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Zwischen den Meeren

Roman

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Nur wenige Wochen nach der Hochzeit muss ein junges Paar sich wieder trennen für ein ganzes halbes Jahr. Tom Cavendish fährt nach Japan, um Leuchttürme zu bauen; Ally, seine Frau, bleibt in Cornwall, wo sie ihren lang gehegten Traum erfüllt und ihre erste Stelle als Ärztin antritt. Der neue Status beschert ihr ungekannte Freiheit, doch während sie sich immer tiefer in die Arbeit stürzt und Tom versucht, sich an die fremde Kultur Japans zu gewöhnen, wird die Entfernung zwischen beiden immer größer und das Fundament ihrer jungen Ehe brüchig.
Mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus psychologischer Einfühlung und intellektueller Tiefe spannt Sarah Moss einen Bogen von Cornwall bis Japan und zeigt zwei Menschen voller beruflicher Entschlossenheit und innerer Einsamkeit, verbunden durch dieselbe Sehnsucht, die Sehnsucht nach dem jeweils anderen.
Portrait
Sarah Moss, 1975 geboren in Schottland, studierte und promovierte an der Oxford University. Heute unterrichtet sie an der University of Warwick. Sie ist die Autorin der Romane »Schlaflos« (2013) und »Wo Licht ist« (2015) sowie des erzählenden Sachbuchs »Sommerhelle Nächte: Unser Jahr in Island« (2014).

Nicole Seifert, geboren 1972, lebt als freie Lektorin und Übersetzerin in Hamburg. Für mare übersetzte sie »Was uns bleibt« von Katie Arnold-Ratliff (2012) sowie alle bisher von Sarah Moss erschienenen Bücher.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 23.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86648-257-9
Verlag Mareverlag
Maße (L/B/H) 211/128/40 mm
Gewicht 604
Originaltitel Signs for Lost Children
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 77.307
Buch (gebundene Ausgabe)
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Beeindruckend und berührend erzählt
von Mercado am 07.11.2016

Dieser Roman besticht als erstes durch sein wunderschönes Cover, Kirschblüten auf weißem Untergrund, welches mir sofort ins Auge gesprungen ist. Die Geschichte spielt im späten 19. Jahrhundert. Tom und Ally Cavendish sind frisch verheiratet. Doch nur wenige Wochen nach der Hochzeit trennen sich für ein halbes Jahr ihre Wege. Tom... Dieser Roman besticht als erstes durch sein wunderschönes Cover, Kirschblüten auf weißem Untergrund, welches mir sofort ins Auge gesprungen ist. Die Geschichte spielt im späten 19. Jahrhundert. Tom und Ally Cavendish sind frisch verheiratet. Doch nur wenige Wochen nach der Hochzeit trennen sich für ein halbes Jahr ihre Wege. Tom muss beruflich nach Japan, um dort Leuchttürme zu bauen. Ally, die ihre erste Stelle als Ärztin antritt, bleibt in Cornwall. Es wird in wechselnden Perspektiven und kurzen Kapiteln erzählt, eine von Tom in Japan, die andere von Ally in Cornwall. Von Tom’s Leben in Japan wird viel und detailreich über die Kultur, Verhaltensformen und Traditionen dort berichtet, was sehr interessant und informativ war. Auf Ally’s Seite hingegen war es sehr emotional, gerade auch durch ihre eigenen Probleme sowie ihrer Vergangenheit, ihre Probleme mit ihrer Mutter und ihrer Arbeit in einer psychiatrischen Einrichtung. Beide Perspektiven waren sehr fesselnd und verwirrend zugleich. Auf der einen Seite die kalte Winterlandschaft von Cornwall, Ally’s Einsamkeit und Probleme und auf der anderen Seite die Schönheit Japans. Es war interessant dargestellt, welche Probleme Ally hatte, zum einen damit, dass sie mit als erste weibliche Ärztin in der damaligen Zeit tätig war, welchen Vorurteilen sie begegnete und wie sie um Anerkennung kämpfen musste. Ihre Arbeit in der psychiatrischen Anstalt war sehr beeindruckend, kam doch hinzu, dass sie mit eigenen Problemen belastet war. Zum anderen wurde ihre Vergangenheit nach und nach belichtet, wie sie unter ihrer kalten und religiösen Mutter leiden musste und Liebe von dieser in keinster Weise erfuhr. Beide erleben einzeln, jeder für sich, viele aufregende und einschneidende Dinge, die sie nicht mit dem anderen teilen können. Briefe sind wochenlang unterwegs, so bleibt die Kommunikation sehr eingeschränkt zwischen den beiden Liebenden. Der Schreibstil war unglaublich schön, sanft und feinfühlig erzählt Sarah Moss die Geschichte von Ally und Tom, die kurze Zeit glücklich verheiratet sind, bis beide sich für Monate trennen müssen. „Zwischen den Meeren“ ist passen gewählt, denn man hat das Gefühl, dass nach der Rückkehr von Tom ein Meer die beiden immer noch trennt. Ein anspruchsvoller Roman voller Tiefe und Emotionen, der mich sehr beeindruckt und berührt hat.

