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TinyHedgehog

Gesamte Bewertungen 34 (ansehen)


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Meine Bewertungen

Geheimnisvolle Rätsel, Morde und Verfolgungsjagden

TinyHedgehog , am 14.10.2016

„Bauen wir eine Kanone“, sagte ich. (Seite 11)

Damit beginnt das Buch und nimmt den Leser somit sofort in eine spannende Geschichte mit. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Christopher erzählt, der frech, kreativ und abenteuerlustig ist und im London des Jahres 1665 seine Ausbildung zum Apotheker macht. An seiner Seite steht sein loyaler und etwas vorsichtiger Freund Tom, der aber immer bei den gefährlichen Aktionen von Christopher dabei ist und mit ihm ein sympatisches Protagonisten-Duo bildet.

Das Buch bietet geheimnisvolle Morde, Rätsel, die zu einem großen Geheimnis führen und die immer wieder spannende mystisch-anmutende Alchemie. Bei einigen der Rätsel, die in dem Buch vorkommen, kann man auch gut mitraten oder zumindest den Protagonisten mit Spannung beim Lösen der Rätsel begleiten. Der Verlag wirbt mit der Aussage: „Verschwörungen, Intrigen, Gefahr - der Da-Vinci-Code für Leser ab 11“. Dieser Aussage kann ich mich vollkommen anschließen.

Die Handlung verläuft allerdings nicht durchgehend chronologisch, sondern beinhaltet Rückblenden, die oft plötzlich auftauchen. Manchmal kamen sie mir etwas willkürlich platziert vor und während ich die Rückblende las, vergaß ich, was in der Gegenwart passierte. Dies konnte mir auch mein Bruder (13 Jahre alt) bestätigen, dem diese Sprünge ebenfalls aufgefallen waren. Ein Beispiel aus dem Buch: Christopher trifft auf dem Weg durch die Stadt ein Mädchen, dass er aus seiner Kindheit im Waisenhaus kennt -> Erinnerungen an seine Zeit im Waisenhaus und wie er dazu kam, eine Apothekerlehre zu beginnen -> Wieder in der Gegenwart, wo er anfängt sich mit dem Mädchen und ihren Freunden zu unterhalten.
Die Rückblenden sind nie länger als 2-3 Seiten, doch für den Erzählfluss wäre es vielleicht besser gewesen, diese zu bündeln und nicht scheinbar „zufällig“ einzuflechten. Trotz der möglichen kurzzeitigen Verwirrung, lässt sich die Geschichte flüssig lesen.

Ein weiterer kleiner Mangel ist der gelegentliche Gebrauch von Wörtern, von denen ich vermute, dass nicht alle Leser der Zielgruppe diese verstehen. So wurde zum Beispiel das Wort „scharwenzeln“ benutzt – Das mag vielleicht zu der Zeit passen, in der das Buch spielt, und somit auch die richtige Stimmung erzeugen, doch ich kann mir vorstellen, dass so eine Ausdruckweise gerade jüngere Leser verwirren könnte. Doch zum Glück tauchen solche Wörter nicht allzu oft auf, sodass sie häufig auch einfach überlesen werden können.

> Fazit <

Alles in allem ist das Buch sehr gut gelungen und ich denke, dass sowohl jüngere als auch ältere Leser ihren Spaß mit dem Buch haben werden.. Zumindest hat mein Bruder (13 J.), der kein Vielleser ist, mir gesagt, dass er das Buch sehr spannend findet und gerne weiterlesen möchte.

Durch die viele Action und Verfolgungsjagden bringt es eine große Portion Spannung mit und kann so den Leser in der Geschichte fesseln. „Der Blackthorn Code – Das Vermächtnis des Alchemisten“ hat zwar kleinere Mängel, die mir beim Lesen direkt aufgefallen sind, doch diese waren nie so gravierend, dass sie mich aus der Geschichte geworfen oder mir die Lust am Lesen genommen hätten. Tatsächlich habe ich mit den Protagonisten mitgefiebert und wollte unbedingt die Rätsel lösen, die zu dem großen Geheimnis führten.

* Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.
* Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
von Kevin Sands
(65)
Buch (gebundene Ausgabe)
15,95

Vielseitige Protagonisten, ein faszinierendes Land und eine epische Geschichte

TinyHedgehog , am 29.09.2016

Zwei Männer höchst unterschiedlicher Herkunft steigen gemeinsam zu Anführern einer Rebellion gegen den tyrannischen Kaiser auf. Sie sind sich näher als Brüder – und werden zu Todfeinden, als ein erbittertes Ringen um die Nachfolge des Herrschers beginnt.
(Quelle: Knaur)


~ Meine Meinung ~

Die ersten 100 Seiten beschreiben zunächst die Schicksale und Hintergründe der Protagonisten bis hin zur eigentlichen Handlung. Dabei sind die Kapitel jeweils einem Protagonisten gewidmet. Es tauchen dabei viele Namen, Orte und Wesen auf und ich musste auf den ersten Seiten recht aufmerksam lesen, um den Überblick zu behalten.

Zwar ist „Die Schwerter von Dara“ ein Fantasy-Buch, doch der größte Teil kommt ohne Fantasy-Elemente aus. Es werden dafür intensiv Kriegsführung, Rebellion und Diplomatie behandelt. Das mag für einige Leser etwas ernüchternd klingen, doch es ist sehr abwechslungsreich und abenteuerlich geschrieben. Die vorhandenen Fantasy-Elemente beschränken sich auf die Götter der Welt. Sie sind tatsächlich real und greifen in die Geschehnisse oder Handlungen der Menschen ein. Es scheint, als würde das noch eine größere Rolle in den folgenden Büchern spielen.

Die Welt, die lose an chinesische Legenden und an das asiatische Mittelalter angelehnt ist, ist ein bisher nicht oft anzutreffendes Setting in der Fantasyliteratur. Mir hat es viel Spaß gemacht, in diese Welt einzutauchen, und die vielen Facetten zu erkunden.

> Zusätzliche Inhalte

Zwar sind im Text viele Beschreibungen der Inseln von Dara, ihren Städten und Umweltbedingungen enthalten, doch zwischendurch hätte ich mir eine Karte gewünscht, die ich kurz zu Rate ziehen könnte. Denn oftmals gibt es Wechsel der Schauplätze, da die Protagonisten über das gesamte Reich verteilt sind. Eine Karte hätte mir für ein schnelleres Zurechtfinden sehr geholfen.
Es gibt jedoch am Anfang des Buches ein Namensverzeichnis der wichtigsten Personen und der Götter. Dies ist besonders hilfreich, da die Namen zum Teil sehr ungewöhnlich sind und ich sie mir deshalb nicht so gut merken konnte. Zudem gibt es viele handelnde Gesichter, sodass die Liste half, den Überblick zu behalten.

> Sprache

Der Schreibstil, bzw. die Art und Weise, wie ausführlich der Autor Ken Liu die Protagonisten dem Leser vorstellt, ist zunächst ungewöhnlich. Doch so bekommt man als Leser einen umfassenden Eindruck von der Welt und ihren Bewohnern. Das Buch lebt sehr von der Vielschichtigkeit seiner Charaktere.

> Cover

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, da es schlicht und doch aussagekräftig ist. Der Löwenzahn hat zudem einen direkten Bezug zum Inhalt. Wie wichtig das Symbol des Löwenzahns ist, wird auch bei dem englischen Reihentitel klar: „The Dandelion Dynasty“ (Die Löwenzahn-Dynastie). Der deutsche Reihentitel zeigt diesen Bezug nicht, deshalb finde ich es sehr gut, dass er sich auf dem Cover wiederfindet.

~ Fazit ~

„Die Schwerter von Dara“ ist zwar erst der Auftakt einer Reihe und doch erzählt es bereits eine lange und epische Geschichte. Obwohl es erst der erste Band ist, ist die Geschichte zunächst abgeschlossen. Zwar ist am Ende klar, dass es wohl weitergehen wird, doch die Grundhandlung ist in diesem Buch beendet. Mir ist das meist sehr wichtig, da ich die Freiheit haben möchte selbst zu entscheiden, ob ich eine Reihe weiter verfolgen möchte oder nicht. Ken Liu hat dies wunderbar umsetzten können: Die Grundhandlung ist abgeschlossen aber es wurden auch bereits Pfade für eine Fortsetzung gelegt.

Das Buch ist mit seinen 736 Seiten ziemlich lang und doch kam bei mir keine Langeweile auf. Besonders die Protagonisten haben das Buch Lebendigkeit und Vielseitigkeit verliehen und ich war sehr interessiert zu erfahren, wie es ihnen im Laufe der Geschichte ergehen würde.

Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, jedoch mit der zusätzlichen Empfehlung, dass man mit dem High-Fantasy-Genre vertraut sein sollte und auch vor längeren Geschichten, mit vielen Protagonisten und Orten, die große Zeiträume umfassen, nicht zurückschrecken. Für Fantasyleser sollte „Die Schwerter von Dara“ aber ein ‚Muss‘ sein.

* Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. *
* Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. *

&#9650; Seidenkrieger &#9650;
1. Die Schwerter von Dara
2. The Wall of Storms (engl. Ausgabe)
3. Titel noch nicht bekannt

Die Schwerter von Dara - Seidenkrieger Band 1
von Ken Liu
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99

Irreführendes Layout, aber eine recht spannende Geschichte für jüngere Leser

TinyHedgehog , am 11.08.2016

In „Glimmernächte“ verschlägt es die Teenagerin Pippa an ein Schloss in Dänemark, da ihre Mutter einen reichen Dänischen Grafen heiratet. Doch schon als sie dort mit ihrer Familie ankommen, geschehen seltsame Dinge: Ereignisse, an die sich keiner außer ihr erinnert und scheinbare Halluzinationen, die Pippa an ihrem Verstand zweifeln lassen. Diese Ereignisse wiederholen sich und Pippa versucht herauszufinden, was an der Familie von Raben nicht stimmt und bringt sich damit selbst in Gefahr.

Leider hatte ich aufgrund des Covers und der Beschreibung eine Prinzessinnengeschichte mit etwas Fantasy erwartet, wie sie momentan sehr beliebt sind. Doch das Buch ist eher eine Grusel- bzw. Mysterygeschichte, die zwar die Grenze zwischen Realität und Traum überschreitet, letztendlich aber kein Fantasy enthält.

Den größten Teil des Buches weiß weder die Protagonistin noch der Leser, was genau vor sich geht, wodurch ordentlich Spannung aufgebaut wird. Die Autorin verschenkt aber leider einiges davon, indem sie Ereignisse zu sehr in die Länge zieht oder einfach auslaufen lässt. Das ist schade und wohl der Anpassung an die Zielgruppe geschuldet – Ich denke, dass es gerade für jüngere Leserinnen und Leser bereits sehr spannend ist.

*Cover, Titel und Beschreibung*

Leider ist dieses Buch irreführend in seiner Aufmachung. Das schöne Ballkleid, die Lichtreflexe und der Titel „Glimmernächte“ lassen vermuten, dass es um eine Prinzessin oder ähnliches geht und märchenhafte Elemente eingebaut sind. Die Beschreibung ist zwar schon etwas aussagekräftiger, aber auch dort wird etwas anderes vermittelt, als tatsächlich im Buch enthalten ist. Dies hat mich nach dem Lesen schon geärgert. Ich habe nämlich darauf gehofft, dass eine meiner Erwartungen erfüllt wird, bis ich zu dem Punkt kam, wo ich merkte, dass es nicht mehr eintreten würde – und das war nach über der Hälfte des Buches.

**Fazit**

Grundsätzlich kann ich dieses Buch empfehlen. Aufgrund der langen Unkenntnis der Protagonistin über die wahren Ereignisse am Schloss möchte man unbedingt weiterlesen.
Doch man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um eine Mysterygeschichte handelt und nicht um Prinzessinnen, Fantasy, oder Ähnlichem. Ich denke, dass das Buch für jüngere Leser sehr gut geeignet ist. Für erwachsenere Leser dürfte die Handlung zwischenzeitlich aber etwas zu einfach gestrickt sein und einige Wendungen sind vorhersehbar gestaltet. Die Spannung der Geschichte bleibt zwar durchgängig erhalten, baut aber nach und nach ab und lässt den Leser „hängen“.

Dass man gerade als erwachsener Leser nicht sehr gefordert wird, schlägt sich in meiner Bewertung nieder. Es wäre eigentlich ein 4-Sterne-Buch mit Tendenz zu 3 Sternen, aber aufgrund des fehlleitenden Designs, Titel und der Beschreibung, vergebe ich nur 3 Sterne.

Glimmernächte
von Beatrix Gurian
(11)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99

Die Weisheiten eines unkonventionellen Vaters

TinyHedgehog , am 11.08.2016

Das Buch basiert auf dem Twitter-Account „Sh*t My Dad Says“ von Justin Halpern, durch den er berühmt geworden ist. Doch dieses Buch ist nicht nur eine Ansammlung dieser Tweets, sondern schildert in kolumnenartiger Weise das Leben mit seinem Vater während seiner Kindheit, Pubertät und im Erwachsenenalter. Das Buch besteht also hauptsächlich aus Fließtexten und hat am Ende jedes Kapitels einige der Tweets abgedruckt.

