Bewerter

Meine Bewertungen

Bereitet auf das Finale vor

Skyline Of Books , am 29.05.2022

Klappentext
„Sie will ihn nicht mehr lieben. Er will nichts anderes als sie zurückzugewinnen.
Die Midnight Chronicles gehen weiter
Ella hat am Tag des Blutbades alles verloren - und gibt sich selbst die Schuld daran. Als einziger Ausweg bleibt der Soul Huntress die Flucht nach Prag, weit weg von all dem, was sie quält. Doch dann steht ausgerechnet die eine Person wieder vor ihr, die sie mit allen Mitteln zu vergessen versucht: Wayne McKinley. Einst ihr süßestes Geheimnis, scheint Wayne nun nur noch eine schmerzvolle Erinnerung zu sein. Ella bleibt jedoch keine andere Wahl, als mit ihm zusammenzuarbeiten, um ihren Fehler vom Tag des Blutbades wiedergutzumachen. Auch auf die Gefahr hin, dass ihre Gefühle für den Hunter mit jeder gemeinsam verbrachten Minute stärker werden.“

Gestaltung
Ich mag die Farben des Covers mit den Lila- und Magentatönen sehr gerne. Durch die dunkleren Ränder werden die helleren Farben betont und am unteren Bildrand sieht es so aus, als würde ein See oder der Ozean schimmern, weil er von der untergehenden Sonne angestrahlt wird. Auch mag ich nach wie vor, dass der Titel in gold glänzenden Buchstaben geschrieben ist, welche sich an bestimmten Stellen zu Staub auflösen.

Meine Meinung
Im vierten Band der „Midnight Chronicles“ von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni ist Laura Kneidl federführend. Es geht um Ella, die nach dem Tag des Blutbades am liebsten nur noch alles hinter sich lassen und vergessen würde. In Prag trifft sie dann ausgerechnet auf Wayne, der in ihr schmerzhafte Erinnerungen weckt. Sie muss jedoch mit dem Hunter zusammenarbeiten, um ihren Fehler wieder gut zu machen und dafür muss sie auch die Gefahr in Kauf nehmen, dass ihre Gefühle für Wayne wieder stärker werden…

In diesem Band liegt das Hauptaugenmerk auf den Problemen von Ella und Wayne. Es geht um ihre Beziehung zueinander und ihre Gefühle füreinander. Dabei wird vor allem thematisiert wie sehr sie leiden, emotional zu kämpfen haben und wie sehr sie innerlich belastet sind. Dieses Grundthema fand ich gut gewählt und auch sehr wichtig, da Ella einiges durchgemacht hat und auch Wayne sein Päckchen zu tragen hat. Es macht die Figuren menschlich in einer Welt, in der von ihnen verlangt wird, dass sie sich furchtlos den Kämpfen stellen. Es zeigt, was es mit sich bringt, ein Jäger zu sein und mit welchen Konsequenzen man teilweise zu leben hat.

Aber obwohl ich die Darstellung der Gefühlswelt und der psychischen Belastungen sehr gelungen fand, habe ich mir manchmal mehr Kampfszenen gewünscht, um etwas mehr Pepp in die Geschichte zu bringen und damit auch deutlich wird, dass Ella und Wayne es auch so richtig drauf haben. Mir fehlte hier einfach etwas die Balance zwischen den dramatischen Actionszenen und den tiefgründigen Momenten, die doch eher überwogen haben. Dies fand ich natürlich nicht schlecht, aber irgendwie hat mir das kleine Fünkchen „mehr“ gefehlt. Ich hatte ein wenig das Gefühl, als würde ich hier auf das Finale vorbereitet, sodass ich beim Lesen dieses Bandes manchmal dachte, einen Übergangsband zu lesen.

Fazit
Nach dem Ende von „Dunkelsplitter“ geht es in „Seelenband“ tiefgründiger weiter. Der Fokus liegt eindeutig auf den Emotionen, Innenansichten und der Beziehung zwischen Ella und Wayne. Einerseits fand ich diese Darstellung sehr realistisch und passend, da sie zeigt, dass auch die Hunter menschlich sind, Gefühle haben und tiefgehendes Leid empfinden. Andererseits hatte ich beim Lesen das Gefühl eines Übergangsbandes, da mir doch das gewisse Etwas an „mehr“ gefehlt hat. Beispielsweise hätte ich gerne epische Kampfszenen mit Ella und Wayne gehabt, die die tiefe Emotionalität ausbalancieren.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Midnight Chronicles – Schattenblick
2. Midnight Chronicles – Blutmagie
3. Midnight Chronicles – Dunkelsplitter
4. Midnight Chronicles – Seelenband
5. Midnight Chronicles – Todeshauch
6. Midnight Chronicles – Nachtschwur

Midnight Chronicles - Seelenband - Bianca Iosivoni, Laura Kneidl
Midnight Chronicles - Seelenband
von Bianca Iosivoni
(44)
Buch (Taschenbuch)
14,90

Die Illustrationen erzählen die Geschichte bildreich und der Text unterstützt dies gelungen

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Klappentext
„In einer mondhellen Nacht springt plötzlich ein kleiner Drache aus Philipps Buch. Er ist auf der Flucht vor einem Ritter. Zum Staunen bleibt Philipp jedoch keine Zeit, denn gerade als er dem armen Drachen zu Hilfe kommen will, schrumpft er selbst! Wie aber kämpft man gegen einen gemeinen Ritter, wenn man nur noch daumengroß ist? Diese und andere spannende Geschichten von Drachen, Monstern und fernen Planeten zeigen Kindern, dass Freundschaft, Mut und Tapferkeit viel wichtiger sind, als groß zu sein!“

Gestaltung
Ich finde die Coverillustration so unglaublich süß und gelungen! Dies liegt vor allem daran, dass der kleine Drache so zufrieden vor sich hingrinst und dass die Farbwahl in meinen Augen so gelungen ist. Durch den dunkelblauen Hintergrund kommen die helleren Farben richtig gut zur Geltung. Auch mag ich den Titel, welcher mit verschiedenen Schriftarten und Farben geschrieben ist. Der Mond hinter dem Titel leuchtet auch geradezu und die helleren Sterne umranden ihn sehr toll.

