erst nach und nach verknüpfen sich die einzelnen Erzählstränge und ergeben erst im Laufe der Zeit ein zusammenhängendes Bild. Die Verknüpfungen sind teilweise überraschend, wirken auf mich aber durchgehend passend. Vor allem ist das Geschehen hochaktuell und sattelt auf reale Vorkommnisse auf. Der Autor liefert eigene und durchaus mögliche Erklärungen und bleibt nahe an der Realität. Seine Kritik an (manchen) Behörden, ihren Manipulationen und Klitterungen, und an der Presse ist groß, aber auch scheint Vieles möglich, ohne dass man gleich Verschwörungstheorien nachhängen müsste, an manchen Stellen möchte man lieber nicht wissen, wie nahe der Autor der Wahrheit gekommen ist. Insgesamt wird der Leser zum Nachdenken angeregt und das ist, schon wegen der brisanten Thematik, allemal gut. Horst Eckert erzählt flüssig und spannend, schnell wird der Roman zum Pageturner. Man bangt und hofft mit den Protagonisten, ärgert und ekelt sich mit ihnen. Nicht für alle gibt es ein gutes Ende, auch das ist realistisch. Die Auflösung des Mordfalles ist nachvollziehbar, ebenso wie die anderen Entwicklungen. Die Charaktere sind durchweg gelungen ausgearbeitet und wirken authentisch. Sehr gut dargestellt sind z. B. die Nöte eines Undercover-Ermittlers, der sich dem observierten Milieu anpassen, oft gegen seine Überzeugungen handeln, womöglich sogar töten, muss, dabei immer Gefahr läuft, der Beeinflussung zu erliegen, und sich zusätzlich in ständiger Lebensgefahr befindet. Sehr gut haben mir Prolog und Epilog gefallen, denn hier erhält ein Opfer Stimme ? und das passt sehr gut zum Anhang, in dem die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit dem 03.10.1990 aufgelistet werden: Mehrere Seiten lang! Mich hat der Roman sehr schnell gepackt, ich mag seine Komplexität und Aktualität und finde ihn ungeheuer spannend. Ganz sicher werde ich die beiden Vorgängerromane noch lesen und vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Spannender politischer Thriller
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.09.2016

In Düsseldorf wird die bekannte Wirtin eines Promirestaurants ermordet. Nicht nur, dass das Restaurant finanziell schlecht dastand, auch scheint das Opfer Kontakte zur Crystal Meth-Szene gehabt zu haben. Hauptkommissar Vincent Veih stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Spur, die zur „Aktion Wolfsspinne“ führt, einer Aktion, die in direktem Zusammenhang... In Düsseldorf wird die bekannte Wirtin eines Promirestaurants ermordet. Nicht nur, dass das Restaurant finanziell schlecht dastand, auch scheint das Opfer Kontakte zur Crystal Meth-Szene gehabt zu haben. Hauptkommissar Vincent Veih stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Spur, die zur „Aktion Wolfsspinne“ führt, einer Aktion, die in direktem Zusammenhang mit der NSU und den Ereignissen 2011 in Eisenach steht. Da dieses Buch mein erstes Buch von Horst Eckert ist, kenne ich bisher noch nicht die ersten beiden Fälle des Düsseldorfers Hauptkommissar Vincent Che Veih. Man kann den dritten Fall jedoch auch gut ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bücher lesen. Der Thriller beginnt mit zwei unterschiedlichen Handlungssträngen: einmal erlebt der Leser den Banküberfall in Eisenach 2011 und die nachfolgenden Geschehnisse mit, die zum Tod der zwei NSU-Terroristen führt. Und zwar aus der Sicht von Ronny Vogt, der den NSU für den Verfassungsschutz in Thüringen jahrelang beobachtet hat. Der Autor erzählt hier eine Version der Vorgänge, die offiziell als Verschwörungstheorie abgetan wird und doch in ihrer Logik besticht. Der zweite Handlungsstrang spielt Jahre später und dreht sich um den Mord an der Wirtin. Inwiefern und wie tief waren Verfassungsschutz und Geheimdienst in die NSU-Affäre wirklich verwickelt? Dieser Roman gibt eine Antwort darauf, wie ein mögliches und erschreckendes Szenario ausgesehen haben könnte. Sehr gut beschreibt der Autor die Auswirkungen seiner verdeckten Arbeit auf Ronny Vogt, der sich jahrelang in der rechten Szene aufgehalten hat. Und welche Gefahr sich dahinter verbirgt, die ganze Wahrheit zu wissen. Vincent Che Veih ist ein spannender Charakter, alleine schon aufgrund seiner Familienverhältnisse: die Mutter ist eine ehemalige RAF-Terroristin, der Großvater war Polizist und Nazi. Das Verhältnis zwischen Vincent und seiner Mutter Brigitte ist nicht ganz unbelastet. Brigitte kam mir anfangs sehr kalt vor, aber den Eindruck musste ich revidieren, je näher ich sie kennengelernt haben. Neben den Mordermittlungen muss sich Vincent noch mit anderem Ärger herumschlagen: als er an einer Demonstration gegen Rechtsradikalismus teilnimmt, gerät er in Konflikt mit den Kollegen vor Ort. Die Konsequenzen, aber auch das Verhalten seiner direkten Kollegen und Vorgesetzten im Kriminalkommissariat, werfen einen kritischen Blick auf die Polizei. Das Ende des Romans ist spannend und zwar rein fiktiv, aber ich denke, nicht völlig aus der Luft gegriffen. Abgerundet wird das Buch durch einen fiktiven Prolog und Epilog, in dem die Angehörige eines der NSU-Opfer zu Wort kommt, sowie einer Liste aller Opfer rechtsradikaler Gewalt seit der Wiedervereinigung. Ein durchdachter und gut recherchierter Thriller. Und es wird nicht mein letztes Buch des Autors sein.

