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Geschichte eines neuen Namens / Neapolitanische Saga Bd.2

Roman

Neapolitanische Saga

(61)
Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.
Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen?
Elena Ferrante hat einen Weltbestseller geschrieben. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest!
Rezension
Anja Menne, Literatur-Experte Thalia:
"Elena Ferrante hat ein atmosphärisch dichtes und sprachlich mitreißendes Gesellschaftspanorama des neapolitanischen Italiens entworfen, das mich beim Lesen aufgesogen hat. Auf den zweiten Band war ich daher sehr gespannt. Die Trilogie spannt einen Bogen, beginnend in den 1950er-Jahren, über sechs Jahrzehnte. Eine ganze Schar von Personen aus zehn Familien kommt in der Geschichte vor. Im Mittelpunkt stehen Lila und Elena, deren Schicksale und - trotz zahlreicher Konflikte - langanhaltende Freundschaft der Leser verfolgt. In der Fortsetzung wird die Jugendzeit der Freundinnen beleuchtet: Lila hat in eine reiche Familie eingeheiratet und gerät in einen Strudel unheilvoller Ereignisse. Elena sucht ihre Erfüllung in ihrem Studium, sie will Schriftstellerin werden. Die beiden haben es mir angetan, da Ferrante es vermag, diese starken und außergewöhnlichen Frauen in all ihren Facetten zu beschreiben, ohne dabei in die Klischeefalle zu tappen."
Portrait
Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga – bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes – ist ein weltweiter Bestseller. Ab Herbst 2017 erscheinen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tages des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 623, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.01.2017
Serie Neapolitanische Saga 2
Sprache Deutsch
EAN 9783518757970
Verlag Suhrkamp
Verkaufsrang 34
eBook
21,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Katrin Knauft, Thalia-Buchhandlung Bernburg (Saale)

Ferrante knüpft nahtlos an den ersten Teil an & man wird sofort wieder gepackt von Elenas & Lilas Lebensgeschichte. Spannend & einfühlsam geschrieben. Ein Lesehighlight! Ferrante knüpft nahtlos an den ersten Teil an & man wird sofort wieder gepackt von Elenas & Lilas Lebensgeschichte. Spannend & einfühlsam geschrieben. Ein Lesehighlight!

Chiara Pache, Thalia-Buchhandlung Bremen

Und es geht wunderbar weiter, ich freu mich schon auf den dritten Band! :-) Und es geht wunderbar weiter, ich freu mich schon auf den dritten Band! :-)

„Grandios!“

Sina Hufnagel, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Der Stil und die Sprache der Autorin Elena Ferrante wirkt wunderbar entschleunigend, sofort befinde ich mich als Leserin in einer anderen Zeit und anderen Welt. Elena Ferrantes Figuren haben Blut und Leben und strömen vor Authentizität. Die Geschichte wird weiter gestrickt und verliert nicht an Reiz zum ersten Band. Im Gegenteil, ich Der Stil und die Sprache der Autorin Elena Ferrante wirkt wunderbar entschleunigend, sofort befinde ich mich als Leserin in einer anderen Zeit und anderen Welt. Elena Ferrantes Figuren haben Blut und Leben und strömen vor Authentizität. Die Geschichte wird weiter gestrickt und verliert nicht an Reiz zum ersten Band. Im Gegenteil, ich fiebere nun den nächsten zwei Bänden entgegen.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Leuna

Die Fortsetzung von "Meine geniale Freundin" ist ebenfalls ein gelungenes und spannendes Buch über zwei starke Frauen und deren Schicksale im Italien der 1960er Jahre. Die Fortsetzung von "Meine geniale Freundin" ist ebenfalls ein gelungenes und spannendes Buch über zwei starke Frauen und deren Schicksale im Italien der 1960er Jahre.

Sarah Engels, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

ENDLICH! Es geht weiter ... Und zwar mindestens genauso aufregend, spannend und genial wie im ersten Teil! Unbedingt weiterlesen!!! ENDLICH! Es geht weiter ... Und zwar mindestens genauso aufregend, spannend und genial wie im ersten Teil! Unbedingt weiterlesen!!!

Friederike Foerster, Thalia-Buchhandlung Bonn

Tolle Fortsetzung dieser sehr ungewöhnlich Freundschaft. Unbedingt dranbleiben! Tolle Fortsetzung dieser sehr ungewöhnlich Freundschaft. Unbedingt dranbleiben!

„Unbedingt weiterlesen!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Endlich ist er da ! Der zweite Band dieser wunderbaren und spannenden neapolitanischen Familien-Saga ! Unbedingt zum Weiterlesen empfohlen ! ! ! Endlich ist er da ! Der zweite Band dieser wunderbaren und spannenden neapolitanischen Familien-Saga ! Unbedingt zum Weiterlesen empfohlen ! ! !

„Die Jugendjahre...“

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Turbulent und aufregend geht die Geschichte von Lila und Elena weiter, deren Freundschaft sich mehr und mehr zu einer regelrechten Hassliebe entwickelt.

Mindestens so gut wie Teil eins - vielleicht sogar noch ein bisschen besser...
Turbulent und aufregend geht die Geschichte von Lila und Elena weiter, deren Freundschaft sich mehr und mehr zu einer regelrechten Hassliebe entwickelt.

Mindestens so gut wie Teil eins - vielleicht sogar noch ein bisschen besser...

„Pageturner bei Suhrkamp“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach am Main

Keine Frage, den zweiten Teil der Saga kann man nur als Pageturner bezeichnen! Was für eine Dramatik entwickelt Ferrante bei der Beschreibung der Schicksale von Lenù und Lila, beste Freundinnen und doch auch große Rivalinnen; das ist ausschweifend und so intensiv, dass man förmlich an den Zeilen klebt! Hervorragende Fortsetzung! Keine Frage, den zweiten Teil der Saga kann man nur als Pageturner bezeichnen! Was für eine Dramatik entwickelt Ferrante bei der Beschreibung der Schicksale von Lenù und Lila, beste Freundinnen und doch auch große Rivalinnen; das ist ausschweifend und so intensiv, dass man förmlich an den Zeilen klebt! Hervorragende Fortsetzung!

„Schicksalsjahre“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Wer sich bereits beim ersten Band dem Sog nicht entziehen konnte, wird diese eindrucksvolle und detaillierte Fortsetzung mögen, denn sie verliert nicht an Reiz - im Gegenteil. Themen wie Freunschaft, Liebe, Ehe sowie die Stellung der Frau in der italienischen Gesellschaft der 60'er werden kritisch und emotional geschildert. Mit leichter Wer sich bereits beim ersten Band dem Sog nicht entziehen konnte, wird diese eindrucksvolle und detaillierte Fortsetzung mögen, denn sie verliert nicht an Reiz - im Gegenteil. Themen wie Freunschaft, Liebe, Ehe sowie die Stellung der Frau in der italienischen Gesellschaft der 60'er werden kritisch und emotional geschildert. Mit leichter Feder erreicht die Autorin Freunde dieser Familien-Saga.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
61 Bewertungen
Übersicht
37
15
8
1
0

Spannung pur
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden am 17.02.2017

Das Leben im Neapel der 60er Jahre wird immer dramatischer. Es ist fast nicht auszuhalten, dass mit dem Ende des Buches die Spannung abrupt abgebrochen wird!

