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Kastanienjahre

Nach vielen Jahren kehrt Elise zurück in ihr Heimatdorf Peleroich an der mecklenburgischen Ostseeküste. Hier hat sie damals Henning und Jakob kennengelernt, die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der zuverlässige Fels in der Brandung, den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der davon träumte, Künstler zu werden, und irgendwann spurlos aus ihrem Leben verschwand.
Elise taucht tief ein in ihre eigene Vergangenheit, aber auch in die Geschichte von Peleroich, wo sich ihre Eltern in den 1950er Jahren kennenlernten. Zu DDR-Zeiten ticken die Uhren in dem Dorf so langsam wie immer. Man trifft sich im Kastanienhof auf ein Bier, fährt ans Meer oder geht im nahen Forst spazieren. Bis herauskommt, dass jemand unter den Dorfbewohnern Menschen über die Ostsee in den Westen hilft...

Anja Baumheier erzählt von einem malerischen Dorf und vom Schicksal seiner Bewohner zwischen Gründung der DDR, Mauerbau und Nach-Wendezeit.
Rezension
Anja Baumheier ist mit ihrem Erstling ein Roman gelungen, der sehr viel von der menschlichen Dramatik wiedergibt, die tatsächlich mit der deutschen Teilung verbunden war.
Portrait

Anja Baumheier wurde 1979 in Dresden geboren und hat ihre Kindheit in der DDR verbracht. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und arbeitet als Lehrerin für Französisch und Spanisch an einer Berliner Schule. 2018 erschien mit "Kranichland" ihr erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.08.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783644200685
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 992 KB
Verkaufsrang 346
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Buchhändler-Empfehlungen

Katalin Kocsis, Thalia-Buchhandlung Neubrandenburg

Hoffnung und Sehnsucht während des DDR- Regimes, aber auch Mangelwirtschaft, Stasibespitzelung, Feindschaft. Eine sehr deutliche Zeichnung vom Leben und Lieben in der DDR und in der Zeit danach. Ein schönes und klares Buch mit einem sehr flüssigem Schreibstil. sehr lesenswert !

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Ahrensfelde

Diese tolle Geschichte nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in die Zeit kurz nach der Gründung der DDR,bis hin in die heutige Zeit. Die Personen sind realistisch dargestellt und die Beschreibungen spiegeln sehr gut meine Erinnerung an meine Kindheit in der DDR.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Die Schatten der DDR reichen bis in die Gegenwart
von KerstinTh am 19.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Peleroich ist ein kleines Dorf an der Ostseeküste – es liegt in der ehemaligen DDR. Heute ist es ein eher verlassenes Örtchen und soll verkauft werden. Hinter diesem Hintergrund trommelt ein unbekannter Briefschreiber ehemalige Bürger dieses Dorfes zusammen. Er hat ein Geheimnis zu verkündigen und möchte nun – fast dreißig Jahre... Peleroich ist ein kleines Dorf an der Ostseeküste – es liegt in der ehemaligen DDR. Heute ist es ein eher verlassenes Örtchen und soll verkauft werden. Hinter diesem Hintergrund trommelt ein unbekannter Briefschreiber ehemalige Bürger dieses Dorfes zusammen. Er hat ein Geheimnis zu verkündigen und möchte nun – fast dreißig Jahre nach der Wende – sein gewissen reinwaschen. Auch Elise begibt sich nach Peleroich, obwohl sie in Paris ein neues Leben angefangen hat. Wird sie nun endlich erfahren, was mit ihrem Vater und ihrem Freund Jakob wirklich passiert ist? Dieser Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Einmal die Gegenwart, die als roter Faden durch die Geschichte führt. Und die Vergangenheit, die in entsprechenden Zeitsprüngen erzählt wird. Da die Handlung der Vergangenheit in Peleroich spielt, kommen sehr viele Personen zu Wort. Hier kam ich etwas ins Schlittern und habe mich immer wieder in den Generationen geirrt. Vor allem bei Elise und ihren Eltern kam ich gerne durcheinander. Dann gibt es noch ein Wirtshauspaar, welche ich leider immer in eine Generation zu hoch eingestuft habe, wodurch die Logik flöten ging. Wieso mir das andauernd passierte kann ich nicht sagen. Die Namen sind auf jeden Fall unterschiedlich genug! Vielleicht wirkten sie vom Charakter her einfach jünger. Die Charaktere an sich, waren aber gut ausgearbeitet und recht unterschiedlich. Sehr schön kam hier heraus, wie die unterschiedlichen berufsgruppe unter dem DDR-Regime litten. Nicht nur die Vergangenheit ist spannend, sondern auch die Gegenwart. Auf den ersten Seiten erfährt der Leser, dass Elise krank zu sein scheint. Ist sie ernsthaft krank oder ist es nur der momentane Stress? Auch der Briefschreiber scheint nicht der fitteste zu sein. Der Schreibstil ist angenehm und flott zu lesen. Allerdings muss ich sagen, dass mir „Kranichland“, Baumheiers Erstlingswerk, mir besser gefallen hat. Dieses war mir irgendwie emotionaler und tiefgehender. Dennoch habe ich diesen Roman gerne gelesen und vergebe vier von fünf Sternen.