Meine Meinung
Der Name Cornelia Funke ist wohl fast jedem Literaturbegeisterten ein Begriff. In „Mondscheindrache und Monsterschreck“ erwarten den Leser vier wunderschön illustrierte Kurzgeschichten der Autorin, die sich perfekt zum Vorlesen eignen. So geht es beispielsweise um einen Drachen in Not oder um Monstergeschichten, die Themen wie Freundschaft oder Mut für jüngere Leser aufgreifen.

Die vier Geschichten dieses Loewe WOW-Titels fand ich insgesamt spannend und vor allem auch kindgerecht, da sie wichtige Themen wie Mut oder Toleranz für Kinder verständlich aufbereiten. Die letzten drei Geschichten waren jedoch etwas kürzer und für mich nicht ganz so gelungen wie die erste und längste Geschichte, da mir bei den kürzeren Geschichten doch irgendwie etwas fehlte.

Etwas überrascht hat mich, dass sich in den kurzen Geschichten teilweise doch viel Text mit Passagen eines Erzählers wiederfand. Ich hatte nicht erwartet, dass sich hier doch solche im Vergleich zu anderen Seiten, welche nur aus Dialogen bestehen, „langen“ Textpassagen vorhanden sein würden. Gut fand ich hieran aber, dass mit verschiedenen Schriftarten gearbeitet wurde. Jedes Mal wenn jemand spricht wird die Schrift beispielsweise größer und auch etwas „krakeliger“. So konnte man beim Lesen durch optische Unterstützung hervorragend verstehen, wenn jemand sprach und was er/sie sprach.

Gut gefallen haben mir die Illustrationen von Daniela Kohl, welche mit einfachen Mitteln viel Wirkung erzielte und die Geschichte so visuell erzählte. So wurde der Text teilweise fast schon unnötig, weil man alle wichtigen Informationen aus den Bildern ablesen konnte. Besonders gefallen hat mir dabei auch, dass das Buch durchgängig farbig illustriert ist, sodass die wunderschönen Zeichnungen noch besser zur Geltung kamen. Vor allem war die Farbwahl in meinen Augen auch durch viele helle Farben sehr freundlich gewählt.

Fazit
Mir persönlich gefiel die erste der vier Kurzgeschichten in „Mondscheindrache und Monsterschreck“ am besten, da sie sehr gut ausgearbeitet war. Der Text in diesem Buch besteht aus Dialogen und Passagen eines Erzählers, welche blockweise eingebunden sind. Dabei fand ich es toll, dass die wörtliche Rede in einer größeren, anderen Schriftart dargestellt wurde, da dies den Lesern beim Erkennen des Gesagten hilft. Die Illustrationen haben die Geschichten visuell toll erzählt und besonders schön fand ich, dass sie durchgängig farbig illustriert waren.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Mondscheindrache und Monsterschreck - Cornelia Funke
Mondscheindrache und Monsterschreck
von Cornelia Funke
(5)
Buch (Gebundene Ausgabe)
12,00

Hochwertige Aufmachung trifft auf geniale Geschichte trifft auf schlichte, gefühlvolle Zeichnungen

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Hochwertige Aufmachung trifft auf geniale Geschichte trifft auf schlichte, gefühlvolle Zeichnungen

Klappentext
„Mitten ins Herz gestolpert
Dass Charlie schwul ist, weiß die ganze Schule. Dagegen ist Nick, der Star der Rugbymannschaft, so straight wie eine Goalline. Glaubt Charlie. Aber dann entwickelt sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Jungen. Charlie weiß sofort, dass er in Nick verknallt ist. Nick braucht ein bisschen länger, bis ihm klar wird, dass er Jungen genauso heiß findet wie Mädchen – besonders Charlie.“

Gestaltung
Ich finde das Cover und die Aufmachung des Buches total toll. Am besten gefallen mir die Pastellfarben, die wunderschön miteinander harmonieren. Auch das Covermotiv der beiden Jungen finde ich sehr schön, da es in der Buchhandlung auffällt und ins Auge sticht aufgrund des Comicstils. Auch mag ich die Bindung des Hardcovers gerne, denn es ist eckig gebunden und aus sehr stabiler Pappe.

Meine Meinung
Ich habe schon so viel von der „Heartstopper“-Reihe gehört, da diese Bücher im englischsprachigen Raum eingeschlagen sind wie eine Bombe. Daher hatte ich mir fest vorgenommen, sie lesen zu wollen. Allerdings dauert es immer etwas, bis ich mich dazu bequeme, zu einem englischen Buch zu greifen. Umso größer war meine Freude, als der Loewe Verlag die Geschichte von Charlie und Nick ins Deutsche übersetzt hat.

Zunächst bin ich nicht nur ganz begeistert von der Aufmachung und Gestaltung des Buches, sondern auch von der Qualität. Loewe Graphix hat sich hier wirklich nicht lumpen lassen, denn auch die Buchseiten sind sehr hochwertig. Das Papier ist dicker und weiß, wodurch sich das Gefühl beim Lesen sehr edel anfühlt. Auch mag ich es, dass das Comic-Buch als Hardcover erschienen ist und so die Wertigkeit der Graphic Novel betont wird.

Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Dies lag unter anderem daran, dass die Geschichte in Bildern mit Sprechblasen und kurzen Textelementen wie Briefen oder Handynachrichten in den Panels erzählt wird. So erscheint die Lektüre zunächst kurzweilig, aber dennoch kann man auch so viel Tiefgründigkeit in der Geschichte finden, wodurch sie auch sehr zum Nachdenken anregt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Protagonisten Charlie und Nick mit Themen wie Vorurteilen gegenüber Homosexualität, dem Finden der eigenen Sexualität und der Identität sowie den aufregenden Gefühlen der großen Liebe konfrontiert sind.

