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Stella Goldschlag

Eine wahre Geschichte

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Stella Goldschlag war blond, schön und schlagfertig. Sie war intelligent und vielseitig begabt und zu einer anderen Zeit, in einem anderen Land hätte sie wohl eine glänzende Karriere gemacht. Doch Stella war Jüdin und lebte in Deutschland. Ihre Eltern hatten es nicht geschafft, rechtzeitig auszureisen. Die Katastrophe trat ein, als Stella verhaftet und von der Gestapo gefoltert wurde. Um ihre Eltern vor der Deportation zu bewahren, erklärte sie sich bereit, versteckt lebende Juden an die Gestapo zu verraten. Ihre Eltern konnte sie nicht retten, und doch machte sie bis Kriegsende weiter, immer mörderisch effizient.
Peter Wyden, geboren 1923 als Peter Weidenreich in Berlin, ist mit Stella Goldschlag zur Schule gegangen, und war, wie fast alle Jungen dort, in sie verliebt. Dass sie das »blonde Gift« wurde, die Greiferin, die hunderte Juden in den Tod geschickt hatte, erfuhr er, als er 1946 als junger US-Soldat nach Berlin zurückkehrte. Ihr Schicksal ließ ihn nicht los. Jahrelang recherchierte er für seine Biografie, sichtete Archivmaterial und sprach mit mehr als 150 Personen: Überlebenden, Augenzeugen, Historikern und Psychologen. Und er sprach mit Stella, die bis 1994 in Westdeutschland im Verborgenen lebte.
Peter Wyden versteht es, uns die Tragödie der letzten Juden von Berlin nahezubringen. Er urteilt nicht und er entschuldigt nicht. Er erzählt eine wahre Geschichte.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 29.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783958296374
Verlag Steidl GmbH & Co. OHG
Dateigröße 8314 KB
Übersetzer Ilse Strasmann
Verkaufsrang 19651
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

wichtig

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Dass was Takis Würger nicht schrieb, lesen Sie bei Peter Wyden. Vor mehr als 20 Jahren habe ich das Buch gelesen, und es ist eines der wenigen, die ich nie weggeben würde .... Stella Goldschlag ist real, nie eine Kunstfigur. Peter Wyden fragt nach der Wahrheit, kann aber selbst keine Antwort finden. Stella Goldschlag bleibt auch für ihn ein Rätsel.

Wichtig

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Es ist sehr gut, dass der Steidl Verlag dieses wichtige Buch neu auflegt. Der Autor, Mitschüler von Stella Goldschlag, berichtet über ihr Schicksal. Ohne zu werten, denn es ist so geschrieben dass sich die Leser immer fragen können, was hätte ich getan. Ich habe das Buch bereits in den 90ern gelesen und das Schicksal dieser Frau und ihrer Familie ist mir stark im Gedächtnis geblieben. Eben weil der Autor nicht urteilt. Ich empfehle es sehr als ergänzende Lektüre zum aktuellen Buch von Takis Würger.

Kundenbewertungen

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Stella Goldschlag
von einer Kundin/einem Kunden am 14.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Peter Wydens Buch zählt für mich zu einem der besten historischen Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe. Der Autor beschäftigt sich mit seiner ehemaligen Schulkameradin Stella Goldschlag, die so wie er als Jüdin den Holocaust überlebt hat, aber eben unter ganz anderen Prämissen. Denn Stella kollaborierte mit den Nazis und verri... Peter Wydens Buch zählt für mich zu einem der besten historischen Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe. Der Autor beschäftigt sich mit seiner ehemaligen Schulkameradin Stella Goldschlag, die so wie er als Jüdin den Holocaust überlebt hat, aber eben unter ganz anderen Prämissen. Denn Stella kollaborierte mit den Nazis und verriet in ihrer Karriere als Greiferin hunderte ihrer Glaubensgenossen, was ihr den berüchtigten Namen "das Blonde Gift" einbrachte. Wyden versucht nun in seinem Buch, in das er viele Jahre Recherche und Arbeit gesteckt hat, den Taten Stellas auf den Grund zu gehen und zu begreifen, was sie dazu getrieben hat. Dies tut der Autor sehr sachlich, ohne zu viel zu werten, denn letztendlich verurteilt sich die Greiferin selbst durch ihre Taten und ihren uneinsichtigen Charakter. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass Wyden sich nicht nur mit Stella Goldschlag beschäftigt, sondern auch einen Abriss über die Entstehung des Holocaust liefert und auch viele andere Schicksale in seinem Werk aufnimmt, wodurch es nie langweilig und mühsam wird sein Buch zu lesen. Sehr bewegend und zugleich oft auch sehr erschütternd. Wyden spricht auch unbequeme Themen an und versucht verschiedenste Erklärungsansätze für Stellas Taten zu liefern, die sehr gut recherchiert und durchdacht sind, doch zu einem finalen Urteil, einer finalen Verurteilung, findet er nicht. Sein Fazit ist nur, dass er froh ist, in einer sehr viel besseren Ausgangslage gewesen zu sein als seine Klassenkameradin. Denn wie hätte er sonst gehandelt. Genau diese Einschätzung fand ich genau richtig, denn wir sollten uns immer davor hüten aus unserem jetzigen Wissen heraus zu verurteilen. Keiner war in der selben Situation. Allerdings soll das Stellas Taten in keinster Weise schmälern oder entschuldigen. "Stella Goldschlag" ist absolut lesenswert!

Ein Schicksal aus dem Berlin der NS-Zeit
von einer Kundin/einem Kunden am 19.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Thema ist hochinteressant, eine Jüdin im Berlin der Nazis kollaboriert mit der Gestapo und liefert hunderte Juden dem KZ aus. Unvorstellbar? Aber es ist wirklich geschehen. Wie ist so ein Verhalten möglich, wie kann es zu einer solchen Verirrung kommen? Endgültig beantwortet werden diese Fragen nicht, das ist wohl auch unmög... Das Thema ist hochinteressant, eine Jüdin im Berlin der Nazis kollaboriert mit der Gestapo und liefert hunderte Juden dem KZ aus. Unvorstellbar? Aber es ist wirklich geschehen. Wie ist so ein Verhalten möglich, wie kann es zu einer solchen Verirrung kommen? Endgültig beantwortet werden diese Fragen nicht, das ist wohl auch unmöglich, es werden Ansätze geliefert, nicht mehr. Leider liest sich das Buch manchmal wie die „Herzensergießungen eines jungen Mannes“ (Seite 365), ich meine das oftmalige Betonen der Schönheit Stella Goldschlags, ihrer blonden Haare und blauen Augen. (Siehe auch: Maier, Arthur und Lilly)