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Wolfsspinne
von dorli am 06.09.2016

Horst Eckert beginnt seinen Thriller „Wolfsspinne“ mit einem ergreifenden Prolog: Ein kleines Mädchen muss mitansehen, wie ihr Vater im Blumenladen der Familie von zwei Männern niedergeschossen wird… Eisenach, 04. November 2011. Zwei Männer überfallen eine Sparkasse und flüchten auf Fahrrädern. Kurze Zeit später werden sie tot in ihrem Wohnmobil aufgefunden… Zeitsprung... Horst Eckert beginnt seinen Thriller „Wolfsspinne“ mit einem ergreifenden Prolog: Ein kleines Mädchen muss mitansehen, wie ihr Vater im Blumenladen der Familie von zwei Männern niedergeschossen wird… Eisenach, 04. November 2011. Zwei Männer überfallen eine Sparkasse und flüchten auf Fahrrädern. Kurze Zeit später werden sie tot in ihrem Wohnmobil aufgefunden… Zeitsprung in das Jahr 2015. Düsseldorf. Promiwirtin Melli Franck wird in ihrem Restaurant überfallen und brutal erschlagen. Vincent Veih und sein Team übernehmen die Ermittlungen. Die Kommissare vermuten den Täter im Drogenmilieu, da Melli eine größere Menge Crystal Meth besaß. Aber auch mehrere Personen aus Mellis näherem Umfeld geraten in das Visier der Ermittler… Ronny Vogt ist schon viele Jahre undercover für den Verfassungsschutz tätig. Aktuell wird er in der Düsseldorfer Drogenszene als verdeckter Ermittler eingesetzt… Horst Eckert wartet in seinem dritten Thriller rund um den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih mit politisch hochaktuellen Themen auf. Es geht um den NSU, die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Überwachung dieser Gruppierung, um die Zuwanderung von Flüchtlingen, Pegida und Rechtsextremismus. Der Autor versteht es hervorragend, den Leser in den Bann seiner Geschichte zu ziehen, indem er gekonnt Realität und Fiktion miteinander verknüpft. Er stellt den angeblichen Selbstmord der mutmaßlichen Haupttäter des NSU in Frage und weist dabei auf Widersprüche, Unklarheiten und Ermittlungspannen hin. Ich habe mich im Verlauf der Handlung mehrfach gefragt, ob Eckerts Version des NSU-Themas der Wahrheit nicht näher kommt, als es die offiziellen Darstellungen tun. Horst Eckert versteht es auch, seinen Hauptprotagonisten unter Druck zu setzen. Nicht nur die Ermittlungen im Mordfall Melli Franck beschäftigen Vincent. Seine Teilnahme an einer Anti-Pegida-Demo und die Abwehr eines Angriffs werden falsch gedeutet und ihm zur Last gelegt. Schnell ist klar, dass Vincent von seinem Posten als Dienststellenleiter verdrängt werden soll, und er hat es nicht leicht, zu beweisen, dass er sich nichts zuschulden kommen lassen hat. „Wolfsspinne“ hat mich durchweg begeistert. Die Handlung ist abwechslungsreich, glaubwürdig und von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Die Figuren sind ausdrucksstark, die Dialoge lebhaft. Vincent Veihs dritter Fall ist ein Thriller, der nicht nur kurzweilige Unterhaltung bietet, sondern durch die aktuelle, brisante Thematik besonders intensiv zu fesseln weiß. Absolute Leseempfehlung!