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Ein perfekt inszeniertes Porträt zweier individueller Persönlichkeiten
von louella2209 am 09.09.2016

Inhalt: Das Ehepaar Tom und Ally gehen kurz nach der Hochzeit ihre eigenen Wege um sich beruflich zu verwirklich. Tom zieht es nach Japan, um dort Leuchttürme zu bauen. Schnell verliebt er sich in dieses vielseitige Land mit der exotischen Kultur und die reizvollen Gepflogenheiten. Ally hingegen bleibt in ihrer... Inhalt: Das Ehepaar Tom und Ally gehen kurz nach der Hochzeit ihre eigenen Wege um sich beruflich zu verwirklich. Tom zieht es nach Japan, um dort Leuchttürme zu bauen. Schnell verliebt er sich in dieses vielseitige Land mit der exotischen Kultur und die reizvollen Gepflogenheiten. Ally hingegen bleibt in ihrer Heimat Cornwall, um dort ihre erste Stelle als Ärztin in einer Irrenanstalt anzutreten. Mit ihrer empathischen Art und Einfühlungsvermögen gewinnt sie das Vertrauen ihrer Patientinnen. Ally will nicht nur heilen, sondern auch verstehen. Sie wird gezwungen sich vor ihren Kollegen Respekt zu verschaffen und ihren Status zu verteidigen. Sie bestreitet dabei Wege, die vor ihr noch kein Arzt gegangen ist und stößt dabei an ihre Grenzen. Die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit und ihrer glücklosen Kindheit bei ihrer herrischen Mutter holen sie ein. Sie muss ihre eigenen Barrieren durchbrechen, um ihre berufliche Unabhängigkeit weiter zu beschreiten. Tom, hingegen, genießt seine Zeit in Japan und plant seinen Aufenthalt zu verlängern. Es scheint, als ob sich die beiden nicht nur räumlich, sondern auch innerlich, immer mehr voneinander entfernen. Eine echte Herausforderung für diese junge Ehe, dessen Liebe zu verkümmern droht. „Es wird dauern, und sie wird Geduld brauchen. Geduld hat man immer, so wie man immer Luft zum Atmen hat, einfach weil es gar keine Alternative gibt.“ Zitat S. 11 Meine Meinung: Die Autorin Sarah Moss etablierte sich bereits mit ihren Romanen in dem Genre der anspruchsvollen Unterhaltungsliteratur. Mit „Zwischen den Meeren“ führt sie fort, was sie mit dem Vorgängerroman „Wo Licht ist“ schon begann. Sie skizziert eloquent, einfühlsam und philosophisch das Porträt der jungen Ally Moberley, die als frischgebackene Ärztin und Ehefrau, weiterhin versucht, sich aus den Fesseln ihrer Vergangenheit zu befreien. „Nicht die Geister sind schwer zu ertragen, sondern das Fehlen der Lebenden.“ Zitat S. 99 „Wenn die Geister der Vergangenheit einem nicht folgen, erwarten sie einen in der Zukunft.“ Zitat S.102 Sarah Moss lässt den Leser intensiv an der Gedankenwelt der Hauptprotagonistin Ally teilhaben. Die unterschiedlichen Facetten des menschlichen Verstandes werden ausdrucksstark und sensibel dargestellt. Ally gewinnt mit der Zeit immer mehr an innerer Stärke und Selbstständigkeit, verfällt jedoch, in Gegenwart ihrer Mutter, in alte Verhaltensmuster und auch der schmerzliche Verlust ihrer Schwester macht ihr schwer zu schaffen. Sie bewegt sich auf einer unsichtbaren Linie und läuft ständig Gefahr ihre Seele an ihrer Zwanghaftigkeit zu verlieren. Dabei kann ihr niemand helfen, außer sie selbst. Der Autorin gelingt es fortwährend den Leser durch ein Wechselbad der Gefühle zu treiben. Ally entwickelt sich zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit und der Leser schwankt ständig zwischen Bewunderung und Mitgefühl. Ihre Familienverhältnisse sind erschütternd und mit voller Intensität dargestellt. Die Welt von Tom ist dabei ganz anders und eine willkommene Abweschslung. Man taucht ein in die vielseitige Kultur von Japan im 19. Jahrhundert und begleitet Tom bei seiner Entdeckungsreise von Land und Leute. Man spürt hin und wieder die Sehnsucht nach seiner Frau Ally, aber je länger sein Aufenthalt andauert, desto mehr rücken die Erinnerungen in den Hintergrund. Die Erfahrungen , die die beiden getrennt voneinander machen, können unterschiedlicher kaum sein. Während Tom ständig neue Eindrücke gewinnt, dreht sich Ally im Kreis und muss so manchen inneren Kampf ausfechten, ehe sie den Teufelskreis durchbricht und sich ihr ganz neue Perspektiven eröffnen. Doch die junge Liebe leidet darunter und wird wohl ständig durch die unterschiedliche Entwicklung der beiden geprägt sein. „Das erste Schiff des Morgens umrundet Pendennis Head, lehnt sich in den Wind, als es heimatliche Gewässer erreicht. All unsere Geister können den entgegengesetzten Weg nehmen, denkt Ally, fort über die Wellen, alle Stimmen, die uns hier quälen, könnten sich versammeln und in die Lüfte über das Meer erheben. Sie sieht vor ihrem geistigen Auge, eine Schar böser Geister, die über das Wasser ziehen und sich im Licht der aufgehenden Sonne auflösen.“ Zitat S. 318 5 Sterne für diese faszinierende Lektüre und die stilvolle Erzählkunst der Autorin.