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Wer den ersten Band mochte, wird den zweiten lieben!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 06.02.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Meine Meinung Die Geschichte des zweiten Bandes schließt nahtlos an die des ersten Bandes „Meine geniale Freundin“ an. Deshalb empfehle ich dringend den ersten Band zuerst zu lesen, da man nur so die Entwicklung des Charaktere verstehen und nachvollziehen kann. Außerdem würde man ein großartiges Buch verpassen! Nachdem ich den ersten... Meine Meinung Die Geschichte des zweiten Bandes schließt nahtlos an die des ersten Bandes „Meine geniale Freundin“ an. Deshalb empfehle ich dringend den ersten Band zuerst zu lesen, da man nur so die Entwicklung des Charaktere verstehen und nachvollziehen kann. Außerdem würde man ein großartiges Buch verpassen! Nachdem ich den ersten Band beendet hatte, hatte ich das große Glück den zweiten gleich parat zu haben, denn „Meine geniale Freundin endet mit einem Cliffhanger! Als ich das zweite Buch aufschlug, war ich positiv überrascht, dass wieder ein Personenverzeichnis mit enthalten war. Dieses wurde sogar mit Informationen aus dem ersten Band ergänzt, sodass man wunderbar in die Geschichte hineinfindet, sollte der erste Band etwas zurückliegen. Der erste Band endet mit Lilas Hochzeit. Lila findet heraus, dass ihr Ehemann mit den ihr verhassten Solaras-Brüdern gemeinsame Sache macht, als diese auf ihrer Hochzeit erscheinen, obwohl er ihr versprochen hat, dass die Brüder nicht zur Hochzeit kommen dürfen. Ab diesem Zeitpunkt liegt die Ehe zwischen Lila und Stefano in Trümmern bevor sie überhaupt angefangen hat. Lila begehrt gegen ihren Ehemann auf und muss nicht nur einmal Schläge dafür einstecken. Sie wollte der Armut Riones entfliehen und ist mit einem Kind in einem gewalttätigen Haushalt gefangen. Doch Lila wäre nicht Lila, wenn sie sich dadurch unterkriegen lassen würde. Elena lernt fleißig weiter und geht sogar auf die Universität in Pisa. Dort lernt sie einen netten jungen Mann kennen. Obwohl Elena eine sehr gute Studentin ist, fühlt sie sich zu ihren Mitstudenten nicht dazugehörig. Sie stammt aus einem armen Viertel Neapels und das merkt sie auch. Also hat sie das Gefühl noch besser werden zu müssen. So kommt es, dass sie Lila etwas aus den Augen verliert. Doch die Freundschaft zwischen Lila und Elena scheint unzerstörbar. Elena Ferrantes Schreibstil ist auch in dem zweiten Band wieder hervorragend! Ihre Wortwahl ist sehr klar und unbeschönigt, was mir ungemein gut gefällt. Freundschaft, Ehe und auch die Liebe werden sehr kritisch und schonungslos beleuchtet. Sie versteht es die Spannung zu halten, sodass man in der Geschichte gefangen bleibt, obwohl diese ja nun sehr umfangreich ist. Eine Geschichte dieser Art in der es um eine Freundschaft geht, die nicht nur Liebe und Bewunderung beinhaltet, sondern vor allem auch viel Neid, Konkurrenz und Missgunst, ist mir noch nicht begegnet. Das macht wahrscheinlich den Reiz aus, denn wenn wir ehrlich sind, haben auch auch wir bestimmt ab und zu solche Gedanken. Verknüpft mit den Ereignissen Neapels in den 1960er/70er Jahren, finde ich die Geschichte um Lila und Elena sehr spannend und freue mich auf den dritten Teil, da auch der zweite Band mit einem Cliffhanger endete! Zum Glück muss man nicht allzu lange warten!

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Noch besser als der erste Teil
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 09.02.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Nun endlich der zweite Roman zur Neapolitanischen Saga. Es geht da weiter, wo der erste Teil geendet hat mit dem Eklat bei Lilas Hochzeit. Nur zur Anmerkung, man sollte unbedingt den ersten Teil vorher lesen, sonst ist es schwierig einzusteigen. Es wird gleich klar, dass die Flucht in die Ehe,... Nun endlich der zweite Roman zur Neapolitanischen Saga. Es geht da weiter, wo der erste Teil geendet hat mit dem Eklat bei Lilas Hochzeit. Nur zur Anmerkung, man sollte unbedingt den ersten Teil vorher lesen, sonst ist es schwierig einzusteigen. Es wird gleich klar, dass die Flucht in die Ehe, um aus dem bisherigen prekären Leben auszubrechen, kein glückliches Leben für Lila bescheren wird. Nun ist sie zwar finanziell versorgt, aber eine Liebesheirat ist es nicht. Ihr Mann ist gewalttätig und ein absoluter Macho. Gelungen reißt die Autorin die Fassaden der sogenannten glücklichen Ehe ein, zeigt welche Gewalt nicht nur Lila ausgesetzt ist. Es gibt keine Hilfe, jeder erträgt sein Schicksal, denn so wird es allgemein gesehen, allein. Eine Frau hat zu gehorchen und nicht aufzubegehren. Wunderbar schildert Ferrante die Gesellschaft dieser Zeit und dabei vor allem die Stellung der Frau. Lilas Freundin Elena geht nun einen ganz anderen Weg, sie geht weiterhin zur Schule und wohnt bei ihren Eltern. Sie versucht durch Bildung ihrem bisherigen Leben zu entfliehen. Trotz der unterschiedlichen Lebenswege bleibt ihre Freundschaft bestehen. Bis ein Mann das starke Band der Freundschaft zu zerreißen droht. Wie bereits im ersten Band besticht diese Saga vor allem durch ihre gut herausarbeitenden Charaktere. Elena und Lila sind für mich mit die vielschichtigsten Charaktere meiner zuletzt gelesenen Romane. Dazu das gut herausgearbeitete Gesellschaftsbild. Diese Punkte machten für mich auch diesen Teil zu einem Lesegenuß. Dadurch, dass Elena und Lila in diesem Teil älter und reifer sind, konnte ich mich noch besser in sie hineinversetzen, weshalb mir dieser Band vielleicht insgesamt auch besser gefiel als der erste. Ich weiß noch nicht, ob ich wirklich schon im FerranteFever bin, aber mir wird eindeutig wärmer.

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Die Geschichte eines neuen Namens
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 08.02.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Der erste wie auch der zweite Band sind hervorragend geschrieben.Man taucht in eine Welt ein die man sonst nicht so leicht verstehen kann. Da Buch beschreibt einfühlsam und sehr interessant eine Gesellschaft und ihre Menschen,es ist als wäre man mittendrin.Ich werde auch alle anderen Bände lesen und ich kann... Der erste wie auch der zweite Band sind hervorragend geschrieben.Man taucht in eine Welt ein die man sonst nicht so leicht verstehen kann. Da Buch beschreibt einfühlsam und sehr interessant eine Gesellschaft und ihre Menschen,es ist als wäre man mittendrin.Ich werde auch alle anderen Bände lesen und ich kann das nur allen bestens empfehlen.Man sieht in die Seele der Menschen und lernt sie verstehen aber auf eine würdevolle Art.Bitte unbedingt lesen!

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Eine tolle Fortsetzung einer hervorragenden Reihe
von einer Kundin/einem Kunden am 03.02.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Nun ist der zweite Band der Saga endlich erschienen.Îch habe bereits den ersten Teil verschlungen. Dieser Teil beleuchtet die Jugendjahre der beiden Protagonistinnen näher. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre unterschiedliche Art lässt sie nicht immer gemeinsame Wege gehen. Beide wären stellenweise gerne wie die andere. Ich... Nun ist der zweite Band der Saga endlich erschienen.Îch habe bereits den ersten Teil verschlungen. Dieser Teil beleuchtet die Jugendjahre der beiden Protagonistinnen näher. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre unterschiedliche Art lässt sie nicht immer gemeinsame Wege gehen. Beide wären stellenweise gerne wie die andere. Ich mag sie beide. Sie wirken sehr authentisch und ich kann ihre Handlungsweise nachvollziehen. Der Schreibstil gefällt mir hervorragend. Er ist eher ruhig. Was aber keinesfalls zu langweiligen Szenen führt. Vielmehr hat hier fast jede Szene eine ganz besondere Bedeutung. Das Buch lässt sich flüssig und zügig lesen, obwohl es durchaus eine anspruchsvollere Sprache hat als in gängigen Unterhaltungsromanen. Zusammenfassend finde ich diese Reihe sehr lesenswert. Auch dieser Teil hat mich begeistert.

