Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

100 Prozent tot

Das Phantom vom Grunewald

(3)
Einblicke in die Psyche eines Serienmörders: "Ich wollte einfach nur sichergehen, dass die auch wirklich tot ist. 100 Prozent tot." Es ist der 21. Juni 1984, als die Berliner Kripo in den frühen Morgenstunden einen 24-jährigen Mann festnimmt. Er soll tags zuvor eine Schülerin vergewaltigt und unsäglich gequält haben. Doch was Günther Jacoby den Kriminalbeamten in den folgenden Tagen erzählt, übertrifft die schlimmsten Erwartungen: Der verheiratete Maurer gesteht ungerührt eine ganze Serie von Foltermorden an jungen Frauen. Nach zwei Jahren der Angst ist die "Phantomjagd" zu Ende, "Deutschlands unheimlichster Frauenmörder" ist gefasst, Berlins Bevölkerung atmet auf. Der Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort beschreibt und analysiert den schrecklichen Fall. Er präsentiert eine spannende Chronik der Ereignisse und das Psychogramm eines Serienmörders, dessen Bekenntnisse in dieser Form erstmals zu lesen sein werden.
Portrait
Stephan Harbort, 1964 in Düsseldorf geboren und dort lebend, Dipl. Verwaltungswirt, Kriminal-Hauptkommissar, langjähriger Lehrbeauftragter an der FH-Düsseldorf, anerkannter Serienmord-Experte. Berater von TV-Dokumentationen und Krimi-Serien.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.07.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783770041343
Verlag Droste Verlag
Verkaufsrang 17.629
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Das Serienmörder-Prinzip
    von Stephan Harbort
    eBook
    8,99
  • Begegnung mit dem Serienmörder
    von Stephan Harbort
    (5)
    eBook
    8,99
  • Der klare Blick
    von Stephan Harbort
    (3)
    eBook
    9,99
  • Eisfieber
    von Ken Follett
    (33)
    eBook
    8,99
  • »Ich liebte eine Bestie«
    von Stephan Harbort
    (5)
    eBook
    7,99
  • Killerfrauen
    von Stephan Harbort
    (20)
    eBook
    9,99
  • Schwarzer Skorpion - Thriller
    von B.C. Schiller
    (5)
    eBook
    3,99
  • "Ich musste sie kaputt machen."
    von Stephan Harbort
    (12)
    eBook
    9,99
  • Verderben
    von Josef Wilfling
    eBook
    15,99
  • Wenn Kinder töten
    von Stephan Harbort
    eBook
    4,99
  • Auf dünnem Eis
    von Lydia Benecke
    (9)
    eBook
    8,99
  • Menschen lesen
    von Joe Navarro
    (16)
    eBook
    12,99
  • Die Fallschirmjäger der Fremdenlegion
    von Thomas Gast
    eBook
    5,49
  • Du wirst nicht wissen warum
    von Karine Giebel
    eBook
    8,99
  • Aus reiner Mordlust
    von Stephan Harbort
    eBook
    8,99
  • Das Hannibal-Syndrom
    von Stephan Harbort
    (10)
    eBook
    10,99
  • Halt, stehenbleiben! Polizei!
    von Richard Thiess
    eBook
    7,99
  • Gemeingefährlich
    von Stephan Harbort
    eBook
    12,99
  • Mission erfüllt: Navy Seals im Einsatz
    von Mark Owen, Kevin Maurer
    eBook
    9,99
  • Hitlers erster Feind
    von Stefan Aust
    eBook
    19,99

Wird oft zusammen gekauft

100 Prozent tot

100 Prozent tot

von Stephan Harbort
(3)
eBook
8,99
+
=
Ein unfassbares Verbrechen

Ein unfassbares Verbrechen

von Stephan Harbort, Andreas Fischer
eBook
8,99
+
=

für

17,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
3
0
0
0
0

Ich wollte nicht das ein Opfer überlebt
von claudi-1963 aus Schwaben am 22.03.2018

"Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass der Wunsch zu töten sehr oft mit dem Wunsch, selber zu sterben oder sich zu vernichten, zusammenfällt." (Albert Camus) Es ist der 21. Juni 1984, am frühen Morgen nimmt die Berliner Kriminalpolizei den 24-jährigen Günther Jacoby fest. Angezeigt wurde er von der Schülerin Johanna Kramer,... "Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass der Wunsch zu töten sehr oft mit dem Wunsch, selber zu sterben oder sich zu vernichten, zusammenfällt." (Albert Camus) Es ist der 21. Juni 1984, am frühen Morgen nimmt die Berliner Kriminalpolizei den 24-jährigen Günther Jacoby fest. Angezeigt wurde er von der Schülerin Johanna Kramer, die er am Tag zuvor vergewaltigt und brutal gequält hatte. Doch was die Ermittler bis dato noch nicht wissen ist, das Jacoby noch andere und weitaus schlimmere Verbrechen begangen hat. Beim Verhör mit den damaligen Ermittlern gesteht er nach und nach weiter Folterungen, Quälereien von Frauen und den brutalen Mord an zwei jungen Frauen Luisa Vargas und Karoline Hakonsen aus Norwegen. So ist nach zwei Jahren die Suche nach dem Phantommörder in Berlin zu Ende und die Bevölkerung kann wieder aufatmen. Doch was die Befragung ebenfalls zutage bringt ist die Biografie eines Mannes, der schon von Kindheit an eine sehr schwere Zeit miterleben musste. Ein Einblick in die Psyche eines Menschen der nach und nach zum Serientäter wird. --- Meine Meinung: Stephan Harbort ist Kriminalkommissar, Lehrbeauftragter der FH Düsseldorf und Experte für Serienmorde und zeigt in diesem Buch das Leben eines Serienmörders auf. An Hand von Protokollen, Gesprächen, Gerichtsakten und einem Interview zeigt er das detaillierte Lebensbild von Günther Jacoby, dem Phantom von Grunewald auf. Für mich war es das erste Buch des Autors und das erste in der Art, wie ich bis dahin noch keines gelesen hatte. Der Schreibstil war sehr gut, es lässt sich fast wie ein Roman lesen. Der Autor lässt den Leser dabei mitfühlen wie der Leidensweg des Täters schon von Kindesbeinen an begann. Natürlich wird nicht jeder der eine schlimme Kindheit hat zum Täter, doch meiste ist es doch so, das ein Täter eine schlechte Vorgeschichte hat, ehe er zum Verbrecher wird. Chronologisch verfolgte ich dabei in diesem Buch die Kindheit, Verbrechen, Verhaftung und Verurteilung des Täters. Im 2. Teil gab es dann ein Interview, das der Autor mit dem Täter selbst durchgeführt hat. Für mich war dies in, sofern ganz neu, weil man wirklich die Beweggründe des Täters so besser verstehen kann. Auch aufgrund der verschiedenen Schriftbilder im Buch kann man gut ersehen, welches die Aussagen des Täters sind. Selten habe ich so ein Sachbuch gelesen, das mich so ergriffen hat, da es außerordentlich interessant geschrieben wurde. Dem Buch das mich sehr bewegt und beeindruckt hat und das ich jedem Krimifan empfehlen kann, gebe ich 5 von 5 Sterne.

