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Profilbild von André Pingel André Pingel Buchhandlung: Thalia Bremen - Hansehof
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Meine letzte Rezension Greenlights von Matthew McConaughey
Ich gebe zu, dass ich diesen Typen früher nicht ausstehen konnte. Immer nur eine romantische Komödie nach der nächsten… Aber dann kam der Film „Sufer, Dude“ und der hat mir gezeigt, dass McConaughey auch einfach mal das macht, worauf er Bock hat und nicht nur dieser Vorzeige-Hollywood-Schönling ist. Ich liebe diesen Streifen (ja, wirklich!), aber der ist schon verdammt speziell. Mit von der Partie war sein Freund Woody Harrelson und zusammen stokeln sich die beiden durch knappe 80 Minuten Film, sahnen eine (bis dato) gar nicht mal so dolle Bewertung von 4,7/10 bei IMDb ab (da sieht man mal, dass ich mit meiner Meinung über diesen Film recht alleine dastehe) und McConaughey zeigte, dass er einfach macht, worauf er Lust hat. Das zeigt er nun auch in seiner Autobiografie, die nicht so daher kommt, wie eine klassische Lebensgeschichte, sondern einen Spagat zwischen Biografie und Ratgeber macht. So wie auch der Autor selbst, ist dieses Werk recht unkonventionell, erzählt viele geniale Episoden aus den bisherigen 50 Lebensjahren von McConaughey, gibt aber auch an der ein oder anderen Stelle verdammt gute Ratschläge. 35 Jahre lang hat McConaughey Texte geschrieben, in Form von Tagebucheinträgen, Gedichten, kurzen knappen Weisheiten usw. und hat sich nun die Zeit genommen, alles einmal zu ordnen, sich selbst zu reflektieren und um am Ende des Prozesses, dieses Buch auf den Markt zu bringen. 1969 in Texas geboren, hatte McConaughey seinen Durchbruch dank dem Film „Die Jury“, hat dann recht viel seichtes Zeug gedreht und später mit „Dallas Buyers Club“ den Schritt in Richtung Ernsthaftigkeit gewagt, um dort auf ganzer Linie zu überzeugen (er bekam für die Rolle des „Ron Woodrof“ den Golden Globe und auch den Oscar als bester Hauptdarsteller). Aber selbst wenn er sich heute aussuchen kann, was er im Leben gerne machen möchte und welche Filme er dreht, war das nicht immer so. Wichtig für’s Leben ist allerdings eine Erkenntnis des Schauspielers: „…ich trete immer wieder in die Scheiße, und ich weiß es auch. Ich habe nur gelernt, sie mir von den Stiefeln zu kratzen und weiterzumachen.“ Eine sehr gut zu lesende Autobiografie von einem echt interessanten Menschen, in der man auch den ein oder anderen Ratschlag für das eigene Leben findet. Ich hoffe da kommt noch mehr!
ab 22,00 €
Greenlights
4/5
4/5

Greenlights

Ich gebe zu, dass ich diesen Typen früher nicht ausstehen konnte. Immer nur eine romantische Komödie nach der nächsten… Aber dann kam der Film „Sufer, Dude“ und der hat mir gezeigt, dass McConaughey auch einfach mal das macht, worauf er Bock hat und nicht nur dieser Vorzeige-Hollywood-Schönling ist. Ich liebe diesen Streifen (ja, wirklich!), aber der ist schon verdammt speziell. Mit von der Partie war sein Freund Woody Harrelson und zusammen stokeln sich die beiden durch knappe 80 Minuten Film, sahnen eine (bis dato) gar nicht mal so dolle Bewertung von 4,7/10 bei IMDb ab (da sieht man mal, dass ich mit meiner Meinung über diesen Film recht alleine dastehe) und McConaughey zeigte, dass er einfach macht, worauf er Lust hat. Das zeigt er nun auch in seiner Autobiografie, die nicht so daher kommt, wie eine klassische Lebensgeschichte, sondern einen Spagat zwischen Biografie und Ratgeber macht. So wie auch der Autor selbst, ist dieses Werk recht unkonventionell, erzählt viele geniale Episoden aus den bisherigen 50 Lebensjahren von McConaughey, gibt aber auch an der ein oder anderen Stelle verdammt gute Ratschläge. 35 Jahre lang hat McConaughey Texte geschrieben, in Form von Tagebucheinträgen, Gedichten, kurzen knappen Weisheiten usw. und hat sich nun die Zeit genommen, alles einmal zu ordnen, sich selbst zu reflektieren und um am Ende des Prozesses, dieses Buch auf den Markt zu bringen. 1969 in Texas geboren, hatte McConaughey seinen Durchbruch dank dem Film „Die Jury“, hat dann recht viel seichtes Zeug gedreht und später mit „Dallas Buyers Club“ den Schritt in Richtung Ernsthaftigkeit gewagt, um dort auf ganzer Linie zu überzeugen (er bekam für die Rolle des „Ron Woodrof“ den Golden Globe und auch den Oscar als bester Hauptdarsteller). Aber selbst wenn er sich heute aussuchen kann, was er im Leben gerne machen möchte und welche Filme er dreht, war das nicht immer so. Wichtig für’s Leben ist allerdings eine Erkenntnis des Schauspielers: „…ich trete immer wieder in die Scheiße, und ich weiß es auch. Ich habe nur gelernt, sie mir von den Stiefeln zu kratzen und weiterzumachen.“ Eine sehr gut zu lesende Autobiografie von einem echt interessanten Menschen, in der man auch den ein oder anderen Ratschlag für das eigene Leben findet. Ich hoffe da kommt noch mehr!

André Pingel
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