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Dem Rione entwachsen ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bürmoos am 29.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Der zweite Band der neapolitanischen Saga beginnt, als die beiden Protagonistinnen sechszehn Jahre alt sind. Die beiden Mädchen beginnen sich auseinander zu leben, geradezu zu entfremden - und doch finden sie immer wieder zusammen: eine Freundschaft von Kindesbeinen an lässt sich nicht einfach so auslöschen. Aber Lila und... Der zweite Band der neapolitanischen Saga beginnt, als die beiden Protagonistinnen sechszehn Jahre alt sind. Die beiden Mädchen beginnen sich auseinander zu leben, geradezu zu entfremden - und doch finden sie immer wieder zusammen: eine Freundschaft von Kindesbeinen an lässt sich nicht einfach so auslöschen. Aber Lila und Lenù leben im Laufe der Geschichte immer mehr in verschiedenen Welten. Lila bleibt im Rione, wo sie durch ihre frühe Heirat zu Ansehen und Geld kommt, Lenù schafft es als sehr gute Schülerin aus dem Arbeiterviertel, in das beide hineingeboren worden sind, hinaus - sogar bis auf die Universität. Eine Herausforderung bedeutet der Eintritt in den neuen Lebensabschnitt des Erwachsenwerdens für beide jungen Frauen - neidvolle Blicke auf das Leben der jeweils anderen eingeschlossen. Ferrante zeigt in ihrem Roman ausgezeichnet das Rollenverhalten der 50er-60er Jahre; vor allem die Stellung der Frau und der - oftmals erfolglose - Versuch in patriarchischer Gesellschaft auf eigenen Beinen zu stehen, einer Gesellschaft, die von Gewalt und kriminellen Machenschaften bestimmt wird. Die langen, verschachtelten Sätze des Entwicklungsromans reißen den Leser in rasantem Tempo durch die Geschichte. Großes Lob auch an die Übersetzerin Karin Krieger. Es gelingt ihr, mit jeweiligem Andeuten des Neapolitanischen bzw. der italienischen Standardsprache auch die Unterschiede zwischen dem Arbeiterviertel Rione und der "gebildeten" Schicht zu unterstreichen. Den ersten Band habe ich nicht gelesen, werde dies aber bald nachholen. Zur besseren Orientierung sind alle handelnden Personen inklusive ihrer Beziehungen zueinander gleich zu Beginn dieses zweiten Bandes aufgelistet, das praktische Lesezeichen enthält ebenfalls noch einmal alle wichtigen Charaktere. Die detailreiche Geschichte ist absolut lesenswert und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!

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Die Neapolitanische Saga geht weiter!
von Inge Weis aus Pirmasens am 28.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Unbedingt weiterlesen! Elena Ferrante knüpft an das Vorgängerbuch an und die Neapel-Saga um zwei Frauen geht weiter. Sie ließ "Meine geniale Freundin" mit offenem Ausgang, an einem dramatischen Wendepunkt enden. Dort fährt die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante im zweiten... Unbedingt weiterlesen! Elena Ferrante knüpft an das Vorgängerbuch an und die Neapel-Saga um zwei Frauen geht weiter. Sie ließ "Meine geniale Freundin" mit offenem Ausgang, an einem dramatischen Wendepunkt enden. Dort fährt die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante im zweiten Band ihrer Neapel-Tetralogie fort. Für mich ist es das beste Porträt einer Frauenfreundschaft. Die beiden haben es mir angetan, da Ferrante es vermag, diese starken und außergewöhnlichen Frauen in all ihren Facetten zu beschreiben, ohne dabei in die Klischeefalle zu tappen. In "Die Geschichte eines neuen Namens" werden Lila und Lenù älter, während sie die gegenseitige Rivalität, die ständige Sorge um Geld und die Machenschaften der Camorra-Mafia mal zueinander, mal auseinander treiben. Geschrieben aus Sicht der schüchternen aber klugen Elena Greco, genannt Lenù, schildert Ferrante auf mehr als 600 Seiten die Jugendjahre der zwei so unterschiedlichen Freundinnen aus einem ärmlichen Stadtteil in Neapel, die sich aller Zerwürfnisse zum Trotz über sechs Jahrzehnte lang nicht komplett aus den Augen verlieren sollen. Doch der Roman erzählt nicht die Geschichte einer harmonischen Freundschaft. Viel mehr geht es um die Gleichzeitigkeit von Zuneigung und Häme, Aufrichtigkeit und Lüge, Gönnen und Neid. Abgründe tun sich in Ferrantes Welt überall in den Straßen des "Rione" auf - begonnen am Ladentisch, zwischen Nachbarn, den besten Freundinnen und innerhalb Familien und Ehen. Der titelgebende neue Name birgt für Elena Ferrantes Romanheldin Lila Ungemach. Über Lila bricht das Unglück herein, als sie den Wurstwarenhändler Stefano Carraci heiratet. Gerade als sie ihren Namen Cerullo abgibt und - den im Titel besagten - neuen zu tragen beginnt, macht sie die bittere Beobachtung, dass ihr Mann gemeinsame Sache mit dem Camorra-Clan Solara macht. Und auch sonst sind Ehe, ihr neuer Reichtum, die Wohnung nicht das, was Lila und Lenù sich als spielende Mädchen im ersten Band der Saga ausmalten. Lila wird von Stefano misshandelt, wehrt sich vehement gegen eine Schwangerschaft, versucht, der Herrschaft und Brutalität des Mannes zu entkommen. Währendessen mausert sich Lenù zur Musterschülerin, sie liest und büffelt, verschafft sich durch Anerkennung der Lehrer Selbstvertrauen und kann zeitweise die Konkurrenz zu Lila, die längst nicht mehr die Schulbank drückt, vergessen. Doch das zwiespältige Verhältnis zu ihrer Freundin wirft sie immer wieder aus der Bahn. Die Gefühle für die Männer machen es nicht einfacher. Da ist Antonio, der ihr Freund wird, den sie aber nicht liebt, und der Interlektuelle Nino Sarratore, den sie anhimmelt, der aber unerreichbar zu sein scheint. Doch das Erleben von Elena Greco ist untrennbar mit Lilas verbunden. Ferrante räumt dem Leben der Ich-Erzählerin fernab der Freundschaft wenig Platz in dem Buch ein. Es sind einige wenige Kapitel, in denen es ausschließlich um Lenùs Schulzeit und ihr Studium in Pisa geht. Egal, ob es Momente sind, die die beiden Freundinnen teilen oder solche, die sie getrennt voneinander erleben. Lenù weiß sie alle zu schildern. Sie liest geheime Aufzeichnungen von Lila, erfährt Geschehenes von Bekannten. So gelingt es Ferrante, die erdrückenden Gefühle der Ich-Erzählerin trotz der Distanz zum Grund dafür, Lila, zu schildern. Der Roman ist leicht geschrieben und erzählt mit einem Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Herausragende Schilderungen des Lebens in einem prekären Viertel Neapels, und eine schonungslos ehrliche Analyse dieser Mädchenfreundschaft, eine schöne Sprache, ein schier unerschöpfliches Repertoire an vielschichtigen, außergewöhnlichen Charakteren, eine besondere Atmosphäre und nicht zuletzt natürlich eine gute Story. Ein faszinierendes Portrait einer lange dauernden Freundschaft. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest! Ein Lesegenuss!

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Einzigartige Geschichte über wahre Freundschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfarrkirchen am 27.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Von der Leseprobe von "Die Geschichte eines neuen Namens" auf Vorablesen restlos begeistert habe ich mir zunächst Band 1 - "Meine geniale Freundin" gekauft und ihn regelrecht verschlungen. Ebenso erging es mir anschließend mit dem hier nun bewerteten 2. Teil der 4-reihigen neopolitanischen Familiensaga um Elena und Lila.... Von der Leseprobe von "Die Geschichte eines neuen Namens" auf Vorablesen restlos begeistert habe ich mir zunächst Band 1 - "Meine geniale Freundin" gekauft und ihn regelrecht verschlungen. Ebenso erging es mir anschließend mit dem hier nun bewerteten 2. Teil der 4-reihigen neopolitanischen Familiensaga um Elena und Lila. Das Buch liest sich so leicht und interessant das man es kaum aus der Hand legen kann. Die Geschichte eines neuen Namens erzählt von den jungen Erwachsenenjahren der beiden Freundinnen Elena und Lila in den 60.er Jahren in Neapel. Während Lila heiratet, gut gestellt ist und doch irgendwie unglücklich in Ihrer Ehe ist, beendet Elena zunächst Ihre letzten Schuljahre und weiß noch nicht so recht wohin sie der Weg des Lebens führen wird. Nicht mehr in so tiefgreifender Freundschaft verbunden wie noch im Kindesalter, finden die beiden Freundinnen aber doch immer wieder einen guten Draht zueinander und vertrauen sich gegenseitig. Die Autorin schafft es mit Leichtigkeit, dass man in die Welt von Lila und Elena eintaucht und mit Ihnen fühlt, liebt und auch leidet. Der Schreibstil ist wunderschön und ich kann es kaum erwarten, bis Teil 3 der Saga erscheint. Wer noch nicht dem Ferrante-Fieber verfallen ist sollte sich schnellstens eines besseren belehren lassen. Ich kann die Bücher jedem Literatur-Liebhaber nur wärmstens ans Herz legen und vergebe mit sehr gutem Gewissen 5 Sterne für dieses Buch.

