Warenkorb
 

Nachsommer

Roman

Weitere Formate

gebundene Ausgabe
Zeitlebens hat Olof im Schatten seines selbstbewussten Bruders Carl gestanden. Carl war der Liebling der Mutter, der allerdings in Ungnade fiel, als er mit seiner Frau Klara (mit der Olof seine eigene Geschichte hat) und den beiden Söhnen in die USA auswanderte. Viele Jahre später treffen die ungleichen Brüder am Sterbebett der Mutter wieder aufeinander, in ihrem Landhaus in den südfinnischen Schären – und mit ihnen ihre Familien, alte Rivalitäten und Träume, Fehler und Versäumnisse. Es dauert nicht lange, bis der Frieden des Spätsommers, der über der Insel liegt, brüchig wird. Gerade noch rechtzeitig erkennt Olof, dass der Moment gekommen ist, um aus dem Schatten seines Bruders herauszutreten.
Mit behutsamem Strich zeichnet Johan Bargum das Porträt einer Familie und lotet das Verhältnis zweier Brüder aus, die sich gegenseitig fremd geworden sind.
›Nachsommer‹ ist ein leises Buch, das doch lange nachhallt, melancholisch und gleichzeitig voller Witz, abgründig und ebenso lebensbejahend.
Rezension
»Eine sehr feine Geschichte, in der es um die eine, die große Chance im Leben geht.«
Christine Westermann, WDR5

»›Nachsommer‹ ist ein Buch von schwebender Leichtigkeit.«
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

»Enthält alles, was man sich von wirklich guter Literatur erhofft: Wahrhaftigkeit und Magie. Klugheit. Ernsthaftigkeit und Witz.«
BRIGITTE WOMAN

»Selten werden Sie eine Geschichte erzählt bekommen, in der so wenige Striche ausreichen, um die Seele so tief zu berühren.«
NDR KULTUR

»›Nachsommer‹ [besticht] durch eine sehr aufgeräumte, sehr klare und bewusst knapp gehaltene Sprache. Die Szenen sind prägnant, die psychologischen Beobachtungen fein.“
FAZ

»Ein schmaler und doch höchst reichhaltiger Roman […]. Bargum ist ein Meister des sprechenden Details. Da steht kein Satz zu viel.«
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

»Eine betörend schön erzählte Geschichte. […] Sprachlich wie geschliffen. [...] Ein ausgesprochen lesenswertes Buch, das sehr viel Menschlichkeit ausstrahlt.«
Rainer Moritz, NDR KULTUR

»Der Autor kombiniert melancholische Passagen mit Szenen leichtfüßiger, teilweise absurder Komik und wunderbar unaufdringlichen, atmosphärischen Beschreibungen der finnischen Schärenlandschaft.«
DEUTSCHLANDFUNK

»Gerade mal 142 Seiten braucht Johan Bargum, um die ganz großen Themen des Lebens aufzurollen: Liebe und Familie; Rivalität und Trauer.«
EMOTION

»Es sind nicht die großen laut und emotional ausgetragenen Gefühlskonflikte, die uns Bargum vor Augen führt, sondern eher leise, versteckte Emotionen. Wie im richtigen Leben […]. Psychologisch ist das meisterhaft erzählt.«
DEUTSCHE WELLE

»Johan Bargum braucht wenige Worte für eine tiefgründige Familiengeschichte und es bleibt viel Platz für eigene Gedanken «
SRF 1

»Johan Bargum […] ist ein bittersüßes Buch über die Ungleichheit gelungen, über die Abgründe zwischen Menschen, die sich nahestehen, doch einander im Wege.«
NÜRNBERGER ZEITUNG

»Behutsam entwirft Johan Bargums Sprache Bilder von Hass und Gewalt, lässt verkümmerte Gefühle ihrer Protagonisten wieder aufblühen, wagt Witz und Doppeldeutigkeit […].«
MÜNCHENER MERKUR

