WG

Wolfgang Gust

Wolfgang Gust, Jahrgang 1935, studierte Romanistik in Freiburg, Bonn und Toulouse (Frankreich) und Betriebswirtschaft in Hamburg. Seit 1965 erst Wirtschafts-, dann Auslands-Redakteur beim SPIEGEL – seit Anfang 1970 Chefkorrespondent in Paris – 1977 stellvertretender Auslandschef. Seit 1993 freier Publizist und Autor von »Der Völkermord an den Armeniern« und »Imperium der Sultane. Eine Geschichte des Osmanischen Reichs«. Seither arbeiten Sigrid und Wolfgang Gust an der Dokumentation des Völkermords an den Armeniern anhand der offiziellen Akten des Politischen Archivs des deutschen Auswärtigen Amts (PA-AA). Bei zu Klampen veröffentlichte er »Der Völkermord an den Armeniern 1915/16« (2005).

Der Völkermord an den Armeniern 1915/16 von Wolfgang Gust

Zuletzt erschienen

Der Völkermord an den Armeniern 1915/16

Der Völkermord an den Armeniern 1915/16

Buch (Gebundene Ausgabe)

ab 48,00€

Am 24. April 2005 jährt sich zum 90. Mal der Beginn des Völkermords an den Armeniern, den Elie Wiesel einen 'Holocaust vor dem Holocaust' nannte. An diesem Tag ließ die jungtürkische Regierung des Osmanischen Reichs die gesamte armenische Elite in der Hauptstadt Konstantinopel verhaften. Gut die Hälfte der etwa 2 Millionen Armenier im Osmanischen Reich fiel Erschießungen und Todesmärschen zum Opfer. Kein fremder Staat war so nah am Geschehen wie das deutsche Kaiserreich, der wichtigste Alliierte der Türkei im Ersten Weltkrieg. Seine Missionare, Lehrer, Offiziere, Konsuln und Botschafter zeichneten die Details des Völkermords nach, einige seiner Offiziere nahmen auch aktiv an der Vernichtung der Armenier teil.
Bis heute leugnet die Türkei, der Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs, offiziell den Genozid, noch heute weiß die deutsche Öffentlichkeit nur wenig über diesen unheimlichen Vorgänger der Shoah. Die in Der Völkermord an den Armeniern 1915/16 gesammelten, bis heute weitgehend unpublizierten Dokumente bieten Zündstoff für eine nicht nur im Hinblick auf die EU-Erweiterung äußerst brisante Diskussion – und Lehrmaterial zu der Frage, ob der Holocaust ein Vierteljahrhundert später wirklich so unvorhersehbar war.

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