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Einfach großartig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jüchen am 25.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Mit „Die Geschichte eines neuen Namens“ erscheint nun endlich die Fortsetzung zu Elena Ferrante‘s grandiosem Bestseller „Meine geniale Freundin“, der großen neapolitanischen Familiensaga. Das 2. Buch der 4-teiligen Roman-Reihe erzählt uns die weitere Geschichte von Elena und Lila, den beiden eng verbundenen und doch seltsam zueinanderstehenden Freundinnen. Während Lila... Mit „Die Geschichte eines neuen Namens“ erscheint nun endlich die Fortsetzung zu Elena Ferrante‘s grandiosem Bestseller „Meine geniale Freundin“, der großen neapolitanischen Familiensaga. Das 2. Buch der 4-teiligen Roman-Reihe erzählt uns die weitere Geschichte von Elena und Lila, den beiden eng verbundenen und doch seltsam zueinanderstehenden Freundinnen. Während Lila heiratet und zu einem gewissen Ruhm gelangt, steht Elena vor den wertlos scheinenden Fragmenten ihres noch jungen Lebens. Glück oder Unglück, Zuneigung oder Abneigung - die Grenzen verschwimmen immer wieder. Und doch verbindet die beiden jungen Frauen in jeglicher Hinsicht ein festes Band der Freundschaft. Elena Ferrante schafft es mit diesem Fortsetzungsroman erneut, ein atmosphärisch dichtes Stimmungsbild der Zeit und Spiegelbild der 60er zu erzeugen und lässt den Leser wieder tief in die Figuren ihrer Erzählung eintauchen. Auf mich wirkte der Schreibstil wie schon im ersten Band absolut fesselnd, die Charaktere vielschichtig und der Verlauf der Geschichte unglaublich mitreißend. Die Paradigmen, das Rollenverständnis, wie auch die allgemein autoritär gebieterische Männerwelt werden beinahe greifbar und scheinen manches mal gar erdrückend und schockierend. Ferrante‘s verspielter und „wattiger“ Erzählstil, die vielen subtilen Metaphern und psychosozialen Feinheiten des Romans wirken dabei auf mich immer wieder magisch. Ich liebe die Art, wie die Dinge in beiden Büchern dargestellt oder auch umschrieben werden. Es liest sich heiter, obwohl es tragisch ist. Und an anderer Stelle schmunzelt man, ob der frechen Dreistigkeit. Ferrante zeigt ihre Figuren verletzlich und doch stark, schwach und doch kämpferisch. Das Ganze vor einer wunderbaren Kulisse Italiens. Man spürt die Zeit, durchlebt die Nöte, Kämpfe und Niederlagen und sieht die Welt durch die Augen dieser beiden unbedarften und doch wissenden Freundinnen. Für mich ist dieser 2. Band wieder ein ganz großes Lesevergnügen gewesen und ich freue mich ungemein auf die beiden noch ausstehenden Bücher! Großes Lese-Kino und beeindruckendes literarisches Werk zugleich, deswegen ganz klar 5 Sterne!

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Hat mich vollkommen fasziniert
von vielleser18 aus Hessen am 24.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

"Die Geschichte eines neuen Namens" ist der zweite Teil des Neapolitanischen Zyklus von Elena Ferrante (Pseudonym). Die Protagonistin Elena erzählt in ihm über ihre Jugendjahre. Ich kannte den ersten Teil noch nicht, kam aber dank der am Anfang vorgestellten Protagonisten gut in diese Geschichte hinein. Es geht um Elena, genannt Lenù,... "Die Geschichte eines neuen Namens" ist der zweite Teil des Neapolitanischen Zyklus von Elena Ferrante (Pseudonym). Die Protagonistin Elena erzählt in ihm über ihre Jugendjahre. Ich kannte den ersten Teil noch nicht, kam aber dank der am Anfang vorgestellten Protagonisten gut in diese Geschichte hinein. Es geht um Elena, genannt Lenù, ihren Freundin Lina (von ihr Lila genannt) und um viele Familien aus dem neapolitanischen Rione, aus dem die beiden stammen. Es ist ein Arbeiterviertel, ein armes Viertel. Familien, in denen die Kinder schon früh mitarbeiten müssen. Es sind die 50er und 60er Jahre. Bildung ? Meistens fingen die Kinder nach der Grundschule an zu arbeiten. Anders Elena, die Abitur macht. In diesem zweiten Band geht es auch um Beziehungen, Freundschaften und Ehen. Lila heiratet mit 16 Jahren. Doch glücklich wird sie nicht. Es war ein entfliehen aus ihrer Familie, sie hat materiele Güter, ein - für ihre Verhältnisse - Luxusleben. Sie kann ihre Fähigkeiten an der Arbeit einsetzen, bringt Schwung in die Läden, doch sie verkümmert innerlich. Denn es ist nur der materielle Schein, es ist kein Eheglück vorhanden. Elena hingegen geht in ihrem Lernen, ihrem Wissen auf. Doch die ganze Zeit kann sie sich innerlich nich von ihrer KIndheitsfreundin abnabeln. Sie hängt an ihr, bewundert sie, beneidet sie. Lenú scheint alles mühelos zu gelingen.. Ihr fällt alles zu, was Elena sich hart erarbeiten muss. Doch manchmal trügt auch der Schein. Es ist eine wechselvolle Geschichte, mit vielen Tiefen und manchen Höhen. Beim Lesen erkennt man die unsichere Elena, die ganz anders ist als ihre vorlaute, extrovertierte Freundin. Vor allem glaubt man als Leser, dass die Autorin hier ein biografisches Buch geschrieben hat. gerade weil sie dieses geheimnisvolle Pseudonym, hinter dem sie sich im verborgenen hält. den gleichen Vornamen wie die Hauptprotagonistin hat. Und weil sie aus der Ich-Perspektive erzählt und es eine vor allem sehr gute Sicht auf das Seelenleben der jungen Elene gibt. Es ist eine Geschichte in der Retroperspektive geschrieben, aber sehr detaillvoll, so dass man sich als Leser mit hinein versetzt fühlt in die 50er und 60er Jahre. Man spürt beim Lesen förmlich die Unsicherheit der Protagonistin, ihr bestreben beim Lernen und vor allem ihre Entwicklung. Es klingt nach einer authentischen Geschichte, weil man vollkommen in ihr Leben eintauchen kann. Ich empfande das Buch nicht als langweilig, obwohl es keinen großen Spannungsbogen gab. Vielmehr hat mich Elenas Leben, ihre Gedanken, fasziniert. Es ist wie das Eintauchen in eine andere Zeit, der Zeit meiner Elterngeneration. Das Leben einer früheren Generation, aber hier konnte ich es vor meinem inneren Augen förmlich nachfühlen, nacherleben. In eine andere Haut schlüpfen. Es ist eine - für mich- andere Welt, eine, in der kaum Hoffnung besteht, das Viertel, in das man hineingeboren worden ist, zu verlassen. Bei denen Menschen tagein und tagaus schuften und nicht viel erreichen. Indem Banden das sagen haben. Gewalt fast zur Tagesordnung gehört. Jeder alles -oder fast alles- über seine Nachbarn weiß. Es fasziniert, schreckt öfters aber auch ab. Und doch - immer wieder ist da ein Hoffnungsstrahl in all diesem Elend. Ich werde jetzt auf alle Fälle die KInderjahre mit "Meine geniale Freundin" nachholen und warte gespannt auf die weiteren zwei Bände. Die Autorin hat mich gepackt, hat mein Interesse an Elena und ihrem zukünftigen Leben geweckt. Fazit: Diese Geschichte hat mir ein interessantes Bild auf die 50-und 60er Jahre in einem Arbeiterviertel Neapels gezeichnet und die Entwicklung einer Protagonistin mit all ihren Träumen, Ängsten, Schmerzen und Erfolgen aufgezeigt. Ein Buch, dass für mich eine sehr realistische/authentische Geschichte widergespiegelt hat.