Die Comiczeichnungen sind von der Autorin Alice Oseman selbst angefertigt. Ich fand den Stil sehr interessant, da er einfach und schlicht gehalten wurde. Die Panels sind nicht überladen und vollgepackt, sondern meistens sehr geradlinig gehalten und nur mit den wichtigsten Informationen versehen. Teilweise erschienen die Zeichnungen eher wie Skizzen, die schnell aufs Papier gemalt wurden. Gleichzeitig konnte man aber viele Details vor allem in den Gesichtern erkennen. So wurden oft vor allem die Emotionen sehr deutlich.

Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen, denn Charlie und Nick nähern einander an und das obwohl sie zunächst augenscheinlich überhaupt nicht zueinander passen (zumindest aus Charlies Sicht). Ich fand es ergreifend, wie sich zwischen beiden zunächst ein freundschaftliches Band entsponnen hat, das dann zu mehr wurde. Hierbei findet man als Leser gemeinsam mit den beiden Protagonisten heraus, was genau das zwischen ihnen beiden ist. Die Themen Selbstfindung, Sexualität und Vorurteile hat Alice Oseman dabei sehr gefühlvoll und glaubwürdig herausgearbeitet. Ich war beim Lesen sehr ergriffen von all den Gefühlen und der Schönheit der Geschichte.

Fazit
Endlich kann ich nachvollziehen, warum „Heartstopper“ im englischsprachigen Raum so gehyped wurde. Die Geschichte von Charlie und Nick ist ergreifend, süß, spritzig, emotional, tiefgründig und so vieles mehr! Auch die Comic-Panels fand ich mit ihrer Schlichtheit und den eingebauten Details sehr erfrischend und ein schönes Medium, um diese Geschichte zu erzählen. Auch bin ich begeistert von der qualitativ hochwertigen Aufmachung des Buches. Ich freue mich schon sehr, die Geschichte von Charlie und Nick weiterzuverfolgen.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Heartstopper – Volume 1
2. Heartstopper – Volume 2 (erscheint im Juni 2022)
3. Heartstopper – Volume 3 (erscheint im Herbst 2022)
4. Heartstopper – Volume 4 (erscheint im Frühjahr 2023)

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe) - Alice Oseman
Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
von Alice Oseman
(155)
Buch (Gebundene Ausgabe)
15,00

Ein guter Abschluss einer Reihe mit wichtigem Thema

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Ein guter Abschluss einer Reihe mit wichtigem Thema

Klappentext
„Die Welt verändert sich – warum nicht wir?
Leyla gilt ab sofort als Großbritanniens Staatsfeind Nummer eins. Gemeinsam mit dem Anthropoiden Ari stellt sie sich in ihrem U-Boot gegen die Regierung. Doch als Leyla beim Kampf unter Wasser ein Geheimnis ihrer verstorbenen Mutter aufdeckt, schwebt sie sogar noch in viel größerer Gefahr. Ari und Leyla müssen das britische Volk unbedingt über die dunklen Machenschaften des Premierministers aufklären, sonst werden die Anthropoiden und sie selbst niemals Ruhe finden.“

Gestaltung
Ich bin ein großer Fan der Covergestaltung, da ich das Motiv sehr gerne mag. Die Stadt, die zu sehen ist, wirkt wirklich so, als sei sie unter Wasser (wie es im Buch der Fall ist). Mir gefällt zudem die Umrahmung aus dunkleren Flecken, die mich an Steine eines Riffs erinnern. Dieses Mal wirkt das Cover etwas heller, was an den goldgelben Quallen und Lichtreflexen liegt, welche das Covermotiv umranden.

Meine Meinung
Nachdem mir der Auftaktband der „Water Rising“-Dilogie gut gefallen hat, wollte ich gerne wissen, wie es mit Leyla in „Im Sog der Verschwörung“ ausgeht. In diesem Reihenabschluss stellt sich Leyla gemeinsam mit Ari gegen die Regierung. Sie wollen die Bürger über die Handlungen und Pläne des Premierministers aufklären. Doch nicht nur dieses Unterfangen ist gefährlich, auch das Geheimnis von Leylas Mutter bringt sie in Gefahr…

Der Schreibstil Autorin von London Shah hat mir auch in diesem Band wieder gut gefallen. Die Schauplätze werden anschaulich beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte. Gleichzeitig schreibt die Autorin nicht zu ausufernd, sodass ihre Beschreibungen nicht zu überladen sind. Vielmehr hat sie meiner Meinung nach genau das richtige Maß an klaren Beschreibungen, reichhaltigen Details und emotionaler Tiefe gefunden.

Die Handlung hat mich auch dieses Mal wieder gut unterhalten, wobei ich im Vergleich zu Band eins das Gefühl hatte, dass sich hier manchmal ein paar Längen eingeschlichen haben, die durchaus gekürzt hätten werden können. Nichtdestotrotz unterhielt mich „Im Sog der Verschwörung“ vor allem durch einige Wendungen und Überraschungen, die für Erstaunen sorgten. So war es immer wieder spannend und man wollte unbedingt das Ende erfahren. Dieses empfand ich als passend und zufriedenstellend, da alle dringlichen Fragen gelöst wurden und die Geschichte für mich zu einem runden Ende geführt wurde.

An „Water Rising“ gefällt mir zudem sehr gut, dass das Thema Klimawandel in einer spannenden Art und Weise aufgegriffen wird. Durch die Auslegung als Dystopie wird das Thema in ein fesselndes Geschehen eingebaut, wodurch durch die fiktive Weiterentwicklung der möglichen Auswirkungen des Klimawandels auch Konsequenzen aufgezeigt werden. Zudem enthält die Geschichte so auch wichtige Botschaften für die Leser, die die Bedeutsamkeit des Themas und des eigenen Handelns aufzeigen.

