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Profilbild von Simon Schulz Simon Schulz Buchhandlung: Thalia Augsburg
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Meine letzte Rezension Die erlösende Klinge von Adrian Tchaikovsky
Ich muss für diese Rezension erstmal über ein anderes Buch reden. "Die Kinder der Zeit", ebenfalls von Adrian Tchaikovsky, ist brilliant. Diese frühere Begegnung mit dem Autor und das wirklich interessante Konzept haben mich auf ein gutes bis sehr gutes Buch hoffen lassen. Zum erwähnten Konzept: Der große Bösewicht ist bereits besiegt und Celest, die zu den Helden gehört, die ihn töteten, sucht nach einer neuen Aufgabe. Dazu sammelt sie eine ungewöhnliche Gruppe zusammen. Klingt doch ganz gut oder? Etwas Vertrautes gemischt mit etwas wirklich Neuem und Kreativen. Auch die Welt fand ich sehr spannend, viele verschiedene Völker, Demigötter, magische Artefakte und überall ist noch der Einfluss des besiegten Blutschlächters spürbar. Fühlte sich wie eine D&D Welt an, deren Erkundung viel Spaß macht. Celest: Eine Heldin wie sie im Buche steht, mit einem Schwert das alles schneidet. Und leider schafft es der Autor nicht ihr Tiefe zu verleihen. Ja okay, ihre LIebschaft (von der man in der ersten Hälfte des Buches nichts merkt und für mich aus dem Nichts kam) ist etwas ungewöhnlich und sie hat Schuldgefühle weil im Krieg so viele starben. Aber das ist so flach beschrieben, dass ich zwar weiß ich sollte etwas empfinden und eine Verbindung mit ihr aufbauen, es aber einfach nicht schaffe. Und dann sind manche ihrer Handlung einfach nicht passend zu ihrem zuvor beschriebenen Charakter. Nedlam: Sie hat mir am Besten gefallen. Eine zwei Meter fünfzig Yorughan Kriegerin, die vor keinem Kampf zurück schreckt, dabei absolut loyal ist und lieber ein paar Schädel einschlägt als auf diese langweilige Diplomatie zu bauen. Ja ich mochte sie einfach. Die anderen handelnden Personen erwähne ich hier nicht weil sie ziemlich eindimensional waren. Auch wenn die Idee des unsterblichen Barden echt cool war und für einige Schmunzler sorgte. Zur Handlung: Die Gruppe jagt einem magischen McGuffin nach, der sich im Besitz eines Gegenspielers befindet und ihnen immer wieder entwischt. Das Problem am Gegenspieler ist, dass er nur vorgibt wohin die Reise geht. Es kommt erst zum Ende zur großen Auseinandersetzung und dem noch größeren Twist. Es baut sich keine Verbindung mit dem Antagonisten auf, er legt ihnen persönlich keine Steine in den Weg, es gibt keine Begegnung um seine Gefährlichkeit aufzuzeigen. Er hat den McGuffin. Punkt. Drei Musen gebe ich trotzdem für das Worldbuilding und die Idee. Ich werder mal in den zweiten Teil reinlesen, da dieser von einer anderen Autorin geschrieben wurde, erledigen sich vielleicht viele meiner Probleme. Denn zumindest das ist klar, Welt und Charaktere hätten so viel Potential, das einfach nicht ausgeschöpft wurde. Hatte ich dennoch Spaß beim Lesen? Ja. Aber es war zäh, uneingeschränkt empfehlen kann ich "Die erlösende Klinge" leider nicht.
ab 17,00 €
Die erlösende Klinge
3/5
3/5

Die erlösende Klinge

Ich muss für diese Rezension erstmal über ein anderes Buch reden. "Die Kinder der Zeit", ebenfalls von Adrian Tchaikovsky, ist brilliant. Diese frühere Begegnung mit dem Autor und das wirklich interessante Konzept haben mich auf ein gutes bis sehr gutes Buch hoffen lassen. Zum erwähnten Konzept: Der große Bösewicht ist bereits besiegt und Celest, die zu den Helden gehört, die ihn töteten, sucht nach einer neuen Aufgabe. Dazu sammelt sie eine ungewöhnliche Gruppe zusammen. Klingt doch ganz gut oder? Etwas Vertrautes gemischt mit etwas wirklich Neuem und Kreativen. Auch die Welt fand ich sehr spannend, viele verschiedene Völker, Demigötter, magische Artefakte und überall ist noch der Einfluss des besiegten Blutschlächters spürbar. Fühlte sich wie eine D&D Welt an, deren Erkundung viel Spaß macht. Celest: Eine Heldin wie sie im Buche steht, mit einem Schwert das alles schneidet. Und leider schafft es der Autor nicht ihr Tiefe zu verleihen. Ja okay, ihre LIebschaft (von der man in der ersten Hälfte des Buches nichts merkt und für mich aus dem Nichts kam) ist etwas ungewöhnlich und sie hat Schuldgefühle weil im Krieg so viele starben. Aber das ist so flach beschrieben, dass ich zwar weiß ich sollte etwas empfinden und eine Verbindung mit ihr aufbauen, es aber einfach nicht schaffe. Und dann sind manche ihrer Handlung einfach nicht passend zu ihrem zuvor beschriebenen Charakter. Nedlam: Sie hat mir am Besten gefallen. Eine zwei Meter fünfzig Yorughan Kriegerin, die vor keinem Kampf zurück schreckt, dabei absolut loyal ist und lieber ein paar Schädel einschlägt als auf diese langweilige Diplomatie zu bauen. Ja ich mochte sie einfach. Die anderen handelnden Personen erwähne ich hier nicht weil sie ziemlich eindimensional waren. Auch wenn die Idee des unsterblichen Barden echt cool war und für einige Schmunzler sorgte. Zur Handlung: Die Gruppe jagt einem magischen McGuffin nach, der sich im Besitz eines Gegenspielers befindet und ihnen immer wieder entwischt. Das Problem am Gegenspieler ist, dass er nur vorgibt wohin die Reise geht. Es kommt erst zum Ende zur großen Auseinandersetzung und dem noch größeren Twist. Es baut sich keine Verbindung mit dem Antagonisten auf, er legt ihnen persönlich keine Steine in den Weg, es gibt keine Begegnung um seine Gefährlichkeit aufzuzeigen. Er hat den McGuffin. Punkt. Drei Musen gebe ich trotzdem für das Worldbuilding und die Idee. Ich werder mal in den zweiten Teil reinlesen, da dieser von einer anderen Autorin geschrieben wurde, erledigen sich vielleicht viele meiner Probleme. Denn zumindest das ist klar, Welt und Charaktere hätten so viel Potential, das einfach nicht ausgeschöpft wurde. Hatte ich dennoch Spaß beim Lesen? Ja. Aber es war zäh, uneingeschränkt empfehlen kann ich "Die erlösende Klinge" leider nicht.

Simon Schulz
  • Simon Schulz
  • Buchhändler*in

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Die erlösende Klinge von Adrian Tchaikovsky
  • Band 1
  • Die erlösende Klinge
  • Adrian Tchaikovsky
  • ab 17,00 €

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