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Profilbild von Laura Pittig Laura Pittig Buchhandlung: Thalia Bielefeld - EKZ Loom
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Meine letzte Rezension Der Insasse von Sebastian Fitzek
Schon mal vorweg: Ich weiß, dass Sebastian Fitzek viele Fans hat. Mit ist klar, dass seine neuen Thriller jedes mal erneut als sein bestes Buch bewertet werden. Und ich weiß auch, dass viele seiner Fans mit der nachfolgenden Bewertung absolut nicht zufrieden sein werden. Sorry dafür;-) Die Grundidee ist natürlich super: Ein Vater, der aus Sorge um seinen vermissten Sohn keinen anderen Ausweg weiß, als den Entführer nach dem Versteck zu fragen. Und weil der Entführer in der Psychiatrie steckt, muss sich dieser Vater eben als vermeintlicher Patient selbst einweisen lassen. Ein ziemlich verrückter Plan, der aber für sich alleine gesehen schon ziemlich spannend ist. Die Psychiatrie als Handlungsort zu wählen ist natürlich schon alleine ein Geniestreich, weil dieser Ort - wie man an Fitzeks Thriller auch nach und nach erkennt - viele Möglichkeiten offen hält, um beim Leser für Verwirrung zu sorgen. Schließlich sind die meisten Patienten nicht mehr Herr über ihre Gedanken und ihr Tun. Und wenn dann noch korrupte Ärzte, undurchschaubare Patienten und wetterbedingte Probleme dazu kommen, scheint die Story doch perfekt. Aber sie scheint eben auch nur perfekt. Für mich war alles einfach viel zu weit hergeholt. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch für einen Fitzek-Neuling super spannend ist. Wie gesagt, an der Idee gibt es nichts zu meckern. Aber ich habe vermutlich einfach zu viele Werke dieses Autors gelesen, dass mich die immer gleiche Art seiner Bücher mittlerweile einfach stört: Mehrere Personen als Erzähler, immer wieder Vor- und Rückblenden und die vielen einzelnen Cliffhanger, die den Leser bei Laune halten sollen. Auch sprachlich ist Fitzek definitiv nicht so gut, wie andere Autoren, weil er seinen Fokus wohl eher auf die Spannungselemente setzt. Doch einzelne aneinandergereihte Cliffhanger machen einen Thriller für mich noch lange nicht zu einem echten Pageturner. Im Gegenteil. Ein Thriller sollte von der ersten bis zur letzten Seite eine Grundspannung aufweisen. Dennoch verstehe ich die Begeisterung für diesen Autor, da ich selbst mich in Fitzeks Anfangsjahren immer schon lange vorher auf seine neuen Bücher gefreut habe. Gerade seine ersten Thriller wie der Augensammler oder Passagier 23 fand ich unglaublich gut. Und auch ich bin irgendwann in einen Hype verfallen, mit dem ich sowieso alles pauschal gut fand, was dieser so sympatische Autor geschrieben hat oder sonst noch so auf den Markt brachte. Irgendwann kam dann aber der Moment, in dem mich sein immer gleicher Schreibstil einfach gelangweilt hat. Da ich die Hälfte von Fitzeks Büchern gut finde und die andere Hälfte eher nur durchschnittlich, wollte ich von diesem neuen Werk eigentlich auch die Finger lassen. Die Aufmachung von der limitierten Edition war dann aber ganz cool (ja, von gutem Marketing verstehen Fitzek und der Droemer-Verlag etwas), und als Buchhändlerin möchte man dann ja doch wissen, ob die Neuerscheinungen gelungen sind. So habe also auch ich diesen neuen Thriller gekauft. Und eins muss ich Sebastian Fitzek ja lassen: Seine Auswahl der Handlungsorte ist immer perfekt. Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge, Psychiatrien und Co. eignen sich eben super für Ausnahmesituationen. Mein Fazit ist leider dennoch, dass ich von der Story eher gelangweilt war. Als Danksagung gab es dieses Mal leider auch noch einen Kurzthriller. Schade. Denn seine üblichen Danksagungen mit Einblicken in sein Leben und seine Recherchen waren immer unglaublich lesenswert und sympathisch. An dieser Stelle möchte ich aber nochmal festhalten, dass ich den Autor sehr sympathisch finde. Vermutlich habe ich einfach nur schon zu viele seiner Thriller gelesen, dass ich seinen Schreibstil nicht mehr innovativ, sondern mittlerweile eintönig und langweilig finde. Aber sein Erfolg gibt ihm Recht und so ganz unbegründet wird der Hype auch nicht sein. Dennoch werde ich mich bei der nächsten Neuerscheinung dieses Autors sehr zurückhalten.
ab 22,99 €
Der Insasse
3/5
3/5

