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Meine letzte Rezension Goldingers Buch von Isolde Peter
Eine junge Frau sucht einen Psychoanalytiker auf, weil sie ihre Familiengeschichte verstehen will. Sie möchte nicht so werden wie ihre Mutter, die als sogenannte "Volksdeutsche" durch Kriegs-und Nachkriegszeit traumatisiert worden ist und die ihrer Tochter oft wie eine "Schneekönigin" begegnet ist. Johanna interessiert sich schon früh für den Holocaust, lebt einige Zeit in Israel, studiert Judaistik, hat jüdische Freunde. Ihre Mutter aber sieht nur ihr eigenes Leid, gegenüber den verfolgten Juden war und ist sie gleichgültig. Mit dem Vater verbinden Johanna schöne Kindheitserlebnisse, aber er ist Trinker und sein doch unerwartet früher Tod konfrontiert sie mit ihren Ängsten dem Sterben gegenüber. Der Psychoanalytiker Goldinger hat zu alldem seine eigene Meinung , die er in den Therapiestunden mit Johanna unverblümt zum Ausdruck bringt, sie teilweise sogar verärgert, aber ihr auch hilft, eine realistische Sicht auf das Leben und Sterben zu bekommen. Es ist aber nicht nur die ungewöhnliche Geschichte dieser Psychoanalyse, die mich an diesem Buch interessiert hat sondern vor allem auch die nicht so alltägliche Lebensgeschichte der Mutter. Der Roman ist lebendig geschrieben und hat teilweise einen schönen ironischen Unterton, der mir beim Lesen gefallen hat. Ein Buch für alle, die sich dafür interessieren, wie man mit den geerbten "Büchern" seiner Eltern und anderer Menschen so umgehen kann, dass sie das eigene Leben bereichern.
ab 16,80 €
Goldingers Buch
5/5
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Goldingers Buch

Eine junge Frau sucht einen Psychoanalytiker auf, weil sie ihre Familiengeschichte verstehen will. Sie möchte nicht so werden wie ihre Mutter, die als sogenannte "Volksdeutsche" durch Kriegs-und Nachkriegszeit traumatisiert worden ist und die ihrer Tochter oft wie eine "Schneekönigin" begegnet ist. Johanna interessiert sich schon früh für den Holocaust, lebt einige Zeit in Israel, studiert Judaistik, hat jüdische Freunde. Ihre Mutter aber sieht nur ihr eigenes Leid, gegenüber den verfolgten Juden war und ist sie gleichgültig. Mit dem Vater verbinden Johanna schöne Kindheitserlebnisse, aber er ist Trinker und sein doch unerwartet früher Tod konfrontiert sie mit ihren Ängsten dem Sterben gegenüber. Der Psychoanalytiker Goldinger hat zu alldem seine eigene Meinung , die er in den Therapiestunden mit Johanna unverblümt zum Ausdruck bringt, sie teilweise sogar verärgert, aber ihr auch hilft, eine realistische Sicht auf das Leben und Sterben zu bekommen. Es ist aber nicht nur die ungewöhnliche Geschichte dieser Psychoanalyse, die mich an diesem Buch interessiert hat sondern vor allem auch die nicht so alltägliche Lebensgeschichte der Mutter. Der Roman ist lebendig geschrieben und hat teilweise einen schönen ironischen Unterton, der mir beim Lesen gefallen hat. Ein Buch für alle, die sich dafür interessieren, wie man mit den geerbten "Büchern" seiner Eltern und anderer Menschen so umgehen kann, dass sie das eigene Leben bereichern.

Katrin Laudel
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