Die Figuren haben mich auch in diesem Band wieder überzeugt und mir gut gefallen. Leyla und Ari ergänzen einander gut und ich mag auch wie sie miteinander harmonieren. Sie bringen für mich Ruhe in die Geschehnisse der Story, da sie die Politiker und ihr Tun hinterfragen und reflektieren. Leyla und Ari verfolgen ein klares Ziel und konnten mich mit ihrer Entschlossenheit für sich gewinnen.

Fazit
Der Abschluss der „Water Rising“-Dilogie hat mich insgesamt zufrieden gestimmt und gut unterhalten. Zwar gab es in „Im Sog der Verschwörung“ einige Längen, die meiner Meinung nach durchaus kürzer hätten erzählt werden können, grundsätzlich war die Handlung aber spannend und mit einigen Wendungen gespickt. Der Schreibstil der Autorin war für mich ausgewogen und genau richtig, da ihre Beschreibungen anschaulich und visuell waren. Auch die Charaktere fand ich gut ausgestaltet und sympathisch, da sie Ruhe in die Geschichte brachten. Zudem mag ich nach wie vor die Grundidee um den Klimawandel und die Ausgestaltung der futuristischen Welt.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Water Rising – Flucht in die Tiefe
2. Water Rising – Im Sog der Verschwörung

Water Rising (Band 2) - Im Sog der Verschwörung - London Shah
Water Rising (Band 2) - Im Sog der Verschwörung
von London Shah
(6)
Buch (Gebundene Ausgabe)
19,95

Nach plätscherndem Anfang wieder sehr spannend

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Nach plätscherndem Anfang wieder sehr spannend

Klappentext
„Das Böse gegen die gute Fee!

Brystal hat als gute Fee die Welt gerettet. Doch neues Unheil deutet sich an, als eine mysteriöse Hexe an der Akademie auftaucht. Brystal gerät in den Mittelpunkt eines finsteren Komplotts, und ein jahrhundertealter Clan erstarkt zu Macht. Sein Ziel lautet, sämtliche Magie im Land für immer auszulöschen – und zuallererst haben ihre Widersacher es auf die gute Fee abgesehen ….
Genau wie Chris Colfers Serie »Land of Stories. Das magische Land« standen auch die beiden Bände von »Tale of Magic. Die Legende der Magie« wochenlang auf der New York-Times Bestsellerliste. Colfers neue magische Serie besticht als Feuerwerk der Phantasie und mit einer mutigen Heldin, die sich gegen Ungerechtigkeit wehrt.“

Gestaltung
Mit dem dunklen lilafarbenen Hintergrund und den schwarzen, knorrigen Bäumen, die das Cover am Rand umgeben, wirkt die Gestaltung fast schon gruselig. Der weiße Wolf mit dem bösen Blick sowie der Luchs mit den stechend gelben Augen am Rand tragen hierzu noch bei. Besonders gut gefällt mir das sehr detailliert gezeichnete Schloss in der Covermitte, welches vor einem hellen, rotleuchtenden Mond steht. Auch die Figuren in Kapuzenumhängen, die auf das Schloss zumarschieren finde ich interessant, wobei mir vor allem die rothaarige Figur gefällt, die den Betrachter anzusehen und mit ihrem Finger zu locken scheint.

Meine Meinung
Nach „Eine geheime Akademie“ geht es nun in „Eine dunkle Verschwörung“ weiter. Ich habe mich gefreut, dass ich nun endlich den nächsten Band lesen konnte, um zu erfahren, wie es mit Brystal weitergeht. Im zweiten Band der „Tale of Magic“-Trilogie taucht eine mysteriöse Hexe an der Akademie auf. Brystal wird zum Ziel eines Komplotts und ein alter Clan gelangt an neue Macht, um sein Ziel der Auslöschung aller Magie weiter voran zu bringen…

Ich habe mich sehr gefreut, die Geschichte von Brystal weiter zu lesen, allerdings muss ich sagen, dass es dauerte bis die Handlung für mich so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Gerade zu Beginn fehlten mir persönlich ein wenig die atemberaubenden Ereignisse und die Spannung. Glücklicherweise änderte sich dies aber, sodass die Handlung dann wieder mit Geheimnissen und jeder Menge dramatischer Szenen gut unterhalten kann.

Gut gefallen hat mir Brystals Rolle, da die gute Fee im Vergleich zum ersten Band eine deutliche Charakterentwicklung durchlaufen hat. Sie hat viele Lasten zu Schultern und eine große Verantwortung zu tragen, wodurch sie ernster und sehr erwachsen wirkt. Auch die anderen, vielfältigen Charaktere erhalten eine Tiefe, durch die die Figuren lebendig wirken und man als Leser das Gefühl bekommt, jeden einzelnen von ihnen zu kennen. Ich finde es toll, dass der Autor so viel Augenmerk auf seine Figuren legt und ihnen Leben einhaucht.

Auch finde ich es klasse, dass Chris Colfer seine magische Welt weiter ausbaut und wir neue Orte wie die Schule für Hexen kennen lernen. Dass die uns auch schon aus seiner anderen Reihe (Land of Stories) bekannte Welt immer noch neues für uns Leser bereithält, finde ich klasse. Gleichzeitig beschreibt er sein Setting mit sehr anschaulichen Worten, wodurch man sich alles bildlich vorstellen kann. Zudem greift der Autor auch Themen auf, die von großer Bedeutsamkeit sind. So geht es unter anderem um Toleranz und Gleichberechtigung, aber auch um Mut.

