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Der Hexenschöffe

Historischer Roman

(11)
Eine wahre Geschichte aus dunkler Zeit

Anno 1636 ist ganz Deutschland vom Hexenwahn ergriffen. Schon einige Jahre zuvor traf es auch das beschauliche Rheinbach – eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert. Und nun hat der Kurfürst den Hexencommissarius erneut in die Stadt beordert.

Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Sein Weib Kunigunde gehört zur «versengten Art»: Angehörige ihrer Familie wurden damals dem Feuer überantwortet. Löher glaubt nicht an Hexerei und an die Schuld derer, die vor Jahren den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten.

Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt der Schöffe nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft ...

Portrait
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Ihre historischen Romane, darunter die Reihe um die Apothekerin Adelina, vereinen spannende Fiktion mit genau recherchierten Fakten. Petra Schier ist Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 505
Erscheinungsdatum 01.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-26800-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 18,8/12,3/4,5 cm
Gewicht 500 g
Abbildungen mit 3 schwarzweissen Abbildungen
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 43.784
Buch (Taschenbuch)
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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von Wildner Laura aus Rastatt am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein Hexencommissarius ist in der Stadt und niemand ist mehr sicher. Eine dunkle Zeit in der Menschheit wird hier aufbereitet.

Der Hexenschöffe
von einer Kundin/einem Kunden aus Olbersdorf am 25.01.2015

Petra Schier überzeugt mich mit ihren historischen Romanen immer wieder ganz besonders durch ihre gute Recherche. Man fühlt sich, als wäre man mittendrin in der jeweiligen Zeit, denn die Autorin hat ein unheimlich gutes Talent, diese zu beschreiben. So erging es mir auch mit "Der Hexenschöffe", der mich wirklich... Petra Schier überzeugt mich mit ihren historischen Romanen immer wieder ganz besonders durch ihre gute Recherche. Man fühlt sich, als wäre man mittendrin in der jeweiligen Zeit, denn die Autorin hat ein unheimlich gutes Talent, diese zu beschreiben. So erging es mir auch mit "Der Hexenschöffe", der mich wirklich fesseln konnte, was sicher auch daran lag, dass diese Geschehnisse so oder ähnlich tatsächlich passiert sind. Die Geschichte wird begleitet von Ausschnitten aus Hermann Löhers Aufzeichnungen zur Zeit der Hexenverbrennungen. Es ist wirklich erschreckend, wie grausam die vermeintlichen Hexen und deren Verbündete gefoltert wurden, bis ihnen gar nichts anderes mehr übrig blieb, als Taten zu gestehen, die sie nicht begangen hatten. Die Autorin scheut nicht davor zurück, auch solche Stellen zu beschreiben, so dass ich teilweise wirklich schockiert war und eine kleine Pause brauchte, um mich erstmal wieder zu sammeln. Interessant war es nicht nur, über die Hexenprozesse zu lesen, sondern auch darüber, wie die Menschen in der Zeit um 1600 herum gelebt haben. Die Bräuche und Sitten werden so in die Geschichte eingeflochten, dass man lernt, ohne sich zu langweilen. Das ist es, was ich an Petra Schiers Büchern so gerne mag. Ihr schöner bildhafter und detailreicher Schreibstil tut sein übriges dazu, dass ich immer wieder gerne zu ihren Büchern greife. Hermann Löher ist jetzt nicht unbedingt ein Protagonist, den ich sehr sympathisch finde, denn er fährt ziemlich schnell aus der Haut, ehe er nachdenkt, doch trotzdem hat die Autorin es geschafft, mich zu packen und gespannt verfolgen zu lassen, wie es ihm und seiner Familie in dieser schweren Zeit erging. Doch nicht nur über Hermann Löher selbst erfahren wir vieles, auch wie seine Kinder und seine Frau ebenso wie einige Bewohner Rheinbachs die Ereignisse erlebt haben, erfahren wir hier. Die Beschreibungen von Hermann Löhers Gefühlswelt sind Petra Schier ebenfalls gut gelungen. Löher war überzeugt davon, dass keiner der Angeklagten wirklich eine Hexe war, doch aus Angst vor einer Anklage gegen ihn und seine Familie schweigt er lange Zeit. Natürlich plagt ihn deswegen das schlechte Gewissen und doch ist die Angst sein ständiger Begleiter, auch wenn es ihm noch so sehr gegen den Strich geht, was da an Ungerechtigkeiten passiert. Diesen Gewissenskonflikt kann man gut nachvollziehen, auch wenn man immer wieder hofft, dass doch endlich etwas passieren mag, um dem ganzen ein Ende zu setzen. Fazit: Noch nie hat ein historischer Roman mich so sehr mitgenommen, gefesselt und fasziniert, wie "Der Hexenschöffe". Die Mischung aus Fiktion und tatsächlich stattgefundenen Ereignissen, der bildhafte und detailreiche Schreibstil der Autorin und das faszinierende und erschreckende Thema der Hexenverbrennungen haben es mir schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Ein Buch, das man so schnell nicht aus seinem Kopf bekommt.

