Warenkorb
 

NEU: Lesen Sie Ihre eBooks auf einem der neuen tolino eReader. Jetzt entdecken.

Der junge Doktorand

Roman

Weitere Formate

gebundene Ausgabe
»Was war denn das für ein Doktorand!«

Zwei Jahre schon warten die Greilachs mit an Verzweiflung grenzender Vorfreude auf die Ankunft eines jungen Doktoranden in ihrer abgelegenen Mühle. Er soll dem alternden Maler Günter Greilach zu neuem Ruhm verhelfen. Für seine Frau Natascha dagegen wird er zum Lichtblick ihrer Alltagsroutine. Ihre Hoffnungen reichen nahezu bis ins Unendliche, doch als der junge Mann nach mehreren Absagen plötzlich doch vor ihrer Tür steht, kommt alles anders als selbst in wildesten Träumen ausgemalt.
Nach »Der amerikanische Investor« gelingt dem vielfach preisgekrönten Jan Peter Bremer eine wunderbare Gesellschaftsparabel über unser allgegenwärtiges Bedürfnis gesehen zu werden. Kurzweilig, klug und voller Sprachwitz erweist er sich einmal mehr als »ein wahrer Chaplin der Schreibfeder« (FAZ).

»Die karge, hinterlistige Prosa Bremers, seine träumenden, gebrochenen Narrenfiguren, haben dem Autor nicht ganz zu Unrecht den gern bemühten Vergleich mit Kafka und Robert Walser eingehandelt. Dabei sollte sich Bremers Prosa inzwischen selbst genug sein.« Der Tagesspiegel

Portrait
Jan Peter Bremer, 1965 in Berlin geboren, erhielt für einen Auszug aus seinem Roman »Der Fürst spricht« 1996 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Er nahm Aufenthaltsstipendien im In- und Ausland wahr, unterrichtete am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und veröffentlichte zahlreiche weitere ausgezeichnete Romane, Hörspiele und ein Kinderbuch. Für seinen Roman »Der amerikanische Investor« (2011) wurde Bremer zuletzt mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Mörike-Preis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet. Sein neuer Roman »Der junge Doktorand« ist für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert.Jan Peter Bremer lebt in Berlin.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 174 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783827079923
Verlag Berlin Verlag
Dateigröße 4654 KB
Verkaufsrang 1637
eBook
eBook
16,99
16,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Roman,der eigentlich auf eine Bühne gehört, denn er braucht kein großes Dekor, sondern spricht für sich selbst. Ein kleines Meisterwerk ,das aufgrund der dramaturgisch unglaublich ausgefeilten Dialoge mich an" Wer hat Angst vor Virginia Woolff" erinnert. Sehr lesenswert!

Irgendwie kurios

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

"Der junge Doktorand" landete auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019, wenn auch nicht auf der Shortlist. Von allen Buchtiteln war es neben "Mobbing Dick" unter den Nomnierten der, der mich am meisten ansprach. Das Buch selber ist durchaus interessant. Jan Peter Bremer hat eine Menge Selbstvertrauen im Spiel mit Syntax und navigiert souverän durch alle Nebensätze. Ich vermute, dass der Stoff auf der Bühne oder zur Not auf der Leinwand allerdings mehr Wirkung entfalten könnte, da es teils wirkt wie ein Theaterstück von Harold Pinter oder dem frühen Edward Albee. Im Wesentlichen besucht ein junger Mann ein älteres Ehepaar, weil er über den älteren Mann, einen Künstler, forschen soll. Diese Grundsituation bietet den Figuren eine Menge Gelegenheit für Introspektion, womit das Buch zum Cousin von "Kintsugi", ebenfalls Kandidat für den Deutschen Buchpreis 2019, wird. Nur scheinen die Ansätze gegensätzlich. Bei "Kintsugi" gibt jede neue Perspektive hinzu, während bei "Der junge Doktorand" besonders das Ehepaar einander immer mehr nimmt. Wenn sich etwa gegen Hälfte des Buchs der junge Doktorand selber vermehrt einschaltet, wird das Buch fraglos spannender, weil es das Hin und Her zwischen dem Ehepaar aufbricht. Trotzdem bleiben die Figuren relativ uneinnehmend. Wenn aber jemand über das Ende diskutieren möchte, bin ich sehr interessiert daran!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
3
0
0
0

