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Vitaly Baziyan

Vitaly Baziyan ist ein Tschechow-Kenner, Linguist und Übersetzer, der wie Anton Tschechow in Taganrog geboren wurde. Er studierte alle erhaltene 4.400 Briefe, die Tschechow im Laufe der 29 Jahren von 1875 bis 1904 geschrieben hat, und unterstützte das Taganroger Tschechow-Museum und Tschechow-Theater im kunstwissenschaftlichen Bereich und bei Recherchen.

Sein Wörterbuch der Analogien im russischen und im deutschen Wortschatz mit Bazi-Regeln ist ein Standartwerk, das sich an alle wendet, die aus privaten oder beruflichen Gründen am Erlernen der russischen Sprache interessiert sind. Fast alle Uni Bibliotheken, wo man Slawistinnen und Slawisten ausbildet, haben dieses Wörterbuch im Bestand.

„Der Bär“, „Tchekhoff und Tschechow“ von Vitaly Baziyan

Zuletzt erschienen

„Der Bär“, „Tchekhoff und Tschechow“

„Der Bär“, „Tchekhoff und Tschechow“

Buch (Taschenbuch)

ab 6,99€

Im Kassenschlager „Der Bär“ geht es um das Geld und die Liebe. Die schöne verwitwete Gutsbesitzerin Elena legt immer noch jeden Tag Trauerkleidung an und geht nicht aus dem Gutshaus. Da sie nach dem Tot ihres Mannes in seinem Schreibtisch eine Schublade voller Liebesbriefe fand, weiß sie wohl Bescheid, dass er sie zu Lebzeiten auf Schritt und Tritt schamlos betrogen und dazu auch viele Schulden hinterlassen hat. Da trampelt der bärenhafte Playboy und Frauenheld Smirnoff, ein hartnäckiger Gläubiger des Verstorbenen in ihr Leben, um den Frieden der Schönheit zu stören. Die heftige Auseinandersetzung zwischen dem Gläubiger und der Schuldnerin führt zuerst zum Streit und Duell, dann aber zum Kuss und Liebeserklärung.

Das Bühnenstück „Tchekhoff und Tschechow“ besteht aus 48 Originalbriefen von Anton Tschechow, die ich zusammengestellt habe und in Deutschland nur wenige kennen bzw. einen faszinierenden aktuellen Forschungsstand darstellen. Der berühmte russischer Schriftsteller und Dramatiker hat einige seine Briefe aus dem Ausland mit den Namen Tchekhoff unterschrieben, daher kommt dieser Namen im Stück. Wahrscheinlich hat er verschiedene Reisepässe. In den Briefen kommt Tschechow, ein Freigeist und scharfsinniger Beobachter seiner Zeit, direkt zu Wort, ohne die Helden seiner Theaterstücke und Erzählungen für sich sprechen zu lassen. Er äußert sich sehr lustig, bissig, manchmal auch traurig, aber immer spannend über „Der Bär“, über Frauen, Theater, Schauspieler, Literaturkritiker, Journalisten, Schriftsteller (Tolstoi, Puschkin, Sienkiewicz u.a.), Maler, Philosophen (Nietzsche), Komponisten (Tschaikowsky), Ärzte, Kunst und Moral, Russland und die Russen, Deutschland und die Deutschen. Dank der Briefe gewinnen Leser und Zuschauer ein lebendiges Bild von dem Menschen Anton Tschechow.

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