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Der lange Weg eines Paares
von Isaopera am 31.08.2016

Bei "Zwischen den Meeren" handelt es sich um den zweiten Band zu "Wo Licht ist" von der gleichen Autorin. Das war mir vorher nicht bekannt, erklärt aber, wieso einige Ereignisse und Personen so selbstverständlich oder stillschweigend eingeführt wurden und teilweise etwas außen vor blieben. Beim Lesen hat sich bei... Bei "Zwischen den Meeren" handelt es sich um den zweiten Band zu "Wo Licht ist" von der gleichen Autorin. Das war mir vorher nicht bekannt, erklärt aber, wieso einige Ereignisse und Personen so selbstverständlich oder stillschweigend eingeführt wurden und teilweise etwas außen vor blieben. Beim Lesen hat sich bei mir daher teilweise Irritation eingestellt, nun, da ich es weiß, macht es aber Sinn. Das Buch handelt, anders als man vielleicht erwarten würde, wirklich hauptsächlich von der Zeit der Trennung des Paares. Die Reise von Tom auf der einen Seite und die Karriere bzw. der Karrierestart von Ally als Ärztin. Verbunden ist dies natürlich mit vielen Problemen aufeinander treffender Kulturen und bei Ally mit Ressentiments gegenüber Frauen in der Medizin. Ich muss sagen, dass ich die Handlung prinzipiell sehr interessant fand, der Schreibstil allerdings teilweise etwas umständlich war. Insgesamt war mir das Tempo des Buches etwas zu bedächtig und durch die häufigen Szenenwechsel (Ally und Tom wechseln sich in jedem Kapitel ab) wurde häufig Stillstand hervorgerufen. Das Ende kam mir dann etwas zu schnell und fließend, ohne jemand zu spoilern fand ich, dass so ein sehr einfacher Weg gewählt wurde. Ein gut geschriebenes Buch mit ein paar Längen, aber guten Gedanken.

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Die Arbeit eines Lebens
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberschöna am 26.08.2016