Der junge Doktorand
von Arienette am 13.10.2019

Das Ehepaar Greilach wartet auf den schon lange angekündigten Besuch des jungen Doktoranden. Günter Greilach ist ein erfolgloser Maler, gemeinsam mit seiner Frau Natascha hat er sich in ein kleines Städtchen zurückgezogen. Dort wird viel getratscht, auch darüber, dass der junge Doktorand über das Werk von Greilach schreiben möc... Das Ehepaar Greilach wartet auf den schon lange angekündigten Besuch des jungen Doktoranden. Günter Greilach ist ein erfolgloser Maler, gemeinsam mit seiner Frau Natascha hat er sich in ein kleines Städtchen zurückgezogen. Dort wird viel getratscht, auch darüber, dass der junge Doktorand über das Werk von Greilach schreiben möchte. Nun ist der junge Mann da und das Ehepaar wird enttäuscht in ihrer Erwartung eines interessanten Austausches. Das Ehepaar bemüht sich um den jungen Mann, beide auf ihre eigene Weise. Es zeigt sich, dass sie in ihrer Gedankenwelt nur um sich kreisen, dass sie unfähig sind zu kommunizieren. Während die Greilachs um sich selbst kreisen, ist der junge Doktorand nach außen offen und engagiert sich für Geflüchtete. Jan Peter Bremer schafft es in diesem schmalen Roman, die Selbstüberschätzung im Kunstbetrieb und die enge Sichtweise mit dem Blick nie nach Außen, sondern nur nach Innen zu sich selbst, zu entlarven. Ein lesenswertes Buch, das die Nominierung zum Deutschen Buchpreis 2019 verdient hat.

