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Andrej Nikolaidis

Andrej Nikolaidis wuchs als Kind einer montenegrinisch-griechischen Familie in Sarajevo auf und lebt in Montenegro. Er gilt als einer der einflussreichsten Intellektuellen der Region und ist bekannt für seine messerscharfen politischen Analysen und Kommentare. Nikolaidis veröffentlichte mehrere Romane, die u.a. ins Deutsche, Englische, Italienische, Türkische, Ungarische und Finnische übersetzt wurden. 2011 erhielt er den Literaturpreis der Europäischen Union, »Der ungarische Satz« wurde 2017 mit dem Meša-Selimovic-Preis, ausgezeichnet.

Margit Jugo wurde 1975 in Bühl (Baden) geboren. Sie schloss ihr Übersetzerstudium in Graz ab und arbeitete danach in Sarajevo. Seit 2007 übersetzt sie literarische Texte aus dem Bosnischen, Serbischen, Kroatischen und Montenegrinischen: »Die Ankunft« und »Der Sohn« von Andrej Nikolaidis (beide Voland & Quist), ausserdem Werke von Mihajlo Pantić, Sanja Lovrenčić und Zoran Živković. Jugo ist Mitglied in der Webredaktion des europäischen Literatur-Netzwerks TRADUKI.

Der Sohn von Andrej Nikolaidis

Zuletzt erschienen

Der Sohn
  • Der Sohn
  • Buch (gebundene Ausgabe)

Nikolaidis treibt auf die Spitze, was Camus und Sartre begonnen haben: Sein Protagonist Konstantin verabscheut die Menschen aufs Äußerste und meidet sie, wo er nur kann. Als seine Frau es nicht mehr aushält und ihn verlässt, macht er sich auf den Weg in die Stadt und trifft auf die unterschiedlichsten grotesken Charaktere: die Familie, die von der Prostitution der Töchter lebt, den radikalislamischen Straßenprediger, die Flüchtlinge aus dem Kosovo, die in einer verlassenen Untergrundgarage hausen ... doch erst die Begegnung mit seinem geistigen Vater erschüttert ihn nachhaltig.

Nikolaidis seziert die zwischenmenschlichen Beziehungen mit Intelligenz und schwarzem Humor und nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Nacht.

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