Justin Halpern stellt seinen Vater in seinem Buch und in seinen Tweets auf schrullige und unterhaltsame Art dar. Dessen oft derben und politisch unkorrekten Aussagen sorgen für Lachen und Schmunzeln, führen aber auch oft einen wahren Kern mit sich. Man kann vielleicht kritisieren, dass die Erziehung des Vaters alles andere als vorbildlich war, aber dieses Buch ist eindeutig an ein erwachsenes Publikum gerichtet und nur zu Unterhaltungszwecken geeignet.

** Fazit **

Da die Abschnitte weitgehend unabhängig voneinander und auch meist nie länger als wenige Seiten lang sind, lässt sich dieses Buch gut zwischendurch lesen.
Man sollte sich auf jeden Fall im Klaren sein, dass dieses Buch oftmals derbe Sprache und Kraftausdrücke enthält. Wer damit kein Problem hat und Sarkasmus und Ironie versteht und auch mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen.

Ich empfehle es gerne weiter, da es sehr unterhaltsam ist. Gerade für Bahnfahrten zur Arbeit oder zur Uni eignet es sich gut, da die Kapitel kurz und leicht geschrieben sind und keinen ‚tieferen Sinn‘ haben.

Kein Scheiß
von Justin Halpern
(1)
Buch (Klappenbroschur)
8,99

Schöne Abbildungen und ein leicht-lockerer und informativer Text

TinyHedgehog , am 15.06.2016

In diesem Bildband finden sich zahlreiche Informationen zu Shakespeares Leben, seinen Werken, aber auch seiner Zeit generell. Die Texte sind kurzweilig, leicht und sehr informativ geschrieben. Die Autorin hat sich Mühe gegeben, die Fakten, Zahlen und Personen so einzufügen, dass die Sätze nicht überladen wirken, sondern diese Informationen scheinbar nebenbei „mittragen“.

Meine Meinung

Die einzelnen Kapitel des Buches laden dazu ein, darin zu stöbern – Dieser Bildband ist eher eine Lektüre für Zwischendurch, in der man immer mal wieder einen Abschnitt durchblättert, als ein Buch, das man von vorne nach hinten liest.

Mich hat es zum Teil etwas gestört, dass englische Begriffe nicht extra hervorgehoben wurden. Denn, der englischen Grammatik entsprechend, waren die Nomen klein geschrieben, sodass es nicht selten vorkam, dass ich den Satz zweimal lesen musste, bis ich verstand, was gemeint war. Wenn die Anführungszeichen für Namen vorbehalten sind, so hätte man die englischen Begriffe zumindest kursiv darstellen können. Das war also ein kleines Ärgernis, doch den Inhalt beeinflusste es nicht negativ. Mir hat es sogar gut gefallen, dass die richtigen, englischen Begriffe genutzt wurden und so auch dem deutschen Leser, die „echten“ Begriffe nahegelegt wurden.

*Abbildungen*
Da es sich bei diesem Buch um einen Bildband handelt, ist es nicht erstaunlich, dass auch eine ganze Menge an Abbildungen zu finden sind. Diese sind sehr gut gewählt und mit dem Text arrangiert. Es finden sich sowohl Fotos von nachgestellte Szenen als auch Gemälde, Fotos und Karten. Die Mischung ist sehr schön und die nachgestellten Szenen bieten einen authentischen Blick in Shakespeares Vergangenheit.

~Fazit~

Mir hat der Bildband gut gefallen. Mich hat besonders gefreut, dass die Texte leicht zu lesen und sowohl lehrreich als auch unterhaltsam sind. Leider passiert es bei Bildbänden zu oft, dass die Texte sehr anspruchsvoll sind oder aufgrund des beschränkten Platzes nur von Zahlen und Namen strotzen. Dies ist hier nicht der Fall und macht den Bildband perfekt für den Couchtisch zum immer mal wieder darin Blättern, um etwas mehr über Shakespeare als Person und auch über sein Leben, seine Werke und seine Zeit zu erfahren.

Auf den Spuren von William Shakespeare
von Helene Sandberg
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
29,95

Schönes, handliches Blumen-Ausmalbuch

TinyHedgehog , am 10.06.2016

In diesem handlichen 15*15 cm großem Malbuch finden sich viele verschiedene Motive zum Thema Blumen. Die Bilder haben verschiedenen Zeichenstile: manche sind etwas gröber mit dickeren Linien, manche eher filigran oder fast skizzenartig. Bei einigen Zeichnungen sind die Bildelemente sehr klein gehalten, doch für mich stellte das kein Problem dar.