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NSU-Polit- Thriller - Brisant, intelligent und aufrüttelnd authentisch
von Nisnis aus Dortmund am 06.09.2016

2011 in Eisenach: Zwei Männer werden in einem Wohnmobil tot aufgefunden. Alles deutet zunächst auf einen Selbstmord hin. Doch dann wird klar, diese beiden Männer gehörten zu einem rechtsextremen Trio, das im ?Nationalsozialistischen Untergrund? (NSU) agierte. Der dritte Mann ist Ronny Vogt. Er beobachtete den NSU für den Verfassungsschutz. ?Aktion... 2011 in Eisenach: Zwei Männer werden in einem Wohnmobil tot aufgefunden. Alles deutet zunächst auf einen Selbstmord hin. Doch dann wird klar, diese beiden Männer gehörten zu einem rechtsextremen Trio, das im ?Nationalsozialistischen Untergrund? (NSU) agierte. Der dritte Mann ist Ronny Vogt. Er beobachtete den NSU für den Verfassungsschutz. ?Aktion Wolfsspinne? Er kennt die Wahrheit, doch er muss für immer schweigen. Heute in Düsseldorf: Melli Franck wird in ihrem Promi-Restaurant brutal ermordet aufgefunden. Erste Spuren führen Hauptkommissar Vincent Veith ins Drogenmilieu, denn bei Melli Franck werden Drogen gefunden, die sie selbst auch konsumierte. Merkwürdig auch, dass Melli Francks Ex-Ehemann weiter in das heruntergewirtschaftete Restaurant investierte. Vincent Veith steht zunächst vor einem großen Rätsel, bis weitere Morde geschehen. Im Zuge dieser Ermittlungen berühren Spuren den ?Nationalsozialistischen-Untergrund? weit in der Vergangenheit. Als Vincent Veith seinen entfernten Cousin Ronny Vogt im Zusammenhang mit einem der Morde befragt, holt ihn dessen Vergangenheit mit dem mörderischen NSU-Trio ein und seine Tarnung droht aufzufliegen. Reflektionen: Wenn ich Bücher lese, dann liegt stets ein Notizbuch neben mir, in dem ich all das notiere, was ich später in meine Rezension fließen lassen möchte. Als ich Wolfsspinne las, füllten sich meine Seiten im Hand umdrehen, so dass ich nun vor einer großen Flut von Notizen für diese Rezension sitze. Es sind so außergewöhnlich viele Notizen geworden, da Horst Eckert die Seiten seines intelligenten Polit-Thrillers auf jeder Seite mit Informationen garniert, die ich süchtig lesend in mich hineinsauge. Er spielt mit mir als Leser, denn seine Geschichte tanzt auf Messers Schneide. Absichtlich drückt er den Leser in Selbstzweifel, denn was ist Realität und was Fiktion? Was ist Fakt oder was reales Zeitgeschehen und was ist Horst Eckerts Version, wie alles gewesen sein könnte? Horst Eckerts glaubwürdige Version ist weit entfernt von einer Verschwörungstheorie, aber sie strotzt nur so vor brutaler Authentizität und das ist es was diesen hochspannenden Thriller so interessant und erschreckend zugleich macht. Selbst wenn man die NSU-Affären in der Presse aufmerksam verfolgt