Jan Peter Bremer – Der junge Doktorand
von Miss.mesmerized am 06.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zwei lange Jahre schon haben die Greilachs die Ankunft des Doktoranden erwartet und sich ausgemalt, wie sich der Aufenthalt des Bewunderers gestalten könnte. Viel haben sie im Dorf darüber gesprochen, dass das Werk des Malers Günter Greilach nun wissenschaftlich betrachtet und gewürdigt werden soll und Natascha erwartet eine spa... Zwei lange Jahre schon haben die Greilachs die Ankunft des Doktoranden erwartet und sich ausgemalt, wie sich der Aufenthalt des Bewunderers gestalten könnte. Viel haben sie im Dorf darüber gesprochen, dass das Werk des Malers Günter Greilach nun wissenschaftlich betrachtet und gewürdigt werden soll und Natascha erwartet eine spannende Abwechslung von dem ansonsten etwas eingefahrenen Alltag. Nun ist er da und der erste Eindruck ist eher enttäuschend, aber das kann ja noch werden, man muss dem jungen Mann nur richtig begegnen und ihn auf den richtigen Weg geleiteten. Schnell jedoch zeigt sich, dass der Aufenthalt sich völlig anders gestaltet als von Günter und Natascha ausgemalt und dass vorhandene Gräben plötzlich noch tiefer und unüberwindbar werden. Jan Peter Bremers kurzer Roman erinnert stark an ein Stück des absurden Theaters, in dem die Protagonisten in ihrer Gedankenwelt gefangen sind und auf den tragischen Höhepunkt hinsteuern, ohne das Unglück kommen zu sehen. In der Tat setzt er den Rahmen sehr eng und hält die dramatischen Einheiten ein, die durch die Präsenz des Doktoranden in der Wohnung der Greilachs örtlich und zeitlich begrenzt werden sich einzig um dessen antizipierten Aufenthalt drehen. Fasziniert bis erschreckt schaut man dem tragikomischen Sinnieren des älteren Ehepaars zu und verfolgt ihre sprachlich ausgereizten Dialoge, die ihre Unfähigkeit zu kommunizieren und die fehlende gedankliche Flexibilität vortrefflich entlarven. Neun Mal hatte Florian Sommer sein Ankommen angekündigt und kurzfristig wieder abgesagt, sein plötzliches Erscheinen überrumpelt die Greilachs, so dass sie sich erst sortieren müssen, bevor sie sich tatsächlich mit ihm auseinandersetzen können. Natascha, die sich für eine bescheidene, aber großartige Zuhörerin hält, sieht sich in Gedanken wie ein junges Mädchen aufblühen und den Doktoranden mit ihren immer noch vorhandenen Reizen becircen. Günter wiederum will sich auch nicht größer machen als er ist, aber nun ja, er hat einiges erreicht, sogar eine Ausstellung hatte man ihm schon in Aussicht gestellt und gerade seine unprätentiöse Haltung zu seinem Werk und der Kunst im Allgemeinen ist es doch, die faszinieren muss, weshalb er auch großzügig sein Atelier für den Doktoranden öffnen wird. Statt Florian Sommer zu fragen, weshalb er da ist und was er vorhat, projizieren sie nicht nur gedanklich, sondern auch verbal ihre Vorstellungen auf den jungen Mann, der gar keine Chance hat, den andauernden Wortschwall zu unterbrechen. „Was soll den Florian sonst von uns denken“, fuhr sie fort und deutete mit dem Kopf in seine Richtung. „Gerade du kannst es dir gar nicht leisten, dass er denkt, wir beide wären schon ganz verknöcherte Menschen.“ Diametreal steht ihr Verhalten ihrem Agieren entgegen und schafft so einen unterhaltsamen Kontrast dem man amüsiert folgt. Ab einem gewissen Punkt jedoch, wird das mentale Gefängnis, in dem Natascha und Günter unwissentlich festsitzen auch traurig, denn was sich dem Leser und Florian Sommer als fiktivem Zuhörer schnell offenbart, bleibt ihnen verborgen und so dreht sich der Strudel immer schnell und zieht sie hinab ins Verderben und lässt die Situation regelrecht eskalieren. Auf der persönlichen Ebene wird die Hybris der Figuren aufgedeckt, aber auch der Kunstbetrieb als Ganzes mit seiner Selbstüberschätzung, die durch die kleine abgeschottete Welt, in der sich die Protagonisten nur um sich selbst drehen und sich mit ihresgleichen auseinandersetzen, ohne je den Blick nach außen zu wagen oder dem Außenblick Aufmerksamkeit zu schenken, wird in dem Roman entlarvt. Jan Peter Bremer bringt dies in aller Kürze und Enge sprachlich ausgefeilt auf den Punkt. Ein Roman, der eigentlich auf eine Bühne gehört, denn er braucht kein großes Dekor, sondern spricht für sich selbst. Die Nominierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019 daher völlig zurecht.

Gesellschaftsroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 02.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Jan Peter Bremers Roman „Der junge Doktorand“ hat einen besonderen Stil. Günter Greilach ist Maler, ein neuer Doktorand soll seine Bilder anpreisen. Als der Doktorand Florian ankommt beginnt eine eigenartige Vorstellung. Günter Greilachs Frau nimmt ihn in Beschlag und textet ihn voll . Der Maler ist grummelig. Das Ehepaar ... Jan Peter Bremers Roman „Der junge Doktorand“ hat einen besonderen Stil. Günter Greilach ist Maler, ein neuer Doktorand soll seine Bilder anpreisen. Als der Doktorand Florian ankommt beginnt eine eigenartige Vorstellung. Günter Greilachs Frau nimmt ihn in Beschlag und textet ihn voll . Der Maler ist grummelig. Das Ehepaar macht sich gegenseitig Vorwürfe. Die Beiden irritieren Florian und mich. Jan Peter Bremer versteht es gut, diesem dünnen Buch einen besonderen Flair zu geben. Der Roman ist spritzig mit einer schönen Prosa mit Sprachwitz geschrieben. Das Cover passt und besticht von seiner Einfachheit. Ich war von der Geschichte sehr angetan.