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Stratis Myrivilis

Stratis Myrivilis (eigentlicher Name: Efstratios Stamatopoulos) wurde 1890 auf Lesbos geboren. Schon ab 1909 veröffentlichte er kleinere literarische Texte; 1912 wurde er an der Universität Athen immatrikuliert, doch durch den andauernden Kriegszustand (Balkankriege 1912–13, Erster Weltkrieg 1916–17, Griechisch–türkischer Krieg 1919–22) konnte er sein Philologie– und Jurastudium nicht abschliessen. Als er 1923 auf die Insel zurückkehrte, gründete er die Wochenzeitung »Kampana«, wo er in mehreren Folgen seinen Antikriegsroman Das Leben im Grabe veröffentlichte. 1933 publizierte er Die Lehrerin mit den Goldaugen, eine Art Fortsetzung seines ersten Romans. Er starb 1969 in Athen.

Die Lehrerin mit den Goldaugen von Stratis Myrivilis

Zuletzt erschienen

Die Lehrerin mit den Goldaugen

Die Lehrerin mit den Goldaugen

Buch (Kunststoff-Einband)

ab 25,00€

Leonis Drivas kehrt auf seine Heimatinsel Lesbos von der Front zurück, nicht aber sein bester Freund Vranas, der an seiner Verletzung starb. Nun versucht Leonis, in der Malerei und der traumhaften Natur der Insel seine Kriegstraumata zu heilen. Doch es sind nicht nur die schlimmen Bilder, die ihn verfolgen, sondern die Begierde nach Sappho, Vranas’ Witwe. Leonis maskiert sein Interesse in Freundschaft und genießt mit ihr und seiner Schwester die Natur sowie die kultivierte Gesellschaft der zwei Frauen – eine Insel der Vernunft auf der durch Spießigkeit und leeren Patriotismus geprägten Insel Lesbos. Bis am Ende, kurz bevor er nach Athen umzieht, die unterdrückte Gewalt durchbricht.
Der zweite Roman von Myrivilis’ Trilogie markiert den Übergang von der Thematik des ersten, Das Leben im Grabe, zum dritten, Die Madonna mit dem Fischleib: vom harten Realismus der Kriegsaufarbeitung zu den lyrischen Träumereien in einem verklärten Kosmos; diese Koexistenz ist das, was diesem Roman seinen besonderen Reiz verleiht.

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