Was mir an dem Malbuch sehr gut gefallen hat, sind die Bilder von bestimmten Blumenarten, die sogar mit einem Namensschild versehen sind. Eine schöne Kleinigkeit mit der das eigene botanische Wissen erweitert werden kann.

Die kompakte Größe des Malbuches ist sehr praktisch, da die Bilder deshalb nicht allzu groß sind und sich recht schnell ausmalen lassen. Ein kleiner Vergleich: In einem 25*25 cm großem Malbuch habe ich rund 3 Stunden zur Fertigstellung eines Bildes gebraucht. Bei diesem Malbuch war es nur etwa eine Stunde. Für ein Malbuch ist es also recht kurzweilig und man kann viele verschiedene Motive in relativ kurzer Zeit ausmalen.

Das Papier ist etwas dicker, weshalb man auch gut mit Filzstiften malen kann ohne, dass diese direkt durchdrücken. Allzu oft sollte man aber trotzdem nicht über die gleiche Stelle malen.

*Fazit*

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Malbuch. Die blumigen Illustrationen passen gut zum Frühlings- und Sommerwetter und verleiten dazu fröhliche und knallige Farben zu benutzen. Mir hat auch die Größe sehr zugesagt, da ich somit zwischendurch mal ein Bild ausmalen konnte und auch direkt ein Ergebnis hatte.

Zeit zum Ausmalen. Blumen
(1)
Buch (Taschenbuch)
4,99

Anders als erwartet, aber perfekt abgestimmt

TinyHedgehog , am 02.06.2016

**Meine Meinung**
Gleich zu Beginn möchte ich erwähnen, dass der Klappentext viel rasanter und geheimnisvoller klingt, als das Buch tatsächlich ist. Dies ist aber kein negativer Kritikpunkt. Es sollte nur erwähnt werden, da durch den Klappentext falsche Erwartungen an das Buch gestellt werden könnten.
Doch wie auch schon die Aufschrift „Nobelpreis für Literatur 2014“ vermuten lässt, ist das Buch alles andere als ein typischer Spionagethriller oder auch ein Krimi.

„Gräser der Nacht“ ist eher ein Bericht, bzw. die Erinnerungen des Protagonisten Jean, der in ihnen versucht, seine Erfahrungen und sein besonderes Erlebnis mit Dannie in den 60er Jahren zu verarbeiten und gedanklich zu ordnen. Vieles verschwimmt nach so vielen Jahren in Jeans Erinnerungen und wird undeutlich. Bei manchen Erinnerungen ist er sich nicht einmal mehr sicher, ob sie tatsächlich so stattgefunden haben, oder ob sie sich mit der Zeit, zusammen mit den wiederkehrenden Träumen und Auseinandersetzungen, verfälscht haben. Genau dieses Gefühl trägt Patrick Modiano authentisch an den Leser heran. Nur nach und nach lichtet sich der Nebel und man scheint immer mehr von der Geschichte zu verstehen.

Trotz des „hohen“ Anspruches an die nobelpreiswürdige Literatur ist der Schreibstil des französischen Autors sehr leicht und gut zu lesen.
Mich hat ein wenig gestört, dass die Geschichte größtenteils ohne wörtliche Rede auskommt. Das ist zwar interessant, da so die Authentizität der Erinnerungen des Protagonisten noch verstärkt wird, doch leider nimmt dieses Stilmittel dem Buch ein Stück Lebendigkeit. „Gräser der Nacht“ war für mich also eher geeignet, um immer mal wieder in kleineren Abschnitten zu lesen, als an einem Stück.

Das Buch umfasst recht wenige Seiten, die wiederum auch noch einen breiten Seitenrand haben. So hatte ich das Gefühl, schneller als gewohnt mehr Text zu lesen, obwohl es eigentlich weniger Text pro Seite war. Doch dieses schnelle Vorankommen, unterstützt die Form der Berichterstattung bzw. der Erinnerungen, da diese sehr kurz und flüchtig sind.

**Fazit**
„Gräser der Nacht“ war für mich zwar anders als erwartet, aber trotzdem gut. Ich dachte zunächst, dass es mehr um politische Intrigen und eine fast schon actionreiche Geschichte gehen würde. Doch in Wirklichkeit war dies nicht der Fall und das Ziel des Buches blieb auf lange Sicht unklar.