Fazit
Auch wenn es bei „Eine dunkle Verschwörung“ für mich etwas brauchte, bis die Handlung in Fahrt kam, fand ich die Geschichte wieder unterhaltsam. Spätestens mit den dramatischen Ereignissen und den düsteren Zielen, die gesamte Magie auszulöschen, wird es brenzlig und die Charaktere müssen wieder alles daran setzen, für ihre Ziele zu kämpfen. Das Setting und auch die Charaktere arbeitet der Autor sehr detailliert aus, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, als würden im eigenen Kopf Bilder ablaufen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Tale of Magic – Eine geheime Akademie
2. Tale of Magic – Eine dunkle Verschwörung
3. Tale of Magic – Ein gefährlicher Pakt

Tale of Magic: Die Legende der Magie 2 – Eine dunkle Verschwörung - Chris Colfer
Tale of Magic: Die Legende der Magie 2 – Eine dunkle Verschwörung
von Chris Colfer
(28)
Buch (Gebundene Ausgabe)
17,00

Interessante Idee, die nach anfänglicher Verwirrung überzeugt

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Interessante Idee, die nach anfänglicher Verwirrung überzeugt

Klappentext
„Das Fürimmerhaus steht zwischen den Welten, am Ufer eines dunklen Ozeans. Es hat tausende Hallen und Säle, seine Korridore sind endlos. Und noch immer wächst es weiter und verändert sich.

Im Fürimmerhaus stranden junge Heldinnen und Helden, die ihre Welten vor dem Untergang bewahrt haben. Die Herrschenden fürchten ihre Macht und schicken sie hierher ins Exil. Doch Carter ist kein Held wie die anderen. Er besitzt keine Erinnerung, ist nur von einem überzeugt: Er hat niemals eine Welt gerettet. Und so begibt er sich auf die abenteuerliche Reise durch das Fürimmerhaus, auf der Suche nach seiner Bestimmung.“

Gestaltung
In die Gestaltung habe ich mich sofort verliebt, denn ich mag die Farbkombination aus Schwarz, Goldgelb und Ocker. Besondere Faszination übt auf mich das Covermotiv aus. Die vielen ineinander verschachtelten Treppen und Türme laden dazu ein, einen genaueren Blick darauf zu werfen und sie zu erkunden. Zudem mag ich die Lichtreflexe, die diese Szenerie einrahmen und ihr etwas Magisches verleihen. Auch gefällt mir, dass sich der Titel sehr harmonisch in das Motiv einfügt.

Meine Meinung
Nicht nur das Cover wirkte anziehend auf mich, sondern auch die Tatsache, dass „Fürimmerhaus“ von Kai Meyer geschrieben wurde. Den Klappentext fand ich auch faszinierend, denn in dem Buch geht es um das Fürimmerhaus, einem Ort zwischen den Welten an dem Retter von Welten landen, da ihre Macht gefürchtet wird. Auch Carter landet im Fürimmerhaus. Allerdings ist er sich ziemlich sicher, dass er keine Welt gerettet hat. Erinnern kann er sich allerdings nicht. Er streift durch das Fürimmerhaus, auf der Suche nach einem Ausweg…

Begeistert hat mich die Idee des Fürimmerhauses, denn dieser Ort besteht aus unendlichen Fluren und Sälen. Ein Ort, der dazu dient, Heldinnen und Helden gefangen zu halten, da die Herrscher ihre Macht fürchten. Wer sich also schon immer gefragt hat, was nach den Figuren und ihrem Happy End passiert: die Retter landen im Fürimmerhaus. Die Figuren erinnern sich nur teilweise an ihre Vergangenheit, denn sie bekommen nur ihren Namen und einen Satz gesagt. Kai Meyer sorgt mit dieser Idee für eine düstere Stimmung unter den Protagonisten, die man als Leser nur allzu deutlich spüren und nachvollziehen kann.

Das Grundgerüst der Handlung ist durch dieses Setting auch vorgegeben: die Figuren versuchen von dem Ort zu fliehen. Interessant fand ich diesbezüglich vor allem, dass Carter überhaupt nicht daran glaubt, dass er jemals eine Welt gerettet haben könnte. Somit sticht er unter den verschiedenen Hauptfiguren hervor. Gleichzeitig heben sich die Charaktere sehr voneinander ab, denn schon an ihnen wird deutlich, dass sie aus verschiedenen Welten kommen. Dies macht die Gruppe interessant, wobei ich gerne noch mehr über jeden einzelnen von ihnen erfahren hätte. Vor allem hätte mich interessiert, was ihre Vorgeschichten waren. Hier hätte ich mir zumindest kleine Einblicke in die Gründe gewünscht, die für ihr Auftauchen im Fürimmerhaus gesorgt haben.

Die Handlung startete ziemlich verwirrend und manchmal empfand ich sie anfangs als etwas überfüllt. Es prallen viele Informationen auf Carter, der im Fürimmerhaus aufwacht, und den Leser ein, was ich manchmal etwas anstrengend fand. Mit der Zeit legte sich diese Verwirrung aber und die Marschrichtung wird klar: Flucht aus dem Fürimmerhaus. Dabei wird gerade dieser Ort ziemlich mysteriös und geheimnisvoll dargestellt. Zudem wird es mehrmals ziemlich brenzlig und gefährlich für die Figuren, wodurch fesselnde Spannung erzeugt wird.

Fazit
Das Fürimmerhaus ist eine interessante Idee, die ich sehr faszinierend fand und über die ich gerne noch mehr gelesen hätte. Die Handlung von „Fürimmerhaus“ fand ich anfangs etwas überfordernd, aber je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, umso fesselnder und spannender wurde es. Gerne hätte ich noch mehr Zeit hier verbracht, noch mehr Geheimnisse erforscht und hinter die tiefsten, verwickeltsten Ecken geschaut. Die Charaktere fand ich gut gezeichnet, wobei ich gerne noch mehr über sie und ihre Hintergründe erfahren hätte, da z.B. ihre Vorgeschichten der Grund für ihre Anwesenheit im Fürimmerhaus sind und mich diese sehr interessiert hätten. Genau genommen zeigt aber dieses Gefühl des „Ich möchte noch mehr Wissens“, dass die Geschichte eine Sogwirkung entfaltet, welche dafür sorgt, dass man nur schwer loslassen kann.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Fürimmerhaus - Kai Meyer
Fürimmerhaus
von Kai Meyer
(53)
Buch (Gebundene Ausgabe)
18,00

