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Anja Otto

Die Autorin: Anja Otto wurde 1966 in Gießen geboren. Sie studierte Russistik, Bohemistik und Osteuropäische Geschichte in Kiel, Marburg und Hamburg. Im Anschluß an das Magisterexamen 1994 war sie für die Robert Bosch Stiftung ein Jahr als Lektorin für deutsche Sprache und Landeskunde in der Tschechischen Republik tätig. 1995 nahm sie mit Hilfe eines Stipendiums der Universität Hamburg die Arbeit an ihrer Dissertation auf; Abschluß der Promotion 1999. Seit 1999 ist sie Bibliotheksreferendarin an der Universitätsbibliothek Gießen.

Schlagzeile Tutenchamun von Anja Otto

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Schlagzeile Tutenchamun
  • Schlagzeile Tutenchamun
  • Buch (Taschenbuch)

Die Entdeckung des Grabes von Pharao Tutenchamun durch den Briten Howard Carter im Jahr 1922 war eine wissenschaftliche Sensation. Die Einzigartigkeit der Funde erlaubte Einblicke in eine Jahrtausende alte Hochkultur. Die Sensation der Entdeckung wurde zu einem internationalen Medienereignis, bei dem sich erstmals die Geschäftspraktiken und Verhaltensweisen zeigten, die auch heute noch bei „Großereignissen“ dieser Art an der Tagesordnung sind. Geschäfte, mit denen man „Kasse“ machen konnte wurden ausgehandelt, darunter der Kauf und Verkauf exklusiver Veröffentlichungsrechte, woraus politische und finanzielle Macht entstand. Die Zeitung „The Times“ erhielt exklusive Rechte von Howard Carter, was sich kurz darauf schon als größtes Problem für die restliche Weltpresse und die Ausgräber selbst erwies. Die Untersuchung dieser Auswirkungen gibt diesem Buch über weite Strecken die Spannung eines Krimis: Der Exklusivertrag mit der „Times“ füllte zwar die Grabungskasse und hatte zunächst auch den Vorteil, den massenhaften Einfall der Weltpresse vor Ort zu stoppen, aber er rief die ägyptische und die internationale Presse sowie die ägyptische Regierung auf den Plan.
Wo Informationen kanalisiert wurden, kam es zu Spekulationen über einen Fluch des Pharao und zu völlig spekulativen Aussagen über Grabungsfunde.
Das Buch belegt die Mischung aus Intrigen, Kompetenzmangel und politischer Eitelkeiten, die von unterschiedlichen Publikationsinteressen angeheizt wurde und schließlich zum ersten Streik in der Geschichte der Archäologie führte, der im Abbruch der Grabung und der Arbeitsverweigerung des Ausgräbers gipfelte

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