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Christian Mundt

Christian Mundt, Jahrgang 1978, studierte in Halle (Saale) und Leipzig Psychologie und schloss 2010 die Ausbildung zum Systemischen Familientherapeuten und Berater ab. Er arbeitet seit 2008 in der Autismusambulanz Leipzig sowie in einem Team der Aufsuchenden Familientherapie. Ferner übt er die Funktion als Elternkursleiter / Elternkurstrainer für den Deutschen Kinderschutzbund e.V. aus und ist seit 2011 als freischaffender Paartherapeut tätig. Durch das Erleben der Geburt der eigenen Kinder und den Folgen unterschiedlicher Geburtsverläufe sowie Gespräche mit anderen Eltern entstand das Interesse, sich mit der Thematik des vorliegenden Buches näher zu befassen. Ziel dieser Studie war es, über mögliche Zusammenhänge zwischen dem erlebten Geburtsverlauf und postpartalen psychischen Folgen für die Frau zu berichten und zu ermutigen, neben der Freude über das Kind auch Gefühle der Trauer zuzulassen.

Die psychische Situation von Müttern nach der Geburt eines Kindes: Eine Vergleichsstudie von Frauen mit unterschiedlichen Geburtsverläufen von Christian Mundt

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Die psychische Situation von Müttern nach der Geburt eines Kindes: Eine Vergleichsstudie von Frauen mit unterschiedlichen Geburtsverläufen
  • Die psychische Situation von Müttern nach der Geburt eines Kindes: Eine Vergleichsstudie von Frauen mit unterschiedlichen Geburtsverläufen
  • Buch (Taschenbuch)

Nach der Geburt meiner Kinder und vielen Gesprächen mit Eltern entstand das Interesse, mich mit der Thematik Geburtsverlauf und postpartale Depression intensiver befassen zu wollen. Mit Hilfe einer Studie sollte eine Aussage getroffen werden, ob Mütter, die einen Kaiserschnitt erlebten, häufiger an Wochenbettdepressionen leiden als Mütter mit einer Vaginalentbindung. Erste Literaturrecherchen und Kongressbesuche klärten mich jedoch schnell darüber auf, dass Kaiserschnitt nicht gleich Kaiserschnitt und Wochenbettdepression nicht gleich Wochenbettdepression ist.
Im ersten Teil der Studie werden die unterschiedlichen Stadien postpartaler psychischer Folgen beschrieben und deren Merkmale verdeutlicht. Neben dem "Babyblues" als eine sehr verbreitete Folge und der Wochenbettpsychose, die eher selten auftritt, wird vor allem auf die Wochenbettdepression oder postpartale Depression näher eingegangen. Handelt es sich bei der postpartalen Depression um eine eigenständige Form der Depression, welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein und welche aktuellen Entstehungsmodelle gibt es? Dies alles sind Fragen, die im Buch zusammenfassend dargestellt werden.
In den letzten Jahren hat die Rate der Entbindungen per Kaiserschnitt enorm zugenommen und liegt deutlich höher, als der von der WHO vorgegebene Richtwert. Dadurch gerät die Geburtsform, die ursprünglich das Leben von Mutter und Kind retten sollte, mehr und mehr in die Kritik und wird in geburtshelfenden Berufskreisen auf unterschiedlichste Art uns Weise diskutiert. In Verbindung mit der GEK-Kaiserschnittstudie ist die Beschreibung möglicher Risiken einer Schnittentbindung, unterteilt in Primär- und Sekundärkaiserschnitt, ebenfalls Bestand des ersten Teils.
Im zweiten Teil des Buches wird die durchgeführte Querschnittuntersuchung dargestellt. Um eine Aussage darüber treffen zu können, ob der Geburtsverlauf einen Einfluss auf die Psyche der Mütter hat, kamen neben einem Fragebogen zur Erhebung demographischer Daten, Geburtsverlauf und Fragen zur eigenen wahrgenommenen aktuellen psychischen und körperlichen Situation folgende psychologische Tests zum Einsatz: NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI), Allgemeine Depressionsskala (ADS-K), State-Trait-Angstinventar und der Fragebogen zur Beurteilung des eignen Körpers (FBeK). Zur Auswertung wurde die Gesamtstichprobe in drei Unterstichproben unterteilt, die sich durch die unterschiedlichen Geburtsverlaufe (Primär-, Sekundärsectio und Vaginalgeburt) ergaben. Deren Testergebnisse werden miteinander verglichen, ausgewertet und interpretiert. Ideen für mögliche Folgeuntersuchungen und zum Umgang mit dem Thema Geburt bilden den Abschluss des Buches.

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