Hat kleinere Längen, aber trotzdem ein gutes Finale

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Hat kleinere Längen, aber trotzdem ein gutes Finale

Klappentext
„London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministry of Souls dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Der Soulman Jack und die arabische Prinzessin Naima sind dem mysteriösen Schattenspieler auf der Spur ― einem Wesen, das zwischen den Welten wechseln kann und Jack mit einem Fluch belegt, der dafür sorgt, dass er immer mehr an Kraft verliert und so durchscheinend wird wie Glas. Ihnen bleibt wenig Zeit, um nicht nur den Fluch zu brechen, sondern auch die finsteren Pläne des Schattenspielers zu durchkreuzen.“

Gestaltung
Das Covermotiv ist dasselbe des ersten Bandes, nur dass dieses Mal die Farben umgedreht wurden. Der Schattenumriss des Mannes mit Zylinder ist dieses Mal golden und der Hintergrund schwarz gehalten. Zudem wurde das Bild gespiegelt, sodass die Katze auf der linken Seite und der Stern auf der rechten Seite zu sehen ist. Das Motiv innerhalb des Schattenumrisses wurde geändert, sodass dort nun ein kleiner Zinnturm bzw. zwei schwarze Säulen zu sehen sind.

Meine Meinung
Nach dem ersten Band der „Ministry of Souls“-Reihe war ich neugierig, wie die Geschichte enden würde. Der zweite Band „Die Schattenarmee“ ist der finale Band dieser Dilogie und in ihm sind Soulman Jack, Prinzessin Naima und Katze Oz weiter dem Schattenspieler auf der Spur. Der Fluch, den der Schattenspieler über Jack gelegt hat, lässt ihn immer mehr Kraft verlieren und durchscheinender werden. Daher haben die Freunde nicht mehr viel Zeit, um den Fluch zu brechen und den Schattenspieler aufzuhalten…

Wieder konnte mich der Schreibstil von Akram El-Bahay von sich überzeugen. Ich mag es, wie der Autor malerisch und poetisch seine Settings und die Geschehnisse beschreibt. Gleichzeitig besitzt sein Stil eine Klarheit und Anschaulichkeit durch die sofort Bilder im Kopf entstehen. Zudem sorgt der Autor auch für eine gewisse Tiefe, die zum Nachdenken anregt und die dafür sorgt, dass ich jedes Mal unendlich viele Zitate finde, die so schön sind, dass ich sie mir am liebsten einrahmen würde. Etwas gewöhnungsbedürftig sind nach wie vor manche Begrifflichkeiten in dieser Geschichte wie beispielsweise Ifrit, welche aus anderen Kulturen entnommen wurden.

An der Handlung hat mir gefallen, dass sich die Spannung stückweise steigert. Die Auseinandersetzung mit dem Schattenspieler läuft auf den finalen Kampf hinaus und dabei werden immer neue Erkenntnisse und Hinweise eingestreut. Zwischendurch erscheint die Situation ausweglos, wodurch einige Dramatik entsteht. Gleichzeitig gab es manchmal aber auch Stellen, an denen ich die Geschichte etwas in die Länge gezogen empfand.

Nach wie vor spannend finde ich das Setting der Geschichte und die Atmosphäre. Orientalische Märchen aus Tausendundeine Nacht treffen auf Streampunk Elemente. Auch die Thematisierung des Lebens nach dem Tod finde ich spannend. Die drei Protagonisten verkörpern für mich diese verschiedenen Welten auf passende Weise. Jack und Naima ergänzen einander und harmonisieren schön und Katze Oz sorgt dabei für bissige Sprüche, die für Unterhaltung sorgen.

Fazit
Das Setting der „Ministry of Souls“-Reihe gefällt mir sehr. Dabei konnte mich „Die Schattenarmee“ trotz kleinerer Längen vor allem mit ihrer Handlung überzeugen, denn es wird dramatisch und spannend. Der finale Kampf wartet auf die Helden und sorgt für einen finalen Showdown. Der Schreibstil des Autors war für mich wieder sehr angenehm und auch die Hauptfiguren haben mir gefallen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Ministry of Souls – Das Schattentor
2. Ministry of Souls – Die Schattenarmee

Ministry of Souls – Die Schattenarmee - Akram El-Bahay
Ministry of Souls – Die Schattenarmee
von Akram El-Bahay
(29)
Buch (Taschenbuch)
16,00

Die Figuren waren mir zu blass, die Handlung sprang zu schnell

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Klappentext
„Stell Dir vor, du könntest die Welt verändern ... Welche Entscheidung triffst Du?

Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt - aus Versehen - die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen.“

Gestaltung
Der intensive Orangefarbton des Hintergrundes zieht die Blicke sofort auf sich. Mir gefällt dabei, dass im Hintergrund ein Himmel sowie ein Kopf zu sehen sind. Dieser Kopf löst sich in Rauch und Nebel auf, wobei vor allem die obere Kopf- und Augenpartie bereits nicht mehr erkennbar ist, was für mich gut zur Geschichte passt, da es eine sehr gedankenintensive Geschichte ist. Der Titel strahlt durch die weiße Farbe vor dem Hintergrund und die schwarzen Figuren, die den Titel umranden, betonen ihn nochmals.

Meine Meinung
Da ich Neal Shustermans Geschichten gerne mag und mich der Gedanke, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, alles falsch zu machen, fasziniert hat, habe ich zu „Game Changer“ gegriffen. In dem Buch geht es um Ash, der in eine andere Dimension gelangt und dort der Mittelpunkt des Universums ist. Somit hat er unglaublich viel Macht, denn in seinen Händen liegt das Schicksal der Welt. Leider passiert ihm ein Versehen und er führt die Rassentrennung wieder ein. Dies will Ash wieder gerade biegen, doch man kann unglaublich viel falsch machen…

Ich fand „Game Changer“ ziemlich komplex und manchmal auch kompliziert. Im Vergleich zu Neal Shustermans „Scythe“-Reihe oder „Dry“ befasst sich „Game Changer“ mit mehreren gesellschaftskritischen Themen wie Intoleranz, Rassismus, Machtmissbrauch, (Homo-)Sexualität und Menschlichkeit. Seine Gedanken transportiert der Autor anschaulich und es gelingt ihm die schwierigen Themen gut aufzubereiten. Allerdings war es mir manchmal etwas zu viele Themen auf einmal. Mir schwirrte dann einfach der Kopf. Zudem hatte ich das Gefühl, dass viele der Themen nur kurz gestreift und somit nur kurz behandelt wurden.