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Die Geschichte eines neuen Namens
von Manuela Hahn am 20.01.2017
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Inhalt: Elena und Lila stehen an der Schwelle zum Erwachsen werden, während Lila schon am Tag ihrer Hochzeit merkt das Stefano sie belügt und sie daraufhin beschließt ihm nie wieder zu vertrauen, geschweige denn ihm ihre Liebe zu schenken, geht Elena weiter zur Schule um dem Leben im Rione eines... Inhalt: Elena und Lila stehen an der Schwelle zum Erwachsen werden, während Lila schon am Tag ihrer Hochzeit merkt das Stefano sie belügt und sie daraufhin beschließt ihm nie wieder zu vertrauen, geschweige denn ihm ihre Liebe zu schenken, geht Elena weiter zur Schule um dem Leben im Rione eines Tages zu entfliehen. Lila wird von Stefano misshandelt und missbraucht und gleichzeitig mit Geld und Aufmerksamkeit überschüttet, solange sie sich fügt. In einem Urlaub am Meer trifft sie Nino wieder, einen Freund aus Kindertagen und verliebt sich. Elena, darf nach einem hervorragenden Abitur eine Schule in Pisa besuchen, auf der sie lernen muss, das sie ihre Heimat nicht vollends abstreifen kann. Und auch ihre Freundschaft muss sich wieder einmal bewähren. Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf die Geschichte eines neuen Namens gefreut, ich wollte unbedingt wissen wie es mit Elena und Lila weitergeht, ob die Mädchen ihr Glück finden oder zumindest Zufriedenheit. Und ich wurde nicht enttäuscht: Elena Ferrante lässt ihre Elena erzählen und das macht sie einfach nur wunderbar. Elena, genannt Lenu, berichtet vom täglichen Kampf der Frauen, gegen ihre Männer und gegeneinander, um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung, ein Kampf der lautstark ausgeführt wird, Zankereien und Gewalt sind alltäglich im Rione. Sie erzählt aber auch von langen Tagen am Meer, an dem die Mädchen einfach nur das sein können was sie sind, Jugendliche die ihr Leben genießen wollen, flirten, lachen und Spaß mit Freunden haben. Mit dem Unterschied, das am Wochenende ihre Ehemänner zu Besuch kommen. Elena erzählt von ihren Studien, ihren Selbstzweifeln und ihrer Angst davon nicht gut genug zu sein, für die Welt außerhalb des Riones, aber sie beißt sich durch, sie rappelt sich immer wieder auf und strebt danach die Beste zu sein. Bewusst oder unbewusst geht sie Beziehungen mit Männern ein, die ihr Impulse geben, die sie zu noch mehr Leistung anregen, die ihr aber immer auch wieder vor Augen führen was sie nicht weiß. Elenas Leben ist eine Achterbahn der Gefühle. Ich war mir nicht immer sicher ob ich sie mag oder nicht, genauso ging es mir bei Lila. Lila versteht es die Menschen um sich herum für ihre Zwecke einzuspannen, sie manipuliert jeden in ihrem Umfeld, bis zu dem Tag an dem sie merkt wie unglücklich sie mit ihrem Leben ist und alles auf eine Karte setzt um glücklich zu werden und scheitert? Und Elenas und Lilas Freundschaft? Sie wurde auf eine harte Probe gestellt, wie das nun mal manchmal so ist mit Freundschaften, aber wahre Freundschaft übersteht viele Stürme. Dieser Einblick in das Leben der Menschen, zu einer Zeit in der ich gerade mal geboren war, ist berührend und erschreckend, vieles was wir für selbstverständlich nehmen musste von anderen hart erkämpft werden. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, der Saga. Ich gebe für Die Geschichte eines neuen Namens ein absolute Leseempfehlung. Aber nicht vergessen vorher den ersten Teil: Meine geniale Freundin zu lesen.

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"Wir zwei zusammen, Schulter an Schulter, im Kampf gegen den Rest der Welt."
von einer Kundin/einem Kunden aus Wels am 15.01.2017
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Lila und Elena werden erwachsen und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Ihre Leben entwickeln sich immer stärker auseinander. Sie waren schon als Kinder ein sehr ungleiches Paar und als Jugendliche prägten sich die Verschiedenheiten aus. Nun kommen noch die Lebensumstände dazu, dass sich die beiden Mädchen... Lila und Elena werden erwachsen und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Ihre Leben entwickeln sich immer stärker auseinander. Sie waren schon als Kinder ein sehr ungleiches Paar und als Jugendliche prägten sich die Verschiedenheiten aus. Nun kommen noch die Lebensumstände dazu, dass sich die beiden Mädchen immer stärker auseinander entwickeln. Während Lila in ihrer unglücklichen Ehe schwanger werden soll, konzentriert sich Elena auf ihre Ausbildung. Dennoch halten sie Kontakt. Obwohl dies nicht immer freudigen Herzens geschieht. Lila wirkt zum Teil fast bösartig und Elena schafft es nicht, sich in Lilas Welt hineinzudenken. Lila wirkt stark und unbeugsam, doch sie kämpft schwer mit ihrem Alltag und ihrem Umfeld. Bis wieder einmal Ferien auf Ischia alles verändern. Lila bekommt wieder Lust am Leben, lernt endlich zu lieben und setzt alles auf eine Karte. Sie riskiert viel und Elena glaubt alles zu verlieren. Die Beziehung zwischen Lila und Elena ist äußerst vielschichtig. Die beiden sind stark voneinander abhängig, obwohl jede ihren Weg geht. Streckenweise schien es mir beim Lesen, die eine würde die andere ausnutzen, doch dem ist nicht so. Jede geht ihren Weg eben so, wie sie kann. Sie beneiden sich gegenseitig. Sie versuchen voneinander zu lernen und sie verletzen sich auch dabei. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob ich diese Freundschaft positiv bewerten soll, ober ob es eher eine Freundschaft ist, die bei beiden das Schlechteste hervorkehrt. Aber, das Ferrante-Fever hält definitiv an. Ich habe auch diesen zweiten Band verschlungen und er steht dem ersten in nichts nach. Die Entwicklung der beiden Mädchen bzw. jungen Frauen ist spannend und ich bin neugierig, wie es ihnen weiterhin ergeht. Der Ausblick ist bei beiden absolut positiv. Lila ist definitiv alles zuzutrauen und Elena wird ihren Weg sicher weiterhin finden. Sie scheint die stabilere der beiden. Sie hatte aber auch die besseren Möglichkeiten. Lila ist definitiv die talentiertere, aber sie ist äußerst sprunghaft und ihr liegen unendlich viele Steine im Weg. Ich habe sie beide in mein Herz geschlossen und freue mich schon jetzt auf ein Wiederlesen wenn „Die Geschichte der getrennten Wege“ erscheint.

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Gelungene Fortsetzung über die Jugendjahre der beiden Freundinnen
von Forti am 15.01.2017
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"Die Geschichte eines neuen Namens" ist Band zwei der vierteiligen Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante um eine Frauen-Freundschaft. Ich empfehle, zuerst "Meine geniale Freundin" zu lesen, um zu erfahren, wie sich Elenas Freundschaft mit Lila bisher entwickelt hat, und der Handlung besser folgen zu können. Das Buch startet mit einer... "Die Geschichte eines neuen Namens" ist Band zwei der vierteiligen Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante um eine Frauen-Freundschaft. Ich empfehle, zuerst "Meine geniale Freundin" zu lesen, um zu erfahren, wie sich Elenas Freundschaft mit Lila bisher entwickelt hat, und der Handlung besser folgen zu können. Das Buch startet mit einer Übersicht über die beteiligten Personen, nach Familien unterteilt. Das ist (für mich) auch dringend notwendig, da Elena Ferrante ihre Saga mit einem reichhaltigen Personal besetzt hat und man nach einen Wochen Lesepause zwischen den einzelnen Bänden schon mal den Überblick verlieren kann. Elena und Lila sind zu Beginn der Handlung ca. 16 Jahre alt. Die Handlung umfasst etwa 10 Jahre. Ihre Leben entwickeln sich immer unterschiedlicher: Lila ist verheiratet und dadurch zu Wohlstand geraten, Elena geht weiter zur Schule und lebt bei ihren Eltern unter eher ärmlichen Verhältnissen. Interessanterweise beneiden beide einander. Die Freundschaft der beiden ist nicht immer innig und herzlich, es gibt Zeiten, in denen sie wenig Kontakt zueinander haben, aber die Freundschaft besteht und reißt nie völlig ab. Mir gefällt diese ungeschönte Darstellung einer lebenslangen Freundschaft, die ohne Klischees und Kitsch auskommt. Die Handlung wird langsam erzählt - böse Zungen könnten den Erzählstil auch langatmig nennen. Auch ich habe oft ein Problem mit langatmigen Erzählungen, würde hier aber sagen, dass die Atmosphäre Neapels der 1960'er Jahre, die Lebensrealität im Arbeiterviertel und die Situation der Frauen im Speziellen gleichberechtigt neben der eigentlichen Handlung steht und auch - wie schon im ersten Band - den Reiz dieser Reihe ausmacht. Ich fühlte mich jedenfalls nicht gelangweilt, sondern habe gut ins Neapel der 1960'er Jahre und die beiden jungen Frauen hineinversetzt gefühlt. Wie schon bei "Meine geniale Freundin" ist das Ende des Buches kein wirklicher Abschluss, sondern eher ein cliffhanger, der neugierig auf den dritten Band der Reihe machen soll (bei mir hat es funktioniert).