Der Insasse

Schon mal vorweg: Ich weiß, dass Sebastian Fitzek viele Fans hat. Mit ist klar, dass seine neuen Thriller jedes mal erneut als sein bestes Buch bewertet werden. Und ich weiß auch, dass viele seiner Fans mit der nachfolgenden Bewertung absolut nicht zufrieden sein werden. Sorry dafür;-) Die Grundidee ist natürlich super: Ein Vater, der aus Sorge um seinen vermissten Sohn keinen anderen Ausweg weiß, als den Entführer nach dem Versteck zu fragen. Und weil der Entführer in der Psychiatrie steckt, muss sich dieser Vater eben als vermeintlicher Patient selbst einweisen lassen. Ein ziemlich verrückter Plan, der aber für sich alleine gesehen schon ziemlich spannend ist. Die Psychiatrie als Handlungsort zu wählen ist natürlich schon alleine ein Geniestreich, weil dieser Ort - wie man an Fitzeks Thriller auch nach und nach erkennt - viele Möglichkeiten offen hält, um beim Leser für Verwirrung zu sorgen. Schließlich sind die meisten Patienten nicht mehr Herr über ihre Gedanken und ihr Tun. Und wenn dann noch korrupte Ärzte, undurchschaubare Patienten und wetterbedingte Probleme dazu kommen, scheint die Story doch perfekt. Aber sie scheint eben auch nur perfekt. Für mich war alles einfach viel zu weit hergeholt. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch für einen Fitzek-Neuling super spannend ist. Wie gesagt, an der Idee gibt es nichts zu meckern. Aber ich habe vermutlich einfach zu viele Werke dieses Autors gelesen, dass mich die immer gleiche Art seiner Bücher mittlerweile einfach stört: Mehrere Personen als Erzähler, immer wieder Vor- und Rückblenden und die vielen einzelnen Cliffhanger, die den Leser bei Laune halten sollen. Auch sprachlich ist Fitzek definitiv nicht so gut, wie andere Autoren, weil er seinen Fokus wohl eher auf die Spannungselemente setzt. Doch einzelne aneinandergereihte Cliffhanger machen einen Thriller für mich noch lange nicht zu einem echten Pageturner. Im Gegenteil. Ein Thriller sollte von der ersten bis zur letzten Seite eine Grundspannung aufweisen. Dennoch verstehe ich die Begeisterung für diesen Autor, da ich selbst mich in Fitzeks Anfangsjahren immer schon lange vorher auf seine neuen Bücher gefreut habe. Gerade seine ersten Thriller wie der Augensammler oder Passagier 23 fand ich unglaublich gut. Und auch ich bin irgendwann in einen Hype verfallen, mit dem ich sowieso alles pauschal gut fand, was dieser so sympatische Autor geschrieben hat oder sonst noch so auf den Markt brachte. Irgendwann kam dann aber der Moment, in dem mich sein immer gleicher Schreibstil einfach gelangweilt hat. Da ich die Hälfte von Fitzeks Büchern gut finde und die andere Hälfte eher nur durchschnittlich, wollte ich von diesem neuen Werk eigentlich auch die Finger lassen. Die Aufmachung von der limitierten Edition war dann aber ganz cool (ja, von gutem Marketing verstehen Fitzek und der Droemer-Verlag etwas), und als Buchhändlerin möchte man dann ja doch wissen, ob die Neuerscheinungen gelungen sind. So habe also auch ich diesen neuen Thriller gekauft. Und eins muss ich Sebastian Fitzek ja lassen: Seine Auswahl der Handlungsorte ist immer perfekt. Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge, Psychiatrien und Co. eignen sich eben super für Ausnahmesituationen. Mein Fazit ist leider dennoch, dass ich von der Story eher gelangweilt war. Als Danksagung gab es dieses Mal leider auch noch einen Kurzthriller. Schade. Denn seine üblichen Danksagungen mit Einblicken in sein Leben und seine Recherchen waren immer unglaublich lesenswert und sympathisch. An dieser Stelle möchte ich aber nochmal festhalten, dass ich den Autor sehr sympathisch finde. Vermutlich habe ich einfach nur schon zu viele seiner Thriller gelesen, dass ich seinen Schreibstil nicht mehr innovativ, sondern mittlerweile eintönig und langweilig finde. Aber sein Erfolg gibt ihm Recht und so ganz unbegründet wird der Hype auch nicht sein. Dennoch werde ich mich bei der nächsten Neuerscheinung dieses Autors sehr zurückhalten.

Laura Pittig
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