Eingebunden werden diese Themen in eine Handlung, die sich mit der Frage „Was wäre wenn?“ befasst. So erhält Protagonist Ash die Macht, die Welt zu verändern. Der Autor macht hier deutlich, dass jede Änderung unendlich viele Konsequenzen nach sich zieht und dass vieles nicht absehbar ist. Diese Botschaft fand ich hervorragend. Allerdings musste man sich beim Lesen stark konzentrieren, um der Handlung zu folgen, denn Ashs Macht sorgt für einige Änderungen. Diese führten zu Sprüngen in der Handlung, da sich die Welt veränderte.

Der Schreibstil von Neal Shusterman hat mir gut gefallen, da er seine Gedanken mit klaren Worten vermittelt. Es gibt viele Sätze, bei denen ich gedacht habe, dass man sie so gut zitieren könnte aufgrund ihrer Bedeutsamkeit und der interessanten, wichtigen Gedanken, die in ihnen steckten. Etwas schade fand ich, dass ich dieses Mal das Gefühl hatte, dass die Charaktere zu blass blieben. Meiner Meinung nach standen die Figuren zugunsten der Gedanken und Botschaften im Hintergrund. Vor allem Ash diente eher als Vermittler, als jemand, der reflektiert, um alles zu erklären. Ich hätte mir hier gewünscht, dass die Handlung und die Figuren etwas mehr miteinander verflochten worden wären.

Fazit
Für mich ist „Game Changer“ ein komplexes und teilweise kompliziertes Buch, das man sehr konzentriert und aufmerksam lesen muss. Es gibt eine Vielzahl an wichtigen, schwierigen Themen, die hier beleuchtet werden. Neal Shusterman gelingt es sehr gut, diese Themen anschaulich und deutlich zu erklären. Sein Schreibstil war wie immer ein wahres Highlight. Etwas schade fand ich, dass die Themen für meinen Geschmack teilweise etwas kurz behandelt wurden, was vermutlich an ihrer Fülle lag. Auch die Figuren blieben mir zu blass.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen - Neal Shusterman
Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
von Neal Shusterman
(80)
Buch (Gebundene Ausgabe)
18,00

Sehr unterhaltsame Dialoge mit schönem Setting

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Sehr unterhaltsame Dialoge mit schönem Setting

Klappentext
„*Eine Liebe zwischen Asche und Glut*
Die junge Kriegerin May hat sich ihr Leben lang darauf vorbereitet, als Nachfolgerin des Königs den Aschethron zu besteigen. Sie ist die schnellste Himmelsstürmerin, die es in der fliegenden Stadt Elydor je gab. Doch als der König stirbt, taucht die Herrscherrune nicht bei ihr, sondern auf der Stirn des mysteriösen Geheimnishändlers Luan aus dem Elendsviertel auf. Und ausgerechnet May soll ihm helfen, mit seiner neu gewonnenen Macht umzugehen. Nur widerwillig fügt sie sich, bis ihr klar wird, dass nicht nur ihre beiden Leben vom Erfolg der Aufgabe abhängen, sondern die Zukunft von ganz Elydor.“

Gestaltung
Mit den dunkleren Brauntönen, die von goldenem Gelb und warmen Orangetönen durchzogen werden, gefällt mir das Cover farblich sehr gut. Auch das gewählte Covermotiv finde ich sehr schön, da die dargestellte Stadt in der Luft fliegt und sie mit ihren verschiedenen Gebäuden voller Details steckt. Diese laden dazu ein, sich im Cover zu verlieren und genauer hinzusehen. Auch mag ich, dass die Stadt in der Luft schwebt und von Federn, Wolken und brennenden Funken umgeben ist.

Meine Meinung
Magisch angezogen vom Cover, landete das Buch schnell auf meiner Leseliste. In „City of burning Wings“ geht es um May, die die beste und schnellste Kriegerin der fliegenden Stadt Elydor ist. Daher sollte sie auch die Nachfolgerin des Königs werden, doch die Herrscherrune erscheint nach dem Tod des Königs auf der Stirn von Luan. Einem Jungen aus dem Elendsviertel. May soll ihm zur Seite stehen und ihm helfen, mit der neuen Macht klarzukommen. Dass Luan die Macht beherrschen kann ist wichtig für die Zukunft der fliegenden Stadt…

Gut gefallen hat mir das Setting der fliegenden Stadt Elydor. Ich mochte die Idee, dass die Stadt in der Luft fliegt. Die Aufteilung der Stadt entsprach bekannten Bildern von Städten, in denen es arme und reiche Viertel gibt. Besonders interessant fand ich dann die Gefahren, die in Form der Glutlichter und ihrem zerstörerischen Feuer, in der Stadt lauern und die von Himmelsstürmern gejagt werden.

Mein Highlight am Buch war allerdings Luan. Er stammt aus armen Verhältnissen und ist nicht auf den Kopf gefallen. Er sagt, was er denkt und ist raffiniert. Jeder Dialog mit ihm ist unglaublich unterhaltsam, da er eine spritzige und lebendige Art hat, die man durch die Seiten spürt. May ist eine Kriegerin durch und durch. Sie ist taff und mutig, wobei sie auch einen weichen Kern mit einer verletzlichen Seite hat.

