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Gärtnern im Biotop mit Mensch

Das praktische Permakultur- und Biogarten-Handbuch für ein zukunftsfähiges Leben

Das zentrale Anliegen dieses Buches ist ein zukunftsfähiges Gärtnern, zu dem selbstverständlich auch eine zukunftsfähige Lebensführung gehört. Die Autoren stellen ein ethisch-ökologisches Gartenkonzept vor, das in seiner Art einmalig sein dürfte. Grundlage hierfür sind zahlreiche Permakulturprinzipien, die sie in vielen Jahren als Selbstversorgergärtner selbst ausprobiert haben. Es handelt sich um die Beschreibung der zahlreichen Möglichkeiten der Permakultur und eines gut durchdachten Mischkonzepts aus der Biogartenpraxis, das in erster Linie die Erzeugung von qualitativ hochwertigem Gemüse und Obst zum Ziel hat. Dabei werden die ökologischen Aspekte als Chance erkennt mit der Natur zu arbeiten.
Ein wichtiges Prinzip ist der Versuch, möglichst viele Gartenelemente miteinander zu vernetzen und deren Mehrfachfunktionen zu erkennen und zu nutzen.

Anfänger finden mit diesem Buch einen qualifizierten Einstieg in das Konzept der Permakultur und in die Kunst des Biogärtnerns. Fortgeschritten bietet das Buch wertvolle Anregungen zum Ausprobieren und Weiterentwickeln.
Portrait
Die Autoren Eduard W. Kleber war als Grund- und Sonderschullehrer tätig, Dipl.-Psych., Dr. phil., Professor an der Bergischen Universität - GHS in Wuppertal. Er arbeitet und forscht zusammen mit seiner Frau Gerda seit Jahrzehnten im eigenen Permakulturgarten. Gerda Kleber ist wissenschaftliche Grafikerin, Studium in Wiesbaden (Kunsthochschule) und Mainz (Universität, Zoologie und Botanik) mit langjähriger Tätigkeit an der Universität Kiel.
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  • Vorwort zur 2. Auflage

    Im Jahre 1989 starteten wir, nach jahrelangen weltweiten Recherchen und umfassenden Studien und Arbeiten, unter anderen bei Bill Mollison (NSW, Australien) und John Jeavons (North-California, USA) unser Permakultur-Projekt. Im Jahr 1990 wurde es vom deutschen „Permakultur-Institut e.V.“ und „Permaculture Institute of Europe“ als Modell und Lehrprojekt anerkannt.
    Aus den vorangegangenen Studien und unseren eigenen Arbeiten im Feld entstand bis
    zum Jahre 1994 „Biotop mit Mensch" – Eine Einführung in die Permakultur. Der Beltz-Verlag, bei dem ich seit vielen Jahren Autor war, wollte dieses Buch, er brauchte aber
    ein Schulgartenbuch, so dass wir uns genötigt sahen, eine veränderte Version als
    Schulgarten-Handbuch herauszugeben.

    Im Jahr 1998 kamen wir mit dem Verleger und Herausgeber Kurt Walter Lau, selbst langjähriger Permakultur-Aktivist, zusammen und konnten nun in seinem OLV Organischer Landbau Verlag unsere ursprüngliche Idee voll verwirklichen.

    Zwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung ist unser Permakultur-Projekt eine ganz
    private Angelegenheit geworden. Doch wir arbeiten noch nach den gleichen Prinzipien
    und ernähren uns nach wie vor, ganzjährig, aus unserem Garten.
    Nun, da eine neue Auflage vorbereitet wird, ist festzustellen, dass in Bezug auf ein gesundes Leben und zukunftsfähiges Ernähren mit in und aus der Natur, das heißt nach Permakulturprinzipien, keine wichtigen Änderungen notwendig geworden sind. Es kommen und gehen modische Erscheinungen, wie zum Beispiel „die Blumenküche", diese sind in geeigneter Gewichtung ohne Übertreibungen in unserem Buch enthalten.
    Mit fortschreitendem Alter (70 plus) fällt die Arbeit schwerer und trotz Behauptungen von
    anderen Seiten, ganz ohne Arbeit geht es nicht, sind wir notgedrungen nachlässiger
    geworden. Wir betreiben nach wie vor, ohne Verkürzungen, die Bodenpflege, die Pflege
    des Edaphons, das heißt die Vermehrung und Verbreiterung der Vielfältigkeit von
    Bodenorganismen durch Mulch und Rauhkompost. Wir verfolgen ein gemäßigtes
    Pflanzenmanagement, das heißt wir entfernen unerwünschte Kräuter, aber wir
    kümmern uns überhaupt nicht mehr aktiv um dynamische Balancen und entsprechende
    Pflanzenpflege.

    Wir haben deshalb überlegt, ob wir bei der Neuauflage hier eine Kürzung vornehmen
    sollten. Aber es ist sehr nützlich für das Verständnis der Zusammenhänge, wenn man
    sich grundlegend damit befasst hat, auch wenn man dann auf alle Einwirkungen
    verzichtet.

