Warenkorb
 

NEU: Lesen Sie Ihre eBooks auf einem der neuen tolino eReader. Jetzt entdecken.

Vater unser

Weitere Formate

gebundene Ausgabe
Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest. Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden. In ihrem fulminanten Debüt lässt Angela Lehner eine Geistesgestörte auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ.
Portrait
Angela Lehner, geboren 1987 in Klagenfurt, lebt in Berlin. Für ihr Schreiben hat sie mehrere Literaturpreise und -stipendien erhalten. "Vater unser" ist ihr erster Roman.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.02.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783446263055
Verlag Hanser
Dateigröße 1440 KB
Verkaufsrang 1230
eBook
eBook
16,99
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Tragisch - komisch - genial

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Eva Gruber provoziert, manipuliert und lügt, dass sich die Balken biegen. Gerade behauptet sie, eine Kindergartenklasse erschossen zu haben und weist sich daraufhin in die psychiatrische Abteilung des Wiener Spitals ein. Sagt Eva Gruber die Wahrheit oder lügt sie? Dies zu ergründen ist für Chefpsychiater Dr. Korb eine Aufforderung und wird uns Lesern zur Herausforderung. Zu gerne hätte ich ins Buch gegriffen, um Eva mal so richtig durchzuschütteln... Der Roman ist für mehrere Preise nominiert und war der Tipp einer Kollegin. Von dieser originellen, tragisch-komischen und intensiven Geschichte fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten!

Überwältigend

Maja Mischke, Thalia-Buchhandlung Coburg

Im ersten Drittel des Buches musste ich vermehrt herzhaft lachen, im Rest weinen. Grandios, wie es der Autorin gelungen ist, dass sich der Leser in Evas Kopf befindlich fühlt. Die Dialoge, die Monologe, Evas Art der Wahrnehmung - ein Sog in eine verwundete, zu tiefst gestörte Welt. Hat mich voll gepackt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
16
5
0
0
0

Intensive Verwirrungen
von Kaffeeelse am 24.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Vater unser" von Angela Lehner ist jetzt das dritte Buch der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019, welches mir vor die Augen kam. Und es lässt mich vollkommen begeistert zurück und steht für meine Begriffe vollkommen zu Recht auf dieser Liste. Was haben wir hier? "Vater unser" ist der Blick auf eine junge Frau und ihre Fa... "Vater unser" von Angela Lehner ist jetzt das dritte Buch der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019, welches mir vor die Augen kam. Und es lässt mich vollkommen begeistert zurück und steht für meine Begriffe vollkommen zu Recht auf dieser Liste. Was haben wir hier? "Vater unser" ist der Blick auf eine junge Frau und ihre Familie. Diese junge Frau, Eva Gruber, wird in die Psychiatrie gebracht, sie bezichtigt sich selbst eine Kindergartenklasse umgebracht zu haben. Hat sie nur nicht. Dies sieht man auch daran, dass Eva auf keine forensische Station gebracht wird. Eigentlich will sie meines Erachtens nur dahin, um ihrem Bruder nahe zu sein. Ihr wird eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Aber passt dies zusammen, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und der Drang, dem Bruder nahe zu sein, dem Bruder zu helfen? Wobei aber das, was uns die Protagonistin hier so erzählt, nicht immer der Wahrheit entsprechen muss, ich aber schon einen gewissen Leidensdruck auf Seiten der Eva erkennen kann. Ihr Bruder Bernhard ist in der Psychiatrie, weil er Essstörungen hat. Eva beschreibt, dass beide Kinder vom Vater sexuell missbraucht wurden. Die Essstörung und das Trauma als Ursache könnte passen. Könnte?!?! Gleichzeitig kommen aber auch andere schwierige familiäre Konstellationen und gegenseitige Verletzungen zum Vorschein. Wobei man sich aber immer wieder auch fragt, ist das jetzt wahr? Dabei ist das Beschreiben von Evas Leben geprägt von fast traumhaft/alptraumhaft anmutenden Sequenzen von einer äußerst eindringlichen Intensität, die einen immensen Sog erzeugen. Durch immer wieder sich gegenseitig widersprechende Informationen ist man beim Lesen verwirrt, sucht nach einer Wahrheit. Dabei besitzt die Erzählerin auch deutlich manipulative Züge, die sie meisterhaft einsetzt, aber dadurch auch gleichzeitig ein negatives Bild von sich erzeugt und beim Leser die Frage: Warum?. Herrlich sind die Gespräche zwischen dem Psychiater Dr. Korb und der Patientin Eva, einerseits bieten sie gewisse Einblicke in psychiatrisches Geschehen, andererseits sind sie von einem umwerfenden Humor gekennzeichnet, zeigen aber auch deutlich die Interaktionen zu denen Eva fähig ist und sie machen ungeheuer Spaß, auch wenn es manchmal ein etwas schmerzhafter Spaß ist. Die Sprache der Angela Lehner ist generell von einem interessanten Mix aus Spannung, Drama und Humor getragen, wobei ihr Humor aber auch manchmal sehr schmerzhaft und boshaft ist. Insgesamt betrachtet ist dieses Buch ein äußerst intensives Verwirrspiel, welches absolut fesselt, aber als einen kleinen gewissen Nachteil auch wenig Auflösung mitbringt. Schade. Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