„Es ist die Arbeit eines Lebens, das Schlagen des menschlichen Herzens zu beobachten, zu benennen, was wir tun, und doch fähig zu sein, es zu tun.“ Ally und Tom Cavendish sind frisch verheiratet, als sich abzeichnet, dass sie sich für die lange Zeit eines halben Jahres trennen müssen. Während Ally... „Es ist die Arbeit eines Lebens, das Schlagen des menschlichen Herzens zu beobachten, zu benennen, was wir tun, und doch fähig zu sein, es zu tun.“ Ally und Tom Cavendish sind frisch verheiratet, als sich abzeichnet, dass sie sich für die lange Zeit eines halben Jahres trennen müssen. Während Ally als Ärztin in einer Nervenheilanstalt ihren Dienst antritt, verschlägt es Tom nach Japan, wo er als Ingenieur am Bau von Leuchttürmen maßgeblich beteiligt sein wird. Diese aufgezwungene Distanz erscheint ihnen zunächst schwierig, entwickelt sich aber nach und nach zur neuen Beständigkeit ihres Lebens. Nun sind sie wieder zwei Menschen, die ihre Tage und Nächte allein verbringen und die ihre Gedanken, Ängste und Freuden nicht mehr miteinander teilen. Schon bald wächst Tom Japan derart ans Herz, dass er nicht mehr zurück möchte in sein „altes“ Leben und auch Ally erkennt, dass ihre Aufgabe nicht die einer liebevollen, aufopferungsbereiten Ehefrau ist. Gegensätzlicher könnte ihre Ansicht nicht mehr sein, doch ihre Ehe hat Bestand, um den bitteren Preis des verdrängten Glücks. Dies war mein erster Roman der Autorin, die jedoch zu dem vorliegenden Roman bereits eine Vorgeschichte unter dem Titel „Wo Licht ist“ veröffentlicht hat. Zunächst war ich von der Erzählweise, der dichten, intensiven Sprache und den stimmungsvollen Bildern regelrecht begeistert. Eine besondere, sehr stimmungsvolle Szenerie und Sätze wie gemalt, machten das Lesen zum reinen Vergnügen. Dieses Schreibniveau bleibt im gesamten Roman konstant erhalten und lässt den Leser tief in die Schönheit der Sprache eintauchen. Auch die erhoffte Geschichte, über ein junges Ehepaar, welches mit einer unfreiwilligen Situation konfrontiert wird, fing sehr vielversprechend an. Aber bereits ab der Mitte des Buches lässt sich erkennen, dass dieser Roman vielmehr auf zwei Individuen zugeschnitten ist als auf ein Paar. Die Hauptprotagonistin leidet unter ihrer dominanten Mutter, der sie sich auch im Erwachsenenleben unterordnet, wenn auch eher in Gedanken. Sie fühlt sich für nichts gut genug, versucht es krampfhaft allen Recht zu machen und wird immer mehr ein Schatten ihrer selbst, bis an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Sarah Moss skizziert ihre Protagonisten sehr lebensecht, eingebettet in den historischen Zeitgeist und sehr detailliert. Auf die Rolle der Frau und die Erwartungen der Gesellschaft wird ebenso Bezug genommen, wie zu dem Wunsch, das Leben sinnvoll und bedeutsam zu gestalten. Auch diese Selbstreflexion konnte mich begeistern. Dennoch hinterlässt der Roman bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Das liegt in erster Linie an meiner Erwartungshaltung: denn trotz der thematisierten Fernbeziehung habe ich mir ein Paar gewünscht, welches erkennbare Zuneigung füreinander empfindet. Ein Mann und eine Frau, die sich trotz der Distanz mehr Nähe wünschen, die wenigstens in Gedanken beieinander sind, die sich vermissen und nacheinander sehnen. Doch all diese elementaren Punkte, findet man hier nicht. An erster Stelle steht in diesem Roman die Selbstverwirklichung, der Wunsch nach einem Leben, welches von persönlichen Vorlieben geprägt wird und in dem nur sehr wenig Platz für einen anderen Menschen bleibt. Meine Haltung als Leser schwankte dann zwischen der Hoffnung, dass sich doch noch etwas entwickelt und einer Art melancholischen Resignation, nachdem ich feststellen musste, dass die Geschichte diesen Gedanken nicht aufgreifen wird. Fazit: Ich vergebe 3,5 Lesesterne (die ich hier auf Grund der o.g. Kritikpunkte auf 3 abrunde) für einen facettenreichen, intensiven Roman mit viel schriftstellerischen Fingerspitzengefühl. Sarah Moss entwirft eine stimmungsvolle Geschichte, sensibilisiert für die Schönheit einer fremden Kultur und gleichermaßen für die traurigen Aspekte in der geschichtlichen Entwicklung, die es vor allem dem weiblichen Geschlecht über Jahrhunderte hinweg unmöglich machte, gleichberechtigt zu sein. Meine persönlichen Hoffnungen an den Inhalt der Geschichte, konnte dieses Werk leider nur bedingt erfüllen, mir fehlte es an einer hoffnungsfrohen, optimistischen Grundhaltung und an dem Wunsch, für die Liebe zu leben.

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