hat, kommt man trotzdem mit seinen abgespeicherten Informationen und den verbliebenen, unermesslich vielen Spekulationen arg ins Schleudern, denn wir alle wissen sicher, dass man uns Bürgern nicht die reine Wahrheit vorgesetzt hat. Wolfsspinne ist also nicht nur ein sehr spannender Thriller, sondern auch eine brisante Möglichkeit der Aufklärung. Niemand braucht sich sorgen dass die Geschichte möglicherweise langweilt, weil man erneut und erneut von der NSU liest. Ganz im Gegenteil, spannender kann ein Polit-Thriller mit realem Bezug absolut nicht sein und der Spagat zwischen Fiktion und Realität ist genial gelungen. Daneben hat Horst Eckert Protagonisten erschaffen, deren Legenden die Hauptrollen spielen. Er versucht aber auch mit Hilfe seiner schriftstellerischen Freiheit die damaligen Täter kennenzulernen bzw. aufzudecken was sie warum taten und beleuchtet wie sie heute leben könnten. Die Lebensläufe der vielschichtigen Figuren weisen viele Parallelen zu Mundlos, Tschäpe, Böhnhardt & Co. auf, aber sie führen dennoch ein von ihnen unabhängiges Leben, dass immer wieder, dann authentisch, die Bundesregierung, BKA, LKA und vor allem den Verfassungsschutz angenehm taktlos und kritisch kreuzt. Es ist deutlich zu lesen, wie der Autor das Ergebnis der Bundesanwaltschaft anzweifelt, bei der sich die Widersprüche im NSU-Prozess, offensichtlich nicht verfolgte Spuren und merkwürdige Todesfälle von Zeugen summieren. Überhaupt wird beim Lesen erneut deutlich, wie wenig man als Bürger die Wahrheit kennt. In Wolfsspinne ermittelt erneut der sympathische Vincent Veith, dessen Mutter einst selbst als Terroristin agierte. Daraus ergeben sich immer wieder interessant in Szene gesetzte Konflikte, die Veiths Polizistenlaufbahn kontinuierlich stören. Auch wenn dieser Ermittler bereits zum dritten Mal Geschichte schreibst, so meine ich, dass man Wolfsspinne auch ohne die Vorgänger vorher gelesen zu haben als ?stand alone? sehr gut genießen kann ohne etwas Vergangenes zu vermissen. Host Ecket hat Wolfsspinne zwei Perspektiven geschenkt, die erfrischend im Wechsel harmonieren. Wendungen und Verstrickungen beleben den komplexen Thriller, den man sehr bewusst genießen sollte. Genuss ist darüber hinaus auch der Schreibstil des Autors. Knackig, faktisch, sehr gewissenhaft recherchiert, nüchtern, aber durchaus auch emotional und mit einem Hauch von Humor. Fazit und Bewertung: Wolfsspinne ist ein hochbrisanter, intelligenter und komplexer Polit-Thriller. Für mich ein Lese-Highlight 2016. Ich empfehle ihn den Liebhabern von Polit-Thrillern und Fans von Vincent Veith.

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Der neue Horst Eckert-Thriller - politisch brisant!
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkelenz am 03.09.2016