Unterhaltsam; hätte mir jedoch mehr Tiefe gewünscht
von Lia48 am 02.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

INHALT: Elise lebt seit 20 Jahren in Paris. Hier konnte sie sich endlich ihren Traum erfüllen und leitet seitdem eine kleine Modeboutique. Doch eines Tages erfährt sie, dass Peleroich, ein kleines Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste, vor dem Aus steht. Dort ist Elise in der DDR aufgewachsen, hat Henning und Jakob kennen ... INHALT: Elise lebt seit 20 Jahren in Paris. Hier konnte sie sich endlich ihren Traum erfüllen und leitet seitdem eine kleine Modeboutique. Doch eines Tages erfährt sie, dass Peleroich, ein kleines Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste, vor dem Aus steht. Dort ist Elise in der DDR aufgewachsen, hat Henning und Jakob kennen und lieben gelernt, bis letzterer eines Tages plötzlich verschwand. Bis heute ist Elise darüber nicht richtig hinweggekommen. Als sie plötzlich einen anonymen Brief erhält, dessen Verfasser vom damaligen Geschehen angeblich genaueres zu wissen scheint, beschließt sie einen Abstecher in ihr Heimatdorf zu unternehmen und taucht dabei tief in ihre Vergangenheit ein... MEINUNG: Dreh- und Angelpunkt des Buches ist das kleine Dorf Peleroich. Hier haben sich bereits Elises Eltern Karl und Christa kurz nach Gründung der DDR kennengelernt, von deren Geschichte man beim Lesen ebenfalls erfährt. Als Leser lernt man gleich von Beginn an die Schauplätze und die Menschen des Ortes kennen. Die Handlungsorte konnte ich mir durch die bildlichen Beschreibungen von Anfang an sehr gut vor Augen führen. Die Personen werden dagegen fast gleichzeitig eingeführt, weshalb ich deren hilfreiches Verzeichnis am Anfang des Buches, sehr häufig benötigt habe (Tipp: Deshalb würde ich bei diesem Buch auch eine Printversion einer digitalen Ausführung vorziehen, um einfacher zurückblättern zu können!). Ich persönlich mag langsame Einführungen von Personen lieber, so habe ich etwas gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Zwischendurch kehrt man immer wieder für kurze Zeit in Elises Gegenwart zurück. Dieser Wechsel ist meiner Meinung nach besonders gut gelungen, so dass er auf mich recht harmonisch wirkte. Den Reiz der Geschichte macht sicherlich auch mit der anonyme Verfasser der Briefe aus, bei dem ich mir einige Zeit nicht sicher war, wer sich dahinter verbirgt. So hat man die Möglichkeit ein wenig mit der Protagonistin miträtseln zu können. Elise und die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Doch durch das für mich etwas zu rasche Voranschreiten in der Handlung, fehlte mir insgesamt die Tiefe und ich hätte mir gewünscht, dass es mich emotional noch mehr hätte erreichen können. Möglicherweise hatte ich von diesem Buch aufgrund vieler Positiver Stimmen auch etwas zu hohe Erwartungen gehabt. FAZIT: Der Roman konnte mich ganz gut unterhalten, doch durch das rasche Voranschreiten der Handlung hat mir etwas die Tiefe gefehlt, um noch mehr mit Elise und den anderen Dorfbewohnern mitfiebern zu können. Wer dagegen einen schnelleren Handlungsverlauf bevorzugt und nicht so viele Details benötigt, der könnte Gefallen an der Geschichte finden. Von mir gibt es 3-3,5/5 Sterne.

Ganz nette Unterhaltung
von Angelika Altenhoevel aus Wachtendonk am 01.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zum Inhalt:  In Kastanienjahre geht es um Elise. Sie ist in einem Dorf in der DDR aufgewachsen und später hat es sie nach Paris verschlagen. Als sie ein Brief aus der Heimat erreicht, kehrt sie zur Klärung einiger Geheimnisse in die Heimat zurück.  Meine Meinung:  Insgesamt bildet das Buch schon eine interessante Geschi... Zum Inhalt:  In Kastanienjahre geht es um Elise. Sie ist in einem Dorf in der DDR aufgewachsen und später hat es sie nach Paris verschlagen. Als sie ein Brief aus der Heimat erreicht, kehrt sie zur Klärung einiger Geheimnisse in die Heimat zurück.  Meine Meinung:  Insgesamt bildet das Buch schon eine interessante Geschichte ab und auch der Schreibstil an sich ist schon nicht schlecht, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht berührt und plätscherte an mir vorbei, was eventuell daran liegen könnte, dass ich kaum Verbindungen zur Geschichte der DDR habe und mir dadurch vieles fremd ist und auch blieb. Da das Buch aber einen guten Schreibstil hat und es bestimmt für viele Leser interessant sein wird, bekommt es eine noch gut Bewertung.  Fazit:  Ganz nette Unterhaltung