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Große Elbstraße 7

Das Schicksal einer Familie

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Liebe in unruhigen Zeiten.

Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Eigentlich soll Vicki zur Haiden in Lübeck das Lehrerinnenseminar besuchen, doch sie hält die Enge dort nicht aus. Heimlich kehrt sie nach Hamburg zurück - ausgerechnet als in den ärmeren Vierteln die Cholera ausbricht. Mit dem jungen, am Krankenhaus in Ungnade gefallenen Arzt Johannes Dreyer tut sie alles, um den Erkrankten zu helfen. Bis ihr Vater, der Chefarzt am Neuen Krankenhaus Eppendorf, ihr plötzlich gegenübersteht. Er verbietet seiner rebellischen Tochter den Umgang mit dem eigenwilligen Doktor. Doch Vicki hat sich längst in ihn verliebt und beschlossen, ihr eigenes Leben zu leben...

Die Saga über eine Hamburger Arztfamilie, die auf wahren Begebenheiten beruht. Von dem Bestsellerautor Wolf Serno.
Portrait

Wolf Serno war, bevor er begann, Romane zu schreiben, viele Jahre erfolgreich als Werbetexter und als Dozent tätig. Mit „Der Wanderchirurg" gelang ihm ein internationaler Bestseller. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in Hamburg und Nordjütland.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783841218414
Verlag Aufbau
Dateigröße 5168 KB
Verkaufsrang 293
eBook
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Eine Tochter aus gutem Hause
von hasirasi2 aus Dresden am 21.10.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Dr. Johannes Dreyer wurde vom Eppendorfer Krankenhaus entlassen, weil er zu menschlich war. Er sieht auch nicht weg, als 1892 die Cholera in den Hamburger Gängevierteln ausbricht und lange vor der Öffentlichkeit verschwiegen wird, stattdessen hilft er den Ärmsten der Armen meist ohne Gegenleistung. „Er hat den Menschen ganz unei... Dr. Johannes Dreyer wurde vom Eppendorfer Krankenhaus entlassen, weil er zu menschlich war. Er sieht auch nicht weg, als 1892 die Cholera in den Hamburger Gängevierteln ausbricht und lange vor der Öffentlichkeit verschwiegen wird, stattdessen hilft er den Ärmsten der Armen meist ohne Gegenleistung. „Er hat den Menschen ganz uneigennützig geholfen, ... als viele seiner Kollegen noch nicht einmal wahrhaben wollten, dass die Cholera in Hamburg grassiert.“ (S. 83) Dabei begegnet er Victoria zur Haiden, der Tochter seines ehemaligen Chefarztes. Vicki ist von ihrem staubtrockenen Lehrerinnenseminar geflüchtet. Sie will Medizin studieren und wird seine Assistentin. Zudem versteckt sich vor ihren Eltern. Doch dann erkrankt sie selbst und als sie endlich gesund ist, ist Johannes verschwunden … Wolf Serno hat mit „Große Elbstraße 7“ ein sehr spannendes Sittengemälde beruhend auf wahren Begebenheiten um die Wende des 19. Jahrhunderts geschaffen. Geschickt verbindet er eine Hamburger Familiensaga mit Medizin- und Stadtgeschichte. Vickis Vater, Prof. Carl-Heinrich zur Haiden, ist Chirurg und beruflich ein Mann des Fortschritts. Er interessiert sich für neue Operationsmethoden und (Lokal-)Anästhesie. Aber privat ist er ein gestrenger, konservativer Patriarch. Vicki hat nicht studieren zu wollen – als Tochter aus gutem Hause muss sie nur eine passende Ehe eingehen. Doch Vicki „… will nicht heiraten! ... Ich will Menschen helfen, gesund zu werden. Nichts ist großartiger als das Gefühl, einen Kranken geheilt zu haben.“ (S. 177) Sie ist modern, neugierig, belesen und wissbegierig. Vicki brennt für die Medizin, liest alle Bücher darüber, derer sie habhaft wird und findet einen Weg, ihren Traum wenigstens etwas zu leben. Ich habe sie von Beginn an sehr gemocht und ihren Weg sehr gern verfolgt. Ihre Zielstrebigkeit und ihr Durchsetzungsvermögen haben mich beeindruckt. Ihr Bruder Benno hingegen, der nach dem Wunsch des Vaters Arzt werden soll, ist eine unangepasste Künstlerseele. Er arbeitet als erotischer Maler auf St. Pauli, träumt vom großen Durchbruch und will als Künstler ernst genommen werden. In St. Pauli kommt er mit Kommunisten, Hafenarbeitern, Gewerkschaftlern und Huren in Kontakt und lernt ihr Leben kennen und verstehen. Er engagiert sich, bleibt aber trotzdem eher ein Beobachter von außen und war mir manchmal etwas zu leichtlebig und unbedarft – und passte dadurch gut in die Rolle es des verwöhnten Sohns aus gutem Haus. Dazu kommen noch verschiedene Nebenstränge bzw. -figuren, die das Gesamtbild abrunden, alle Gesellschaftsschichten und deren Lebensumstände zeigen. Auch die Unterschiede zwischen arm und reich, der Streik der Hafenarbeiter und der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung finden Eingang in die Handlung. Besonders erschreckend fand ich die Szenen während der Cholera, welche mehrere Jahre wütet und ganze Familien auslöschte. Obwohl Wolf Serno das Geschehen von vielen Seiten beleuchtet und immer wieder die Perspektive bzw. den Erzählstrang wechselt, steht Vickis Leben eindeutig im Vordergrund. Ich fand das Ende trotz vieler Abschlüsse etwas offen und hoffe, dass die Geschichte noch nicht auserzählt ist, sondern es eine Fortsetzung geben wird.