Mich konnte der 3. Band um Hauptkommissar Vincent Veih mehr als begeistern. Inhalt: Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland Jahre lang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat. Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den "Nationalistischen Untergrund" für... Mich konnte der 3. Band um Hauptkommissar Vincent Veih mehr als begeistern. Inhalt: Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland Jahre lang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat. Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den "Nationalistischen Untergrund" für den Verfassungsschutz beobachtet. Er kennt die Wahrheit. Doch er muss schweigen. Jahre später ermittelt der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih im Mordfall der Promiwirtin Melli Franck. Die Spur führt ins Drogenmilieu. Aber als weitere Morde geschehen, stößt Vincent auf eine Fährte, die in die Vergangenheit weist: zur "Aktion Wolfsspinne", die eng mit dem NSU verknüpft ist… Die Themen NSU, Pegida, die Flüchtlingsproblematik und der wiedererstarkte Rechtsradikalismus sind Themen, die die Zeitungen füllen und gefüllt haben. Horst Eckert hat diese Problematiken in seinem neuestem Thriller "Wolfsspinne" eindrucksvoll niedergeschrieben. Das Buch zündet gleich zu Beginn und lässt den Leser bis zum Ende nicht mehr los. Besser gesagt, man kommt doch sehr ins Grübeln über unsere derzeitige Gesellschaft und ihre Entscheidungsträger. Horst Eckert besitzt eine klare Sprache und bietet eine ausdrucksstarke und bildhafte Figurenzeichnung an. Man kann sich hervorragend in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen. Gleichzeitig betritt er eine politisch brisante Eisfläche, auf der so mancher Protagonist in der Wirklichkeit gefährlich ausrutschen würde. Horst Eckert nimmt kein Blatt vor den Mund und legt die Finger tief in die Wunde der Machenschaften der Geheimdienste. Besonders macht diesen Thriller, dass dabei sehr viele verschiedene Themen aufgegriffen werden und in einen komplexen und schlüssigen roten Faden münden. Insgesamt ein brisanter Polizei-Thriller, der das aktuelle politische Zeitgeschehen perfekt trifft. Ein Buch, das mehr als bewegt und über längere Zeit nachwirkt.

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Das war wieder ganz großes Kino...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 24.08.2016

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ So oder ähnlich könnte es einem durch den Kopf gehen nach der Lektüre dieses Buches. Insbesondere auch, wenn man weiß wie real das neue Buch von Horst Eckert tatsächlich ist. Gerade die Undercovermitarbeiter der Behörden erschrecken den... „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ So oder ähnlich könnte es einem durch den Kopf gehen nach der Lektüre dieses Buches. Insbesondere auch, wenn man weiß wie real das neue Buch von Horst Eckert tatsächlich ist. Gerade die Undercovermitarbeiter der Behörden erschrecken den Leser, sind sie doch leider keine Fiktion. Wer die Berichterstattung um die NSU Morde verfolgt hat wird einige Parallelen wiedererkennen, aber auch viel Fiktives wurde in die Story eingesponnen, so dass man letzten Endes wieder einen großartigen Thriller des Autoren in den Händen hält. Wie man es von Horst Eckert kennt sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet und wirken deshalb sehr authentisch. Für mich immer wieder besonders interessant und echt wirken die Dialoge der Protagonisten. Auch sehr plastisch sind die Schauplätze beschrieben, so sehr das man das Gefühl hat vor Ort dabei zu sein und mit zu ermitteln. Das Buch spielt auf mehreren Handlungssträngen die schon jeder für sich sehr interessant zu lesen sind und jeweils auch einen spannenden Roman abgeben würden. Jedoch diese zusammen genommen machen aus dem Buch eine runde und hochdramatische Sache. Wie jedes Mal wenn ich einen Thriller aus der Reihe um Vincent Che Veih lese rattert bei mir das Kopfkino und mir geht es durch den Kopf wie sich die Bücher auf der großen Kinoleinwand machen würden. Ich bin davon überzeugt, dass die Reihe wirklich, im wahrsten Sinne des Wortes, ganz großes Kino sein könnte. Wer Horst Eckert und seine Romane kennt, weiß genau dass er für dieses Buch wieder sehr genau recherchiert hat und das merkt man dem Buch auch an. Die Fragen die sich im Verlauf des Buches aufgetan haben wurde weitestgehend alle schlüssig beantwortet, dennoch kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass da möglicherweise noch ein weiterer Band kommen könnte der sich mit diesem Thema beschäftigt. Für mich war das wieder ein ganz großer Roman und so vergebe ich wieder die Höchstpunktzahl mit 5 von 5 Sternen und eine glasklare Leseempfehlung!