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Gelungene Fortsetzung über die Jugendjahre der beiden Freundinnen
von Forti am 15.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

"Die Geschichte eines neuen Namens" ist Band zwei der vierteiligen Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante um eine Frauen-Freundschaft. Ich empfehle, zuerst "Meine geniale Freundin" zu lesen, um zu erfahren, wie sich Elenas Freundschaft mit Lila bisher entwickelt hat, und der Handlung besser folgen zu können. Das Buch startet mit einer... "Die Geschichte eines neuen Namens" ist Band zwei der vierteiligen Neapolitanischen Saga von Elena Ferrante um eine Frauen-Freundschaft. Ich empfehle, zuerst "Meine geniale Freundin" zu lesen, um zu erfahren, wie sich Elenas Freundschaft mit Lila bisher entwickelt hat, und der Handlung besser folgen zu können. Das Buch startet mit einer Übersicht über die beteiligten Personen, nach Familien unterteilt. Das ist (für mich) auch dringend notwendig, da Elena Ferrante ihre Saga mit einem reichhaltigen Personal besetzt hat und man nach einen Wochen Lesepause zwischen den einzelnen Bänden schon mal den Überblick verlieren kann. Elena und Lila sind zu Beginn der Handlung ca. 16 Jahre alt. Die Handlung umfasst etwa 10 Jahre. Ihre Leben entwickeln sich immer unterschiedlicher: Lila ist verheiratet und dadurch zu Wohlstand geraten, Elena geht weiter zur Schule und lebt bei ihren Eltern unter eher ärmlichen Verhältnissen. Interessanterweise beneiden beide einander. Die Freundschaft der beiden ist nicht immer innig und herzlich, es gibt Zeiten, in denen sie wenig Kontakt zueinander haben, aber die Freundschaft besteht und reißt nie völlig ab. Mir gefällt diese ungeschönte Darstellung einer lebenslangen Freundschaft, die ohne Klischees und Kitsch auskommt. Die Handlung wird langsam erzählt - böse Zungen könnten den Erzählstil auch langatmig nennen. Auch ich habe oft ein Problem mit langatmigen Erzählungen, würde hier aber sagen, dass die Atmosphäre Neapels der 1960'er Jahre, die Lebensrealität im Arbeiterviertel und die Situation der Frauen im Speziellen gleichberechtigt neben der eigentlichen Handlung steht und auch - wie schon im ersten Band - den Reiz dieser Reihe ausmacht. Ich fühlte mich jedenfalls nicht gelangweilt, sondern habe gut ins Neapel der 1960'er Jahre und die beiden jungen Frauen hineinversetzt gefühlt. Wie schon bei "Meine geniale Freundin" ist das Ende des Buches kein wirklicher Abschluss, sondern eher ein cliffhanger, der neugierig auf den dritten Band der Reihe machen soll (bei mir hat es funktioniert).

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Gelungener zweiter Teil
von einer Kundin/einem Kunden am 13.01.2017
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Im Sommer letzten Jahres brach es aus, oder wurde vielmehr allerorten beschworen – das Ferrante-Fieber! Ich stand diesem Phänomen etwas ratlos gegenüber. Das Buch konnte durchaus unterhalten, zeichnete zumindest ansatzweise interessante Figuren und eine gut entwickelte Geschichte. Zudem wurde die Spannung gehalten und mit einem ungeheuren Cliffhanger geendet. Trotzdem... Im Sommer letzten Jahres brach es aus, oder wurde vielmehr allerorten beschworen – das Ferrante-Fieber! Ich stand diesem Phänomen etwas ratlos gegenüber. Das Buch konnte durchaus unterhalten, zeichnete zumindest ansatzweise interessante Figuren und eine gut entwickelte Geschichte. Zudem wurde die Spannung gehalten und mit einem ungeheuren Cliffhanger geendet. Trotzdem konnte von einem Fieber bei mir keine Rede sein. Nun also, „Die Geschichte eines neuen Namens“. Zunächst gleicht sie der genialen Freundin sehr. Wer den ersten Band gelesen hat (und das sollte man unbedingt vorher tun), erinnert sich, dass dieser abrupt an Lilas Hochzeitstag endete, und zwar mit einem Eklat. Lila entdeckte, dass ihr Mann heimlich gemeinsame Sache mit den ihr zutiefst verhassten Camorra-Brüdern Solara machte. Der Anfang der Ehe, in die sich Lila mit 16 Jahren stürzte, um aus den äußerst bedrückenden Verhältnissen ihres Elternhauses in einem der heruntergekommenen Viertel („rione“) Neapels zu fliehen, barg zugleich ihr Scheitern. Zwar kann der erfolgreiche Lebensmittelhändler Stefano ihr nun ein Leben in relativem Wohlstand bieten, aber ein wirkliches Entkommen aus den Verhältnissen, wie ihn sich die beiden Mädchen erträumten, bietet sich Lila dadurch nicht. Stefano zeigt als Ehemann das vertraute Verhaltensmuster aller Männer aus dem „rione“: Despotie, Machismo, Verachtung und Missbrauch der Frauen, Gewalt. Nicht nur Lila, sondern auch fast alle ihre Freundinnen geraten in viel zu frühen Jahren in eine solche Ehehölle. In dieser Geschichte wird so ziemlich alles demontiert, Liebe, Ehe, Familie, Freundschaft. Auf alle diese (glücksverheißenden) Institutionen wird mit einem äußerst scharfen Blick geschaut. Noch deutlich mehr als im ersten Buch geht es hier auch um die Stellung der Frau, ihre Missachtung in der Gesellschaft, ihre Befreiungsversuche. Dabei kommen aber die Frauen selbst genauso schlecht weg wie die Männer. Das System ist es, wo der Wurm drin steckt. Und hier hat mich das Buch zunehmend gepackt. Endlich kommen auch zeitpolitische und soziale Aspekte zum Tragen: Die Frauenfrage, soziale Umstände, Bildungspolitik. Denn da gibt es natürlich neben Lila noch die Ich-Erzählerin, die mit ihr in Freundschaft, aber auch in ständiger Rivalität und Missgunst verbunden ist. Gerade das macht einen großen Reiz der Bücher Elena Ferrantes aus: Wie ungeschönt, schonungslos und offen diese Lenu selbst über ihre übelsten Gefühle und Gedanken schreibt. Lenu nun geht, obwohl eigentlich weniger begabt als Lila, durch ein wenig Glück, aber vor allem durch großen persönlichen Ehrgeiz befördert, einen anderen Weg. Sie bleibt bis zum Abitur auf der Schule, studiert danach sogar in Pisa und kann sich schließlich den großen Traum erfüllen: ein Roman von ihr wird veröffentlicht. Auch dieser zweite Band der Tetralogie endet mit einem Cliffhanger. Unmöglich sich der Spannung zu entziehen, wie es weiter geht. Zumal nach anfänglichem Zögern mich die Figuren nun tatsächlich gepackt haben.Dabei sind die Bücher äußerst kunstlos geschrieben. Sie sind gut lesbar, bieten aber keine sprachlichen Höhepunkte. Dabei ist der Roman gut konstruiert und Elena Ferrante kann enorm gut mit Spannung umgehen. Deshalb wird das Ferrante-Fieber wohl diesmal mindestens bis Mai dieses Jahres anhalten. Da soll der dritte Teil erscheinen. Und ich habe läuten hören: Der soll noch besser sein.

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4,5 Sterne für eine würdige Fortsetzung
von Isaopera am 12.01.2017
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"Meine geniale Freundin" habe ich erst vor kurzer Zeit gelesen und hatte daher alle Figuren noch sehr präsent. Mir hat der nahtlose Übergang der beiden Bücher sehr gut gefallen und ich war schnell wieder in der Geschichte. Anders als der Klappentext vielleicht erwarten lässt, kommen gar nicht so viele... "Meine geniale Freundin" habe ich erst vor kurzer Zeit gelesen und hatte daher alle Figuren noch sehr präsent. Mir hat der nahtlose Übergang der beiden Bücher sehr gut gefallen und ich war schnell wieder in der Geschichte. Anders als der Klappentext vielleicht erwarten lässt, kommen gar nicht so viele Figuren dazu, sondern es bleibt eigentlich erstmal bei den gewohnten Personen. Ich muss sagen, dass mir das Buch wieder sehr gut gefallen hat, tatsächlich etwas besser als der erste Band! Der Stil war einen Tick flüssiger würde ich sagen. Während es im ersten Band immer wieder Stellen gab, die für mich schwierig zu lesen waren, ist es mir bei diesem Band anders ergangen. Die Handlung an sich ist spannend und gewohnt detailliert, ohne allerdings zu langweilen. Lila ist erneut ein Charakter, der die Leserschaft wahrscheinlich spalten wird. Sie ist ungebremst, leidenschaftlich, oft rücksichtslos...dennoch bewegt mich ihre Geschichte irgendwie sehr. Elena strampelt sich zunehmend frei, wird aber immer noch von Selbstzweifeln geplagt. In diesen hat sie mich teilweise ein wenig genervt, aber nur so weit, wie eine Romanfigur das durchaus mal tun darf ;) Ansonsten finde ich ihren Weg sehr beachtens- und bewundernswert. Das Ende ist offen - natürlich! Muss es ja sein, denn wir warten ja nun alle auf den 3. Band. Allerdings ist es genau richtig offen, ohne nichtssagend zu sein. Für mich ein sehr gelungener zweiter Band, den ich gerne weiter empfehle! Ich freue mich auf Band 3!!