Obwohl ich einige kleine Sachen zu bemängeln habe, bietet dieses Buch zusammengefasst eine Geschichte, die in der Form seiner Erzählung und dem Inhalt perfekt abgestimmt ist. Und ich denke daran erkennt man, dass man hier nicht nur irgendeines von vielen zeitgenössischen Werken in der Hand hält, sondern eines, welches die Aufmerksamkeit verdient. Ich bin also sehr zufrieden mit „Gräser der Nacht“ und empfehle es gerne weiter.
Ich ziehe jedoch aufgrund der fast immer fehlenden wörtlichen Rede und der etwas zu langwierigen Ziellosigkeit einen Stern ab.

Gräser der Nacht
von Patrick Modiano
(9)
Buch (Taschenbuch)
9,90

Vielfältiges und detailverliebtes Malbuch. Empfehlung für alle Fans!

TinyHedgehog , am 29.04.2016


Dieses Malbuch beinhaltet viele tolle Motive aus der Welt der bekannten "Ein Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Es gibt Landschaften, Personen, Wappen, Tiere und vieles mehr.

Diese vielen Motive wurden von 5 verschiedenen Illustrationen gezeichnet, wodurch der Stil der Zeichnungen teilweise stark von einander abweicht.

*Die Illustratoren*
John Howe, Levi Pinfold, Adam Stover, Yvonne Gilbert, Tomislav Tomi&#263;.

**Meine Meinung**

Es gibt 45 schwarz-weiße Illustrationen in diesem Malbuch. Auf der gegenüberliegenden Seite steht jeweils ein passendes Zitat aus den Büchern der Reihe. Dies gefällt mir sehr gut, da so die Bilder nur einseitig gedruckt sind. Bei einigen anderen Büchern ist mir aufgefallen, dass die Illustrationen sowohl Vorder- als auch Rückseite einnehmen, was unpraktisch ist, sollte man einzelne Bilder heraustrennen wollen oder eventuell mit Filzstiften malen. In diesem Buch kann man also auch ruhig mit Filzstiften malen, ohne Gefahr zu laufen, dass diese auf die Rückseite durchdrücken und somit ein anderes Bild unbrauchbar machen würden.

Ich finde die Zusammenstellung der verschiedenen Motive sehr gelungen: Es ist von allem etwas da, sodass man eine große Auswahl hat. Es ist auch schön, dass verschiedene Charaktere eine eigene Seite bekommen haben, auch wenn es mich wundert, dass wichtige Personen wie Jon Snow, Arya Stark, Daenerys Targaryen oder Tyrion Lannister fehlen. Sollte es ein weiteres Malbuch zu der Reihe geben, so hoffe ich, dass diese dort ihren Platz bekommen.

Ein wichtiger Punkt, den ich hier nicht unerwähnt lassen will, ist, dass sich die Zeichnungen der Charaktere nicht an den Schauspielern der Serie orientieren! Natürlich sind gewissen Ähnlichkeiten vorhanden, doch man sollte hier keine Abbilder der Schauspieler erwarten.

Durch die verschiedenen Stile der Illustratoren haben die Zeichnungen auch sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Ausmalen. Es gibt sehr sehr reduzierte Bilder, aber auch sehr detaillierte, skizzenähnliche Illustrationen. Insgesamt überwiegen allerdings die vielen Details, womit es eindeutig eher für geduldige und feinfühlige Personen geeignet ist.

Ich habe bisher nur mit Buntstiften ausgemalt und würde das sehr empfehlen. Gerade bei den detaillierten Zeichnungen bietet es sich an, da man so gut Farbverläufe einbauen und auch die Intensität der Farben bestimmen kann. Ich denke aber, dass man auch mit Filzstiften oder anderen Malutensilien schöne Ergebnisse erzielen kann.

**Fazit**

Ich bin sehr zufrieden mit dem Malbuch und hatte bisher schon viel Spaß beim Ausmalen. Ich finde es toll, dass so viele verschiedene Motive angeboten werden und dass auch insgesamt viele Illustrationen vorhanden sind.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich, die jedoch nicht so schwer wiegen, sondern eher kleine Anmerkungen sind:
Es sind viele Wappen vorhanden, die in der Menge in diesem Malbuch nicht notwendig gewesen wären. Mehr andere Charaktere oder Orte wären wohl interessanter gewesen.
Viele der detaillierten Bilder fordern Farben der gleichen Farbgruppe (so zumindest habe ich es mir vorgestellt), deshalb musste ich teilweise bereits im Voraus überlegen, wie ich das Bild ausmalen will. Es kann gut sein, dass es nur mir so geht, aber unerwähnt wollte ich es trotzdem nicht lassen. Dieses Vorausdenken und Überlegen, welche Farben und Kombinationen man verwenden möchte, führt aber natürlich auch zu einem intensiverem kreativen Prozess.