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Vincent Veih und die NSU - ein weiterer grandioser Polizei-Thriller aus der Feder von Horst Eckert
von ech am 23.08.2016

Vincent Veih ermittelt hier in seinem nunmehr dritten Fall, der mich, wie schon die Vorgänger, restlos begeistert hat. Das Düsseldorfer KK 11 unter der Führung von Vincent Veih sucht den Mörder der Promi-Wirtin Melli Franck, die in ihrem Lokal "Greens" brutal ermordet wurde. Ronny Vogt, der vom Thrüringer Landesamt für Verfassungsschutz... Vincent Veih ermittelt hier in seinem nunmehr dritten Fall, der mich, wie schon die Vorgänger, restlos begeistert hat. Das Düsseldorfer KK 11 unter der Führung von Vincent Veih sucht den Mörder der Promi-Wirtin Melli Franck, die in ihrem Lokal "Greens" brutal ermordet wurde. Ronny Vogt, der vom Thrüringer Landesamt für Verfassungsschutz als V-Mann auf das NSU-Trio angesetzt war und sie jahrelang beobachtet und begleitet hat, ermittelt aktuell undercover in der Düsseldorfer Drogenszene. Als sich Verbindungen zwischen den beiden Fällen ergeben, wird Ronny von seiner Vergangenheit eingeholt und gerät in einen Strudel voller Gewalt und Verrat ... Was mich bei den Büchern von Horst Eckert immer wieder erstaunt, ist der Umstand, das er jedes Mal eine Fülle von Themen in seinen Bücher verarbeitet und man dennoch niemals das Gefühl hat, die Geschichte wäre überfrachtet und würde ihr eigentliches Hauptthema aus den Augen verlieren. Auch hier ist es wieder so. Neben der Mordermittlung und dem NSU-Komplex werden noch die PEGIDA und die Flüchtlingsthematik incl. der politischen Begleitumstände behandelt und gut in die Handlung eingebunden. Auch die internen Abläufe in der Polizei und die kleineren und größeren Machtspiele und -kämpfe in und zwischen den einzelnen Abteilungen nehmen hier, wie eigentlich immer, einen großen Raum ein. Die Protagonisten auf Seiten des KK11 sind mit Ausnahme des Neuzuganges Hamid Belhanda schon aus den früheren Büchern bekannt und hatten auch alle schon ihren eigenen Roman, bei dem sie im Mittelpunkt standen. Dies sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Aber auch Neuleser dürften hier keine Probleme haben, sich zurecht zu finden, da die wesentlichen Informationen zu den einzelnen Personen gut in die Handlung integriert werden. Das Buch besticht durch eine spannende, äußerst komplexe Story, gut charakterisierte und glaubwürdig auftretende Protagonisten und einen mitreißenden Schreibstil, der einen beim Lesen das Buch kaum aus der Hand legen lässt. Oder kurz gesagt, es hat alles, was ein genialer Thriller braucht. Wer diesen Thriller nicht liest, ist selber schuld.

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Beängstigend realistisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 22.08.2016

