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Wolfgang Brezinka

Wolfgang Brezinka, 1928-2020, gehörte international zu den bekanntesten Erziehungswissenschaftlern der Gegenwart. Nach sozialpädagogischer Praxis studierte er Philosophie, Psychologie und Pädagogik und promovierte 1951 an der Universität Innsbruck. Es folgten vier Jahre heilpädagogische Praxis und Forschung am Institut für Vergleichende Erziehungswissenschaft in Salzburg. 1954 Habilitation für Pädagogik in Innsbruck. 1957/58 sozialpsychologische und soziologische Studien als Forschungsstipendiat an den Universitäten Columbia und Harvard (USA). 1958-1960 Professor und Rektor der Pädagogischen Hochschule Würzburg. 1960-1967 Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck, dann bis 1996 an der Universität Konstanz. Seit 1992 Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Autor von 20 Büchern, die in 11 Fremdsprachen verbreitet sind. Dr. phil. h.c. der Technischen Universität Braunschweig, Dr. pad h. c. der Universitá Cattolica Milano.

Pädagogik als umkämpftes Fach von Wolfgang Brezinka

Zuletzt erschienen

Pädagogik als umkämpftes Fach

Pädagogik als umkämpftes Fach

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 35,00€

Im zweiten Teil seiner Autobiographie schildert Wolfgang Brezinka seine Lebensgeschichte zwischen 1967 und 2020. Einen zentralen Stellenwert nehmen dabei seine Kämpfe an der 1966 gegründeten Universität Konstanz ein, die hier zum ersten Mal unbeschönigt geschildert werden.

Wolfgang Brezinka (1928-2020) war mit dem Erkenntnisstand des Lehrfaches Pädagogik sowie der Qualität des eigenen pädagogischen Wissens seit seiner Studienzeit unzufrieden. Systematisch vergrößerte er das eigene Fachwissen und scheute nicht vor Kämpfen für die Anerkennung und den Ausbau seriöser Pädagogik als universitäres Studienfach zurück. Mit seinem Mut zur Kritik mangelhafter Erziehungstheorien und ihrer unhaltbaren Grundlagen geriet er in Deutschland und Österreich in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts in erregte Kontroversen. Sein reichhaltiges Werk ist ein überaus produktiver Beitrag zur Entwicklung des Fachs Erziehungswissenschaft.

Im zweiten Teil seiner Autobiographie schildert Brezinka nicht nur

seine Lebensgeschichte ab 1967. Das Buch ist auch der erste unbeschönigte Beitrag zur krisenreichen Gründungs- und Frühgeschichte der Universität Konstanz und ihrer spannungsreichen Beziehungen zur Landesregierung von Baden-Württemberg zwischen 1965 und 1979. Deshalb ist ein Anhang mit 14 bisher unveröffentlichten Dokumenten beigefügt.

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