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Christoph D. Brumme

Geboren 1962 in Wernigerode/Harz. Schule, Berufsausbildung (Eisenbahner), Militär, Theater, Philosophiestudium.Romane: »Nichts als das«, 1994 »Tausend Tage«, 1997 »Süchtig nach Lügen«, 2002. 2007 Erste Reise mit dem Fahrrad vonBerlin über Polen, Ukraine nach Saratov/Russland. Im Mai 2008 beginnt Brumme seine zweite Fahrradtour.Dieses Mal eine neue Route Berlin-Russland-Berlin. Seine erste Reise-Erzählung erscheint im Frühjahr 2009 im Dittrich Verlag. Fürdiesen Text (u.a.) erhält Christoph D. Brumme in diesem Jahr das Literatur-Stipendium des Berliner Senats.

Der Honigdachs von Christoph D. Brumme

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Der Honigdachs
  • Der Honigdachs
  • Buch (Gebundene Ausgabe)

'Ihr werdet euch wundern!' warnt der Erzähler seine Eltern – gleich nach der Trennung von der Nabelschnur.
Dies ist die Geschichte eines Jungen, der sich aus der familiären Eishölle hinausträumt, der liest und lernt und schreibt, um sich und der Welt zu beweisen, dass das Leben – so quälend und zerstörerisch es sein mag – einen Sinn haben kann.
Sein Lieblingstier ist der Honigdachs, der 'fast alles kann', unangreifbar ist und in einer Quasi-Symbiose mit einem Vogel lebt, der ihn zum Honig führt – zum Rettenden! Der Held, der Honigdachs, schleicht sich davon – entrinnt der mörderischen Ausweglosigkeit des Tieres in Kafkas Bau. Kafka! Ein 'Götze' im literarischen Netzwerk des Erzählers.
'Hiob' sucht das Weite: Seine Lehr- und Wanderjahre – Umzug in die Hauptstadt, Studium, und Reisen 'an die Wolga' – beginnen nach der Schulzeit, mit dem Verlassen des heimatlichen Dorfes im DDR-Harz.
'Dieses Dorf ist wie jedes andere' – und es verlässt ihn nie –, doch er zeigt uns nun seine 'erwachsene' Welt: Die vermeintlichen Freiheiten im realen Kapitalismus, die ihn anöden, treiben ihn ins ersehnte Russland, in dem – trotz zahlreicher westlicher Krankheiten – allerorten Dostojevski und Gogol aufscheinen: 'Ich hielt mein Ohr an ein altes
Holzhaus. Die Hufschläge der Pferde Dschingis Khans waren noch zu hören.'
Brummes Sprache ist spröde, einfach und knapp; wo immer das Unheil hereinbricht, setzt er – grandios! – ironische, komische, absurde, zynische, groteske Splitter. So entsteht ein ungeheuer dichtes, bildreiches Lebens-Mosaik, das einem den Atem raubt.
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