»Der Notruf ging um 18:42 Uhr in der Leitstelle ein. Keine Angaben zur Person des Anrufers, auf Nachfrage keinerlei Reaktion mehr. Ein Team der Wache Innenstadt war zuerst da.« Dominik wies nach drinnen. »Eine Tote, das Schädeldach zertrümmert. Neben ihr das Handy – offenbar hat sie selbst die Eins-Eins-Null... »Der Notruf ging um 18:42 Uhr in der Leitstelle ein. Keine Angaben zur Person des Anrufers, auf Nachfrage keinerlei Reaktion mehr. Ein Team der Wache Innenstadt war zuerst da.« Dominik wies nach drinnen. »Eine Tote, das Schädeldach zertrümmert. Neben ihr das Handy – offenbar hat sie selbst die Eins-Eins-Null gewählt. Dass sie das noch geschafft hat, mit diesen Kopfverletzungen!« Düsseldorf, 2015: Hauptkommissar Vincent Veih ermittelt im Fall der ermordeten Promiwirtin Melli Franck. Schnell wird klar, dass es Verbindungen ins Drogenmilieu gibt. Als weitere Morde geschehen, tut sich noch eine weitere Spur auf – und die führt zurück ins Jahr 2011. Zu einer Serie von rechtsextremistischen Gewalttaten und zu zwei toten Männern in einem ausgebrannten Wohnmobil… Richtig harter Stoff wird dem Leser hier geboten. Das Ausmaß der Härte resultiert zum einen aus den geschilderten, äußerst brutalen Verbrechen und zum anderen aus der Gewissheit, dass vieles davon tatsächlich geschehen ist. Horst Eckert verknüpft in seinem neuesten Thriller geschickt Realität und Fiktion. Beim Lesen erkennt man in der Handlung und bei den Charakteren zahlreiche tatsächliche Ereignisse und Personen wieder. Alles wurde so gekonnt integriert, dass ich immer wieder dachte: Ja, so könnte es gewesen sein. Alle Hintergründe erscheinen gründlich recherchiert und wurden spannend und ohne logische Lücken eingebaut. Viele aktuelle und brisante Themen fließen in die Handlung ein, Themen wie zum Beispiel die Flüchtlingspolitik, Pegida, NSU, Verfassungsschutz und V-Männer. Ein solcher findet sich übrigens bei den Hauptcharakteren, was höchst interessant zu lesen war, weil man nicht nur erfährt, wie er arbeitet und was seine Aufträge sind, sondern auch, wie er sich dabei eigentlich fühlt und wie er mit seinen Taten lebt. „Wolfsspinne“ ist der dritte Fall für Vincent Veih nach „Schwarzlicht“ und „Schattenboxer“. Vincent ist als Charakter schon deshalb so reizvoll, weil seine Mutter lange Jahre im Gefängnis war, verurteilt wegen ihrer Mitgliedschaft bei der RAF. Dass Brigitte Veih auch nicht gerade begeistert ist, dass ihr Sohn „ausgerechnet“ Polizist werden musste, kann man sich vorstellen. Konfliktpotential zwischen Mutter und Sohn ist somit reichlich vorhanden. Verständnislücken muss niemand fürchten, der die beiden Vorgängerbände nicht gelesen hat – alles Wichtige zu Vincents privater und beruflicher Vergangenheit wird kurz erklärt. Vincents Ermittlungstätigkeiten werden noch zusätzlich dadurch erschwert, dass man ihm die Leitung seines Kommissariats entziehen will. Hat es jemand auf ihn abgesehen? Wer und weshalb? Die Spannung bleibt durchgehend hoch, die Handlung wechselt zwischen Ereignissen in der Gegenwart und solchen aus dem Jahr 2011, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen. Beim Lesen wechselten sich bei mir Betroffenheit, Fassungslosigkeit und Wut ab. Ich glaube nicht, dass man dieses Buch emotional distanziert lesen kann! Fazit: Ein Thriller der Extraklasse! Spannend bis zur letzten Seite und beängstigend realistisch.

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Der dritte Mann
von Baerbel82 am 20.08.2016