Ich kann das Malbuch aber allen Fans der TV-Serie "Game of Thrones" und der Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" sehr empfehlen. Ich denke, dass bei so vielen verschiedenen Motiven und so unterschiedlichen Zeichenstilen für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Das Lied von Eis und Feuer - Das offizielle Malbuch
von George R. R. Martin
(4)
Buch (Klappenbroschur)
11,99

Faszination Kuba! Absolut toll geschrieben und sehr lesenswert.

TinyHedgehog , am 29.04.2016

Wofür […] steht Kuba? Wer nach Kuba reist, kommt mit vielen Fragen zurück, auf die es keine eindeutige Antwort gibt: Ist Kubas Revolution gescheitert, auch wenn sie Millionen Menschen durch ihre legendäre Gesundheitsfürsorge das Leben gerettet hat? Wären die Menschen auf Kuba glücklicher, wenn ihr Land den USA ähnlicher würde? Warum gehen Menschen, die in einer Diktatur aufgewachsen sind und in ständiger Angst vor der Staatssicherheit leben müssen, die zudem eine schwere Nahrungskrise überstanden haben, so weitgehend unbeschwert und fröhlich durchs Leben?
- (Zitat, Seite 12)

*Autor*

Jürgen Schaefer, Jahrgang 1965, berichtet als Reporter seit 1998 über Kuba. Er hat vier Jahre in Havanna gelebt und war von 2001 bis 2004 permanent als Korrespondent auf Kuba akkreditiert. Seitdem reist er jedes Jahr auf die Insel. Er ist mit einer Kubanerin verheiratet. Seit 2005 arbeitet er als Redakteur beim Magazin GEO in Hamburg und hat dort unter anderem das »GEO Special Kuba« konzipiert und betreut.

*Meine Meinung*

„Gebrauchsanweisung für Kuba“ ist ein sehr informatives und interessantes Buch über das Leben und die Menschen Kubas.

In diesem Buch wird sowohl die Geschichte Kubas von ihren Anfängen bis heute, als auch die vielfältige Natur und Kultur der Insel dargestellt. Jürgen Schaefer verpackt die vielen Fakten und Zahlen interessant und ansprechend, sodass ich mit viel Interesse seinen Ausführungen folgte. Mit angemessener Detailtreue, aber ohne ausschweifend zu werden, erzählt er, was Kuba bisher alles erlebt hat, was es geprägt hat und wie es zu dem Land geworden ist, das es heute ist. Er beleuchtet dabei alle Seiten gleichmäßig und zeigt, welche guten und welche schlechten Seiten Kubas Vergangenheit und Gegenwart aufweisen. Jürgen Schaefer erzählt kritisch, aber nicht unbedacht, was für Probleme die Revolution auf Kuba mit sich brachte, aber eben auch, was alles Gutes aus ihr hervorgegangen ist.

„Nur wenige wissen um die Vielfalt in Kubas Naturparadiesen: Hier leben mehr einzigartige Tier- und Pflanzenarten als auf den Galápagos-Inseln“
(Seite 67)

Ich habe nach dem Beenden des Buches das Gefühl, das Land besser zu kennen und zu verstehen. Es werden in diesem Buch viele verschiedene Themen abgedeckt: Geschichte, Zigarren, Politik, Sexualität, Naturschutz, Medizin, etc. Das bunte Spektrum bietet dem Leser also von allem etwas. Da jedes Thema ein eigenes Kapitel hat, kann man diese auch gut unabhängig voneinander lesen oder auch mal welche auslassen.

*Cover*

Das Cover ist sowohl vorne als auch hinten schön gestaltet. Der Kontrabass spielende Kubaner strahlt Fröhlichkeit aus und der blaue Himmel lässt einen ins Träumen geraten. Hinten findet sich ein Bildausschnitt mit einem für Kuba typischen Oldtimer. Warum der Buchrücken und ein Teil der hinteren Seite rosa gefärbt ist, war mir zunächst nicht ganz klar und ich fand es etwas seltsam, doch nach einer bestimmten Stelle im Buch hat auch das Sinn ergeben.