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Soghaft, beeindruckend, fesselnd - „im Kampf gegen den Rest der Welt“
von StefanieFreigericht am 10.01.2017
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(„…im Kampf gegen den Rest der Welt…“ S. 360) befinden sich die Mädchen Elena „Lenù“ und Raffaella „Lila“ auch im zweiten Band der auf vier Bände angelegten Saga nach „Meine geniale Freundin“. Um es kurz zu sagen – der Hype des „#FerranteFever“ trägt. Ich habe den ersten Band gerne... („…im Kampf gegen den Rest der Welt…“ S. 360) befinden sich die Mädchen Elena „Lenù“ und Raffaella „Lila“ auch im zweiten Band der auf vier Bände angelegten Saga nach „Meine geniale Freundin“. Um es kurz zu sagen – der Hype des „#FerranteFever“ trägt. Ich habe den ersten Band gerne gelesen, erst mit diesem zweiten jedoch bin ich dem Fieber erlegen. Wie das, warum die unterschiedliche Wertung? Nun, aus verschiedenen Gründen. Ich hatte den ersten Band noch mit dem ähnlich für Deutschland zur gleichen Zeit angelegten „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn verglichen, da es in beiden um Mädchen aus der Arbeiterklasse geht, die mit ihrem Interesse für Bildung sowohl unter den Beschränkungen gegenüber ihrer Herkunft als auch gegenüber ihrem Geschlecht zu kämpfen haben; Beschränkungen, die sowohl in den Köpfen ihres Herkunftsmilieus herrschen, als auch bei denen, für die Bildung selbstverständlich ist, sowie rein in der schieren Möglichkeit des Zugangs: wo Bildung kostspielig ist, wo Bücher, Brillen, Schulgeld, selbst ein einziger Koffer für den Umzug an die Universität weit über den üblichen Ausgaben liegen, wo Umgangsformen schlicht andere sind, blieb sie vielen verwehrt. Was ist neu, was kann der zweite Band mehr? Vieles. Elena Ferrante gelingt es darzustellen, inwieweit selbst Geld, Ehrgeiz und Intelligenz allein nicht einen sozialen Aufstieg ermöglichen können. Wer von Hause aus keine Theaterbesuche kennt, nicht über weiterführende Ausbildungsmöglichkeiten informiert ist, für wen das Wort „Fakultät“ ein so großes Fremdwort ist, dass eine Entscheidung über ein Studium schon allein an der Entscheidung für eine Ausrichtung scheitert, der wird unweigerlich scheitern. Es lässt tief blicken, als Elena einen Vortrag besucht – so ungewohnt für sie ist das, dass ihr die Situation wie eine Unterrichtsstunde für Erwachsene erscheint. Ungeachtet ihres eigenen Fleißes wird dargestellt, wie eine Weiterführung letztlich nur dank verschiedener Gönner gelingen kann. Auch zum Wettkampf zwischen Elena und Lila, der mir im ersten Band meist seltsam erschien, gibt es hier auch die andere Seite der Medaille zu sehen – während „Meine geniale Freundin“ nur mit den seltsamen Minderwertigkeitskomplexen von Lenù aufwartete, kann man im zweiten Band auch die Sicht von Lila erfahren, darf begreifen, wo ihre Motivation liegt, so Lila zu ihren Aktivitäten: „Vor allem war es eine Möglichkeit..., dir zu beweisen, dass ich etwas gut konnte, auch wenn ich nicht mehr zur Schule ging.“ S. 186 Die Darstellung der Freundinnen wirkt ausgewogener. War mir zuletzt Elena mit ihrem Neid fast unsympathisch, überwiegt jetzt die Wirkung, dass sie von der Autorin nur völlig distanzlos geschildert wird, ohne das Bedürfnis, gefallen zu wollen, sondern als realistische Person. „Die Geschichte eines neuen Namens“ beschreibt zudem ernüchternd das für die Zeit gängige Rollenverständnis eindringlich: „Wir waren mit der Vorstellung aufgewachsen, dass kein Fremder uns anrühren durfte, dass aber unser Vater, unser Verlobter, unser Ehemann uns ohrfeigen durfte, wann immer er wollte, aus Liebe, um uns zu erziehen und uns zu bessern.“ S. 64 Prügel, Vergewaltigung, die Unterwerfung unter den Willen des Ehemannes erscheinen als völlig normal – wer sich „anständig“ benimmt, habe ja nichts zu befürchten. Die Mädchen, besonders Elena, sind ganz eindeutig Kinder ihrer Zeit, so dass sogar Elena genau diese Art von Ehe bei ihrer Freundin Lila beneidet: „Sie [Lila] wollte mich tatsächlich auf die Rolle von einer, die ständig über Büchern hockt, festlegen, während sie dagegen Geld hatte, schöne Kleider, eine Wohnung, einen Fernseher, ein Auto, sich alles nahm, sich alles leistete“. S. 119 Elena begreift den Unterschied zwischen ihr und Lila: „Ich blieb zurück, wartend. Sie dagegen nahm sich die Dinge, wollte sie wirklich haben…“ S. 379 – erst gegen Ende des Buches wird hier für beide junge Frauen eine Entwicklung deutlich. Gespannt warte ich auf den nächsten Band der Saga, vor allem dank der von Ferrrante ausgelegten Spuren zu zukünftigen Entwicklungen, Lila wolle das „auslöschen“, was ihr an ihr nicht gefällt, an dem Ich, in das andere sie hinein nötigten. Und, ernsthaft – was kann ein Leser mehr wollen als Neuigkeiten über eine Figur wie Lila, von der geschrieben wird, sie „…versenkte sich bis tief in die Nacht in Romane, Zeitschriften und Zeitungen. Diese Sucht hatte sie erneut gepackt, als interessiere das wahre Leben sie nicht mehr.“ S. 450

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faszinierende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 08.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

In Elena Ferrantes Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ schlüpft man hinein, wie einen geschmeidigen Schuh, der den Leser nach Neapel trägt. Hinein in die sechziger Jahre Atmosphäre Italiens, in dessen Arbeitervierteln Unverschämtheit eine Art Überlebenstechnik darstellt. Hier sind die beiden Protagonistinnen des Romans aufgewachsen. Lila und Elena sind... In Elena Ferrantes Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ schlüpft man hinein, wie einen geschmeidigen Schuh, der den Leser nach Neapel trägt. Hinein in die sechziger Jahre Atmosphäre Italiens, in dessen Arbeitervierteln Unverschämtheit eine Art Überlebenstechnik darstellt. Hier sind die beiden Protagonistinnen des Romans aufgewachsen. Lila und Elena sind Freundinnen, aber auch Konkurrentinnen, zunächst einmal was die Noten der Schule anging, nun aber auch bei der Wahl, um den attraktivsten Mann fürs Leben. Elena ist die Erzählerin dieser Geschichte. Sie muss hart an sich arbeiten, um gute Zensuren zu bekommen und so wirkt sie auch immer eine Spur verkrampft. Lila dagegen ist mit einer beneidenswerten Intelligenz gesegnet, auf die sie wahlweise mit Gleichgültigkeit hinabblickt, um sie im nächsten Augenblick, wie ein Schwert einzusetzen. Sie geht völlig kompromisslos ihren Weg, wobei sie sich in denkwürdig armselig und stürmischen Liebesgeschichten verheddert, was sie die überaus begabte junge Frau nach und nach an den Abgrund ihrer Existenz führt. Die beiden Frauen leiden dabei nicht nur an den falschen Männern, sondern einer bleiernen Zeit, die den Mann zum Herrn im Hause bestimmt und der Frau stets den Platz am Herd zuweist. Wie ich das Buch finde? Es ist schon faszinierend, mit welcher Treffsicherheit die Autorin das Romanpersonal zeichnet. Was im ersten Teil des Romans noch köchelte beginnt hier zu brodeln. Lila ist keine Frau, die sich alles gefallen lässt und dennoch sitzt sie beziehungsunfähig zwischen den Stühlen, einen Ort, den Elena nicht einmal erreicht, denn die brave Studierende wird vom männlichen Geschlecht lange mit Nichtachtung und schalen Zungenküssen gestraft. Niemand ist hier nur böse oder gut. Nicht einmal die unvermeidlich auftauchenden Mafioso, die Lila das Leben noch ein bisschen schwerer machen. Die Menschen werden in all ihren Facetten gezeigt und der Schluss ist einfach nur genial. Das alles wird sehr stimmig und kraftvoll erzählt. Mir hat das Lesen sehr viel Freude bereitet. Ein Buch zum mitfiebern, voller kleiner und großer Schicksalsschläge. Dafür gibt es die volle Punktzahl!