Große Elbstraße
von Katjuschka am 20.10.2019

Ende des 19. Jahrhunderts strebt die junge Viktoria nach Selbstständigkeit. Entgegen der Wünsche ihrer Familie will sie nicht als brave Hausfrau und Mutter an der Seite eines standesgemäßen Mannes landen. Sie will, genau wie ihr Vater Medizin studieren! Als ihr dieser Wunsch verweigert wird, setzt sie mit Mut und Entschlossenhei... Ende des 19. Jahrhunderts strebt die junge Viktoria nach Selbstständigkeit. Entgegen der Wünsche ihrer Familie will sie nicht als brave Hausfrau und Mutter an der Seite eines standesgemäßen Mannes landen. Sie will, genau wie ihr Vater Medizin studieren! Als ihr dieser Wunsch verweigert wird, setzt sie mit Mut und Entschlossenheit zumindest eine Ausbildung zur Krankenschwester durch! In der dramatischen Zeit des Cholera-Ausbruches lernt sie den Arzt Johannes Dreyer kennen und lieben. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden und verschiedene Ereignisse ziehen teils dramatisch Folgen nach sich... In der Geschichte spielt Viktoria, genannt Vicky, eindeutig die Hauptrolle. Die Liebesgeschichte zu Hannes gerät über weite Strecken jedoch in Vergessenheit. Es geht zum größten Teil um die Zustände zur Zeit der Cholera-Epedemie, sowie die politischen Veränderungen dieser Zeit. Die auftretenden Protagonisten sind allesamt sehr interessant, werden jedoch zu oft nicht so in die Handlung miteinbezogen, wie es das Potential hätte hergeben können. Dadurch entstand für mich manchmal der Eindruck, verschiedene Aspekte würden nur abegehakt und waren nicht richtig in der Gesamthandlung eingebettet. Das Ende kam dann auch etwas überhastet und glich eher einem Epilog. Alles in allem eine angenehme Lektüre, die etwas mehr Tiefgang verdient gehabt hätte!

tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 13.10.2019

Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Diese Geschichte spielt in Hamburg Ende 19endes Jahrhundert. Professor zur Haiden wohnte in der Elbstraße7 mit seiner Familie, doch seine Frau wollte weg von dort. Was für... Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Diese Geschichte spielt in Hamburg Ende 19endes Jahrhundert. Professor zur Haiden wohnte in der Elbstraße7 mit seiner Familie, doch seine Frau wollte weg von dort. Was für ihn nicht in Frage kam. Er ärgerte sich als er las, dass es schon viel Todesfälle und extrem viele neue Kranke gab. Für ihn war es klar, dass es die Cholera war. Doch sobald das Wort gefallen wäre, müssten sie den Hafen schließen und das wollte die Obrigkeit nicht, da zu viele Geld Einbußen. Es kam ein Kutscher ins Haus der ihnen mitteilte, dass ihre Tochter aus dem Lehrerinnensemenar verschwunden ist. Auch der Sohn des Hauses wurde unterrichtet. Hannes und Simon zwei Ärzte denen viel Unrecht widerfahren ist, sagen das es am Wasser liegt, denn in Altona gab es viel weniger Tote und Kranke, da dort das Wasser gefiltert wurde. Hannes sah eine junge Frau auf einer Bank sitzen und merkte, wie ein betrunkener ihr das Jäckchen klauen wollte. Er hielt ihn fest, doch sie sagte er solle ihn laufen lassen. Warum er sich so betrunken hatte, sagte der Mann damit er keine Cholera bekommt. Sie erzählten sich ihre Geschichten. Er nahm sie mit in die Kneipe wo er wohnte. Die Wirtin hielt sie für die Frau des Doktors und sie widersprach nicht. Sie mochte den jungen Arzt und half ihm auch bei seiner Arbeit. Doch mochte er sie auch so wie sie ihn immer mehr mochte, sie wusste es nicht ganz genau. Wie geht es weiter? Werden sie ein richtiges Paar? Geht sie freiwillig zu ihrer Familie zurück? Findet ihr Vater sie? Was passiert sonst noch so alles? Das Buch ist ein Wahnsinn. Es ist sehr gut recherchiert wie alle seine Bücher, deswegen liebe ich sie auch so. Man muss das Buch wirklich gelesen haben. Ich konnte alles in meinem Kopfkino abrufen und vieles davon fand ich echt arg. Also holt euch das Buch, denn sonst versäumt ihr was.