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Susanne Döll-Hentschker

Susanne Döll-Hentschker, geboren 1964, Dr., Dipl.-Psych., Dipl.-Soz., Studium der Soziologie und Psychologie in Frankfurt am Main. Psychologische Psychothera peutin und Psychoanalytikerin (DPV/IPA, DGPT) in eigener Praxis in Offenbach am Main. Seit April 2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Psychoanalyse des Instituts für Psychologie.

Eifersucht - PSYCHE Doppelheft 9/10 2020 von Susanne Döll-Hentschker

Zuletzt erschienen

Eifersucht - PSYCHE Doppelheft 9/10 2020

Eifersucht - PSYCHE Doppelheft 9/10 2020

Buch (Taschenbuch)

ab 40,00€


Das September-/Oktober-Doppelheft der PSYCHE ist dem Thema Eifersucht gewidmet.

Einleitend gibt Susanne Döll-Hentschker eine Literaturübersicht über emotionspsychologische, soziologische und psychoanalytische Arbeiten zur Eifersucht.

In ihrer Studie zu den Liebeselegien der altrömischen Dichter Properz und Ovid spürt Christine Walde der Entdeckung – oder auch: Erfindung – einer Gefühlskultur der Intimität nach, in der auch das – noch nicht auf den Begriff der Eifersucht gebrachte – Leiden an enttäuschter Zweisamkeit prominenten Raum einnimmt.

Achim Geisenhanslüke entwickelt in seiner Lektüre der »Novelle vom maßlos Wissbegierigen« aus Cervantes’ »Don Quijote« vor der Folie von Freuds Ausführungen zur Eifersuchtsparanoia eine erstaunlich moderne Deutung dieses »hässlichen Gefühls«.

In einem weiteren Überblicksartikel skizziert Herbert Will ein psychoanalytisches Prozessmodell gesunder und pathologischer »Schicksale der Eifersucht«, die er im Gegensatz zum Neid als triadische Struktur beschreibt.

Auch Daniel Barth und Carine Minne loten in ihren klinischen Beiträgen jeweils die entwicklungspsychologischen Unterschiede zwischen Eifersucht und Neid aus, Barth im Hinblick auf die Frage von Besitz und Besetzung, Minne mit Blick auf die Destruktivität.

An einem Roman von Julian Barnes illustriert Lutz Garrels die perverse Sexualisierung der eifersüchtigen Szene und deren Funktion für das narzisstische Gleichgewicht des krankhaft Eifersüchtigen.

Abschließend lenkt Dhwani Shah die Aufmerksamkeit auf Eifersuchtsgefühle des Analytikers in der Gegenübertragung und umreißt deren praktische und theoretische Bedeutung.

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