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faszinierende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 08.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

In Elena Ferrantes Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ schlüpft man hinein, wie einen geschmeidigen Schuh, der den Leser nach Neapel trägt. Hinein in die sechziger Jahre Atmosphäre Italiens, in dessen Arbeitervierteln Unverschämtheit eine Art Überlebenstechnik darstellt. Hier sind die beiden Protagonistinnen des Romans aufgewachsen. Lila und Elena sind... In Elena Ferrantes Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“ schlüpft man hinein, wie einen geschmeidigen Schuh, der den Leser nach Neapel trägt. Hinein in die sechziger Jahre Atmosphäre Italiens, in dessen Arbeitervierteln Unverschämtheit eine Art Überlebenstechnik darstellt. Hier sind die beiden Protagonistinnen des Romans aufgewachsen. Lila und Elena sind Freundinnen, aber auch Konkurrentinnen, zunächst einmal was die Noten der Schule anging, nun aber auch bei der Wahl, um den attraktivsten Mann fürs Leben. Elena ist die Erzählerin dieser Geschichte. Sie muss hart an sich arbeiten, um gute Zensuren zu bekommen und so wirkt sie auch immer eine Spur verkrampft. Lila dagegen ist mit einer beneidenswerten Intelligenz gesegnet, auf die sie wahlweise mit Gleichgültigkeit hinabblickt, um sie im nächsten Augenblick, wie ein Schwert einzusetzen. Sie geht völlig kompromisslos ihren Weg, wobei sie sich in denkwürdig armselig und stürmischen Liebesgeschichten verheddert, was sie die überaus begabte junge Frau nach und nach an den Abgrund ihrer Existenz führt. Die beiden Frauen leiden dabei nicht nur an den falschen Männern, sondern einer bleiernen Zeit, die den Mann zum Herrn im Hause bestimmt und der Frau stets den Platz am Herd zuweist. Wie ich das Buch finde? Es ist schon faszinierend, mit welcher Treffsicherheit die Autorin das Romanpersonal zeichnet. Was im ersten Teil des Romans noch köchelte beginnt hier zu brodeln. Lila ist keine Frau, die sich alles gefallen lässt und dennoch sitzt sie beziehungsunfähig zwischen den Stühlen, einen Ort, den Elena nicht einmal erreicht, denn die brave Studierende wird vom männlichen Geschlecht lange mit Nichtachtung und schalen Zungenküssen gestraft. Niemand ist hier nur böse oder gut. Nicht einmal die unvermeidlich auftauchenden Mafioso, die Lila das Leben noch ein bisschen schwerer machen. Die Menschen werden in all ihren Facetten gezeigt und der Schluss ist einfach nur genial. Das alles wird sehr stimmig und kraftvoll erzählt. Mir hat das Lesen sehr viel Freude bereitet. Ein Buch zum mitfiebern, voller kleiner und großer Schicksalsschläge. Dafür gibt es die volle Punktzahl!

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Die Geschichte eines neuen Namens
von miss.mesmerized am 08.01.2017
Bewertetes Format: gebundene Ausgabe

Die Geschichte um Elena und ihre Freundin Lila geht weiter, nachdem die beiden Mädchen die Kindheit hinter sich gelassen haben, inzwischen 16 sind, kommen die schweren Jugendjahre und der Weg des Erwachsenwerdens. Elena besucht weiterhin die Schule, die ihr mal mehr mal weniger Freude macht, langsam ihren Weltblick verändert... Die Geschichte um Elena und ihre Freundin Lila geht weiter, nachdem die beiden Mädchen die Kindheit hinter sich gelassen haben, inzwischen 16 sind, kommen die schweren Jugendjahre und der Weg des Erwachsenwerdens. Elena besucht weiterhin die Schule, die ihr mal mehr mal weniger Freude macht, langsam ihren Weltblick verändert und sie zunehmend vom Rione entfernt. Für das Studium geht sie sogar nach Pisa, was den endgültigen Bruch mit ihrer Heimat bedeutet. Aus der Ferne beobachtet sie die Entwicklung Lilas, die früh heiratete und dann in einer unglücklichen Ehe feststeckt. Das Leben ist ein täglicher Kampf mit ihrem Mann aber auch ihrem eigenen Jähzorn. Die Aufgaben einer Ehefrau erfüllt sie nicht, insbesondere wird sie nicht schwanger. In die Geschäfte ihres Mannes mischt sie sich immer wieder ein, wie es ihr gerade in den Sinn kommt. Die Wankelmütigkeit der Kindheit setzt sich fort und letztlich riskiert Lila alles, wovon sie eigentlich geträumt hatte. Nach dem begeisternden ersten Band waren die Erwartungen hoch an den Fortlauf der Geschichte. Immer noch gefällt mir Elena Ferrantes Erzählstil unheimlich gut. Man taucht ein in das Leben des neapolitanischen Vorortes der 50er/60er Jahre und erlebt die Geschehnisse durch Elenas Augen. Die Handlung bleibt in diesem Teil überschaubar. Rund um Elena wird vieles gerafft und zusammengefasst, was ich etwas schade finde, auch ihre Erlebnisse als Studentin hätten mich interessiert, gerade die Anpassungsschwierigkeiten als Mädchen aus einfachen Verhältnissen, die plötzlich von der Intelligenzija umgeben ist, wäre durchaus lesenswert gewesen. Dies wird aber nur in wenigen Sätzen angerissen. Auch das Buch, das sie schreibt, hätte für meinen Geschmack mehr Raum einnehmen dürfen. Es bleibt daher die Geschichte von Lila. Die pompöse Hochzeit und der folgende Absturz. Die Prügeleien des Gatten – die erschreckenderweise niemanden wirklich stören, denn das scheint der Alltag aller Frauen zu sein. Immer wieder rafft sie sich auf, nimmt ihr Leben in die Hand, wird erfolgreiche Geschäftsfrau, aber es bleibt ihr schwierigster Charakterzug: wenn sie sich für etwas begeistert, gibt sie all ihr Herzblut und Energie, aber sobald sie bekommen hat, wovon sie träumte, ist der Reiz weg und sie wirft ohne zu zögern alles hin. Dies ist eine gewisse Konstanz in ihren sonst eher unstetigen Leben. Großen Raum in der Erzählung nimmt ein Sommer auf Ischia ein, in dem sich Lila verliebt und sieht, was aus ihr auch hätte werden können. Sie empfindet es zunächst als Liebe, aber letztlich war auch Nino nur etwas, das jemand anderes – Elena in diesem Fall – hätte haben können und das sie ihr nicht gönnt. Gut gefallen haben mir Ferrantes Wechsel in der Erzählgeschwindigkeit. Mal vergehen die Jahre wie im Flug, wenn Elena augenscheinlich vor Arbeit und Lernerei gar nicht merkt, wie die Zeit verfliegt, und dann wieder fast minutiös zu berichten, wir der Sommer am Meer vergeht, der auch in der Wahrnehmung der Figuren viel langsamer verläuft. Der Kontrast der Mädchen, ihr heimlicher Kampf darum, mehr zu erreichen und besser zu sein als die andere und eigentlich nicht zu wissen, was sie im Leben wollen, was ihnen wichtig ist und welcher Sieg am Ende wirklich etwas wert ist, dies ist der für mich interessanteste Aspekt der Lektüre. Auch die schwierigen Beziehungen der Figuren untereinander, Elena zu ihrer Familie, aber besonders auch die mafiösen Strukturen im Ort, haben ihren erzählerischen Reiz. Leider kommt es im zweiten band etwas zu Längen und bisweilen hatte ich den Eindruck, dass sich vieles im Kreis dreht und nicht recht voran geht, daher ein kleiner Abzug für die durchaus gelungene Fortsetzung der Saga.

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