Ein Roman über die Hexenverbrennung - Kein Buch für schwache Nerven
von Tracy am 16.12.2014

1636: Hermann Löher, Kaufmann und Schöffe am Gericht, lebt mit seiner Familie glücklich in Rheinbach, bis ihn die Vergangenheit von vor 5 Jahren wieder einholt - Herr Dr. Möden, ein neuer Hexenkommissar, kommt in die Stadt. Und dieser möchte dort anschließen, wo einst ein anderer aufgehört hat: er möchte... 1636: Hermann Löher, Kaufmann und Schöffe am Gericht, lebt mit seiner Familie glücklich in Rheinbach, bis ihn die Vergangenheit von vor 5 Jahren wieder einholt - Herr Dr. Möden, ein neuer Hexenkommissar, kommt in die Stadt. Und dieser möchte dort anschließen, wo einst ein anderer aufgehört hat: er möchte die Hexen wieder brennen sehen! Hermann möchte das verhindern, darf aber bei diesem gefährlichen Spiel auch nicht seine Familie in Gefahr bringen… Cover und Schreibstil: Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist in einer typischen Zeichenart und Farben gestaltet, die häufig bei historischen Romanen zu finden sind. Der Schreibstil ist wirklich ausgezeichnet. Trotz der zeitgemäßen Sprache im Stil des 17. Jahrhunderts, gelingt es der Autorin einen flüssigen Schreibstil zu erzielen. Dadurch und natürlich wegen des spannenden Inhaltes, fühlt man sich als Leser sehr gut in die Zeit hineinversetzt und emotional auch sehr betroffen. Charaktere: Die Charaktere waren authentisch und ihr Denken und Handeln nachvollziehbar. Sie konnten in ganzer Linie überzeugen. Die Emotionen und Gefühle gingen einen oft durchs Mark und Bein. Mit dem Protagonisten Hermann Löher litt und fieberte man auf seinem Weg durch die Hexenprozesse auf grauenhafte Weise mit. Die Fürsprecher der Hexenverfolger und vor allem den Hexenkommissaren wünscht man die Pest an den Hals oder besser noch ebenfalls eine peinliche Befragung. Meine Meinung: Als erstes möchte ich sagen, dass ich sehr begeistert von diesem Buch bin. Ich muss jedoch zugeben, dass der Klappentext sich für mich anfangs relativ eintönig anhörte. Fünfhundert Seiten über Hexenprozesse? Na hoffentlich langweile ich mich da nicht… Dass war aber glücklicherweise nicht der Fall! Der Inhalt und der geschichtliche Hintergrund waren so gut recherchiert und so überaus mitreißend erzählt, dass das Spannungsniveau dauerhaft erhalten blieb und sich zum Ende hin noch spürbar steigerte. Schon der Anfang war so fesselnd, dass mir der Einstieg in dieses doch sehr schwierige Thema sehr leicht viel. Laut Frau Schier sind ca. 75 % des Buchinhaltes tatsächlich so geschehene Begebenheiten. Wahrscheinlich war es trotz des angenehmen Leseflusses für mich kein Pageturner im eigentlichen Sinne. Nach in etwa einhundert Seiten benötigte ich meist eine Pause, weil mir der Kopf schwirrte, von all dem doch sehr ausführlich beschriebenen peinlichen Befragungen der vermeintlichen Hexen. Diese waren natürlich äußerst brutal und somit ist die Grundstimmung des Buches doch sehr düster und grausam. Um all diese grausamen Szenen spann Frau Schier aber auch eine fesselnde Nebenstory, in der es netterweise auch ab und zu etwas freundlicher und sogar liebevoll zuging. So konnte ich zwischendurch auch mal aufatmen. Insgesamt bin ich froh dieses Buch gelesen zu haben, man hat viel Neues erfahren über die Hexenverfolgung, und das alles in einem spannenden Rahmen gepackt. Dennoch ist mir die Geschichte teilweise etwas zu düster, grausam und strotzt vor zum Himmel schreiender Ungerechtigkeit. Es gab Stellen an denen ich gern ein bisschen weniger bildliche Vorstellungskraft gehabt hätte. „Der Hexenschöffe“ ist für einen historischen Roman relativ grausam, es ist also nicht unbedingt ein Buch für Zartbesaitete. Aber wer sich entschließt, dieses Buch zu lesen wird trotz der melancholischen Stimmung sicherlich in seinen Bann gezogen werden. Ich möchte dafür wirklich gute 4 von 5 Sternen geben.