Portrait eines Serienkillers
von einer Kundin/einem Kunden aus Roding am 11.03.2018

"100 Prozent tot" war jetzt mein achtes oder neuntes Buch, das ich von Stephan Harbort gelesen habe. Rein gefühlsmäßig würde ich behaupten, dass es sein bestes, weil intimstes Buch ist. In keinem seiner anderen Bücher wird so auf den Täter - auf seine menschliche Seite - eingegangen. Und genau... "100 Prozent tot" war jetzt mein achtes oder neuntes Buch, das ich von Stephan Harbort gelesen habe. Rein gefühlsmäßig würde ich behaupten, dass es sein bestes, weil intimstes Buch ist. In keinem seiner anderen Bücher wird so auf den Täter - auf seine menschliche Seite - eingegangen. Und genau das ist der Grund, warum ich seine Bücher liebe. Stephan Harbort portraitiert die "Monster" - wie sie die Gesellschaft bezeichnet. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Ich stimme zu 100 Prozent mit Stephan Harbort überein, dass die Gesellschaft nicht ganz unschuldig an der Reifung/Entwicklung dieser "Monster" ist. Schlechtes Elternhaus kombiniert mit häuslicher Gewalt und/oder Isolierung/Abschottung von Gleichaltrigen, gluckenhaftes "Überbemuttern", keine Anerkennung, mal hier gemobbt, mal da ausgeschlossen, dann dort nicht in das Sportteam gewählt - die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Ein Mensch ist in der Lage eine Zeitlang ein solches Martyrium auszuhalten, irgendwann jedoch ist ein Punkt erreicht, an dem die Sicherung durchbrennt. Irgendwann verlangt sein Innerstes nach der Anerkennung, die ihm bisher verwehrt blieb. Zur Not holt man sich die eben mit Gewalt. Zum Buch: 1984 wird Günther Jacoby sein letztes Verbrechen zum Verhängnis, er ist an einem Punkt angelangt, an dem er "erwischt werden wollte, damit es vorbei ist." Seit über 25 Jahren ist er nun im Maßregelvollzug und kann sich ein Leben "draußen" gar nicht mehr vorstellen. Er will es auch gar nicht. Zu Beginn wächst der Leser mit "dem Jungen" auf - bis etwa zur Mitte des Buches hat man zu besagtem Jungen kein Gesicht, keinen Namen. Der Junge wird geboren, wächst auf, geht zur Schule, wird krank und infolgedessen als schwererziehbar abgeschoben, fängt sich wieder - so glauben es zumindest Psychologen, Ärzte und Eltern. Startet eine Ausbildung zum Maurer, zieht nach Berlin. Und mit ihm seine dunkle Seite. Was er als 16jähriger im Heim begonnen hat, setzt er in der heutigen Landeshauptstadt fort: er quält, foltert und unterjocht Frauen. Geht sogar soweit, dass er sie tötet. Er geht als das Phantom vom Grunewald in die Geschichte ein. Als er geschnappt wird, staunen die Kripobeamten nicht schlecht, was Jacoby ihnen alles zu erzählen hat ... Stephan Harbort ist es gelungen, Günther Jacobys Verbrechen nicht nur minutiös nachzuzeichnen, sondern auch seine Vorgeschichte, die anschließende Verhandlung, sowie seinen Alltag im Maßregelvollzug so darzustellen, dass der Mensch, der Günther Jacoby ja nach wie vor ist, nicht zu kurz kommt. Ein Mensch wie du und ich. Der nette Nachbar von nebenan, dem man sowas im Leben nicht zugetraut hätte. Auffällig unauffällig eben. Wären wir alle miteinander etwas achtsamer, nicht nur auf uns selbst fixiert, würden auch mal Partei für Schwächere und Ausgegrenzte ergreifen, unsere Kinder so erziehen, dass sie gar nicht erst mobben, sondern respektvoll mit JEDEM Menschen umgehen, genauer hin- statt wegsehen, wenn der Verdacht häuslicher Gewalt besteht, ... - ich bin mir sicher, die ein oder andere Sicherung würde gar nicht erst fliegen. Jeder Mensch hat das Recht darauf, auch als Mensch behandelt zu werden. Und in jedem Täter/Mörder steckt nach wie vor ein Mensch. Fazit: Absolut lesenswert!