*Fazit*

Ich kann das Buch absolut empfehlen: ob als Reisevorbereitung, aus eigenem Interesse oder einfach nur so – Das Buch ist so toll und locker geschrieben, dass ich es sehr gerne gelesen habe und viel Spaß dabei hatte. Jürgen Schaefer schafft es spielend die wichtigsten Fakten und Eckdaten zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken. Man merkt dem Autor auch an, dass ihm das Land wichtig ist, denn man kann die Leidenschaft und das Auge fürs Detail auf jeder Seite erkennen.

„… und gehe ich verloren, so sucht mich in Kuba“
(Federico García Lorca, Seite 13)

Gebrauchsanweisung für Kuba
von Jürgen Schaefer
(1)
Buch (Taschenbuch)
15,00

Komplexes, skurriles Märchenabenteuer mit Gesellschaftskritik. (Als Hörbuch nicht empfehlenswert!)

TinyHedgehog , am 19.04.2016


~~~MEINE MEINUNG~~~

Das Buch von Salman Rushdie ist abgedreht, skurril und oft satirisch. Mir gefällt die Idee, unsere heutige Gesellschaft in einer fantastischen und durchgedrehten Weise zu parodieren. Rushdies Charaktere sind schillernd und sehr unterschiedlich, bleiben aber manchmal doch zu weit am Rande, als dass sie einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen könnten.

Die Gesellschaftskritik des Buches ist oft im Nachhinein erkennbar, doch bei Hören, ist sie mir selten sofort aufgefallen. Außerdem scheint es, als würde Rushdie seiner eigenen Geschichte Tribut zollen: In der Handlung des Buches taucht eine Box auf, die Geschichten erzählt. Sie besteht aus vielen verschiedenen Lagen, die jeweils eine andere Geschichte darstellen. Oftmals öffnet sich die nächste Lage, ohne dass die vorherige Geschichte beendet wurde. Genau das scheint auch Salman Rushdies Konzept dieses Buches zu sein.
So sehr ich die Idee mag, sowohl inhaltlich als auch stilistisch stimmig zu arbeiten, umso mehr führte es dazu, dass ich beim Hören des Buches nicht mehr mitkam und den Faden verlor. Leider ging es mir die längste Zeit so – erst zum Schluss fand die Geschichte einen einheitlichen Weg und es wurde leichter, der Erzählung zu folgen. Zu oft wechseln Schauplätze und Charaktere, zu oft beginnt ein neuer Erzählstrang, ohne dass der vorherige abgeschlossen oder zumindest logisch zur Seite gelegt wurde.

Nachdem ich also sehr lange Zeit nicht wirklich mitgekommen bin, hat mich das Hörbuch zum Ende hin wieder gütig stimmen können. Es ist auf jeden Fall einen Blick wert, denn Salman Rushdie schafft es, scheinbar unpassende Sachen gekonnt zusammenzuführen.

**Sprecher**

Simon Jäger macht seinen Job als Sprecher ausgezeichnet. Er synchronisierte bisher Matt Damon und Heath Ledger fürs Fernsehen und wer die Stimme kennt, weiß, dass er sehr vielseitig und interessant spricht. Dass mich das Hörbuch nicht überzeugen konnte, liegt also nicht an Simon Jäger. Mir hat seine Stimme sehr gut gefallen und es war sehr angenehm, ihm zuzuhören.

~~~FAZIT~~~

Alles in allem gebe ich dem Hörbuch 3 Sterne. Besonders die Vertonung von Simon Jäger hat mich bei meiner Bewertung positiv beeinflusst. Ich denke, dass das größte Hindernis die Umsetzung als Hörbuch ist. Nicht wegen des Inhaltes, den ich sehr spannend und abwechslungsreich fand, sondern wegen der Art der Erzählung. Ich denke, dass „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ als gedrucktes Buch besser funktioniert, da man sich Zeit lassen kann, die geschriebenen Worte wirken zu lassen, nachzudenken und die Zusammenhänge besser zu erkennen. Daher bereue es ein wenig, nicht das gedruckte Buch gelesen zu haben. Da ich aber noch nichts anderes von Salman Rushdie kannte, weiß ich nun, dass er ein komplexer Erzähler ist, der Form und Inhalt verbindet. Somit weiß ich für die Zukunft, dass ich seine Bücher lieber in gedruckter Form lesen sollte.

Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte
von Salman Rushdie
(1)
Hörbuch (MP3-CD)
19,99

 
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