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Die Jahre


Geschichte ihrer selbst, Gesellschaftsporträt, universelle Chronik: Annie Ernaux’ aufsehenerregendes Werk wirkt von Beginn an weit über die französischen Grenzen hinaus. Eine faszinierende Einladung, das eigene Leben zu hinterfragen:
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig.« Der Spiegel

Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, de Gaulle, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die sogenannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, die uneingelösten Verheißungen der Nullerjahre, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux die Jahre, die vergangen sind. Und dabei schreibt sie ihr Leben – unser Leben, das Leben – in eine völlig neuartige Erzählform ein: »Annie Ernaux ist die Königin der neuen autobiographischen Literatur.« Die Zeit

Rezension
"Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig. Bei ihr wird das Private politisch, die Politik ins Gespräch überführt, und aus alledem wird brisante, aktuelle und poetische Literatur ... ein Meisterwerk."
Nils Minkmar, LiteraturSPIEGEL September 2017
Portrait
Ernaux, Annie
Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden.

Finck, Sonja
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 17.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46968-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,8/11,6/2 cm
Gewicht 236 g
Originaltitel Les années
Auflage 1
Übersetzer Sonja Finck
Verkaufsrang 28959
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Wahnsinn, diese Buch!

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ganz großes Kino! Ein Buch, in dem so unglaublich viel steckt! Es ist eine Autobiografie, die sich aus Erinnerungen, Zufälligkeiten, die sich ihr ins Gedächtnis rufen und Fotografien, die ihr als Erinnerung dienen, zusammen setzt. Es ist ein Buch über das Vergehen der Zeit, die Veränderung der Ideen und Sitten und dem Innenleben einer Frau. Es ist sehr persönlich, vermittelt aber auch viel gesellschaftlichen Hintergrund ihrer jeweiligen Zeit und hat durchaus auch philosophische Ansätze. Es spielt zwar in Frankreich, aber die Parallelen zu unserem Land sind doch erstaunlich. Es ist ein Buch mit unglaublichem Sog und einer rasanten Geschwindigkeit durch die oft sehr kurzen Episoden und Erinnerungen von Annie Ernaux. Der Schreibstil mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber nach ein paar Seiten wird man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen!

Kundenbewertungen

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Erinnerungen an verlorene Jahre
von einer Kundin/einem Kunden am 27.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins De... In Frankreich erschien das Buch „Les Années“ von Annie Ernaux schon im Jahr 2008. Letztes Jahr publizierte der Suhrkamp Verlag das Buch endlich in einer deutschen Übersetzung. Annie Ernaux ist 1940 in Frankreich geboren und hat eine Vielzahl autobiografischer Romane und Erzählungen veröffentlicht. Einige von ihnen wurden ins Deutsche übertragen: Z. B. „Das bessere Leben“ und „Das Leben einer Frau“. In dem Buch „Die Jahre“ sind es Schnipsel, Miniaturen, Träume, Fragmente und kleine Broken, die sich zu Erinnerungen von etwa 60 gelebten und verlebten Jahren zusammenfügen. Annie Ernaux erzählt, beschreibt, imaginiert, konstatiert und urteilt. Sie beginnt mit den Bildern, die sie hat. Es sind Bilder aus den Jahren 1941 bis 2006. Zuweilen sind es Fotos, oder aber Erinnerungsreste. Aber es sind auch Bilder, die verschwinden werden. Wie die Jahre, von denen sie Zeugnis geben. Ihr Schreibstil erinnert an eine soziologische bzw. ethnologische Beschreibung historischer Phänomene. Totes wird mit Lebendigem verknüpft. Privates und Intimes auf Gesellschaftliches und Öffentliches bezogen. Umbrüche und Verwerfungen werden in ihrer geschichtlichen Relevanz aufgerufen. So wird das autobiografische Gedächtnis von Annie Ernaux eine Erzählung auf Distanz und damit zu einer Erzählung und einem Zeugnis einer Generation, die verschwinden wird. Das Buch schließt dann auch mit dem folgenden Satz: „Etwas von der Zeit retten, in der man nie wieder sein wird.“