Die Handlung fand ich insgesamt gut, wobei ich anfangs nicht wirklich wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen würde. Ich konnte den roten Faden und die klare Linie erst später erkennen, weswegen ich zu Beginn ein wenig das Gefühl hatte, als wüsste ich nicht so recht, worum es eigentlich ging. Sobald aber die Richtung deutlich war, nahm die Geschichte immer mehr an Fahrt auf und konnte mich ganz mit sich ziehen. Dann konnte ich auch mitfiebern und rätseln, auf Hinweise achten und Vermutungen anstellen, wie alles ausgehen würde. Also genau die Dinge tun, die ich beim Lesen so gerne mag.

Fazit
„City of burning Wings“ zieht mit einer wunderschönen, optischen Gestaltung den Leser an und präsentiert dann ein spannendes Setting, das mit einem fantasievollen Aufbau fesselt. Sobald die Handlung den Punkt erreicht hat, ab dem die Richtung klar ist, fällt das Buch-beiseite-legen schwer. Das Highlight waren für mich die Dialoge und die Wortgefechte, die der männliche Protagonist mit seiner raffinierten Art sehr unterhaltsam vorantreibt.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

City of Burning Wings. Die Aschekriegerin - Lily S. Morgan
City of Burning Wings. Die Aschekriegerin
von Lily S. Morgan
(107)
Buch (Taschenbuch)
15,00

Authentische Settings, Kampfszenen und sich steigernde Gefühle

Skyline Of Books , am 13.03.2022

Authentische Settings, Kampfszenen und sich steigernde Gefühle

Klappentext
„Seine Vergangenheit wird zur Bedrohung für ihre Zukunft ...

Nur noch 93 Tage. Roxy weiß, dass es unmöglich ist, ihre Mission innerhalb dieser Zeit zu erfüllen. Eigentlich dürfte sie sich keine Ablenkung erlauben - aber das ist leichter gesagt als getan. Schließlich verbringt sie jede Minute gemeinsam mit Shaw, während sie durch Europa reisen und die Wesen einfangen, die Roxy versehentlich aus der Unterwelt befreit hat. Doch die Möglichkeit auf ein Happy End für die freie Huntress rückt in unerreichbare Ferne, als Shaw plötzlich erfährt, wer er wirklich ist - und daraufhin eine folgenschwere Entscheidung treffen muss ...“

Gestaltung
Das Cover ist wieder eine Nuance dunkler als die Gestaltung des Vorgängerbandes, wobei mir persönlich vor allem der lila-pinke Farbtouch gefällt. Die Farben verlaufen vom oberen Bildrand zum unteren und werden immer intensiver. Zudem erkennt man andeutungsweise ein Gewässer am unteren Bildrand, wodurch das Covermotiv Tiefe erhält. Auch gefällt mir der Glanz, mit dem das Buch versehen ist.

Meine Meinung
Der dritte Band der „Midnight Chronicles“ von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni wurde von Letzterer verfasst. In „Dunkelsplitter“ wird die Geschichte von Roxy und Shaw weitererzählt. Roxy versucht weiterhin die aus der Unterwelt entkommenen Seelen einzufangen und hat dafür nur noch 93 Tage. Um diese Mission zu erfüllen, ist sie mit Shaw in Europa unterwegs. Dabei kommen die beiden sich immer näher. Als Shaw dann erfährt, wer er wirklich ist, wird das Chaos nur noch größer…

Mein persönliches Highlight in diesem Band war die Enthüllung um Shaws Vergangenheit und Identität. Dies war im ersten Band ein großes Rätsel, da er sich an nichts erinnern konnte. Die Handlung dieses Bandes sorgt diesbezüglich für große Spannung und gerade das letzte Drittel empfand ich als ungemein spannend. Zuvor gab es für meinen Geschmack zwischenzeitlich ein paar Längen, in denen ich das Gefühl hatte, dass nicht viel Wesentliches passierte.

Das Setting dieses Bandes fand ich cool, wobei man eher von den Settings sprechen sollte, denn Roxy und Shaw reisen quer durch Europa. So besucht der Leser gemeinsam mit ihnen beispielsweise Wien oder Prag. Auch auf kulturelle Besonderheiten, geschichtliche Hintergründe und teilweise auch die Sprache des Landes wird teilweise eingegangen, sodass sich alles sehr echt und authentisch anfühlt. Ich denke, hier steckt auch sehr gute Recherchearbeit dahinter, damit die Umsetzung so gelungen stattfinden kann.

Gefallen hat mir die Chemie zwischen Roxy und Shaw, die zwischen distanzierter Zurückhaltung und anziehender Nähe schwankt. Dabei fand ich, dass sich die beiden in diesem Band deutlich näher kommen als in „Schattenblick“, was mir gut gefallen hat. Gespannt bin ich, wie es in Zukunft zwischen den beiden aussehen wird. Auch die Kampfszenen fand ich mehr als gelungen, da sie zusammen mit den leichten Gefühlen der beiden Protagonisten eine gute Mischung abgeben.

Fazit
In „Dunkelsplitter“ geht es in den „Midnight Chronicles“ wieder um Roxy und Shaw, die wir bereits aus „Schattenblick“ kennen. Teilweise gab es ab und an Längen für mich, da ich das Gefühl hatte, als würde nichts für die Handlung wesentliches passieren, aber gerade das letzte Drittel hat nochmal ein Feuerwerk an Spannung rausgehauen. Ich mag zudem die Kampfszenen und die prickelnden Gefühle zwischen Roxy und Shaw.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Midnight Chronicles – Schattenblick
2. Midnight Chronicles – Blutmagie
3. Midnight Chronicles – Dunkelsplitter
4. Midnight Chronicles – Seelenband
5. Midnight Chronicles – Todeshauch
6. Midnight Chronicles – Nachtschwur

Midnight Chronicles - Dunkelsplitter - Bianca Iosivoni, Laura Kneidl
Midnight Chronicles - Dunkelsplitter
von Bianca Iosivoni
(67)
Buch (Taschenbuch)
14,90

 
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