Wieder einmal ist Harbort etwas gelungen, was eben nur Harbort kann.
von Cicuma - Live aus Ganderkesee, Bremen/ Deutschland am 19.11.2013
Bewertet: gebundene Ausgabe

"Kann man sowas erklären, wie es dazu kommt? Ich kann es nicht. Das entspringt irgendwo in meiner Fantasie. So stelle ich mir einen süchtigen vor, wenn er sich an Hasch oder Heroin berauscht. Man steigert sich da irgendwie hinein. Und dann hat kriegt man so einen rein wie einen... "Kann man sowas erklären, wie es dazu kommt? Ich kann es nicht. Das entspringt irgendwo in meiner Fantasie. So stelle ich mir einen süchtigen vor, wenn er sich an Hasch oder Heroin berauscht. Man steigert sich da irgendwie hinein. Und dann hat kriegt man so einen rein wie einen Hammer - und dann hat man es gemacht" Als am 20. März 1985 das Urteil “Der Angeklagte ist des Mordes in drei Fällen sowie der sexuellen Nötigung schuldig. Er wird zu zweimal lebenslanger Freiheitsstrafe sowie zu einer Gefängnisstrafe von 15 Jahren verurteilt.” gesprochen wird, ist das Urteilsmaß für den Angeklagten keine allzu große Überraschung. Auch der Nachsatz vom Vorsitzenden “Seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus wird angeordnet” versteht der Serienmörder als logische Konsequenz für das große Leid, das er seinen Opfern angetan hat, andererseits ist er, so sein Gedanken, im Landeskrankenhaus erheblich sicherer aufgehoben als im Gefängnis wo ihm andere Insassen mit dem unter anderem mit dem Tod gedroht haben. Der frisch verurteilte ist Günther Jacoby (*) und er war in seiner aktiven Zeit bis zu seiner Verhaftung wohl der schlimmste Serienverbrecher Deutschlands. "...Ich wollte einfach nur sichergehen, das sie auch wirklich tot ist. 100 prozentig tot.." Günther Jacoby Seine Tatwerkzeuge lesen sich dabei wie ein Bestellkatalog in der Haushaltsabteilung. Wimpernzange, Hammer, Bindfäden, Kerzen, Wäscheklammern, Tischrohre und sogar stangenförmiges Wassereis waren neben Zigaretten und einem Auto ebenso zum quälen der Opfer geeignet wie ein Küchenbeil. Der Düsseldorfer Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort hat Günther Jacoby mehrfach in Berlin besucht. Viele Stunden hat er ihm gegenüber gesessen und Tonbandaufnahmen angefertigt. "100 Prozent tot" gibt nicht nur tiefe Einblicke in ein Leben, das von Anfang an nicht normal verlief, sondern gibt auch den Blick auf Polizeiakten und Gerichtsprotukolle frei. Ein bemerkenswertes Interview mit dem Straftäter rundet das Buch ab. Dabei geht es auch um die Fragen: Wie gerät ein Mensch, dessen Leben ja genau wie jedes andere einmal als unschuldiger Säugling begann, auf diesen Weg? Wie wird jemand zu einem Sadisten, Mörder, Folterer, der zu keinerlei Mitleid und Empathie fähig scheint? Und wie kann so jemand unerkannt mitten unter uns leben und doch nur durch einen dummen Zufall enttarnt werden? Und konnte man diese Verbrechen wirklich nicht verhindern? Das aktuelle Buch “100 Prozent tot” ist ein Blick hinter die Kulissen eines Verbrechers, der auf nahezu unbeschreibliche Art und Weise Menschen gefoltert, gequält und ermordet hat. Dabei hat so ziemlich alles an Apparaturen, Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen benutzt, die sich in einem Haushalt so finden lassen. Bei seiner letzten Tat hat er jedoch viel von sich preisgegeben. Zu viel. So konnte man den damals 24 - jährigen am nächsten Tag durch einen Polizeieinsatz ausfindig machen und festnehmen. Er blickt in seinen Büchern und Studien tief in die Seelen der Kriminellen, ohne dabei voyeuristisch zu werden. * Name geändert