»Mit viel Gefühl für seine Figuren […] erzählt der Autor in klarer und knapper Sprache von den Geschehnissen in diesem Nachsommer, der für alle Beteiligten ein Wendepunkt in ihrem Leben wird.«
DIE PRESSE AM SONNTAG

»Ein melancholisches, auch humorvolles, nordisch klares Kammerspiel.«
HAMBURGER ABENDBLATT

»Ein großartiges Familienstück, melancholisch, sensibel, ernsthaft und humorvoll über die existenziellen Themen des Lebens. Sehr lesenswert.«
AACHNER ZEITUNG

»Kurzer, aber intensiver Roman des gefeierten finnischen Autors.«
BILD UND FUNK

»Eine Geschichte voller Melancholie, voll verpasster Gelegenheiten, zart und ganz fein gesponnen.«
RADIO KLASSIK STEPHANSDOM

»Mit schnörkellos starker Sprache erzählt der Roman von verdrängten Sehnsüchten und dem Schmerz des ungelebten Lebens.«
SALON

»Johan Bargum verlegt seine nüchtern-poetische Handlung auf eine Schäreninsel, wo die Familie ein letztes Mal zusammenkommt, um die Mutter beim Sterben zu begleiten.«
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Ein Roman über verschiedene Lieben – ungewöhnliche, gelebte und ungelebte –, voller Geheimnisse und Konflikte. […]. Ein Roman wie das Leben.«
DIE RHEINPFALZ

»Ein leiser, melancholischer Roman über verletzliche Familienbande und verpasste Chancen.«
ÖKO-TEST

»Mit ›Nachsommer‹ ist Johan Bargum ein kleines Kunststück gelungen, das wie eine leichte Fingerübung daherkommt, aber substanziell bleibt.«
WESTFÄLISCHER ANZEIGER
Portrait
Johan Bargum, geboren 1943 in Helsinki, lebt in Espoo und gilt als einer der prominentesten finnlandschwedischen Autoren. Er veröffentlichte mehrere Romane, Erzählungen, Drehbücher, Hörspiele und zahlreiche Theaterstücke, die weltweit aufgeführt werden. Im mareverlag erschien 2014 seine ›Septembernovelle‹.
Karl-Ludwig Wetzig arbeitet als Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen. Er hat u.a. Jón Kalman Stefánsson, Gunnar Gunnarsson, Hallgrimur Helgason und Stig Sæterbakken ins Deutsche übertragen.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 28.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6476-8
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/1,7 cm
Gewicht 167 g
Originaltitel Sensommar
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Karl-Ludwig Wetzig
Verkaufsrang 63735
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
10,00
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Abschied und Neubeginn in den Schären.

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Kleiner, feiner Familienroman, der nur eine Sommer dauert. Dafür aber alte Wunden aufreisst und schliesst. Erzählt in Worten,welche die Phantasie beflügeln und eigene Bilder schaffen.

Die leisen Töne

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung

"Nachsommer" von Joha Bargum hat mich auf ganzer Linie überzeugt und einmal mehr gezeigt, dass der Mareverlag einfach großartige Bücher macht. Bargum erzählt eine große Geschichte in leisen Tönen und macht sie dadurch nur noch größer. Zwei Brüder, so unterschiedlich und doch so gleich, die Vergangenheit, die einen immer irgendwann einholt und Kinder, die den eigenen Blick schärfen. Mit 140 Seiten ist "Nachsommer" eines der wenigen Bücher, die es schaffen mit wenigen Worten so viel zu sagen. Ich bin begeistert, meine absolute Leseempfehlung!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
8
1
0
0
0