„Wolfsspinne“ ist der dritte Fall für den sympathischen Düsseldorfer Kommissar Vincent Veih und zugleich sein schwierigster und auch persönlichster. Doch worum geht es? Es geht um Rechtsextremismus, um Strukturen, die Parallelen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) haben, um NSU 2.0. Und es geht um die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz. Was... „Wolfsspinne“ ist der dritte Fall für den sympathischen Düsseldorfer Kommissar Vincent Veih und zugleich sein schwierigster und auch persönlichster. Doch worum geht es? Es geht um Rechtsextremismus, um Strukturen, die Parallelen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) haben, um NSU 2.0. Und es geht um die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz. Was ist Fiktion, was ist Realität - oder krude Verschwörungstheorie? Zwei Handlungsstränge gilt es zu verfolgen: - 2011: Ein Banküberfall in Eisenach. Anschließend liegen zwei Männer tot in ihrem Wohnmobil. Im Gegensatz zur offiziellen Version, die von Selbstmord ausgeht, erzählt Horst Eckert die Geschichte eines dritten Mannes, der Max und Gerri erschoss. - 2015: Melli Franck wird in ihrer Düsseldorfer Kneipe brutal vergewaltigt und ermordet. Hauptkommissar Vincent „Che“ Veih und sein Team ermitteln. Die Spur führt zunächst ins Drogenmilieu. Bald ist klar, dass auch Neonazis in den Fall verstrickt sind. Über das Wiedersehen mit Vincent, seiner Mutter Brigitte und Freundin Nina, habe ich mich sehr gefreut. Gut gefallen hat mir auch, dass es für diejenigen Leser, die die Vorgänger nicht kennen, eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse gibt und das Personal vorgestellt wird. Gekonnt springt Horst Eckert durch Zeit und Raum. Kurze Kapitel, und viele Perspektivwechsel sorgen für Dynamik. Auch wenn der Leser der Polizei oft einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut. Der Leser merkt sofort, dass dem Autor das Schicksal seiner Figuren sehr wichtig ist: Was ging in dem Mann vor, der Max und Gerri erschoss, deren Komplizin aber verschonte? Die Vernichtung von NSU-Akten durch Verfassungsschützer, nur eine Panne? Auch dieser Frage geht der Autor in seinem brandaktuellen, bestens recherchierten Roman nach. Ein Buch mit Herzblut, fesselnd und bedrückend zugleich. Mit „Wolfsspinne“ hat Horst Eckert nach „Schwarzlicht“ und „Schattenboxer“ erneut einen hochkomplexen und wirklich spannenden Politthriller geschrieben. Eine Lektüre, die einen klüger macht und lange nachhallt. Fazit: Gelungene Mischung aus Dichtung und Wahrheit zum Thema NSU. Starker Stoff. So muss Thriller!

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interessantes Gedankenspiel zu den Hintergründen des NSU
von leseratz aus Stralsund am 04.09.2016

Mein erster Eckert, aber ganz sich nicht mein letzter... Melli Franck wird auf brutale Art ermordet, doch wer hat ein Interesse am Tod der Wirtin? Der Kriminalkommisar Vincent Veih besucht mit seiner Freundin Nina eine Gegendemonstration zu Pegida und gerät zwischen die Fronten und die "Fänge" seiner Polizeikollegen. Ronny arbeitet... Mein erster Eckert, aber ganz sich nicht mein letzter... Melli Franck wird auf brutale Art ermordet, doch wer hat ein Interesse am Tod der Wirtin? Der Kriminalkommisar Vincent Veih besucht mit seiner Freundin Nina eine Gegendemonstration zu Pegida und gerät zwischen die Fronten und die "Fänge" seiner Polizeikollegen. Ronny arbeitet als "Fettiger" in einer Imbissbude und soll plötzlich seinen Chef chauffieren? - Wie hängt das alles zusammen und wie kommt der NSU ins Spiel? Horst Eckert hat hier einen sehr komplexen Thriller über das Verbrechen in Düsseldorf vorgelegt. Es ist beeindruckend, wie er es schafft, Realität und Fiktion zu verknüpfen. Vielen Menschen, und nicht alle sind Verschwörungstheoretiker, ist die Darstellung der Ereignisse um die Morde des NSU suspekt. Horst Eckert stellt hier eine Variante vor, die logisch ist und alle offengelegten Fakten verbindet. Und eine Variante, die vor allem mit diversen Ungereimtheiten der tatsächlichen Ermittlungen aufräumt. Dies hat mich sehr beeindruckt. Der Stil, wie bei dem Hintergrund von Horst Eckert zu erwarten, journalistisch berichtend, für mich dem Thema angemessen und gut zu lesen. Warum dann "nur" vier Sterne... dies ist schwer zu begründen, denn obwohl ich beeindruckt von Thema und Umsetzung bin, haben mich die Protagonisten nicht erreicht. Vincent ist nett und Nina nervt und Ronny tut mir einfach nur leid - aber sie berühren mich nicht. Deshalb habe ich das Buch zwar mit Interesse gelesen, war aber nicht an die Seiten gefesselt. Das mag auch daran liegen, dass ich die beiden Vorgänger ("Schwarzlicht" und "Schattenboxer") nicht kenne, aber das wird sich ändern. Fazit: Freunden des politschen Thrillers sehr zu empfehlen. Allerdings ist es wohl besser, die Bücher in Reihenfolge zu lesen.

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