    Die Kompostarbeit haben wir grundsätzlich als Ergänzung des Mulchens (Bodenpflege)
    beibehalten aber nur für Extensiv- oder Rauhkompost.

    Die Mulchwirtschaft (ausschließlich aus eigenem Grasschnitt) haben wir verstärkt,
    sodass wir für einen Teil unserer Pflanzen (Tomaten, Paprika, Zucchini und jedes Jahr
    mehr Arten) Dauermulch ohne jegliche Bodenbearbeitung machen. Letzteres geht
    allerdings nur, wenn es die wühlenden Schermäuse zulassen. Wir pflanzen auch weiterhin Bäume, doch wegen eines notwendigen Arrangements mit den Wühlmäusen pflanzen wir diese nun aber generell in engmaschige Drahtkörbe.

    Die schwerste Arbeit besteht für uns mittlerweite im Heumachen und der Mulchlogistik, wahrscheinlich müssen wir demnächst aus Altersgründen auf diese verzichten, dann geht es allerdings bergab mit unserem Garten, aber auch mit uns. Sonst und im Ganzen gibt uns unsere Permakulturarbeit Zufriedenheit und das Gefühl
    des Lebens und Alterns in Würde.

    Wir geben gerne davon ab deshalb unterstützen wir die Neuauflage.

    Kirkel, im Herbst 2010
    Gerda & Eduard W. Kleber
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 254
Altersempfehlung 15 - 99
Erscheinungsdatum 23.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-922201-31-1
Verlag OLV Organischer Landbau
Maße (L/B/H) 24,4/17,4/2,5 cm
Gewicht 753 g
Abbildungen mit 113 Abbildungen, mit 81 Tabellen, farbige Bildtaf.
Auflage 3. bearb. Auflage
Verkaufsrang 1617
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Geballtes Wissen - ein wertvoller Begleiter für sinnvolles Gärtnern
von Silke aus Niedersachsen am 29.12.2010

Als Einsteigerin im Jahr 2004 war mir dieses Buch der wertvollste Begleiter. Es zeigt, mit welcher Arbeit zu rechnen ist, ohne zu romantisieren und enhällt differenziertes Wissen zu allen relevanten Bereichen eines Parmakulturgartens. Bem Erstellen eines Pflanzplans (ich wählte das Intensivsegment mit Sonnenfalle), konnte ich... Als Einsteigerin im Jahr 2004 war mir dieses Buch der wertvollste Begleiter. Es zeigt, mit welcher Arbeit zu rechnen ist, ohne zu romantisieren und enhällt differenziertes Wissen zu allen relevanten Bereichen eines Parmakulturgartens. Bem Erstellen eines Pflanzplans (ich wählte das Intensivsegment mit Sonnenfalle), konnte ich dem Buch entnehmen, welche Gemüsesorten gut nebeneinander passen und welche nicht, auch Kameradschaftspflanzen wie Kräuter und Blumen habe ich hinzu gewählt. Im Folgejahr sind die Beetreihen dann eine Reihe weiter gerutscht, damit es nicht zu Bodenermüdung und Krankheiten kommt. Ein differenziertes Konzept, das Spaß macht und mit dem Plan auch überschaubar bleibt. Es sind Modelle vom kleinen Balkongarten bis zu größeren Flächen für Extensivgärten aufgeführt. Die Obstbaumlebensgemeinschaft ist ein interessantes Konzept, welches ich inzwischen auch einbeziehe. Auch die Themen Bodenpflege, Kompost, Pflanzenporträts (Gemüse, Obstbäume, Wildobst, Kräuter, Blumen), Verwertung, Haltbarmachung, Einlagerung, Dörren, Tiere im Garten, Sozialbereiche, Wildecken, Zäune und Benjeshecken, Samenvermehrung werden nicht ausgelassen. Die Aufzählung ist nicht vollständig. Als Veganerin kann ich allerdings mit einigen Rezepten nicht viel anfangen bzw. würde sie entsprechend abwandeln. Aber umso mehr freue ich mich, dass den Düngemitteln Mist und Hornspäne etc. - wie der Tierhaltung generell - so gut wie kein Stellenwert beigemessen wird, denn zukunftsfähiges Gärtnern läßt sich mit Nutztierhaltung (wozu ich auch Pferde zähle) nicht vereinbaren. Die Tiere, die in diesem Buch vorgestellt werden kommen freiwillig in den Garten. Dazu empfehle ich noch ein Pflanzenlexikon, dann kann es eigentlich losgehen. Herzlichen Dank an die Klebers! Würden mehr Menschen so gärtnern und ihre Lebensmittel im Einklang mit der Natur, in Freundschaft mit den Wildtieren selbst erzeugen, wären die Gärten abwechslungsreicher, beherbergten mehr Arten und würden dadurch viel interessanter. Es gäbe wieder mehr Anlass zu nachbarschaftlichem Austausch - nicht nur von Wissen, sondern auch von Ernteerträgen. Ich freue mich auf die Neuauflage.