Crazy
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2019

Angela Lehners Debütroman Vater unser ist sprachlich wie inhaltlich lebhaft und im positiven Sinne überdreht. Die Ausgangssituation ist außergewöhnlich. Eine Frau, die in die Psychiatrie eines Wiener Spitals eingeliefert wird, wo auch schon ihr Bruder Bernhard Patient ist. Gemeinsam ist ihnen eine schwere Kindheit im konservati... Angela Lehners Debütroman Vater unser ist sprachlich wie inhaltlich lebhaft und im positiven Sinne überdreht. Die Ausgangssituation ist außergewöhnlich. Eine Frau, die in die Psychiatrie eines Wiener Spitals eingeliefert wird, wo auch schon ihr Bruder Bernhard Patient ist. Gemeinsam ist ihnen eine schwere Kindheit im konservativen Kärnten. Die Dialoge bestimmen den Ton. Dabei sind die Gespräche zwischen Eva und dem Psychiater Korb voller spöttischen Witz und Ironie, aber auch mit einer Tiefe versehen. Das ist schon ein sprachliches Feuerwerk. Man rätselt, was mit Eva los ist und was eigentlich passiert ist, deswegen wird das Buch nie langweilig. Daher ist die Autorin mit diesem Buch zu recht für den Deutschen Buchpreis und dem Debütpreis des österreichischen Buchpreises nominiert ist.

Ein unbequemer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 11.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eva lügt immer! Dieser Meinung waren ihre Mitschüler im Kärntner Dorf, in dem Eva aufwuchs. Was ist Lüge, was ist Wahrheit und welche Rolle spielt dabei die individuelle Perspektive? In Evas Lügen findet sich viel Wahres, dennoch ist ihr Wesen durch und durch manipulativ. Im Gefüge der Familie muss sie sich behaupten. Ist die ... Eva lügt immer! Dieser Meinung waren ihre Mitschüler im Kärntner Dorf, in dem Eva aufwuchs. Was ist Lüge, was ist Wahrheit und welche Rolle spielt dabei die individuelle Perspektive? In Evas Lügen findet sich viel Wahres, dennoch ist ihr Wesen durch und durch manipulativ. Im Gefüge der Familie muss sie sich behaupten. Ist die Rolle, die sie schon als Kind übernahm, der Grund für ihr Verhalten? Wir, die Leser, lernen die Familie Gruber aus Evas Sicht kennen. Kurze Abschnitte unterbrechen die Gegenwart und erzählen aus dem vergangenen Alltag der Familie Gruber. Woher kommt der gegenwärtige Hass auf den Vater? Welche Erinnerung Evas ist echt, welche resultiert aus einem Schutzmechanismus heraus? Was ist mit der Familie geschehen, dass es beide Kinder bis jetzt verfolgt? Als Leser weiß man nie genau, woran man bei dieser Eva Gruber ist. Sie ist über alle Fehler erhaben, arrogant und trotzdem entwickelt man großes Mitgefühl und Respekt für die junge Frau. Die Sprache im Buch ist deutlich und oftmals mit österreichischen Ausdrücken angereichert. Jedoch täuscht sie nicht über die Dramatik dieses Romans hinweg. Es ist ein unbequemer Roman, mit einer sehr starken Hauptfigur. Was für ein Debüt!