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Stefan Laube

Stefan Laube, Jahrgang 1964, studierte in München Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie. Er lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin und forscht an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Stefan Laube lebt in Berlin. Veröffentlichungen: Objekte im Duell. Streifzüge durch Berliner Museen, Berlin 2019; Von der Reliquie zum Ding. Kirche, Wunderkammer, Museum, Berlin 2011; Das Lutherhaus - eine Museumsgeschichte, Leipzig 2003. Bei Hanser erschien: Der Mensch und seine Dinge. Eine Geschichte der Zivilisation, erzählt von 64 Objekten (2020).

Einladende Buch-Anfänge von Stefan Laube

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Einladende Buch-Anfänge

Einladende Buch-Anfänge

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 82,00€

„In medias res“ – so beginnt kein Buch. Vielmehr sind ihm Seiten vorangestellt, die das Buch inhaltlich rasch zugänglich machen sollen – am besten auf den ersten Blick. Zum Titelapparat eines frühneuzeitlichen Buches gehören nicht nur textuelle, sondern auch graphische Elemente wie Vignetten und Frontispize. Fragen über Fragen! Wie ist der Inhalt des Buches auf dem Titelbild dargestellt? Ist eine visuelle Komprimierung der gesamten Thematik erkennbar oder begnügte man sich mit der punktuellen Setzung optischer Reize? Inwiefern kann das Anfangsbild Legitimität und Autorität eines Wissensfeldes bekräftigen? 13 Beiträge beleuchten den einladenden Buchanfang aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen. So kreuzen sich in der konfessionellen Arena ambitionierte Bildentwürfe jesuitischer Glaubenskonsequenz und eines endzeitbewussten Pietismus. Andere Beiträge nehmen Titelbilder einzelner Wissenszweige in den Blick (Genealogie, Fortifikationskunde, Metallurgie). Die in Netzwerken agierenden visuellen Initiativen der Gelehrten sind ebenso Thema wie Einblicke in die Werkstatt der Bildproduktion. So manches Buch scheint in Umkehrung des englischen Idioms „Don’t judge a book by its cover“ sehr wohl nach dem Cover beurteilt werden zu können.

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