schönes, ruhiges Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist lange her, seit Olof seinen jüngeren Bruder Carl das letzte Mal gesehen hat. Vor Jahren ist Olof mit seiner Frau und seinen Söhnen nach Amerika ausgewandert. Ungleich höhere Karrierechancen waren wohl der Hauptgrund für diese Entscheidung. Nun liegt Carls und Olofs Mutter im Sterben. Olof fliegt mit seiner Familie nach Fi... Es ist lange her, seit Olof seinen jüngeren Bruder Carl das letzte Mal gesehen hat. Vor Jahren ist Olof mit seiner Frau und seinen Söhnen nach Amerika ausgewandert. Ungleich höhere Karrierechancen waren wohl der Hauptgrund für diese Entscheidung. Nun liegt Carls und Olofs Mutter im Sterben. Olof fliegt mit seiner Familie nach Finnland zurück. Trotz ihrer Trauer sind die Erinnerungen an ihre stete Rivalität, ihre Reibereien und Auseinandersetzungen sofort wieder präsent. Auch ihre Träume und Versäumnisse drängen sich ins Bewusstsein. Eine Klärung ihrer schwierigen Beziehung scheint unausweichlich.

Bruderliebe
von Kaffeeelse am 27.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall h... Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall hat, was absolut zu empfehlen ist. Der Autor schreibt sehr einfach, in kurzen Kapiteln, mit einfachen Wörtern. Aber er dringt zum Leser durch, erzeugt eine starke Spannung. Das Buch befasst sich mit einer schwedischen Familie in Finnland, um das Beziehungsgeflecht in dieser. Es geht um das Versterben der Mutter Gertrud an Krebs, aber auch um ihr Verhältnis zu ihren Kindern/Söhnen. Das Verhältnis der beiden Brüder Olof und Carl untereinander wird zum Thema gemacht, der Konflikt zwischen beiden, Olof der ältere hat Angst vor seinem jüngeren Bruder, Carl der jüngere Bruder weiß das und genießt das. Carl ist vor einiger Zeit wegen eines Jobs von Finnland in die USA nach San Francisco ausgewandert. Und auch hier kommen die Meinungen der anderen Familienmitglieder dazu zur Geltung. Die Stellung der Brüder zur Mutter und die Situation der Brüder zum/beim Versterben der Mutter wird ebenso thematisiert. Der Tod des Vaters in der Vergangenheit und die Reaktionen der Familie damals werden reflektiert. Und Tom, der neue Mann der Mutter und seine Stellung in der Familie kommt zur Sprache. Es geht vor allem um Nichtgesagtes, um Unausgesprochenes in der Familie. Durch den nahenden Tod der Mutter versammeln sich alle in einem Haus, dem Ferienhaus auf Vidarnäs, einer Schäre im Gürtel von Sibbo(Sipoo) und in dieser erzwungenen Nähe kommt so manches zum Vorschein, was lange Zeit irgendwo begraben war. Tolles Buch !

Nachsommer – klein und fein
von Sikal am 25.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Versch... Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Verschärft wurde das Ganze noch, da die Mutter den jüngeren Carl bevorzugte – dieser sah anfangs seine Chance gekommen und nutzte dies auch aus. Doch mit der Bevorzugung kamen auch Bevormundung, Einengung und Bedrängung. Carls Entscheidung, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen und eine große Distanz zwischen ihm und seiner Mutter zu schaffen, verzieh ihm die Mutter nie. Diese und andere Details der Geschichte erfährt man nach und nach – sei es in Gedanken oder in Briefen oder auch in so manchen Gesprächen zwischen den Protagonisten (wobei es zu einem klärenden Gespräch zwischen Olof und Carl letztendlich nicht kommt). Einiges wird geklärt, einiges bleibt bis zuletzt offen und lässt so manchen Interpretationsspielraum zu. Der finnlandschwedische Autor Johan Bargum schreibt in sehr gehaltvollen Sätzen, klar und einfach und doch so aussagekräftig. Er schafft es, dass zwischen den Zeilen Dinge hervorkommen, die ganz logisch erscheinen. Seine oftmals poetische Sprache macht das Lesen zu einem wahren Genuss und man möchte nicht, dass dieses Buch endet. Ich finde, das Buch übt einen besonderen Reiz aus, hallt nach dem Lesen noch lange nach und ich ertappe mich, dass ich immer wieder durch das Buch blättere, um den ein oder anderen Absatz noch einmal zu genießen.